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Top 10: Die besten Smartphones 2020 bis 300 Euro

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Mehr als ein Einsteiger-Smartphone soll das neue Handy schon können, aber nicht viel kosten? Wir zeigen die besten Smartphones bis 300 Euro.

Update vom 17. Juni 2021

Selbst manch 100-Euro Smartphone hat inzwischen überraschend viel Technik zu bieten, wie unsere Bestenliste: Wie viel Smartphone gibt es bis 100 Euro eindrucksvoll zeigt. Außerdem wird überraschend klar, dass Modelle für 200 Euro (Bestenliste) kaum wesentlich schwächer als Modelle für 100 Euro mehr ausgestattet sind. Hauptunterschied ist der 5G-Standard, der unter 200 Euro bislang kaum zu finden ist, unter 300 Euro hingegen schon. Auch bei der Kamera gibt es bis 300 Euro Luft nach oben, meist füllen Hersteller hier Haupt- und Weitwinkellinse mit einfachen Makro- und Tiefensensoren auf. Für einen spürbaren Technologiesprung müssen Käufer dann aber schon ein paar Euro mehr in die Hand nehmen. Das macht sich dann aber auch in so gut wie jedem Bereich der Ausstattung bemerkbar.

Obacht: Wie immer sind ältere Modelle preislich verlockend, wir empfehlen aber, Smartphones, die vor 2021 in den Markt kamen, nur in Ausnahmefällen zu kaufen. Wir haben für diese Top 10 entsprechend auf Geräte aus 2021 zurückgegriffen - nur so ist eine lange Update-Versorgung gewährleistet.

Im Preisbereich bis 300 Euro sollten Interessenten Smartphones ausklammern, die weniger als Full-HD+ als Auflösung bieten. Außerdem gibt es in diesem Preisbereich die ersten OLED-Bildschirme, die mit besonders gutem Schwarzwert, hohen Kontrasten, intensiver Sättigung sowie hervorragender Blickwinkelstabilität punkten. Sogar Modelle mit 90 oder sogar 120 Hertz (dann meist als LCD) sind inzwischen in diese Preisregion vorgedrungen. Inhalte lassen sich damit noch flüssiger wiedergeben. In unserem Display-Kompendium geben wir einen genauen Überblick zu Bildschirm-Techniken und Auflösungen.

Beim Arbeitsspeicher sollten 6 GByte die unterste Grenze sein, beim internen Speicher 64, besser noch 128 GByte - warum weniger akzeptieren, wenn es so viel problemlos unter 300 Euro gibt? Einige wenige Modelle bieten sogar 8 GByte RAM und/oder 256 GByte erweiterbaren Datenspeicher.

Gerade in der Mittelklasse tummeln sich viele Smartphones mit Mediatek-Chips, inzwischen bieten aber immer mehr Modelle Chipsätze von Marktführer Qualcomm. Die Mediatek-Chips sind leistungstechnisch meist konkurrenzfähig, bieten aber Nachteile bei der Update-Versorgung und bisweilen beim Stromverbrauch. Anders ist das bei den neuen Dimensity-Chips. Echte Gründe, entsprechende Modelle zu meiden, gibt es aus unserer Sicht bei Mediatek-Chips in der Mittelklasse generell nicht. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann natürlich nach Smartphones mit Qualcomm-Chips Ausschau halten. Die „Billighersteller“ wie Spreadtrum findet man in dieser Preisklasse nicht mehr, gleiches gilt für Chipsätze mit weniger als 8 CPU-Kernen. Beispiele für vernünftige Chips sind Mediatek Dimensity 700, Helio P70 oder Helio G90T, Qualcomm Snapdragon 732(G) und 765(G).

Der Großteil der Smartphones bis 300 Euro kommt mit Quad-Cam zum Kunden, doch hier müssen Interessenten aufmerksam sein. Denn während Topmodelle jenseits der 600 Euro mittlerweile standardmäßig mit Haupt-, Weitwinkel- und Teleobjektiv sowie Tiefensensor ein universell einsetzbares Paket liefern, setzten in der hier behandelten Preisklasse immer noch viele Hersteller gern auf Makro- statt Telelinse. Die sind dann zu allem Überfluss gern mit sehr niedriger Megapixelzahl ausgestattet. Diese niedrig auflösenden Makro-Kameras sind normalerweise im Alltag qualitativ kaum zu gebrauchen, sodass von den vier angepriesenen Kameras nicht drei, sondern sogar nur zwei wirklich sinnvoll Verwendung finden können. Besser wäre eine ordentliche Weitwinkelkamera mit leichter Vergrößerung. Dieses Thema haben wir in unserem Ratgeber Budget-Phone mit Triple-Cam: Mehr als ein Marketing-Gag? ausführlich beleuchtet.

Der neue Datenstandard 5G ist bis 300 Euro eines der deutlichsten Unterscheidungskriterien zu Modellen bis 200 Euro (Bestenliste), alle Smartphones haben das aber auch hier noch lange nicht. Noch ist das aber gar nicht nötig, da zumindest in Deutschland die Netzabdeckung mit 5G immer noch lückenhaft ist. Ansonsten bieten Mittelklasse-Smartphones heute fast alles, was die Oberklasse hat. Das geht von Fingerabdrucksensoren im Bildschirm (bei OLED) über NFC, Bluetooth, WLAN und GPS bis hin zu USB-C und Schnellladefunktionen. Die Einschränkungen liegen oft im Detail. So hat bislang Wifi-6 noch kaum Einzug in die Mittelklasse bis 300 Euro gehalten, stattdessen müssen Nutzer mit Wifi-5 (802.11ac) Vorlieb nehmen. Wasserdichtigkeit und kabelloses Laden kommen ebenfalls selten bis gar nicht vor. Achtung: Details wie NFC sind nicht bei allen Modellen in dieser Preis-Range eine Selbstverständlichkeit.

Platz 1: Xiaomi Redmi Note 10 Pro

Der "König der Mittelklasse" landet erneut auf dem ersten Platz dieser Top 10. Das gilt aber nur für Nutzer, die 5G nicht wollen - denn das fehlt dem Xiaomi Redmi Note 10 Pro (Testbericht). Dafür punktet es auf so gut wie jedem anderen Gebiet. So setzt der Hersteller auf ein 90-Hertz-OLED-Display, bietet eine für den Preis sehr gute Hauptkamera mit 108 Megapixel, mit dem Snapdragon 732G modernen und kräftigen Chipsatz und kombiniert das mit 6/128 GByte Speicher - erweiterbar. Zusätzlich zu NFC gibt es wie immer bei Xiaomi einen IR-Blaster zum Steuern von Haushaltsgeräten. 5020 mAh leistet der Akku, 33 Watt Ladegeschwindigkeit sind in dieser Preisklasse sehr gut.

Platz 2: Motorola Moto G 5G Plus

Ein Motorola-Gerät auf Platz Zwei unserer Top 10 der besten Smartphones bis 300 Euro - wer hätte das gedacht? Tatsächlich hat das Motorola Moto G 5G Plus (Testbericht) für nur 262 Euro so viel zu bieten, dass das nur logisch ist: 90-Hertz-LCD, 48-Megapixel-Hauptkamera, WLAN ac, NFC, Bluetooth 5.1, den stärksten Chipsatz in dieser Top 10 (Snapdragon 765) und 6/128 GByte Speicher. 5G ist auch mit dabei, ein starker Akku mit 5000 mAh sorgt für ordentliche Laufzeiten. Erwähnenswert ist noch die zweite Frontkamera mit Weitwinkel-Blickfeld. Etwas mickrig sind die angebotenen 20 Watt Ladeleistung und auch das Verharren auf Android 10 sorgt für Stirnrunzeln.

Highlights des Oppo 74 5G sind das 90-Hertz-LCD, NFC, 6/128 GByte Speicher und 5G. Der Rest ist ähnlich wie bei der Konkurrenz: Akku mit 5000 mAh, Android 11 und ein schickes Design runden das gute Gesamtpaket ab. Der Snapdragon 480 schlug sich in unserem Test weit besser als befürchtet - einen großen Unterschied zu den stärkeren Snapdragon 732G und 765 der besserplatzierten Modelle gibt es nicht.

Das Samsung Galaxy A32 bietet zwar als einziges Modell in diesem Vergleich nur 4 GByte RAM, das Gesamtpaket ist dennoch richtig gut. So baut der Hersteller ein OLED-Display mit 90 Hertz ein, spendiert dem Modell eine 64-Megapixel-Hauptkamera, NFC, einen ausreichend starken Mediatek Helio G80 und 128 GByte Speicherplatz und einen 5000-mAh-Akku. 5G gibt es nicht und 15-Watt-Laden ist Samsung-typisch nicht gerade schnell. Das Gesamtpaket passt dennoch.

Noch ein Xiaomi-Modell: Das Mi 11 Lite ist ziemlich neu und schafft es dennoch in unsere Bestenliste für Smartphones bis 300 Euro. Gründe sind unter anderem das 90-Hertz-OLED-Display, die 64-Megapixel-Hauptkamera (der leider das tolle Teleobjektiv des Ultra-Modells fehlt), NFC, IR, Snapdragon 732G und 6 GByte RAM. Derzeit passt preislich nur die Version mit 64 GByte internem Speicher in diese Top 10, 5G fehlt ebenfalls. Wer das nicht braucht, wird trotz des mit 4250 mAh vergleichsweise schmächtigen Akkus mit dem Smartphone glücklich, zumal der mit 33 Watt schnell geladen werden kann. Mit nur 157 Gramm Gewicht und 6,8 Millimeter Bautiefe trotz 6,55-Zoll-Screen ist das Mi 11 Lite nicht nur das leichteste und dünnste Smartphone in dieser Top 10, sondern kommt als eines der wenigen Modelle mit Glasrückseite. Das verleiht ihm einen Extraschuss Hochwertigkeit.

5G ist dem Namen Vivo Y72 5G entsprechend mit an Bord, allerdings beginnt hier die Riege der Smartphones mit nur 60-Hertz-Displays. Dabei setzt der Hersteller auf LCD als Technik. Kamera mit 64 Megapixel, der starke Dimensity-700-Chip von Mediatek und starke 8/128 GByte Speicher belegen aber, dass das Y72 5G zweifelsfrei richtig gut für seinen Preis von knapp 300 Euro ist. Der Akku leistet 5000 mAh und wird mit 18 Watt geladen - so weit, so gut. Warum der Hersteller allerdings auf NFC verzichtet, wird wohl sein Geheimnis bleiben.

Hier kommt etwas für Outdoor-Fans: Das Doogee S88 Plus. Das Smartphone ist aber nicht nur nach dem seltenen IP69K- und MIL-STD-810G zertifiziert, es hat darüber hinaus auch technisch einiges zu bieten. Sein Full-HD+-Screen ist immerhin 6,3 Zoll groß, die Hauptkamera bietet 48 Megapixel, NFC ist mit an Bord und als Antrieb dient ein ausreichend kräftiger Helio P70. Noch überraschender ist der Arbeitsspeicher: Er fällt mit 8 GByte erstaunlich groß für ein Outdoor-Smartphone aus, der interne Speicher misst 128 GByte. 5G gibt es zwar nicht, dafür aber einen sage und schreibe 10.000 mAh starken Akku, der sich sogar per Qi-Standard kabellos laden lässt und sogar andere Qi-Geräte kabellos laden kann. Mit 372 Gramm Gewicht ist das Doogee-Modell mit Abstand am schwersten.

Der chinesische Löwe auf Platz 8 bietet als Highlight 256 GByte internen Speicher und 5G, der Rest ist auf Augenhöhe mit den anderen Modellen dieser Top 10. So ist NFC mit dabei, der Hersteller setzt auf Qualcomm und einen Snapdragon 690, der Akku leistet 4500 mAh und lässt sich mit 18 Watt Schnellladen.

Der OLED-Screen des Realme 8 Pro (Testbericht) bietet zwar eine hohe Abtastrate von 180 Hz, die Bildwiederholungsfrequenz liegt aber nur bei 60 Hertz. Highlights sind die Hauptkamera mit 108 Megapixel und der Akku mit 4500 mAh, der sich mit stolzen 50 Watt Schnellladen lässt. Der Rest ist ordentlich: Snapdragon 20G als Chipsatz, 6/128 GByte Speicher und schickes Design machen das Realme 8 Pro zu einem guten Kauf.

Nokia geht bei seinen neuen X-Modellen gar nicht so sehr auf außergewöhnliche Technik, sondern in einigen Bereichen vor allem auf Nachhaltigkeit. So besteht die Schutzhülle des Nokia X10 aus kompostierbarem Kunststoff und im Lieferumfang befindet sich kein Ladegerät. Kauft ein Kunde trotzdem eins bei Nokia, spendet der Hersteller das Geld dafür an eine Umweltorganisation - das klingt zumindest auf dem Papier deutlich ökologischer, als bei anderen Herstellern, die Ladegeräte nur zur Gewinnmaximierung weglassen. Allein das rechtfertigt das X10 in dieser Top 10.

Technisch gibt es bis auf 5G kaum Highlights, Nokia schwimmt auf der typischen Ausstattungswelle, die unter 300 Euro aktuell ist. Dazu gehören 6/128 GByte Speicher, ein Snapdragon 480, NFC und ein Akku mit 4470 mAh und 18 Watt Ladegeschwindigkeit.

Der Unterschied von Modellen um 100 bis 150 Euro zu Smartphones von 250 bis 300 Euro ist teils gravierend. Bei den in dieser Bestenliste aufgeführten Geräten muss sich niemand Gedanken machen, ob er damit im nächsten oder übernächsten Jahr noch arbeiten kann – das wird funktionieren, sofern kein Hardware-Defekt dazwischenkommt. Denn die verwendeten Chipsätze bieten ausreichende Reserven, gleiches gilt für internen Speicher, RAM und restliche Ausstattung. Selbst 120-Hertz-Displays und 5G-Funk sind bis 300 Euro schon zu haben.

Hinzu kommen bei größerer Ausgabe vor allem Luxus-Features wie Wasserdichtigkeit, OLEDs mit 120 Hertz und kabelloses Laden. Einen guten Sprung machen noch teurere Modelle außerdem bei der Kameraqualität, vor allem bei Aufnahmen bei wenig Licht. Auch eine Telelinse ist dann ein Must-have. Wer darauf besonderen Wert legt, sollte einen Blick in unsere Top 10 der Kamera-Smartphones oder die günstigsten Modelle mit Weitwinkel und optischem Teleobjektiv werfen. Alternativ zeigen wir in unserer Top 10 der Smartphones bis 200 Euro günstigere und in unserem Ratgeber: Die besten Smartphones bis 400 Euro kostspieligere Modelle. All unsere Bestenlisten und Ratgeber werden mehrfach im Jahr aktualisiert, der letzte Stand ist oben über dem Artikel zu sehen.

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