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Top 10: Das sind die besten Smartphones bis 500 Euro

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1000 Euro sind zu viel für ein Smartphone? Kein Problem: Es gibt für 500 Euro fast genauso gute Mobiltelefone. Wir sagen, worauf man beim Kauf achten muss.

Update vom 10.07.2021

Die Topmodelle der namhaften Hersteller stehen natürlich im Rampenlicht. Smartphones wie das Samsung Galaxy S21 Ultra (Testbericht) wecken Begierde, weil sie technisch das Beste des Besten in sich vereinen. Ein Blick auf den Preis macht dann aber auch schnell klar, dass sich die Unternehmen dafür fürstlich bezahlen lassen. Dann folgt schnell die Ernüchterung, denn über 1000 Euro für einen Gebrauchsgegenstand wie ein Smartphone können oder wollen längst nicht alle ausgeben. Das ist auch gar nicht nötig.

Denn tatsächlich bekommen Interessenten mit ein wenig Mühe bei der Suche (Preisvergleich mit Filter) Modelle, die kaum weniger können, dafür aber weit weniger kosten. Wer sich diese Mühe nicht machen möchte, sollte einfach weiterlesen.

In der Preisklasse von 400 bis 500 Euro sind Auflösungen unterhalb FHD+ nicht mehr zu finden – darüber aber auch kaum. Bei durchschnittlichen Diagonalen von um 6,5 Zoll ergibt aber auch FHD+ etwas mehr als 400 Pixel pro Zoll (PPI) und sorgt auch ohne 2K- oder gar 4K-Auflösung für scharfe Darstellung. Als Technologie steht OLED ganz oben auf der Anforderungsliste – nicht, weil nicht auch IPS-LCDs gut sein könnten, OLED gibt aber das extra-Quäntchen Schwarzwert, Betrachtungswinkelstabilität, Kontrast und Farbintensität. LCD war in diesen Preisregionen daher die Ausnahme, kommt aber wieder. Denn immer häufiger bieten Panels Bildwiederholungsraten von 90, 120 oder gar 144 Hertz für flüssigere Darstellung von Inhalten. 144 Hz bleibt zumindest in Kombination mit OLED weiterhin hochpreisigen Gaming-Smartphones wie dem Asus ROG Phone 3 (Testbericht) vorbehalten. 120 Hertz bieten die Modelle in der Preisklasse bis 500 Euro aber immer häufiger, meist in Verbindung mit IPS-LCDs. Denn die sind immer noch günstiger als OLEDs mit gleicher Bildwiederholungsrate. Doch auch die gibt es immer mehr bis 500 Euro.

6 GByte RAM sind bei Androiden Pflicht, 8 GByte zwischen 400 und 500 Euro kein Problem mehr und inzwischen sind sogar 12 GByte Arbeitsspeicher hin und wieder möglich - das war vor gar nicht langer Zeit High-End-Modellen vorbehalten. Als Antrieb sollte normalerweise ein Spitzenchipsatz des laufenden oder des vergangenen Jahres dienen, etwa Qualcomms Snapdragon 865, 855 (Plus) oder Samsungs Exynos 9810/9820. Mediatek oder andere Anbieter günstiger Chips sind in dieser gehobenen Preisregion normalerweise nicht mehr anzutreffen. Ausnahmen sind generell aber möglich. So sorgt etwa ein Dimensity 800 ebenfalls für ordentliche Alltagsleistung ist ist dank moderner Strukturbreite energiesparender als frühere Modelle.

Oft setzen einige der Smartphones in unserer Auflistung Prozessoren, der sich leistungstechnisch irgendwo zwischen oberer Mittel- und unterer Oberklasse bewegt, nämlich auf Snapdragon 750(G) oder 765(G). Im Alltag macht das kaum einen Unterschied, bei entsprechender restlicher Hardware sollte das also kein Ausschlusskriterium sein. Nur Benchmark-Fetischisten und Hard-Core-Gamer sind wegen stärkerer CPUs und vor allem GPUs meist doch noch besser mit Spitzenchips der 8xx-Serie bedient.

128 GByte sind in der genannten Preisregion für Android-Smartphones Standard, selbst 256 GByte immer häufiger zu bekommen. Erweiterbarkeit per Micro-SD ist da nicht mehr zwingend nötig, die meisten Modell bieten das aber nach wie vor. Technisch ist ansonsten alles an Bord, was in Smartphones verfügbar ist – oftmals auch 5G. Alle aktuellen 5G-Smartphones haben wir in unserem Ratgeber 5G schon jetzt nutzen: Diese 5G-Smartphones gibt es bereits aufgeführt. Das als Pflicht für das Lastenheft seines Smartphones zu sehen sollten sich Nutzer aber gut überlegen. Mangels flächendeckendem Netzausbau ist 5G in Deutschland immer noch weit davon entfernt, überall verfügbar zu sein. In Ballungsräumen kann 5G allerdings bereits Vorteile bieten, selbst hier wird man aber längst nicht überall den "neuen" Datenstandard genießen können.

Ein wichtiges Kriterium beim Kauf sollte wie immer der Akku sein. Hier sind neben der reinen Leistung in mAh auch Dinge wie Schnellladefähigkeit und die Möglichkeit, kabellos zu laden, wichtig. Letzteres ist aber eher selten bis 500 Euro zu finden.

Bei der Aktualität der Android-Version sieht es bei den meisten Geräten in unserer Top 10 gut aus. Wer auf Android 11 festgelegt ist, kommt voll auf seine Kosten. Auch neuere Android-Versionen sollten über kurz oder lang kein Problem darstellen, schließlich stammen alle Smartphones maximal aus 2021.

Das Xiaomi Mi 11i überzeugt mit 6,7 Zoll großem OLED-Display mit 120 Hz, superschnellem Snapdragon 888 und 8/128 GByte Speicher. Wer 5G haben will, kommt hier auch voll auf seine Kosten. Die 108-Megapixel-Kamera verspricht detailreiche Aufnahmen, der Weitwinkel bietet 8 Megapixel. Ein optischer Zoom fehlt. Technisch ist fast alles an Bord, was derzeit geht – wie immer bei Xiaomi auch der Infrarot-Sender zum Steuern von Hifi-Anlage und Co. Was fehlt sind IP-Zertifizierung gegen Wasser und kabelloses Laden – dann wäre das Mi 11i aber auch ein Highend-Smartphone. 4520 mAh leistet der Akku, er lädt mit 33 Watt zügig wieder auf.

Was für ein krasser Rückschritt - erst ein Snapdragon 888 und auf dem zweiten Platz ein Snapdragon 720G?! Tatsache, aber im Alltag macht das nur wenig aus. Das Samsung Galaxy A72 (Testbericht) punktet stattdessen mit anderen Dingen. So bietet das Gerät etwa die zuvor noch vermisste IP67-Zertifizierung, außerdem ein optisches Teleobjektiv, das die 64-Megapixel-Hauptkamera und den Weitwinkel mit 8 Megapixel unterstützt. Tele- und Hauptkamera werden außerdem durch einen optischen Bildstabilisator ruhig gehalten, sodass die Ergebnisse in Anbetracht des Preises richtig gut sind. Da ist es auch okay, dass das OLED-Display nur 90 Hz bietet und 5G fehlt – in Deutschland ist das ohnehin noch nicht flächendeckend nutzbar. An Speicher gibt es in der Topversion stolze 8/256 GByte und der Akku leistet 5000 mAh.

Und noch ein Samsung-Modell, dabei ist der Hersteller nicht unbedingt für seine kundenfreundliche Preisgestaltung bekannt. Beim S20 FE (Testbericht) ist das anders, hier hat der Hersteller mal auf seine Fans gehört, daher auch der Name Fan Edition. Der Screen des Handys setzt auf OLED-Technik mit stolzen 120 Hertz Bildwiederholungsrate, die Kamera ist entgegen ihren bloßen Daten mit Haupt- und Weitwinkellinse (je 12 Megapixel) und Telelinse mit 8 Megapixel richtig gut.

Leider gibt es unter 500 Euro noch nicht die 5G-Version, die außer dem schnelleren Datenstandard auch einen energieeffizienteren Snapdragon-Chipsatz an Bord hat. Allerdings werden dafür nur rund 50 Euro mehr fällig - das lohnt sich unter Umständen. Ansonsten ist das 4G-Modell Spitze, nur die Ladegeschwindigkeit ist mit 25 Watt nicht übermäßig schnell – typisch Samsung. Dafür beherrscht das Modell Qi-Laden ohne Kabel und hat bereits Android 11.

Das OLED-Display des Xiaomi Black Shark 4 bietet bis zu 144 Hz und extrem hohe Abtastraten – kein Wunder, schließlich handelt es sich um ein Gaming-Smartphone und bietet daher zusätzliche mechanische Schultertasten. Schnell ist das Gerät außerdem, als Antrieb dient ein Snapdragon 870 mit 8/128 GByte Speicher. Unterwegs sorgt 5G für möglichst latenzfreies Gaming. Der Akku ist mit 4500 mAh vielleicht nicht übermäßig groß, lässt sich aber mit sagenhaften 120 Watt extrem schnell wieder aufladen. Einbußen muss man bei der Kamera hinnehmen. Die Hauptkamera bietet 48 Megapixel, hinzu kommt ein Weitwinkel mit 8 Megapixel – Ende.

Auch beim Moto G100 bietet die Kamera auf dem Papier nicht viel mehr, mit 64/16 Megapixel für Haupt- und Weitwinkelkamera aber immerhin höhere Auflösung. Dafür setzt der Hersteller auf ein IPS-Display mit maximal 90 Hz, Speicher und Chipsatz sind hingegen wieder identisch. 5G ist entsprechend ebenfalls an Bord. Der Akku ist mit 5000 mAh zwar stärker, lädt aber mit nur 20 Watt wesentlich langsamer. Dafür gibt es immerhin eine IP52-Zertifizierung.

Was das Samsung Galaxy A52 5G (Testbericht) besser als der Vorgänger macht und wer es kaufen sollte, haben wir in diesem Ratgeber festgehalten. Das A52 bietet ein OLED-Display mit 120 Hertz Bildwiederholungsrate, eine OIS-unterstützte Kamera mit Haupt- (64 Megapixel) und Weitwinkelobjektiv (12 Megapixel) und ordentliche 8 GByte RAM sowie satte 256 GByte internen Speicher. Dank Snapdragon 750G ist 5G bereits mit an Bord. Beim Akku ist Samsung wie immer etwas gemäßigter unterwegs: 4500 mAh sind in Ordnung, 25 Watt (das Ladegerät hat nur 15 Watt!) sind heute eher wenig. Android 11 ist natürlich ab Werk schon drauf.

Zugegeben: Das Oneplus 8 ist nicht mehr ganz taufrisch, aber es ist immer noch ein richtig gutes Smartphone, das nicht nur inzwischen ein Update auf Android 11 bekommen hat, sondern auch LineageOS unterstützt. Sein OLED-Screen bietet 90 Hertz und misst 6,6 Zoll, die Hauptkamera mit 48 Megapixel wird von einem OIS unterstützt. Mit dem Snapdragon 865 ist der Spitzenchipsatz des vergangenen Jahres eingebaut, der hat genug Power für die nächsten Jahre. 8/128 GByte sollten auch noch eine Weile reichen und 5G ist auch mit dabei. Der Akku erscheint mit 4300 fast etwas schwachbrüstig, geht aber in Ordnung und lässt sich mit 30 Watt schnellladen.

90-Hz-OLED, Hauptkamera mit 64 Megapixel, Snapdragon 765G sowie 8/128 GByte Speicher – das sind die Eckdaten des Oppo Reno 5. Das schicke und leichte Smartphone bietet 5G und wie einige andere Geräte dieser Top 10 Dual-SIM. Der ursprüngliche Preis war zu hoch gegriffen, inzwischen kommt es aber in lohnende Regionen. Der Akku ist mit 4300 mAh wie beim Oneplus 8 nicht gerade üppig, allerdings lädt er mit 65 Watt deutlich schneller.

Das Sony Xperia 10 II (Testbericht) gehört zu den kompaktesten Smartphones in seienr Klasse. Kein Wunder: Der Hersteller setzt auf ein OLED-Display mit 6 Zoll im langgezogenen 21:9-Format. Leider bietet der Screen nur 60 Hz. Dafür bietet die Kamera eine klassische Dreiheit aus Haupt-, Weitwinkel- und optischer Telelinse mit 12 und 2x 8 Megapixel. Ein Snapdragon 690 sorgt zusammen mit 6/128 GByte Speicher für ausreichende Alltagsgeschwindigkeit, auch wenn das Sony-Smartphone in dieser Top 10 das Schwächste ist. 5G ist mit dabei, der Akku mit 4500 mAh geht in Ordnung. Das Smartphone ist wasserdicht nach IP68.

Fans von Outdoor-Smartphones aufgepasst: Das Blackview BL6000 Pro könnte das Modell der Träume sein. Angetrieben von einem starken Dimensity 800 und mit 8/256 GByte Speicher versehen gehört das Gerät in diesen Disziplinen zu den stärksten Vertretern seiner Art. Das IPS-Panel mit 6,4 Zoll und FHD+-Auflösung gehört trotz 60 Hz zu den auf dem Papier besten für ein Outdoor-Smartphone, selbst die Kamera kann sich 48 Megapixel für die Hauptlinse und 13 Megapixel für den Weitwinkel noch sehen lassen. Der Fingerabdrucksensor ist seitlich eingebaut, selbst 5G ist mit an Bord. Der Akku leistet 5280 mAh und natürlich ist das Smartphone nach IP69K und MIL-STD-810G als besonders widerstandsfähig zertifiziert. Das hat wie immer seinen Preis: Das BL6000 Pro ist mit 273 Gramm Gewicht und fast 13 Millimeter Bautiefe im Vergleich zu “normalen” Smartphones enorm schwer und dick. Außerdem gibt es noch kein Update auf Android 11.

Beachtlich, was man für unter 500 Euro an Technik bekommt. Groß ist der Unterschied zur absoluten Spitze teilweise nicht, zumindest nicht, wenn man den Preis in Relation zum Mehrwert setzt. Ansonsten sind die neuesten Spitzenmodelle etablierter Hersteller natürlich doch noch einmal besser – alles andere wäre seltsam.

Wer auch keine 500 Euro ausgeben will, sollte einen Blick auf unseren Ratgeber: Die besten Smartphones bis 400 Euro, Kaufberatung: Smartphones mit OLED bis 300 Euro und unsere Bestenliste: Top-10 der Smartphones bis 200 Euro werfen. Selbst in der letzten Kategorie sind erstaunlich starke Geräte dabei.

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