Top 10: Die besten smarten Heizkörperthermostate 2022

Smarte Heizkörperthermostate Collage

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Smarte Heizkörperthermostate helfen, Energie zu sparen. Zudem bieten sie auch mehr Komfort. Wir zeigen die zehn besten smarten Heizungsregler aus unseren Tests.

Aufgrund der stark steigenden Energiepreise diskutiert ganz Deutschland, wie man Energie einsparen kann. Vor allem beim Heizen ist das Einsparpotenzial groß. Kein Wunder, so liegt der Energieanteil hiesiger Haushalte für das Heizen von Räumen bei 71 Prozent. Strom kommt auf 14 Prozent und auf Warmwasser entfallen die restlichen 15 Prozent.

Energie beim Heizen einzusparen, ist prinzipiell einfach: Schließlich senkt nach Angaben der EU-Kommission bereits eine um ein Grad niedrigere Raumtemperatur den Energiebedarf um bis zu 7 Prozent. Da die durchschnittliche Raumtemperatur in Europa 22 Grad beträgt, aber viele Menschen bereits 19 °C bis 20 °C als komfortabel empfinden, dürfte die Absenkung der Raumtemperatur um 1 °C für viele kaum wahrnehmbar sein. Mit einem smarten Heizkörperthermostat können Anwender individuelle Heizpläne optimal für jeden Raum abstimmen und so Energie einsparen.

Das Einsparpotential beim Heizen ist allerdings von vielen Faktoren abhängig. Natürlich kommt dem persönlichen Nutzungsverhalten eine maßgebliche Rolle zu. Wer im Winter bei 25 °C im T-Shirt im Wohnzimmer sitzt, kann natürlich mehr sparen, als jemand, der bereits die Temperatur auf 19 °Grad abgesenkt hat und die fehlende Wärme mit zusätzlicher Kleidung kompensiert. Ebenso spielt die Dämmung der Wohnung eine entscheidende Rolle. In unsanierten Häusern geht etwa rund ein Drittel der Heizwärme durch die Außenwände verloren. Mehr Informationen zu diesem Thema bietet unser Ratgeber Energie sparen und weniger nachzahlen: Smarte Thermostate reduzieren Kosten um bis zu 8 Prozent.

Neben Bedienung, Funktionalität und Betriebskosten, etwa durch eine kostenpflichtige Cloud-Anbindung, sollte bei der Auswahl eines smarten Heizkörperthermostats auch bedacht werden, wie gut es sich mit anderen Smart-Home-Komponenten, wie Sensoren, die erkennen, ob ein Fenster geöffnet oder geschlossen ist, kombinieren lässt. Zwar bieten die meisten Heizkörperthermostate bereits über eine solche Erkennung, doch basiert diese in vielen Fällen lediglich auf einem registrierten Temperaturabfall. Bis das Heizkörperthermostat diesen erkennt, dauert es allerdings, bis es sein Heizungsventil schließt. Schneller geht es in jedem Fall mit dafür magnetischen oder optischen Sensoren, die sofort erkennen, ob das Fenster geöffnet ist und dementsprechend das Heizungsventil schließen. Das ist ein unschätzbarer Vorteil beim Lüften von Räumen, da man keine Angst haben muss, dass dadurch unnötig viel Energie aus dem Fenster entweicht. Was es ansonsten in puncto Raumklima zu beachten gilt, erläutert unser Ratgeber Schimmel bekämpfen, Gesundheit schützen: Smarte Technik für gutes Raumklima ab 20 Euro.

Um gleich auf das richtige Pferd zu setzen, zeigen wir die zehn besten smarten Heizkörperthermostate. Wer sich für Fußbodenheizung interessiert, sollte sich unsere Kaufberatung: Smarte Thermostate für Fußbodenheizungen anschauen. Alle Tests und Ratgeber finden sich auf unserer Themenseite smarte Heizkörperthermostate.

Während bisherige Heizkörperthermostate von eQ-3 oft groß und unförmig daherkamen (Testbericht) weiß das Homematic IP Evo mit den Abmessungen 97 × 71 × 58 mm durch ein schlankes und modernes Design zu gefallen. Auch die manuelle Bedienung hat eQ-3 verbessert: Statt über einen Drehregler wippt man das Thermostat kurz in die eine oder andere Richtung, um die Temperatur in 0,5-Grad-Schritten einzustellen. Dabei reagiert der neue Schrittmotor zur Anpassung des Ventils sehr flott, sodass das Thermostat zügig auf Einstellungen reagiert. Sehr nützlich ist außerdem, dass man die LED-Anzeige für die Temperatur drehen kann, sodass man, je nachdem wie das Thermostat am Heizkörper montiert ist, die Temperatur-Anzeige immer im Blick hat, ohne sich den Hals verrenken zu müssen.

Mit knapp 80 Euro fällt der Preis für das Homematic IP Thermostat Evo vergleichsweise hoch aus. Zudem muss man zusätzliche Ausgaben in Höhe von etwa 50 respektive 145 Euro für eine der beiden Gateways einkalkulieren. Dafür erhält man allerdings die Möglichkeit, weitere Smart-Home-Komponenten von e-Q3 zu integrieren. Zudem ist das Gerät förderfähig (PDF) und unterstützt einen dynamischen hydraulischen Abgleich, sodass man bei der Optimierung der Heizung keine Ventile wechseln muss. Damit setzt sich das Heizkörperthermostat Homematic IP Evo an die Spitze unserer Bestenliste.

Tado erreicht Platz 2 mit einem stimmigen Gesamtkonzept. Zunächst bietet Tado aus dem gesamten Testfeld die hochwertigste Verarbeitung und das schickeste Design, an dem keine Knöpfe stören. Zudem lassen sich die Thermostate perfekt regeln. Das Display leuchtet hell und scharf durch den Kunststoff und ist bei Nichtgebrauch unsichtbar. Ein Bajonettverschluss erleichtert das Abnehmen, wenn es zum jährlichen Batterietausch kommt.

Aber auch die Smartphone-App ist einfach zu bedienen und bietet dennoch einen hohen Funktionsumfang. Unter anderem weiß das System auf Wunsch, wenn alle Bewohner das Haus verlassen und dreht die Heizung ab.

Einen großen Haken hat Tado V3+, weswegen das System im Test knapp an der Gesamtnote Eins vorbeischrammt: Es ist teuer. Für das Starter-Set mit Bridge sind knapp 120 Euro fällig. Für jedes weitere Thermostat muss man derzeit gut 76 Euro ausgeben. Und für die volle Funktionalität (Auto Assist) kommen jährliche Kosten in Höhe von 25 Euro hinzu.

Für die Gestaltung seines smarten Heizkörperthermostats hat sich Netatmo Hilfe beim französischen Designer Philippe Starck. Das hat sich gelohnt! Die zylindrischen Heizkörperthermostate selbst sind wunderbar minimalistisch, nirgends ist ein Knopf erkennbar. Sie umschließt ein 3 Millimeter breites, milchiges Acrylglas, dessen angeschnittene Kante fängt das Umgebungslicht ein und gibt es ähnlich eines Glasfaserkabels an der anderen Seite wieder aus. In gewissen Lichtsituationen kann das zu einem bemerkenswerten Effekt führen. Der Packung liegen vier verschiedenfarbige Ringe zum Aufkleben bei, die den Lichtleitereffekt in Farbe tunken.

Doch das Thermostat von Netatmo sieht nicht nur schick aus, es ist zusätzlich perfekt verarbeitet, hat einige clevere Zusatzfunktionen, eine übersichtliche App und unterstützt die drei wichtigsten Sprachassistenten. Auch das Display wäre eigentlich gut. Leider verzichtet Netatmo jedoch auf eine Hintergrundbeleuchtung. Über den schwer zu lösenden Batteriedeckel kann man hinwegsehen. Abzüge gibt es jedoch aufgrund des recht hohen Preises.

Platz 4 und 5 belegen die Heizkörperthermostate Fritzdect 301 und Comet DECT. Sie sind zueinander kompatibel und bieten jeweils plausible Kaufargumente. Beide funktionieren ohne zusätzliche Bridge und verbinden sich über den Funkstandard DECT direkt mit einer kompatiblen Fritzbox. Sie sind einfach zu installieren, lokal steuerbar und legen Wert auf hohen Datenschutz. Dafür bieten sie bei ihrer Nutzung weniger Komfort als die Konkurrenz, zum Beispiel, wenn man von außerhalb des WLANs auf sie zugreifen will.

Die Fritzdect 301 sind wertig verarbeitet. Auffällig ist ihr großes und stets sehr gut ablesbares E-Ink-Display. Ihre Anschaffungskosten pendeln zwischen 40 und 45 Euro. Ein vernünftiger Preis, gerade, wenn man ihn mit den Preisen anderer Heizkörperthermostate vergleicht. Deutlich unterboten wird der Preis von den Comet DECT, sie kosten lediglich zwischen 25 und gut 30 Euro. Dafür sind sie bei annähernd gleichem Funktionsumfang deutlich schlechter verarbeitet, unförmiger und mit unbeleuchtetem und blickwinkelabhängigem Display.

Eine Kombination beider Thermostate erscheint sinnvoll. So regeln die schicken, aber etwas teureren Fritzdect 301 die Heizkörper überall dort, wo es auf eine anständige Optik ankommt. Die deutlich günstigeren Comet DECT steuern die hinter Türen, Schränken und im Keller versteckten Heizkörper. Sehr viel günstiger kann man seine Heizkörper kaum smart machen.

Das Meross Heizkörperthermostat kostet mit Bridge etwa 57 Euro und einzeln 44 Euro. Für diesen vernünftigen Preis bieten sie vor allem eine hohe Flexibilität. Denn sie unterstützen neben Alexa und Google Assistant auch Apples Homekit. Dazu sind sie einfach zu installieren, kommen mit einer übersichtlichen App und einer kabellosen WLAN-Bridge. Weniger gut gefällt uns das Display, welches drei Touch-sensitive Buttons bietet. Diese lassen sich nicht blind ertasten, sind also in einigen Fällen etwas unpraktisch.

Insgesamt ist das Meross Heizkörperthermostat zwar nicht perfekt, aber dank seiner hohen Flexibilität zum vernünftigen Preis eine Kaufempfehlung. Es ist einfach zu installieren, sieht dank seines minimalistischen Äußeren schick aus, bietet eine übersichtliche App mit einer genial einfach zu programmierender Zeitsteuerung und integriert sich in bestehende Smart-Home-Systeme wie Alexa, Google Assistant, Smartthings und Homekit. Außerdem nutzen es eine Bridge, die dank WLAN keinen Ethernet-Port am Router besetzt.

Eve Thermo kommt ohne eigene Bridge aus, verbindet sich das Apple-zentrische System doch via Bluetooth direkt mit kompatiblen iPhones, iPads und Macbooks. Das kann wegen der vergleichsweise geringen Reichweite von Bluetooth bei größeren Wohnungen und Häusern zu Verbindungsproblemen führen, weswegen Eve Ende 2019 den Extend einführte. Der Extend ist eine optionale Bridge. Er ist dauerhaft im WLAN und mit den Bluetooth-Heizkörperthermostaten verbunden. Dank eines Updates ist Eve Thermo seit 2021 auch Thread-geeignet. So kann das Netzwerk etwa mit einer Eve Steckdose erweitert und der Funktionsradius ausgebaut werden.

Insgesamt gefällt uns die Optik, ganz besonders die Temperaturanzeige, die vergleichbar mit der Anzeige beim Tado V3+ bei Nichtgebrauch unsichtbar hinter dem Kunststoff verschwindet. Die Installation gelingt kinderleicht, der Datenschutz ist hoch und auch die App ist richtig schick. Lediglich die Programmierung der Heizzeiten hätte man eleganter lösen können.

Ein weiterer Vorteil ist das breite Portfolio des Eve-Systems. Zum Thermo gesellen sich auf Wunsch neben dem Extend auch eine smarte Steckdose, ein Raumklimamonitor, ein smartes Wasserventil und vieles mehr.

Bosch schiebt sich mit seinem smarten Heizkörperthermostat auf Platz 8. Die Thermostate an sich sind zwar etwas groß geraten, dennoch schick und hochwertig. Uns gefällt die gute App. Das Programmieren der Heizzeiten ist geradezu wegweisend einfach. Weniger gut gefällt uns das Display. Es ist zwar beleuchtet, aber nur aus sehr direkten Blickwinkeln gut ablesbar.

Ein einzelnes Bosch-Heizkörperthermostat kostet unter 55 Euro, das Starter-Set mit zwei Thermostaten, Fensterkontakt und Bridge 200 Euro. Hat man Glück oder setzt einen Preisalarm, kann man das Set während Aktionen auch mal für 180 Euro erwerben.

Auf Platz 9 schafft es das Tuya-Heizkörperthermostat BRT-100. Das getestete Heizkörperthermostat stammt von Moes, einer chinesischen Marke, die zum auf Solar- und Smart-Home-Technologie spezialisierten Unternehmen Wenzhou Nova New Energy gehört. Das Modell wird aber auch unter gleichem Namen von anderen Anbietern vertrieben.

Mit den Abmessungen 85 × 71,1 × 52 mm fällt das Moes BRT-100 relativ kompakt aus. Statt 52 mm außen misst es in der Mitte nur 48,5 mm, sodass das Gehäuse taillenförmig verläuft. Zusammen mit der farbigen LED-Anzeige an der Front hinterlässt es auf den ersten Blick einen eleganten Eindruck. Die matte Oberfläche fühlt sich qualitativ hochwertig an und ist gegenüber Fingerabdrücken unempfindlich.

Das getestete Heizkörperthermostat BRT-100 von Moes ist im Online-Shop der Marke beim Versand aus einem EU-Warenlager für aktuell 44,50 Euro erhältlich. Zusammen mit dem für den Betrieb nötigen Zigbee Hub sind 69,41 Euro fällig.

Beim Moes BRT-100 handelt sich um ein verhältnismäßig günstiges Heizkörperthermostat. Das Design weiß zu gefallen und auch die Bedienung per App ist auf der Höhe der Zeit – zumindest, wenn man sich an der englischen Sprache nicht stört. Die manuelle Einstellung über das Touch-Display ist aber umständlich.

Dafür ist das BRT-100 Teil der umfangreichen wie vielfältigen Tuya-Smart-Home-Welt (Testbericht). Anwender können also das Heizkörperthermostat mit anderen Tuya-Komponenten koppeln und ausgefeilte Szenarien, etwa zur Steuerung des Raumklimas (Ratgeber), mit nur einer App umsetzen.

Das smarte Heizkörperthermostat von Hama gehört zu den beliebtesten am Markt. Tatsächlich überzeugt uns im Test die gute Hardware mit dem tollen Display, das wie bei Tado und Eve Thermo unsichtbar hinter dem Kunststoff verschwindet, wenn man es nicht benötigt. Auch wenn uns der Steuerungsring optisch nicht gefällt, so erweist er sich in der Praxis als äußerst praktisch. Denn an ihm regelt man schnell und unkompliziert die Solltemperatur. Auch das kabellose WLAN-Gateway ist ein Pluspunkt. Diese kann frei im Haus positioniert werden und belegt keinen Ethernetport am Router. Noch dazu sind die Hama-Heizkörperthermostate mit knapp 50 Euro recht günstig. Das Set mit Bridge und zwei Thermostaten wird ab 90 Euro angeboten.

Auf der Negativseite steht die App. Sie ist optisch wenig ansprechend und in ihrer Bedienung umständlich. Wer darüber hinwegsehen kann, oder die Thermostate ohnehin überwiegend über Alexa oder den Google Assistant bedient, kann bedenkenlos zugreifen.

Je nachdem, wie viele Heizkörperthermostate zum Einsatz kommen, kann die Investition in smarte Modelle schnelle mehrere Hundert Euro kosten. Bei stark steigenden Energiepreisen dürfte sich die Investition jedoch innerhalb weniger Jahre amortisieren. Zudem sind sie komfortabler zu bedienen als herkömmliche Varianten.

Das Homematic IP Evo (Testbericht) bietet tolle Funktionen, ist förderfähig und lässt sich mit zahlreichen Smart-Home-Komponenten von e-Q3 kombinieren. Wer eine Fritzbox hat und großen Wert auf Datenschutz legt, greift zu AVM Fritzdect 301 (Testbericht) und/oder Comet DECT (Testbericht). Apple-Nutzer finden in Eve Thermo (Testbericht) ein perfekt auf den Apple-Kosmos zugeschnittenes System. Und wer bereits viele Tuya-Komponenten (Testbericht) verwendet, dürfte zum Modell BRT-100 greifen.

Mehr Informationen zu smarten Thermostaten und Energiesparpotentialen mithilfe smarter Technik bietet TechStage in der Themenwelt Smart Home sowie in folgenden Beiträgen:

Mehr Informationen zu Heizkörper-Thermostaten finden sich auch in unseren Einzel- und Vergleichstests:

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