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Top 10: Die Smartphones mit der besten Akkulaufzeit
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Die Laufzeit eines Smartphones hängt von vielen Faktoren ab, es geht um mehr als nur Akkukapazität. Wir zeigen die zehn wirklich ausdauerndsten Smartphones.

Grundsätzlich setzt sich die Akkulaufzeit eines Smartphones aus mehreren Variablen zusammen. Welche das sind, ist auf den ersten Blick gar nicht immer ersichtlich. Dabei entscheidet das Durchhaltevermögen eines Smartphones grundlegend, wie zufrieden Nutzer mit ihrem Modell sind. In einer Befragung des Markt- und Konsumentendatenanbieters Statista betreffen drei der ersten fünf Anforderungen an ein neues Smartphone den Akku. Auf Platz Eins steht eine deutlich längere Akkulaufzeit .

Den schnellsten und einfachsten Überblick über die zu erwartende Laufzeit eines Smartphones mit einer Akkuladung bietet die Leistung des Akkus. Inzwischen sind Smartphones mit 4000 mAh fast schon unterdurchschnittlich bestückt, weit drunter sollte es bei Android-Smartphones nicht sein. Je größer die mAh-Zahl, desto länger ist die zu vermutende Laufzeit. Inzwischen gibt es vereinzelt Modelle mit deutlich mehr als 10.000 mAh, die enorme Laufzeiten versprechen. Allerdings ist die Akkuleistung nur ein Anhalt, weitere Faktoren haben ebenfalls Einfluss auf die tatsächliche Laufzeit.

Der Chipsatz eines Smartphones bestimmt nicht nur die Leistung, sondern auch die Effizienz. Eine maßgebliche Kennzahl ist die Strukturgröße des Herstellungsprozesses, die in Nanometer gemessen wird. Vereinfacht gesagt gilt: Je kleiner die Strukturgröße, desto effizienter arbeitet der Chip. Erste Smartphone-Chipsätze haben zum Zeitpunkt des Artikels 5 Nanometer, dazu zählen die Spitzenchipsätze Huawei Kirin 9000, der Qualcomm Snapdragon 888 und der Apple A14.

Mit am meisten Strom verbraucht der Bildschirm eines Smartphones. Unterschiede gibt es bei der Technik, weiterer entscheidender Faktor ist die Größe. Ein LCD benötigt ständig eine Hintergrundbeleuchtung für den ganzen Screen, auch wenn Schwarz dargestellt wird. Bei OLED ist das anders, hier leuchten die einzelnen Pixel selbstständig und schwarze Bildpunkte verbrauchen keinen Strom. Der Faktor Größe sollte selbsterklärend sein: je mehr Fläche, desto mehr Beleuchtung. Entsprechend steigt der Strombedarf.

Auch alle anderen Hardware-Komponenten benötigen Strom: Arbeitsspeicher, Flash-Speicher und vor allem Technologien zur Sprach- oder Datenübertragung wie GSM, WLAN oder Bluetooth. Hier hängt es stark von der Stärke der Datenverbindung ab, wie viel Strom dafür tatsächlich benötigt wird. Das verdeutlicht ein einfaches Beispiel, das vermutlich jeder schon selbst erlebt hat:

Das Smartphone, das morgens auf dem Nachttisch vergessen wurde, hat am Abend nur wenige Prozentpunkte seiner Akkuleistung verloren. Das Smartphone in der Jackentasche, das über den Tag während einer Reise weitgehend ungenutzt blieb, ist abends hingegen fast leer. Grund ist die Signalstärke: Zuhause lag das Gerät in Reichweite von gleichbleibend starkem WLAN und auch die GSM-Verbindung war konstant stark. Unterwegs sucht das Gerät (sofern nicht anders eingestellt) immer wieder nach Netzen in der Umgebung und muss sich ständig in neue Mobilfunkzellen einbuchen. Das kostet Leistung und damit Strom.

Auch die Software entscheidet darüber, wie effizient ein Smartphone mit dem Strom haushaltet. So können Hersteller über ihre eigenen Nutzeroberflächen mit beeinflussen, welche Apps wie lange im Hintergrund aktiv bleiben oder wie lange Datenverbindungen unter bestimmten Umständen angeschaltet sind. Dabei gilt es immer, eine Balance zwischen Nutzbarkeit und Stromverbrauch zu finden. Übertreibt es der Hersteller mit dem Abschalten von Funktionen, schränkt das den Nutzen des Smartphones ein. Hier haben übrigens Hersteller wie Apple einen Vorteil: Während Android bei zahllosen unterschiedlichen Hardware-Kombinationen funktionieren muss, kann Apple seine Software optimal auf die von ihm gewählte (und teilweise selbst modifizierte) Hardware anpassen.

Ein bloßer Blick auf das Datenblatt reicht also nicht, um die Akkulaufzeit eines Smartphones bestimmen zu können. Stattdessen braucht es einheitlicher Tests. Wir verwenden daher für unsere Tests den Battery Test von PCmark Work 2.0. Er wird bei einer festen Display-Helligkeit von 200 cd/m² durchgeführt und absolviert dann automatisiert diverse Aufgaben wie Websurfing, Bildbearbeitung und einiges mehr, um einen Arbeitsalltag zu simulieren. Gemessen wird dabei nur bei einem Akkufüllstand zwischen 80 und 20 Prozent.

Anmerkung: Auch so ein Benchmark gibt keine 100-prozentige Sicherheit, dass sich ein Smartphone im Alltag genauso verhält. Hersteller können tricksen, um möglichst gute Ergebnisse zu erlangen und auch Nutzer können bei PCmark Battery Test schummeln, indem sie die Helligkeit ganz herabsetzen, anstatt auf 200 cd/m². Daher weichen unsere Ergebnisse hin und wieder von den Ergebnissen des Benchmark-Betreibers ab - nach unten. Aus den genannten Gründen machen wir keine genauen Minutenangaben, sondern geben gerundete Werte auf die halbe Stunde an.

Das Xiaomi Poco X3 NFC (Testbericht) begeisterte uns schon im Test mit seinem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis. Das 6,7 Zoll große IPS-LCD mit 120 Hertz überzeugte ebenso, wie die Leistung des Snapdragon 732G, der von 6 GByte RAM unterstützt wird. 64 GByte in der kleinsten Version sind ebenfalls mit dabei. Die Quad-Kamera liefert zumindest bei gutem Licht adäquate Ergebnisse. Highlight ist - zumindest in dieser Auflistung - vor allem der Akku. Er leistet 5160 mAh und lässt sich mit 33 Watt schnellladen. Wir ermittelten eine Onscreen-Zeit von rund 16 Stunden - das ist spitze.

Ebenfalls auf etwa 16 Stunden kam das Motorola Moto G9 Play (Testbericht) . Hierfür reicht dem Modell ein Akku mit 5000 mAh, der allerdings nur mit 15 Watt geladen werden darf. Der Screen ist 6,5 Zoll groß und gibt nur 60 Hertz sowie 1600 × 720 Pixel wieder und als Antrieb dient ein ausreichend potenter Snapdragon 662, der von 4 GByte RAM unterstützt wird. Auch hier bietet die günstigste Version 64 GByte internen Speicher. Die Triple-Cam macht bei gutem Licht brauchbare Fotos.

Der Dritte im Bunde, der in unseren Tests auf etwa 16 Stunden Dauer-Screen-on-Zeit kam, ist das Xiaomi Mi Note 10 Lite (Testbericht) . Der Hersteller setzt hier auf ein OLED-Display mit 6,5 Zoll, die Quad-CAM lieferte im Test gute Ergebnisse in Relation zum Preis. Ein Snapdragon 730G verleiht dem mit 6 GByte RAM ausgestatteten Modell für ausreichende Leistung, Daten verschwinden im 128 GByte großen internen Speicher. Die 5260 mAh des Akkus lassen sich mit 30 Watt zügig laden.

Xiaomis Tocher Poco hatte 2020 ein starkes Jahr, das Poco F2 Pro (Testbericht) lieferte im Test ebenfalls ein richtig gutes Ergebnis ab. Wie beim günstigen Poco X3 NFC ist der Screen 6,7 Zoll groß, nutzt aber OLED-Technik bei nur 60 Hertz. Die niedrige Bildwiederholungsrate ist gleichzeitig auch der größte Kritikpunkt des ansonsten hervorragenden Smartphones. Die Kamera liefert gute Ergebnisse vor allem bei Tag, für überzeugende Power liefert der Spitzen-Chipsatz Snapdragon 865 im Verbund mit 8 GByte RAM. Intern bietet das Modell 256 GByte Speicher und der mit 30 Watt ladbare Akku leistet 4700 mAh. Das reicht, um starke 14,5 Stunden Dauerlauf zu gewährleisten.

Und noch mal Xiaomi: Das Mi 10 T Pro (Testbericht) überzeugte im Test ebenfalls. Richtige Schwachpunkte hat das Modell nicht: Das 6,7 Zoll große OLED-Display mit 144 Hertz ist hervorragend, die Quad-Cam stark und dank Snapdragon 865 und 8 GByte RAM kommt keine Langeweile auf. Lediglich die 128 GByte interner Speicher ohne Erweiterungsmöglichkeit passt nicht ganz zur Oberklasse. Die 5000 mAh des Akkus reichen für 14 Stunden Dauer-Screen-on-Zeit in unserem Test.

So überzeugt wie von vielen anderen Xiaomi-Smartphones waren wir beim Xiaomi Mi 10 (Testbericht) nicht. Das lag gar nicht an der Leistung der einzelnen Komponenten, denn die ist richtig gut. Das gilt auch für die Kamera, deren Hauptlinse richtig tolle Fotos macht. Aber es fehlt was: kein Teleobjektiv, dafür aber 2-Megapixel-Makro in einem Smartphone für über 600 Euro? Unpassend, finden wir. Der Rest ist hingegen gut: Snapdragon 865, 8 GByte RAM und 128 GByte interner Speicher sind ordentlich. Dank des Akkus mit seinen 4780 mAh und 30 Watt Schnellladen schaffte das Modell in unserem Test rund 14 Stunden Daueraktion.

Das günstigste Modell in dieser Liste ist das Realme C3 (Testbericht) . Es gehörte zum Aufgebot, welches der Hersteller zur Eroberung des deutschen Marktes 2020 in den Ring warf. Beim Akku zumindest war das eine hervorragende Entscheidung, denn in unserem Test lief das Modell 14 Stunden am Stück - das schafften nur wenige andere Smartphones. Die restliche Technik musste demgegenüber etwas zurückstecken, dafür war der Preis aber auch von Anfang an erstaunlich niedrig: Das 6,5 Zoll große Display bietet nur 720p, die Triple-Cam ist eher zweckmäßig und der Helio G70 mit nur 3 GByte RAM reißt keine Bäume aus. Im Alltag ist das dennoch in Ordnung, für 64 erweiterbare GByte internen Speicher gilt das auch. Die 14 Stunden On-Screen-Zeit erreicht das Modell seines 5000-mAh-Akkus.

Das Motorola G 5G Plus (Testbericht) hat da schon etwas mehr zu bieten - zu entsprechend höherem Preis. So bietet das 6,7 Zoll große LCD FHD+ und 90 Hertz, die Quad-Cam liefert bei gutem Licht brauchbare Ergebnisse und der Snapdragon 765 liefert zusammen mit 4 GByte RAM deutlich mehr Kraftreserven. 64 GByte interner Speicher und ein Akku mit 5000 mAh komplettieren das Bild. Damit erreicht das Moto G rund 13,5 Stunden Dauerlaufzeit.

Das Pixel 5 (Testbericht) überrascht in dieser Auflistung, denn es bietet mit 4080 mAh den mit Abstand schwächsten Akku. Dafür hat Google offenbar die Software gut optimiert, denn in unserem Test kam das Modell auf gute 13 Stunden. Dabei hilft das mit 6 Zoll vergleichsweise kleine Display (trotz 90 Hertz). Die Kamera bietet bei der Hardware nicht viel, macht dafür aber zum Teil sehr gute Aufnahmen. Der Snapdragon 765G von Qualcomm ist für ordentliche Leistung gut, bei der er von 8 GByte RAM unterstützt wird. 128 GByte interner Speicher sind in Ordnung.

Als Letztes in die zehn ausdauerndsten Smartphones 2020 hat es das Motorola Edge (Testbericht) geschafft. Das Modell schaffte im Test ebenfalls rund 13 Stunden Laufzeit, bietet aber ein größeres Display als das Pixel 5 (6,7 Zoll, ebenfalls 90 Hz). Bei der Kamera gibt es zusätzlich ein Teleobjektiv, der Snapdragon 765 ist ähnlich schnell. Motorola kombiniert ihn aber nur mit 6 GByte RAM, die 128 GByte des Pixel-Phones gibt es auch. Der Akku ist mit 4500 mAh größer, um das gewachsene Display auszugleichen.

Das Realme X3 Superzoom (Testbericht) erreichte in unserem Test ebenfalls 13 Stunden Dauerlaufzeit und soll nicht wegen der Sortierung nach Alphabet hinten überfallen. Das Gerät überzeugte uns ebenfalls auf ganzer Linie. Sein 6,6 Zoll großes LCD bietet 120 Hz, die Quad-Cam trotz niedrigen Preises erstaunlich gute Qualität inklusive Teleobjektiv. Die Leistung ist mit Snapdragon 855 Plus und sagenhaften 12 GByte RAM alles andere als lahm, hinzu kommen satte 256 GByte interner Speicher. Für die 13 Stunden Laufzeit genügt dem Modell ein Akku mit nur 4200 mAh - saubere Arbeit, Realme!

Akku-Leistung hat oft wenig mit tatsächlicher Ausdauer eines Smartphones zu tun. Das zeigen Ausnahme-Modelle wie das Moto G 5G oder das Pixel 5 eindrucksvoll. Auffällig ist das gehäufte Auftreten einiger Hersteller: Xiaomi, Motorola und Realme sind überproportional vertreten, Marktführer und andere große Namen wie Samsung und Huawei gar nicht. Außerdem ist die fast ausschließliche Nutzung von Qualcomm-Chips bei den ausdauerndsten Smartphones klar ersichtlich. Mit der richtigen Technik erreichen Smartphones heute deutlich bessere Laufzeiten, als Modelle mit Riesenakku vor wenigen Jahren.

Wer nicht zwingend die Akkulaufzeit als Hauptkaufargument ansieht, sollte einen Blick auf unsere Top 10 der besten Smartphones bis 200 und bis 300 Euro werfen.

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