Top 10: Die besten Smartphones bis 500 Euro

Samsung Galaxy S21 FE

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1000 Euro sind zu viel für ein Smartphone? Kein Problem: Es gibt für 500 Euro fast genauso gute Mobiltelefone ohne Vertrag. Wir sagen, worauf man beim Kauf achten muss.

Die Topmodelle der namhaften Hersteller stehen natürlich im Rampenlicht. Smartphones wie das Samsung Galaxy S22 Ultra (Testbericht) wecken Begehrlichkeiten, weil sie technisch das Beste vom Besten in sich vereinen. Ein Blick auf den Preis macht dann aber auch schnell klar, dass sich die Unternehmen dafür fürstlich bezahlen lassen. Dann folgt schnell die Ernüchterung, denn über 1000 Euro für einen Gebrauchsgegenstand wie ein Smartphone können oder möchten längst nicht alle ausgeben. Das ist zum Glück auch gar nicht nötig.

Denn tatsächlich bekommen Interessenten mit ein wenig Mühe bei der Suche (Preisvergleich mit Filter) Modelle, die kaum weniger können, dafür aber weit günstiger sind. Wer sich diese Mühe nicht machen möchte, sollte einfach weiterlesen.

In der Preisklasse von 400 bis 500 Euro sind Auflösungen unterhalb FHD+ nicht mehr zu finden – darüber aber auch kaum. Bei durchschnittlichen Diagonalen von etwa 6,5 Zoll ergibt aber auch FHD+ etwas mehr als 400 Pixel pro Zoll (PPI) und sorgt entsprechend auch ohne 2K- oder gar 4K-Auflösung für scharfe Darstellung.

Als Technologie steht OLED ganz oben auf der Anforderungsliste – nicht, weil nicht auch IPS-LCDs gut wäre, OLED bietet aber das Extra-Quäntchen Schwarzwert, Betrachtungswinkelstabilität, Kontrast und Farbintensität. LCD ist in diesen Preisregionen daher die Ausnahme.

Inzwischen nutzen die Panels in dieser Preisklasse üblicherweise Bildwiederholungsraten von 90, 120 oder sogar 144 Hertz für flüssigere Darstellung von Inhalten. 144 Hertz bleibt aber zumindest in Kombination mit OLED weiterhin selten. 120 Hertz bieten die Modelle in der Preisklasse bis 500 Euro aber fast immer. Mit 60 Hertz sollte sich bei so viel Geld niemand mehr zufriedengeben. Wer einmal das flüssigere Erlebnis beim Scrollen in Menüs oder Browser erlebt hat, will nicht mehr zurück auf 60 Hz. Erfahrungsgemäß sind 90 Hz deutlich besser als 60 Hz, aber kaum schlechter als 120 Hz.

4 bis 6 GByte RAM sind bei Androiden Pflicht. 8 GByte sollten es zwischen 400 und 500 Euro aber schon sein, zumindest sollte niemand ein Modell unter 6 GByte RAM wählen. Inzwischen sind sogar 12 GByte Arbeitsspeicher in dieser Preisklasse möglich – das war vor gar nicht so langer Zeit nur High-End-Modellen vorbehalten. Als Antrieb sollte normalerweise ein Spitzenchipsatz des laufenden oder der jüngeren vergangenen Jahre dienen, etwa Qualcomms Snapdragon 865, 870, 888 oder Samsungs Exynos 990.

Mediatek ist mit seinen neuesten Chips der Dimensity-Reihe ebenfalls anzutreffen. Hier sind es Chipsätze mit 1200er- oder 900er-Kennung, die für ordentliche Alltagsleistung sorgen und dank moderner Strukturbreite energiesparender als frühere Modelle sind. Sogar einige ganz neue Spitzenchipsätze sind inzwischen anzutreffen, etwa Snapdragon 8 Gen 1 oder Dimensity 1300.

Einige der Smartphones in unserer Auflistung setzen auf Prozessoren, die sich leistungstechnisch zwischen oberer Mittel- und unterer Oberklasse bewegt, nämlich auf Snapdragon 778(G) oder 695. Im Alltag macht das wenig Unterschied, bei entsprechender restlicher Hardware sollte das also kein Ausschlusskriterium sein. Nur Benchmark-Fetischisten und Hardcore-Gamer sind wegen stärkerer CPUs und vor allem GPUs meist doch noch besser mit Spitzenchips der Snapdragon-8xx-Serie bedient.

128 GByte sind in der genannten Preisregion für Android-Smartphones der Standard, selbst 256 GByte sind zu bekommen. Erweiterbarkeit per Micro-SD-Karte ist da nicht mehr zwingend nötig, manche Modelle bieten das aber nach wie vor an. Technisch ist ansonsten alles an Bord, was in Smartphones verfügbar ist – auch 5G.

Inzwischen muss man mehrheitlich nicht mehr zwischen Modellen mit und ohne 5G wählen. Wer dennoch ein Modell ohne 5G gefunden hat, sollte sich gut überlegen, 5G als Pflicht für das Lastenheft seines Smartphones zu sehen. Mangels flächendeckendem Netzausbau ist 5G in Deutschland immer noch weit davon entfernt, überall verfügbar zu sein. In Ballungsräumen kann 5G allerdings bereits Vorteile bieten, selbst hier wird man aber längst nicht überall den "neuen" Datenstandard genießen können oder nicht viele Vorteile bemerken. Außerdem gibt es Bereiche, in denen 5G zur Abdeckung von Gebieten ohne 4G, also LTE, dient. Das ist meist in ländlichen Gebieten der Fall. Auch dort ist dann 5G wichtig.

Ein wichtiges Kriterium beim Kauf sollte wie immer der Akku sein. Hier sind neben der reinen Leistung auch Dinge wie Schnellladefähigkeit und die Möglichkeit, kabellos zu laden, wichtig. Letzteres ist aber eher selten bis 500 Euro zu finden.

Bei der Aktualität der Android-Version sieht es bei den meisten Geräten in unserer Top 10 gut aus. Wer auf Android 12 festgelegt ist, kommt voll auf seine Kosten. Auch neuere Android-Versionen sollten über kurz oder lang kein Problem darstellen, schließlich stammen alle Smartphones maximal aus 2022.

Erneut steht in unserer Top 10 der besten Smartphones bis 500 Euro das Samsung Galaxy S21 FE (Testbericht). Der Grund ist einfach: Es bietet das beste Gesamtpaket, unter anderem hat es die einzige wirklich gute Kamera mit Telelinse und optischem Bildstabilisator (OIS). OLED mit 120 Hz und 6,4 Zoll sowie ein Snapdragon 888 als Antrieb vervollständigen das Paket.

Beim Speicher müssen Interessenten hingegen mit etwas weniger klarkommen, 6/128 GByte sind eher am unteren Rand angesiedelt. Dafür ist der Akku wieder ordentlich: 4500 mAh mit der Möglichkeit für kabelloses Laden sind klasse, hinzu kommt eine IP68-Zertifizierung und Stereolautsprecher – für uns aktuell die Nummer Eins!

Das Xiaomi 12 ist preislich in dieser Aktualisierung der Bestenliste herausgefallen, daher rückt das Realme GT 2 auf. Es setzt ebenfalls auf OLED mit 120 Hz, hier ist der Screen 6,6 Zoll groß und bietet eine überragende Abtastrate von 1000 Hz. Als Kamera kommen 50 Megapixel mit optischem Bildstabilisator (OIS) plus Weitwinkel zum Einsatz, als Antrieb setzt Realme ebenfalls auf einen Snapdragon 888. Kombiniert wird die CPU mit satten 12/256 GByte. Beim Akku gibt es 5000 mAh und die Ladegeschwindigkeit ist mit 65 Watt ordentlich. Android 12 ist bereits installiert.

In unseren Einzeltests bemängelten wir bei vielen Oppo-Smartphones nicht die Qualität, sondern die überzogenen Preise. So wundert es nicht, dass nach etwas Zeit auf dem Markt Oppo-Modelle Einzug in unsere Bestenlisten halten – der Preis ist deutlich niedriger als zu Beginn der Marktverfügbarkeit und die Qualität ist nach wie vor gut. Das trifft auch auf das Oppo Reno 8 5G zu.

So baut der Hersteller in das Gerät ein OLED-Display mit 90 Hz ein, verpasst ihm eine Standard-Kamera mit 50 und 8 Megapixel (Weitwinkel). Beim Antrieb setzt Oppo auf einen kräftigen Mediatek Dimensity 1300 und kombiniert das mit ordentlichen 8/256 GByte Speicher. Der 4500 mAh starke Akku lädt mit 80 Watt schnell wieder auf und Android 12 gibt es (wie bei allen Modellen in dieser Top 10) natürlich auch.

Beim Realme GT Neo 3T (Testbericht) gibt es ebenfalls ein OLED-Display mit 120 Hz zu bestaunen, außerdem Haupt- und Weitwinkelkamera mit 64 und 8 Megapixel. Der Snapdragon 870 sorgt für viel Leistung, zusammen mit 8/256 GByte sind Käufer für die Zukunft gut gewappnet. 5000 mAh und 80 Watt Schnellladen sind ebenfalls vorzeigbar.

Auch das Xiaomi Poco F4 (Testbericht) bietet ein OLED-Display mit 120 Hz, die Hauptkamera mit 64 Megapixel wird von einem OIS stabilisiert und ein Weitwinkelobjektiv kommt hinzu. Für ordentlich Power sorgt ein Snapdragon 870 zusammen mit 8/256 GByte und der Akku leistet 4500 mAh. Klasse: Immerhin eine IP53-Zertifizierung gibt es. Dass wir das Gerät im Test nur als "stark durchschnittlich" bezeichneten, liegt in erster Linie am überzogenen Marketing des Herstellers – denn "stark in jeder Hinsicht" ist kaum ein Mittelklasse-Modell - auch das Poco F4 nicht.

Auf Platz fünf folgt das Update eines alten Bekannten, das Oneplus Nord 2T 5G (Testbericht). Das Modell bietet zwar nur 90 Hz bei seinem OLED-Display, dafür ist die Hauptkamera wie bei einigen zuvor genannten Modellen per OIS stabilisiert und macht richtig gute Bilder für diese Preisklasse.

Zusätzlich gibt es immerhin ein Weitwinkelobjektiv. Der eingebaute Dimensity 1300 ist alles andere als lahm und selbst für deutlich unter 500 Euro gibt es satte 12/256 GByte Speicher. Wer noch mehr sparen will, kauft die günstigere Version mit 8/128 GByte für (derzeit) rund 350 Euro! Der Akku mit seinen 4500 mAh lässt sich mit 80 Watt laden, das ist fix.

Das Nothing Phone 1 (Testbericht) kommt ebenfalls mit OLED-Display und 120 Hz und auch die Hauptkamera wird von einem OIS unterstützt. Highlight ist aber fraglos die halbtransparente Rückseite mit ihren LED-Streifen, die für auffällige Lichtspiele sorgen. Der eingebaute Snapdragon 778G ist dahin gehend weniger auffällig, die 8/256 GByte Speicher sind ordentlich. Der 4500 mAh starke Akku darf sogar kabellos geladen werden und IP53-Zertifizierung gibt es ebenfalls.

Satte 144 Hz bietet Motorola beim Edge 30 (Testbericht) und auch bei der Kamera hat das Modell mit OIS-stabilisierter Hauptkamera plus Weitwinkel einiges zu bieten. Der eingebaute Snapdragon 778G kommt zwar leistungstechnisch nicht ganz an die zuvor aufgezählte Konkurrenz heran, im Alltag bemerkt man kaum einen Unterschied. 8/128 GByte Speicher sind ebenfalls in Ordnung, der Akku ist mit seinen 4020 mAh allerdings etwas schwach – das dürfte der dünnen Bauform von nur knapp 7 Millimeter geschuldet sein. Das Modell verfügt über IP52-Zertifizierung.

Das Xiaomi 12, das zuvor auf den oberen Plätzen dieser Top 10 residierte, ist aktuell zu teuer, nur die Lite-Version passt in die Klasse unter 500 Euro. Die hat aber auch einiges zu bieten. Dazu gehört ein OLED-Display mit 120 Hz, eine Hauptkamera mit stolzen 108 Megapixel plus Weitwinkel und der Snapdragon 778G ist ausreichend schnell für alle Aufgaben des täglichen Gebrauchs. Viel Platz bietet obendrein der Speicher: 8/256 GByte sind ordentlich, nur der Akku ist mit 4300 mAh eher am unteren Ende positioniert, dank 67 Watt ist der aber auch ausreichend schnell wieder geladen.

Wieder OLED, erneut nur 90 Hz - deutlich besser als 60, aber nicht ganz so gut wie 120 Hz - daher findet das Vivo X80 Lite ebenfalls den Weg in unsere Bestenliste. Bei der Kamera gibt es mit 64 und 8 Megapixel keine Highlights, der Dimensity 900 ist hingegen nicht nur ausreichend stark, sondern auch sparsam in Bezug auf den Energieverbrauch.

Highlight ist die Speichermenge: 8/256 GByte sind viel Platz für Apps. Der Akku bietet immerhin 4500 mAh, ist mit 44 Watt aber nur bedingt schnell geladen – wenn auch immer noch schneller als der vom erstplatzierten Samsung-Modell. Eine IP54-Zertifizierung gibt es obendrein.

Beachtlich, was man für unter 500 Euro an Technik bekommt. Groß ist der Unterschied zur absoluten Spitze teilweise nicht mehr, sofern man den Preis in Relation zum Mehrwert setzt. Ansonsten sind die neuesten Spitzenmodelle etablierter Hersteller natürlich doch noch einmal besser – allein schon, weil dort fast immer optische Teleobjektive angeboten werden und auch Details wie USB-Typ-C in Version 3. Bei der Leistung sind aber bei einigen Smartphones bis 500 Euro so gut wie keine Unterschiede mehr zu spüren.

Wer auch keine 500 Euro ausgeben will, sollte einen Blick auf unseren Top 10: Die besten Smartphones bis 400 Euro, Top 10: Die besten Smartphones bis 300 Euro und unsere Top-10 der Smartphones bis 200 Euro werfen. Selbst in der letzten Kategorie sind erstaunlich starke Geräte dabei.

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