Top 10: Die besten Smartphones bis 300 Euro – Xiaomi vor Samsung

Xiaomi Poco X4 Pro

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Mehr als ein Einsteiger-Smartphone soll das neue Handy schon können, aber gleichzeitig nicht viel kosten? Wir zeigen die besten Handys bis 300 Euro.

Selbst so manches 100-Euro-Smartphone hat inzwischen überraschend viel zu bieten, wie unsere Bestenliste: Die 10 besten Handys bis 100 Euro eindrucksvoll zeigt. Außerdem wird klar, dass Modelle für 200 Euro (Bestenliste) kaum schwächer ausgestattet sind als Modelle für 300 Euro. Hauptunterschied ist der 5G-Standard, der unter 200 Euro selten zu finden ist, bis 300 Euro hingegen immer häufiger.

Auch bei der Kamera gibt es bis 300 Euro Luft nach oben, meist ergänzen Hersteller hier die Haupt- und Weitwinkellinse mit einem einfachen Makro- und Tiefensensor. Für einen spürbaren Technologiesprung müssen Käufer dann aber schon noch ein paar Euro mehr in die Hand nehmen. Das macht sich in so gut wie jedem Bereich der Ausstattung bemerkbar.

Obacht: Wie immer sind ältere Modelle preislich verlockend. Wir raten jedoch von Smartphones, die vor 2021 auf den Markt gekommen sind, eher ab. Hier ist die Hard- und vor allem die Software oft veraltet. Wir haben für diese Top 10 entsprechend auf Geräte zurückgegriffen, die mindestens aus dem Jahr 2022 stammen. Nur so ist eine ausreichend lange Update-Versorgung gewährleistet.

Im Preisbereich bis 300 Euro sollten Interessenten Smartphones ausklammern, die weniger als Full-HD+ als Auflösung bieten. Außerdem gibt es in diesem Preisbereich immer mehr OLED-Bildschirme, die mit besonders gutem Schwarzwert, hohen Kontrasten, intensiver Sättigung sowie hervorragender Blickwinkelstabilität punkten. Auch Modelle mit 90 oder 120 Hertz sind längst verbreitet – weniger ist nicht zu empfehlen. Inhalte lassen sich damit noch flüssiger wiedergeben. In unserem Display-Kompendium geben wir einen genauen Überblick zu Bildschirm-Techniken und Auflösungen.

Beim Arbeitsspeicher sollten 6 GByte die unterste Grenze sein, beim internen Speicher 64, besser noch 128 GByte – warum weniger akzeptieren, wenn es so viel Speicherplatz problemlos unter 300 Euro gibt? Einige wenige Modelle bieten sogar 8 GByte RAM und/oder 256 GByte erweiterbaren Datenspeicher.

Gerade in der Mittelklasse tummeln sich viele Smartphones mit Mediatek-Chips, inzwischen bieten aber immer mehr Modelle Chipsätze des Marktführers Qualcomm und sogar ältere Chips der Oberklasse findet man bisweilen. Die Mediatek-Chips sind leistungstechnisch meist konkurrenzfähig, hatten aber in der Vergangenheit Nachteile bei der Update-Versorgung und beim Stromverbrauch. Anders ist das bei den Dimensity-Chips. Echte Gründe, entsprechende Modelle zu meiden, gibt es aus unserer Sicht bei Mediatek-Chips in der Mittelklasse generell nicht. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann natürlich trotzdem nach Smartphones mit Qualcomm-Chips Ausschau halten.

Die „Billighersteller“ wie Spreadtrum findet man in dieser Preisklasse nicht mehr, gleiches gilt für Chipsätze mit weniger als acht CPU-Kernen. Beispiele für vernünftige Chips sind Mediatek Dimensity 800(U), 900, 1200 oder Helio G96 und Qualcomm Snapdragon 695, 765(G), 778(G) oder sogar 870. Mehr geht natürlich immer.

Der Großteil der Smartphones bis 300 Euro kommt mit einer Quad-Cam zum Kunden, doch hier müssen Interessenten aufmerksam sein. Denn während Topmodelle jenseits der 600 Euro und auch einige günstigere Modelle (Ratgeber) mittlerweile oft standardmäßig mit Haupt-, Weitwinkel- und Teleobjektiv sowie Tiefensensor ein universell einsetzbares Paket liefern, setzen in der hier behandelten Preisklasse immer noch fast alle Hersteller auf Makro- statt Telelinse. Die sind dann zu allem Überfluss gern mit sehr niedriger Megapixelzahl ausgestattet. Im Alltag sind sie qualitativ kaum zu gebrauchen, sodass von den vier angepriesenen Kameras nicht drei, sondern sogar nur zwei wirklich sinnvoll Verwendung finden können.

Besser wäre stattdessen eine ordentliche Telekamera statt Makrolinse und ein vernünftiges Weitwinkelobjektiv, über das Objekte im entsprechenden Modus mit leichter Vergrößerung im Makrobereich ganz nah herangeholt werden. Das leidige Thema der leeren Marketing-Versprechen beleuchten wir ausführlich in unserem Ratgeber Budget-Phone mit Triple-Cam: Mehr als ein Marketing-Gag? Immerhin zeigt sich manchmal sogar ein Smartphone mit optischem Bildstabilisator in der Preisklasse bis 300 Euro – aber das ist immer noch ein seltenes Schauspiel.

Der Datenstandard 5G ist bis 300 Euro eines der deutlichsten Unterscheidungskriterien zu Modellen bis 200 Euro (Bestenliste), alle Smartphones bieten das aber auch hier noch lange nicht. Das ist im Alltag nicht so wichtig, da zumindest in Deutschland die Netzabdeckung mit 5G abseits der Ballungsräume immer noch lückenhaft ist. Allerdings dient 5G in dünn besiedelten Gegenden auch dazu, sogenannte weiße Flecken, also Lücken in der Internet-Versorgung, zu schließen. Daher sollten Kaufinteressenten vorher prüfen, wie die Versorgung am Wohnort ist – evtl. ist 5G doch wichtig.

Ansonsten bieten Mittelklasse-Smartphones heute fast alles, was die Oberklasse hat. Das geht von Fingerabdrucksensoren im Bildschirm (bei OLED) über NFC, Bluetooth, WLAN und GPS bis hin zu USB-C und Schnellladefunktionen. Die Einschränkungen liegen oft im Detail. Zwar gibt es inzwischen Wi-Fi 6 in der Mittelklasse bis 300 Euro, viele Geräte bieten aber nach wie vor Wi-Fi 5 (802.11ac). Vollständige Wasserdichtigkeit und kabelloses Laden kommen ebenfalls selten bis gar nicht vor, immerhin aber Spritzwasserschutz. NFC hat inzwischen in die meisten Modelle Einzug gehalten – zumindest bei denen in unserer Bestenliste.

Anmerkung: Bei unseren Bestenlisten handelt es sich um Momentaufnahmen zum Zeitpunkt der Artikelerstellung. Preise und dadurch ggf. Reihenfolge der Geräte sowie Geräte selbst können nach einigen Wochen, theoretisch schon nach Tagen abweichen. Unsere Top 10 werden im Schnitt einmal im Quartal aktualisiert.

Knapp 6,7 Zoll, OLED mit 120 Hz – Xiaomi geht mit seiner Untermarke mal wieder in die Vollen. So gibt es beim Poco X4 Pro (Testbericht) wieder die (in dieser Preisklasse) starke Hauptkamera mit 108 Megapixel und Weitwinkel und natürlich ist wie fast immer bei Xiaomi-Modellen der IR-Port mit dabei. Das gilt auch für 5G und NFC, nur Wi-Fi 6 fehlt. Der eingebaute Snapdragon 695 sorgt zusammen mit satten 6/128 GByte Speicher für gute Bediengeschwindigkeit, mehr Speicher kostet aktuell über 300 Euro. Auch der Akku enttäuscht nicht: 5000 mAh und 67 Watt Ladegeschwindigkeit sind klasse. IP53 und Stereolautsprecher gibt es ebenfalls – ein echtes Gewinner-Paket.

Das Redmi Note 11 Pro 5G setzt wie so viele Modelle des Herstellers Xiaomi auf ein knapp 6,7 Zoll großes OLED-Display mit 120 Hz, außerdem kommt hier wieder eine Hauptkamera mit 108 Megapixel zum Einsatz. Eine Weitwinkellinse ist ebenfalls dabei. Zu Wi-Fi 6 konnte sich der Hersteller bei diesem recht neuen Modell noch nicht durchringen, dafür passt sie restliche Ausstattung und der Helio 96 ist für einen vergleichsweise alten Antrieb ausreichend flott. 6/128 GByte Speicher gibt es wie fast immer in dieser Top 10 und der Akku ist mit seinen 5000 mAh und 67 Watt ausdauernd und schnell geladen.

Mit der Zweitauflage der Nord-Serie hat Oneplus erneut richtig tolle Mittelklasse-Smartphones im Sortiment. Das gilt auch für das Oneplus Nord CE 2 5G (Testbericht der 4G-Version) – obwohl es die abgespeckte Version des Nord 2 (Testbericht) ist. Dafür ist es grundsolide: 90-Hz-OLED mit integriertem Fingerabdrucksensor, 64-Megapixel-Hauptkamera samt Weitwinkel, 8/128 GByte Speicher und ein potenter Dimensity 900 mit Wi-Fi 6 als Antrieb – das ist für unter 300 Euro ordentlich. 5G ist auch mit dabei und der Akku leistet 4500 mAh.

Auf dem nächsten Platz folgt ein Smartphone von Realme. Das Realme 9 Pro+ (Testbericht) bietet ein OLED-Display, allerdings ist hier wie bei Oneplus bei 90 Hz Schluss. Die Kamera hat 50 Megapixel samt optischem Bildstabilisator (OIS) plus Weitwinkel, Speicher steht in 6/128 GByte zur Verfügung. Angetrieben wird das Smartphone von einem kräftigen Dimensity 920, der unter anderem 5G und Wi-Fi 6 beherrscht. Das ist der stärkste Chip in dieser Aktualisierung der Bestenliste. Der Akku leistet nur 4500 mAh, lässt sich aber mit 60 Watt schnell laden.

Wer kein 5G braucht, fährt mit dem Xiaomi Poco M4 Pro richtig gut. Das Smartphone bietet ein 6,4 Zoll großes OLED-Display mit 90 Hz, Hauptkamera und Weitwinkel mit 64 und 8 Megapixel und einen Mediatek G96 mit satten 8/256 GByte Speicher. Mehr gibt es unter 300 Euro nicht und mehr bietet aktuell auch kein anderes Modell in dieser Top 10. Eine IP53-Zertifizierung und Android 12 runden das gute Gesamtpaket ab.

Das Motorola G82 bietet wieder ein OLED-Display mit 120 Hz, es misst 6,6 Zoll. Die Hauptkamera hat 50 Megapixel und wird von einem OIS stabilisiert, auch hier komplettiert ein Weitwinkel das Gesamtbild. Motorola setzt wieder auf einen Snapdragon 695 mit 6/128 GByte Speicher, 5G ist ebenfalls an Bord. Der Akku mit 5000 mAh ist kräftig und gegen einen Regenschauer hilft die IP52-Zertifizierung. Android 12 ist bereits aufgespielt.

Der Unterschied zum zuvor platzierten G82 ist beim Motorola G72 nicht groß: Das OLED-Display mit 120 Hz ist gleich groß und beinhaltet dieses Mal den Fingerabdrucksensor, bei der Kamera setzt der Hersteller auf eine Hauptlinse mit 108 Megapixel plus Weitwinkel. Hier nutzt Motorola allerdings einen Helio G99 von Mediatek und verzichtet auf 5G. Auch das G72 ist nach IP52 wasserfest und verfügt bereits ab Werk über Android 12.

Samsung klinkt sich mit dem Galaxy A33 5G in diese Top 10 ein. Beim Display gibt es OLED mit 90 Hz und integriertem Fingerabdrucksensor, die Kamera bietet mit 48 Megapixel und Weitwinkel nichts Besonderes, aber der OIS sticht hier positiv hervor. Als Antrieb setzt Samsung auf seinen hauseigenen Exynos 1280 und an Speicher stehen 6/128 GByte zur Verfügung. 5G gibt es nicht, der Akku ist mit 5000 mAh kräftig. 25 Watt sind der Ladegeschwindigkeit nicht unbedingt zuträglich, dafür gibt es echte Wasserdichtigkeit nach IP67. Auch hier ist bereits ab Werk Android 12 installiert.

Auch beim Oppo Reno 7 kommt ein OLED-Display mit 90 Hz zum Einsatz, hier ist es 6,4 Zoll groß. Der Hauptkamera mit 64 Megapixel fehlt erstmals ein Weitwinkel und der Antrieb ist mit einem Snapdragon 680 etwas schwächer als bei den besser platzierten Modellen. Dafür gibt es 8/128 GByte Speicher und IPx4-Zertifizierung.

Honor ist als eigenständige Marke wieder da – mit Google-Diensten. Das Magic 4 Lite – nicht zu verwechseln mit dem Magic 4 Lite 5G (Testbericht) – kommt mit 90-Hz-LCD, 64-Megapixel-Kamera ohne Weitwinkel und Snapdragon 680 zum Kunden - Standard. Auch beim Speicher gibt es keine Auffälligkeiten: 6/128 GByte sind ebenfalls Durchschnitt in dieser Top 10 und mit fehlendem 5G und einem Akku mit 4800 mAh kann sich das Gerät ebenfalls nicht absetzen. Solide statt strahlend ist hier das Motto.

Der Unterschied von Modellen um 100 bis 150 Euro zu Smartphones von 250 bis 300 Euro ist teils gravierend. Bei den in dieser Bestenliste aufgeführten Geräten muss sich niemand Gedanken machen, ob er es im nächsten oder übernächsten Jahr noch vernünftig nutzen kann – zumindest die Leistung sollte dafür ausreichend sein. Denn die verwendeten Chipsätze bieten ausreichende Reserven, gleiches gilt für internen Speicher, RAM und restliche Ausstattung. Selbst 120-Hertz-OLED-Displays und 5G-Funk sind bis 300 Euro immer häufiger zu haben.

Hinzu kommen bei größerer Ausgabe vorrangig Luxus-Features wie vollständige Wasserdichtigkeit und kabelloses Laden. Einen Sprung machen noch teurere Modelle obendrein bei der Kameraqualität, primär bei Aufnahmen unter schlechten Lichtverhältnissen. Auch eine Telelinse ist dann ein Must-have. Wer darauf besonderen Wert legt, sollte einen Blick in unsere Top 10 der Kamera-Smartphones oder die günstigsten Modelle mit Weitwinkel und optischem Teleobjektiv werfen.

Alternativ zeigen wir in unserer Top 10 der Smartphones bis 200 Euro günstigere und in unserer Top 10: Die besten Smartphones bis 400 Euro kostspieligere Modelle. All unsere Bestenlisten und Ratgeber werden mehrfach im Jahr aktualisiert, der letzte Stand ist oben über dem Artikel zu sehen.

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