Oppo A54 5G

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Smartphones für mehrere hundert Euro können wirklich alles, aber wenn es günstiger werden soll, muss man Abstriche machen. Wir zeigen, welche das in der Preisklasse bis 150 Euro sind.

Smartphones bis 150 Euro sind in der Einsteigerklasse verortet. Wer nicht zu viele Ansprüche hat, wird hier dennoch einen zuverlässigen Begleiter für den Alltag finden. Dabei bekommt man für sein Geld einiges geboten, was vor wenigen Jahren in diesem Preisbereich noch undenkbar war. So steckt in den meisten dieser Geräte inzwischen ein Octa-Core, es gibt erstaunlich viel Speicher, große Displays und sogar Fingerabdrucksensoren. Wir fassen zusammen, was geht und was nicht.

Beim Design merkt man den niedrigen Preis, zumindest auf den zweiten Blick. Bei den Materialien herrscht fast ausschließlich Kunststoff vor, die Rahmen rings ums Display sind breiter als bei teureren Modellen und es gibt noch einen anderen, meist eindeutigen Hinweis auf den niedrigen Preis: Die Integration der Frontkamera. Sie schaut in den seltensten Fällen durch eine moderne Punchhole-Notch durch das Display nach vorn, sondern überwiegend als Tropfen-Notch. Doch auch das ändert sich zunehmend.

Bei der Display-Größe gibt es wenig Unterschiede zu teureren Modellen, bei der Technik schon eher. Full-HD als Auflösung ist hier nicht normal und OLED gibt es gar nicht. Das gilt ebenfalls für höhere Bildwiederholungsfrequenzen als 60 Hertz und generell sollten Interessenten bei den wichtigen Punkten Helligkeit, Kontrast oder Blickwinkelstabilität nicht zu viel erwarten. Dennoch: wer sucht, ohne dabei auf Aktualität zu verzichten, findet mit etwas Glück inzwischen sogar höhere Bildwiederholungsraten.

Die Kameras stellen einen der größten Unterschiede im Vergleich zu teureren Modellen dar – auch wenn man das nicht immer sofort auf dem Datenblatt sieht. Oft finden Hauptlinsen mit niedriger Megapixelzahl (12 bis 16) Verwendung, die immer mal wieder von im Alltag überflüssigen Objektiven wie Tiefen- oder Makrosensor begleitet werden. Weitwinkelobjektive kommen zwar immer mehr auch in dieser unteren Preisklasse auf, sind aber noch kein Standard. Die Bildqualität der Kameras bis 150 Euro sind meist bestenfalls bei Tageslicht alltagstauglich. Frontcams bieten überwiegend 5 bis 8 Megapixel.

Inzwischen trifft man in der Preisklasse bis 150 Euro überwiegend Chipsätze bekannter Hersteller wie Qualcomm und Mediatek an, aber es gibt auch noch Anbieter wie Unisoc. Viel Leistung sollte man im Vergleich zur Mittelklasse nicht erwarten, im Alltag ist die Bedienung aber überwiegend flüssig und ausreichend schnell. Immerhin sorgen die oftmals modernen Chips dafür, dass die typischen Standards wie WLAN, Bluetooth und GPS in ausreichender Aktualität mit an Bord sind.

NFC gehört nicht zwingend mit dazu, hier müssen Käufer aufpassen. Zudem gibt es zwar immer mehr günstige Smartphones mit USB-C als Lade- und Datenport, allerdings ist in dieser Preisklasse immer noch Micro-USB anzutreffen. Fingerabdrucksensoren sind inzwischen in den meisten Smartphones bis 150 Euro zu finden. IP-Zertifizierungen als Schutz gegen Wasser sucht man normalerweise vergebens, im Gegensatz zu LTE: 4G ist in allen Modellen bis 150 Euro anzutreffen – wenn auch nicht übermäßig schnell. 5G ist derzeit noch zu teuer.

Hier kommt vielleicht eine der größten Überraschungen: Die Zeiten, in denen Käufer von günstigen Smartphones mit 1 GByte RAM und 16 GByte internem Speicher auskommen mussten, sind vorbei. Alle Modelle in unserer Top 10 bieten immerhin stolze 4/64 GByte oder sogar mehr – überwiegend ist der interne Speicher erweiterbar.

Bei der Akkugröße gibt es keinen Unterschied zu teureren Smartphones, allerdings liegt die Ladegeschwindigkeit wesentlich niedriger. 18 Watt gilt hier als schnell. Komforttechnik wie kabelloses laden mittels Qi-Standard gibt es für so wenig Geld nicht. Alle Akkus sind inzwischen fest eingebaut und können nicht ohne Weiteres gewechselt werden. Das bietet im Gegenzug einen minimalen Schutz vor Feuchtigkeit und macht auch diese günstigen Modelle flacher.

Bei der angesprochenen Hardware ist es kein Wunder, dass die Modelle in dieser Top 10 nicht auf Android Go setzen müssen, sondern mit "vollem" Android daherkommen. Selbst das Alter des Betriebssystems ist besser als erwartet: Weniger als Android 10 muss niemand tolerieren und es gibt sogar schon Handys mit Android 11.

Das Realme 8i ist ein echtes Ausnahmegerät in der Preisklasse bis 150 Euro. Denn es bietet als erstes Modell ein Full-HD-Display mit satten 120 Hertz – mehr ist auch bei deutlich teureren Smartphone nicht verbreitet. Auch die Kamera bietet mit bis zu 50 Megapixel enorm viel Auflösung fürs Geld und der Helio G96 von Mediatek ist bis 150 Euro ein echtes Leistungsmonster. Hinzu kommen 4/64 GByte Speicher, ein Akku mit 5000 mAh und Android 11 – für knapp 150 Euro! Ein Fingerabdrucksensor ist mit dabei, nur NFC fehlt zur Glückseligkeit.

Oppo hat sich zwar bislang nicht gerade den Namen gemacht, besonders günstige Smartphones anzubieten, das Oppo A52 ist hingegen "gut gealtert". Entsprechend ist der Preis schnell gefallen, die verwendete Technik bleibt hingegen ordentlich. Hier kommt wie beim Rest dieser Top 10 wieder ein herkömmliches IPS-LCD mit 60 Hz zum Einsatz, die Auflösung liegt aber erneut bei 2400 x 1080 Pixel und die Darstellung ist damit schön scharf.

Bei der Kamera gibt es die für diese Preisklasse typische Kombo aus 12-Megapixel-Hauptkamera samt drei Zusatzlinsen, von denen eine immerhin ein Weitwinkel mit 8 Megapixel ist. Als Chipsatz setzt der Hersteller auf den etwas älteren Mittelklasse-Chip Snapdragon 665, der in Kombination mit 4/64 GByte Speicher immer noch gute Dienste leistet. Der Akku hat 5000 mAh, NFC gibt es auch und Android ist mit Version 10 noch ausreichend aktuell.

Beim Realme C25Y gibt es zwar wie beim erstplatzierten Realme-Modell eine Hauptkamera mit 50 Megapixel und sogar 4/128 GByte Speicher, dafür bietet das Display nur 720p-Auflösung und als Antrieb dient ein Unisoc Tiger T610. Dabei handelt es sich zwar auch um einen Octa-Core-Chip, der kommt aber leistungstechnisch nicht an die beiden zuvor genannten Modelle heran. Für flüssige Bedienung reicht das in Verbindung mit Android 11 aber allemal. Der Akku leistet ebenfalls 5000 mAh. NFC gibt es nicht.

Und noch einmal Realme. Der Hauptunterschied des C21Y zum drittplatzierten C25Y ist die schwächere Quad-Cam mit maximal 13 Megapixel sowie die niedriger auflösende Frontkamera. Außerdem gibt es höchstens 64 GByte internen Speicher – der Rest ist identisch, der Preis natürlich niedriger.

Auf Platz 5 gibt es wieder Full-HD-Auflösung beim Display und eine Frontkamera, die durch ein Punchhole lugt – die beiden zuvor platzierten Realme-Modelle setzen auf eine Tropfen-Notch. Die Kameraausstattung macht hauptsächlich wegen der 16-Megapixel-Triple-Cam und der Frontkamera mit 20 Megapixel von sich reden, als Antrieb dient ein Mediatek Helio P60. Speichertechnisch ist mit 4/64 GByte alles im Rahmen, der Akku leistet allerdings nur 4000 mAh.

Cubot ist hierzulande nach wie vor weniger bekannt, punktet aber insgesamt mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Das C20 bietet ein Full-HD-Display (wenn auch mit etwas altmodischer, breiter Balken-Notch), eine Hauptkamera mit 12 Megapixel, 4/64 GByte Speicher und einen wechselbaren Akku – das ist ziemlich selten! Als Antrieb dient ein ausreichender Helio P22.

Auch das Gigaset GS290 kommt mit Full-HD-Display zum Kunden, bietet als Antrieb einen Helio P23 mit 4/64 GByte Speicher und mit 4700 mAh wieder einen etwas stärkeren Akku. Außerdem ist im Gegensatz zum Großteil der Modelle dieser Top 10 NFC mit dabei.

720p-Display, 48-Megapixel-Kamera, NFC, 4/64 GByte Speicher und Snapdragon 460 – das sind die Highlights des Moto G10. Der Akku ist dank 5000 mAh ebenfalls kräftig, allerdings kostet das Modell immer noch recht viel.

Auch hier gibt es 720p als Auflösung, die Kamera bietet aber neben der 16-Megapixel-Hauptlinse sogar einen Weitwinkel. Der Mediatek-Helio-A25 sorgt für ausreichende Leistung, neben 4 GByte RAM gibt es bis 150 Euro sogar 128 GByte internen Speicher.

Last but not Least folgt das ZTE Blade V2020 mit 720p-Display, Quad-Cam mit Weitwinkel, 4/128 GByte Speicher und einem Akku mit 5000 mAh. Als Antrieb dient ein Unisoc-Chip.

Erstaunlich viel Speicher und sogar ein recht aktuelles Android gibt es bis 150 Euro. Kamera und Chipsatz sind meist nicht übermäßig stark, es gibt aber auch Ausnahmen – spannend, wie viel Technik es für so wenig Geld gibt. Wer noch mehr will, sollte einen Blick in unsere Toplisten zu den besten Smartphones bis 200 Euro, bis 300 Euro und bis 400 Euro werfen.

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