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Xiaomi Poco F3

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Mehr als ein Einsteiger-Smartphone soll das neue Handy schon können, aber nicht viel kosten? Wir zeigen die besten Handys bis 300 Euro.

Selbst so manches 100-Euro Smartphone hat inzwischen überraschend viel Technik zu bieten, wie unsere Bestenliste: Die 10 besten Handys bis 100 Euro eindrucksvoll zeigt. Außerdem wird überraschend klar, dass Modelle für 200 Euro (Bestenliste) kaum schwächer als Modelle für 300 Euro ausgestattet sind. Hauptunterschied ist der 5G-Standard, der unter 200 Euro bislang kaum zu finden ist, bis 300 Euro hingegen schon. Auch bei der Kamera gibt es bis 300 Euro Luft nach oben, meist füllen Hersteller hier die Haupt- und Weitwinkellinse mit einem einfachen Makro- und Tiefensensor auf. Für einen spürbaren Technologiesprung müssen Käufer dann aber schon ein paar Euro mehr in die Hand nehmen. Das macht sich dann aber auch in so gut wie jedem Bereich der Ausstattung bemerkbar.

Obacht: Wie immer sind ältere Modelle preislich verlockend. Wir raten von Smartphones, die vor 2021 in den Markt kamen, eher ab. Hier gibt es ältere Hard- und vor allem Software. Wir haben für diese Top 10 entsprechend auf Geräte aus 2021 zurückgegriffen – nur so ist eine ausreichend lange Update-Versorgung gewährleistet.

Im Preisbereich bis 300 Euro sollten Interessenten Smartphones ausklammern, die weniger als Full-HD+ als Auflösung bieten. Außerdem gibt es in diesem Preisbereich immer mehr OLED-Bildschirme, die mit besonders gutem Schwarzwert, hohen Kontrasten, intensiver Sättigung sowie hervorragender Blickwinkelstabilität punkten. Sogar Modelle mit 90 oder 120 Hertz sind inzwischen in diese Preisregion vorgedrungen. Inhalte lassen sich damit noch flüssiger wiedergeben. In unserem Display-Kompendium geben wir einen genauen Überblick zu Bildschirm-Techniken und Auflösungen.

Beim Arbeitsspeicher sollten 6 GByte die unterste Grenze sein, beim internen Speicher 64, besser noch 128 GByte – warum weniger akzeptieren, wenn es so viel Speicherplatz problemlos unter 300 Euro gibt? Einige wenige Modelle bieten sogar 8 GByte RAM und/oder 256 GByte erweiterbaren Datenspeicher.

Gerade in der Mittelklasse tummeln sich viele Smartphones mit Mediatek-Chips, inzwischen bieten aber immer mehr Modelle Chipsätze des Marktführers Qualcomm und sogar Chips der Oberklasse findet man in dieser Preisklasse. Die Mediatek-Chips sind leistungstechnisch meist konkurrenzfähig, boten aber in der Vergangenheit Nachteile bei der Update-Versorgung und beim Stromverbrauch. Anders ist das bei den neuen Dimensity-Chips. Echte Gründe, entsprechende Modelle zu meiden, gibt es aus unserer Sicht bei Mediatek-Chips in der Mittelklasse generell nicht. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann natürlich trotzdem nach Smartphones mit Qualcomm-Chips Ausschau halten.

Die „Billighersteller“ wie Spreadtrum findet man in dieser Preisklasse nicht mehr, gleiches gilt für Chipsätze mit weniger als 8 CPU-Kernen. Beispiele für vernünftige Chips sind Mediatek Dimensity 700 oder 800(U), Helio G90T oder Helio G95 und Qualcomm Snapdragon 765(G) und 778(G). Mehr geht natürlich immer.

Der Großteil der Smartphones bis 300 Euro kommt mit Quad-Cam zum Kunden, doch hier müssen Interessenten aufmerksam sein. Denn während Topmodelle jenseits der 600 Euro und auch einige günstigere Modelle (Ratgeber) mittlerweile standardmäßig mit Haupt-, Weitwinkel- und Teleobjektiv sowie Tiefensensor ein universell einsetzbares Paket liefern, setzen in der hier behandelten Preisklasse immer noch viele Hersteller auf Makro- statt Telelinse. Die sind dann zu allem Überfluss gern mit sehr niedriger Megapixelzahl ausgestattet. Diese niedrig auflösenden Makro-Kameras sind normalerweise im Alltag qualitativ kaum zu gebrauchen, sodass von den vier angepriesenen Kameras nicht drei, sondern sogar nur zwei wirklich sinnvoll Verwendung finden.

Besser wäre stattdessen eine ordentliche Telekamera und statt Makrolinse ein vernünftiges Weitwinkelobjektiv, über das Objekte im entsprechenden Modus mit leichter Vergrößerung ganz nah herangeholt werden. Das leidige Thema der leeren Marketing-Versprechen haben wir in unserem Ratgeber Budget-Phone mit Triple-Cam: Mehr als ein Marketing-Gag? ausführlich beleuchtet.

Der neue Datenstandard 5G ist bis 300 Euro eines der deutlichsten Unterscheidungskriterien zu Modellen bis 200 Euro (Bestenliste), alle Smartphones haben das aber auch hier noch lange nicht. Noch ist das aber gar nicht nötig, da zumindest in Deutschland die Netzabdeckung mit 5G immer noch lückenhaft ist. Ansonsten bieten Mittelklasse-Smartphones heute fast alles, was die Oberklasse hat. Das geht von Fingerabdrucksensoren im Bildschirm (bei OLED) über NFC, Bluetooth, WLAN und GPS bis hin zu USB-C und Schnellladefunktionen. Die Einschränkungen liegen oft im Detail. So hat bislang Wifi-6 noch kaum Einzug in die Mittelklasse bis 300 Euro gehalten, stattdessen müssen Nutzer mit Wifi-5 (802.11ac) vorlieb nehmen. Wasserdichtigkeit und kabelloses Laden kommen ebenfalls selten bis gar nicht vor. Achtung: Details wie NFC sind nicht bei allen Modellen in dieser Preis-Range eine Selbstverständlichkeit.

Platz Eins ist aktuell das Poco F3 (Testbericht). Das Modell bietet ein 6,7 Zoll großes OLED-Display mit 120 Hertz Bildaktualisierungsrate, Haupt- und Weitwinkelkamera mit 48 und 8 Megapixel und den schnellsten Chipsatz im Feld: den Snapdragon 870. Kombiniert mit 6/128 GByte Speicher bietet das Modell so viel wie teils klar teurere Konkurrenten. 5G ist mit dabei, außerdem NFC, IR-Blaster, Stereo-Lautsprecher, Android 11 und Co. Der Akku leistet 4520 mAh und darf mit 33 Watt ziemlich schnell geladen werden.

Auf Platz zwei sehen wir aktuell das Realme GT Master Edition (Testbericht). Das Gerät bietet ebenfalls ein OLED-Display mit 120 Hertz, bei der Kamera sogar 64 Megapixel (und wieder ein zusätzliches Makroobjektiv) und die Frontkamera ist mit 32 Megapixel ziemlich hochauflösend. Zudem ist der Fingerabdrucksensor hier wie bei „den Großen“ im Display. Allerdings baut der Hersteller hier nur einen Snapdragon 778G ein – der ist im Alltag mehr als ausreichend, kommt aber an den Snapdragon 870 des Poco-Phones auf Platz eins nicht heran. Der Rest ist weitgehend identisch: 6/128 GByte Speicher, 5G und ein mit 4300 mAh etwas schwächerer Akku. Der lässt sich dafür mit satten 65 Watt laden.

Der Screen des Xiaomi Mi 11 Lite 5G NE verwendet ebenfalls OLED-Technik, schafft aber nur 90 Bilder pro Sekunde. 64 Megapixel gibt es auch hier, zusätzlich zur „normalen“ Technik, die jedes Gerät in dieser Preisklasse mitbringt, baut Xiaomi wie fast immer einen IR-Blaster und das namensgebende 5G ein. Der Fingerabdrucksensor sitzt wie im Poco F3 seitlich im Powerbutton. 6/128 GByte Speicher sind auch hier an Bord, der Speicher ist erweiterbar – das fehlt den beiden besser platzierten Modellen. Der Akku ist mit dem Powerpack des Poco F3 identisch. Vorteil Mi 11 Lite 5G: Das Modell verfügt nicht nur über Stereolautsprecher, sondern ist auch nach IP53 gegen Spritzwasser geschützt.

Der "König der Mittelklasse" landet dieses Mal "nur" auf dem vierten Platz dieser Top 10. 5G fehlt dem Xiaomi Redmi Note 10 Pro (Testbericht), dafür punktet es auf so gut wie jedem anderen Gebiet. So setzt der Hersteller auf ein 90-Hertz-OLED-Display, bietet eine für den Preis ausgezeichnete Hauptkamera mit 108 Megapixel, mit dem Snapdragon 732G einen modernen und kräftigen Chipsatz und kombiniert das mit 6/128 GByte Speicher. Zusätzlich zu NFC gibt es wie immer bei Xiaomi einen IR-Blaster zum Steuern von Haushaltsgeräten, außerdem ist das Smartphone IP53 zertifiziert. 5020 mAh leistet der Akku, 33 Watt Ladegeschwindigkeit sind in dieser Preisklasse sehr gut.

Mit der Zweitauflage der Nord-Serie hat Oneplus erneut richtig tolle Mittelklasse-Smartphones im Sortiment. Das gilt auch für das Oneplus Nord CE 5G (Testbericht) – obwohl es die abgespeckte Version des Nord 2 (Testbericht) ist und keine echten Highlights bietet. Dafür ist es grundsolide: 90-Hz-OLED mit integriertem Fingerabdrucksensor, 64 Megapixel-Hauptkamera, 8/128 GByte Speicher und ein potenter Snapdragon 750G als Antrieb – das ist für 300 Euro ordentlich. 5G ist auch mit dabei und der Akku leistet 4500 mAh.

Auch das Xiaomi Mi 11 Lite ohne 5G-Zusatz setzt auf OLED als Display-Technologie, auch bei dem verwendeten 6,55 Zoll großen Screen werden 90 Bilder pro Sekunde angezeigt. Bei der Kamera setzt der Hersteller auf 64 und 8 Megapixel plus Makrosensor. Angetrieben wird das Modell von einem Snapdragon 732G und als Speicher gibt es 6/128 GByte. Stereo-Lautsprecher und ein Akku mit 4250 mAh komplettieren das Bild.

Samsung findet man in den unteren Preisbereichen nicht oft, wenn es um Preis-Leistung geht. Umso erstaunlicher ist das Galaxy M32. Es verfügt ebenfalls über 90-Hz-OLED und erweitert die 64-Megapixel-Hauptkamera um Weitwinkel und Makro. Der Fingerabdrucksensor sitzt auch beim M32 in der seitlichen Power-Taste statt im Display und 5G gibt es nicht. Wer darauf verzichten kann, der bekommt allerdings die in dieser Preisklasse typische Speicherkonfiguration mit 6/128 GByte und einen 5000 mAh starken Akku. Als Antrieb dient ein etwas älterer Mediatek Helio G80, der zumindest im Alltag ausreichende Leistung bringt.

HTC, HTC, HTC… da war doch was… Richtig, HTC ist der taiwanische Hersteller, der vor 10 Jahren tolle Smartphones baute und dann nach und nach an Boden verlor – bis er heute global und in Deutschland bei Smartphones keine Rolle mehr spielt. Was nicht bedeutet, dass das Unternehmen zumindest auf dem Papier keine ordentlichen Smartphones mehr bauen kann. Das Desire 21 Pro etwa bietet ein 6,7 Zoll großes FHD+-Display mit OLED-Technologie und 90 Hertz, die Hauptkamera kombiniert 48 Megapixel der Hauptlinse mit Weitwinkel und Makro und als Antrieb dienen ein ausreichend starker Snapdragon 690 und 8/128 GByte Speicher. 5G gibt es obendrein, der Akku leistet 5000mAh.

Das Oppo A94 5G bietet mit 6,4 Zoll beinahe schon ein "kleines" Display und verzichtet dabei auf eine erhöhte Bildwiederholungsfrequenz. Dafür setzt der Hersteller auf OLED-Technik. Die Kamera besteht im Wesentlichen aus der typischen Combo dieser Preisklasse: aus 48 und 8 Megapixel. Als Antrieb wählt das Unternehmen einen modernen Dimensity 800U, der von 8 GByte Arbeitsspeicher und 128 GByte internem Speicher begleitet wird. Dem Namen entsprechend ist das Oppo A94 5G mit dem neuesten Funkstandard ausgestattet. Der Akku ist mit 4310 mAh mit am schwächsten in dieser Top 10, sollte im Alltag aber ausreichen. Mit 30 Watt wird er schnell genug geladen.

Der OLED-Screen des Realme 8 Pro (Testbericht) bietet zwar eine hohe Abtastrate von 180 Hz, die Bildwiederholungsfrequenz liegt aber nur bei 60 Hertz. Highlights sind die Hauptkamera mit 108 Megapixel und der Akku mit 4500 mAh, der mit stolzen 50 Watt wirklich schnell auflädt. Der Rest ist ordentlich: Snapdragon 720G als Chipsatz, 6/128 GByte Speicher und schickes Design machen das Realme 8 Pro zu einem guten Kauf.

Der Unterschied von Modellen um 100 bis 150 Euro zu Smartphones von 250 bis 300 Euro ist teils gravierend. Bei den in dieser Bestenliste aufgeführten Geräten muss sich niemand Gedanken machen, ob er damit im nächsten oder übernächsten Jahr noch arbeiten kann – das wird funktionieren, sofern kein Defekt dazwischenkommt. Denn die verwendeten Chipsätze bieten ausreichende Reserven, gleiches gilt für internen Speicher, RAM und restliche Ausstattung. Selbst 120-Hertz-OLED-Displays und 5G-Funk sind bis 300 Euro schon zu haben.

Hinzu kommen bei größerer Ausgabe vorrangig Luxus-Features wie Wasserdichtigkeit, OLEDs mit 120 Hertz und kabelloses Laden. Einen guten Sprung machen noch teurere Modelle außerdem bei der Kameraqualität, primär bei Aufnahmen bei wenig Licht. Auch eine Telelinse ist dann ein Must-have. Wer darauf besonderen Wert legt, sollte einen Blick in unsere Top 10 der Kamera-Smartphones oder die günstigsten Modelle mit Weitwinkel und optischem Teleobjektiv werfen. Alternativ zeigen wir in unserer Top 10 der Smartphones bis 200 Euro günstigere und in unserer Top 10: Die besten Smartphones bis 400 Euro kostspieligere Modelle. All unsere Bestenlisten und Ratgeber werden mehrfach im Jahr aktualisiert, der letzte Stand ist oben über dem Artikel zu sehen.

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