Top 10: Das sind die besten Smartphones bis 500 Euro

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1000 Euro sind zu viel für ein Smartphone? Kein Problem: Es gibt für 500 Euro fast genauso gute Mobiltelefone. Wir sagen, worauf man beim Kauf achten muss.

Update vom 06.12.2021

Die Topmodelle der namhaften Hersteller stehen natürlich im Rampenlicht. Smartphones wie das Samsung Galaxy S21 Ultra (Testbericht) wecken Begierde, weil sie technisch das Beste des Besten in sich vereinen. Ein Blick auf den Preis macht dann aber auch schnell klar, dass sich die Unternehmen dafür fürstlich bezahlen lassen. Dann folgt schnell die Ernüchterung, denn über 1000 Euro für einen Gebrauchsgegenstand wie ein Smartphone können oder möchten längst nicht alle ausgeben. Das ist auch gar nicht nötig.

Denn tatsächlich bekommen Interessenten mit ein wenig Mühe bei der Suche (Preisvergleich mit Filter) Modelle, die kaum weniger können, dafür aber weit weniger kosten. Wer sich diese Mühe nicht machen möchte, sollte einfach weiterlesen.

In der Preisklasse von 400 bis 500 Euro sind Auflösungen unterhalb FHD+ nicht mehr zu finden – darüber aber auch kaum. Bei durchschnittlichen Diagonalen von um 6,5 Zoll ergibt aber auch FHD+ etwas mehr als 400 Pixel pro Zoll (PPI) und sorgt auch ohne 2K- oder gar 4K-Auflösung für scharfe Darstellung. Als Technologie steht OLED ganz oben auf der Anforderungsliste – nicht, weil nicht auch IPS-LCDs gut sein könnten, OLED gibt aber das Extra-Quäntchen Schwarzwert, Betrachtungswinkelstabilität, Kontrast und Farbintensität. LCD ist in diesen Preisregionen daher die Ausnahme. Inzwischen bieten die Panels Bildwiederholungsraten von 90, 120 oder gar 144 Hertz für flüssigere Darstellung von Inhalten. 144 Hz bleibt zumindest in Kombination mit OLED weiterhin hochpreisigen Gaming-Smartphones wie dem Asus ROG Phone 5 (Testbericht) vorbehalten, aber selbst hier gibt es erste Ausnahmen. 120 Hertz bieten die Modelle in der Preisklasse bis 500 Euro aber immer häufiger.

6 GByte RAM sind bei Androiden Pflicht, 8 GByte zwischen 400 und 500 Euro kein Problem mehr und inzwischen sind sogar 12 GByte Arbeitsspeicher hin und wieder möglich – das war vor gar nicht langer Zeit High-End-Modellen vorbehalten. Als Antrieb sollte normalerweise ein Spitzenchipsatz des laufenden oder des vergangenen Jahres dienen, etwa Qualcomms Snapdragon 865, 870, 888 oder Samsungs Exynos 990. Mediatek ist mit seinen neuesten Chips der Dimensity-Reihe ebenfalls anzutreffen. Hier sind es Chipsätze mit der 1200er- oder 900er-Kennung, die für ordentliche Alltagsleistung sorgen und dank moderner Strukturbreite energiesparender als frühere Modelle sind.

Einige der Smartphones in unserer Auflistung setzen auf Prozessoren, die sich leistungstechnisch zwischen oberer Mittel- und unterer Oberklasse bewegt, nämlich auf Snapdragon 780(G) oder 720(G). Im Alltag macht das wenig Unterschied, bei entsprechender restlicher Hardware sollte das also kein Ausschlusskriterium sein. Nur Benchmark-Fetischisten und Hardcore-Gamer sind wegen stärkerer CPUs und vor allem GPUs meist doch noch besser mit Spitzenchips der 8xx-Serie bedient.

128 GByte sind in der genannten Preisregion für Android-Smartphones Standard, selbst 256 GByte zu bekommen. Erweiterbarkeit per Micro-SD ist da nicht mehr zwingend nötig, die meisten Modelle bieten das aber nach wie vor. Technisch ist ansonsten alles an Bord, was in Smartphones verfügbar ist – meistens auch 5G. Alle aktuellen 5G-Smartphones haben wir in unserem Ratgeber 5G schon jetzt nutzen: Diese 5G-Smartphones gibt es bereits aufgeführt. Das als Pflicht für das Lastenheft seines Smartphones zu sehen, sollten sich Nutzer aber gut überlegen. Mangels flächendeckendem Netzausbau ist 5G in Deutschland immer noch weit davon entfernt, überall verfügbar zu sein. In Ballungsräumen kann 5G allerdings bereits Vorteile bieten, selbst hier wird man aber längst nicht überall den "neuen" Datenstandard genießen können.

Ein wichtiges Kriterium beim Kauf sollte wie immer der Akku sein. Hier sind neben der reinen Leistung auch Dinge wie Schnellladefähigkeit und die Möglichkeit, kabellos zu laden, wichtig. Letzteres ist aber eher selten bis 500 Euro zu finden.

Bei der Aktualität der Android-Version sieht es bei den meisten Geräten in unserer Top 10 gut aus. Wer auf Android 11 festgelegt ist, kommt voll auf seine Kosten. Auch neuere Android-Versionen sollten über kurz oder lang kein Problem darstellen, schließlich stammen alle Smartphones maximal aus 2021.

Auch in dieser Aktualisierung unserer Top 10 sehen wir das S20 FE (Testbericht) auf dem ersten Platz – dabei bietet es als eines von zwei Modellen in dieser Liste kein 5G. Dennoch handelt es sich dabei nicht um die bisher bekannte Exynos-Version. Denn Samsung hat nach dem Auslaufen der unbeliebteren Exynos-Version nun für den europäischen Markt eine Variante mit Snapdragon 865 herausgebracht, die aber auf 5G-Funktion verzichtet. Ob das im Sinne der Fans ist, für die eine Fan Edition (FE) eigentlich sein sollte?

So oder so: Der Screen des Handys setzt auf OLED-Technik mit stolzen 120 Hertz Bildwiederholungsrate, die Kamera ist entgegen ihren bloßen Daten mit Haupt- und Weitwinkellinse (je 12 Megapixel) und Telelinse mit 8 Megapixel richtig gut. Gerade ein Teleobjektiv haben in dieser Top 10 lange nicht alle Geräte.

Die 5G-Version gibt es parallel weiterhin, sie kostet mit rund 530 Euro nicht einmal viel mehr – allerdings passt sie (noch) nicht in diese Top 10 bis 500 Euro. Ansonsten ist das 4G-Modell Spitze, nur die Ladegeschwindigkeit ist mit 25 Watt nicht übermäßig schnell – typisch Samsung. Dafür beherrscht das Modell Qi-Laden ohne Kabel, ist IP68-zertifiziert, hat USB 3.1 und hat bereits Android 11.

Das neue Realme GT Neo 2 (Testbericht) punktet mit 6,6 Zoll großem OLED-Display und bis zu 120 Hertz. Seine Triple-Cam bietet bis zu 64 Megapixel und Weitwinkel, der eingebaute Snapdragon 970 leistet zusammen mit satten 12/256 GByte mehr als genug, um noch lange Freude mit dem Gerät zu haben. Selbst der Akku mit seinen 5000 mAh und stolzen 65 Watt Ladegeschwindigkeit lässt keine Wünsche offen.

Das Oneplus Nord 2 (Testbericht) rutscht auf Platz Drei. Das Gerät setzt auf den kräftigen Mediatek Dimensity 1200 AI. Kombiniert mit sagenhaften 12/256 Speicher sollte das Gerät in ähnlichen Leistungsbereichen wie das erstplatzierte Samsung Galaxy S20 FE mit Snapdragon 865 spielen und dabei vielleicht sogar noch etwas stromsparender sein. Das ist für ein Mittelklassemodell enorm.

Bei Display und Kamera geht das Unternehmen dann wieder etwas ruhiger vor: Der OLED-Screen bietet bei 6,4 Zoll "nur" 90 Hertz, die Kamera kommt mit maximal 50 Megapixel und ohne Tele daher. Ansonsten punktet das Smartphone mit Stereolautsprechern und 65-Watt-Schnellladen des 4500-mAh-Akkus. Mit weniger Speicher bleiben Käufer übrigens sogar deutlich unter 400 Euro.

Das Xiaomi Mi 11i überzeugt mit 6,7 Zoll großem OLED-Display mit 120 Hz, ebenfalls superschnellem Snapdragon 888 und 8/128 GByte Speicher. Die 108-Megapixel-Kamera verspricht detailreiche Aufnahmen, der Weitwinkel bietet hingegen nur 8 Megapixel. Ein optischer Zoom fehlt.

Technisch ist fast alles an Bord, was derzeit geht – wie immer bei Xiaomi auch der Infrarot-Sender zum Steuern von Hifi-Anlage und Co. Was fehlt, sind IP-Zertifizierung gegen Wasser und kabelloses Laden – dann wäre das Mi 11i aber auch ein Highend-Smartphone. 4520 mAh leistet der Akku, er lädt mit 33 Watt zügig wieder auf.

Auch das Realme GT 5G (Testbericht) setzt auf ein mit 6,4 Zoll vergleichsweise kleines Display, bietet dafür aber OLED mit 120 Hertz. Die Kamera bietet bis zu 64 Megapixel. Mit dem Snapdragon 888 schlägt der aktuelle Spitzenchip als Hertz des Smartphones, sodass das Modell bei Benchmarks und für Gaming die erste Wahl in dieser Top 10 sein sollte.

Im Alltag sind die unter 500 Euro zu bekommenden 8/128 GByte Speicher klar schlechter als 12/256 des viertplatzierten Oneplus Nord 2, darum landet das GT trotz mehr Power einen Platz dahinter. Beim Akku sind die Geräte hingegen gleichauf, auch hier kommt ein Akku mit 4500 mAh und rasantem 65-Watt-Laden zum Einsatz.

Motorola setzt bei seinen aktuellen Modellen auf IPS-LCDs mit 144 Hertz – wir halten das für übertrieben, OLED mit 120 Hertz wäre sinnvoller. Insgesamt ist das G200 aber so oder so klasse ausgestattet: Triple-Cam mit bis zu 108 Megapixel und Weitwinkel, USB 3.1, der aktuell schnellste Chipsatz Snapdragon 888 Plus und ordentliche 8/128 GByte Speicher sind richtig gut, der Akku mit 5000 mAh und immerhin 33 Watt ist es auch. Dank IP52 ist das Smartphone eingeschränkt staub- und wasserdicht.

Das OLED-Display des Xiaomi Black Shark 4 bietet bis zu 144 Hz und extrem hohe Abtastraten – kein Wunder, schließlich handelt es sich um ein Gaming-Smartphone und es kommt daher zusätzlich mit mechanischen Schultertasten. Schnell ist das Gerät außerdem, als Antrieb dient ein Snapdragon 870 mit 8/128 GByte Speicher. Unterwegs sorgt 5G für möglichst latenzfreies Gaming. Der Akku ist mit 4500 mAh vielleicht nicht übermäßig groß, lässt sich aber mit sagenhaften 120 Watt extrem schnell wieder aufladen. Einbußen muss man bei der Kamera hinnehmen. Die Hauptkamera bietet 48 Megapixel, hinzu kommt ein Weitwinkel mit 8 Megapixel – Ende.

6,7 Zoll OLED mit 120 Hertz, Hauptkamera mit bis zu 64 Megapixel und Weitwinkel und der schnelle Mediatek Dimensity 1200 – das ist eine gute Kombi. Zusammen mit 8/256 GByte stehen auch eine Menge Gigabytes zur Verfügung. Das gilt auch für den Akku: 5000 mAh und 67 Watt Ladeleistung sind ordentlich. Das Modell verfügt über ein IP53-Rating und ist somit eingeschränkt staub- und wasserdicht.

Das Oppo Reno 6 5G (Testbericht) setzt auf ein 6,4 Zoll großes OLED-Display mit bis zu 90 Hertz. Hinzu kommen eine Triple-Kamera mit bis zu 64 Megapixel, Dimensity 900 samt 8/128 GByte und ein 4300 mAh starker Akku, der mit 65 Watt schnell geladen werden darf.

Auf dem 10. Platz landet bei der letzten Aktualisierung dieser Top 10 in diesem Jahr das Samsung Galaxy A72 (Testbericht). Highlight ist hier abgesehen vom 6,7 Zoll großen OLED-Display mit 90 Hertz die Kamera, die Haupt-, Weitwinkel- und optisches Teleobjektiv mit bis zu 64 Megapixel bietet. Im Vergleich zu den neun besser platzierten Modellen ist der Snapdragon 720G etwas schwachbrüstig, im Alltag stellt das aber kein Problem dar. Zusammen mit 6/128 GByte Speicher ist die Performance dort ruckelfrei. 5G fehlt, ansonsten ist alles Wichtige an Ausstattung mit dabei. Der Akku ist mit 5000 mAh ebenfalls ordentlich dimensioniert.

Beachtlich, was man für unter 500 Euro an Technik bekommt. Groß ist der Unterschied zur absoluten Spitze teilweise nicht, zumindest nicht, wenn man den Preis in Relation zum Mehrwert setzt. Ansonsten sind die neuesten Spitzenmodelle etablierter Hersteller natürlich doch noch einmal besser – alles andere wäre seltsam. Bei der Leistung sind aber bei einigen Smartphones bis 500 Euro keine Unterschiede mehr zu merken.

Wer auch keine 500 Euro ausgeben will, sollte einen Blick auf unseren Ratgeber: Die besten Smartphones bis 400 Euro, Kaufberatung: Smartphones mit OLED bis 300 Euro und unsere Bestenliste: Top-10 der Smartphones bis 200 Euro werfen. Selbst in der letzten Kategorie sind erstaunlich starke Geräte dabei.

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