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Top 10: Die zehn besten Smartphones 2020 bis 200 Euro
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Selbst günstige Smartphones ersetzen Navi, Kamera, Musikplayer und vieles mehr. Wir zeigen die zehn besten Smartphones bis 200 Euro.

Update vom 6. März 2021

High-End-Smartphones kosten heute gut und gerne mehr als 1000 Euro. Sie haben tolle Kameras, erstklassige Bildschirme und unglaublich viele Funktionen. Doch für die meisten Aufgaben – Social Media, Spotify, Netflix, Webbrowser, Navigation und viele Apps – reicht auch ein deutlich günstigeres Modell. Vorbei sind die Zeiten, in denen billige Handys grundsätzlich nichts getaugt haben; Einsteigergeräte bringen eine enorme Ausstattung mit und schießen sich schon lange nicht mehr grundsätzlich mit No-Go-Merkmalen wie resistivem Touchscreen oder mieser Display-Auflösung ins Abseits. Dennoch sollten ein paar Dinge berücksichtigt werden, wenn man sich ein günstiges Smartphone kaufen möchte.

Das Alter der Geräte spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle. Zwar sind ältere Modelle klar günstiger als noch zum Marktstart, doch selbst hochpreisige Smartphones erhalten normalerweise nach zwei, spätestens aber drei Jahren keine Updates mehr. Bei günstigeren Smartphones ist das noch viel eher der Fall, entsprechend gibt es dann weder neue Android-Versionen noch Patches für Sicherheitslücken.

Eine Ausnahme bilden Smartphones mit Android One (Bestenliste: Top-5), die gewöhnlich eine Update-Garantie von zwei Jahren haben. Alle Smartphones in unserer Liste nutzen mindestens Android 9, überwiegend aber Android 10. Android 11 findet man derzeit noch selten bei Smartphones unter 200 Euro. Wegen der Update-Problematik haben wir ausschließlich Smartphones aus 2020 aufwärts in unsere Bestenliste aufgenommen.

Nicht nur ältere Smartphones haben wenig Speicher, aktuelle Modelle bieten bisweilen sehr knapp bemessenen Platz. Gewisse Grenzen sollten nicht unterschritten werden. So sollte Arbeitsspeicher nicht kleiner als 4 GByte ausfallen, darunter ruckelt es schnell. Der interne Datenspeicher sollte in Zeiten, in denen selbst mobile Games schon mehr als 1 GByte haben können, 64 GByte nicht unterschreiten und sich per Micro-SD-Karte erweitern lassen. Alle aufgeführten Modelle sind hier über jeden Zweifel erhaben, 4 GByte RAM und 64 GByte interner, normalerweise erweiterbarer Speicher sind bis 200 Euro problemlos zu bekommen. Sogar 8/256 GByte sind drin – warum sollte man sich dann mit weniger zufriedengeben?

Die Display-Größe bleibt grundsätzlich dem eigenen Geschmack überlassen, allerdings sollte eine bestimmte Bildschärfe nicht unterschritten werden. Als Richtwert gilt: Unter 275 Pixel pro Zoll (PPI) wirken Inhalte schnell unscharf, es dürfen aber gerne 300 PPI oder 400 PPI und mehr sein. Mit HD-Auflösung kann das knapp werden, mit Full-HD (1920 × 1080 Pixel) ist man auf der sicheren Seite. Entsprechend verfügen alle unsere aufgeführten Modelle über FHD+-Auflösung. OLED gibt es in den unteren Preisregionen kaum, vor allem nicht bei jungen Modellen. Aber es gibt Ausnahmen, zukünftig dürften es sogar mehr werden. Mehr zu den Auflösungen und Display-Techniken erklären wir im Ratgeber Smartphone-Displays: Panels, Auflösungen und Bildraten erklärt .

Bei günstigen Modellen sollte man generell nicht zu viel von den Kameras erwarten. Unter optimalen Lichtbedingungen machen sie zwar meist noch ansehnliche Bilder, bei schwindendem Licht sieht das aber schnell ganz anders aus. Wer auch am Abend noch qualitativ gute Bilder schießen will, der sollte einmal einen Blick auf unsere Aufzählung der besten Smartphones mit optischem Bildstabilisator bis 300 Euro werfen oder generell in einer (deutlich) höheren Preisklasse schauen. Bis 200 Euro gibt es zwar Hauptkameras bis 64 Megapixel, hinzu kommt meist eine Weitwinkellinse. Weitere Zugaben wie Tiefensensor und Makrokamera machen sich allerdings nur auf dem Papier gut, sinnvolle Extras wie Teleobjektive gibt es in dieser niedrigen Preisklasse aktuell noch nicht.

Sind NFC, WLAN ac, Fingerabdrucksensor und Co gewünscht? Dann Augen auf beim Smartphone-Kauf: In der Preisklasse bis 200 Euro ist das nicht zwingend immer alles dabei, oder nur in abgeschwächter Form. WLAN haben freilich alle Geräte, viele aber nur den inzwischen ordentlich angestaubten n-Standard. Auch hier zeigen sich unsere aufgeführten Modelle vorbildlich, alle bieten aktuelle Technik. Nur Luxus-Features wie kabelloses Laden finden man hier noch nicht und auch 5G-Funk fehlt (noch).

Anmerkung: Unsere Bestenliste ist eine Momentaufnahme, die unter anderem auch die Tagespreise zum Zeitpunkt der Erstellung berücksichtigt. Da die aber stark schwanken, sollte die Liste und die Reihenfolge der Smartphones eher als Anhalt verstanden werden.

Da ist es wieder, das Xiaomi Poco X3 NFC (Testbericht). Nachdem es zwischenzeitlich in höheren Preisklassen spielte, ist das Poco-Phone inzwischen für knapp 200 Euro zu bekommen. Da wir es seinerzeit im Test schon als Referenz bezeichneten, wundert der erste Platz in der Preisklasse bis 200 Euro wohl kaum. Für das Geld bekommen Käufer nicht nur einen erstaunlich leistungsstarken Snapdragon 732G als Prozessor, sondern auch stolze 6 GByte RAM und 128 GByte internen Speicher, der sich per Mikro-SD-Karte erweitern lässt. Außerdem bietet das X3 als einziges Smartphone in dieser Top 10 eine erhöhte Bildwiederholungsrate des Displays: Satte 120 statt der gewöhnlichen 60 Hertz stellt der 6,7 Zoll große Screen dar und bietet eine Abtastrate von 240 Hertz. Damit wirken bewegte Inhalte nicht nur noch flüssiger, sondern das Smartphone reagiert besonders schnell und direkt auf Touch-Befehle.

Selbst die Kamera überzeugte uns im Test, zumindest überwiegend. Die knipst Bilder in erster Linie mit der 64-Megapixel-Hauptlinse, hinzu kommt ein Weitwinkel mit 13 Megapixel. Makro- und Tiefenschärfesensor mit je 2 Megapixel sind hingegen zu vernachlässigen. Mit Strom versorgt wird das Smartphone von einem Akku mit 5160 mAh, der das Smartphone auch bei aktivierten 120 Hertz lange von der Steckdose fernhält. Dank 33-Watt_Schnellladen ist der Akku auch fix wieder voll. Dieses Gesamtpaket macht für uns aktuell das Xiaomi Poco X3 NFC zur Nummer Eins unter den Smartphones bis 200 Euro.

Auf dem zweiten Platz steht bei uns derzeit die Antwort von Konzernmutter Xiaomi, nämlich das Redmi Note 9S (Ratgeber: Unterschiede Redmi Note 9 vs Note 9S vs Note 9 Pro). Das Display ist gleich groß und bietet die gleiche Full-HD-+-Auflösung, allerdings fehlt ihm die höhere Bildwiederholungsrate. Auch bei der Kamera müssen Interessenten leichte Abstriche machen, die Hauptkamera bietet bei ansonsten ähnlicher Aufstellung maximal 48 Megapixel.

Der Chipsatz ist nominell ebenfalls leicht schwächer, hier kommt ein Snapdragon 720G zum Einsatz. Ihm stehen ebenfalls 6 GByte RAM zur Seite, Daten landen im 128 GByte großen internen Speicher, der sich erweitern lässt. Der Akku ist minimal kleiner, durch die auf 60 Hertz begrenzte Bildwiederholungsrate ist die Laufzeit aber sogar etwas besser als beim Poco X3. Das Redmi Note 9S lädt allerdings mit 18 statt 33 Watt langsamer. Dafür hat das Xiaomi-Modell bereits ein Update auf Android 11 erfahren.

Den dritten Platz teilen sich dieses Mal zwei Modelle von Cubot, die sich so ähnlich sind, dass Unterschiede selbst mit der Lupe schwer zu finden sind. Außerdem stellt sich die Frage, warum der Hersteller so ähnliche Modelle überhaupt auf den Markt bringt. Davon abgesehen punkten beide Modelle mit 6,4 Zoll großem FHD+-Display und 48-Megapixel-Hauptkamera. Hinzukommen ein Weitwinkel mit 16 Megapixel, ein Makroobjektiv mit 5 Megapixel und ein Sensor mit 0,3 Megapixel. Das X30 verfügt zudem über einen fünften Tiefensensor mit 2 Megapixel.

Beide Modelle treibt ein Mediatek Helio P60 mit satten 8 GByte RAM an, außerdem verfügen beide Geräte über in dieser Preisklasse unübliche 256 GByte internen Speicher. Eine Speicherkarte kann da sogar noch hinzukommen. Etwas langsam ist die Ladegeschwindigkeit mit nur 10 Watt, allerdings dürfte der Akku mit 4200 mAh lang genug ohne externen Strom auskommen.

Das Motorola Moto G Pro auf Platz 5 orientiert sich bei der Ausstattung in einigen Bereichen an den beiden Cubot-Modellen. So Ist das Display auf dem Papier identisch und auch Haupt- und Weitwinkellinse bieten gleiche Werte. Die Makrolinse als dritte Kamera bietet allerdings nur 2 Megapixel und dürfte wie immer bei so niedriger Auflösung weitgehend unbrauchbar sein.

Während alle bisherigen Modelle den Fingerabdrucksensor im seitlichen Powerbutton untergebracht haben, setzt Motorola auf einen Sensor auf der Rückseite. Der Rest der Ausstattung ist sehr ähnlich, nur beim Chipsatz und dem Speicher gibt es Unterschiede. Im Moto G5 Pro steckt ein Snapdragon 665 mit 4 GByte RAM, intern gibt es 128 GByte plus Speicherkarte. Geladen wird der 4000-mAh-Akku mit 15 Watt. Motorola setzt bei seinem Modell auf Android One und hat daher bereits ein Update auf Android 11 verfügbar.

Das Xiaomi Redmi Note 8 Pro (Testbericht) ist genau genommen minimal zu alt für diese Auflistung, aber es kann technisch immer noch sehr gut mithalten. Es bietet ein 6,5 Zoll großes HDR-Display mit FHD+-Auflösung, dazu eine Quad-Cam mit bis zu 64 Megapixel und Weitwinkel. Als Antrieb dient ein starker Helio G90T von Mediatek mit 6 GByte RAM. 128 GByte interner Speicher lassen sich per Micro-SD-Karte erweitern, die gesamte technische Ausstattung ist umfangreich inklusive Infrarot-Sender und NFC. 4500 mAh leistet der Akku, er lässt sich mit 18 Watt schnellladen. Android 10 wurde inzwischen per Update nachgereicht.

Mit seinem 6,4 Zoll großen Screen bewegt sich Samsungs Galaxy A31 im Mittelfeld dieser Auflistung, FHD+ gibt’s natürlich auch. Highlight ist zweifellos das OLED-Display – das ist in dieser Preisklasse ein Alleinstellungsmerkmal. Die Quad-Cam bietet bis zu 48 Megapixel und Weitwinkel, die Frontkamera 20 Megapixel. Für Samsung selten: Das A31 kommt mit Helio P65 statt eigenem Exynos-Chipsatz. Zusammen mit 4 GByte RAM reicht das aber für ordentliche Alltagsleistung. Etwas knapp bemessen ist in diesem Vergleichsfeld der interne Speicher, er misst nur 64 GByte. Der eingebaute Akku leistet stramme 5000 mAh und lädt mit 15 Watt.

Auf dem achten Platz folgt das nächste Xiaomi-Smartphone: das Redmi 9T. Das Display ähnelt dem Screen des Note 8 Pro auf Platz sechs, kann aber keine HDR-Inhalte wiedergeben. Bei der Kamera setzt Xiaomi auf 48-Megapixel-Hauptlinse, 8-Megapixel-Weitwinkel und vernachlässigbare Tiefen- und Makrokameras mit je 2 Megapixel. Die Frontkamera ist mit nur 8 Megapixel nominell am schwächsten aufgestellt. Die Kombination aus Snapdragon 662 und 4 GByte RAM sorgt im Alltag für ausreichende Leistung. Daten landen im 128 GByte großen internen Speicher, wie bei allen Geräten in dieser Top 10 ist der erweiterbar. Mit 6000 mAh ist der Akku besonders leistungsstark und sorgt für gute Laufzeiten. Mit 18 Watt lädt das Gerät durchschnittlich schnell.

Das P30 Lite von Huawei in der New Edition (Testbericht P30 Lite) ist eine Neuauflage des Vorjahresmodell, damit Huawei weiterhin Google-Dienste auf dem Gerät anbieten darf. Highlight ist hier der große Speicher: 256 GByte warten auf den Nutzer, 6 GByte RAM sind auch ordentlich. Dafür werkelt hier der Kirin 710 aus dem Vorjahr und Schnellladen gibt es nur mit 18 Watt – okay, aber nicht weltbewegend. Vorteil: Mit seinem 6,15 Zoll “kleinen” Display ist das Gerät vergleichsweise handlich und leicht. Die Kamera leistet gute Dienste und dank Glasrückseite wirkt das Modell hochwertiger als der Nachfolger. Bei Android 9 ist aktuell aber Schluss.

Bei der Hardware ist es besser als Platz 9, aber es fehlen Google-Dienste oder ein adäquater Ersatz: Die Rede ist vom Huawei P40 Lite (Testbericht 5G-Version). Der 6,4 Zoll große Screen ist gut, die Hauptkamera mit 48 Megapixel ebenfalls. Hinzu kommen ein Weitwinkel mit 8 Megapixel sowie Tiefensensor und Makroobjektiv mit je 2 Megapixel – beide vernachlässigbar. Der Kirin 810 von Huawei sorgt zusammen mit 6 GByte RAM für ordentliche Alltags-Power, der interne Speicher ist mit 128 GByte groß genug. Wie von Huawei gewohnt passen hier aber nur NM-Speicherkarten von Huawei zur Erweiterung rein. Highlight beim 4200-mAh-Akku ist die Schnellladefähigkeit mit ordentlichen 40 Watt.

Es hat sich einiges getan in der unteren Mittelklasse bis 200 Euro, die Hardware wird immer stärker. Für unter 200 Euro bekommen Interessenten längst Chipsätze der oberen Mittelklasse, meist 4, 6 oder gar 8 GByte RAM und richtig viel Speicherplatz. Das ist teilweise nicht viel weniger als vor gar nicht allzu langer Zeit in Spitzenmodellen steckte. Hauptunterschied bleibt in den meisten Fällen die Kamera, auch wenn man natürlich von der bloßen Megapixel-Zahl nicht auf die Qualität schließen kann. Einige der Modelle in unseren Tests zeigten überraschend gute Leistung, zumindest bei ordentlichem Licht. Kurz: Es gibt immer mehr für immer weniger – den Nutzer freut es zu Recht.

Ein Tipp am Rande: Die Preise der Smartphones schwanken teils um etliche Dutzend Euro innerhalb weniger Tage. Da lohnt es sich, einen Preisalarm zu setzen. Wie das geht, zeigt unsere Bildergalerie:

Wer außerdem etwas mehr Ausgeben will, sollte einen Blick in unseren Ratgeber: Die besten Smartphones bis 400 Euro oder unsere Kaufberatung: Smartphones mit OLED bis 300 Euro zu werfen. Auch unsere Top-10: Die besten Smartphones mit Android One aktualisieren wir regelmäßig.

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