Top 10 Qi-Smartphones: Kabellos laden ab 240 Euro

Die besten Qi-Smartphones für kabelloses Laden bis 400 Euro

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Kabelloses Laden ist praktisch, aber nur teuren Smartphones vorbehalten? Stimmt nicht! Unsere Bestenliste zeigt die günstigsten aktuellen Smartphones mit Qi-Ladestandard.

Aktuelle Autos laden Smartphones kabellos, spezielle Smartphone-Docks sowieso und selbst manche Möbel beherrschen ebenfalls den Qi-Ladestandard. Das ist längst kein elitäres Sonder-Feature von 1000-Euro-Smartphones mehr, sondern geht auch wesentlich günstiger. Wir haben die günstigsten Smartphone-Modelle herausgesucht, die kabelloses Laden nach dem Qi-Standard unterstützen.

Kabelloses Laden ist eigentlich selbsterklärend: Sowohl im Gerät als auch im Ladedock gibt es eine Spule, die den elektrischen Strom über kurze Distanzen überträgt. Das Auflegen technischer Geräte reicht, um eine Verbindung zwischen Ladegerät und Verbraucher herzustellen. Fummeliges Anstecken eines Kabels entfällt – das ist nicht nur im Auto oder auf dem Nachttisch praktisch, sondern schont die USB-Buchse. Entsprechende Ladespulen gibt es in verschiedensten Ausführungen: Zum Nachrüsten als Ladepad oder -ständer für den Schreib- oder Nachttisch, um das Smartphone im Büro oder über Nacht unkompliziert aufzuladen. Oder sicht- oder unsichtbar bereits ab Werk in Autos, Möbel oder technische Geräte wie Monitor-Füße integriert. Im folgenden Beitrag haben wir die besten Qi-Ladegeräte 2021 gekürt.

Bei Smartphones hat sich inzwischen der Qi-Standard durchgesetzt – gesprochen Chi, chinesisch für Lebensenergie. Bei ihm handelt es sich um einen proprietären Standard eines Konsortiums aus rund 200 Unternehmen, mit dem Energie drahtlos per elektromagnetischer Induktion über kurze Distanzen an technische Geräte übertragen wird. Während der resonanten induktiven Kopplung tauschen Sender und Empfänger Daten mittels RFID-ähnlicher Technik für eine optimale Energieübertragung aus. Dadurch sind aktuelle Qi-Ladegeräte abwärtskompatibel zu Smartphones, die langsamer laden. Außerdem gibt es eine herstellerübergreifende Kompatibilität: Ladedock und Smartphone müssen nicht zwingend aus dem gleichen Unternehmen kommen.

Inzwischen klappt kabelloses Laden auch andersherum: Immer mehr Smartphones können nicht nur selbst dank Qi-Ladetechnik kabellos laden, sondern auch andere Qi-Geräte mit Strom versorgen.

Der Ladevorgang wird vereinfacht und der Komfort erhöht, da kein Stecker mehr angestöpselt werden muss. Stattdessen reicht einfaches Ablegen auf einer Ladematte. Das entlastet zusätzlich mechanische Bauteile wie etwa USB-Anschlüsse. Da die Ladung nur auf sehr kurze Distanz funktioniert, ist es wichtig, den richtigen Punkt beim Ablegen zu treffen. Ein paar Zentimeter daneben reicht schon, damit nichts funktioniert. Einige Ladematten halten kompatible Geräte wie Smartwatches daher leicht magnetisch am richtigen Fleck fest. Andere integrieren gleich mehrere Spulen, um die Fläche zu vergrößern, bei der das Laden klappt. Ein weiteres Problem, das ebenfalls wegen der zwingend geringen Distanz zwischen Ladematte und Smartphone entsteht: Während des Ladevorgang ist die Nutzung des Gerätes eingeschränkter als beim Laden per Kabel. Telefonate sind dann etwa auf Freisprechen oder Headset beschränkt, wenn man den Ladevorgang nicht unterbrechen möchte.

Durch den niedrigeren Wirkungsgrad ist der Ladevorgang zudem langsamer als per Kabel. Inzwischen ist allerdings der Unterschied dank Ladeleistung von 50 Watt und mehr auch per Induktion nicht mehr groß, wie etwa Oneplus beim 9 Pro (Testbericht) beweist. Allerdings sind Qi-Ladegeräte meist teurer als kabelgebundene Lader. Der passende Ladeständer für das Oneplus 9 Pro kostet stolze 70 Euro in der UVP. Wegen des niedrigeren Wirkungsgrades entsteht außerdem eine erhöhte Wärmeentwicklung, die der genannte Lader per hörbarem Lüfter abzuführen versucht. Andernfalls könnte die höhere Temperatur den Akku des Smartphones schädigen, alternativ muss die Ladeleistung reduziert werden - beides wäre kontraproduktiv. Wer sein Smartphone im Auto außerdem per Magnet-Halterung befestigen will, muss sich entscheiden – entweder Qi, oder einfache Befestigung. Denn die Metallplättchen, die auf die Rückseite eines Smartphones geklebt werden sollen, blockieren die Qi-Ladung. Zum Glück gibt es jede Menge Alternativen, wie unser Beitrag Smartphone-Halterungen fürs Auto zeigt.

Smartphones mit Qi

Anmerkung: Zwar gibt es Qi-Laden schon seit 2009 mit dem Palm Pre als Vorreiter, in unserer Auflistung haben wir uns aber auf Smartphones ab 2021 und somit möglichst aktuelle Modelle konzentriert. Die aufgezeigte Reihenfolge orientiert sich am günstigsten Straßenpreis zum Zeitpunkt des Artikels. Eventuell verfügbare Varianten mit mehr Speicher sind teurer und werden nicht explizit erwähnt.

240 Euro kostet das Ulefone Power Armor 14, das markiert preislich die untere Grenze bei Qi-fähigen Smartphones. Dank der Auslegung als Outdoor-Smartphone ist die restliche Technik eher schwach. Zum Einsatz kommt ein 6,5 Zoll großes IPS-LCD mit HD-Auflösung, die Hauptkamera bietet 20 Megapixel. Als Antrieb dient ein verhältnismäßig schwacher Helio G35 von Mediatek. Außerdem sind 4 GByte RAM und 64 GByte Speicherkapazität an Bord. Highlight ist der Akku: Satte 10.000 mAh soll der leisten, da dürfte eine volle Ladung ziemlich lange dauern. Das gilt per Kabel wie auch kabellos, denn die Ladeleistung gibt der Hersteller nur mit 18 und 15 Watt an.

Mit rund 270 Euro ist das Gigaset GS5 (Testbericht) nicht viel teurer als das Ulefone auf Platz Eins, bietet aber technisch mehr. Zwar kommt auch hier nur ein LCD zum Einsatz, der 6,3 Zoll große Screen stellt hier aber FHD-Auflösung dar. Die Hauptkamera knipst Bilder mit 48 Megapixel, zudem gibt es ein Weitwinkelobjektiv. Der eingebaute Helio G85 ist deutlich stärker als der Chip im erstplatzierten und daher günstigsten Modell und es gibt 4/128 GByte Speicher. Dafür ist der Akku wesentlich schwächer, er fällt mit 4500 mAh aber trotzdem "normal" für ein Smartphone aus. Die Ladegeschwindigkeit ist wie beim Ulefone mit 18 und 15 Watt angegeben.

Knappe 10 Euro teurer ist das Gigaset GS4 (Testbericht) in der Version "Senior", die sich vorrangig durch eine angepasste Nutzeroberfläche für ältere Personen eignen soll. Auch hier gibt es IPS-LCD mit FHD, die Kamera bietet allerdings nur 16 Megapixel und einen Weitwinkel mit nur 5 Megapixel. Als Chipsatz kommt ein etwas schwächerer Helio P70 zum Einsatz, 4/64 GByte Speicher sind an Bord. Der Akku leistet 4300 mAh, die Ladegeschwindigkeit liegt erneut bei 18 und 15 Watt.

Und noch einmal Gigaset, dieses Mal mit dem Outdoor-Smartphones GX290 Plus (Testbericht). Auch dieses widerstandsfähige Modell bietet technisch eher Sparkost: LCD mit HD-Auflösung, Hauptkamera mit 13 Megapixel, Helio P23 mit 4/64 GByte Speicher, dafür aber immerhin eine Akkukapazität von 6200 mAh. Geladen wird erneut mit 18/15 Watt.

Weiter gehts mit den Outdoor-Smartphones: Das Doogee S97 kommt mal wieder mit HD-LCD, bringt aber bei der Kamera immerhin eine Hauptlinse mit 48 Megapixel plus Weitwinkel und setzt auch beim Chipsatz mit dem Helio G95 auf einen deutlich kräftigeres Modell als die Konkurrenz. Zudem gibt es 8/128 GByte Speicher, das dürfte zusammen mit der niedrigen Auflösung des Panels für gute Leistung sorgen. Der Akku leistet nach Herstellerangabe stramme 8500 mAh, geladen wird hier per Kabel immerhin mit 33 Watt, kabellos dafür nur mit 10 Watt.

Das Outdoor-Smartphone Doogee S88 Plus setzt auf ein ähnliches Konzept mit viel Technik wie das S97 zuvor. Das Display bietet sogar FHD-Auflösung, die Kamera einen zusätzlichen Weitwinkel und es gibt ebenfalls 8/128 GByte Speicher. Als Chipsatz kommt hier allerdings nur ein Helio P70 zum Einsatz, dafür ist der Akku mit 10.000 mAh größer. Geladen wird ebenfalls mit 33/10 Watt.

Weiter geht es mit den Doogee- und Outdoor-Festspielen. Das Doogee V10 setzt wieder auf ein HD-Display und kommt erneut mit der Kombination aus 48-Megapixel-Hauptkamera plus Weitwinkel. Als Antrieb dient hier ein kräftiger und moderner Dimensity 700 von Mediatek, der von 8/128 GByte Speicher unterstützt wird. Der Akku ist 8500 mAh stark und wird mit 33/10 Watt per Kabel und kabellos geladen. Als Highlight gibt es 5G.

Noch ein Outdoor-Smartphone mit 5G: Das Ulefone Armor 12 5G. Beim Display kocht der Hersteller mit 720p wieder auf Sparflamme und auch die Kameraeinheit mit 48 und 8 Megapixel haben wir in dieser Top 10 schon mehrfach gesehen. Der Chipsatz ist aber wieder schön modern, Ulefon setzt auf einen Dimensity 700, der 5G unterstützt und von 8/128 GByte Speicher flankiert wird. Der Akku leistet 8500 mAh und lässt sich mit 33 und 10 Watt laden - das hatten wir jetzt schön mehrmals.

Erst auf Platz 9 kommt in der Aktualisierung der Bestenliste ein Modell eines großen Herstellers, nämlich das Samsung Galaxy S20 FE (Testbericht). Im Vergleich zu den vorherigen Modellen ist dieses Smartphone absolutes Hightech: Das 6,5 Zoll große Display bietet FHD-Auflösung und OLED-Technologie mit 120 Hz, die Kamera kommt mit Haupt-, Weitwinkel- und optisches Teleobjektiv und Antrieb ist ein Snapdragon 865. 5G gibt es für die aufgerufenen 385 Euro allerdings nicht und der Akku leistet auch nur durchschnittliche 4500 mAh. Da es Samsung bei der Ladegeschwindigkeit immer gemächlich zugehen lässt, überraschen auch nie niedrigen Wattzahlen nicht: 25 und 15 Watt.

Das Nokia XR20 (Testbericht) ist da schon wieder deutlich gemäßigter, seine wahren Stärken liegen eher in der harten Schale. Zwar sieht es auf den ersten Blick wie ein herkömmliches Smartphone aus, aber es handelt sich dabei tatsächlich um ein waschechtes Outdoor-Smartphone. Das XR20 kommt mit einem fast 6,7 Zoll großen IPS-LCD zum Kunden, setzt auf Haupt- und Weitwinkelkamera mit 48 und 13 Megapixel und kommt mit einem Qualcomm-Chipsatz nach Hause. Unterstützt wird der Chip von 4/64 GByte Speicher, 5G beherrscht das XR20 ebenfalls. Der Akku ist für ein Outdoor-Smartphone mit nur 4630 mAh eher schwach, die Ladegeschwindigkeit mit 18/15 Watt gemächlich.

Wie eingangs erwähnt laden moderne Autos Smartphones mit eingebauter Qi-Ladespule immer öfter kabellos. Das ist schick und praktisch. Wer ein älteres Fahrzeug fährt, muss auf diesen Luxus aber nicht verzichten. Zahlreiche Hersteller bieten Nachrüstlösungen unterschiedlichster Preisklassen an, bei denen Kabel nur einmal verlegt werden müssen und anschließend alles kabellos funktioniert. Wichtig ist dabei ein einstellbarer und guter Haltemechanismus für das Smartphone, wie wir in unserem Artikel Kabellos Laden und mehr: Smartphone-Halterungen fürs Auto ab 10 Euro beschrieben haben.

Wer auf Nacht- oder Schreibtisch ebenfalls auf Kabelgewirr verzichten möchte, kommt bei Smartphone-Herstellern und Drittanbietern ebenfalls voll auf seine Kosten. Dabei sollten Interessenten auf die eingangs beschriebenen Lüftergeräusche achten, die schnell nervig und störend sind. Als Faustformel gilt: Je schneller ein Smartphone kabellos geladen wird, desto heißer wird es und Hersteller werden vermutlich einen Lüfter in ihre Ladelösung integrieren. Wer das nicht will, sollte auf niedrige Watt-Zahlen achten, dann dauert im Umkehrschluss natürlich eine volle Ladung länger. Neben einzelnen Ladematten oder Ladeständern gibt es natürlich auch in Möbelstücke, Monitore oder Lampen integrierte Qi-Ladematten. Das haben wir in unserem Artikel Smartphone kabellos laden per Tischplatte, Lampe, Wecker & Co. thematisiert.

Das Smartphone kann nicht kabellos geladen werden? Dafür gibt es Nachrüstmöglichkeiten, anschließend dürfen sich Nutzer über den Komfortzuwachs freuen. Nachteil: Meist sind die Zusatzstecker klobig und nicht sonderlich schön, außerdem belegen sie den USB-Anschluss des Smartphones und können sogar gefährlich sein, wie wir im Artikel Qi-Empfänger nachrüsten: Billig und brandgefährlich ausgeführt haben.

Wer es auch unterwegs komfortabel haben will, sollte einen Blick auf Powerbanks mit Qi-Ladestandard werfen. Nachteil ist neben dem höheren Preis und der niedrigeren Ladegeschwindigkeit besonders die schwierigere Handhabung: Um in der Hosentasche kabellos laden zu können, bedarf es weiterer Hilfsmittel wie Gummibändern, die Powerbank und Smartphone zusammen halten. Auf dem Küchentisch im Urlaub ist das schon nützlicher, wie unser Artikel Induktive Ewnergieübertragung: Qi-Powerbanks ab 10 Euro im Vergleich anmerkt.

Es muss bei kabellosem Laden nicht immer teuer sein. Die vorgestellten Smartphones in dieser Top 10 beginnen bei 240 Euro und bleiben allesamt deutlich unter 500 Euro. Das war bei unserer letzten Aktualisierung anders, hier schafften es gerade einmal drei Modelle, unter dieser Grenze zu bleiben. Danach kamen schon mehr oder weniger aktuelle Topmodelle. Auch das hat sich geändert: Überwiegend setzen Hersteller bei günstigen Outdoor-Smartphones auf Qi-Technik, denn das verhindert die Ausfallwahrscheinlichkeit durch Anstecken von USB-Ladekabeln bei Dreck und Feuchtigkeit in der Ladebuchse. Qi ist also längst keine reine Komfort-Technik mehr.

Wie immer gilt: Wer mehr ausgibt, bekommt schnellere und bessere Technik. Ob kabelloses Laden überhaupt nötig ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Praktisch ist es allemal. In unserer Top 10 der besten Smartphones bis 500 Euro sind weitere Modelle mit Qi dabei. Wer noch ein geeignetes Ladegerät sucht: In unserem Vergleichstest aktueller Qi-Ladegeräte sollte für jeden etwas Passendes dabei sein.

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