Top 10: Die besten Smartphones 2022 bis 400 Euro

Ratgeber: Die besten Smartphones bis 400 Euro

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High-End-Smartphone zum Schnäppchenpreis? In einigen Bereichen stimmt das absolut, denn es ist erstaunlich, was heute an Technik selbst in günstigen Handys steckt. Wir zeigen die besten Smartphones von 300 bis 400 Euro.

Klar stehen die Flaggschiffe der Smartphone-Hersteller besonders gern im Fokus der Berichterstattung und Begierde von Kaufinteressenten. Aber müssen Käufer wirklich immer 800, 1000 oder mehr Euro für ein richtig gutes Smartphone ausgeben? Früher ja, heute längst nicht mehr. Denn auch für unter 400 Euro sind inzwischen hervorragende Smartphones zu haben, die den Topmodellen nur in wenig nachstehen.

Ein wichtiger Punkt, auf den Käufer bei einem Smartphone zwischen 300 und 400 Euro bei der Software achten sollten, ist Aktualität. Weniger als Android 11 sollte 2022 niemand mehr bei so viel Geld akzeptieren – auch wenn Android 10 im Alltag sicherlich kein Beinbruch wäre. Allerdings geht es hier auch um die Versorgung mit Software-Updates und -Patches. Da wir uns auf Modelle aus 2021 beschränken, ist eine aktuelle Android-Version aber kein Problem.

Beim Chipsatz sollte es wenigstens ein Prozessor der oberen Mittelklasse sein Bei Qualcomm ist das etwa ein Chip der 700er-Reihe, Mediatek ist mit seinen neuen Dimensity-Chips der 700- und 800er-Serie (und höher) ein großer Wurf gelungen. Auch (ehemalige) Spitzenchipsätze sind bisweilen in dieser Preisregion schon zu haben, etwa Snapdragon 865(+) und 870. So sind in dieser Aktualisierung der Bestenliste etwa der Dimensity 1300 und der Snapdragon 888 dabei – es wird also richtig fix!

Beim Speicher gilt: 6 GByte RAM sollte nicht unterschritten werden, das ist in dieser Preisklasse inzwischen Standard. In unserer aktuellen Fassung der Bestenliste herrschen Smartphones mit 8 GByte vor, es gibt sogar 12 GByte – wobei sich die Frage stellt, ob das wirklich nützlich oder nur Schönfärberei auf dem Datenblatt ist. Schaden wird es zumindest nicht. Der interne Speicher sollte keinesfalls kleiner als 64 GByte sein, vor allem, wenn er nicht erweiterbar ist. Um 400 Euro sind aber 128 GByte inzwischen normal und hin und wieder sind sogar 256 GByte zu bekommen.

Das Display sollte im genannten Preissegment dank Notch und Diagonalen jenseits der 6 Zoll eine Menge Platz bieten, von Auflösungen unter Full-HD-Plus (meist 2400 x 1080 Pixel) sollten Interessenten die Finger lassen. In unserer Aufzählung sind ausschließlich Panels mit FHD+ enthalten, alle Modelle verfügen zudem über (P)OLEDs oder IPS-LCDs mit erhöhter Bildwiederholungsrate. Das ist der neue Trend, 60-Hz-Modelle laufen über kurz oder lang nach der Oberklasse auch in der Mittelklasse aus. Derzeit halten sich bis 400 Euro aber 90 und 120 Hertz die Waage. 144 Hz ist die Ausnahme.

Weniger als zwei Kameralinsen auf der Rückseite dürfte kein Mittelklasse-Smartphone heute mehr haben (Ausnahme: Modelle wie das Google Pixel 4a). Ergänzend zur Hauptlinse gibt es längst auch unter 400 Euro zusätzlich Ultraweitwinkel und immer wieder mal (wenn auch selten) optische Vergrößerung. Passende Modelle mit dieser Kombination haben wir in unserer Top 10: Die günstigsten Smartphones mit Ultraweitwinkel und optischem Teleobjektiv zusammengefasst.

Wie wichtig weitere Faktoren wie Akkuleistung, KI oder spezielle Gaming-Features sind, hängt wieder stark vom Nutzungsverhalten jedes Käufers ab. Beim Akku sollten aber weniger als 4000 mAh die Ausnahme sein.

Das Realme GT 5G (Testbericht) ist klar das schnellste Smartphone in dieser Aktualisierung unserer Bestenliste bis 400 Euro. Es ist mit dem Highend-Chip des vergangenen Jahres, dem Snappdragon 888, ausgestattet und wird daher auf absehbare Zeit keine Leistungsprobleme bekommen. 8 GByte RAM und 128 GByte interner Speicher sind hingegen heute Standard in dieser Preisklasse - damit kann man gut auskommen.

Beim Display setzt der Hersteller auf OLED mit 120 Hz, die Kamera ist eher Schonkost: Außer der Hauptkamera mit 64 Megapixel gibt es nur noch ein Weitwinkelobjektiv mit 8 Megapixel, die Makrokamera ist nicht weiter erwähnenswert. 5G ist dem Namen entsprechend mit an Bord, der Akku mit 4500 mAh lässt sich mit 65 Watt schnellladen.

Auf Platz Zwei landet ein Evergreen: das Samsung Galaxy S20 FE (Testbericht). Das Gerät wurde zwar inzwischen vom Galaxy S21 FE (Testbericht) abgelöst, dennoch ist das S20 FE nach wie vor ein spannendes Smartphone - nicht nur wegen des erschwinglichen Preises. Das 6,5 Zoll große OLED-Display bietet 120 Hz, als Antrieb kommt ein Snapdragon 865 zum Einsatz. Der bietet zusammen mit 6/128 GByte Speicher trotz seines Alters immer noch sehr gute Leistung, allerdings kommt er ohne 5G aus.

Highlight ist die Kamera: Obwohl sie auf dem Papier nur 12 Megapixel für Haupt- und Weitwinkel bietet, ist die Qualität sehr gut und es gibt obendrein noch eine Telekamera mit 10 Megapixel - das ist in der Mittelklasse längst kein Standard. Ein optischer Bildstabilisator ist ebenfalls mit dabei. Der Akku leistet 4500 mAh und lässt sich kabellos laden, USB C gibt es in 3.1-Geschwindigkeit, das Gerät ist nach IP68 wasserdicht und Android 12 ist auch längst da - trotz des Alters immer noch eine Kaufempfehlung, wenn einem LTE unterwegs reicht.

Xiaomi pumpt das 6,7 Zoll große OLED-Display mit einer Bildwiederholungsrate von satten 144 Hz auf, das ist eher selten. Die Kamera fällt mit Haupt- und Weitwinkellinse mit 48 und 8 Megapixel hingegen sparsam aus. Der eingebaute Snapdragon 870 sorgt dafür wieder für ordentlich Kraft, auch wenn 8/128 GByte Speicher für ein Gaming-Smartphone recht dürftig sind. Versionen mit mehr Speicher kosten allerdings mehr als 400 Euro. Highlight ist abgesehen von den Schultertasten der Akku. Der bietet zwar nur 4500 mAh, lässt sich aber mit 120 Watt extrem schnell laden.

6.6 Zoll OLED mit 120 Hz - so weit, so gut. Wie beim GT auf Platz Eins steht auch beim Realme GT Neo 2 (Testbericht) die Kamera nicht im Mittelpunkt des Interesses. Sie bietet wieder 64 und 8 Megapixel plus Makrolinse, der verwendete Chipsatz (Snapdragon 870) ist nicht viel langsamer als beim GT. Für unter 400 Euro gibt es beim Neo 2 aber sogar satte 12/256 GByte Speicher, das ist in der Mittelklasse immer noch eher selten. Der Akku leistet sogar 5000 mAh und lädt mit 65 Watt alles andere als langsam. Android 12 gibts auch schon.

Honor ist wieder da - und schafft es in unsere Top 10 bis 400 Euro. Nach der Loslösung von der vom US-Bann hart getroffenen Konzernmutter Huawei darf das Unternehmen wieder Android-Smartphones bauen - und macht das mit dem Honor 50 (Testbericht) auch ziemlich gut. Der Hersteller kombiniert ein 6,6 Zoll großes OLED-Display mit 120 Hz Wiederholungsrate und die Hauptkamera bietet satte 108 Megapixel. Leider kommt zum Weitwinkelobjektiv nur Makro- und Tiefenschärfesensor - beides im Alltag kaum zu gebrauchen.

Mit dem Snapdragon 778G baut der Hersteller hingegen einen potenten Mittelklassechip ein, der für unter 400 Euro von 8/256 GByte Speicher flankiert wird - das ist ordentlich. Der Akku wirkt mit seinen 4300 mAh etwas schwach, er lässt sich aber immerhin mit 66 Watt schnellladen.

Beim Display liegt das Samsung Galaxy A52s dank 120 Hertz und OLED noch ganz weit vorn, die Kamera mit 64 Megapixel und Weitwinkel liegt auf Augenhöhe mit der ähnlich teuren Konkurrenz. Als Chipsatz kommt ein guter, aber gerade im Vergleich zu den erstplatzierten Modellen dieser Bestenliste etwas schwächerer Vertreter zum Einsatz, der Snapdragon 778G. Der leistet im Alltag dennoch gute Arbeit. Die Kombination mit 6/128 GByte Speicher reicht dort ebenfalls absolut aus, andere Modelle haben aber fürs gleiche Geld mehr zu bieten. Beim Akku setzt Samsung auf ausreichende 4500 mAh. Eines der Highlights des A52s: IP67-Zertifizierung, auch Android 12 ist mit dabei.

Das 6,4 Zoll große OLED-Display bietet zwar "nur" 90 Hz, im Alltag dürfte das aber für die meisten Nutzer ausreichen, zumal der Unterschied von 60 zu 90 Hz größer ist, als von 90 zu 120. Die Kamera hat 50 Megapixel samt optischem Bildstabilisator, zudem gibt es einen Weitwinkel. Ein optisches Teleobjektiv fehlt allerdings.

Als Antrieb setzt der Hersteller auf einen Dimensity 1300, der in etwa auf Augenhöhe mit dem Snapdragon 778G der zuvor platzierten Modelle rangiert. Zusammen mit 8/128 GByte Speicher ergibt das eine gute Combo. Der 4500 mAh große Akku lässt sich mit 80 Watt zügig aufladen.

Beim Poco X3 GT setzt der Hersteller zwar auf IPS statt OLED, schraubt dafür aber die Wiederholungsrate auf 120 Hertz hoch. Mit 6,7 Zoll ist das Panel zudem sehr groß. Als Antrieb dient ein Dimensity 1100 im Zusammenspiel mit 8/256 GByte, das ist eine ausreichend starke Kombi. Der Akku mit 5000 mAh lässt sich mit 67 Watt Schnellladen und eine IP53-Zertifizierung gibt es obendrein. Da darf die Kamera mit bis zu 64 Megapixel und Weitwinkellinse schon mal eher gewöhnlich ausfallen.

Beim Samsung Galaxy M53 gibt es erneut OLED mit 120 Hz, hinzu kommt eine Hauptkamera mit 108 Megapixel plus Weitwinkel. Der Mediatek 900 ist etwas langsamer als die Chips der besser platzierten Modelle, reicht aber zusammen mit 6/128 GByte im Alltag aus. 5G ist mit dabei, der Akku leistet 5000 mAh und es gibt bereits Android 12.

Das Realme 9 Pro+ (Testbericht) bietet ein 90-Hz-OLED, 50-Megapixel-Hauptkamera samt optischem Bildstabilisator und ein Weitwinkelobjektiv. Als Antrieb dient ein Dimensity 920 mit 8/256 GByte Speicher und der Akku mit 4500 mAh darf mit 60 Watt geladen werden. Android 12 gibt es ab Werk.

Auch in der Mittelklasse finden Interessenten hin und wieder High-End-Performance, zumindest ist der Abstand zu absoluten Topmodellen teilweise erstaunlich gering. Selbst 5G bekommt man um 400 Euro inzwischen fast immer und mittlerweile gibt es hier sogar Smartphones mit IP-Zertifizierung. Die Bildwiederholungsfrequenz ist inzwischen ebenfalls höher als 60 Hertz – all die schönen Top-Features werden immer mehr in die Mittelklasse durchgereicht.

Nur für wenige Sonderwünsche, etwa kabelloses Laden, müssen Käufer dann meist doch noch tiefer in die Tasche greifen und auch bei der Kamera gibt es bisweilen noch spürbare Unterschiede zu Flaggschiffen. Außerdem bieten die meisten Geräte in dieser Preisregion nur USB-C 2.0 statt schnellerem 3er-Standard.

Wer noch weniger Geld ausgeben möchte, findet hier die besten Smartphones bis 200 Euro. Teurer und noch besser wird es mit den besten Smartphones bis 500 Euro. Fans von purem Android sollten einen Blick auf unsere besten Smartphones mit Android One werfen. Wer besonderen Wert auf die Kamera im Handy legt, findet hier die 10 besten Smartphone-Kameras.

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