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Xiaomi Redmi Note 10 5G

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Selbst günstige Smartphones ersetzen mittlerweile Navi, Kamera, Musikplayer und vieles mehr. Wir zeigen die zehn besten Handys bis 200 Euro.

Update vom 22. August 2021

High-End-Smartphones kosten heute gut und gerne mehr als 1000 Euro. Sie haben tolle Kameras, erstklassige Bildschirme und unglaublich viele Funktionen. Doch für die meisten Aufgaben – Social Media, Spotify, Netflix, Webbrowser, Navigation und viele andere Apps – reicht auch ein deutlich günstigeres Modell. Vorbei sind die Zeiten, in denen billige Handys grundsätzlich nichts getaugt haben. Einsteigergeräte bringen bereits eine außerordentliche Ausstattung mit und enttäuschen schon lange nicht mehr durch No-Go-Merkmale wie resistive Touchscreens oder miese Display-Auflösung. Dennoch sollten ein paar Dinge berücksichtigt werden, wenn man sich ein günstiges Smartphone kaufen möchte. Wir zeigen, welche das sind.

Das Alter der Geräte spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle. Zwar sind ältere Modelle günstiger als noch zum Marktstart, doch selbst hochpreisige Smartphones erhalten normalerweise nach zwei, spätestens aber drei Jahren keine Updates mehr. Bei günstigeren Smartphones ist das häufig noch viel eher der Fall, entsprechend gibt es dann weder neue Android-Versionen noch Patches für Sicherheitslücken.

Eine Ausnahme bilden Smartphones mit Android One (Bestenliste: Top-5), die gewöhnlich eine Update-Garantie von zwei Jahren haben und Sicherheits-Patches drei Jahre lang bekommen. Alle Smartphones in unserer Liste nutzen mindestens Android 10, überwiegend sogar Android 11. Das ist bemerkenswert für Smartphones unter 200 Euro. Wegen der Update-Problematik haben wir ausschließlich Smartphones aus 2021 in unsere Bestenliste aufgenommen.

Nicht nur ältere Smartphones haben wenig Speicher, selbst halbwegs aktuelle Modelle bieten bisweilen sehr knapp bemessenen Platz. Gewisse Grenzen sollten nicht unterschritten werden. So sollte Arbeitsspeicher nicht kleiner als 4 GByte ausfallen, darunter hakt es schnell. Der interne Datenspeicher sollte in Zeiten, in denen selbst mobile Games schon mehr als 1 GByte haben können, 64 GByte nicht unterschreiten und sich per Micro-SD-Karte erweitern lassen. Alle aufgeführten Modelle sind hier über jeden Zweifel erhaben, 4 GByte RAM und 64 GByte interner, normalerweise erweiterbarer Speicher sind bis 200 Euro problemlos zu bekommen. Sogar 6/128 GByte sind drin – warum sollte man sich dann mit weniger zufriedengeben?

Die Display-Größe bleibt grundsätzlich dem eigenen Geschmack überlassen, allerdings sollte eine bestimmte Bildschärfe nicht unterschritten werden. Als Richtwert gilt: Unter 275 Pixel pro Zoll wirken Inhalte schnell unscharf, es dürfen aber gerne 300 ppi (Pixel pro Zoll) oder 400 ppi und mehr sein. Mit HD-Auflösung kann das knapp werden, mit Full-HD-Displays (1920 × 1080 Pixel) ist man auf der sicheren Seite. Entsprechend verfügen alle unsere aufgeführten Modelle über Full-HD+. AMOLED-Displays gibt es in den unteren Preisregionen kaum, vor allem nicht bei jungen Modellen. Aber es gibt Ausnahmen, zukünftig dürften es sogar mehr werden, noch herrschen allerdings Modelle mit LC-Display vor. Ebenfalls im Kommen: erhöhte Bildwiederholungsraten. Die liegen dann statt bei 60 Hertz bei 90, 120 oder gar 144 Hertz, was dazu führt, das bewegte Inhalte deutlich flüssiger wirken. Im Bereich bis 200 Euro ist allerdings derzeit noch bei 90 Hertz Schluss. Mehr zu den Auflösungen und Display-Techniken erklären wir im Ratgeber Smartphone-Displays: Panels, Auflösungen und Bildraten erklärt.

Bei günstigen Modellen sollte man generell keine gute Kamera erwarten. Unter optimalen Lichtbedingungen machen sie zwar meist noch ansehnliche Bilder, bei schwindendem Licht sieht das aber schnell ganz anders aus. Wer auch am Abend noch qualitativ gute Bilder schießen will, der sollte einmal einen Blick auf unsere Aufzählung der besten Smartphones mit optischem Bildstabilisator bis 300 Euro werfen oder generell in einer deutlich höheren Preisklasse schauen. Bis 200 Euro gibt es zwar Hauptkameras bis 64 Megapixel, hinzu kommt manchmal sogar eine Weitwinkellinse. Die Triple-Kameras oder Quad-Kameras in Kombination mit einem Tiefen- oder gar Makrosensor sind qualitativ oft aber nur für gelegentliche Aufnahmen gut. Weitere Zugaben wie Tiefensensor und Makrokamera sehen allerdings nur auf dem Papier gut aus, sinnvolle Extras wie Teleobjektive gibt es in dieser niedrigen Preisklasse aktuell noch nicht. Wer darauf Wert legt, sollte einen Blick in unsere Bestenliste Top 10: Die günstigsten Smartphones mit optischem Teleobjektiv und Ultraweitwinkel werfen.

Sind NFC, WLAN ac, Fingerabdrucksensor und Co gewünscht? Dann Augen auf beim Smartphone-Kauf: In der Preisklasse bis 200 Euro ist nicht zwingend immer alles dabei oder nur in abgeschwächter Form. WLAN haben freilich alle Geräte, viele aber nur den inzwischen ordentlich angestaubten n-Standard. Auch hier zeigen sich unsere aufgeführten Modelle vorbildlich, alle bieten aktuelle Technik. Nur Luxus-Features wie kabelloses Laden finden man hier noch nicht. 5G-Funk ist hingegen inzwischen in einigen Modellen enthalten.Alle Handys in dieser Preisklasse bieten inzwischen Octa-Core-Prozessoren. Dual-SIM beherrschen fast alle günstigen Modelle, sie nehmen also zwei SIM-Karten auf.

Anmerkung: Unsere Bestenliste ist eine Momentaufnahme, die unter anderem auch die Tagespreise zum Zeitpunkt der Erstellung berücksichtigt. Da die aber stark schwanken, sollte die Liste und die Reihenfolge der Smartphones eher als Anhalt verstanden werden. Wir haben zudem die Display-Qualität vor schiere Rechenleistung gestellt, da die ohnehin bei allen Modellen in der Liste für den Alltag locker ausreicht.

Das Xiaomi Redmi Note 10 5G landet dieses Mal auf dem ersten Platz. Das Display des Modells bietet 6,5 Zoll großes Display, FHD+ und 90 Hertz, die Triple-Cam bis zu 48 Megapixel. Als Antrieb dient ein moderner Mediatek Dimensity 700, der zusammen mit 4 GByte RAM und 128 GByte internem Speicher und Android 11 für absolut flüssige Bedienung sorgt. Alles Nötige ist dabei, für ordentliche Ausdauer sorgt ein großer Akku mit 5000 mAh. Sogar 5G beherrscht das günstige Smartphone und Android 11 ab Werk ist selbstverständlich. Obendrauf gibt es eine IP53-Zertifizierung.

Die hat auch das Xiaomi Poco M3 Pro 5G (Testbericht). Das ist längst nicht die einzige Ähnlichkeit. 90-Hz-Display mit 6,5 Zoll und FHD+, Dimensity 700, seitlicher Fingerabdrucksensor, 4/64 GByte Speicher – alles wie beim Redmi Note 10 5G. Entsprechend ist auch beim Poco-Modell 5G mit dabei und der Akku leistet ebenfalls 5000 mAh.

Höhere Bildwiederholungsraten sind aktuell angesagt, entsprechend punktet auch das Realme 8 5G (Testbericht) mit einem 90-Hertz-LCD. Der Triple-Cam fehlt ein Weitwinkel, den typischen IR-Port der Xiaomi-Modelle gibt es hier auch nicht. Dafür ist namensgebendes 5G mit an Bord und Antrieb ist wieder der starke und moderne Dimensity 700 von Mediatek. Er ist unter 200 Euro mit 4/64 GByte Speicher kombiniert und wird von einem Akku mit 5000 mAh mit Strom versorgt. Android 11 ist auch hier bereits installiert.

Nachdem die 5G-Version bereits auf Platz 3 zu finden war, folgt für uns aktuell das Realme 8 (Testbericht) auf dem vierten Platz. Im Gegensatz zum Geschwistermodell bietet es einen OLED-Screen mit 60 Hertz, eine zusätzliche Weitwinkelkamera und einen starken Helio G95 von Mediatek. Die Hauptkamera bietet außerdem als eines von zwei Modellen in dieser Auflistung satte 64 Megapixel. An Power mangelt es dem Smartphone in Kombination mit 6/128 GByte Speicher (unter 200 Euro!) nicht. 5G-Funk gibt es nicht, ansonsten ist die Ausstattung inklusive des 5000-mAh-Akkus ähnlich zum Realme 5G. Der wird hier allerdings mit 30 Watt schneller geladen. Android 11 gibt es ebenfalls, der Fingerabdrucksensor ist wie bei den teuren Smartphones im Display versteckt.

Auch Oppo setzt beim A74 (Testbericht) auf OLED als Display-Technologie mit in den Touchscreen integriertem Fingerabdrucksensor. Allerdings ist aufgrund des niedrigen Preises auch hier bei 60 Hertz Schluss, derzeit müssen Interessenten in der unteren Preisklasse noch zwischen erhöhter Hertz-Zahl und LCD oder OLED mit 60 Hertz wählen. Bei der Kamera ist nur die Hauptlinse mit 48 Megapixel erwähnenswert, beim Speicher gibt es üppige 6/128 GByte. Als Antrieb dient ein flotter Snapdragon 662. Der Akku leistet 5000 mAh und lädt mit 33 Watt, das ist in dieser Preisklasse sehr flott. Android 11 gibts ab Werk.

Und noch einmal OLED. Xiaomi kombiniert die kontrastreiche Screen-Technologie mit 6,4 Zoll, der Fingerabdrucksensor steckt trotz OLED im seitlichen Powerbutton. Dafür trumpft der Hersteller bei der Kamera auf: Neben der Hauptlinse mit 64 Megapixel gibt es unter anderem auch noch einen Weitwinkel mit immerhin 8 Megapixel. Für mehr als ausreichende Alltagsleistung sorgt ein Mediatek Helio G95 mit 6 GByte RAM, Daten finden im 64 GByte großen internen Speicher Platz. Die 5000 mAh des Akkus sorgen für gute Ausdauer, IP53 schützt vor Spritzwasser und Sound kommt aus einem Stereolautsprecher.

Auf Platz Sieben folgt das Xiaomi Redmi Note 10. Auch dieses OLED bietet nur 60 Hertz, die Kamera hat ein Weitwinkelobjektiv und die Frontcam ordentliche 16 Megapixel. Als Antrieb dient ein Snapdragon 678, der zusammen mit 4/128 GByte Speicher für gute Leistung sorgt, allerdings auf 5G verzichtet. Die restliche Ausstattung ist ähnlich zum Rest der Bestenliste, inklusive des 5000 mAh starken Akkus und Android 11 ab Werk. Allerdings lässt sich das Powerpack mit 33 Watt schneller als die meisten anderen Modelle laden.

Kommen wir zur LCD-Riege ohne erhöhte Wiedergabefrequenz. Das Motorola Moto 5G (Testbericht) bietet ein 6,7 Zoll großes LCD mit FHD+, 48-Megapixel-Haupt- und 8-Megapixel-Weitwinkel sowie starkem Snapdragon 750G. Auch hier gibt es die Kombination 6/128 GByte Speicher. Der Fingerabdrucksensor ist hinten am Gerät angebracht, 5G gibt es ebenfalls. Auch hier leistet der Akku 5000 mAh und gegen Wasser installiert Motorola eine Schutzklasse nach IP52.

Weiter geht es mit dem Xiaomi Redmi Note 9T (Testbericht). Das Display ist weitestgehend mit dem Screen des Redmi 9T ohne den Namenszusatz Note identisch, bei der Kamera verzichtet der Hersteller jedoch auf ein Weitwinkelobjektiv. Dafür bietet die Frontcam mehr Auflösung und der Chipsatz, ein Dimensity 800U, bietet sogar etwas mehr Leistung als bei einigen der besser platzierten Modelle. Bis 200 Euro gibt es auch hier nur 4/64 GByte Speicher – den meisten Nutzern dürfte das allerdings reichen. 5000 mAh sind ausreichend für rund 2 Tage Laufzeit. Mehr als Android 10 gibt es derzeit nicht, dafür Stereolautsprecher.

Das Blackview A100 bietet ein 6,7 Zoll großes LCD, eine Hauptkamera mit ungewöhnlich niedrigen 12 Megapixel plus Weitwinkel mit 8 Megapixel, einen Helio P70 als Antrieb und ordentliche 6/128 GByte Speicher. Als einziges Modell in unserer aktualisierten Top 10 bietet der Akku nicht 5000, sondern "nur" 4680 mAh. Android 11 ist ab Werk installiert.

Es hat sich einiges getan in der unteren Mittelklasse bis 200 Euro, die Hardware wird immer stärker. Für unter 200 Euro bekommen Interessenten längst Chipsätze der oberen Mittelklasse, meist 4, 6 oder manchmal sogar 8 GByte RAM und richtig viel Speicherplatz. Das ist teilweise nicht viel weniger als vor gar nicht allzu langer Zeit in Spitzenmodellen steckte. Außerdem gibt es bisweilen OLED-Display oder LCDs mit erhöhter Bildwiederholungsfrequenz. Hauptunterschied bleibt in den meisten Fällen die Kamera, auch wenn man natürlich von der bloßen Megapixel-Zahl nicht auf die Qualität schließen kann. Einige der Modelle in unseren Tests zeigten überraschend gute Leistung, zumindest bei ordentlichem Licht. Kurz: Es gibt immer mehr Handy für immer weniger Geld – den Nutzer freut das zu Recht. Übrigens: Unter den besten Handys bis 200 Euro sind Hersteller wie Huawei, Nokia oder Modelle aus der Reihe Samsung Galaxy nicht zu finden. Bei Preis-Leistung sind andere einfach besser.

Ein Tipp am Rande: Die Preise der Smartphones schwanken teils um etliche Dutzend Euro innerhalb weniger Tage. Da lohnt es sich, einen Preisalarm zu setzen. Wie das geht, zeigt unsere Bildergalerie:

Wer außerdem etwas mehr Ausgeben will, sollte einen Blick in unseren Ratgeber: Die besten Smartphones bis 400 Euro oder unsere Kaufberatung: Smartphones mit OLED bis 300 Euro werfen. Auch unsere Top-10: Die besten Smartphones mit Android One aktualisieren wir regelmäßig.

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