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Ratgeber: Die besten Smartphones bis 400 Euro
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Highend zum Schnäppchenpreis? In einigen Bereichen stimmt das absolut, denn es ist erstaunlich, was heute an Technik selbst in günstigen Smartphones steckt. Wir zeigen die besten Smartphones von 300 bis 400 Euro.

Update vom 20. März 2021

Klar stehen die Flaggschiffmodelle der Smartphone-Hersteller gern im Fokus von Berichterstattung und Begierde von Kaufinteressenten. Aber müssen Käufer wirklich immer 800, 1000 oder noch mehr Euro für ein gutes Smartphone ausgeben? Früher ja, heute längst nicht mehr. Denn auch für unter 400 Euro sind inzwischen richtig gute Smartphones zu haben, die den Topmodellen nur in wenig nachstehen.

Der wichtigste Punkt, auf den Käufer bei einem Smartphone zwischen 300 und 400 Euro bei der Software achten sollten, ist Aktualität. Weniger als Android 10 sollte 2021 niemand mehr akzeptieren, inzwischen hat der Großteil Android 10 und es gibt sogar etliche Modelle mit Android 11.

Bei der Hardware ist das schon schwieriger, hier kommt es auf das eigene Nutzungsverhalten an. Beim Chipsatz sollte es wenigstens ein Prozessor der oberen Mittelklasse sein, bei Qualcomm ist das etwa ein Chip der 600er oder besser noch der 700er-Reihe. Auch (ehemalige) Spitzenchipsätze sind in dieser Preisregion schon zu haben, etwa Snapdragon 855(+) oder Kirin 980. Sogar Modelle mit Snapdragon 865 haben es dieses Mal in unsere Liste geschafft.

Beim Speicher gilt: 6 GByte RAM sollte nicht unterschritten werden, das ist in dieser Preisklasse inzwischen. Bisweilen gibt es sogar 8 GByte oder gar 12 GByte, wobei sich die Frage stellt, ob das wirklich nützlich oder nur Schönfärberei auf dem Datenblatt ist. Der interne Speicher sollte keinesfalls kleiner als 64 GByte sein, vor allem, wenn er nicht erweiterbar ist. Um 400 Euro sind aber 128 GByte inzwischen fast normal und hin und wieder sind sogar 256 GByte zu bekommen.

Das Display sollte im genannten Preissegment dank Notch und Diagonalen jenseits der 6 Zoll eine Menge Platz bieten, von Auflösungen unter Full-HD-Plus sollten Interessenten die Finger lassen. In unserer Aufzählung sind ausschließlich Panels mit FHD+ enthalten, alle Modelle verfügen zudem über (P)OLEDs oder IPS-LCDs mit erhöhter Bildwiederholungsrate. OLEDs mit erhöhter Bildrate sind noch rar, aber es gibt sie schon.

Weniger als zwei Kameralinsen auf der Rückseite dürfte kein Mittelklasse-Smartphone heute mehr haben (Ausnahme: Google), zusätzlich zur Hauptlinse gibt es längst auch unter 400 Euro zusätzlichen Weitwinkel und immer wieder sogar optische Vergrößerung.

Wie wichtig weitere Faktoren wie Akkuleistung, KI oder spezielle Gaming-Features sind, hängt wieder stark vom Nutzungsverhalten jedes Käufers ab.

Das ist selten: Das Realme X3 Super Zoom (Testbericht) ist bereits zum zweiten Mal in Folge auf dem ersten Platz unserer Top 10 bis 400 Euro. Sein Bildschirm bietet zwar “nur” 120 Hz Wiederholungsrate und als Chipsatz kommt der Topchip des vergangenen Jahres zum Einsatz, nämlich der Snapdragon 855, dafür bietet das X3 Super Zoom dem Namen entsprechend eine Quad-Cam mit Haupt-, Weit- und Telelinse – zumindest letzteres findet man in dieser Preisklasse selten. Die Makrolinse ist dafür mit den 2 Megapixeln nahezu unbrauchbar.

Weiterhin punktet das Realme-Modell mit satten 12 GByte RAM und 256 GByte internem Speicher – das ist bis 400 Euro ein Traum. 5G fehlt dem Modell, das ist in Deutschland mangels flächendeckendem 5G-Netz aktuell aber noch gut zu verkraften. Der 4200-mAh-Akku lässt sich mit 30 Watt schnellladen.

Und noch ein Wiederholungstäter: Für knapp 400 Euro bietet das Xiaomi Mi 10T nicht nur ein Display, das eine Bildwiederholungsrate von 144 Hz bietet, sondern auch einen der aktuell schnellsten Chipsätze: den Snapdragon 865. Das hat in dieser Preisklasse kaum ein anderes Smartphone, daher landet das Gerät aktuell auf unserem wohlverdienten zweiten Platz der Bestenliste an Smartphones bis 400 Euro.

Der Rest ist für diese Top 10 eher normal als herausragend – aber durchaus nicht schlecht. Dazu zählen 6 GByte RAM, 128 GByte interner Speicher, eine Triple-Cam mit bis zu 64 Megapixel (und Makro – immerhin mit 5 Megapixel) sowie 5G. Mit Strom versorgt wird all das von einem Akku mit 5000 mAh, der mit 33 Watt schnellgeladen werden darf – insgesamt ein tolles Paket. Toll: Es gibt bereits Android 11.

Das Poco F2 Pro (Testbericht) ist wieder zurück in der Klasse bis 400 Euro und landet da unserer Meinung nach zu Recht auf dem dritten Platz. Die Mischung machts: Das 6,7 Zoll große Display kommt zwar nur mit 60 Hertz, setzt aber auf OLED-Technologie. Die Gesamtleistung im Test hat uns seinerzeit dermaßen überzeugt, dass das F2 Pro nach wie vor ein Benchmark-Kandidat in der Mittelklasse bleibt.

Mit ihren bis zu 64 Megapixel hat uns - abgesehen von der Makrolinse - die Kamera gut gefallen, der Snapdragon 865 liefert im Verbund mit 6 GByte RAM Spitzenleistung. 128 GByte interner Speicher sind in Ordnung, der 4700 mAh starke Akku schlug sich im Test sehr gut. Android 11 gibt es auch hier bereits.

Auch das Oppo Find X2 Neo ist neu in dieser List - nicht, weil es ein ganz neues Smartphone wäre, aber es ist inzwischen wie das Poco F2 Pro unter die 400 Euro-Grenze gerutscht. Das Technik-Paket ist klasse: OLED mit 90 Hertz, Kamerapaket mit Weitwinkel und Telelinse, satte 12 GByte RAM und 256 GByte interner Speicher - wow! Nur der Snapdragon 765G verhindert eine höhere Platzierung - nicht, weil der schlecht wäre, sondern weil die vorherigen drei Modelle noch bessere Chipsätze haben. Der Akku leistet 4025 mAh und lädt mit 30 Watt.

Auf unseren fünften Platz schafft es das Oneplus Nord (Testbericht). Der Hersteller hat sich nach Jahren der Fokussierung auf Spitzen-Smartphones in 2020 erstmals wieder an ein Modell mit hervorragendem Preis-Leistungs-Verhältnis gewagt und konnte damit in unserem Test viele Punkte sammeln.

So bietet das Gerät ein hervorragendes OLED-Display mit 90-Hz-Wiedergabe und 180-Hz-Abtastrate, eine ordentliche Triple-Cam mit Haupt- und Weitwinkel, Dual-Selfie-Cam mit zusätzlichem Weitwinkel und einen Fingerabdrucksensor im Display – ganz wie die Oberklassemodelle. Als Antrieb dient ein potenter Snapdragon 765G mit 8 GByte RAM, Apps landen im 128 GByte großen internen Speicher. 5G fehlt zwar, dafür gibt es schnelles LTE-A Pro und einen Akku mit 4115 mAh und 30-Watt Schnellladen. Android 11 gibt es als Update, außerdem unterstützt das Gerät LineageOS (Ratgeber Custom ROMs).

Auch Oppo ist schnell bei Updates, zumindest beim Reno 4 5G, das bereits Android 11 erhalten hat. Sein 6,4 Zoll großes Display verwendet OLED-Technik, die Kamera mit bis zu 48 Megapixel bietet einen Weitwinkel an. Auch hier kommt ein Snapdragon 765G zum Einsatz, er erneut mit 8 GByte RAM kombiniert wurde.

Die 128 Gbyte interner Speicher sind wie bei allen bisherigen Modellen nicht erweiterbar. Der Akku scheint mit 4000 mAh fast schon etwas schwach, gleicht das aber dank satten 65 Watt Schnellladen wieder aus.

LGs neuer Ansatz, hochwertige Smartphones mit nicht zwingend aktuellster High-End-Technik zu bauen, resultierte zuerst im LG Velvet (Testbericht). Das schicke und hochwertige Smartphone bietet zwar ein OLED-Display mit integriertem Fingerabdrucksensor, verzichtet aber auf höhere Bildwiederholungsraten als 60 Hz. Die Triple-Cam beschränkt sich auf Haupt- Weitwinkel- und Tiefensensor, lieferte im Test aber ordentliche Ergebnisse.

Im Detail überzeugt das Gerät: USB 3.1 statt 2.0, Klinkenanschluss, Bluetooth 5.1 und NFC sind gute Ausstattungspunkte. Beim Antrieb sieht das nur bedingt so aus, denn LG setzt auf den Spitzenchipsatz des Vor-Vorjahres, den Snapdragon 845 im Verbund mit 6/128 GByte Speicher – das sorgt für ausreichende Performance, ohne mit der Spitze mithalten zu können. 5G gibt es nicht, mit nur 15 Watt lädt der 4300 mAh starke Akku nicht übermäßig schnell. Dafür unterstützt er kabelloses Laden - das kann kein anderes Modell in dieser Top 10.

Der OLED-Screen des Samsung Galaxy A71 (Testbericht) ist mit 6,7 Zoll recht groß, ansonsten aber technisch nicht außergewöhnlich. Ähnliches gilt für die Quad-Cam, die der Hersteller leider neben der 64-Megapixel-Hauptkamera und dem Weitwinkel mit Makro- (immerhin 5 Megapixel) und Tiefensensor schönt. Als Antrieb dient ein Snapdragon 730 mit 6/128 GByte Speicher, der 4500-mAh-Akku lädt mit bis zu 25 Watt.

6,7 Zoll großes OLED-Display und Stiftbedienung - das sind einige der Highlights des Samsung Galaxy Note 10 Lite. Zudem bietet die Triple-Cam Weit- und Teleobjektiv und der Exynos 9810 liefert im Verbund mit 6 GByte RAM immer noch genug Leistung. Die internen 128 GByte Speicher lassen sich erweitern, der Akku ist mit 4500 mAh und 25-Watt-Laden ausreichend dimensioniert. Auch Samsung hält seine Versprechen mittlerweile, ein Update auf Android 11 ist für das Lite-Note verfügbar.

Highlight des Motorola Edge (Testbericht) ist das 6,7 Zoll große OLED-Display im Curved-Design, das zudem 90 Hertz Bildwiederholungsrate bietet. Es ist zudem zum Zeitpunkt des Artikels mit rund 365 Euro das günstigste Modell in dieser Top 10. Das macht es aber nicht schlechter: Snapdragon 765G, 6/128 GByte Speicher und 5G sind mit an Bord, der Akku ist mit 4500 mAh zwar stark genug, allerdings lädt das schicke Motorola-Smartphone nur mit 18 Watt. Wie das Oneplus Nord unterstützt auch das Edge LineageOS.

Auch in der Mittelklasse finden Interessenten inzwischen Highend-Performance, zumindest ist der Abstand zu absoluten Topmodellen teilweise erstaunlich gering. Selbst 5G bekommt man um 400 Euro schon. Nur für Sonderwünsche müssen Käufer dann doch noch tiefer in die Tasche greifen.

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