Full-HD, 90 Hz und viel Speicher: Top 10 der besten Smartphones bis 150 Euro

Oppo A54 5G

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Gute Technik muss nicht teuer sein. Selbst Smartphones für 150 Euro bringen schon eine solide Ausstattung mit. Welche Geräte von Motorola, Samsung oder Realme punkten, zeigen wir in der Bestenliste bis 150 Euro.

Smartphones bis 150 Euro sind in der Einsteigerklasse verortet. Wer nicht zu viele Ansprüche hat, wird hier dennoch einen zuverlässigen Begleiter für den Alltag finden. Dabei bekommt man für sein Geld einiges geboten, was vor wenigen Jahren in diesem Preisbereich noch undenkbar war.

So steckt in den meisten dieser Geräte inzwischen ein Octa-Core, es gibt erstaunlich viel Speicher, große Displays und sogar Fingerabdrucksensoren sowie NFC. Wir fassen zusammen, was geht und was nicht.

Beim Design merkt man den niedrigen Preis, zumindest auf den zweiten Blick. Bei den Materialien herrscht Kunststoff vor, die Rahmen rings ums Display sind breiter als bei teureren Modellen und es gibt noch einen anderen, meist eindeutigen Hinweis auf den niedrigen Preis: die Integration der Frontkamera. Sie schaut in den seltensten Fällen durch eine moderne Punchhole-Notch durch das Display nach vorn, sondern überwiegend als Tropfen-Notch.

Bei der Display-Größe gibt es wenig Unterschiede zu teureren Modellen, bei der Technik schon eher. Full-HD als Auflösung ist hier nicht normal und OLED gibt es gar nicht. Das gilt ebenfalls für höhere Bildwiederholungsfrequenzen als 60 Hertz, inzwischen haben es aber erste Modelle mit 90 oder manchmal gar 120 Hz in diese niedrige Preisklasse geschafft. So oder so: Generell sollten Interessenten bei den wichtigen Punkten Helligkeit, Kontrast oder Blickwinkelstabilität nicht zu viel erwarten.

Die Kameras stellen einen der größten Unterschiede im Vergleich zu teureren Modellen dar – auch wenn man das nicht immer sofort auf dem Datenblatt sieht. Oft finden Hauptlinsen mit niedriger Megapixelzahl (12 bis 16) Verwendung, die immer mal wieder von im Alltag überflüssigen Objektiven wie Tiefen- oder Makrosensor begleitet werden. Weitwinkelobjektive kommen zwar immer mehr auch in dieser unteren Preisklasse auf, sind aber noch kein Standard. Die Bildqualität der Kameras bis 150 Euro sind meist bestenfalls bei Tageslicht alltagstauglich. Frontcams bieten oft nur 5 bis 8 Megapixel, immer häufiger sind aber auch 16 Megapixel oder mehr dabei.

Inzwischen trifft man in der Preisklasse bis 150 Euro oft Chipsätze bekannter Hersteller wie Qualcomm und Mediatek an, aber es gibt auch noch Anbieter wie Unisoc. Viel Leistung sollte man im Vergleich zur Mittelklasse nicht erwarten, im Alltag ist die Bedienung aber überwiegend flüssig und ausreichend schnell. Immerhin sorgen die oftmals modernen Chips dafür, dass die typischen Standards wie WLAN, Bluetooth und GPS in ausreichender Aktualität mit an Bord sind.

NFC gehört nicht zwingend mit dazu, hier müssen Käufer aufpassen. Zudem gibt es zwar immer mehr günstige Smartphones mit USB-C als Lade- und Datenport, allerdings ist in dieser Preisklasse immer noch Micro-USB anzutreffen. Davon raten wir ab. Fingerabdrucksensoren sind inzwischen in den meisten Smartphones bis 150 Euro zu finden, wenn auch nicht in allen. IP-Zertifizierungen als Schutz gegen Wasser sucht man normalerweise vergebens, aber auch hier gibt es mittlerweile Ausnahmen. 4G ist in allen Modellen bis 150 Euro anzutreffen – wenn auch mit vergleichsweise niedrigen Datenraten. 5G ist derzeit noch zu teuer.

Hier kommt vielleicht eine der größten Überraschungen: Die Zeiten, in denen Käufer von günstigen Smartphones mit 1 GByte RAM und 16 GByte internem Speicher auskommen mussten, sind vorbei. Fast alle Modelle in unserer Top 10 bieten immerhin stolze 4/64 GByte oder sogar mehr, überwiegend ist der interne Speicher erweiterbar.

Bei der Akkugröße gibt es keinen Unterschied zu teureren Smartphones, allerdings liegt die Ladegeschwindigkeit wesentlich niedriger. 18 Watt gilt hier als schnell. Komforttechnik wie kabelloses Laden mittels Qi-Standard (hier haben wir die günstigsten Smartphones mit Qi-Ladestandard zusammengetragen) gibt es für so wenig Geld nicht. Fast alle Akkus sind inzwischen fest eingebaut und können nicht ohne Weiteres gewechselt werden. Das bietet im Gegenzug einen minimalen Schutz vor Feuchtigkeit auch ohne IP-Zertifizierung und macht diese günstigen Modelle flacher.

Bei der angesprochenen Hardware ist es kein Wunder, dass die Modelle in dieser Top 10 nicht auf Android Go setzen müssen, sondern mit "vollem" Android daherkommen. Selbst das Alter des Betriebssystems ist besser als erwartet: Weniger als Android 11 muss niemand tolerieren, einige Modelle bieten inzwischen sogar Android 12.

Unsere Liste zeigt die unserer Meinung nach zehn besten Smartphones, die man für bis zu 150 Euro bekommen kann. Wer nicht abwarten möchte, der kann sich direkt durch die Bilderstrecke klicken. Danach kommt zu jedem Platz eine Einzelbeurteilung, in der genau steht, warum wir meinen, dass dieses Smartphone auf diesem Platz zu finden ist.

Samsung hat dem Galaxy A13 bereits Android 12 spendiert. Auch der Rest ist auf der Höhe der Zeit: 6,6 Zoll großes Full-HD-Display, eine Hauptkamera mit 50 Megapixel plus Weitwinkelobjektiv, Wifi 5 und NFC und 4/64 GByte erweiterbarer Speicher – das ist in dieser Preisklasse richtig gut. Als Antrieb dient ein Exynos-Achtkerner (Exynos 850), der für flüssige Bedienung sorgt. Der Akku leistet 5000 mAh und in dieser Preisklasse ist Samsung mit seinen „Standard-25-Watt“ bei der Ladegeschwindigkeit sogar führend.

6,6 Zoll mit Full-HD-Auflösung, IPS-Technologie, 60 Hz – das ist das Display des Realme Narzo 50A Prime. Hinzu kommt eine Hauptkamera mit 50 Megapixel, Wifi 5, ein Fingerabdrucksensor und ein Chipsatz, der zwar von Unisoc stammt, aber mit seinen 8 Kernen für ausreichend Power sorgt. An Speicher baut der Hersteller für knapp 150 Euro 4/64 GByte ein, eine Erweiterungsmöglichkeit ist vorhanden. Der Akku leistet wie bei fast allen Modellen dieser Bestenliste 5000 mAh, mit 18 Watt ist er recht schnell geladen für diese Preisklasse. Android 11 gibt es bereits.

Und noch einmal Realme – dieses Mal das C35. Beim Display gibt es 6,6 Zoll mit Full-HD, die Kamera knipst Bilder mit 50 Megapixel. Wifi 5 ist an Bord, außerdem 4 GByte RAM und satte 128 GByte interner Speicher. Als Chipsatz setzt der Hersteller auf einen Unisoc Tiger T616, der Akku ist erneut 5000 mAh stark.

Auch das nächste Realme, das C31, bietet Full-HD-Auflösung, die Hauptkamera fällt aber mit nur 13 Megapixel schwächer aus. Wegen des Unisoc Tiger T612 beherrscht das C31 nur Wifi 4, der Rest ist sehr ähnlich zu den anderen Modellen dieser Bestenliste. Dazu gehört der Speicher mit 4/64 GByte und auch der Akku mit 5000 mAh. Geladen werden kann er aber nur mit 10 Watt. Android 11 gibt es auch hier. Mit etwa 115 Euro für die beschriebene Speicherkonfiguration ist das C31 das günstigste Modell dieser Top 10.

Ab Platz 5 gibt es nur noch 720p-Displays, Motorola entscheidet sich aber beim Moto G22 für eine Bildwiederholungsrate von 90 Hz. Fotos knipst eine 50-Megapixel-Kamera, die von einem Weitwinkel unterstützt wird. Für Selfies gibt es eine Linse mit 16 Megapixel. Chipsatz ist ein Helio G37 von Mediatek, daher beherrscht das Moto G22 Wifi 5 und NFC. Mit 4/64 GByte Speicher gibt es keine Überraschungen, gleiches gilt für den Akku mit 5000 mAh. Erwähnenswert ist auf jeden Fall noch die IP52-Zertifizierungen, ein Regenschauer sollte dem Smartphone also nichts anhaben. Android 12 ist ab Werk installiert.

Das Motorola Moto E32 teilt sich einige Highlights mit dem G22, darunter das 720p-Display mit 90 Hz und die Wasserfestigkeit nach IP52. An anderer Stelle wurde der Rotstift angesetzt. So bietet die Hauptkamera nur noch 16 Megapixel und der Weitwinkel fehlt, außerdem wurde die Auflösung der Frontkamera halbiert. Motorola setzt zudem auf einen Unisoc Tiger T606, der nur Wifi 4 beherrscht, NFC fehlt ebenfalls. Gleich geblieben ist hingegen der Speicher und der Akku mit 5000 mAh, der hier aber mit 18 statt 15 Watt geladen werden darf. Statt Android 12 gibt’s nur Version 11.

Das größte Display dieser Bestenliste bietet mit 6,7 Zoll das Xiaomi Redmi 10C, bei 720p-Auflösung ist aber dennoch Schluss. Zudem gibt es ab Platz 7 nur noch 60 Hz. Die Kamera bietet dafür wieder 50 Megapixel und Wifi 5 und NFC sind ebenfalls dabei. Möglich macht das der eingebaute Snapdragon 680, der Rest ist bekannt: 4/64 GByte Speicher, 5000-mAh-Akku, Android 11.

Beim Display gibt es keine Überraschungen, 720p-Auflösung verteilt sich auf 6,5 Zoll, bei 60 Hz ist Schluss. Die Kamera überzeugt auf dem Papier mit 50 Megapixel und dank Helio 25 gibt es zwar NFC, aber nur Wlan 4. Der Akku leistet wieder einmal 5000 mAh und es gibt schon Android 12.

Noch einmal TCL, jetzt mit dem Modell 306. Beim Display herrscht Gleichstand zum vorherigen Smartphone, die Kamera bietet aber nur 13 Megapixel. Der Chipsatz ist identisch, ebenso Speicherausstattung und Akku. Letzterer darf allerdings nur mit 10 statt 15 Watt geladen werden, Android 12 gibt es aber ebenfalls.

Das Cubot P50 bietet mit 6,2 Zoll den kleinsten Screen und die Hauptkamera mit der niedrigsten Auflösung: 12 Megapixel. Dafür protzt das Modell mit 20 Megapixel bei der Frontkamera und bietet als einziges Modell in dieser Top 10 satte 6/128 GByte Speicher. Beim Chipsatz setzt der Hersteller auf einen Helio P22 von Mediatek. Auch beim Akku bietet Cubot beim P50 die geringste Leistung: 4200 mAh.

Erstaunlich viel Speicher und sogar aktuelles Android gibt es bis 150 Euro. Kamera und Chipsatz sind meist nicht übermäßig stark, inzwischen gibt es aber auch Displays mit 90 Hz – spannend, wie viel Technik es für so wenig Geld gibt.

Wer noch mehr will, sollte einen Blick in unsere Toplisten zu den besten Smartphones bis 200 Euro, denen bis 300 Euro und bis 400 Euro werfen.

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