Top 10 SLA-Printer: Welcher hochauflösende 3D-Drucker für Resin ist der Beste?

Longer Orange 30

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Erstklassige SLA-Drucker gibt es bereits ab 200 Euro. Wer eine höchstmögliche Druckqualität erwartet, muss also nicht tief in die Tasche greifen. Wir zeigen unsere Favoriten aus den Einzeltests der letzten Jahre.

Seit Jahren gehören Tests von 3D-Druckern zum festen Bestandteil von TechStage. Zusätzlich haben wir Ratgeber zu Themen wie Nachbearbeitung von 3D-Drucken, Bemalen von Druck-Erzeugnissen oder Problemlöser-Tutorials für SLA-Drucker veröffentlicht. Nun ist es an der Zeit, die besten Geräte in einer Bestenliste zusammenzufassen.

Da wir nur gleichartige Geräte vergleichen können, haben wir die Top 10 der besten zehn FDM-Drucker in eine eigenständige Bestenliste ausgegliedert und konzentrieren uns hier auf die besten SLA-Drucker.

3D-Drucker, die Filament auf Spulen verarbeiten, waren lange Zeit der günstigste Einstieg in die Welt des 3D-Drucks. Mittlerweile ist dies nicht mehr der Fall, einige Resin-Drucker sind günstiger. Die FDM-Drucktechnik mit Filament ist zwar weniger genau als die der Resin-Drucker, mit Schichtdicken ab 0,1 mm bieten sie trotzdem eine ordentliche Qualität. Voraussetzung dafür sind immer eine exakte Kalibrierung und korrekte Softwareeinstellung. Die Standard-Drucker bieten Platz für Objekte mit etwa 15 bis 30 cm Kantenlänge. Nur wer Wert auf eine perfekte Oberfläche legt, muss noch einmal Hand anlegen und das Druck-Erzeugnis nachbearbeiten. Ein großer Vorteil beim Schmelzverfahren ist die riesige Auswahl an verfügbaren Filamenten. Neben vielen Farben stehen auch unterschiedliche Materialeigenschaften zur Verfügung. Außerdem ist das Verbrauchsmaterial günstig. Wer spezielle Materialeigenschaften braucht oder sehr viel druckt, ist mit einem FDM-Drucker besser beraten.

In Sachen Druckqualität und Detailgenauigkeit hat ganz klar Resin die Nase vorn. Die einzelnen Schichten sind mit 0,05 mm und weniger kaum zu erkennen. Der Druck der sehr dünnen Schichten dauert allerdings lange und ist vergleichsweise teuer. Ein Nachteil der Resin-Printer ist das kleinere Platzangebot. Für große Drucke ist die Technologie trotz der mittlerweile gewachsenen Bauräume ungeeignet. Ein weiterer Nachteil bei der Arbeit mit dem flüssigen Harz ist die Geruchsbildung und die anfallende Arbeit nach dem eigentlichen Druck. Der Reinigungsprozess und das Nachhärten unter UV-Licht kostet zusätzlich Zeit. Die Auswahl an Harz ist geringer als bei Filament und das Material außerdem teurer.

Geht es darum, groß und/oder günstig zu drucken, ist ein FDM-Drucker die richtige Wahl. Sind in erster Linie die Qualität und kleine Objekte wichtig, sind Resin-Drucker besser geeignet.

Mehr Wissenswertes für Neueinsteiger gibt es im Ratgeber 3D-Drucker: Alle wichtigen Informationen für den Einstieg. Weitere Unterschiede zwischen den beiden Technologien zeigt der ausführliche Ratgeber UV-Harz oder Kunststoff-Filament: 3D-Drucker im Vergleich.

SLA-Drucker setzen auf Harz, welches sie Schicht für Schicht aushärten. Dadurch sind Bauteile mit enorm feinen Details möglich. Die Kosten für diese Drucker haben sich in den letzten Jahren deutlich reduziert, das Verbrauchsmaterial ist allerdings noch teurer als Filament.

Hauptunterschied zwischen den ganz aktuellen und den bereits länger erhältlichen Druckern ist das Display zur Belichtung des flüssigen Harzes. Die neuen Mono-Displays erlauben mehr als doppelt so hohes Drucktempo, weshalb wir unsere letztplatzierten Drucker nur geduldigen Nutzern empfehlen können.

Der Anycubic M3 Plus (Testbericht) ist unser Testsieger bei den Resin-Druckern. Neben dem überdurchschnittlich großen Bauraum von 197 x 123 x 245 mm verfügt der M3 Plus über ein in dieser Preisklasse völlig neuartiges Auto-Feed-System, welches die Resin-Wanne automatisch nachfüllt. Die vom Hersteller überarbeitete UV-Matrix sorgt zudem für sensationell kurze Belichtungszeiten und somit eine hohe Druckgeschwindigkeit.

Die bei diesem Drucker matte Oberfläche der FEP-Folie hatte uns zwar im ersten Moment irritiert, die angeraute Oberfläche sorgte im Praxistest allerdings für eine bisher nicht erreichte Detailgenauigkeit und großartige Druckergebnisse.

Größe und Ausstattung haben allerdings ihren Preis. Wer sich trotz geringerem Budget für die neue M3-Serie interessiert, sollte sich alternativ den günstigeren und kleineren Standard M3 ansehen. Wem das Plus hingegen noch zu klein ist, der kann auf unseren Test des M3 Max mit einem Bauraum von satten 298 x 164 x 300 mm gespannt sein.

Aktuell ist der M3 Plus etwa über den Anycubic-Store oder dessen Amazon-Ableger erhältlich.

Der Mono X (Testbericht) war nicht nur lange der größte, sondern auch der beste Resin-Drucker, den wir bisher getestet haben. Aus Gründen der Fairness muss man allerdings ergänzen, dass der Mono X einer der ersten Drucker mit besserem Belichtungs-Display ist.

Der größten Vorteile des Druckers sind die hohe Auflösung, das langlebige Monochrom-Display und die deutlich kürzere Belichtungszeit im Vergleich zu allen Druckern ohne Mono-Display.

Obwohl der Drucker mittlerweile keine Maßstäbe mehr setzt, aufgrund des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses und guter Langzeiterfahrung mit dem Modell, landet der Anycubic Mono X auf Platz 2 unserer Bestenliste.

Der Halot One Plus von Creality (Testbericht) ist eine konsequente und sinnvolle Weiterentwicklung, bei der hauptsächlich an der Benutzerfreundlichkeit geschraubt wurde. Auch bei der Bauraumgröße hat sich etwas getan. Der Halot One Plus schließt mit seinen 197 x 122 x 245 mm die Lücke zwischen günstigen Standard-Druckern und den teuren XL-Druckern. Im Test gefallen uns das erfreulich übersichtlich gestalteten Benutzermenü und die sehr hohe Druckqualität.

Am besten finden wir allerdings, dass sich hier die wichtigsten Druckparameter, wie Geschwindigkeit und Belichtungszeit, direkt am Drucker einstellen lassen. Die per Slicer festgelegten Settings werden dann ganz einfach überschrieben – wer nur Kleinigkeiten anpassen will, muss das 3D-Modell also nicht neu slicen. Genial!

Dank WLAN ist außerdem eine direkte Cloud-Anbindung und das Drucken ganz ohne Umweg über den PC möglich. Das Angebot und die Möglichkeiten der Cloud sind zwar noch ausbaufähig, der Ansatz stimmt aber.

Nur in Sachen Lautstärke und beim hohen Preis sind wir nicht ganz einverstanden. Auch dass der viel beworbene Luftfilter kaum Wirkung zeigt und die Cloud-Nutzung nur ein Jahr lang kostenlos ist, hat uns nicht so gut gefallen.

Der Elegoo Saturn S (Testbericht) punktet zwar nicht mit großem Bauraum, dafür aber mit hoher Geschwindigkeit und einer super Druckqualität. Die kleinen Verbesserungen im Vergleich zum alten Saturn machen sich in der Praxis positiv bemerkbar. So sind hier Druckgeschwindigkeiten von maximal 70 mm pro Stunde möglich. Das Vorgängermodell schaffte gerade einmal 40 mm pro Stunde.

Das nun höher aufgelöste Mono-Display mit 4098 x 2560 Pixeln macht einen guten Job, noch besser finden wir aber die überarbeitete FEP-Folie. Diese ungewohnt matte Folie sorgt für einen erheblich besseren Halt, sodass wir sie inzwischen sogar bei anderen Druckern nachgerüstet haben.

Der integrierte Filter schafft es zwar auch hier nicht, dass der Drucker komplett geruchlos arbeitet, der Effekt ist aber spürbar. Schade nur, dass der verhältnismäßig kleine Drucker mit 500 Euro nicht gerade günstig ist. Auch ein Belichtungstest zur Ermittlung der besten Settings wäre noch wünschenswert.

Mit Resin sind nur kleine Drucke möglich? Von wegen! Der Anycubic Photon M3 Max (Testbericht) schafft mit seinem riesigen Bauraum von 300 x 298 x 164 mm sogar größere Drucke als manch ein Filamentdrucker - und das in einer deutlich höheren Qualität.

Zum Einsatz kommen die aus dem M3 Plus bekannte Lichtmatrix und ein großes Mono-Display mit 7K-Auflösung (6480 x 3600 Pixel). Auch das praktische automatische Nachfüllsystem für Resin ist an Bord.

Durch die großen Abmessungen ist der XL-Drucker allerdings nicht einfach zu Leveln. Auch ein vernünftiger RERF-Test (Belichtungstest) fehlt uns bei diesem Modell. Das Ermitteln der perfekten Settings ist somit etwas kniffelig. Auch in Sachen Druckgeschwindigkeit ist der M3 Max nur durchschnittlich flott unterwegs und kann nicht mit dem M3 Plus mithalten.

Mit aktuell 1095 Euro ist der XL-Resin-Drucker zwar nicht gerade billig, hinsichtlich der Ausstattung und möglichen Baugröße ist der Preis aber gerechtfertigt.

Der knapp unter 200 Euro erhältliche Creality Halot One (Testbericht) überraschte im Test trotz seines nur 2K-Displays mit einer super Druckqualität und einem großartigen Preis-Leistungs-Verhältnis. Da es sich um ein monochromes Display handelt, ist von einer deutlich höheren Haltbarkeit als bei den Druckern der ersten Generation auszugehen.

Die Testobjekte des Creality One müssen sich trotz geringerer Auflösung nicht vor deutlich teureren Druckern mit 4 oder 6K-Auflösung verstecken - im Gegenteil. Ein derart schönes Druckbild haben wir bisher nur mit Mono X und M3 Plus erreicht oder minimal übertroffen.

Zwar sind hier weder das riesige Display noch die Cloud-Anbindung des Halot Plus an Bord, in Sachen Preis-Leistungs-Verhältnis ist der Halot One allerdings spitze und unser Bugdet-Tipp.

Der Voxelab Proxima 8.9 (Testbericht) hat uns im Test mit tollen Druckergebnissen und einfacher Inbetriebnahme überzeugt. Der Bauraum misst 192 x 120 x 200 mm und ist damit überdurchschnittlich groß. Das 8,9-Zoll Mono-Display hat eine Auflösung von 3840 x 2400 Pixeln. Bei einer Schichtdicke von 0,05 mm beträgt die Druckgeschwindigkeit 17-25 mm/h. In Sachen Benutzerfreundlichkeit und Zuverlässigkeit hat uns der in Deutschland weitgehend unbekannte Hersteller positiv überrascht.

Abgesehen von der hohen Lautstärke schrecken allerdings die teils schlechte Verfügbarkeit und der aus unserer Sicht zu hohe Preis ab.

Der Nova 3D Elfin (Testbericht) hat im Test mit einfacher Inbetriebnahme und hochwertiger Verarbeitung überzeugt. Ein Vorteil des Elfin ist die Möglichkeit, den Drucker per WLAN mit Druckdaten zu versorgen. Dank der kabellosen Verbindung zum PC ist der Druckstatus bequem ablesbar.

Was den Drucker besonders für Einstiger interessant macht, ist der erschwingliche Preis. Den Nova3D Elfin gibt es bereits ab 129 Euro.

Ehrlicherweise muss man allerdings sagen, dass hier noch kein modernes Mono-Display zum Einsatz kommt, weshalb wir dieses Modell nur eingeschränkt empfehlen können.

Der Elegoo Mars (Testbericht) war der erste Resin-Drucker in unserer Redaktion. Zwar gibt es mittlerweile das Nachfolgemodell und eine verbesserte Pro-Variante, allerdings hat der Ur-Mars noch immer großes Potenzial.

Neben einem zuverlässigen Betrieb sprechen vor allem der stark gesunkene Preis und die große Community für dieses Modell. Mit Kosten von weniger als 150 Euro ist der Elegoo Mars inzwischen auch für interessierte Einsteiger verlockend.

Auch hier fehlt das moderne Mono-Display, weshalb wir dieses Modell nur eingeschränkt empfehlen können.

Der Orange 30 von Longer3D (Testbericht) war zum Zeitpunkt des Einzeltests einer der günstigsten SLA-Drucker. Mittlerweile liegen die Kosten bei rund 160 Euro.

Für den Drucker sprechen der reibungslose Betrieb und das gute Druckbild. Im Test hat uns lediglich die zusammensteckbare Druckerhaube nicht gefallen.

Ehrlicherweise muss man allerdings sagen, dass hier noch kein modernes Mono-Display zum Einsatz kommt, weshalb wir dieses Modell nur eingeschränkt empfehlen können.

In Sachen Druckbild haben alle Resin-Drucker im Test überzeugt. Die neueren Monochrom-Displays erlaubten unabhängig von der eigentlichen Auflösung die beste Druckqualität. Die Unterschiede zwischen diesen Druckern sind minimal. Die Qualitätsabweichungen zu den Druckern der ersten Gerätegeneration sind tatsächlich sichtbar. Wichtiger sind hier allerdings die korrekten Slicing-Einstellungen für das jeweilige Resin und eine ordentliche Nachbearbeitung der Druckobjekte.

Um die fertig gedruckten Modelle vernünftig zu Spülen und Nachzuhärten, empfehlen wir die Nutzung einer Wash&Cure-Station. Mehr dazu im Ratgeber SLA-3D-Drucker: Reinigung vom Resin ohne große Sauerei. Wer Probleme beim Trennen von Druckobjekt und Druckplattform hat, sollte sich außerdem unseren Ratgeber zu magnetischen Druckauflagen für SLA-Drucker ansehen.

Weitere Ratgeber zum Thema Resin-Drucker:

Unsere Einzeltests aus der Vergangenheit zeigen, ein vernünftiger 3D-Drucker muss nicht teuer sein. Das günstigste Gerät unserer Top 10, ist der Resin-Drucker Nova 3D Elfin (Testbericht) für schlanke 129 Euro. Den günstigsten Einstieg im Bereich FDM-Drucker bietet der Ender 3 (Testbericht) in der überarbeiteten Version V2 zum Preis von knapp 220 Euro. Beide Drucker haben im Test gut abgeschnitten und mit einem ordentlichen Druckbild überzeugt.

Wer plant große Objekte zu drucken, sollte allerdings weniger auf den Preis als auf den verfügbaren Bauraum schauen. Bei den SLA Druckern kommt hier am ehesten der Mono X (Testbericht) von Anycubic infrage. Dessen stärkster Konkurrent ist der Elegoo Saturn, der es aber noch nicht in die Redaktion geschafft hat. Wer einen großen FDM-Drucker sucht, sollte sich neben dem Einzeltest des Tronxy X5SA Pro (Testbericht) auch unseren Ratgeber Größer drucken ohne Aufpreis: Riesen 3D-Drucker ab 199 Euro ansehen.

Wer wissen will, was beim Einstieg in die Welt des 3D-Drucks zu beachten gibt, sollte unseren Ratgeber 3D-Drucker: Alle wichtigen Informationen für den Einstieg lesen. Wie und wo man an kostenlose Druckvorlagen kommt, zeigt unser Ratgeber STL-Dateien gratis: Kostenlose Vorlagen für den 3D-Drucker. Mehr zur Verschönerung von fertigen 3d-Modellen zeigt der Ratgeber: Miniaturen und 3D-Drucke bemalen.

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