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Top-10: Die besten smarten Heizkörperthermostate

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Smarte Heizkörperthermostate heizen auf Zuruf, per App oder schlicht per Heizplan. Wir haben die zehn beliebtesten smarten Regler getestet.

Wer sich für ein smartes Heizkörperthermostat interessiert, sollte sich zunächst die Grundsatzfrage nach dem geeignetsten System stellen. Denn die sind in dem meisten Fällen nicht zueinander kompatibel. Wer sich also einmal für einen Hersteller entschieden hat, sollte dabei bleiben. Ein Wechsel ist teuer, die gleichzeitige Nutzung mehrerer Systeme umständlich.

Um gleich auf das richtige Pferd zu setzen, zeigen wir hier die zehn besten smarten Heizkörperthermostate. Alle Tests und der große Vergleichstest 2021: Zehn smarte Heizkörperthermostate finden sich auf unserer Themenseite smarte Heizkörperthermostate .

Tado V3+Wiser HeatEve ThermoFritzdect 301Comet DECTBoschNetatmoHomematic IPComet WiFiInnogyGigasetDevoloSpirit Zigbee
Note2222222334444
Maße (h x b x t) in mm49 x 49 x 6550 x 50 x 7568 x 55 x 7553 x 53 x 7265 x 55 x 8557 x 48 x 10358 x 58 x 8058 x 71 x 9768 x 62 x 8368 x 68 x 8368 x 56 x 8951 x 51 x 9168 x 56 x 89
Design+++00--0++-+--0-
Display
Qualität des Displays+++++---++-+-000
beiliegende Adapter
Qualität der App+++++++++++--+--
Ohne Cloud steuerbar✔ (mit CCU3)
Alexa / Google / Homekit✔/✔/✔✔/✔/✖✖/✖/✔✔/✔/✔ (über Umwege)✔/✔/✔ (über Umwege)✔/✔/✔✔/✔/✔✔/✔/✖✖/✖/✖✔/✔/✖✖/✖/✖✔/✔/✖✔/✖/✖
Android / iOS✔/✔✔/✔✖/✔✔/✔✔/✔✔/✔✔/✔✔/✔✔/✔✔/✔✔/✔✔/✔✔/✔
IFTTT
optionales Abomodell
VerbindungsstandardproprietärZigbeeBluetoothDECT ULEDECT ULEproprietärproprietärproprietär2,4-GHz-WLANCosIPproprietärZ-WaveZigbee
Bridge++++ (optional erhältlich)nicht vorhandennicht vorhanden++0nicht vorhanden-00flexibel
Batterien2 x AA2 x AA2 x AA2 x AA2 x AA2 x AA2 x AA2 x AA2 x AA2 x AA2 x AA2 x AA2 x AA
Angabe Batterielaufzeit in Monaten62412662424242424242424

Tado setzt sich verdient an die Spitze der smarten Heizkörperthermostate. Das liegt vor allem am stimmigen Gesamtkonzept. Zunächst bietet Tado aus dem gesamten Testfeld die hochwertigste Verarbeitung und das schickeste Design, an dem keine Knöpfe stören. Zudem lassen sich die Thermostate perfekt regeln. Das Display leuchtet hell und scharf durch den Kunststoff und ist bei Nichtgebrauch unsichtbar. Ein Bajonettverschluss erleichtert das Abnehmen, wenn es zum jährlichen Batterietausch kommt.

Aber auch die Smartphone-App ist einfach zu bedienen und bietet dennoch einen hohen Funktionsumfang. Unter anderem weiß das System auf Wunsch, wenn alle Bewohner das Haus verlassen und dreht die Heizung ab.

Einen großen Haken hat Tado V3+, weswegen das System im Test knapp an der Gesamtnote Eins vorbeischrammt: Es ist teuer. So kostet jedes Heizkörperthermostat unrabattiert knapp 70 Euro. Hier kommen noch Kosten für die Bridge und – wer die Geo-Dienste nutzen will – laufende Kosten für das Abo hinzu.

Das smarte Heizkörperthermostat von Netatmo sieht nicht nur extrem schick aus, es ist zusätzlich perfekt verarbeitet, hat einige clevere Zusatzfunktionen, eine übersichtliche App und unterstützt die drei wichtigsten Sprachassistenten. Auch das Display wäre eigentlich gut. Leider verzichtet Netatmo jedoch auf eine Hintergrundbeleuchtung. Über den schwer zu lösenden Batteriedeckel kann man hinweg sehen. Abzüge gibt es jedoch aufgrund des recht hohen Preises.

Platz 3 und 4 belegen die Heizkörperthermostate Fritzdect 301 und Comet DECT. Sie sind zueinander kompatibel und bieten jeweils plausible Kaufargumente. Beide funktionieren ohne zusätzliche Bridge und verbinden sich über den Funkstandard DECT direkt mit einer kompatiblen Fritzbox. Sie sind sehr einfach zu installieren, lokal steuerbar und legen Wert auf hohen Datenschutz. Dafür bieten sie bei ihrer Nutzung weniger Komfort als die Konkurrenz, zum Beispiel wenn man von außerhalb des WLANs auf sie zugreifen will.

Die Fritzdect 301 sind wertig verarbeitet. Auffällig ist ihr großes und stets sehr gut ablesbares E-Ink-Display. Ihre Anschaffungskosten pendeln zwischen 40 und 45 Euro. Ein vernünftiger Preis, gerade wenn man ihn mit den Preisen anderer Heizkörperthermostate vergleicht. Deutlich unterboten wird er von den Comet DECT, sie kosten lediglich zwischen 25 und gut 30 Euro. Dafür sind sie bei annähernd gleichem Funktionsumfang deutlich schlechter verarbeitet, unförmiger und mit unbeleuchtetem und sehr blickwinkelabhängigem Display.

Eine Kombination beider Thermostate erscheint durchaus sinnvoll. So regeln die schicken, aber etwas teureren Fritzdect 301 die Heizkörper überall dort, wo es auf eine anständige Optik ankommt. Die deutlich günstigeren Comet DECT steuern die hinter Türen, Schränken und im Keller versteckten Heizkörper. Sehr viel günstiger kann man seine Heizkörper kaum nicht smart machen.

Eve Thermo kommt wie Fritzdect 301 und Comet DECT ohne eigene Bridge aus, verbindet sich das Apple-zentrische System doch via Bluetooth direkt mit kompatiblen iPhones, iPads und Macbooks. Das kann wegen der vergleichsweise geringen Reichweite von Bluetooth bei größeren Wohnungen und Häusern zu Verbindungsproblemen führen, weswegen Eve Ende 2019 den Extend einführte. Der Extend ist eine optionale Bridge. Er ist dauerhaft im WLAN und mit den Bluetooth-Heizkörperthermostaten verbunden.

Insgesamt gefällt uns die Optik, ganz besonders die Temperaturanzeige, die vergleichbar mit der Anzeige beim Tado V3+ bei Nichtgebrauch unsichtbar hinter dem Kunststoff verschwindet. Die Installation gelingt kinderleicht, der Datenschutz ist hoch und auch die App ist richtig schick. Lediglich die Programmierung der Heizzeiten hätte man eleganter lösen können.

Ein weiterer Vorteil ist das breite Portfolio des Eve-Systems. Zum Thermo gesellen sich auf Wunsch neben dem Extend auch eine smarte Steckdose, ein Raumklimamonitor, ein smartes Wasserventil und vieles mehr.

Eberle Wiser Heat ist das einzige smarte Heizkörperthermostat unserer Testreihe ohne eigenes Display. Im Alltag vermissen wir es jedoch weniger, als wir zu Beginn vermuteten. Optisch ähneln sie ansonsten den Modellen von Tado. Sie sind sehr gut verarbeitet und kompakter als die meisten anderen smarten Heizkörperthermostate. Auffällig ist ihr sehr ruhiger Motor.

Die App bot zum Start des Systems 2018 nur wenige Funktionen, die über die Zeit regelmäßig ausgebaut werden. Neu ist zum Beispiel eine umfangreiche und grafisch ansprechend gestaltete Auswertung.

Leider ist bei Eberle Wiser Heat die Wiser-Heat-Bridge zwingend notwendig. Trotz weit verbreitetem Zigbee-Standard akzeptiert das System keine Bridges wie Philips Hue (Themenseite) oder Amazon Echo Plus (Testbericht) .

Ein einzelnes Heizkörperthermostat kostet knapp 50 Euro, das Starter-Set mit zwei Heizkörperthermostaten und der Bridge über 200 Euro. Außerdem integrieren sich auf Wunsch eine smarte Steckdose (37 Euro) und ein Raumthermostat (75 - 80 Euro) ins System.

Bosch schiebt sich mit seinem smarten Heizkörperthermostat auf Platz 7. Die Thermostate an sich sind zwar etwas groß geraten, dennoch schick und hochwertig. Uns gefällt die sehr gute App. Das Programmieren der Heizzeiten ist geradezu wegweisend einfach. Weniger gut gefällt uns das Display. Es ist zwar beleuchtet, aber nur aus sehr direkten Blickwinkeln gut ablesbar.

Ein einzelnes Bosch-Heizkörperthermostat kostet etwa 42 Euro, das Starter-Set mit zwei Thermostaten, Fensterkontakt und Bridge 190 Euro. Hat man Glück oder setzt einen Preisalarm, kann man das Set während Aktionen auch mal für 150 Euro erwerben.

Auf Platz 8 schafft es das Homematic-IP-Heizkörperthermostat. Zwar ist die App durchaus gefällig, allerdings bietet das Thermostat für seinen recht hohen Preis von um die 45 Euro ein geradezu altmodisch wirkendes Design mit kaum lesbarem Display.

Ein Vorteil des Systems sind die vielen dazu kompatiblem Produkte aus des Herstellers. Ebenfalls vorbildlich: Wer die Lagerung seiner Daten auf externen Servern verhindern möchte, kann die Homematic-IP-Produkte mit der Steuerzentrale CCU 3 verknüpfen. Die Heizkörperthermostate von Homematic IP gehören zu den leisesten im Testfeld.

Das Comet WiFi lässt uns mit gemischten Gefühlen zurück. Zum einen gefällt uns die Optik mit der schicken LED-Anzeige hinter dem Kunststoff. Dass sie sich direkt mit dem 2,4-GHz-WLAN unabhängig vom Router verbinden, ist ein echtes Novum. So spart man sich den Hub. Auch, dass die App keine persönlichen Daten will, rechnen wir dem Produkt hoch an. Der Funktionsumfang ist jedoch eingeschränkt. Zumindest auf die Unterstützung von Sprachassistenten hätten wir gehofft. Die Einrichtung ist fummelig. Das Hinzufügen eines zweiten Smartphones ist möglich, aber wenig intuitiv. Zudem wirkt die App lieblos.Zu guter Letzt ist das Comet WiFi aktuell mit gut 50 Euro etwas zu teuer.

Auf dem letzten Platz unserer Top-10 der besten Heizkörperthermostate sitzt das Heizkörperthermostat von Innogy. Es kostet einzeln etwa 45 Euro. Das Design ist alles andere als gelungen. Hier merkt man die nahe Verwandtschaft zu den Homematic-IP-Geräten, die alle vom gleichen Unternehmen gefertigt werden.

Die Innogy sind riesig, ihr Display kaum lesbar. Die dazugehörige App wirkt umständlich und stürzte bei uns gerne mal ab. Unverständlicherweise verlangt Innogy für die Nutzung der Thermostate außerhalb des eigenen WLANs 24 Monate nach Kauf der Heizkörperthermostate ein Abo.

Folgende Heizkörperthermostate aus unserer Testreihe haben es nicht diese Top-10 geschafft:

Smarte Heizkörperthermostate sind, gerade wenn es im Objekt viele Heizkörper gibt, teuer. Auch ist kein System perfekt. Dennoch kann man bei richtiger Anwendung Heizkosten sparen, zumindest aber den Komfort erhöhen. Tado V3+ (Testbericht) bietet das stimmigste Gesamtpaket, ist aber auch das teuerste. Wer eine Fritzbox hat und großen Wert auf Datenschutz legt, greift zu AVM Fritzdect 301 (Testbericht) und/oder Comet DECT (Testbericht) . Apple-Nutzer finden in Eve Thermo (Testbericht) ein perfekt auf den Apple-Kosmos zugeschnittenes System. Wie auch immer man sich entscheidet, ein Wechsel auf ein neues System ist umständlich und teuer. Denn momentan sind sie untereinander nicht kompatibel.

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