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Die besten Qi-Smartphones für kabelloses Laden bis 400 Euro

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Kabelloses Laden ist praktisch, aber nur teuren Smartphones vorbehalten? Stimmt nicht! Unsere Bestenliste zeigt die günstigsten aktuellen Smartphones mit Qi-Ladestandard.

Update vom 13. August 2021

Aktuelle Autos laden Smartphones kabellos, spezielle Smartphone-Docks sowieso und selbst manche Möbel beherrschen ebenfalls den Qi-Ladestandard. Das ist längst kein elitäres Sonder-Feature von 1000-Euro-Smartphones mehr, sondern geht auch wesentlich günstiger. Wir haben die günstigsten Smartphone-Modelle herausgesucht, die kabelloses Laden nach dem Qi-Standard unterstützen.

Kabelloses Laden ist eigentlich selbsterklärend: Sowohl im Gerät als auch im Ladedock gibt es eine Spule, die den elektrischen Strom auch über kurze Distanzen überträgt. Das Auflegen technischer Geräte reicht, um eine Verbindung zwischen Ladegerät und Verbraucher herzustellen. Fummeliges Anstecken eines Kabels entfällt – das ist nicht nur im Auto oder auf dem Nachttisch praktisch. Entsprechende Ladespulen gibt es in verschiedensten Ausführungen: Zum Nachrüsten als Ladepad oder -ständer für den Schreib- oder Nachttisch, um das Smartphone im Büro oder über Nacht unkompliziert aufzuladen. Oder sicht- oder unsichtbar bereits ab Werk in Autos, Möbel oder technische Geräte wie Monitor-Füße integriert. Im folgenden Beitrag küren und vergleichen wir die besten Qi-Ladegeräte 2021.

Bei Smartphones hat sich inzwischen der Qi-Standard durchgesetzt – gesprochen Chi, chinesisch für Lebensenergie. Bei ihm handelt es sich um einen proprietären Standard eines Konsortiums aus rund 200 Unternehmen, mit dem Energie drahtlos per elektromagnetischer Induktion über kurze Distanzen an technische Geräte übertragen wird. Während der resonanten induktiven Kopplung tauschen Sender und Empfänger Daten mittels RFID-ähnlicher Technik für eine optimale Energieübertragung aus. Dadurch sind aktuelle Qi-Ladegeräte abwärtskompatibel zu Smartphones, die langsamer laden. Außerdem gibt es eine herstellerübergreifende Kompatibilität: Ladedock und Smartphone müssen nicht aus dem gleichen Unternehmen kommen.

Der Ladevorgang wird vereinfacht und der Komfort erhöht, da kein Stecker mehr angestöpselt nötig ist. Stattdessen reicht einfaches Ablegen auf einer Ladematte. Das entlastet außerdem mechanische Bauteile wie etwa USB-Anschlüsse. Da die Ladung nur auf sehr kurze Distanz funktioniert, ist es wichtig, den richtigen Punkt beim Ablegen zu treffen. Ein paar Zentimeter daneben reicht, damit nichts funktioniert. Einige Ladematten halten kompatible Geräte wie Smartwatches daher leicht magnetisch fest. Andere integrieren gleich mehrere Spulen, um die Fläche zu vergrößern, bei der das Laden klappt. Ein weiteres Problem, das ebenfalls wegen der zwingend geringen Distanz zwischen Ladematte und Smartphone entsteht: Während des Ladevorgang ist die Nutzung des Gerätes eingeschränkter als beim Laden per Kabel. Telefonate sind dann etwa auf Freisprechen beschränkt, wenn man den Ladevorgang nicht unterbrechen möchte.

Durch den niedrigeren Wirkungsgrad ist der Ladevorgang zudem langsamer als per Kabel. Inzwischen ist allerdings der Unterschied dank Ladeleistung von 50 Watt und mehr auch per Induktion nicht mehr groß, wie etwa Oneplus beim 9 Pro (Testbericht) beweist. Allerdings sind Qi-Ladegeräte meist teurer als kabelgebundene Lader. Der passende Ladeständer für das Oneplus 9 Pro kostet stolze 70 Euro in der UVP. Wegen des niedrigeren Wirkungsgrades entsteht außerdem eine erhöhte Wärmeentwicklung, die der genannte Lader per hörbarem Lüfter abzuführen versucht. Andernfalls könnte die höhere Temperatur den Akku des Smartphones schädigen, alternativ muss die Ladeleistung reduziert werden - beides wäre eher kontraproduktiv. Wer sein Smartphone im Auto außerdem per Magnet-Halterung befestigen will, muss sich entscheiden – entweder Qi, oder einfache Befestigung. Denn die Metallplättchen, die auf die Rückseite eines Smartphones geklebt werden sollen, blockieren die Qi-Ladung. Doch es gibt jede Menge Alternativen, wie unser Beitrag Smartphone-Halterungen fürs Auto zeigt.

Smartphones mit Qi

Anmerkung: Zwar gibt es Qi-Laden schon seit 2009 mit dem Palm Pre als Vorreiter, in unserer Auflistung haben wir uns aber auf Smartphones ab 2020 und somit möglichst aktuelle Modelle konzentriert. Die aufgezeigte Reihenfolge orientiert sich am günstigsten Straßenpreis zum Zeitpunkt des Artikels. Eventuell verfügbare Varianten mit mehr Speicher sind teurer und werden nicht explizit erwähnt.

Das aktuell günstigste und trotzdem noch halbwegs aktuelle Qi-Smartphone ist das Doogee S88. Dabei handelt es sich um ein Outdoor-Smartphone, das nach neuestem IP69K- und MIL-STD-810G zertifiziert ist, entsprechend fällt es mit einer Bautiefe von fast 19 Millimeter und einem Gewicht von über 370 Gramm recht ausladend aus. Das ist zu einem guten Teil dem Akku geschuldet, der unglaubliche 10.000 mAh leistet und kabelloses laden mit 10 Watt sowie reverse Charge, also das Laden anderer Qi-Geräte, mit 5 Watt erlaubt. Weitere Features sind ein 6,3 Zoll großes IPS-LCD mit FHD+ als Auflösung, Mediatek-Octa-Core, 6/128 GByte Speicher und Android 10.

Das Samsung Galaxy S20 FE (Testbericht) ist die sogenannte Fan-Edition des Topmodells aus dem Vorjahr und bietet inzwischen enorm viel Technik für vergleichsweise wenig Geld. So überzeugten uns sowohl das 6,5 Zoll große OLED-Display als auch die Triple-Cam mit optischem Bildstabilisator, Weitwinkel und optischem Teleobjektiv auf ganzer Linie. Auch der Rest ist ordentlich: Samsung-Octa-Core, 6/128 GByte Speicher und ein Akku mit 4500 mAh, der kabellos mit 15 Watt lädt und Energie kabellos mit 4,5 Watt abgibt. Das Modell ist nach IP68 wasserdicht und hat längst ein Update auf Android 11 erhalten.

Zum fast gleichen Preis wie das S20 FE gibt es das Xiaomi Mi 10 (Testbericht), das ebenfalls aus dem Vorjahr stammt, aber noch einiges zu bieten hat. So kommt das Modell mit 6,7 Zoll großem OLED-Display mit 90 Hertz, 108-Megapixel-Hauptkamera, Snapdragon 865 und 8/128 GByte Speicher zum Kunden. Der Akku mit 4780 mAh lädt ohne Kabel mit 30 Watt und gibt Energie mit 5 Watt ab. Android 11 ist mittlerweile verfügbar.

Auch beim Edge+ setzt Hersteller Motorola auf ein 6,7 Zoll großes OLED-Display mit 90 Hertz Bildwiederholungsrate und eine 108-Megapixel-Kamera. Hinzu kommt hier aber noch abgesehen von der Weitwinkeloptik ein optisches Teleobjektiv mit optischer Bildberuhigung. Als Antrieb kommt auch hier ein Snapdrahon 865 zum Einsatz, Motorola kombiniert den aber sogar mit 12/256 GByte - das ist ordentlich! Kabellos lädt der 5000 mAh starke Akku mit 15 Watt, abgeben kann er Strom mit 5 Watt. Hier gibt es noch Android 10.

Das Huawei P40 Pro (Testbericht) ist inzwischen für rund 560 Euro zu haben und bietet auch als Vorjahresmodell heute immer noch gute Leistung. Das betrifft insbesondere das 6,6 Zoll große OLED-Display mit 90 Hertz und die hervorragende Kamera mit Haupt-, Weit- und Telelinse. Als Chipsatz verwendet Huawei seinen eigenen Kirin 990, der mit 8/256 GByte kombiniert ist. Der Akku mit nur auf dem Papier im Vergleich zu einigen Konkurrenten merklich schwächeren 4200 mAh lädt auf einer induktiven Ladematte mit 27 Watt, Energie gibt er an kompatible Geräte mit ebenfalls 27 Watt ab. Bei Android 10 ist wohl Schluss, schließlich darf Huawei aufgrund des US-Banns keine Google-Dienste, also auch keinen Play Store, verwenden und spielt als Folge in Deutschland nur noch eine untergeordnete Rolle bei Smartphones.

Auch das Oneplus 8 Pro (Testbericht) stammt aus dem Vorjahr, hat aber seine besten Zeiten noch lange nicht hinter sich. So bietet das 6,8 Zoll große OLED-Display nicht nur 120 Hertz, sondern darüber hinaus auch noch eine höhere Auflösung als FHD+. Genaugenommen sind es 3168 x 1440 Pixel, was dem Screen eine sehr hohe Bildschärfe von über 500 ppi (Pixel pro Zoll) verleiht. Auch der Rest kann sich nach wie vor sehen lassen. So kommt die optisch stabilisierte Kamera mit Haupt-, Weitwinkel- und Teleobjektiv. Antrieb ist ein Snapdragon 865 und 8/128 GByte Speicher sind ebenfalls ordentlich. Der Akku leistet 4510 mAh und lässt sich kabellos mit 30 Watt laden, andere Geräte bekommen kabellos Strom mit maximal 3 Watt. Android 11 gibt es, außerdem bietet das Oneplus 8 Pro Support für Linage OS.

Auch das Samsung Galaxy S10+ (Testbericht) hat inzwischen Android 11 bekommen und steht auch sonst noch gut da. Der 6,4 Zoll große OLED-Screen bietet zwar nur 60 Hertz, dafür aber wie das Oneplus-Modell zuvor 1440p. Die Kamera setzt auf gleichen Aufbau mit Haupt-, Weitwinkel- und Teleobjektiv, als Antrieb dient hier ein Exynos 9820 von Samsung. Kamera und Antrieb standen seinerzeit in der Kritik, sind aber beide immer noch gut genug, um heute oben mitzuspielen. 8/128 GByte Speicher sollten in den meisten Fällen ebenfalls noch reichen, der Akku mit seinen 4100 mAh in Kombination mit dem Exynos-Chip ist da schon eher ein Kritikpunkt. Immerhin lädt er ohne Kabel mit 15 Watt und erlaubt das kabellose Laden anderer Geräte mit 4,5 Watt.

Ebenfalls ein Spitzenmodell, jetzt aber aus dem laufenden Jahr, ist das Samsung Galaxy Note 20 5G (Testbericht). 6,7 Zoll misst der OLED-Screen hier, muss aber mit 1080p auskommen. Die Kamera verzichtet auf optischen Zoom und die 108 Megapixel des teureren Ultra-Modells, schlug sich im Test aber erstaunlich gut. Als Antrieb dient im Vergleich zum S10+ auf dem 7. Platz der neuere Exynos 990, außerdem kommen 8/256 GByte Speicher zum Einsatz. 4300 mAh leistet der Akku hier, er erreicht die gleichen Ladedaten wie das S10+.

Bleiben wir im aktuellen Jahr und kommen zum Oneplus 9 (Testbericht). Das Modell punktet mit 6,55 Zoll großem OLED-Screen mit 120 Hertz und Haupt- und Weitwinkelkamera, die nicht nur fast gleich hochauflösend, sondern auch in Zusammenarbeit mit dem Kameraspezialisten Hasselblad entstanden sind. Antrieb ist der aktuelle Snapdragon 888 im Zusammenspiel mit 8/128 GByte Speicher. Der 4500 mAh starke Akku lädt kabellos mit 15 Watt und versorgt andere kompatible Geräte kabellos mit 5 Watt.

Und noch ein Huawei, dieses Mal aber mit Google-Diensten. Denn bei der New Edition des P30 Pro (Testbericht) handelt es sich um eine Neuauflage mit wenig Veränderungen zum 2019er Spitzenmodell - eben, um die Google-Dienste behalten zu dürfen, die der gerade einsetzende US-Bann für komplett neue Modelle verbot. Hauptsächlich kommt hier mehr Speicher zum Einsatz, der hier 8/256 GByte groß ist. Antrieb ist aber entsprechend ein Kirin 980. Die Kamera ist auch heute noch ordentlich, damals sorgte sie vor allem bei Nachtaufnahmen für Furore und auch der 5-fache Zoom überzeugte. Der Akku hielt trotz nur 4200 mAh lange durch und ließ sich mit 15 Watt kabellos laden. In die andere Richtung klappt das nur mit 2,5 Watt

Es muss nicht immer teuer sein, wenn es um kabelloses Laden geht. Die vorgestellten Smartphones beginnen bei 240 Euro, bieten aber neben Qi-Standard Spitzentechnik aus dem vergangenen Jahr – da machen Käufer nun wirklich nichts falsch. Wie immer gilt: Wer mehr ausgibt, bekommt noch schnellere Technik. Ob kabelloses Laden überhaupt nötig ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Praktisch ist es allemal.

Übrigens: in unserem Vergleichstest aktueller Qi-Ladegeräte sollte für jeden etwas Passendes dabei sein.

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