Top 10: Die besten Smartphones bis 500 Euro ohne Vertrag

Top 10: Das sind die besten Smartphones bis 500 Euro

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1000 Euro sind zu viel für ein Smartphone? Kein Problem: Es gibt für 500 Euro fast genauso gute Mobiltelefone ohne Vertrag. Wir sagen, worauf man beim Kauf achten muss.

Die Topmodelle der namhaften Hersteller stehen natürlich im Rampenlicht. Smartphones wie das Samsung Galaxy S22 Ultra (Testbericht) wecken Begehrlichkeiten, weil sie technisch das Beste vom Besten in sich vereinen. Ein Blick auf den Preis macht dann aber auch schnell klar, dass sich die Unternehmen dafür fürstlich bezahlen lassen. Dann folgt schnell die Ernüchterung, denn über 1000 Euro für einen Gebrauchsgegenstand wie ein Smartphone können oder möchten längst nicht alle ausgeben. Das ist zum Glück auch gar nicht nötig.

Denn tatsächlich bekommen Interessenten mit ein wenig Mühe bei der Suche (Preisvergleich mit Filter) Modelle, die kaum weniger können, dafür aber weit günstiger sind. Wer sich diese Mühe nicht machen möchte, sollte einfach weiterlesen.

In der Preisklasse von 400 bis 500 Euro sind Auflösungen unterhalb FHD+ nicht mehr zu finden – darüber aber auch kaum. Bei durchschnittlichen Diagonalen von um 6,5 Zoll ergibt aber auch FHD+ etwas mehr als 400 Pixel pro Zoll (PPI) und sorgt entsprechend auch ohne 2K- oder gar 4K-Auflösung für scharfe Darstellung.

Als Technologie steht OLED ganz oben auf der Anforderungsliste – nicht, weil nicht auch IPS-LCDs gut sein könnten, OLED bietet aber das Extra-Quäntchen Schwarzwert, Betrachtungswinkelstabilität, Kontrast und Farbintensität. LCD ist in diesen Preisregionen daher die Ausnahme.

Inzwischen nutzen die Panels in dieser Preisklasse üblicherweise Bildwiederholungsraten von 90, 120 oder sogar 144 Hertz für flüssigere Darstellung von Inhalten. 144 Hertz bleibt zumindest in Kombination mit OLED weiterhin selten. 120 Hertz bieten die Modelle in der Preisklasse bis 500 Euro aber fast immer. Mit 60 Hertz sollte sich bei so viel Geld niemand mehr zufriedengeben.

4 bis 6 GByte RAM sind bei Androiden Pflicht. 8 GByte sollten es zwischen 400 und 500 Euro aber schon sein und inzwischen sind sogar 12 GByte Arbeitsspeicher möglich – das war vor gar nicht so langer Zeit nur High-End-Modellen vorbehalten. Als Antrieb sollte normalerweise ein Spitzenchipsatz des laufenden oder der jüngeren vergangenen Jahre dienen, etwa Qualcomms Snapdragon 865, 870, 888 oder Samsungs Exynos 990. Mediatek ist mit seinen neuesten Chips der Dimensity-Reihe ebenfalls anzutreffen. Hier sind es Chipsätze mit der 1200er- oder 900er-Kennung, die für ordentliche Alltagsleistung sorgen und dank moderner Strukturbreite energiesparender als frühere Modelle sind.

Einige der Smartphones in unserer Auflistung setzen auf Prozessoren, die sich leistungstechnisch zwischen oberer Mittel- und unterer Oberklasse bewegt, nämlich auf Snapdragon 780(G) oder 720(G). Im Alltag macht das wenig Unterschied, bei entsprechender restlicher Hardware sollte das also kein Ausschlusskriterium sein. Nur Benchmark-Fetischisten und Hardcore-Gamer sind wegen stärkerer CPUs und vor allem GPUs meist doch noch besser mit Spitzenchips der Snapdragon-8xx-Serie bedient.

128 GByte sind in der genannten Preisregion für Android-Smartphones Standard, selbst 256 GByte ist zu bekommen. Erweiterbarkeit per Micro-SD-Karte ist da nicht mehr zwingend nötig, die meisten Modelle bieten das aber nach wie vor an. Technisch ist ansonsten alles an Bord, was in Smartphones verfügbar ist – meistens auch 5G.

5G als Pflicht für das Lastenheft seines Smartphones zu sehen, sollten sich Nutzer aber gut überlegen. Mangels flächendeckendem Netzausbau ist 5G in Deutschland immer noch weit davon entfernt, überall verfügbar zu sein. In Ballungsräumen kann 5G allerdings bereits Vorteile bieten, selbst hier wird man aber längst nicht überall den "neuen" Datenstandard genießen können.

Ein wichtiges Kriterium beim Kauf sollte wie immer der Akku sein. Hier sind neben der reinen Leistung auch Dinge wie Schnellladefähigkeit und die Möglichkeit, kabellos zu laden, wichtig. Letzteres ist aber eher selten bis 500 Euro zu finden.

Bei der Aktualität der Android-Version sieht es bei den meisten Geräten in unserer Top 10 gut aus. Wer auf Android 11 festgelegt ist, kommt voll auf seine Kosten. Auch neuere Android-Versionen sollten über kurz oder lang kein Problem darstellen, schließlich stammen alle Smartphones maximal aus 2021. Android 12 (Ratgeber) ist aber noch eher selten.

OLED mit 120 Hz und 6,7 Zoll, Hauptkamera mit 108 Megapixel plus Weitwinkel und ein Snapdragon 888 als Antrieb – das Xiaomi 11T Pro (Testbericht) schöpft aus dem Vollen. Das gilt auch für den Speicher, der mit 8/256 aber von anderen Modellen in dieser Top 10 sogar noch leicht übertroffen wird. Dafür ist der Akku wieder spitze: 5000 mAh mit satten 120 Watt Schnellladen, außerdem (immerhin) IP53-Zertifizierung und Stereolautsprecher – das ist ein tolles Gesamtpaket für inzwischen nur noch etwa 420 Euro.

Eines der angesprochenen Modelle, die beim Speicher noch mehr zu bieten haben, ist das Realme GT 5G (Testbericht). Es kommt für rund 430 Euro mit satten 12/256 GByte Speicher, dafür ist das OLED-Display mit 120, aber "nur" 6,4 Zoll etwas kleiner und die Kamera bietet "nur" 64 Megapixel plus Weitwinkel. Als Antrieb dient erneut ein Snapdragon 888 und der Akku bietet 4500 mAh mit 65 Watt Schnellladen.

Das Xiaomi Mi 11i orientiert sich stark am erstplatzierten Geschwistermodell, ist aber neuer und darum trotz einiger Abstriche teurer. Erneut kommt ein knapp 6,7 Zoll großer OLED-Screen mit 120 Hz zum Einsatz, die Kamera setzt ebenfalls auf 108 Megapixel plus Weitwinkel. Wieder treibt ein Snapdragon 888 das Smartphone an und beim Speicher gibt es für knapp 500 Euro 8/256 GByte – ordentlich. Abstriche muss man in erster Linie beim Akku machen – der ist nur 4520 mAh groß und kann nur mit 33 Watt geladen werden. Wasserfest ist das Modell auch nicht.

Das Realme GT 2 setzt ebenfalls auf OLED mit 120 Hz, hier ist der Screen 6,6 Zoll groß und kommt mit einer überragenden Abtastrate von 1000 Hz. Als Kamera kommen 50 Megapixel mit optischem Bildstabilisator (OIS) plus Weitwinkel zum Einsatz, als Antrieb setzt Realme erneut auf einen Snapdragon 888. Kombiniert wird er in diesem Modell aber nur mit 8/128 GByte. Beim Akku gibt es 5000 mAh und die Ladegeschwindigkeit ist mit 65 Watt immer noch ordentlich. Android 12 ist bereits installiert.

Das Realme GT 2 Neo (Testbericht) steht dem GT 2 ohne Neo-Namenszusatz nur in wenig nach. Das Display ist fast identisch, nur die Abtastgeschwindigkeit sinkt auf 600 Hz. Bei der Kamera sind es sogar 64 Megapixel plus Weitwinkel, allerdings fehlt der OIS. Der Prozessor (SD 870) ist auf dem Papier minimal schwächer, er wird dafür mit 12/256 GByte kombiniert und 5G sind ebenfalls – wie beim Rest – vorhanden. Auch hier gibt es 5000 mAh und die Ladegeschwindigkeit liegt bei 65 Watt. Android 12 gibt es auch hier.

Das Xiaomi 11T bietet ein 6,7 Zoll großes OLED-Display mit bis zu 120 Hz. Die Hauptkamera knipst Fotos mit stolzen 108 Megapixel, hinzu kommt ein Weitwinkel mit 8 Megapixel und ein Makroobjektiv. Neben Wifi-6 bietet das Smartphone vollständige Ausstattung mit Standards wie Bluetooth 5.2, NFC und darüber hinaus sogar den von Xiaomi gewohnten IR-Blaster. Der Fingerabdrucksensor steckt nicht wie in den besser platzierten Modellen im Display, sondern seitlich im Power-Button.

Als Antrieb dient ein Dimensity 1200 von Mediatek, der von 8/256 GByte Speicher unterstützt wird. Der 5000 mAh starke Akku lädt mit 67 Watt besonders schnell, neben Stereolautsprechern gibt es eine IP53-Zertifizierung gegen das Eindringen von Spritzwasser.

Auch Samsung ist unter 500 Euro vertreten, mit 404 Euro zum Artikelzeitpunkt ist es sogar das günstigste Modell in dieser Top 10. Trotzdem gibt es ein 6,5 Zoll großes OLED-Display mit 120 Hz, eine Hauptkamera mit 64 Megapixel und OIS plus Weitwinkel sowie einen Exynos 1280 als Antrieb. Die Speichermenge ist ebenfalls gut: 8/256 GByte sind ordentlich, allerdings lässt sich der 5000 mAh große Akku nur mit 25 Watt laden. Dafür ist das Modell nach IP67 zertifiziert und es gibt schon Android 12.

Das Motorola Edge 30 (Testbericht) protzt mit einem 6,5 Zoll großen OLED-Display mit satten 144 Hz und die Kamera bietet 50 Megapixel mit OIS und zusätzlichem Weitwinkel. Der eingebaute Snapdragon 778G+ wird von 8/128 GByte Speicher flankiert und der eingebaute Akku leistet 4020 mAh, lässt sich mit 33 Watt per Kabel laden und kann sogar kabellos geladen werden. Dank IP52-Zertifizierung gilt das Modell als wasserfest.

Auf dem 9. Platz landet das Samsung Galaxy A72 (Testbericht). Der Grund ist die Kamera, die jeweils ein Haupt-, Weitwinkel- und optisches Teleobjektiv mit bis zu 64 Megapixel bietet – Kamerafreunden ist das lieber als für sie unnötig viel Power. Im Vergleich zu den acht besser platzierten Modellen ist der Snapdragon 720G dann tatsächlich auch beinahe schwachbrüstig, im Alltag stellt das aber kein Problem dar. Zusammen mit 6/128 GByte Speicher ist die Performance dort ruckelfrei und die Darstellung auf dem 6,7 Zoll großen OLED-Display mit 90 Hertz ist tadellos. 5G fehlt, ansonsten ist alles Wichtige an Ausstattung mit dabei. Der Akku ist mit 5000 mAh ebenfalls ordentlich dimensioniert und Android 12 ist als Update verfügbar.

Auf dem letzten Platz sehen wir das Xiaomi Poco X3 Pro (Testbericht). Je nach Gewichtung ist das Modell sogar besser, denn für nur 404 Euro zum Artikelzeitpunkt (und schon ab 220 Euro mit weniger Speicher) gibt es einen starken Snapdragon 860 mit 8/256 GByte Speicher sowie starke 5160 mAh Akku mit immerhin 33 Watt Ladegeschwindigkeit, außerdem eine IP53-Zertifizierung. Dafür setzt der Hersteller nur auf IPS-LCD mit 120 Hz und die Kamera ist mit 48 und 8 Megapixel für Haupt- und Weitwinkelkamera auch eher durchschnittlich.

Beachtlich, was man für unter 500 Euro an Technik bekommt. Groß ist der Unterschied zur absoluten Spitze teilweise nicht, zumindest nicht, wenn man den Preis in Relation zum Mehrwert setzt. Ansonsten sind die neuesten Spitzenmodelle etablierter Hersteller natürlich doch noch einmal besser – alles andere wäre seltsam. Bei der Leistung sind aber bei einigen Smartphones bis 500 Euro so gut wie keine Unterschiede mehr zu spüren.

Wer auch keine 500 Euro ausgeben will, sollte einen Blick auf unseren Top 10: Die besten Smartphones bis 400 Euro, Top 10: Die besten Smartphones bis 300 Euro und unsere Top-10 der Smartphones bis 200 Euro werfen. Selbst in der letzten Kategorie sind erstaunlich starke Geräte dabei.

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