Top 10 Mini-Handys: Die besten kleinen Smartphones

iPhone 12 Mini

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Smartphones werden immer größer – zum Leidwesen vieler Käufer. Wir zeigen die zehn besten kleinen Modelle von Apple, Google, Samsung & Co.

Kleine Handys sind leider selten geworden. Speziell bei Android-Geräten von Samsung, Xiaomi, Oneplus, Motorola oder Realme dominieren große Modelle. Displays mit starker Auflösung, dazu leistungsfähige Akkus – Smartphones werden zwar immer leistungsstärker, wachsen dabei aber im wahrsten Sinne des Wortes. Einige dürften Probleme damit haben, ein neues Gerät nur mit einer Hand bequem zu bedienen. In die Hosentasche passen viele der neuen Mobilgeräte nicht mehr ohne Weiteres.

Es gibt aber noch einige wenige Ausnahmen in Sachen kompakte Smartphones. Dazu gehört Apple mit dem iPhone SE. Die kleine Variante für Einsteiger in die Welt der Apple-Geräte hat kürzlich erst eine Neuauflage bekommen. Sogar die Top-Smartphones wie das iPhone 13 gibt es als Mini-Ausführung – ohne dass Käufer Abstriche bei der Leistung machen müssen. Erfreulicherweise gibt es auch das neue Flaggschiff Samsung Galaxy S22 (Testbericht) in einer kompakten Ausführung.

Wir beschränken uns bei der Auswahl der Smartphones auf Modelle mit einer maximalen Länge von weniger als 15 Zentimetern. Unserer Ansicht nach passt das Handy so noch gut in jede Hosentasche. Zwar gibt es auch deutlich kompaktere Handys von hierzulande weitgehend unbekannten Herstellern, diese bieten häufig aber nur veraltete und einfache Technik. Wen das trotzdem nicht stört, der kann einen Blick auf unseren Ratgeber Mini-Handys mit Android: Die kleinsten Smartphones bis 4 Zoll werfen.

Speziell kleine Android-Handys mit guter Hardware sind selten. Lange Zeit gab es mit dem Sony Xperia XZ2 Compact eine sehr kompakte Variante. Diese Tradition setzen die Japaner aber nicht mehr fort. Zwar sind die aktuellen Modelle Sony Xperia 5 III (Testbericht) sowie Sony Xperia 10 III (Testbericht) schmaler und kompakter als manch ein Flagship von Xiaomi, aber mit einer Länge von 15,4 bis 15,7 aufgrund des Seitenverhältnisses von 21:9 doch sehr lang geraten.

Allein vom Display des Smartphones kann man nicht immer zwangsläufig auf die tatsächliche Größe schließen. Das Stichwort lautet hier Screen-to-Body-Ratio. Dieser Wert beschreibt das Verhältnis der Displaygröße im Vergleich zum gesamten Handygehäuse. So bietet etwa das iPhone SE von 2022 mit einem 4,7-Zoll-Bildschirm nur eine Screen-to-Body-Ratio von etwa 65 Prozent. Das liegt primär am unterer dem Screen platzierten Home-Button. Das iPhone 13 Mini bietet hingegen mit dem 5,4-Zoll-Display dank des Verzichts auf den physischen Home-Button eine Screen-to-Body-Ratio von 85 Prozent. Beim Samsung Galaxy S22 sind es sogar 87 Prozent. Mehr zum Thema erklären wir in der Bestenliste Top 10: Die besten Smartphones mit besonders viel Display.

Mit einer Länge von 13,2 Zentimeter ist das iPhone 13 Mini das kleinste Smartphone in dieser Bestenliste, das nicht zusammenklappbar ist. Die Breite beträgt 6,5 Zentimeter. Es entspricht bei den Abmessungen dem Vorgänger iPhone 12 Mini. Selbst das 2022er-Modell des iPhone SE ist etwas länger und bietet weniger Displayfläche. Aufgrund des kompakten Formats, des niedrigen Gewichts von 140 Gramm sowie der dennoch starken Hardware, hat sich der Apple-Winzling hier den ersten Platz verdient.

Abstriche bei Technik und Ausstattung müssen Käufer keine machen. Die Ausstattung ist nahezu identisch mit dem iPhone 13. Das OLED-Display fällt mit 5,4 Zoll etwas kleiner aus als beim größeren Bruder, bietet dennoch eine ordentliche Screen-to-Body-Ratio von 85 Prozent. Mit einer Helligkeit von bis zu 800 cd/m² ist es ziemlich hell. Die Auflösung fällt mit 2.340 x 1.080 Pixeln minimal geringer aus, aufgrund der kleineren Anzeige sorgt das trotzdem für eine messerscharfe Pixeldichte von 476 ppi. Die Bildwiederholfrequenz liegt allerdings nur bei 60 Hertz. Moderne Android-Smartphones ab der Mittelklasse schaffen hier 90 bis 120 Hertz. Die Verarbeitung und das Design sind tadellos.

Für genügend Leistung sorgt der bärenstarke Apple Bionic A15. Der Arbeitsspeicher fällt mit 4 GByte RAM zwar nicht übermäßig groß aus, aufgrund des guten Zusammenspiels aus Software und Hardware bei Apple-Geräten reicht das aber mehr als aus. Bei der Kamera kommen zwei Linsen mit jeweils 12 Megapixel zum Einsatz, eine davon ist für Weitwinkelaufnahmen gedacht. Einen Nachteil hat das kompakte Format: Der Akku hat eine im Vergleich zu Android-Modellen sehr geringe Kapazität von 2438 mAh. Das sorgt trotz des effizienten Energiemanagements von iOS für natürliche Grenzen bei der Akkulaufzeit, die beim Multimediaeinsatz durchschnittlich bei knapp unter 10 Stunden liegt. Der größere Bruder dürfte hier etwa 1 Stunde länger durchhalten.

Das nagelneue Flagship aus Südkorea fällt in der „Standard“-Version erstaunlich kompakt aus. Mit einem OLED-Display von 6,1 Zoll hat das Samsung Galaxy S22 (Testbericht) eine Länge von 14,7 Zentimetern. Die Breite beträgt 7 Zentimeter, das Gewicht liegt bei 167 Gramm. Damit ist es zwar deutlich größer als das Mini-iPhone, aber etwa gleich groß wie das iPhone 13 / iPhone 13 Pro. Verglichen mit anderen Top-Smartphones mit Android ist das sogar handlich. Der Vorgänger Galaxy S21 5G ist knapp über 15 Zentimeter lang, das Galaxy S21 FE (Testbericht) misst sogar 15,5 Zentimeter. Deutlich größer sind zudem das Samsung Galaxy S22+ und Samsung Galaxy S22 Ultra (Testbericht).

Die Hardware ist ausgezeichnet. Das OLED-Display bietet eine Diagonale von 6,1 Zoll, 120 Hertz Bildwiederholrate und eine Auflösung von 2340 x 1080 Pixel. Das sorgt für eine hohe Pixeldichte von 425 ppi. Der Samsung-Prozessor Exynos 2200 bietet eine starke Leistung, auch wenn er nicht ganz mit dem Snapdragon 8 Gen 1 von Qualcomm mithalten kann. Der Arbeitsspeicher liegt bei 8 GByte, der interne Speicher fängt bei 128 GByte an und reicht bis 256 GByte. Die Kamera nutzt drei Linsen: Ein 50-Megapixel-Objektiv, ein Weitwinkelobjektiv mit 12 Megapixel sowie eine Teleobjektiv mit 10 Megapixel.

Während das normale iPhone 13 technisch bis auf den Akku identisch mit dem iPhone 13 Mini ist, bietet das iPhone 13 Pro eine helleres 6,1-Zoll-Display mit OLED bei einer Helligkeit von bis zu 1000 cd/m² sowie eine höhere Bildwiederholfrequenz von 120 Hertz. Das sorgt für eine flüssigere Darstellung beim Scrollen und bei Videos. Die Größe des iPhone 13 und iPhone 13 Pro entspricht etwa dem Samsung Galaxy S22.

Das Pro-Modell bietet zudem eine stärkere GPU im Bionic A15-Chip mit fünf statt vier Kernen, was für noch mehr Performance sorgt. Dafür ist es mit 200 Gramm über 30 Gramm schwerer als das Galaxy S22 oder das normale iPhone 13 und mit Preisen ab 1000 Euro auch teuer. Verglichen mit dem iPhone 13 kommt zusätzlich noch ein Teleobjektiv zum Einsatz.

Eines der wenigen noch kompakten Android-Handys mit starker Performance ist das Asus Zenfone 8 (Testbericht). Mit einer 14,8 Zentimetern ist es nur minimal länger als das Galaxy S22 oder iPhone 13. Mit einer Breite von 6,8 Zentimetern ist es etwas schmaler und mit 168 Gramm ähnlich leicht. Zudem ist das Gehäuse nach IP68 wasserdicht.

Etwas kleiner fällt dafür das OLED-Display mit 5,9 Zoll bei einer Auflösung von 2400 x 1080 Pixel aus. Die Bildqualität und Helligkeit überzeugt auf ganzer Linie, für eine flüssige Bildwiedergabe sorgen 120 Hertz. Viel Power liefert zudem der Qualcomm Snapdragon 888. Das überrascht nicht, schließlich handelt es sich um ein Gaming-Smartphone.

Eine Schwachstelle ist der Akku mit 4000 mAh – ein Tribut ans kompakte Gehäuse. Damit erreicht das Zenfone 8 in Kombination mit dem energiehungrigen Prozessor und hellem Bildschirm nur eine Laufzeit von gut 6 Stunden im Battery Test von PCmark. Die Dual-Kamera ist mit einer Hauptlinse mit 64 Megapixel und einem Weitwinkelobjektiv von 12 Megapixel eher einfach gehalten und nicht auf dem Level der Flaggschiffe von Samsung, Oneplus oder Xiaomi.

Eher ungewöhnlich ist das Samsung Galaxy Z Flip 3 5G (Testbericht). Es handelt sich dabei um ein Klapphandy. Was in den frühen 00er-Jahren noch normal war, ist mit dem Aufkommen von Touchscreens ins Vergessenheit geraten. Ausgeklappt ist es mit einer Länge von 16,6 Zentimetern eigentlich viel zu lang für diese Übersicht. Zusammengeklappt passt es mit 8,6 Zentimetern aber gut in jede Hosentasche.

Im aufgeklappten Zustand bietet das strahlend helle OLED-Display eine Diagonale von 6,7 Zoll bei einer hohen Auflösung von 2640 x 1080 Pixel sowie 120 Hertz. Die sichtbaren Knickstellen auf dem Bildschirm fallen mit der Zeit kaum noch auf. Zudem gibt es ein 2 Zoll großes Außen-Display für Benachrichtigen. Eher einfacher ist die Dual-Kamera mit jeweils einer Linse von 12 Megapixel für Standard- und Weitwinkelaufnahmen. Der Snapdragon 888 sorgt für eine ausgezeichnete Performance. Die Schwachstelle ist der Akku: 3300 mAh fallen eher mager aus, dementsprechend ist die Laufzeit mit knapp über 7 Stunden nicht gerade ideal. Mit einem Preis ab 570 Euro es für diese spezielle Kategorie aber bezahlbar.

Beim iPhone SE (2022) handelt es sich um das Einsteigermodell für Apple-Fans. Es entspricht optisch weitgehend dem 2020er-Modell, das ursprünglich auf das iPhone 8 zurückgeht. Das iPhone SE ist mit einer Länge von 13,8 Zentimetern und einer Breite von 6,7 Zentimetern äußert handlich. Mit 144 Gramm wiegt es fast so viel wie das iPhone 13 Mini und ist geringfügig größer. Es verfügt über einen klassischen Home-Button mit Fingerabdrucksensor – was das Herz eines Nostalgikers höherschlagen lässt. Allerdings sorgt das für eine mäßige Displayfläche im Vergleich zur Handygröße.

Das IPS-Display mit 60 Hertz misst deshalb nur 4,7 Zoll in der Diagonale. Nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit ist die Auflösung von 1334 x 750 Pixel, die aber zu einer ausreichend scharfen Pixeldichte von 326 ppi führt. Ebenfalls nicht zeitgemäß ist die Ausstattung nur mit einer 12-Megapixel-Linse, dennoch ist Apple bekannt dafür, dass damit gute Aufnahmen gelingen. Modern ist hingegen die CPU im 2022er-Modell des iPhone SE: Hier werkelt der starke Bionic A15 aus dem iPhone 13.

Nicht mehr wirklich aktuell ist das Google Pixel 5 (Testbericht) aus dem Jahr 2020. Es gehört aber zu den wenigen kleinen Android-Smartphones, die dennoch eine gute Ausstattung und Leistung bieten. Die Länge von 14,5 Zentimetern ist es etwas kürzer als das iPhone 13. Mit 150 Gramm ist es zudem leichter. Es ist zudem nach IP68 wasserdicht.

Das tolle 6-Zoll-Display nutzt OLED und löst mit 2340 × 1080 Pixeln (432 ppi) auf. Der Snapdragon 765G sorgt für eine angemessene Leistung. Auf den ersten Blick wirkt die Kameraausstattung sehr einfach: Es kommen zwei Linsen mit 16 Megapixel sowie 12 Megapixel für Weitwinkelaufnahmen zum Einsatz. Die Bildqualität der Fotos ist aber dank optimierter Software hervorragend. Die Akkulaufzeit kann sich mit bis zu 14 Stunden ebenfalls sehen lassen. 700 Euro sind allerdings viel Geld für ein 2 Jahre altes Gerät.

Das Google Pixel 4a (Testbericht) überragt das iPhone 13 Mini bei der Länge um über 1 Zentimeter. Gehört aber dennoch zu den kleinsten Android-Smartphones mit guter Ausstattung. Mit einer Größe von 14,44 x 7,0 Zentimetern und einem Gewicht von 143 Gramm ist es aber noch kompakt und handlich. Das 5,8-Zoll-Display nutzt OLED-Technologie und bietet eine Auflösung von 2340 x 1080 Pixeln. Die Bildwiederholfrequenz liegt allerdings nur bei 60 Hz.

Als CPU kommt ein Snapdragon 730G der Mittelklasse zum Einsatz, abgerundet wird die Ausstattung mit 6 GB RAM und 128 GB Speicher. Die Kapazität des Akkus ist mit 3200 mAh nur Durchschnitt. Die Kamera auf der Rückseite löst mit über 12 Megapixel auf, verfügt jedoch über keine Ultraweitwinkel- oder Telelinse. Das Pixel 4a ist ein flottes und handliches Smartphone mit einem guten Display. Zudem verfügt es über eine Update-Garantie für Android.

Ebenfalls gut zwei Jahre auf dem Buckel hat das Samsung Galaxy A41. Den Weg in diese Bestenliste hat es primär der gerade noch akzeptablen Länge von unter 15 Zentimetern zu verdanken. Das 6,1-Zoll-Display nutzt OLED-Technologie und löst mit 2400 x 1080 Pixeln auf. Die Kamera bietet drei Linsen: 48 Megapixel, 8 Megapixel (Weitwinkelobjektiv) sowie 5 Megapixel für Tiefenschärfe. Eher gemächlicher ist der Prozessor Mediatek MT6768 Helio P65 aus dem Jahr 2019.

Beim Samsung Galaxy Xcover 5 (Testbericht) handelt es sich um ein Outdoor-Smartphone, welches aus einer anderen Zeit zu kommen scheint. Optisch ist es von den Vorgängermodellen kaum zu unterscheiden. Mit einer Länge von 14,7 Zentimetern fällt es für ein Outdoor-Geräte nahezu winzig aus.

Die LCD-Anzeige mit 5,3 Zoll liefert allerdings nur eine HD-Auflösung von 1480 x 720 Pixel. Für mehr als Schnappschüsse eignet sich die 16-Megapixel-Linse ebenfalls nicht. Die Leistung des Prozessors ist ebenfalls eher bescheiden. Dafür kann man den Akku wechseln und das Handy hält dank robustem Gehäuse Stürze bis 1,5 Meter aus. Außerdem ist das Gerät wasserfest nach IP68.

Kleine Smartphones sind tatsächlich selten geworden. Ernst nimmt das Thema nur Apple mit dem iPhone 13 Mini sowie der Neuauflage des iPhone SE für Nostalgiker. Die kleinsten Android-Geräte mit guter Hardware sind in etwa so groß wie das normale iPhone 13. Immerhin bietet Samsung sein aktuelles Flagship Galaxy S22 auch in einem kompakten Format an. Die übrigen Android-Handys in dieser Bestenliste sind entweder Exoten, Nischen-Modelle oder bereits mehr als 2 Jahre alt. Wir hoffen, dass sich die Hersteller wieder auf ihre Wurzeln besinnen und mehr kompakte Modelle anbieten. Etwas Hoffnung macht uns der Trend zu modernen Klapphandys wie das Samsung Galaxy Z Flip 3 5G (Testbericht).

Eine weiter Alternative ist das Samsung Galaxy S10e (Testbericht), dass es wegen des Alters nicht mehr in diese Übersicht geschafft hat. Mit einer Länge von unter 15 Zentimetern gehört das ehemalige Flaggschiff zu den wenigen kleineren Androiden mit akzeptabler Ausstattung. Ebenfalls noch handlich ist das Einsteiger-Smartphone Nokia 1.3 (Testbericht) von 2020. Wirklich kleine, wenn auch eher einfach ausgestattete Mobiltelefone zeigen wir in unserem Ratgeber Mini-Handys mit Android: Die kleinsten Smartphones bis 4 Zoll.

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