Beamer Vergleich

Teile diesen Beitrag

Beliebt auf TechStage

Kaufberatung: Saugroboter von 50 bis 1000 Euro

Saugroboter ab 50 Euro: 7 Tipps für den richtigen Kauf

Ergonomische Maus gegen den Mausarm ab 15 Euro

Homeoffice: Ergonomische Mäuse gegen den Mausarm ab 15 Euro

HDMI per Funk & Co.: Bild und Ton kabellos übertragen ab 30€

HDMI per Funk & Co.: Bild und Ton kabellos übertragen ab 30€

Bilder retten: Fotos, Dias & Negative scannen und sichern

Bilder retten: Fotos, Dias & Negative scannen und sichern

Es ist erstaunlich, wie viel besser sehr günstige Beamer aus China geworden sind. Diese Bestenliste zeigt, dass es schon für 80 Euro brauchbare und für 140 Euro gute Modelle gibt.

Ende 2020 landete der HD-Beamer Blitzwolf BW-VP5 (Testbericht) in unserer Redaktion. Unsere Erwartungen waren gering, schließlich kostet der Projektor gerade einmal 60 Euro. Doch die Bildqualität des Billig-Beamers war deutlich besser, als es der sehr günstige Preis zunächst vermuten ließ. Daraufhin ließen wir uns jede Menge weitere Beamer zwischen 80 und 250 Euro aus China zuschicken. Es hat sich gezeigt: Wer keine allzu hohen Ansprüche an einen Beamer hat, bekommt auch für wenig Geld brauchbare bis gute Budget-Beamer. Diese Bestenliste zeigt unsere Top 5 der besten günstigen Beamer bis 250 Euro aus China.

Wer noch mehr aus seinem Beamer herausholen will, der braucht eine Leinwand. Hier empfehlen wir unseren Ratgeber Billig-Beamer und Billig-Leinwand: Mit gut 100 Euro zum Monster-Bild? Wer etwas mehr für einen Beamer ausgeben kann, der sollte sich unsere Marktübersicht: 4K-Beamer werden bezahlbar durchlesen. Richtig gut sind auch Kurzdistanz-Beamer. Mehr dazu im Vergleichstest: Vier Kurzdistanz-Beamer auf dem Prüfstand.

Klassische Beamer erinnern in ihrer Form häufig an flache Schuhkartons mit einer Linse. Doch immer mehr Hersteller gehen von diesem recht langweilig anmutenden Äußeren weg und setzen teilweise schicke Konzepte um. Auch Billig-Beamer können schick sein. Das wohl beste Beispiel dafür ist der Wanbo T2 Max (Testbericht), der geradezu zeitlos elegant erscheint. Für die Beamer-Funktion ist das Design jedoch wenig relevant. Allerdings sollten Käufer zum Beispiel darauf achten, dass der Projektor an seiner Unterseite ein Stativgewinde hat. So lässt er sich mit dem richtigen Zubehör praktisch überall passend und platzsparend aufstellen.

Auch sollten Käufer auf ein möglichst großes Fokusrad achten. Nur so lässt sich die Schärfe in Relation zum Abstand zur Projektionsfläche perfekt einstellen. Häufig kommt es gerade bei günstigen Modellen vor, dass die Schärfeverteilung wenig optimal ist. So kann es vorkommen, dass etwa der mittlere Bereich knackscharf ist, aber zu den Ecken immer verwaschener wird.

Neigt sich der Beamer etwas nach oben, trifft als nicht perfekt im 90-Grad-Winkel auf die Wand, hilft eine mechanische Trapezkorrektur dabei, dennoch ein gleichmäßig scharfes und rechteckiges Bild ohne Verzerrungen zu erhalten. Solche Features sind eigentlich den hochwertigeren Beamern vorbehalten. Eigentlich. Denn unter anderem der Wanbo X1 (Testbericht), hat genau diese Funktion, welche seine Linse mechanisch kippen lässt. Tolle Idee, schlechte Umsetzung. Denn wirklich brauchbar ist die Trapezkorrektur beim Wanbo X1 nicht. Zum Glück bieten viele der sehr günstigen Modelle mittlerweile eine digitale Trapezkorrektur an. Diese beeinflusst jedoch die Bildqualität, da das gesamte Bild neu berechnet wird.

Wer zum Fokussieren nicht ständig aufstehen und zum Beamer rennen will, der sollte auf eine digitale Fokussierung achten. In unserer Testreihe bietet das etwa der 250-Euro-Beamer Wanbo T6 Max (Testbericht).

Egal für welchen Zweck: Einen Beamer unter einer Auflösung von 480p (640x480 Pixel) sollte niemand kaufen, denn darunter wirken selbst kleine Youtube-Clips unscharf und verwaschen. Ab 480p macht es bereits Spaß, sich Videos und Filme anzuschauen. Hier sollte die Projektionsfläche aber nicht zu groß, beziehungsweise der Abstand zur Projektionsfläche nicht zu gering sein. Ab einer Auflösung von 720p (1280x720 Pixel) zeigen Videos mehr Details, auch sind nun größere Projektionsflächen möglich.

Wer nicht nur Videos anschauen möchte, sondern auch etwa zu Präsentationszwecken Schrift darstellen will, sollte auf eine 1080p-Auflösung (1920x1080 Pixel) achten. Aber nicht nur Schrift, auch Videos profitieren von der nochmal höheren Auflösung.

Interessenten sollte sich vor dem Kauf die Spezifikationen ganz genau anschauen. Häufig schreiben Hersteller von 480p-Beamern in der Beschreibung etwa „1080p Support“. Dies bedeutet aber nur, dass der Beamer vom Zuspieler 1080p-Signale akzeptiert. Wiedergeben kann er nur seine nativ unterstützte Auflösung.

Bei der Helligkeit darf man den Herstellerangaben chinesischer Budget-Beamer nur selten trauen. So soll der Blitzwolf BW-VP7 (Testbericht) bei einem Preis von aktuell 90 Euro eine Helligkeit von 5000 Lumen bieten. Das ist maßlos übertrieben, wie auch unser Test zeigt. Zum Vergleich: Der sehr gute Kurzdistanzbeamer Xiaomi Mi Laser Projector 150″ (Testbericht) kostet fast 1500 Euro und hat eine Helligkeit von 6500 Lumen.

Insgesamt zeigt sich, dass die Helligkeit vielleicht die größte Schwachstelle der Billig-Beamer aus China ist. Die Allermeisten bieten nur bei kompletter Abdunkelung des Raumes ein gutes Bild. Auch zeigt sich bei einigen Modellen, dass die Helligkeitsverteilung nicht immer optimal ist. Häufig ist der mittlere Bildbereich heller als die Ränder.

Die günstigsten Projektoren aus China sparen auch am Betriebssystem. Meist kann man mit ihnen lediglich ein paar rudimentäre Bildeinstellungen vornehmen und mit etwas Glück Video kabellos über Miracast oder Airplay übertragen. Ansonsten müssen externe Zuspieler über HDMI oder AV angeschlossen werden.

Einige wenige bieten Android OS. Hier sollte man allerdings nicht zu viel erwarten. Häufig sind die Android-Versionen hoffnungslos veraltet und einige Apps funktionieren nicht so, wie man sich das vorstellt, oder sie verweigern komplett den Dienst. Wir empfehlen nicht zu viel Augenmerk auf das Betriebssystem zu legen und lieber ein paar Euro in einen günstigen Streaming-Stick zu investieren. Einen Überblick bietet unser Beitrag Streaming-Boxen im Vergleich: Die besten TV-Sticks.

Wer einen günstigen Beamer will, muss nicht zwangsläufig bei chinesischen Importhändlern wie Banggood, Geekmaxi, Tomptop oder Aliexpress kaufen. Auch einige deutsche Händler und Marktplätze haben billige Beamer im Angebot. Bei diesen handelt es sich in den allermeisten Fällen aber auch um chinesische Projektoren. Im folgenden Preisvergleich zeigen wir die günstigsten Beamer am Markt.

Der beste Billig-Beamer aus China ist auch gleich der teuerste unserer Testreihe. Der Wanbo T6 Max (Testbericht) kostet regulär um die 260 Euro. Aktuell verkauft Banggood (Kauflink) den Beamer mit dem Gutscheincode BGWBAT6M für 220 Euro aus einem EU-Lager.

Der Wanbo T6 Max bietet eine Bildqualität, von der sich selbst einige deutlich teurere Beamer gerne eine Scheibe anschneiden können. Er ist nicht nur dank 1080p und einer sehr guten Schärfeverteilung knackscharf und farbenfroh. Er ist außerdem der hellste Beamer unserer Bestenliste. Außerdem bietet er eine digitale Fokussierung über die Fernbedienung. Das ist komfortabel und funktioniert gut. Dazu ist er einer der schickesten von uns getesteten Beamer und auch die zwei internen Lautsprecher können sich hören lassen. Als Betriebssystem bringt er Android OS 9. Wir empfehlen dennoch einen externen Zuspieler.

Der Blitzwolf BW-VP8 kostet bei Banggood (Kauflink) gut 80 Euro. Dafür bietet er ein richtig gutes und helles Bild mit einer Auflösung von 720p. Die Farben sind lebhaft und die Bildschärfe je nach Aufstellungswinkel akzeptabel. Das Fokussrad ist angenehm groß, jedoch etwas schwerfällig. Direkt daneben sitzt ein Rad zur optischen Trapezkorrektur. Vor allem ist der Blitzwolf BW-VP8, der in einer etwas langweiligen klassischen Beamer-Form kommt, einer der ruhigsten von uns getesteten China-Beamer. Sein Betriebssystem bietet Miracast.

Die kleinen eingebauten Lautsprecher lassen sich per Bluetooth ansteuern. Es lohnt sich jedoch kaum, seine Musik über den BW-VP8 laufen zu lassen, denn seine Klangqualität ist alles andere als gut.

Der Wanbo T2 Max (Testbericht) kostet bei Banggood (Kauflink) 138 Euro. Versandkosten fallen keine an, allerdings müssen Käufer beim Kauf den Versand auch Tschechien anklicken, damit sich die Wartezeit reduziert und keine Zollgebühren anfallen.

Der Wanbo T2 Max ist einer der günstigen Full-HD-Beamer und sieht dabei trotzdem richtig schick aus. Auch seine Verarbeitung macht durch die Bank einen hervorragenden Eindruck. Nicht nur das Bild, auch der leise Betrieb beeindruckt uns. Allerdings ist sein Bild etwas zu dunkel und auch der Sound ist flach. Als Betriebssystem kommt eine Android-Variante zum Einsatz.

Der Vivibright F40 kostet bei Geekmaxi (Kauflink) 176 Euro. Verschickt wird aus einem europäischen Lager.

Dank der 1920 × 1080 Pixel des Beamers kann man Schrift gut lesen. So bietet er sich etwa für Präsentationen an. Allerdings sollte der Vortragende dann eine durchsetzungsfähige Stimme haben, denn der Lüfter des Vivibright F40 ist laut. Die Helligkeit des Vivibright F40 ist in etwa vergleichbar mit der des Blitzwolf BW-VP8. Sein Fokussrad ist groß, außerdem besitzt er eine optische Trapezkorrektur.

Der Vivibright F40 ist ein richtig großer und schwerer Beamer. Seine Verarbeitungsqualität macht einen hochwertigen Eindruck. Auf seiner Oberseite sitzt ein rot oder grün leuchtendes, ziemlich schnittiges “Y”. Neben USB-A- und HDMI-Buchse sitzt zusätzlich ein optischer und ein analoger Audio-Ausgang. Außerdem findet sich ein komplettes Bedienfeld mit neun Tasten auf seiner Rückseite. Abgesehen von seiner hohen Lautstärke können wir den Vivibright empfehlen. Sehr viel günstiger kommt man aktuell an keinen Full-HD-Beamer.

Der Blitzwolf BW-VP-5 (Testbericht) kostet bei Banggood (Kauflink) aktuell knapp 90 Euro aus einem EU-Lager. Im Angebot ist er ab und an auch für deutlich weniger zu haben. Für seinen günstigen Preis bietet er ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis. Er hat eine native Auflösung von 720p und eine gute Schärfe- sowie Helligkeitsverteilung. Seine Optik wirkt frisch und jung, das Fokusrad ist groß und gut erreichbar. Auch der Klang ist besser als erwartet, Bass fehlt ihm jedoch.

Es ist Bewegung im Billig-Beamer-Markt. Das zeigen immer mehr chinesische Projektoren, die zu Schleuderpreisen nach Deutschland kommen. Besonders können wir den Wanbo T6 Max (Testbericht) empfehlen. Er ist mit regulär etwa 260 Euro zwar der teuerste, aber eben auch der besten Beamer unserer Testreihe. Wer deutlich weniger ausgeben will, bekommt auch für 90 Euro mit dem Blitzwolf BW-VP8 einen brauchbaren Budget-Beamer.

Doch grundsätzlich können wir jeden Beamer aus unserer Top-5-Bestenliste empfehlen. Sie bieten allesamt ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Wirkliche Ausfälle hatten wir beim Test keine, auch nicht bei jenen Beamern aus China, die es nicht in unsere Bestenliste geschafft haben.

Wer noch mehr aus seinem Beamer herausholen will, der braucht eine Leinwand. Hier empfehlen wir unseren Ratgeber Billig-Beamer und Billig-Leinwand: Mit gut 100 Euro zum Monster-Bild? Wer etwas mehr für einen Beamer ausgeben kann, der sollte sich unsere Marktübersicht: 4K-Beamer werden bezahlbar durchlesen. Richtig gut sind auch Kurzdistanz-Beamer. Mehr dazu im Vergleichstest: Vier Kurzdistanz-Beamer auf dem Prüfstand.

Tags:

Affiliate-Information

- Bei den mit gekennzeichneten Links handelt es sich um Provisions-Links (Affiliate-Links). Erfolgt über einen solchen Link eine Bestellung, erhält TechStage eine Provision. Für den Käufer entstehen dadurch keine Mehrkosten.