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Ratgeber: Die besten Smartphones bis 400 Euro

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High End zum Schnäppchenpreis? In einigen Bereichen stimmt das absolut, denn es ist erstaunlich, was heute an Technik selbst in günstigen Handys steckt. Wir zeigen die besten Smartphones von 300 bis 400 Euro.

Update vom 01. September 2021

Klar stehen die Flaggschiffe der Smartphone-Hersteller besonders gern im Fokus der Berichterstattung und Begierde von Kaufinteressenten. Aber müssen Käufer wirklich immer 800, 1000 oder mehr Euro für ein richtig gutes Smartphone ausgeben? Früher ja, heute längst nicht mehr. Denn auch für unter 400 Euro sind inzwischen hervorragende Smartphones zu haben, die den Topmodellen nur in wenig nachstehen.

Ein wichtiger Punkt, auf den Käufer bei einem Smartphone zwischen 300 und 400 Euro bei der Software achten sollten, ist Aktualität. Weniger als Android 11 sollte 2021 niemand mehr bei so viel Geld akzeptieren – auch wenn Android 10 im Alltag sicherlich kein Beinbruch wäre. Da wir uns auf Modelle aus 2021 beschränken, ist eine aktuelle Android-Version aber kein Problem.

Beim Chipsatz sollte es wenigstens ein Prozessor der oberen Mittelklasse sein, bei Qualcomm ist das etwa ein Chip der 700er-Reihe, Mediatek ist mit seinen neuen Dimensity-Chips der 700- und 800er-Serie ein großer Wurf gelungen. Auch (ehemalige) Spitzenchipsätze sind bisweilen in dieser Preisregion schon zu haben, etwa Snapdragon 865(+). Sogar ein Modell der aktuellen 800-Serie von Qualcomm hat es dieses Mal in unsere Top 10 geschafft, genauer: ein Snapdragon 870. Zudem sind Dimensity 1100 und 1200 mit dabei - es wird also richtig fix!

Beim Speicher gilt: 6 GByte RAM sollte nicht unterschritten werden, das ist in dieser Preisklasse inzwischen unterster Standard. In unserer aktuellen Fassung der Bestenliste herrschen Smartphones mit 8 GByte vor, es gibt sogar 12 GByte – wobei sich die Frage stellt, ob das wirklich nützlich oder nur Schönfärberei auf dem Datenblatt ist. Der interne Speicher sollte keinesfalls kleiner als 64 GByte sein, vor allem, wenn er nicht erweiterbar ist. Um 400 Euro sind aber 128 GByte inzwischen normal und hin und wieder sind sogar 256 GByte zu bekommen.

Das Display sollte im genannten Preissegment dank Notch und Diagonalen jenseits der 6 Zoll eine Menge Platz bieten, von Auflösungen unter Full-HD-Plus (meist 2400 x 1080 Pixel) sollten Interessenten die Finger lassen. In unserer Aufzählung sind ausschließlich Panels mit FHD+ enthalten, fast alle Modelle verfügen zudem über (P)OLEDs oder IPS-LCDs mit erhöhter Bildwiederholungsrate. Das ist der neue Trend, 60-Hz-Modelle laufen über kurz oder lang nach der Oberklasse auch in der Mittelklasse aus. Derzeit sind bis 400 Euro aber eher 90 als 120 Hertz normal.

Weniger als zwei Kameralinsen auf der Rückseite dürfte kein Mittelklasse-Smartphone heute mehr haben (Ausnahme: Modelle wie das Google Pixel 4a). Ergänzend zur Hauptlinse gibt es längst auch unter 400 Euro zusätzlich Ultraweitwinkel und immer wieder mal (wenn auch selten) optische Vergrößerung. Passende Modelle mit dieser Kombination haben wir in unserer Top 10: Die günstigsten Smartphones mit Ultraweitwinkel und optischem Teleobjektiv zusammengefasst.

Wie wichtig weitere Faktoren wie Akkuleistung, KI oder spezielle Gaming-Features sind, hängt wieder stark vom Nutzungsverhalten jedes Käufers ab. Beim Akku sollten aber weniger als 4000 mAh die Ausnahme sein.

Das Xiaomi Poco F3 (Testbericht) punktet mit bärenstarkem Snapdragon 870 und viel Speicher. 8 GByte RAM und 256 GByte interner Speicher sind eine echte Ansage, noch dazu ist das Gerät eines der günstigsten in dieser Top 10 – das zahlt auch in unsere Top-Platzierung mit ein. Hinzu kommt ein OLED-Panel mit 120 Hertz, das war vor wenigen Monaten noch Highend-Smartphones vorbehalten. Leichte Einschränkungen muss man nur bei der Kamera hinnehmen. Diese liegen mit 48 Megapixel bei der Haupt- und 8 Megapixel bei der Weitwinkelkamera auf typischem Mittelklassenniveau. Ansonsten ist alles dabei: 5G, NFC, IR und die restlichen Standards, die heute aus keinem ordentlichen Smartphone mehr wegzudenken sind. Der 4520 mAh starke Akku lässt sich dank 33 Watt schnell wieder aufladen.

Das Samsung Galaxy A72 schafft es auf unseren Platz 2 und das verdankt das Modell seiner guten Gesamtkombo und der Kamera mit optischem Teleobjektiv. Der Hersteller setzt auf ein OLED-Panel mit 90 Hertz und eine Kamerakombination aus 64 und 8 Megapixel (Haupt- und Weitwinkelkamera). Hinzu kommt bei diesem Smartphone allerdings ein optisches (und optisch stabilisiertes) Teleobjektiv – das gibt es in dieser Klasse selten. Für Kamerafans dürfte das A72 entsprechend ganz klar weit oben in dieser Top 10 angesiedelt sein, wer mehr auf Rechenleistung wert legt, schaut sich eher eines der anderen Modelle an. Hier sorgt nämlich "nur" ein Snapdragon 720G in Kombination mit 6/128 GByte Speicher für Leistung, die aber im Alltag absolut ausreichend ist. Ein weiteres Highlight ist die IP67-Zertifizierung des Gerätes. Der Akku leistet 5000 mAh und lässt sich mit 25 Watt ausreichend schnell aufladen. 5G gibt es bei dieser Version des A72 nicht – wegen des nach wie vor lückenhaften Ausbaus des 5G-Netzes halten wir das immer noch nicht für zwingend erforderlich.

Mit dem Xiaomi Redmi Note 10 Pro (Testbericht) auf Platz Drei ist erneut ein sehr günstiges Modell für gerade einmal 330 Euro weit oben in unserer Liste. Einer der Gründe: Der Hersteller setzt auf ein OLED-Display mit 120 Hertz. Im Gegenzug geht es mit einem Snapdragon 732G nicht langsam, aber langsamer als bei den beiden Modellen zuvor zu. Luft gutzumachen versucht das Redmi-Modell mit 8 GByte RAM, die 128 GByte interner Speicher sind erweiterbar. Ein weiteres Highlight ist zudem die 108-Megapixel-Hauptkamera, die (neben überflüssigem Makro- und Tiefensensor) mit einem Weitwinkel kombiniert ist. 5G werden Bewohner von Ballungsräumen möglicherweise vermissen, ansonsten ist wie von Xiaomi gewohnt fast alles an Technik an Bord, was derzeit machbar ist. Der Akku ist mit 5020 mAh sehr leistungsfähig, er lässt sich ebenfalls mit 33 Watt laden. Zudem gibt es eine IP53-Zertifizierung.

Auf dem vierten Platz sehen wir momentan das neue Oneplus Nord CE 5G. Hier liegt die Aktualisierungsrate des OLED-Panels wieder bei ausreichenden 90 Hertz, bei der Kamera setzt das Smartphone auf 64 und 8 Megapixel – der Tiefensensor ist wie immer eher überflüssig. Immerhin ist nicht wieder ein leidiger Makro-Sensor dabei! Den Snapdragon 750 kombiniert Oneplus in der großen Version mit satten 12 GByte RAM und 256 GByte internem Speicher, erweiterbar ist der dafür allerdings nicht. 5G ist mit dabei, genauso wie sonst alles an wichtiger Technik. Der Akku lässt sich mit 30 Watt schnell aufladen und fasst 4500 mAh.

Das dem CE-Modell sehr ähnliche Oneplus Nord 2 setzt im ähnlichen Preisbereich auf Prozessorleistung statt Speicher. So nutzt der Hersteller den brandneuen Mediatek Dimensity 1200 AI ein, der nahezu auf aktuellem Spitzenniveau liegt. Kombiniert wird das mit 8/128 GByte Speicher, was den meisten Nutzern ebenfalls reichen dürfte. Die Kamera setzt sich aus einer Hauptlinse mit 50 Megapixel und einer Weitwinkellinse mit 8 Megapixel zusammen, hinzu kommt eine Monochromlinse. Der Akku leistet 4500 mAh und lässt sich mit rasanten 65 Watt Schnellladen. Mehr Leistung oder mehr Speicher – diese Frage müssen sich Interessenten von Nord 2 und Nord 2 CE stellen, entsprechend verändert sich die Reihenfolge dieser Top 10.

Beim Poco X3 GT setzt der Hersteller zwar auf IPS statt OLED, schraubt dafür aber die Wiederholungsrate auf 120 Hertz hoch. Mit 6,7 Zoll ist das Panel zudem sehr groß. Als Antrieb dient ein Dimensity 1100 im Zusammenspiel mit 8/256 GByte, das ist eine starke Kombi. Der Akku mit 5000 mAh lässt sich sogar mit 67 Watt Schnellladen und eine IP53-Zertifizierung gibt es obendrein. Da darf die Kamera mit bis zu 64 Megapixel und Weitwinkellinse schon mal eher gewöhnlich ausfallen.

Das Oneplus 8 (Testbericht) ist nach wie vor ein richtig gutes Smartphone, das inzwischen unter die 400-Euro-Marke gerutscht ist. Der OLED-Screen mit 6,55 Zoll und 90 Hertz ist klasse, die 48-Megapixel-Hauptkamera sowie der Weitwinkel mit 16 Megapixel machen ordentliche Fotos. Dank Snapdragon 865 ist das Modell zusammen mit 8/128 GByte kräftig genug, um auch mit anspruchsvollen Spielen klarzukommen. Der Akku ist mit 4300 mAh allerdings schwächer als bei manch anderem Konkurrenten.

Mit 6,7 Zoll OLED und 90 Hertz gehört der Bildschirm des Moto G100 zu den größeren Modellen seiner Gattung. Die Kamera setzt auf eine herkömmliche Mischung aus 64 und 16 Megapixel für Haupt- und Weitwinkellinse. Vorne kommt neben der 16-Megapixel-Selfiecam zudem ein Weitwinkel mit 8 Megapixel zum Einsatz. Ein aktueller und starker Snapdragon 870 sorgt für gute Leistung, mit 8/128 GByte ist für ordentlich Speicher gesorgt. Die Ladegeschwindigkeit des 5000-mAh-Akkus ist mit nur 20 Watt etwas dürftig, danke IP52-Zertifizierung macht dem Gerät auch ein kräftiger Regenschauer nichts aus.

OLED mit 6,4 Zoll und 90 Hertz, Kamera mit 64 und 8 Megapixel, Frontcam mit satten 44 Megapixel, 8/128 GByte Speicher und ein Dimensity 800 als Antrieb – abgesehen von der Auflösung der vorderen Kamera sind das alles keine Highlights, aber insgesamt ist das V21 ein gutes Smartphone. Der Akku ist zwar mit 4000 mAh vergleichsweise schwach, er lädt aber mit 33 Watt ausreichend schnell wieder auf.

Das Mi 11 Lite 5G bietet ebenfalls ein tolles Gesamtpaket. Auch hier kommt OLED mit 90 Hertz als Display-Technologie zum Einsatz. Die Hauptkamera knipst Bilder mit 64 Megapixel. Als Antrieb dient ein moderner Snapdragon 780G, der zusammen mit 6 GByte RAM gute Leistungsdaten verspricht. Kombiniert wird das neben Standards wie 5G mit 128 GByte internem Speicher, der im Gegensatz zum erstplatzierten Poco-Modell erweitert werden darf. Ein Akku mit 4250 mAh, der mit 33 Watt lädt, sowie eine IP53-Zertifizierung vervollständigen das Gesamtbild.

Auch in der Mittelklasse finden Interessenten hin und wieder High-End-Performance, zumindest ist der Abstand zu absoluten Topmodellen teilweise erstaunlich gering. Selbst 5G bekommt man um 400 Euro immer häufiger und mittlerweile gibt es hier sogar Smartphones mit IP-Zertifizierung. Die Bildwiederholungsfrequenz ist inzwischen ebenfalls höher als 60 Hertz – all die schönen Top-Features werden immer mehr in die Mittelklasse durchgereicht. Nur für wenige Sonderwünsche, etwa kabelloses Laden, müssen Käufer dann doch noch tiefer in die Tasche greifen und auch bei der Kamera gibt es bisweilen noch spürbare Unterschiede zu Flaggschiffen. Außerdem bieten die meisten Geräte in dieser Preisregion nur USB-C 2.0 statt schnellerem 3er-Standard.

Wer noch weniger Geld ausgeben möchte, findet hier die besten Smartphones bis 200 Euro. Fans von purem Android sollten einen Blick auf unsere besten Smartphones mit Android One werfen. Wer besonderen Wert auf die Kamera im Handy legt, findet hier die 10 besten Smartphone-Kameras.

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