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Smartphones für mehrere hundert Euro können wirklich alles, aber wenn es günstiger werden soll, muss man Abstriche machen. Wir zeigen, welche das in der Preisklasse bis 150 Euro sind.

Smartphones bis 150 Euro sind in der Einsteigerklasse verortet. Wer nicht zu viele Ansprüche hat, wird hier dennoch einen zuverlässigen Begleiter für den Alltag finden. Dabei bekommt man für sein Geld einiges geboten, was vor wenigen Jahren in diesem Preisbereich noch undenkbar war. So steckt in vielen dieser Geräte inzwischen ein Octa-Core, es gibt erstaunlich viel Speicher, große Displays und sogar Fingerabdrucksensoren. Wir fassen zusammen, was geht und was nicht.

Beim Design merkt man den niedrigen Preis. Bei den Materialien herrscht fast ausschließlich Kunststoff vor, die Rahmen rings ums Display sind breiter als bei teureren Modellen und es gibt noch einen anderen, meist ziemlich eindeutigen Hinweis auf den niedrigen Preis: Die Integration der Frontkamera. Sie schaut in den seltensten Fällen durch eine moderne Punchhole-Notch durch das Display nach vorn, sondern überwiegend als Tropfen-Notch.

Bei der Display-Größe gibt es wenig Unterschiede zu teureren Modellen, bei der Technik schon mehr. Full-HD als Auflösung ist hier längst nicht normal und OLED gibt es gar nicht. Das gilt ebenfalls für höhere Bildwiederholungsfrequenzen als 60 Hertz und generell sollten Interessenten bei den wichtigen Punkten Helligkeit, Kontrast oder Blickwinkelstabilität nicht zu viel erwarten.

Die Kameras stellen einen der größten Unterschiede im Vergleich zu teureren Modellen dar – auch wenn man das nicht immer sofort auf dem Datenblatt sieht. Oft finden Hauptlinsen mit niedriger Megapixelzahl (12 bis 16) Verwendung, die immer mal wieder von im Alltag überflüssigen Objektiven wie Tiefen- oder Makrosensor begleitet werden. Weitwinkelobjektive kommen zwar immer mehr auch in dieser unteren Preisklasse auf, sind aber noch kein Standard. Die Bildqualität der Kameras bis 150 Euro sind meist bestenfalls bei Tageslicht alltagstauglich. Frontcams bieten meist 5 bis 8 Megapixel.

Inzwischen trifft man in der Preisklasse bis 150 Euro überwiegend Chipsätze bekannter Hersteller wie Qualcomm und Mediatek an, aber es gibt auch noch Anbieter wie Unisoc. Viel Leistung sollte man hier nicht erwarten, im Alltag ist die Bedienung aber überwiegend flüssig und ausreichend schnell. Immerhin sorgen die oftmals modernen Chips dafür, dass die typischen Standards wie WLAN, Bluetooth und GPS mit an Bord sind. NFC gehört nicht zwingend mit dazu, hier müssen Käufer aufpassen. Zudem gibt es zwar immer mehr günstige Smartphones mit USB-C als Lade- und Datenport, allerdings ist in dieser Preisklasse immer noch Micro-USB anzutreffen. Finderabdrucksensoren sind inzwischen in den meisten Smartphones bis 150 Euro anzutreffen. IP-Zertifizierungen als Schutz gegen Wasser sucht man normalerweise vergebens, im Gegensatz zu LTE: 4G ist in allen Modellen bis 150 Euro anzutreffen – wenn auch meist nicht übermäßig schnell.

Hier kommt vielleicht eine der größten Überraschungen: Die Zeiten, in denen Käufer von günstigen Smartphones mit 1 GByte RAM und 16 GByte internem Speicher auskommen mussten, sind vorbei. Die meisten Modelle in unserer Top 10 bieten immerhin stolze 4/64 GByte – meist ist der interne Speicher sogar erweiterbar.

Bei der Akkugröße gibt es keinen Unterschied zu teureren Smartphones, allerdings liegt die Ladegeschwindigkeit wesentlich niedriger. 18 Watt gilt hier meist als schnell. Komforttechnik wie kabelloses laden mittels Qi-Standard gibt es für so wenig Geld nicht. Alle Akkus sind inzwischen fest eingebaut und können nicht ohne Weiteres gewechselt werden. Das bietet im Gegenzug einen minimalen Schutz vor Feuchtigkeit.

Bei der angesprochenen Hardware ist es kein Wunder, dass die Modelle in dieser Top 10 nicht auf Android Go setzen müssen, sondern mit “vollem” Android daherkommen. Selbst das Alter des Betriebssystems ist besser als erwartet: Unter Android 10 muss niemand tolerieren.

Das Nokia 5.4 (Testbericht) auf Platz Eins bietet wie die meisten Modelle in dieser Preisklasse nur 720p, bei der Kamera gibt es hingegen kein Pixel-Defizit. Nokia baut eine hochauflösende Kamera mit 48 Megapixel und ein Weitwinkel mit 5 Megapixel ein. Die Frontkamera bietet stolze 16 Megapixel, die sogar durch ein Punchhole lugt. Das Modell setzt auf einen für diese Preisklasse sehr starken Snapdragon 662 mit 4/64 GByte Speicher. Der Akku ist mit 4000 mAh und 10 Watt Ladegeschwindigkeit ausreichend dimensioniert. Instaliert ist Android 11 in der One-Edition – Updates kommen also auch weiterhin.

Beim großen Display gibt es beim TCL 20 SE ebenfalls nur 720p, die Kamera kommt zwar mit zusätzlichem Weitwinkel, aber nur 16 Megapixel für die Hauptkamera. Der eingesetzte Snapdragon 460 ist zwar schwächer als beim den vorigen Modell, dank 4/64 GByte Speicher ist die Leistung im Alltag aber in Ordnung. Der Akku leistet 5000 mAh und lädt mit 18 Watt.

Das Moto G10 bitet ein 6,5 Zoll großes HD-Display, eine 48-Megapixel-Kamera mit zusätzlichem Weitwinkel, einen Snapdragon 460 als Antrieb und 4/64 GByte Speicher. Der Akku leistet 5000 mAh und Android 11 ist installiert.

Die Hauptkamera des Alcatel 3X (2020) ist mit 16 Megapixel eher schwach aufgestellt, kommt aber mit Weitwinkel. Mit USB-C, LTE und NFC gibt es alle wichtigen Features in dieser Preisklasse. Chipsatz und Speicherausstattung sind ordentlich, der Akku leistet mit 5000 mAh gute Arbeit. Leider gibt es noch kein Update auf Android 11.

Das Motorola Moto G20 bietet ein 6,5 Zoll großes LCD mit HD-Auflösung, eine Kamera mit guten 48 Megapixel und Weitwinkel – und einen Chipsatz von Unisoc mit 8 Kernen. Der Speicher geht mit 4/64 voll in Ordnung, der Akku leistet 5000 mAh. Highlight ist die IP-52-Zertifizierung, außerdem gibt es ab Werk Android 11.

ZTE baut in sein Smartphone ein 6,8 Zoll großes 720p-Display ein, zudem gibt es eine hochauflösende Hauptkamera (48 Megapixel) samt Weitwinkel. Als Antrieb dient hier ein nicht näher definierter Unisoc mit 8 Kernen, der von 4/64 GByte Speicher flankiert wird. Der Akku leistet 5000 mAh und es ist nur Android 10 installiert – bei dem Chip ist wohl mit einem Update nicht zu rechnen.

Der hierzulande eher unbekannte Hersteller Blackview bietet mit dem A90 ein interessantes EInsteiger-Smartphone zu einem guten Preis. Das HD-Display ist 6,4 Zoll groß, als Antrieb dient ein erprobter Mediatek Helio P60 und 4/64 Speicher sind in diesem Preisbereich sehr gut. Einschränkungen gibt es bei der Kamera, die nur 16 Megapixel ohne nennenswerte Zusatzlinsen bietet.

Wiko baut ein mit 6,8 Zoll sehr großes HD-Display in sein Smartphone ein, die Kamera ist aber mit 13 Megapixel ohne nennenswerte Unterstützung eher schwach aufgestellt. Zudem setzt der Hersteller noch auf altbackenes Micro-USB. Leistungstechnisch ist das Wiko-Smartphone mit einem Mediatek Helio G35 und 3/64 GByte aber ordentlich aufgestellt. Leider fehlt NFC. Der 6000-mAh-Akku ist eines der Highlights des Modells und rechtfertigt den Namenszusatz “Power”.

6,5 Zoll HD-Diplay, 48-Megapixel-Hauptkamera plus Weitwinkel, Mediatek Helio P35 und ein Akku mit 5000 mAh - alles nicht übel für die Preisklasse. Je nach Preis baut Samsung nur 3 GByte RAM und 32 GByte internen Speicher bis hin zu 4/128 GByte ein, daher landes das Modell bei uns weiter hinten, als es eigentlich sein müsste.

Das Display ist das Gleiche wie beim A12, die Kamera ist aber mit 13 Megapixel ohne Weitwinkel deutlich schwächer aufgestellt. Dafür schlägt mit einem Snapdragon 460 der nominell hochwertigere Chipsatz im A02s, alelrdings wird er ebenfalls nur von 3/32 GByte Speicher flankiert. Auch hier leistet der Akku 5000 mAh.

Erstaunlich viel Speicher gibt es bis 150 Euro, außerdem recht aktuelles Android. Kamera und Chipsatz sind meist nicht übermäßig stark, es gibt aber auch Ausnahmen – erstaunlich, wie viel Technik es für so wenig Geld gibt. Wer noch mehr Technik will, sollte einen Blick in unsere Bestenlisten zu den besten Smartphones bis 200 Euro, bis 300 Euro und bis 400 Euro werfen.

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