Top 10: Kabellose Qi-Ladegeräte ab 10 Euro – No-Name besser als Apple & Samsung

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Smartphone und Co. mit Qi-Ladegeräten kabellos zu laden, ist bequem und praktisch. Doch die Auswahl ist enorm. Wir haben über 30 Qi-Ladestationen getestet und zeigen hier die zehn besten kabellosen Ladepads.

Viele Android-Smartphones, iPhones, Uhren, Kopfhörern und sogar Mäuse (Ratgeber Qi-Gaming-Mäuse) unterstützen mittlerweile den Qi-Standard und laden entsprechend mit Qi-Ladegeräten ihre Akkus kabellos auf. Das ist bequem und praktisch. Schließlich entfällt das nervige Einstöpseln des Kabels. Zum Laden legt man entsprechende Geräte einfach auf die Qi-Ladestation. Besonders auf dem Nachttisch erspart das viel Herumgefummel. Aber auch zum Beispiel im Büro wollen viele Nutzer diese einfache Lösung nicht mehr missen.

Wir haben über 30 Qi-Ladegeräte, Qi-Ladestationen und Qi-Ladepads getestet und zeigen in dieser Bestenliste die 10 besten kabellosen Ladegeräte. Auffällig: Es gibt kaum ein Qi-Ladegerät, welches Handys von Apple, Google und Samsung alle schnell lädt. Stattdessen sollten Käufer Qi-Ladegeräte nach der Ladeleistung an ihrem Smartphone wählen. Dabei gilt: Teurer ist nicht gleich besser. So kostet unser Platz 1 der besten Qi-Ladegeräte gerade einmal 10 Euro.

Ein großer Nachteil der Qi-Ladetechnik ist sein geringerer Wirkungsgrad gegenüber kabelgebundenen Lösungen. Dazu lädt Induktion das Smartphone langsamer auf. An solche Turbo-Lader wie die Oppo Reno 4 Pro (Testbericht), Oppo Find X2 Pro (Testbericht) und Realme X50 Pro 5G (Testbericht), die ihren Akku mit Spitzen von bis zu 65 Watt laden, wird wohl kein Qi-Lader so schnell herankommen. Qi überträgt zudem lediglich Strom, eine Datenübertragung ist nicht möglich.

Hüllen vergrößern den Abstand zwischen Ladestation und Smartphone und können den Wirkungsgrad mindern. Im schlimmsten Fall verweigert das Smartphone komplett die Energieaufnahme. Nicht nur bei Hüllen, auch bei Haltegriffen wie Popsocket oder bei aufgeklebten Metallplatten zur Befestigung im Auto (Aukey HD-C5 Testbericht) verweigern viele Qi-Ladestationen den Dienst.

Zunächst sollte man sich darüber im Klaren sein, ob das Smartphone beim Laden eher stehen oder liegen soll. Die stehenden Varianten haben den Vorteil, dass man während des Ladens Bildschirminhalte sieht. Meist laden diese Qi-Stationen das Smartphone ebenfalls im Landscape-Modus. Das bietet sich etwa zum Schauen von Videos an. Die flach liegenden Varianten sind dafür platzsparender. Es gibt aber auch liegende Qi-Ladegeräte, die man auf Wunsch aufstellen kann. Seit der iPhone-12-Generation gibt es auch vermehrt Qi-Ladegeräte, welche magnetisch an iPhones halten. Apple nennt das Magsafe, aber auch Android-Smartphones wie das Samsung Galaxy S21 Ultra (Testbericht) halten an magnetischen Qi Ladern – nur etwas weniger fest.

Wer mehr als ein einziges Qi-taugliches Gerät hat, der findet Ladesysteme, die mehrere Geräte gleichzeitig laden können. Damit kann man etwa iPhone, Airpods und Apple Watch an einem Dock laden (Ratgeber).

Dann sind noch Faktoren wichtig, die zunächst nicht so offensichtlich sind, aber in Betrieb richtig nerven können. So gibt es etwa Qi-Ladegeräte, deren Status-LED recht hell ist und sich beim Laden nicht abschaltet. Das stört lichtempfindliche Naturen, die ihr Smartphone über Nacht neben dem Bett laden. Dazu entpuppen sich einige Qi-Stationen als wahre Staubmagnete. Richtig nervig: Einige mitgelieferte Netzteile und auch Qi-Lader pfeifen unangenehm oder haben eine deutlich hörbare aktive Kühlung. Wenn uns derartiges auffällt, schreiben wir das bei den Geräten jeweils dazu.

Das vielleicht wichtigste Kriterium ist die Geschwindigkeit, mit der das Induktionsfeld ein Smartphone lädt. Dafür geben die Hersteller meist die maximalen Watt ihrer Qi-Ladegeräte an. Das reicht von 5 bis 20 Watt. Aber Achtung: Unser Test zeigt, dass dies häufig nur Augenwischerei ist und nicht unbedingt die tatsächliche Ladegeschwindigkeit widerspiegelt.

Jeder, der sich für eine Qi-Ladestation entscheidet, muss sich darüber im Klaren sein, dass der Wirkungsgrad schlechter als bei einer Kabelverbindung ist. Auch im Standby-Modus setzen die Qi-Ladegeräte unterschiedlich viel Leistung um.

Zu guter Letzt ist der Preis der Qi-Ladestation ein wichtiger Faktor bei der Kaufentscheidung. Hier zeigt unser Test, dass teuer nicht unbedingt besser heißt. So ist einer der schnellsten und flexibelsten Qi-Lader einer der günstigsten. Im Gegenzug haben es einige der teuersten Qi-Ladegeräte nicht in unserer Top-10 geschafft.

Im folgenden Bild zeigen wir eine Tabelle mit allen von uns getesteten Qi-Ladegeräten in alphabetischer Reihenfolge. Für die volle Größe am Rechner bitte mit der rechten Maustaste darauf klicken und Bild in neuem Tab öffnen wählen.

Das wichtigste Kriterium eines Qi-Ladegeräts ist zunächst, wie schnell es ein Smartphone tatsächlich auflädt. Dafür legen wir je ein 4614-mAh-Google-Pixel-6 (Testbericht), ein 3700-mAh-Samsung-Galaxy-S22 und ein 2942-mAh-iPhone-XR 30 Minuten lang auf die Qi-Ladestationen. Die Akkustandanzeige liegt dabei stets zwischen 30 und 70 Prozent.

Eine Ladezeit von 30 Minuten kann nicht 1:1 auf die Gesamtladezeit eines Smartphones umgerechnet werden. Auch kann man die Werte wegen unterschiedlich großer Akkus nicht unbedingt auf andere Smartphones übertragen. Dennoch gibt sie einen Anhaltspunkt über die Leistungsfähigkeit der Qi-Lader. Zusätzlich messen wir die Leistungsaufnahme in Watt sowohl im Stand-by als auch während des Ladens. Die genauen Werte stehen in der Tabelle.

Im Test hat sich gezeigt, dass es für eine schnelle Energieübertragung wichtig ist, das Smartphone perfekt auf der Qi-Ladestation zu positionieren. Bereits eine Abweichung von wenigen Millimetern kann die Ladegeschwindigkeit negativ beeinflussen. Das relativiert sich etwas bei Qi-Ladern mit mehreren Spulen. Bei Apples Magsafe sorgen Magnete für die optimale Position.

Interessant: Die Herstellerangabe zur maximalen kabellosen Ladeleistung kann höchsten als Anhaltspunkt verstanden werden. So erreichen die meisten Qi-Lader diesen Wert nicht, andere übertrumpfen ihn.

Samsung S22 Google Pixel 6 iPhone XR Herstellerangabe
Platz Preis (05/22) Ruhezustand in Watt 30 min in % Watt (Ø) 30min in % Watt (Ø) 30min in % Watt (Ø) max. Qi-Watt Watt Netzteil Anzahl Geräte (Qi) Postion Smartphone Ladeport
XLayer Wireless Charging Basic 1 10 0,4 11 10,7 20 14,3 18 11,1 10 18 1 liegend USB-C
Anker Snap Charge Flip 2 70 0,4 13 12,5 8 5,5 20 11,9 7,5 20 2 liegend/stehend USB-C
Samsung Wireless Charger Pad 3 35 0,6 20 17,7 8 5,4 15 8 15 25 1 liegend USB-C
Spigen Steadiboost Flex 4 35 0,6 12 12,1 21 16,5 13 7,4 15 18 1 liegend/stehend USB-C
Varta Fast Wireless Charger 5 15 0,3 15 14,8 9 6,1 10 6,5 10 1 liegend/stehend Micro-USB
Belkin BoostCharge Pro 2-in-1 6 95 0,7 10 7,6 9 6,4 17 10,7 15 + 5 40 2 liegend/stehend Hohlbuchse
Aukey 3-in-1 Charging Station 7 27 0,6 12 12,1 21 16,5 22 12,4 10 2 stehend USB-C
Nomad Base Station 8 130 0,5 13 11,7 19 13 15 7,8 18 48 3 liegend Hohlbuchse
Anker 633 Magnetic Wireless Charger 9 110 0,5 12 11,2 8 5,5 19 11,5 7,5 25 1 liegend/stehend USB-C
Einova Ladestein 10 80 0,3 8 6,6 20 14,3 17 10,5 10 1 liegend fest verbunden

Der XLayer Wireless Charging Basic unterscheidet sich optisch kaum von anderen preiswerten Qi Ladern. Gut: Keine LED stört beim Laden in dunklen Räumen wie dem Schlafzimmer. Er verfügt über Gummifüßchen und einer gummierten Ladefläche. Trotz des sehr günstigen Preises von nur 10 Euro legt XLayer dem Wireless Charging Basic ein Netzteil mit 18 Watt bei.

Im Ladetest überrascht der XLayer Wireless Charging Basic mit durchgängig hohem Ladestrom – egal ob iPhone XR (11,1 Watt), Pixel 6 (14,3 Watt) oder S22 (10,7 Watt). Kein anderes der von uns getesteten Qi-Ladegeräte lädt Handys unterschiedlicher Marken derart konstant schnell. Das macht das minimalistische Qi-Ladepad besonders flexibel.

Damit bietet der unauffällige Qi-Lader das beste Preis-Leistungs-Verhältnis und landet in unserer Bestenliste Qi-Ladegeräte auf Platz 1. Xlayer hat mit dem Wireless Charging Pad Magnetic 15W außerdem ein kaum teureres Qi-Ladegerät im Angebot, welches über Magnete an iPhones hält und nicht viel langsamer lädt.

Der zylindrische Anker Snap Charge Flip ist etwa acht Zentimeter hoch und hat einen Durchmesser von gut sechs Zentimeter. Er kommt in den Farben Blau, Schwarz, Weiß und Violett. Anker-typisch ist die Verarbeitung hochwertig. Der Kunststoff ist leicht aufgeraut, was dem Lade-Zylinder eine angenehme Haptik verleiht. Ein LED-Ring leuchtet beim Laden kurz auf, geht aber dann nach wenigen Sekunden aus.

Seine Unterseite ist genauso gummiert wie die beiden Ladefelder. Wobei sich das zweite Ladepad, welches sich etwa für Kopfhörer wie die Amazon Echo Buds (Testbericht) anbietet, erst zeigt, wenn man das darüber liegende Hauptladefeld hochklappt. Hochgeklappt halten darauf dank der Magnete aktuelle iPhones mit Magsafe. Andere Handys rutschen herunter.

Das zeigt schon, dass der Anker 623 Snap Charge Flip für das Laden von iPhones optimiert ist. In unserem Ladetest schafft der Qi-Lader ein iPhone im Schnitt mit 11,9 Watt zu laden. Das ist ein sehr gutes Ergebnis. Auch das Samsung S22 lädt mit 10,7 Watt außergewöhnlich schnell. Das Google Pixel 6 fällt jedoch mit 5,5 Watt deutlich ab. Die hohen Ladeströme sind auch insofern spannend, als Anker eigentlich einen maximalen Ladestrom von nur 7,5 Watt angibt.

Das Samsung Super Fast Wireless Charger ist mit einer maximalen Qi-Leistung von 15 Watt auf dem Papier eines der schnellsten. Allerdings arbeitet es – wenig verwunderlich – hauptsächlich mit aktuellen Samsung-Smartphones optimal zusammen. So lädt es bei uns im Test das Samsung S22 mit starken 17,7 Watt. Mehr schaffte keines der über 30 von uns getesteten Qi-Lader. Das Google Pixel 6 und das iPhone X lädt es mit 5,4 beziehungsweise 8 Watt eher gemütlich auf.

Die Verarbeitung des Samsung Super Fast Wireless Charger wirkt nicht sehr hochwertig. Das Pad ist ziemlich leicht und komplett aus Kunststoff. Im Standby hört man ein ganz leises Pfeifen. Das ist wenig schlimm. Deutlich störender ist der aktive Lüfter auf der Unterseite, der etwa ab einem Ladestrom von 10 Watt anspringt. Wer nicht schläft wie ein Murmeltier, den wird dieser Qi-Lader im Zusammenspiel mit einem Samsung-Smartphone auf dem Nachttisch stören. Selbst im Büro ist der kleine Lüfter deutlich hörbar.

Trotzdem schiebt sich der Samsung Super Fast Wireless Charger wegen seiner sehr hohen Ladeleistung bei Samsung-Handys und seines vergleichsweise günstigen Preises in unserer Top-10 weit nach oben. Hier können nicht mal der Samsung Wireless Charger Duo und der Samsung Wireless Charger Stand mithalten.

Das Spigen Steadyboost Flex ist eines der günstigeren Qi-Ladegeräte und dennoch im Test mit allen drei Smartphones eines der schnellsten. Das Pixel 6 lädt es gar mit starken 16,5 Watt. So schnell ist sonst nur die Aukey 3-in-1 Charging Station. Es wirkt angemessen verarbeitet und kommt inklusive eines 18-Watt-Netzteils. Ein Vorteil liegt darin, dass der Nutzer es liegend und stehend verwenden kann. Außerdem ist es mit 35 Euro recht günstig. Dafür ist sein Leistungsumsatz im Standby für ein Single-Charge-Gerät mit 0,6 Watt etwas höher als der Durchschnitt. Etwas günstiger ist der Spigen Leather Designed Fast Charger.

Der Varta Fast Wireless Charger zeigt bezüglich seiner Leistung sowohl beim Pixel 6 als auch beim iPhone XR einen durchschnittlichen Wert. Beim Laden des S22 überrascht es dagegen mit einer besonders hohen Leistung. Dabei ist es mit 15 Euro eines der günstigsten Modelle unserer Testreihe und erhält deswegen unsere Kaufempfehlung.

Es lässt sich flexibel entweder liegend, hochkant oder quer stehend aufstellen. Der Standfuß besteht aus Metall und hält für den Transport magnetisch an der Rückseite des Qi-Laders. Der Metallfuß gibt auch einen brauchbaren Flaschenöffner ab.

Der Belkin BoostCharge Pro 2-in-1 ist ein Lader mit klassischer Qi-Platte zum Darauflegen von Qi-fähigen Endgeräten wie Smartphones, Kopfhörern und Uhren. Ein Metallarm führt zu einem weiteren Qi-Pad, welches für Apples Magsafe Magnete bietet und so das iPhone dort hält. Alle Smartphones ohne Magnete müssen beim Laden mit der Qi-Platte, die komplett aus einem matten Kunststoff besteht, vorlieb nehmen. An der Front leuchtet dauerhaft eine kleine weiße LED.

Die Ladeleistung des Belkin BoostCharge Pro 2-in-1 pendelt sich bei den Android-Phones im unteren Mittelfeld ein. Das iPhone 12 Mini lädt es dagegen angenehm flott. Gut für ein Gerät, welches sich überwiegend an Apple-Nutzer richtet.

Alternativ hat Belkin den Boostup Wireless Charging Stand, den Boostcharge Truefreedom Pro und den Boostup Wireless Charging Dock im Portfolio.

Das Qi-Ladegerät Aukey Aircore Series 3-in-1 ist in großen Teilen zum Aukey Aircore Series 2-in-1 baugleich. Die Hauptladestation für das Smartphone ist gar identisch. Daher glänzt es mit gleich hohem Ladestrom. Auch ist es ebenso modular.

Im Grunde ist sie nur eine 2-in-1-Ladestation. Allerdings kommt sie mit einer Vorrichtung, in die ein existierendes Apple-Qi-Ladegerät integriert werden kann. Das ist mit USB-A-Port und Magnetabdeckung auf der Unterseite clever gelöst. Dank dieses Tricks schafft es die Ladestation, mit 27 Euro günstig zu bleiben.

Die Nomad Base Station fällt sofort dank ihrer hervorragenden Verarbeitung auf. Sie besteht zum großen Teil aus Metall, ihre Auflagefläche aus einem hochwertigen Kunstleder. Schmutz und Staub bleiben daran kaum hängen. Sie ist darauf ausgelegt, zwei Geräte liegend zu laden, etwa ein iPhone und die Apple Airpods. Außerdem hat die Base Station auf der Rückseite einen USB-C- sowie einen USB-A-Port für das Laden weiterer Geräte. Im Test lädt es das Pixel 6 und das S22 schnell. Lediglich beim iPhone XR findet es sich lediglich im Mittelfeld wieder.

Der Anker Magnet Wireless Charger kann mehr als die meisten anderen Qi-Lader. So lädt er nicht nur das Samsung S22 und das iPhone XR angenehm schnell. Das Qi-Pad ist außerdem eine portable Powerbank mit einer Kapazität von 5000 mAh, welches beim Laden magnetisch an aktuellen iPhones hält.

Der Anker Magnet Wireless Charger eignet sich allerdings nur für iPhones mit Magsafe. Andere Qi-fähige Smartphones rutschen von der Ladefläche. Die Verarbeitung ist auf allerhöchstem Nivea und erreicht Apple-Standards. Wer sich für den Anker Magnet Wireless Charger interessiert, muss jedoch mit 110 Euro tief in die Tasche greifen.

Der Einova Ladestein ist optisch ein echter Hingucker, denn sein Qi-Pad versteckt er in einem geschliffenen Travertin-Stein. Das farblich passend ummantelte Kabel ist fest damit verbunden und mündet in einem USB-A-Stecker. Bei einem Kabelbruch müsst also das gesamte Gerät ersetzt werden. Ein günstig verarbeitetes 18-Watt-Netzteil liegt bei. Bezüglich seiner Ladeleistung zeigt der Einova Ladestein beim Pixel 6 und iPhone XR gute Leistungen, beim Samsung S22 jedoch nicht.

Im Grunde ist der Einova Ladestein ein solider Qi-Lader in extravaganter Verkleidung. Wer unbedingt eine Qi-Lader aus Stein will, wird glücklich. Alle anderen finden günstiger gleichwertige oder gar bessere Modelle.

Mit der Einführung der zwölften Generation des Apple iPhones zeigt Apple ihre eigene Qi-Ladelösung namens Magsafe. Auch wenn iPhones ebenfalls mit den allermeisten Qi-Ladegeräten anderer Hersteller laden, hat Magsafe den großen Vorteil, des es sich dank einiger Magnete am iPhone ausrichtet und dort haftet.

Nur Apple bietet magnetische Qi-Lader an, die sich Magsafe nennen dürfen. Dennoch gibt es mittlerweile jede Menge Qi-Ladegeräte anderer Hersteller, die ebenfalls mit Magneten kommen und am iPhone haften. Wir haben uns den original Apple-Magsafe-Lader und eine Handvoll Konkurrenzgeräte angeschaut und zeigen, ob man zum etwas teureren Apple-Produkt greifen sollte oder ob man an dieser Stellen sparen kann.

Die folgende Tabelle zeigt, wie sich das Apple Magsafe Ladegerät gegenüber der günstigeren Konkurrenz schlägt.

iPhone XR Google Pixel 6 Samsung S22 Herstellerangabe
Ruhezustand in Watt 30 min in % Watt (Ø) 30 min in % Watt (Ø) 30 min in % Watt (Ø) max. Watt Watt Netzteil Anzahl Geräte (Qi) Postion Smartphone Ladeport Preis (5/22)
Apple MagSafe Charger 1,3 28 11,7 2 1,8 5 3,7 15 1 liegend USB-C 33
ESR Halolock Kickstand 0,6 23 9,1 18 12,6 10 10,1 18 1 liegend/stehend USB-C 27
Ultron Realpower PC-Magset 1,4 9 3,8 17 12,1 5 5 20 20 1 liegend USB-C 26
XLayer Magnetic Charging Pad 0,5 22 8,9 18 12,5 11 10,1 15 1 liegend USB-C 14

Das Apple Magsafe Ladegerät wirkt ganz Apple-typisch hervorragend verarbeitet. Es besteht zum großen Teil aus einem gefrästen Stück Aluminium. Das sieht schick aus, hat aber den Nachteil, dass das Apple Magsafe Ladegerät auf glatten Oberflächen rutscht. Kleine Gummifüße oder Ähnliches gibt es nicht. Auf seiner Oberseite verdeckt eine mattweiße Kunststoffoberfläche sowohl die Magnete als auch die Qi-Ladespule. Das fest daran angebrachte Kabel ist etwa einen Meter lang und mündet in einem USB-C-Port. Ein Netzteil liegt nicht bei.

An entsprechenden iPhones haftet das Apple Magsafe Ladegerät geradezu perfekt und lädt mit einem 20-Watt-Netzteil in 30 Minuten etwa 28 Prozent des Akkus voll. Das ist im Vergleich der Magsafe-Lader die schnellste Energieübertragung. An Android-Smartphones versagt das Apple Magsafe Ladegerät jedoch. Beim Samsung Galaxy S22 schafft es in 30 Minuten gerade einmal 5 Prozent, beim Pixel 6 sogar nur 2 Prozent.

Wer das Apple Magsafe Ladegerät jedoch hauptsächlich zum Laden seines iPhones nutzen will, kann bedenkenlos zugreifen. Die Qualität und auch die Ladegeschwindigkeit überzeugen und auch der Preis ist mit etwa 33 Euro angemessen.

Der ESR Halolock Kickstand ist der einzige schwarze Magsafe-Klon. Auch er besteht zum großen Teil aus einem Metall, bietet jedoch zusätzlich einen ausklappbaren Arm, um das iPhone beim Laden aufstellen zu können. Das ist praktisch, wenn man sich etwa beim Laden ein Video anschauen möchte. Das mitgelieferte USB-C-Kabel kann vom Qi-Lader abgestöpselt werden. Ein Netzteil liegt nicht bei.

Im Test schlägt sie der ESR Halolock Kickstand beim Laden des iPhones wacker. So messen wir eine Energieübertagung von 9,1 Watt, damit ist das iPhone XR in 30 Minuten um etwa 23 Prozent geladen. Allerdings hält es an Magsafe-iPhones nicht so gut wie das Magsafe-Ladegerät von Apple. Bei Android-Geräten messen wir eine höhere Leistung. Das S22 bekommt in 30 Minuten 10 Prozent, das Pixel 6 sogar 18 Prozent ihres Akkus aufgeladen. Wir stellen beim Laden von Android-Smartphones ein leises Pfeifen fest.

Insgesamt präsentiert sich der ESR Halolock Kickstand als Allrounder, der iPhones genauso zuverlässig lädt wie Android-Smartphones. Allerdings ist sein Preis mit etwa 27 Euro recht hoch.

Das Ultron Realpower PC-Magset ist optisch vom echten Apple Magsafe kaum zu unterscheiden. Es besteht wie sein Vorbild aus Aluminium und einer matten, weißen Kunststoffoberseite. Allerdings ist sein fixes Kabel mit zwei Meter ausgesprochen lang. Der Hersteller legt seinem Qi-Lader ein 20-Watt-Netzteil bei.

Beim Ladetest fällt das Ultron Realpower PC-Magset durch. So lädt es das iPhone XR mit gerade einmal 3,8 Watt. So füllt sich der Akku in 30 Minuten nur um magere 9 Prozent. Auch die Magnete halten sich so gut wie die Magnete des Apple Magsafe Ladegeräts. Bei den Android-Geräten ist das Ultron Realpower PC-Magset schneller, pfeift hier allerdings etwas.

Wegen der unterirdischen Ladeleistung beim iPhone XR können wir das Qi-Ladegerät nicht empfehlen. Noch dazu ist es mit 26 Euro recht teuer.

Das XLayer Magnetic Charging Pad besteht komplett aus einem Kunststoff. Die günstige Anmutung schlägt sich im Preis nieder. So kostet das XLayer Magnetic Charging Pad lediglich 14 Euro. Ein zusätzliches Netzteil gibt es dafür nicht.

Im Test bietet es beim Laden des iPhone XR eine Leistung von 8,9 Watt. Das ist ziemlich gut und pumpt den Akku in 30 Minuten um etwa 22 Prozent mit Energie voll. Die Magnete halten nicht so gut wie die des Apple Magsafe. Die Ladeleistung bei den Android-Phones kann sich sehen lassen. Hier pfeift es allerdings in Betrieb etwas.

Insgesamt sind wir vom XLayer Magnetic Charging Pad positiv überrascht. Es erhält auch wegen seines geringen Preises unsere Kaufempfehlung.

Der Preis eines Qi-Ladegeräts steht nicht unbedingt im direkten Zusammenhang mit dessen Leistungsübertragung. Das beste Beispiel dafür landet in unserer Bestenliste Qi-Ladegeräte auf Platz 1. Der Xlayer Wireless Charging Basic kostet gerade einmal 10 Euro und lädt dennoch sowohl das iPhone XR, also auch das Google Pixel 6 und das Samsung Galaxy S22 schnell auf. Aber auch die Geräte von Anker laden sehr flott und sind zudem hervorragend verarbeitet. Dafür sind sie eine ganz Ecke teurer. Wer sein Samsung-Handy in Rekordgeschwindigkeit laden will, sollte zum Samsung Super Fast Wireless Charger greifen. Leider setzt dieser jedoch auf eine aktive Kühlung.

Auf die Watt-Angabe der Hersteller sollte man nicht allzu viel geben. Viele Qi-Lader mit einer hohen Wattangabe laden eher durchschnittlich, während andere mit recht geringer Angabe diese deutlich übertreffen. Üblicherweise müssen sich Käufer vorab entscheiden, ob der Qi-Lader das Smartphone liegend oder stehen laden soll. Wer das nicht möchte, der sollte zu einem Qi-Ladegerät greifen, welches das Handy sowohl liegend als auch stehend laden kann.

Wer gleich mehrere Qi-Geräte drahtlos laden möchten, muss bei den Multi-Chargern deutlich tiefer in die Tasche greifen. Bei diesen Geräten ist dann der Stromumsatz im Stand-by höher als bei den Single-Chargern.

Wenn das Qi-Ladegerät nachts neben dem Bett laden soll, stört eine dauerhaft leuchtende LED wie beim Kingston HyperX Chargeplay Base. Auch erweisen sich einige Qi-Charger wie der Huawei Wireless Charger Supercharge und der Celluarline Wireless Fast Charger Dual als wahre Staubmagnete.

Wer sein iPhone via Magsafe laden will, kann bedenkenlos zum Apple Magsafe Ladegerät greifen. Es wirkt hochwertig und lädt zuverlässig und schnell. Das kann man nicht von allen Magsafe-Klonen behaupten.

Wer sein Smartphone im Auto kabellos laden möchte, sollte sich unseren Vergleichstest Wireless Charger fürs Auto anschauen. Hier stellen wir Ladedocks für iPhone, Apple Watch und Airpods vor.

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