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Top 10: Die besten Smartphones 2020 bis 300 Euro
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Mehr als ein Einsteiger-Smartphone soll das neue Handy schon können, aber nicht viel kosten? Wir zeigen die besten Smartphones bis 300 Euro.

Update vom 10. März 2021

Selbst manch 100-Euro Smartphone hat inzwischen überraschend viel Technik zu bieten, wie unser Ratgeber: Wie viel Smartphone gibt es bis 100 Euro eindrucksvoll zeigt. Außerdem wird überraschend klar, dass Modelle für 200 Euro (Bestenliste) kaum wesentlich schwächer als Modelle für 100 Euro mehr ausgestattet sind. Hauptunterschied ist der 5G-Standard, der unter 200 Euro bislang nicht zu finden ist, unter 300 Euro hingegen schon. Für einen spürbaren Technologiesprung müssen Käufer dann aber schon ein paar Euro mehr in die Hand nehmen. Das macht sich dann aber auch in so gut wie jedem Bereich der Ausstattung bemerkbar.

Aber Obacht: Wie immer sind ältere Modelle preislich verlockend, wir empfehlen aber, Smartphones, die älter als aus 2020 sind, nur in Ausnahmefällen zu kaufen. Wir haben für diese Top 10 entsprechend auf Geräte aus 2020 zurückgegriffen - nur so ist eine lange Update-Versorgung gewährleistet.

Im Preisbereich bis 300 Euro sollten Interessenten Smartphones ausklammern, die weniger als Full-HD+ als Auflösung bieten. Außerdem gibt es in diesem Preisbereich die ersten OLED-Bildschirme, die mit besonders gutem Schwarzwert, hohen Kontrasten, intensiver Sättigung sowie hervorragender Blickwinkelstabilität punkten. Hinzu kommen inzwischen immer mehr Modelle mit höherer Bildwiederholungsrate von 90 oder sogar 120 Hertz auf den Markt. Inhalte lassen sich damit noch flüssiger wiedergeben. Aktuell sind unter 300 Euro aber in erster Linie LCDs mit höherer Hertz-Zahl zu finden, OLEDs haben hier weiterhin 60 Hertz. In unserem Display-Kompendium geben wir einen genauen Überblick zu Bildschirm-Techniken und Auflösungen .

Beim Arbeitsspeicher sollten 6 GByte die unterste Grenze sein, beim internen Speicher 128 GByte - warum weniger akzeptieren, wenn es so viel problemlos unter 300 Euro gibt? Einige wenige Modelle bieten sogar 8 GByte RAM und/oder 256 GByte erweiterbaren Datenspeicher.

Gerade in der Mittelklasse tummeln sich viele Smartphones mit Mediatek-Chips, inzwischen bieten aber immer mehr Modelle Chipsätze von Marktführer Qualcomm. Die Mediatek-Chips sind leistungstechnisch meist konkurrenzfähig, bieten aber Nachteile bei der Update-Versorgung und bisweilen beim Stromverbrauch. Anders ist das bei den neuen Dimensity-Chips. Echte Gründe, entsprechende Modelle zu meiden, gibt es aus unserer Sicht bei Mediatek-Chips in der Mittelklasse generell nicht. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann natürlich nach Smartphones mit Qualcomm- oder Huawei-Chips Ausschau halten. Die „Billighersteller“ wie Spreadtrum findet man in dieser Preisklasse nicht mehr, gleiches gilt für Chipsätze mit weniger als 8 CPU-Kernen. Beispiele für vernünftige Chips sind Mediatek Helio Dimensity, P70 oder G90T, Qualcomm Snapdragon 730(G) oder 765(G) oder der Huawei Kirin 810.

Der Großteil der Smartphones bis 300 Euro kommt mit Quad-Cam zum Kunden, doch hier müssen Interessenten aufmerksam sein. Denn während Topmodelle jenseits der 600 Euro mittlerweile standardmäßig mit Haupt-, Weitwinkel- und Teleobjektiv sowie Tiefensensor ein universell einsetzbares Paket liefern, setzten in der hier behandelten Preisklasse immer noch viele Hersteller gern auf Makro- statt Telelinse. Die sind dann zu allem Überfluss gern mit sehr niedriger Megapixelzahl gekoppelt. Diese niedrig auflösenden Makro-Kameras sind normalerweise im Alltag qualitativ kaum zu gebrauchen, sodass von den vier angepriesenen Kameras nicht drei, sondern sogar nur zwei wirklich sinnvoll Verwendung finden können. Dieses Thema haben wir in unserem Ratgeber Budget-Phone mit Triple-Cam: Mehr als ein Marketing-Gag? ausführlich beleuchtet.

Der neue Datenstandard 5G ist bis 300 Euro eines der deutlichsten Unterscheidungskriterien zu Modellen bis 200 Euro (Bestenliste), alle Smartphones haben das aber auch hier noch lange nicht. Noch ist das aber gar nicht nötig, da zumindest in Deutschland die Netzabdeckung mit 5G derzeit äußerst lückenhaft ist. Ansonsten bieten Mittelklasse-Smartphones heute fast alles, was die Oberklasse hat. Das geht von Fingerabdrucksensoren im Bildschirm (bei OLED) über NFC, Bluetooth, WLAN und GPS bis hin zu USB-C und Schnellladefunktionen. Die Einschränkungen liegen oft im Detail. So hat bislang Wifi-6 noch kaum Einzug in die Mittelklasse bis 300 Euro gehalten, stattdessen müssen Nutzer mit Wifi-5 (802.11ac) Vorlieb nehmen. Wasserdichtigkeit und kabelloses Laden kommen ebenfalls selten bis gar nicht vor.

Das Xiaomi Mi 10 Lite bietet für knapp 290 Euro zum Artikelzeitpunkt unserer Meinung nach derzeit das beste Gesamtpaket bis 300 Euro. Das ist natürlich auch immer vom persönlichen Geschmack ab, etwa bei der Frage, ob man lieber ein OLED mit 60 Hertz oder doch ein LCD mit 120 Hertz bevorzugt. Wir haben uns beim Mi 10 Lite für den OLED-Screen entschieden. Er misst knapp 6,6 Zoll und bietet erweiterte FHD+-Auflösung und ist HDR+-fähig. Bei der Kamera schon mal vorweg: Alle Modelle in dieser Auflistung setzen auf Haupt- und Weitwinkelkamera, die dann mit im Alltag kaum sinnvoll nutzbarem Makro- und/oder Tiefensensor kombiniert sind. Auf letztere gehen wir daher nicht noch einmal gesondert ein. Beim Xiaomi-Modell bieten die beiden sinnvollen Linsen 48 und 8 Megapixel, das ist in Ordnung und brachte im Test ordentliche Leistung – zumindest bei gutem Licht. Mehr kann man in dieser Preisklasse aber gewöhnlich auch nicht erwarten.

Angetrieben wir das Mi 10 Lite von einem Snapdragon 765G, der von 6 GByte RAM unterstützt wird. Das sorgt für Performance der oberen Mittelklasse und dürfte auch die nächsten Jahre noch reichen. Passend dazu hat Xiaomi dem Modell inzwischen längst Android 11 spendiert – vorbildlich. Ansonsten ist an Technik alles mit dabei, was in der aktuellen gehobenen Mittelklasse vorhanden sein sollte: Neben 5G ist das natürlich NFC und sogar ein IR-Blaster zum Steuern von anderen Geräten wie Fernsehern oder Hifi-Anlagen mit IR-Fernbedienung. Nicht ganz so gut gefällt uns der Umstand, dass der interne Speicher nicht erweiterbar ist, dank 128 GByte sollte das aber nicht so schnell zum Problem werden. Abgerundet wird das Gesamtbild von einem Akku mit 4160 mAh und Schnellladen mit 20 Watt.

Und noch einmal Xiaomi. Wer nicht so aufmerksam liest, könnte meinen, dass es sich hier um einen Fehler handelt, denn das T im Namen übersieht man schnell. Dennoch gibt es mehr Unterschiede als einen Buchstaben im Namen zwischen dem Erst- und Zweitplatzierten. Das Xiaomi Mi 10T Lite (Testbericht) kommt mit LCD statt OLED, bietet dafür aber neben HDR10 eine Aktualisierungsrate von 120 Hertz und eine Abtastrate von 240 Hertz. Außerdem ist der Screen minimal größer: knapp 6,7 statt 6,6 Zoll bei gleicher Auflösung.

Bei der Kamera legt das T-Modell nach, hier setzt der Hersteller auf 64 und 8 Megapixel. Der Rest der technischen Ausstattung ist weitestgehend identisch, auch wenn hier ein Snapdragon 750G statt des 765G zum Einsatz kommt und der ebenfalls 128 GByte große interne Speicher erweiterbar ist. Außerdem befindet sich der Fingerabdrucksensor nicht im Display, sondern seitlich im Powerbutton. Mehr gibt’s auch beim Akku: Er leistet 4820 mAh und lässt sich mit 33 Watt schnellladen. Ein Update auf Android 11 ist noch nicht eingetroffen.

Realme hat jetzt schon mehrere tolle Smartphones mit sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis auf dem deutschen Markt, das Realme 7 5G (Testbericht) gehört für uns auf den dritten Platz der aktuellen Top 10 bis 300 Euro. Der Hersteller setzt hier auf LCD mit 120 Hertz, die Abtastrate ist mit 180 Hertz etwas niedriger als beim Xiaomi-Modell auf Platz 2. Zudem ist der Screen mit glatten 6,5 Zoll etwas kleiner.

Die Kameras bieten die in dieser Preisklasse bekannten 48 und 8 Megapixel, neu ist allerdings der eingebaute Chipsatz. Denn dabei handelt es sich um den recht neuen Dimensity 800 von Mediatek, der im Test mit viel Power und guter Energieeffizienz überzeugte. In Kombination mit 6 GByte RAM und erweiterbaren 128 GByte internem Speicher sollten Käufer die nächsten Jahre keine Performance-Probleme bekommen. Bei der restlichen Technik inklusive 5G und NFC macht Realme keine halben Sachen, der Akku leistet sogar 5000 mAh. Dank 30-Watt-Ladetechnik ist der schnell gefüllt.

Weiter geht’s mit der Realme-Riege. Das Realme 7 Pro (Testbericht) kommt mit 60-Hertz-OLED, aber 180-Hertz-Abtastrate und 6,4 Zoll Größe. Bei der Kamera setzt Realme auf die größere in dieser Preisklasse verwendete Standardkombination aus 64-Megapixel-Hauptkamera und 8-Megapixel Weitwinkel. Die Frontkamera ist mit 32 Megapixel außergewöhnlich hochauflösend.

Dafür fehlt 5G gerade in Deutschland ist das derzeit aber nicht zwingend nötig, da der Netzausbau nach wie vor alles andere als flächendeckend ist. Zum Ausgleich gibt es stolze 8 GByte RAM in Verbindung mit einem Snapdragon 720G, die 128 GByte interner Speicher sind erweiterbar. Der Akku mit seinen 4500 mAh lässt sich dank 65-Watt-Schnellladen besonders rasch wieder mit Energie füllen.

Vom Namen sollten sich Interessenten nicht täuschen lassen: Das Realme 6 (Testbericht) ist kein veraltetes Gerät, sondern voll auf der Höhe der Zeit. So bietet das 6,5 Zoll große IPS-LCD 90 Hertz und eine Abtastrate von 120 Hertz. Die Kamerakombination bietet 64 und 8 Megapixel – wie erwähnt gehen wir auf die Makrokamera und den Tiefensensor nicht näher ein. Auch im Realme 6 fehlt 5G, allerdings ist sonst alles an Bord, was derzeit wichtig ist. Dazu gehören 8 GByte RAM und ein etwas älterer, aber starker Mediatek Helio G90T und 128 GByte interner, erweiterbarer Speicher. Der Akku leistet 4300 mAh, er lässt sich mit 30 Watt laden.

Und noch einmal Realme, dieses Mal mit dem X50 5G. Das Panel ist minimal größer als beim Realme 7 5G, die Kamerakombination identisch. Realme setzt hier auf einen Snapdragon 765G als Chipsatz und kombiniert ihn mit 6 GByte RAM und 128 GByte erweiterbarem Speicher. Der Akku leistet 4200 mAh und erlaubt Schnellladen mit 30 Watt. 5G ist – dem Namen entsprechend – natürlich in diesem Fall wieder mit an Bord.

Knapp 6,5 Zoll OLED bietet das Xiaomi Mi Note 10 Lite (Testbericht), die typische 64/8-Megapixel-Hauptkamera und ein Snapdragon 730G bilden bei unserem Platz 7 das Grundgerüst. Auch beim Note-Modell sind 6 GByte RAM mit dabei, außerdem 128 GByte interner Speicher – leider nicht erweiterbar. Bis auf 5G ist das Technikpaket vollständig, der Akku leistet sogar bärenstarke 5260 mAh und er lässt sich mit 30 Watt schnell laden. Auch für das Mi Note 10 Lite hat Xiaomi bereits ein Update auf Android 11 ausgerollt.

Mit dem achten Platz enden unsere derzeitigen „Realme-Festspiele“ – die Hälfte der Modelle in dieser Top 10 stammen von dem in Deutschland noch jungen Unternehmen. Zu Recht, denn die Smartphones bieten einfach einen tollen Mix aus guter Technik und niedrigem Preis. Wie beim Realme 7 Pro (Testbericht): Das 6,4 Zoll große Display bietet OLED-Technik, die Kameras 64 und 8 Megapixel, vorn gibt es sogar 32 Megapixel. 5G fehlt zwar, ansonsten ist aber alles mit dabei – dank OLED auch ein Fingerabdrucksensor im Display. Realme setzt bei diesem Modell auf eine Kombination aus Snapdragon 720G und ordentlichen 8 GByte RAM und packt einen mit 65 Watt ladbaren Akku mit 4500 mAh in das schicke Gehäuse.

Noch ein neuer Hersteller, der sich anschickt, den deutschen Markt im Sturm zu erobern. Größtes Problem war dabei bei den ersten Modellen oft der Preis, inzwischen ändert sich das langsam. Entsprechend findet auch das Oppo Reno 4 (Testbericht) den Weg in unsere Top 10 der besten Smartphones bis 300 Euro.

Die Zutatenliste gefällt: OLED mit 6,4 Zoll, Kameras mit 48 und 8 Megapixel sowie vorn 32 Megapixel – das ist schon mal schick. Auch beim Rest macht der Hersteller seine Hausaufgabe: Snapdragon 720G, 8 GByte RAM, 128 GByte interner Speicher (erweiterbar) und bis auf 5G alles mit dabei. Mit 4015 mAh könnte der Akku etwas kräftiger sein, immerhin lädt er mit 30 Watt recht schnell wieder auf.

Der chinesische Hersteller ZTE fristet seit Jahren in Deutschland immer noch ein eher unbekanntes Dasein, dabei sind einige der ZTE-Modelle richtig gut. Etwa das Axon 11, das wir auf unserem Platz 10 sehen. Das Gerät kommt mit knapp 6,5 Zoll großem OLED-Screen, bei dem allerdings nur 60 Hertz drin sind. Der Hersteller setzt auf die bekannte 48/8-Megapixel-Kombination für die Hauptkamera, technisch ist bis auf 5G alles mit dabei. Als Antrieb dient ein Helio P70 in Kombination mit 7 GByte RAM, 128 GByte intern plus Speicherkarte stehen für Daten zur Verfügung. Der Akku ist mit 4000 mAh der Schwächste im Feld und lässt sich nur mit 18 Watt laden.

Der Unterschied von Modellen um 100 bis 150 Euro zu Smartphones von 250 bis 300 Euro ist teils gravierend. Bei den in dieser Bestenliste aufgeführten Geräten muss sich niemand Gedanken machen, ob er damit im nächsten oder übernächsten Jahr noch arbeiten kann – das wird funktionieren, sofern kein Hardware-Defekt dazwischenkommt. Denn die verwendeten Chipsätze bieten ausreichende Reserven, gleiches gilt für internen Speicher, RAM und restliche Ausstattung. Selbst 120-Hertz-Displays und 5G-Funk sind bis 300 Euro schon zu haben.

Hinzu kommen bei größerer Ausgabe vor allem Luxus-Features wie Wasserdichtigkeit, OLEDs mit mehr als 60 Hertz und kabelloses Laden. Einen guten Sprung machen noch teurere Modelle außerdem bei der Kameraqualität, vor allem bei Aufnahmen bei wenig Licht. Wer darauf besonderen Wert legt, sollte einen Blick in unsere Top 10 der Kamera-Smartphones werfen. Alternativ zeigen wir in unserer Top 10 der Smartphones bis 200 Euro günstigere und in unserem Ratgeber: Die besten Smartphones bis 400 Euro kostspieligere Modelle. All unsere Bestenlisten und Ratgeber werden mehrfach im Jahr aktualisiert, der letzte Stand ist oben über dem Artikel zu sehen.

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