Xiaomi Redmi Note 10 5G

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Selbst günstige Smartphones ersetzen mittlerweile Navi, Kamera, Musikplayer und vieles mehr. Wir zeigen die zehn besten Handys bis 200 Euro.

High-End-Smartphones kosten heute gut und gerne mehr als 1000 Euro. Sie haben tolle Kameras, erstklassige Bildschirme und unglaublich viele Funktionen. Doch für die meisten Aufgaben – Social Media, Spotify, Netflix, Webbrowser, Navigation und viele andere Apps – reicht auch ein deutlich günstigeres Modell. Vorbei sind die Zeiten, in denen billige Handys grundsätzlich nichts getaugt haben. Einsteigergeräte bringen bereits eine außerordentliche Ausstattung mit und enttäuschen schon lange nicht mehr durch No-Go-Merkmale wie resistive Touchscreens oder miese Display-Auflösung. Dennoch sollten ein paar Dinge berücksichtigt werden, wenn man sich ein günstiges Smartphone kaufen möchte. Wir zeigen, welche das sind.

Das Alter der Geräte spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle. Zwar sind ältere Modelle günstiger als noch zum Marktstart, doch selbst hochpreisige Smartphones erhalten normalerweise nach zwei, spätestens aber drei Jahren keine Updates mehr. Bei günstigeren Smartphones ist das häufig noch viel eher der Fall, entsprechend gibt es dann weder neue Android-Versionen noch Patches für Sicherheitslücken.

Eine Ausnahme bilden Smartphones mit Android One (Bestenliste: Top-5), die gewöhnlich eine Update-Garantie von zwei Jahren haben und Sicherheits-Patches drei Jahre lang bekommen. Alle Smartphones in unserer Liste nutzen mindestens Android 10, überwiegend sogar Android 11. Das ist bemerkenswert für Smartphones unter 200 Euro. Wegen der Update-Problematik haben wir ausschließlich Smartphones aus 2021 in unsere Bestenliste aufgenommen.

Nicht nur ältere Smartphones haben wenig Speicher, selbst halbwegs aktuelle Modelle bieten bisweilen sehr knapp bemessenen Platz. Gewisse Grenzen sollten nicht unterschritten werden. So sollte Arbeitsspeicher nicht kleiner als 4 GByte ausfallen, darunter hakt es schnell. Der interne Datenspeicher sollte in Zeiten, in denen selbst mobile Games schon mehr als 1 GByte haben können, 64 GByte nicht unterschreiten und sich per Micro-SD-Karte erweitern lassen. Alle aufgeführten Modelle sind hier über jeden Zweifel erhaben, 4 GByte RAM und 64 GByte interner, normalerweise erweiterbarer Speicher sind bis 200 Euro problemlos zu bekommen. Sogar 6/128 GByte sind drin – warum sollte man sich dann mit weniger zufriedengeben?

Die Display-Größe bleibt grundsätzlich dem eigenen Geschmack überlassen, allerdings sollte eine bestimmte Bildschärfe nicht unterschritten werden. Als Richtwert gilt: Unter 275 Pixel pro Zoll wirken Inhalte schnell unscharf, es dürfen aber gerne 300 ppi (Pixel pro Zoll) oder 400 ppi und mehr sein. Mit HD-Auflösung kann das knapp werden, mit Full-HD-Displays (1920 × 1080 Pixel) ist man auf der sicheren Seite. Entsprechend verfügen alle unsere aufgeführten Modelle über Full-HD+. AMOLED-Displays gibt es in den unteren Preisregionen immer noch kaum, vor allem nicht bei jungen Modellen. Aber es gibt Ausnahmen, zukünftig dürften es sogar mehr werden.

Ebenfalls im Kommen: erhöhte Bildwiederholungsraten. Die liegen dann statt bei 60 Hertz bei 90, 120 oder gar 144 Hertz, was dazu führt, das bewegte Inhalte deutlich flüssiger wirken. Im Bereich bis 200 Euro ist allerdings derzeit bei 120 Hertz Schluss und viele Modelle gibt es davon noch nicht. Außerdem handelt es sich dabei ausschließlich um Handys mit LCD, OLED steht in dieser Preisklasse noch bei 60 Hertz. Mehr zu den Auflösungen und Display-Techniken erklären wir im Ratgeber Smartphone-Displays: Panels, Auflösungen und Bildraten erklärt.

Bei günstigen Modellen sollte man generell keine gute Kamera erwarten. Unter optimalen Lichtbedingungen machen sie zwar meist noch ansehnliche Bilder, bei schwindendem Licht sieht das aber schnell ganz anders aus. Wer auch am Abend noch qualitativ gute Bilder schießen will, der sollte einmal einen Blick auf unsere Aufzählung der besten Smartphones mit optischem Bildstabilisator bis 300 Euro werfen oder generell in einer deutlich höheren Preisklasse schauen.

Bis 200 Euro gibt es zwar Hauptkameras bis 64 Megapixel, hinzu kommt manchmal sogar eine Weitwinkellinse. Die Triple-Kameras oder Quad-Kameras in Kombination mit einem Tiefen- oder gar Makrosensor sind allerdings qualitativ oft nur für gelegentliche Aufnahmen gut. Weitere Zugaben wie Tiefensensor und Makrokamera sehen nämlich nur auf dem Papier gut aus, sinnvolle Extras wie Teleobjektive gibt es in dieser niedrigen Preisklasse aktuell noch nicht. Wer darauf Wert legt, sollte einen Blick in unsere Bestenliste Top 10: Die günstigsten Smartphones mit optischem Teleobjektiv und Ultraweitwinkel werfen.

Sind NFC, WLAN ac, Fingerabdrucksensor und Co gewünscht? Dann Augen auf beim Smartphone-Kauf: In der Preisklasse bis 200 Euro ist nicht zwingend immer alles dabei oder nur in abgeschwächter Form. WLAN haben freilich alle Geräte, viele aber nur den inzwischen ordentlich angestaubten n-Standard. Auch hier zeigen sich unsere aufgeführten Modelle vorbildlich, alle bieten aktuelle Technik, etwa WLAN mit ac-Standard und Fingerabdrucksensoren – teilweise sogar im Display.

Nur Luxus-Features wie kabelloses Laden finden man hier noch nicht. 5G-Funk ist ebenfalls noch nicht bei der breiten Masse zu finden. Alle Handys in dieser Preisklasse bieten inzwischen Octa-Core-Prozessoren von den beiden größten Herstellern mobiler Chipsätze: Qualcomm und Mediatek. Dual-SIM beherrschen fast alle günstigen Modelle, sie nehmen also zwei SIM-Karten auf.

Anmerkung: Unsere Bestenliste ist eine Momentaufnahme, die unter anderem auch die Tagespreise zum Zeitpunkt der Erstellung berücksichtigt. Da die aber stark schwanken, sollte die Liste und die Reihenfolge der Smartphones eher als Anhalt verstanden werden. Hauptaugenmerk haben wir auf die Rechenleistung gelegt, da die in den unteren Preisklassen noch ein Problem darstellen kann. Weitere wichtige Faktoren sind Display und Speicher.

Das Xiaomi Poco X3 Pro (Testbericht) sehen wir auf dem ersten Platz. Das Smartphone kombiniert hervorragende Rechenpower dank Snapdragon 860, ein großes LCD mit 120 Hertz-Wiedergabe, einer Kamera mit zusätzlichem Weitwinkel, ordentlichen 6/128 GByte Speicher und einem strammen Akku mit 5160 mAh und Schnellladefunktion mit 33 Watt. Hinzu kommen IP53-Zertifizierung, IR-Port, NFC und ein Stereo-Lautsprecher sowie Android 11 mit LineageOS-Unterstützung. Hier fehlt bestenfalls 5G, worauf man in Deutschland aber mangels flächendeckendem Ausbau nach wie vor verzichten kann.

Das Realme 8i bietet ebenfalls ein LCD mit 120 Hertz, die Hauptkamera bietet sogar 50 Megapixel. Hier fehlt allerdings die Weitwinkellinse des Erstplatzierten. Als Antrieb setzt der Hersteller auf einen starken Mediatek Helio G96 - der kommt nicht an den Snapdragon 860 des X3 Pro heran, ist aber dennoch der zweitstärkste Chipsatz im Vergleichsfeld. Auch im Realme-Modell stecken 6/128 GByte Speicher, der Akku ist mit 5000 mAh grundsätzlich auf Augenhöhe, lässt sich aber nur mit 18 Watt laden.

Das Realme Narzo 30 5G schraubt die Bildwiederholungsfrequenz des LCD auf 90 Hertz zurück, auch hier fehlt der 48-Megapixel-Hauptkamera Unterstützung durch einen Weitwinkel. Beim Chipsatz hat sich Realme für den moderneren Dimensity 700 von Mediatek entschieden, der vor allem stromsparender, aber auch nicht ganz so leistungsstark wie der ältere Helio G86 des Realme 8i ist. Für die 200-Euro-Klasse ist der Dimensity-Chip aber mehr als ausreichend dimensioniert. Auch wenn im Narzo nur 4 GByte RAM zum Einsatz kommen, so lassen sich mit dem Handy doch die meisten Spiele flüssig spielen – zur Not mit reduzierter Grafik. Games finden im 128 GByte großen Speicher Platz, der erweiterbar ist. Highlight in dieser Preisklasse ist der namensgebende 5G-Funk, der Akku leistet 5000 mAh.

Höhere Bildwiederholungsraten sind angesagt, entsprechend punktet auch das Realme 8 5G (Testbericht) mit einem 90-Hertz-LCD. Der Triple-Cam fehlt ein Weitwinkel, den typischen IR-Port der Xiaomi-Modelle gibt es hier auch nicht. Dafür ist namensgebendes 5G mit an Bord und Antrieb ist wieder der starke und moderne Dimensity 700 von Mediatek. Er ist unter 200 Euro mit 4/64 GByte Speicher kombiniert und wird von einem Akku mit 5000 mAh mit Strom versorgt. Android 11 ist auch hier bereits installiert.

Und noch ein 5G-Smartphone: das Oppo A54 5G (Testbericht). Das Modell zeichnet sich außerdem durch ein LCD mit 90 Hertz, eine 48-Megapixel-Hauptkamera mit 48 Megapixel und zusätzlichem Weitwinkel und den erstaunlich potenten Snapdragon 480 als Antrieb aus. Kombiniert wird der mit allerdings nur 4/64 GByte Speicher, dafür ist aber neben 5G und auch NFC mit an Bord. Der Akku leistet auch hier 5000 mAh und wie bei fast allen Handys in dieser Bestenliste dient Android 11 als Betriebssystem.

Der letzte Vertreter gehobener Bildwiederholungsrate in dieser Top 10 bietet maximal 90 Hertz für sein LCD. Der Hersteller kombiniert eine Kamera mit 50 Megapixel mit einer Weitwinkellinse, Makro- und Tiefensensor sind hingegen kaum der Rede wert. Der Helio G88 von Mediatek kann mit den bisherigen Chips zwar nicht ganz mithalten, reicht aber im Alltag voll aus. Er wird beim Redmi 10 mit 4/128 GByte Speicher kombiniert, außerdem bringt das Modell IR-Blaster und NFC mit.

Kommen wir zur OLED-Fraktion: Xiaomi kombiniert im Redmi Note 10S (Testbericht) die kontrastreiche Screen-Technologie mit 6,4 Zoll, der Fingerabdrucksensor steckt trotz OLED im seitlichen Powerbutton. Dafür trumpft der Hersteller bei der Kamera auf: Neben der Hauptlinse mit 64 Megapixel gibt es unter anderem auch noch einen Weitwinkel mit immerhin 8 Megapixel. Für mehr als ausreichende Alltagsleistung sorgt ein Mediatek Helio G95, der ist sogar stärker, wenn auch älter als der G95 im zuvor platzierten Modell. Mit 6 GByte RAM kombiniert liefert das eine stramme Alltagsleistung, Daten finden im 64 GByte großen internen Speicher Platz. Die 5000 mAh des Akkus sorgen für gute Ausdauer, IP53 schützt vor Spritzwasser und Sound kommt aus einem Stereolautsprecher.

Nachdem die 5G-Version bereits auf Platz 4 zu finden war, folgt für uns aktuell das Realme 8 (Testbericht) auf dem achten Platz. Im Gegensatz zum Geschwistermodell bietet es einen OLED-Screen mit 60 Hertz, eine zusätzliche Weitwinkelkamera und einen starken Helio G95 von Mediatek. Die Hauptkamera bietet außerdem als eines von zwei Modellen in dieser Auflistung satte 64 Megapixel. An Power mangelt es dem Smartphone in Kombination mit 6/128 GByte Speicher nicht. 5G-Funk gibt es nicht, ansonsten ist die Ausstattung inklusive des 5000-mAh-Akkus ähnlich zum Realme 5G. Der wird hier allerdings mit 30 Watt schneller geladen. Android 11 gibt es ebenfalls, der Fingerabdrucksensor ist wie bei den teuren Smartphones im Display versteckt.

Auch Oppo setzt beim A74 (Testbericht) auf OLED als Display-Technologie mit in den Touchscreen integriertem Fingerabdrucksensor. Allerdings ist aufgrund des niedrigen Preises auch hier bei 60 Hertz Schluss. Bei der Kamera ist nur die Hauptlinse mit 48 Megapixel erwähnenswert, beim Speicher gibt es üppige 6/128 GByte. Als Antrieb dient ein ausreichend flotter Snapdragon 662. Der Akku leistet 5000 mAh und lädt mit 33 Watt, das ist in dieser Preisklasse sehr flott. Android 11 gibts ab Werk.

Last but not least folgt das Xiaomi Redmi 9T. Das Display bietet nur LCD mit 60 Hertz, bei der Kamera baut der Hersteller dafür ein zusätzliches Weitwinkelobjektiv ein. Der Chipsatz, ein Qualcomm 662, bietet im Alltag ausreichende Leistung. Bis 200 Euro gibt es auch hier 4/128 GByte Speicher – den meisten Nutzern dürfte das reichen. Satte 6000 mAh sind ausreichend für locker 2 Tage Laufzeit.

Mehr als Android 10 gibt es als einziges Gerät in dieser Bestenliste nicht, dafür Stereolautsprecher.

Es hat sich einiges getan in der unteren Mittelklasse bis 200 Euro, die Hardware wird immer stärker. Für unter 200 Euro bekommen Interessenten längst Chipsätze der oberen Mittelklasse, meist 4, 6 oder selten sogar 8 GByte RAM und richtig viel Speicherplatz. Das ist teilweise nicht viel weniger als vor gar nicht allzu langer Zeit in Spitzenmodellen steckte. Außerdem gibt es bisweilen OLED-Display oder LCDs mit erhöhter Bildwiederholungsfrequenz.

Hauptunterschied bleibt in den meisten Fällen die Kamera, auch wenn man natürlich von der bloßen Megapixel-Zahl nicht auf die Qualität schließen kann. Einige der Modelle in unseren Tests zeigten überraschend gute Leistung, zumindest bei ordentlichem Licht. Kurz: Es gibt immer mehr Handy für immer weniger Geld – den Nutzer freut das zu Recht. Übrigens: Unter den besten Handys bis 200 Euro sind Hersteller wie Huawei, Nokia oder Modelle aus der Reihe Samsung Galaxy nicht zu finden. Bei Preis-Leistung sind andere einfach besser.

Ein Tipp am Rande: Die Preise der Smartphones schwanken teils um etliche Dutzend Euro innerhalb weniger Tage. Da lohnt es sich, einen Preisalarm zu setzen. Wie das geht, zeigt unsere Bildergalerie:

Wer außerdem etwas mehr ausgeben will, sollte einen Blick in unseren Ratgeber: Die besten Smartphones bis 400 Euro oder unsere Kaufberatung: Smartphones mit OLED bis 300 Euro werfen. Auch unsere Top-10: Die besten Smartphones mit Android One aktualisieren wir regelmäßig.

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