Top 10: Die besten E-Scooter 2022 von Segway bis Xiaomi im Test

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Von Xiaomi über Segway bis IO Hawk: Wir haben in der Bestenliste über 30 E-Scooter mit Akku und Straßenzulassung getestet und verglichen. Das sind die besten Modelle.

Das Angebot an Elektroscootern mit Straßenzulassung ist 2022 fast schon unübersichtlich groß. Aber wie sind Reichweite, Akku, Motor, Bremse und Verarbeitung? Unsere Elektroroller-Tests haben gezeigt, dass längst nicht alle gut sind. Da es hier um die eigene Sicherheit im Straßenverkehr geht, sollte man nicht an der falschen Stelle sparen. Wir zeigen, welche E-Scooter man bedenkenlos kaufen kann.

Wir haben in den letzten Monaten und Jahren gut 30 E-Scooter von 300 Euro bis 1500 Euro ausführlich getestet und decken so einen guten Querschnitt des Marktes ab. Alle Einzeltests, Ratgeber und Kaufberatungen sammeln wir auf unserer Themenseite E-Scooter. Nicht alle Elektroscooter haben es in diese Bestenliste mit den zehn wirklich besten E-Rollern geschafft. Einige dennoch spannende Kandidaten packen wir in den Bereich Alternativen.

Wir bleiben an dem Thema Elektroscooter dran und erweitern die Testreihe nach und nach mit aktuellen Modellen. Jeder neue Test fließt dann in diese Bestenliste mit ein. Sie wird mit Updates auf dem aktuellen Stand gehalten. Auch E-Bikes, E-Klappräder und E-Skateboards helfen bei der letzten Meile. Alle Tests und Ratgeber sammeln wir auf unserer Themenseite E-Mobility.

E-Scooter mit Straßenzulassung müssen in Deutschland versichert werden, wenn man mit ihnen am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen will. Dafür benötigen Halter der elektrischen Tretroller eine spezielle Kfz-Haftpflichtversicherung sowie ein Kennzeichen. Die vertraglich abgedeckte Versicherungssumme variiert je nach Versicherung. Die jährlichen Kosten für die Elektrokleinstfahrzeuge-Versicherung belaufen sich auf etwa 15 bis 50 Euro.

Für die Versicherung liegen dem E-Scooter mit Straßenzulassung Fahrzeugpapiere bei. Dort steht unter anderem die Fahrzeug-ID-Nummer in das Alter des E-Scooters. Minderjährige unter 16 Jahren benötigen eine Einverständniserklärung und die Unterschrift der Eltern.

Falls vorhanden müssen E-Scooter auf Radwegen, Radstreifen oder Fahrradstraßen fahren. Gibt es diese nicht, dürfen E-Scooter auf die Fahrbahn ausweichen. Verboten sind E-Roller auf Gehwegen, in Fußgängerzonen und in Einbahnstraßen entgegen der Fahrtrichtung. Das gilt nicht für Einbahnstraßen, die mit „Radfahrer frei“ gekennzeichnet sind. Grundsätzlich dürfen die E-Scooter überall fahren, wo die Zusatzkennzeichnung „Elektrokleinfahrzeuge frei“ gilt.

Nein, es gibt bei E-Tretrollern mit Straßenzulassung bis 20 Kilometer pro Stunde keine Helmpflicht. Trotzdem raten wir dazu, einen Helm zu tragen. Eine gewisse Unfallgefahr etwa durch andere Verkehrsteilnehmer, nassen Untergrund oder der Fahreigenschaften des E-Scooters besteht immer.

Einige Helme bieten nicht nur eine hohe Sicherheit, sondern zusätzlich smarte Funktionen wie Licht, Musik, Telefonie oder einen Blinker. Wir empfehlen dafür einen Blick in unseren großen Ratgeber Smarte Fahrradhelme im Vergleich: Besser geschützt mit Airbag, Blinker, Notruf.

Sehr viele Elektronikfachverkäufer, aber auch viele lokale Fahrradhändler bieten E-Scooter an. Auch online gibt es so gut wie jeden E-Scooter. Häufig erzielt man beim Online-Kauf sogar bessere Preise. Wir empfehlen angehenden Käufern die Preise stets online zu vergleichen. Dafür bietet sich etwa unser Preisvergleich an. Im Folgenden zeigen wir die aktuell günstigsten und beliebtesten E-Scooter mit Straßenzulassung und einer Höchstgeschwindigkeit von 20 Kilometer pro Stunde.

Einer der wichtigsten Punkte beim Kauf eines E-Scooters ist die Motorkraft. Bezüglich der Beschleunigung macht dem Eleglide D1 Master (Testbericht) niemand so schnell etwas vor. Kein Wunder, kommt er doch als einziger im Testfeld mit gleich zwei 500-Watt-Motoren. Schneller als 20 Kilometer pro Stunde darf ein E-Scooter in Deutschland nicht fahren, wenn er denn über eine Straßenzulassung verfügt. Hier gibt es jedoch einen Spielraum von rund zehn Prozent. Einige E-Roller nutzen das aus und fahren legal 22 Kilometer pro Stunde. Gefühlt macht das tatsächlich einen Unterschied. Wir empfehlen, darauf zu achten. Dem Eleglide D1 Master ist das genauso egal wie dem Kugoo Kirin G3 (Testbericht). Beide fahren locker über 50 Kilometer pro Stunde. Erlaubt ist das nur auf privatem Gelände.

Fast alle nutzen für die stufenlose Beschleunigung am rechten Griff einen Daumenhebel. Bei einigen Modellen sitzt dieser relativ straff, was gerade bei längeren Fahrten unangenehm werden kann. Das passiert bei Modellen mit Zeigefingergriff nicht. Trotzdem bevorzugen wir einen leichtgängigen Daumengriff. Denn der Zeigefingergriff hat den Nachteil, dass der Fahrer zum Betätigen des Bremshebels zunächst umgreifen muss. Das kann wertvolle Zeit kosten.

Man merkt beim Fahren sofort, ob ein E-Scooter über Luft- oder über Vollgummi- oder Honeycomb-Reifen verfügt. Denn während Luftreifen die meisten kleineren Unebenheiten abfangen, geben Vollgummireifen alle Unebenheiten direkt an den E-Scooter und seinen Fahrer weiter. Das ist auch der Grund, warum die meisten elektrischen Tretroller ohne Luftreifen über eine Federung verfügen. Vorteil von Hartgummi: Sie sind pannensicher und auch das Nachpumpen entfällt.

Ein zweiter wichtiger Faktor ist die Größe der Räder. So fahren sich 8-Zoll-Luftreifen härter als 10-Zoll-Varianten, die wiederum knapp von 12-Zoll-Luftreifen wie beim Metz Moovers (Testbericht) geschlagen werden.

Doch auch Modelle mit großen Luftreifen profitieren von einer guten Federung. So gestaltet sich etwa die Fahrt mit dem IO Hawk Legend (Testbericht) und 10-Zoll-Bereifung dank seiner Premium-Federung besonders komfortabel.

Die Bremsen eines E-Scooters sollten zu den wichtigsten Faktoren beim Kauf gehören. Schließlich ist es für die Sicherheit von entscheidender Bedeutung, in einer Gefahrensituation rechtzeitig anzuhalten. Neben der Art der Bremse sind auch die Reifen wichtig. So bieten Vollgummireifen besonders bei Feuchtigkeit weniger Grip als Luftgummireifen.

Der Gesetzgeber verlangt für straßenzugelassene E-Scooter zwei unabhängig voneinander funktionierende Bremsen. Üblicherweise nutzen die Hersteller vier Varianten, die in unterschiedlichen Kombinationen zum Einsatz kommen:

  • Scheiben- /Trommelbremse vorn (super)
  • Scheiben- /Trommelbremse hinten (super)
  • Motorbremse vorn oder hinten (mittel)
  • Schutzblechbremse hinten (schlecht)

Die Akkukapazität eines E-Scooters variiert in etwa zwischen 200 und 1000 Wattstunden. Als Faustregel gilt: Je größer der Akku, desto teurer, schwerer und reichweitenstärker ist der E-Scooter. Trotzdem kann man die Akkuleistung nicht direkt auf die maximale Reichweite übertragen. Mehr Information rund um dieses Thema zeigen wir in unserer Akku-Bestenliste: Diese 5 E-Scooter fahren am weitesten.

Alle klappen, außer Mytier (Testbericht). Das ergibt Sinn, schließlich ist der Klappmechanismus im Sharing-Alltag eher schlecht, denn er könnte kaputtgehen. Den mit Abstand besten Klappmechanismus bietet der Egret Ten V4 (Testbericht). Nicht nur die Sicherung zwischen Trittbrett und Lenkstange sitzt fest und lässt sich dennoch mit dem Fuß bedienen. Die Griffe am Lenker können Nutzer anlegen, was das Klappmaß zusätzlich deutlich verringert. Hochwertig ist auch die Mechanik am Egret Pro (Testbericht) und am The Urban #HMBRG (Testbericht).

Damit sich ein E-Scooter auch für größere Personen eignet, benötigt er eine ausreichend hohe, am besten höhenverstellbare Lenkstange, ein langes Trittbrett und eventuell eine passende maximale Zuladung. Die kürzesten Trittbretter sind nur etwas größer als 40 Zentimeter. Beim IO Hawk Legend (Testbericht) ist sie inklusive Fußstütze ganze 74 Zentimeter lang.

Das Licht ist eigentlich eine Kleinigkeit, mag man denken. In der Praxis sieht das leider etwas anders aus. Dabei geht es in erster Linie nicht um die tatsächliche Lichtleistung, die im urbanen Umfeld, in dem Scooter hauptsächlich fahren, nicht entscheidend ist. Es geht vielmehr darum, dass bei einigen älteren oder günstigeren E-Scootern nicht beide gesetzlich vorgeschriebenen Lichter an einem Stromkreislauf angeschlossen sind. Das heißt, sie müssen stets manuell ein- und wieder ausgeschaltet werden. Das ist nicht schlimm, nervt aber.

Einige neuere E-Scooter bieten neben weiterer Beleuchtung etwa seitlich am Trittbrett zudem einen Blinker. Dieser ist bei E-Rollern besonders praktisch. Schließlich kann es gefährlich sein, die Hand zum Ankündigen eines Abbiegevorgangs vom Lenker zu nehmen. Zu Modellen mit Blinker gehört der ausgezeichnete IO Hawk Legend (Testbericht), der Offroad-E-Scooter Eleglide D1 Master (Testbericht) und der vergleichsweise günstige Soflow S04 Gen 2 (Testbericht). Blinker kann man aber auch für weniger Euro nachrüsten. Mehr dazu in unseren Ratgeber zu E-Scooter-Zubehör.

Der Segway Ninebot Max G30D (Testbericht) rollt seit Mitte 2020 dank Straßenzulassung legal über deutsche Straßen. Seit Mitte 2021 gibt es den Segway Ninebot G30D II Max (Testbericht), der den G30D ablöst. Neu ist ein besser integriertes Frontlicht, ein optimiertes Klappscharnier, ein zwei Zentimeter kürzerer Lenker und eine lautere Klingel. Außerdem verzichtet der neue Elektroscooter auf einen Bremsring am Lenker für die elektromagnetische Bremse am Vorderrad. Diese schaltet sich druck-sensitiv automatisch hinzu, wenn der E-Scooter-Fahrer den Bremsgriff für die mechanische Scheibenbremse am Hinterrad betätigt. Schade, das empfinden wir eher als Downgrade.

Der Segway Ninebot integriert als einer der ganz wenigen E-Scooter das Netzteil im Roller. E-Scooter-Fahrer müssen zum Laden also nur ein leichtes Stromkabel mit sich herumtragen und eine Steckdose finden. Allerdings ist er mit einem Gewicht von etwa 19,5 Kilogramm auch vergleichsweise schwer. Das liegt unter anderem am sehr großen 551-Wattstunden-Akku, der den Fahrer je nach Wetter, Umgebung, Gewicht und Fahrweise etwa 40 Kilometer weit bringt. Diese große Reichweite erreicht kaum ein anderer Elektroscooter.

Er fährt sich wegen seines hohen Radstands und der großen 10-Zoll-Luftreifen sensationell gut. Auch das Trittbrett ist angenehm groß. Sein Motor hat eine Leistung von 350 Watt. Das reicht aus, um auch schwere Fahrer, der Elektroroller ist für Personen bis 100 Kilogramm zugelassen, auf die maximale Geschwindigkeit von knapp 20 Kilometer pro Stunde zu beschleunigen. Schade, dass der E-Roller nicht die erlaubte Geschwindigkeit von 22 Kilometer pro Stunde voll ausreizt. Der Elektroroller Segway Ninebot Max G30D ist auch wegen seines günstigen Kaufpreises unser Testsieger.

Xiaomi ist ein Elektro-Scooter-Pionier. Lange, bevor E-Scooter in Deutschland legal über die öffentlichen Straßen rollten, verkaufte das Unternehmen weltweit bereits unzählige Xiaomi M365. Der Xiaomi-Elektro-Scooter hat sich über die Jahre als günstiges und sehr zuverlässiges Modell bewährt. Nach einer gefühlten Ewigkeit brachte Xiaomi Mitte 2020 endlich den Nachfolger Xiaomi Mi Scooter Pro 2 (Testbericht) auf den Markt, der dank allgemeiner Betriebserlaubnis ganz legal in Deutschland fahren darf und dabei noch zu den günstigsten und besten E-Scootern gehört.

Dank seiner nahen Verwandtschaft zum unzerstörbaren M365 erhoffen wir uns eine ähnlich hohe Langlebigkeit. Passende Ersatzteile, um selbst Hand zu reparieren, gibt es im Netz zuhauf. Der Klappmechanismus ist einfach und funktional. Sämtliche Komponenten wie Display und LED-Scheinwerfer sind perfekt integriert, lediglich die Kabel hätte man noch besser verstecken können. Das Trittbrett ist groß und das Fahrgefühl des Elektro-Tretrollers auch dank der Luftreifen gut. Schade, dass der Motor nicht unmittelbar reagiert, gleiches gilt für die Motorbremse. Auch ihretwegen befindet sich der Xiaomi Mi Scooter Pro 2 bezogen auf seine Bremsleistung nur im Mittelfeld.

Richtig gut ist der sehr große Akku, der den Fahrer deutlich weiter bringt als bei den meisten anderen Elektroscootern dieser Preisklasse. Insgesamt schnürt Xiaomi mit dem Mi Scooter Pro 2 ein hervorragendes und vor allem bezahlbares Paket. Häufig findet man dieses Modell auch bei einem E-Scooter-Verleih.

Achtung: Einige Händler verkaufen den Xiaomi Mi Scooter Pro 2 auch ohne Straßenzulassung, hier sollten Käufer ganz genau hinschauen.

Der IO Hawk Legend (Testbericht) ist teuer, bietet aber alles, was man von einem Premium-Modell erwartet. Heraus ragen der extrem große Akku mit einer Kapazität von 873,6 Wattstunden. Damit fährt er locker 50 Kilometer, bevor er wieder ans Netz muss. Sein 500-Watt-Motor gehört zu den stärksten, die wir bisher testen konnten. Außergewöhnlich gut ist auch die fantastische Federung, die beim Fahren einen echten Unterschied macht.

Der IO Hawk Legend hat eine wahlweise 10-Zoll-Offroad- oder 10-Zoll-Straßenbereifung. Optisch ist er ein echter Hingucker und auch seine Verarbeitung macht einen hochwertigen Eindruck. Er ist nach IP66 zertifiziert und damit resistent gegenüber dem Eindringen von Wasser, etwa bei einer Fahrt durch Regen.

Doch der Super-Scooter hat auch Nachteile. So ist sein Klappmechanismus etwas fummelig. Zudem ist der Motor recht laut und er fährt lediglich 20 Kilometer pro Stunde, nicht 22 Kilometer pro Stunde.

Aktuell ist der IO Hawk Legend häufig ausverkauft. Wer will, kann ihn noch beim SIP Scootershop (Kauflink) kaufen.

Der Xiaomi Mi 1S (Testbericht) steht zu Recht ganz weit oben auf der Liste der beliebtesten E-Scooter. Denn für gerade einmal 400 Euro oder weniger, schnürt Xiaomi ein wirklich verlockendes Gesamtpaket. Uns gefällt besonders die schlichte Optik in Kombination mit der guten Verarbeitung sowie der Möglichkeit zur Reparatur.

Der E-Scooter bietet eine für die meisten Fahrer passende Ergonomie und präsentiert sich beim Fahren wendig. Licht, Klingel, Display, Klappmechanismus – alles Punkte, die beim Xiaomi Mi 1S positiv zu bewerten sind. Auch das Bremssystem geht in Ordnung. Weniger gut gefällt uns der doch recht schwache Motor und die maximale Zuladung, die auf 100 Kilogramm beschränkt ist. Auch hätte der Akku etwas mehr Kapazität vertragen.

Der Vmax VX2 (Testbericht) ist ein rundum gelungener E-Scooter mit einer hochwertigen Verarbeitung. Vor der ersten Fahrt müssen Käufer zunächst den Lenker mit vier Schrauben befestigen. Danach ist der Vmax VX2 ST einsatzbereit. Optisch präsentiert er sich in dezentem Schwarz. Das Trittbrett ist 15 Zentimeter breit und 46 Zentimeter lang. Beim Fahren fühlt es sich etwas kurz an. Trotzdem ist die Ergonomie auch für größere Fahrer in Ordnung. Aufpassen sollte man jedoch beim hinteren Schutzblech. Es besteht aus Kunststoff und wirkt nicht sehr stabil.

Sein herausragendstes Merkmal ist der starke 48-Volt-Motor mit 500 Watt Nennleistung und 1300 Watt in der Spitze. Wir haben bisher keinen anderen legalen E-Scooter gesehen, der stärker ist. Auf so viel Power muss man als Fahrer vorbereitet sein und seinen Körper beim Beschleunigen etwas in Fahrtrichtung neigen. Die maximal erlaubte Geschwindigkeit von 20 Kilometer pro Stunde plus 10 Prozent reizt der Vmax VX2 dankenswerterweise voll aus. Wir messen per GPS 22 Kilometer pro Stunde.

Die 10 Zoll großen Luftreifen haben keinen Schlauch. Das macht sie etwas weniger anfällig gegenüber Pannen. Der linke Bremsgriff betätigt die fein dosierbare Motorbremse. Der rechte Bremsgriff kombiniert die Trommelbremse am Vorderrad mit der hinteren Motorbremse. Vmax gibt als maximale Reichweite für den VX2 ST mit seinem 624 Wattstunden großen Akku 45 Kilometer an. Realistisch sollte es etwas weniger sein. Wer mehr will, kann zum Vmax VX2 GT mit seinem 804-Wattstunden-Akku greifen.

Es gibt am Markt richtig viele gute Elektroroller mit Straßenzulassung. Doch kaum einer macht alles richtig. Der elektrische Tretroller Epowerfun EPF-1 (Testbericht) ist jedoch nah dran, er bietet für seine günstige Preisklasse so viele Features wie kaum ein anderer. Der Mitte 2021 vorgestellte Elektroscooter Epowerfun EPF-1 Pro (Testbericht) bietet einen größeren Lithium-Ionen-Akku und damit eine höhere Reichweite. Außerdem ist sein Motor stärker, das LED-Licht heller und seine Reifen sind größer. Dafür verlangt Epowerfun für die neue Variante etwa 100 Euro mehr.

Aber auch bereits beim kleineren Modell EPF-1 sind die Fahreigenschaften hervorragend. So beschleunigt er flott auf eine Geschwindigkeit von fast 22 Kilometer pro Stunde, bremst akkurat und bietet einen großen Akku mit über 23 Kilometer echter Reichweite bei winterlichen 5 Grad Celsius. Der EPF-1 Pro kommt auf 35 Kilometer Reichweite im Test, allerdings in wärmerer Umgebungstemperatur. Die Verarbeitung ist bei beiden hochwertig, die elektrischen Scooter erlauben eine maximale Zuladung von 120 Kilogramm, das Display ist gut, die App sinnvoll und der Klappmechanismus durchdacht. Die Optik finden wir in "Der Syltan"-Variante herausragend, aber das ist bekanntlich Geschmackssache. Wer es dezenter bevorzugt, findet auch dafür Varianten wie etwa "Stealth" oder "City".

Zum Meckern gibt es wenig. So ist etwa das Frontlicht des EPF-1 etwas zu dunkel, beim EPF-1 Pro hat Epowerfun nachgebessert. Auch würden sich Personen ab einer Körpergröße von 1,90 Metern über einen höhenverstellbaren Lenker freuen. Wer darüber hinwegsehen kann, bekommt mit den Epowerfun EPF-1 und EPF-1 Pro hervorragende E-Scooter und ernst zu nehmende Konkurrenten zum Xiaomi Mi Scooter Pro 2 und zum Segway Ninebot G30D.

Der The Urban XC1 (Testbericht) ist optisch einer der ansprechendsten E-Scooter unserer Bestenliste. Seine Trittfläche ziert schön konturiert den Schriftzug des Herstellers. Er ist überwiegend schwarz, mit einem langen gelben Streifen an seiner unteren Seite, einem Schriftzug mit gelben Highlights an der vorderen, massiv wirkenden Lenkstange und gelber Öse auf dem hinteren Schutzblech. Diese auffällige Farbkombination sieht hervorragend aus.

Der The Urban XC1 bietet für seinen vergleichsweise geringen Preis von etwa 500 Euro ein rundum stimmiges Gesamtpaket. Besonders der starke 300-Watt-Motor, das stylishe Äußere, die hohe Verarbeitungsqualität und der komfortable Klappmechanismus hat uns beeindruckt. Allerdings hat der Lenker etwas Spiel und der Akku ist etwas zu klein dimensioniert. Weniger schlimm finden wir, dass der The Urban vorn keine Scheibenbremse, sondern lediglich eine Motorbremse bietet. Insgesamt ist der The Urban XC1 ein richtig guter Elektroroller für alle, die auf Qualität setzen und keine allzu weiten Wege zurücklegen müssen.

Beim Niu Kqi3 Sport (Testbericht) handelt es sich um einen rundum gelungenen E-Scooter. Besonders seine hohe Verarbeitungsqualität, die durchdachte Optik und das ausgezeichnete Fahrverhalten stechen positiv hervor. Auch das Licht ist richtig gut, das Display gut ablesbar und der Klappmechanismus durchdacht. Die Bremsen sind eher durchschnittlich, aber dennoch brauchbar.

Die Akkukapazität hätte für unser Empfinden gerne etwas höher ausfallen dürfen. Auch der Motor könnte für einige, etwas schwerere Fahrer zu schwachbrüstig sein. Wer etwa 100 Euro mehr investiert und zur Pro-Variante des Niu Kqi3 greift, erhält einen etwas stärkeren Motor und einen deutlich größeren Akku. Unserer Meinung nach lohnt sich der Aufpreis.

Der Soflow S04 Gen 2 (Testbericht) ist einer der ganz wenigen legalen E-Scooter, der einen echten Blinker eingebaut hat. Ein tolles Feature! Schließlich kann es gefährlich sein, wenn der Fahrer zum Anzeigen eines Abbiegevorgangs seine Hand vom Lenker, um die Richtungsänderung zu signalisieren. Perfekt ist der Blinker aber nicht. Zum einen ist die Blinkeinheit an den Enden der Griffe für Tageslicht zu dunkel, zum anderen muss der Fahrer sich beim Blinken etwas in die entgegensetzte Richtung lehnen, damit er den Blinker für den dahinter fahrenden Verkehr nicht verdeckt. Auch gibt es kein akustisches Signal beim Blinken.

Auch der Rest vom Soflow S04 Gen 2 ist richtig gut. So wirkt der Elektroscooter stabil verarbeitet, bietet tolle Bremsen, große Luftreifen und einen ausreichend starken Motor. Sein Display ist groß und hell. Der fast schon einzige große Kritikpunkt betrifft seinen Akku. Der ist mit 281 Wattstunden relativ klein und wollte bei uns im Test nach etwa 20 Kilometer wieder aufgeladen werden.

Für gerade einmal gut 500 Euro bringt der Scotex H10 (Testbericht) auf dem Papier alles mit, was zum entspannten E-Scooter-Fahren wichtig ist. Tatsächlich sind wir von der hochwertig wirkenden Verarbeitung angetan. Als Rahmenmaterial setzt Scotex beim H10 auf eine Magnesiumlegierung. Nichts wackelt, klappert, knarzt oder hat zu viel Luft. Auch gut: Der Scotex versteckt so gut wie alle Kabel. Sein Faltmechanismus ist einfach, aber effektiv. Leider erlaubt er nur eine maximale Zuladung von 100 Kilogramm.

Der Bremsgriff für die Trommelbremse aktiviert automatisch auch die Motorbremse. Das ist etwas gewöhnungsbedürftig, hilft aber in Gefahrensituationen flott anzuhalten. Auch wenn wir schon deutlich bessere Bremssysteme im Test hatten, geht es beim Scotex H10 in Ordnung. Die hohe Stabilität des Scotex H10 erzeugt ein sehr direktes Fahrgefühl. Der E-Scooter vermittelt den Eindruck, als hätte man stets die volle Kontrolle. Die Luftreifen auf den 8,5 Zoll großen Räder fangen einen Teil der Unebenheiten ab. Für das urbane Umfeld mit viel Asphalt sind sie ausreichend.

Der Motor beschleunigt bis maximal 20 Kilometer pro Stunde plus etwas Toleranz. Per GPS nachgemessen fahren wir mit dem Scotex H10 bis zu 22 Kilometer pro Stunde. Damit reizt der Scotex H10 den Rahmen des Erlaubten maximal aus. Der Akku hat eine Kapazität von 270 Wattstunden. Laut Scotex soll man damit bis zu 30 Kilometer weit kommen.

Die folgenden E-Mobility-Lösungen haben es nicht in unsere Top-10 der besten Elektroroller geschafft, sind aber dennoch eine Erwähnung wert.

Dieser E-Scooter ist ein Monster! Ein Monster, das so nicht legal auf deutschen Straßen, aber dennoch auf Privatgrund oder auf dem Firmengelände fahren darf. Der Eleglide D1 Master (Testbericht) integriert einen riesigen 1056-Wattstunden-Akku, der etwa 60 Kilometer durchhält. Außerdem bietet er gleich zwei 500-Watt-Motoren, wodurch sich der Eleglide D1 Master auch für Offroad-Touren anbietet. Hier hilft auch die optimale Federung, die ihresgleichen sucht.

Er fährt halsbrecherische 55 Kilometer pro Stunde. Dazu kommt der einwandfreie Klappmechanismus und ein famoses Lichtsystem, welches zudem einen guten Blinker bietet. Ein toller E-Scooter, der mit etwa 900 Euro ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis zeigt, dem im Grunde nur die Straßenzulassung fehlt. Kaufen kann man den Eleglide D1 Master etwa bei Geekmaxi (Kauflink).

Der Kugoo Kirin G3 (Testbericht) kommt mit fast allen Premium-Funktionen, die man sich bei einem E-Scooter wünschen kann. Er hat einen verboten starken 1200-Watt-Motor, der erst ab 65 Kilometer pro Stunde abregelt. Zum Glück besitzt er eine Federung, die zu den besten seiner Geräteklasse zählt. Sein Akku bietet 936 Wattstunden und reicht locker für 50 Kilometer Reichweite.

Was ihm fehlt, ist ein Blinker. Auch ist sein Faltmechanismus etwas umständlich und er erlaubt nur eine Zuladung von maximal 100 Kilogramm. Sein größter Nachteil: Er hat keine Zulassung für deutsche Straßen, darf also legal nur auf Privatgelände fahren. Der Kugoo Kirin G3 kostet bei Geekmaxi (Kauflink) 999 Euro.

Der Egret Pro (Testbericht) ist im Grunde ein richtig guter E-Scooter, der es bei einem vernünftigeren Preis auch in unsere Top-10-Bestenliste geschafft hätte. Herausragend ist unter anderem sein starker Motor. Er beschleunigt wie kaum ein anderer legaler E-Scooter auf die erlaubten 20 Kilometer pro Stunde plus 10 Prozent. Auch sein Akku ist herausragend gut und bietet starke 840 Wattstunden, die für etwa 50 Kilometer reichen. Seine Scheibenbremsen sind hydraulisch und die 10-Zoll-Luftreifen greifen gut. Zudem ist der Faltmechanimsus richtig gut, auch wenn man beim Egret Pro den Lenker nicht falten kann.

Eine Federung vermissen wir allerdings. Der Egret Pro setzt dafür ausschließlich auf seine Luftreifen, das ist gerade in der Preisregion einfach zu wenig. Noch dazu hätten wir uns Premium-Features wie einen Blinker gewünscht. Der Egret Pro kostet auf der Webseite des Herstellers (Kauflink) 1799 Euro.

Der Iconbit Kick Tracer City IK-1969K (Testbericht) zeigt wenig Schwächen und ist preiswert. Deswegen ist er unsere Preis-Leistungs-Empfehlung. Er beschleunigt und bremst gut und bringt eine zusätzliche Hinterradfederung mit. Die ist wegen der Vollgummireifen für eine sanftere Fahrt auch nötig.

Die Verarbeitung des Iconbit IK-1969k ist angemessen, lediglich der Klappmechanismus hakt zu Beginn etwas und muss geschmiert werden. Seine Reichweite ist mit 18 Kilometern nicht berauschend, geht aber für den günstigen Preis in Ordnung.

Die Tier-Scooter rollen seit Mitte 2019 als Leihroller durch die meisten deutschen Großstädte. Das heißt, sie sind darauf ausgelegt, möglichst robust und resistent gegen Fehler zu sein. 2020 tauschte Tier seine gesamte Flotte gegen Modelle mit wechselbarem Akku aus. Die alte Flotte wird generalüberholt und unter dem Namen Mytier (Testbericht) verkauft. Dabei bekommen Käufer für 700 Euro einen fast unzerstörbaren Elektroroller. Einfach alles an ihm wirkt wie aus einem Guss, selbst die Klingel umschließt unkaputtbar den Lenker. Die Bremsen sind top, der Motor ist jedoch nicht sehr stark, aber ausreichend. Insgesamt fährt er sich trotz Hartgummireifen angenehm, was auch an der doppelten hydropneumatischen Federung des Vorderrads liegt.

Einen Klappmechanismus hat er nicht. Das macht ihn zwar ein wenig robuster, allerdings auch deutlich weniger flexibel. In normale Autos passt er so kaum. Und auch das Tragen des Mytier ist eine echte Herausforderung. Zudem verfügt er über keinen einzigen physischen Knopf und kann nur per App ein- und ausgeschaltet werden, was ziemlich nervt. Ansonsten bekommen Kunden hier für 700 Euro richtig viel geboten.

Der Elektroroller Mytier ist in weiten Teilen baugleich zum hier im Preisvergleich verlinkten Elektroscooter SXT Max.

Der SXT Light Plus V (Testbericht) ist ein guter E-Scooter, der mit wenigen Kniffen auch ein ausgezeichneter E-Scooter hätte sein können. So nervt uns der fehlende Seitenständer. Die Vorderbremse ist für ungeübte Fahrer zu stark. Die Reifen sind etwas klein und bieten keine Luftfüllung. Das LCD ist klein und bei Sonne schwer lesbar. Der Gashebel ist etwas zu straff. Alles Dinge, die man bei einem Elektroroller für 800 Euro besser sein sollten.

Dafür glänzt er in andere Kategorien. Beeindruckend sind etwa seine schmalen Klappmaße, die anlegbaren Lenkgriffe, die höhenverstellbare Lenkstange, die hohe Reichweite und Endgeschwindigkeit, der starke Motor und die guten Bremsen.

Der Trekstor EG4061 (Testbericht) ist richtig gut und einer der wenigen Elektroroller mit einem Wechselakku. Wir mögen neben der Möglichkeit, den Akku zu wechseln, besonders das sehr angenehme und sichere Fahrgefühl. Aber auch das Bremssystem funktioniert zuverlässig und der Motor ist ausreichend stark. Die Optik gefällt dank des schlichten Designs mit den orangefarbenen Elementen, die Verarbeitung macht einen vernünftigen Eindruck.

In einigen Details gibt es aber Verbesserungsbedarf. So kann man die Akkuklappe nicht abschließen. Lässt man den Trekstor EG4160 also (möglichst mit einem Handschellenschloss angebunden) stehen, sollte man den zum Glück recht leichten Akku mitnehmen. Ein Ersatzakku ist teuer. Auch ist die maximale Reichweite geringer als bei vielen anderen E-Scootern unserer Bestenliste.

Der Metz Moover (Testbericht) gehörte 2019 zu den ersten E-Scootern mit Straßenzulassung. Trotzdem wirkt er noch immer bis ins Detail durchdacht. Besonders die hohe Verarbeitungsqualität und die konsequente Verwendung hochwertiger Bauteile merkt man dem Moover einfach an. Im Punkt Fahrgefühl macht ihm keiner etwas vor. Das liegt vorwiegend an den großen 12-Zoll-Luftreifen, welche die allermeisten Unebenheiten abfangen und dafür sorgt, dass der E-Scooter fantastisch in der Kurve liegt. Die Scheibenbremsen vorn und hinten sind die besten im Testfeld.

Der E-Antrieb im Elektroroller ist ausreichend stark, surrt aber deutlich hörbar vor sich hin. Zusammengeklappt passt der Scooter in Kofferräume ab Golfklasse. Sein Akku ist zwar klein, dank seines geringen Rollwiderstands liegt seine Reichweite dennoch im oberen Mittelfeld. Nicht gefallen hat uns die geringe Zuladung von lediglich 94 Kilogramm, die fehlende Spritzwasserzertifizierung und der recht hohe Preis.

Leider ist das Mutterunternehmen Metz Mecatech insolvent, die Sparte für E-Mobilität führt der Hersteller Metz Mobility GmbH fort. Die Produktpalette wurde mit dem Metz Moover Plus erweitert. Der neue Elektroroller bietet nun eine Traglast bis 130 Kilogramm und soll einen leiseren Motor haben. Der elektrische Tretroller Moover der ersten Generation befindet sich im Abverkauf und ist im Angebot teilweise günstig zu haben.

Der elektrische Roller Trekstor EG3178 (Testbericht) kostet unter 400 Euro und ist trotzdem gut. Vor allem hat er, wie sonst in dem Preissegment üblich, keine großen Schwächen. Der Motor im Roller ist ausreichend stark und die Bremskombination, bestehend aus einer Scheibenbremse am Heckrad und der Motorbremse am Vorderrad, verrichtet ihren Zweck zufriedenstellend.

Insgesamt fühlt man sich auf dem E-Scooter beim Fahren sicher. Seine 8,5-Zoll-Reifen bestehen aus Hartgummi mit Honigwabenmuster. Um grobe Stöße abzufangen, baut der Hersteller Trekstor in den E-Roller eine Federung ein. Aufpassen muss man beim Klappmechanismus. Hier kann es nötig sein, zunächst eine Stellschraube zu justieren. Mehr Details im E-Scooter Test.

Dem Elmoto Kick (Testbericht) macht bezüglich seiner Verarbeitung kaum einer etwas vor. Auch der Motor des E-Scooters ist stark, die Reifen ausgezeichnet und die Bremsen hervorragend. Toll finden wir die Alarmanlage.

Die Idee, Einhell-Akkus für den Betrieb zu nutzen, ist für alle genial, die ohnehin bereits Einhell-Geräte nutzen. Aber auch E-Scooter-Neulinge haben mit dem Kauf des Elmoto Kick gleich zwei große Einhell-Akkus zu Hause, und könnten sich beim Kauf von neuen, kompatiblen Werkzeug die Akkus sparen.

Insgesamt geht die Reichweite von knapp 20 Kilometern in Ordnung. Wer mehr will, kauft sich Ersatzakkus. Weniger schön finden wir, dass Nutzer die Akkus zum Laden immer aus dem Elmoto Kick nehmen müssen.

Der Doc Green Explorer ESA 1919 (Testbericht) kostet regulär um die 370 Euro. Aber Achtung: Der Elektroroller ist häufig bei ATU, Lidl und weiteren Händlern für um die 300 Euro im Angebot. Gut ist seine Verarbeitung, das sichere Fahrgefühl, die Integration des Lichts und der Klappmechanismus. Selbst die Reichweite, die mit gut 15 km eher moderat ausfällt, ist in Anbetracht des günstigen Kaufpreises absolut in Ordnung.

Klar müssen Käufer gerade im Vergleich zu teureren Modellen Abstriche in Kauf nehmen. So beschleunigt er zu gemächlich, was ihn für schwere Personen disqualifiziert. Auch fehlt in Kombination mit den Honeycomb-Reifen eine Federung, um das Fahrgefühl weicher zu gestalten und die Bauteile zu entlasten. Richtig nervig und im schlimmsten Fall sogar gefährlich können die Bremsen sein, die stets zu abrupt einsetzen. Dafür hat er aber auch den kürzesten Bremsweg aller von uns getesteten E-Scooter.

Der Egret Ten V4 (Testbericht) ist ein Elektroroller der Oberklasse. Er beschleunigt dank 500-Watt-E-Antrieb sehr stark, rollt dabei leise und dank 10-Zoll-Luftreifen auch erschütterungsarm mit tollem Fahrgefühl durch die Straßen. Sein Lithium-Ionen-Akku ist riesig und der Rollwiderstand gering. Dadurch kommt er deutlich weiter als viele seiner Konkurrenten, bis er wieder ans Netz muss.

Das Bremssystem mit je einer Scheibenbremse pro Rad funktioniert ausgezeichnet. Hervorragend ist der Klappmechanismus. Er macht einen wertigen und durchdachten Eindruck. Als einer der ganz wenigen Elektroscooter kann man hier auch die Griffe umklappen. Deswegen bietet er sich ganz besonders für kleine Kofferräume und zum Transport in öffentlichen Verkehrsmitteln an. Einzig sein Lenker könnte für sehr große Personen zu niedrig sein. Der zweite Haken: Er ist recht teuer. Für das Geld bekommen Käufer bereits ein E-Mountainbike (Bestenliste).

Der Eflux Vision X2 Hub (Testbericht) ist streng genommen kein Elektroroller, er fällt in die Kategorie Moped. Er fährt bis zu 45 Kilometer pro Stunde, darf erst ab 16 Jahren (in einigen Bundesländern ab 15 Jahren) und mit Führerschein Klasse AM geführt werden, hat eine Helmpflicht und Fahrradwege sind innerorts tabu. Trotzdem hat der Eflux Vision X2 primär dank seines Klappmechanismus und der minimalistischen Optik mehr mit einem E-Scooter gemein, als ein Elektroroller bis 45 Kilometer pro Stunde in klassischer Bauform.

Dank toller Straßenlage, gut abgestimmter Federung, einer starken Beschleunigung und zuverlässigen Bremsen macht das Fahren mit dem Eflux Vision X2 Hub extrem viel Spaß. Beim Fahren mit seiner maximalen Geschwindigkeit von etwa 45 Kilometern pro Stunde wird uns so richtig klar, wie langsam auf freier Strecke doch eigentlich ein normaler E-Scooter mit 20 Kilometern pro Stunde ist. Trotzdem wäre eine maximale Geschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde wünschenswert gewesen, um besser im Verkehr „mitschwimmen“ zu können.

Weniger gut gefällt uns, dass man den Akku zum Laden nicht aus dem Roller nehmen kann. Auch ist die Trittfläche bei Feuchtigkeit etwas zu rutschig, die Rückleuchte dürfte heller sein und ein Blinker wäre genauso hilfreich wie ein kleines, absperrbares Fach.

Lange galt, dass Käufer für mehr Geld auch mehr geboten bekommen. Gerade bezüglich der Laufleistung, des Fahrgefühls und der Premium-Funktionen machen dem Elektroroller ohne Straßenzulassung Eleglide D1 Master (Testbericht) und der Variante mit Straßenzulassung IO Hawk Legend (Testbericht) so schnell niemand etwas vor. Doch die Premium-Features halten zunehmend auch in der Mittelklasse Einzug. So bekommt man für etwa 500 bis 600 Euro mit dem Xiaomi Mi Scooter Pro 2 (Testbericht), dem Segway Ninebot Max G30D (Testbericht) und dem Epowerfun EPF-1 (Testbericht) mittlerweile E-Scooter, die den deutlich teureren Modellen in kaum einem Punkt nachstehen. Wer richtig viel Power will, der sollte sich den Vmax VX2 (Testbericht) genauer anschauen.

Einen Sonderweg geht der hervorragende Elektroroller Elmoto Kick (Testbericht), nutzt er doch für den Antrieb Einhell-Akkus, die auch in den Werkzeugen des Herstellers zum Einsatz kommen. Doch es gibt mit dem Elektroscooter Iconbit Kick Tracer City IK-1969K (Testbericht) und dem Doc Green Explorer ESA 1919 (Testbericht) aber auch für gut 300 Euro anständige und sehr preiswerte Alternativen.

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