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3D-Drucker sind im Massenmarkt angekommen. Ganz so einfach wie das Drucken auf Papier ist es aber noch nicht und vor dem Kauf gilt es viele Fragen zu beantworten – etwa welche Drucktechnik die richtige ist. Wir geben Antworten und zeigen unsere Favoriten aus über 25 getesteten 3D-Druckern in vier Jahren.

Seit Jahren gehören Einzeltests von 3D-Druckern zum festen Bestandteil von TechStage. Zusätzlich haben wir Ratgeber zu Themen wie Nachbearbeitung von 3D-Drucken, Bemalen von Druck-Erzeugnissen oder Problemlöser-Tutorials für SLA-Drucker veröffentlicht. Nun ist es an der Zeit die besten Geräte in einer Bestenliste zusammenzufassen. Da wir nur gleichartige Geräte vergleichen können, haben wir die Top 10 in die besten fünf FDM-Drucker und die besten fünf SLA-Drucker aufgeteilt.

3D-Drucker-Technik im Vergleich

3D-Drucker, die Filament auf Spulen verarbeiten, waren lange Zeit der günstigste Einstieg in die Welt des 3D-Drucks. Mittlerweile ist dies nicht mehr der Fall, einige Resin-Drucker sind günstiger. Die FDM-Drucktechnik mit Filament ist zwar weniger genau als die der Resin-Drucker, mit Schichtdicken ab 0,1 mm bieten sie trotzdem eine ordentliche Qualität. Voraussetzung dafür sind immer eine exakte Kalibrierung und korrekte Softwareeinstellung. Die Standard-Drucker bieten Platz für Objekte mit etwa 15 bis 30 cm Kantenlänge. Nur wer Wert auf eine perfekte Oberfläche legt, muss noch einmal Hand anlegen und das Druck-Erzeugnis nachbearbeiten. Ein großer Vorteil beim Schmelzverfahren ist die riesige Auswahl an verfügbaren Filamenten. Neben vielen Farben stehen auch unterschiedliche Materialeigenschaften zur Verfügung. Außerdem ist das Verbrauchsmaterial günstig. Wer spezielle Materialeigenschaften braucht oder sehr viel druckt, ist mit einem FDM-Drucker besser beraten.

In Sachen Druckqualität und Detailgenauigkeit hat ganz klar Resin die Nase vorn. Die einzelnen Schichten sind mit 0,05 mm und weniger kaum zu erkennen. Der Druck der sehr dünnen Schichten dauert allerdings lange und ist vergleichsweise teuer. Ein Nachteil der Resin-Printer ist das kleinere Platzangebot. Für große Drucke ist die Technologie trotz der mittlerweile gewachsenen Bauräume ungeeignet. Ein weiterer Nachteil bei der Arbeit mit dem flüssigen Harz ist die Geruchsbildung und die anfallende Arbeit nach dem eigentlichen Druck. Der Reinigungsprozess und das Nachhärten unter UV-Licht kostet zusätzlich Zeit. Die Auswahl an Harz ist geringer als bei Filament und das Material außerdem teurer.

Geht es darum groß und/oder günstig zu drucken, ist ein FDM-Drucker die richtige Wahl. Sind in erster Linie die Qualität und kleine Objekte wichtig, sind Resin-Drucker besser geeignet.

Mehr Wissenswertes für Neueinsteiger gibt es im Ratgeber 3D-Drucker: Alle wichtigen Informationen für den Einstieg. Weitere Unterschiede zwischen den beiden Technologien zeigt der ausführliche Ratgeber UV-Harz oder Kunststoff-Filament: 3D-Drucker im Vergleich.

Top 5: Filament-Drucker

Der Anycubic Vyper (Testbericht) ist nicht nur schnell zusammengebaut, er ist außerdem der erste FDM-Drucker, bei dem die Bezeichnung Auto-Leveling tatsächlich zutrifft. Aufwändiges manuelles Kalibrieren des Abstandes zwischen Nozzle und dem magnetischen Druckbett entfällt hier völlig. Im Test überzeugt der Drucker vor allem mit der mühelosen Inbetriebnahme und einem ordentlichen und sehr zuverlässigen Druckvorgang. Selbst die Verarbeitung von flexiblen TPU ist mit dem Vyper problemlos ab Werk möglich.

Der fertig montierte Qidi X-Pro (Testbericht) hat mit 23 x 15 x 15 cm zwar einen verhältnismäßig kleinen Bauraum, dafür bietet das Modell einen Doppel-Extruder mit Direkt-Drive. So kann der Drucker nicht nur zwei Filamente gleichzeitig verarbeiten, er ist auch für das Material TPU geeignet, was bei den meisten FDM-Druckern nicht ohne Weiteres klappt. Besonders gut gefallen hat uns die Zuverlässigkeit in Verbindung mit einer geringen Arbeitslautstärke. Der Qidi gehört zu den leisesten Druckern, die wir bisher im Testlabor hatten.

Im Preisvergleich ist der Qidi X-Pro derzeit nicht gelistet. Bei Banggood ist der Drucker aktuell für 509 Euro mit Lieferung aus einem Lagerhaus in Tschechien erhältlich.

Die Ender-Serie (Ratgeber) ist zwar schon eine ganze Zeit erhältlich, dank guter Technik und riesiger Community gepaart mit niedrigen Preisen gehören Ender 3 (Testbericht) und Ender 5 trotzdem nicht zum alten Eisen. Wer sich selbst an den Zusammenbau seines 3D-Druckers wagen will, ist mit den Creality-Druckern bestens beraten. Es gibt nur wenig Drucker zu denen es eine derart große Auswahl an Hilfestellungen, Tuningteile und Umbauberichten gibt. Für den Einstieg ist der günstige Ender 3 noch immer gut geeignet.

Der Tronxy X5SA Pro (Testbericht) ist kein Drucker zum direkt loslegen, dafür bietet er ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis hinsichtlich des großen Bauraums. Der Aufbau des XL-Druckers mit dem 33 x 33 x 40 cm großen Druckraum ist allerdings nur bedingt für Anfänger geeignet. Wenn der Drucker dann aber erst zusammengebaut und eingerichtet ist, bietet er massig Platz für kreative Ideen.

Der Anet ET5 Pro (Testbericht) ist ein auf den ersten Blick sehr durchschnittlicher FDM-Drucker. Im Test hat er uns durch die schnelle und unproblematische Inbetriebnahme und der verhältnismäßig niedrigen Lautstärke überzeugt. Das Glasdruckbett und die leisen TMC2208-Schrittmotorentreiber haben im Testbetrieb einen guten und leisen Job gemacht. Wer mit wenig Bastelei einsteigen will, ist mit dem Nachfolger des nicht so überzeugenden ET4 (Testbericht) gut beraten.

Vergleichstest FDM-Drucker

Ganz klar am bequemsten ist die Nutzung eines fertig montierten Druckers wie dem Qidi X-Pro. Statt zu Schrauben müssen hier lediglich die Transportsicherungen entfernt werden. Dass auch vormontierte Bausätze schnell und problemlos einsatzbereit sein können, zeigen die Tests des Anycubic Vyper und des ET5 Pro von Anet. Im Vergleich dazu ist der Zusammenbau von Ender 3 oder Tronxy X5SA Pro weit aufwändiger. Bei den Ender-Druckern gibt es allerdings jede Menge Hilfestellungen dank einer riesigen Community. Beim Tronxy-XL-Drucker sollte der Nutzer wissen, was er tut. Die übersichtliche Community und die spärliche Anleitung sind nur stellenweise wirklich hilfreich.

Unsere Erfahrung aus den letzten Jahren zeigt, dass die Verarbeitung der Komponenten nicht immer optimal ist. Auf den ersten Blick besser ausgestattete Drucker müssen in der Praxis nicht tatsächlich besser funktionieren. So sehen etwa Linearführungen toll aus, wenn deren Qualität aber ungenügend ist, sind ordentliche Spindelführungen trotzdem besser.

Im Test kann etwa der Qidi X-Pro trotz einfacher Komponenten in Sachen Verarbeitung überzeugen. Auch nach vielen Testdurchläufen arbeitet der Dual-Extruder-Drucker sehr ordentlich und vor allem, fehlerfrei. Beim ET5 Pro gab es im Test ebenfalls keinen Grund zur Beanstandung. Der Anycubic Vyper hat zwar insgesamt ausgezeichnet abgeschnitten, leise ist der Drucker allerdings nicht. Im Gegenteil, die hohe Lautstärke während des Druckvorganges ist unser Hauptkritikpunkt des Testsiegers. Unser im Test benutzter Ender 3 (Testbericht) hat zwar sehr ordentlich funktioniert, bei der ersten Baureihe des Druckers gab es allerdings teils Probleme mit unebenen Druckbetten, weshalb man hier besser zur überarbeiteten Version Ender 3 V2 greifen sollte. Beim X5SA gab es zwar keine Probleme bei der Mechanik, dafür gehört der Drucker zu einem der lautesten Modelle, die wir bisher getestet haben.

Welche Ausstattung tatsächlich wichtig ist, kommt auf den persönlichen Bedarf an. Am größten sind hier die Unterschiede in Sachen maximale Druckgröße. Während der Qidi X-Pro gerade einmal 23 x 15 x 15 cm Platz bietet, sind es beim Ender 3 immerhin schon 22 x 22 x 25 cm. Der Anycubic Vyper druckt bis zu einer Größe von 24,5 x 24,5 x 26 cm und der Anet ET5 Pro schafft bis zu 30 x 30 x 40 cm. Die größten Druck-Erzeugnisse erlaubt der Tronxy X5SA Pro mit bis zu 33 x 33 x 40 cm.

Ein beheizbares Druckbett sollte ein FDM-Drucker im Jahr 2021 immer mitbringen, was auch auf alle hier genannten Geräte zutrifft. Ein Filament-Sensor der erkennt, wenn das Material zu Ende geht, sollte eigentlich Standard sein. Beim schon etwas älteren Ender 3 und beim Dual-Extruder Drucker von Qidi fehlt dieses Ausstattungsmerkmal allerdings.

Ein abnehmbares oder gar magnetisches Druckbett ist ebenfalls sehr praktisch, um die fertigen Druckobjekte vernünftig entfernen zu können. Bis auf den Ender 3 haben dies alle Drucker in der Übersicht. Und für den Creality-Drucker gibt es die magnetische Druckauflage zum Nachrüsten für bereits 20 Euro.

Ob nun ein Bowden-Extruder oder ein Direkt-Drive zum Einsatz kommt, ist nach unserer Erfahrung fast egal, zumindest, wenn es um Standard-Filament wie PLA oder PETG geht. Wer allerdings flexibles TPU drucken möchte, sollte genau auf die Einzeltests schauen. Das weiche Filament eignet sich nicht für jedes Gerät. Viele Bowden-Drucker wie der Ender 3 haben hier ohne Tuningteile kaum eine Chance auf vernünftige Ergebnisse. Dass es auch anders geht, zeigt der Test des Anycubic Vyper. Dessen Bowden-Extruder hat im Test keinerlei Probleme mit TPU. Der Direkt-Drive des Qidi-Druckers ist mit flexiblem Material ebenfalls gut zurechtgekommen.

Wer seinen Drucker nicht per USB-Anschluss oder Speicherkarte mit Druckdaten versorgen möchte, muss ebenfalls genau hinsehen. WLAN haben nur wenige FDM-Drucker wie der Qidi X-Pro an Bord. Erfahrungsgemäß braucht es diese Ausstattung aber nicht dringend, da der Drucker in der Regel sowieso in der Nähe steht und regelmäßig während des Druckvorganges besucht wird. Dann kann man die Druckdaten auch einfach per Datenträger überspielen. Im Zweifel lassen sich die Drucker auch per Raspberry mit WLAN nachrüsten. Mehr dazu im Ratgeber Weboberfläche und höheres Drucktempo für 30 Euro nachrüsten.

Über eine sogenannte Auto-Leveling-Funktion verfügen mittlerweile einige FDM-Drucker, darunter etwa der Tronxy X5SA Pro. Leider handelt es sich hier in der Regel um eine übertrieben positive Beschreibung. Letztlich hilft der verbaute Sensor lediglich beim händischen Einstellen des Abstandes zwischen Nozzle und Druckbett. Eine echte Automatik sieht anders aus. Die einzige Ausnahme unter den bisher getesteten Geräten ist hier der Anycubic Vyper, dessen Auto-Leveling-Funktion den Namen tatsächlich verdient hat. Hier muss der Nutzer nicht weiter eingreifen, was in der Praxis auch hervorragend funktioniert. Das Druckbett des Vyper lässt sich in der Höhe nicht einmal verstellen – das hatten wir so bei noch keinem anderen Filament-Drucker.

Die Beurteilung des Druckbildes fällt schwer, da es hier neben der Hardware auch auf das verwendete Filament und die Slicing-Einstellungen ankommt. Letztlich haben wir mit fast allen Druckern irgendwann ordentliche Ergebnisse erzielt. Der Zeitaufwand bis dahin war von Gerät zu Gerät allerdings sehr unterschiedlich. Die in der Top 5 aufgelisteten Drucker haben aber alle bereits nach dem Zusammenbau und mit Standard-Settings ansehnliche Ergebnisse erzielt.

Deutlich größer sind die Unterschiede bei der Lautstärke. Wirklich flüsterleise keines der Geräte direkt daneben sitzen möchte man deshalb nicht. Am besten hat hier der Qidi X-Pro abgeschnitten, der während des Druckvorganges nicht viel lauter als ein PC-Netzteil ist. Der Anet ET5 ist zwar ab Werk verhältnismäßig leise, allerdings hat sich der Geräuschpegel der installierten Lüfter bereits nach einigen Wochen Gebrauch deutlich erhöht und fast das Niveau vom Ender 3 erreicht. Sogar noch eine Idee lauter ist Anycubic Vyper. Richtig unangenehm ist der Lärmpegel des Tronxy X5SA Pro mit seinen brüllenden Bauteillüftern. Wer den Drucker im Keller oder einem Nebenraum betreibt, kann diesen Punkt allerdings vernachlässigen. Wer es sich zutraut, kann die Standardlüfter in der Regel problemlos gegen hochwertige Silent-Lüfter austauschen. Am einfachsten funktioniert das beim Ender 3, denn für keinen anderen Drucker gibt es eine Community mit derart vielen Tipps, Tricks und Tuning-Tutorials.

Weitere Ratgeber zum Thema Filament-Drucker:

Top 5: SLA-Drucker

SLA-Drucker setzen auf Harz, dass sie Schicht für Schicht aushärten. Dadurch sind Bauteile mit enorm feinen Details möglich. Die Kosten für diese Drucker haben sich in den letzten Jahren deutlich reduziert, das Verbrauchsmaterial ist allerdings noch teurer als Filament

Der Mono X (Testbericht) war nicht nur der bisher größte, sondern auch der beste Resin-Drucker, den wir bisher getestet haben. Aus Gründen der Fairness muss man allerdings ergänzen, dass der Mono X einer der ersten Drucker mit besserem Belichtungs-Display ist. Der größten Vorteile des Druckers sind die hohe Auflösung, das langlebige monochrom-Display und die deutlich kürzere Belichtungszeit im Vergleich zu allen anderen Druckern in der Liste.

Der Nova 3D Elfin (Testbericht) hat im Test mit einfacher Inbetriebnahme und hochwertiger Verarbeitung überzeugt. Ein Vorteil des Elfin ist die Möglichkeit den Drucker per WLAN mit Druckdaten zu versorgen. Dank der kabellosen Verbindung zum PC ist der Druckstatus bequem ablesbar. Was den Drucker besonders für Einstiger interessant macht, ist der erschwingliche Preis. Den Nova3D Elfin gibt es bereits ab 129 Euro.

Der Elegoo Mars (Testbericht) war der erste Resin-Drucker in unserer Redaktion. Zwar gibt es mittlerweile das Nachfolgemodell und eine verbesserte Pro-Variante, allerdings hat der Ur-Mars noch immer großes Potenzial. Neben einem zuverlässigen Betrieb sprechen vor allem der stark gesunkene Preis und die große Community für dieses Modell. Mit Kosten von weniger als 150 Euro ist der Elegoo Mars inzwischen auch für interessierte Einsteiger interessant.

Der Orange 30 von Longer3D (Testbericht) war zum Zeitpunkt des Einzeltests einer der günstigsten SLA-Drucker. Mittlerweile liegen die Kosten bei rund 160 Euro. Für den Drucker sprechen der reibungslose Betrieb und das gute Druckbild. Im Test hat uns lediglich die zusammensteckbare Druckerhaube nicht gefallen.

Der Anycubic Photon (Testbericht) gehört mit dem Elegoo Mars zu den ersten erschwinglichen Resin-Druckern im Consumer-Bereich. Gut gefallen uns die hochwertige Verarbeitung, das stimmige und kompakte Design und die riesige Community rund um das Modell. Zwar hat der Hersteller mit dem Photon S einen deutlich günstigeren Resin-Drucker im Angebot, wegen der niedrigeren Auflösung würden wir den Ur-Photon aber bevorzugen. Im Test hatten wir zu Anfang leichte Startprobleme wegen schlechter Haftung, weshalb es der Photon nur auf den fünften Platz schafft. Außerdem ist der Drucker mit über 170 Euro verhältnismäßig teuer.

Vergleichstest SLA-Drucker

Die Unterschiede in Sachen Ausstattung fallen bei den SLA-Druckern deutlich geringer aus als bei FDM-Druckern. Die größten Abweichungen gibt es bei der Bauraumgröße und beim Belichtungs-Display. Die größten Druckobjekte erlaubt der Mono X mit 192 x 245 x 120 mm, gefolgt vom Nova3D Elfin mit bis zu 130 x 150 x 70 mm. Am wenigsten Platz bietet der Anycubic Photon mit 115 x 155 x 65 mm. Elegoo Mars und Longer Orange liegen mit 120 x 155 x 68 mm, bzw. 120 x 170 x 68 mm im Mittelfeld.

Der Mono X ist der einzige Drucker, der bereits über ein monochrom Display (schwarz-weiß) verfügt. Der Vorteil dieser Displays im Vergleich zu den sonst eingesetzten LCDs ist deren höhere Lebensdauer. In Verbindung mit der starken UV-Lampe sind außerdem sehr kurze Belichtungszeiten möglich, was die Druckgeschwindigkeit bei großen Objekten spürbar erhöht. Die Drucker haben bis auf eine Ausnahme alle eine Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln. Nur das neuere Mono X bietet eine Auflösung von bis zu 3840 x 2400 Pixeln.

Eine Überwachung des Druckstatus oder das Starten eines Druckauftrages per WLAN funktioniert nur mit den Modellen Nova3D Elfin und Anycubic Mono X. Während die meisten Drucker mit einer aufsetzbaren Abdeckhaube arbeiten, verfügt der Anycubic als einziges Modell über ein geschlossenes Gehäuse mit einer Klappe an der Vorderseite. Beides hat Vor- und Nachteile und so ist dieser Punkt eine Frage des Geschmacks.

In Sachen Druckbild haben alle Resin-Drucker im Test überzeugt. Das höher aufgelöste Bildschirm des Mono X ermöglicht zwar insgesamt die beste Druckqualität, der Unterschied zu den anderen Druckern ist allerdings minimal. Wichtiger sind hier die korrekten Slicing-Einstellungen für das jeweilige Resin und eine ordentliche Nachbearbeitung der Druckobjekte.

Um die fertig gedruckten Modelle vernünftig zu Spülen und Nachzuhärten, empfehlen wir die Nutzung einer Wash&Cure-Station. Mehr dazu im Ratgeber SLA-3D-Drucker: Reinigung vom Resin ohne große Sauerei. Wer Probleme beim Trennen von Druckobjekt und Druckplattform hat, sollte sich außerdem unseren Ratgeber zu magnetischen Druckauflagen für SLA-Drucker ansehen.

Weitere Ratgeber zum Thema Resin-Drucker:

Fazit

Unsere Einzeltests aus der Vergangenheit zeigen, ein vernünftiger 3D-Drucker muss nicht teuer sein. Das günstigste Gerät unserer Top 10, ist der Resin-Drucker Nova 3D Elfin (Testbericht) für schlanke 129 Euro. Den günstigsten Einstieg im Bereich FDM-Drucker bietet der Ender 3 (Testbericht) in der überarbeiteten Version V2 zum Preis von knapp 220 Euro. Beide Drucker haben im Test gut abgeschnitten und mit einem ordentlichen Druckbild überzeugt.

Wer plant große Objekte zu drucken, sollte allerdings weniger auf den Preis als auf den verfügbaren Bauraum schauen. Bei den SLA Druckern kommt hier am ehesten der Mono X (Testbericht) von Anycubic infrage. Dessen stärkster Konkurrent ist der Elegoo Saturn, der es aber noch nicht in die Redaktion geschafft hat. Wer einen großen FDM-Drucker sucht, sollte sich neben dem Einzeltest des Tronxy X5SA Pro (Testbericht) auch unseren Ratgeber Größer drucken ohne Aufpreis: Riesen 3D-Drucker ab 199 Euro ansehen.

Wer wissen will, was beim Einstieg in die Welt des 3D-Drucks zu beachten gibt, sollte unseren Ratgeber 3D-Drucker: Alle wichtigen Informationen für den Einstieg lesen. Wie und wo man an kostenlose Druckvorlagen kommt, zeigt unser Ratgeber STL-Dateien gratis: Kostenlose Vorlagen für den 3D-Drucker. Mehr zur Verschönerung von fertigen 3d-Modellen zeigt der Ratgeber: Miniaturen und 3D-Drucke bemalen.

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