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Roborock S7

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Inzwischen hat TechStage im laufenden Jahr schon eine ganze Reihe unterschiedlichster Saugroboter getestet. Zeit, die aktuellen Geräte in Relation zu stellen – und zwar in Form einer Bestenliste.

Was genau Saugroboter können müssen und was es für wie viel Geld gibt, haben wir in unserer Kaufberatung: Saugroboter von 50 bis 1000 Euro ausführlich besprochen. Entscheidend ist aber wie bei allen technischen Produkten nicht nur, was auf dem Datenblatt steht, sondern wie gut der Roboter die Features auch um- und einsetzt. Da gibt es etwa Negativbeispiele wie den Trifo Max Pet (Testbericht), der mit extremer Saugleistung beworben wird, aber bei Navigation und Saugleistung wenig überzeugt. Außerdem benötigen Nutzer gleich noch einen Gehörschutz - das haben wir bislang selten so heftig erlebt.

Wir zeigen daher hier in unserer Bestenliste, welche Geräte uns im Test tatsächlich überzeugt haben. Gegen Ende der Liste tauchen dennoch Modelle auf, die wir bestenfalls bedingt empfehlen können - dennoch gehören sie zu den besseren Modellen, die wir im Jahr 2021 getestet haben. Neben Kriterien wie Funktionsumfang, Saugleistung und Design haben wir auch Wert auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis gelegt. Bei den einzelnen Modellen erklären wir nicht nur kurz die Stärken und Schwächen der Modelle, sondern auch, warum wir die jeweilige Platzierung für gerechtfertigt erachten.

Wer sich wundert, warum Größen wie iRobot, Ecovacs, Samsung und Co. nicht in dieser Top 10 auftauchen: Die entsprechenden Hersteller haben trotz teilweise gegenteiliger Beteuerungen immer noch keine Testgeräte an uns geschickt – ein Hinweis auf Angst vor der erstarkenden “Billig-Konkurrenz” aus China?

Auf dem ersten Platz steht – vermutlich insgesamt wenig verwunderlich – mit dem der Roborock S7 (Testbericht) das teuerste Modell dieser Bestenliste. Bei deutschen Händlern wandern rund 550 Euro über die virtuelle Ladentheke, das entspricht der UVP des Gerätes. Günstiger wird es bei Händlern wie Geekmaxi, die das Gerät mit dem Code GAQK6SHK inzwischen für stattliche 489 Euro und damit teurer als zum Testzeitpunkt verkaufen – immerhin inklusive Versand aus europäischen Lagern.

Dafür bekommen aber Käufer nicht nur einen Roboter mit hervorragender Navigation, sehr gutem Saugerlebnis und ordentlicher Wischfunktion mit vibrierendem Wischtuch, sondern der Sauger kann das Wischtuch auch noch selbstständig anheben. Das bietet kein anderes Modell in dieser Top 10. Was auf den ersten Blick wie Spielerei klingen mag, entpuppt sich im Alltag als große Bereicherung in Sachen Autonomie: Während der Mensch bei allen anderen Saugrobotern eingreifen muss, damit Saugroboter nicht mit feuchtem Tuch über Teppich schrubben, erledigt der Roborock S7 alles ganz allein. Daher ist er für uns klar die Nummer Eins.

Nicht viel mehr als die Hälfte kostet der nächste Wettbewerber aus Fernost: Rund 300 Euro wollen Händler in Deutschland für den Xiaomi Dreame D9 (Testbericht), mit dem Code QSYENDXP bietet Geekmaxi ihn für knapp 270 Euro aus europäischen Lagern an. Dass der Dreame D9 nicht genauso gut wie der Roborock S7 ist, liegt in erster Linie am einfacheren Aufbau: Der D9 kann das Wischtuch nicht automatisch anheben, außerdem vibriert es nicht. Das macht aus dem Gerät einen typischen “Staubwischer”, viel Dreck bekommt er nicht aufgewischt.

Dafür saugt er umso besser, hier liegt der Dreame D9 in etwa auf dem Topniveau unserer Nummer Eins. Das gilt auch für die Navigation, der App fehlen nur Kleinigkeiten wie eine Sprachassistenten-Integration. Preis-Leistung sehen wir bei diesem Modell ganz weit vorn, daher steht es für uns auf Platz Zwei.

Auf dem dritten Platz landet ein hierzulande noch mehr oder weniger unbekannter Hersteller: 360. Er liefert mit dem Modell S5 (Testbericht) einen schon etwas älteren Saugroboter, der alles immer noch gut, wenn auch nicht ganz so gut wie der Dreame D9 kann. Gerade die App reagiert anfangs etwas träge und eine Wischfunktion fehlt ganz. Dafür ist die Navigation vorbildlich und die Saugleistung befriedigend bei sehr niedriger Lautstärke – und das zu einem Preis von rund 230 Euro bei deutschen Händlern. Wer bei Geekmaxi kauft, zahlt sogar nur rund 195 Euro inklusive deutschem Versandlager.

Der Zaco A10 (Testbericht) wird nicht nur auch aus Deutschland verschickt, sondern stammt zudem von der deutschen Firma Robovox mit Sitz in Gelsenkirchen – inklusive Verkauf und Vertrieb. Der Saugroboter setzt wie die zuvor genannten Modelle auf Laser-Navigation und macht dabei seine Sache sehr gut. Auch die Saugleistung ist trotz niedriger Lautstärke hervorzuheben und zudem gibt es eine gute Wischfunktion mit vibrierendem Wischtuch. Außerdem bietet der deutsche Hersteller satte drei Jahre Garantie – das ist bei keinem anderen Anbieter in dieser Top 10 so.

Leider fehlt dem Zaco A10 eine automatische Teppicherkennung. Brücken und Läufer, die nicht gerade genau rechtwinklig im Raum liegen, können auch manuell nicht in der ansonsten guten App erfasst werden. Zudem kann das Gerät saugen oder wischen - nicht beides gleichzeitig. Außerdem ist der Sauger mit rund 390 Grad nicht gerade ein Schnäppchen.

Auf dem sechsten Platz sehen wir ein Gerät, das vielleicht nicht jeder auf dem Schirm hat: den Lenovo T1 Pro (Testbericht) mit automatischer Absaugstation. Gerade letztere ist im Verbund mit einem erstaunlich niedrigen Preispunkt beinahe ein Alleinstellungsmerkmal, auch wenn langsam immer mehr Geräte mit diesem Hardware-Feature zu haben sind. Daneben gefiel uns das Gerät mit edlem Glas als Gehäusedeckel, zwei Seitenbürsten und sehr guter Navigation. Gestört haben uns aber auch einige Dinge: Die Reinigungskraft erwies sich in unserem Testparcours als erstaunlich niedrig, es gab bei unserem Testgerät im Laufe des Tests Verbindungsprobleme und die Sprachansagen waren munter durcheinandergewürfelt und passten nicht zu den Vorgängen, die sie erläutern sollten.

Letzteres ist ein Software-Problem, das der Hersteller leicht beheben können sollte, die Saugleistung fällt bei regelmäßigen Fahrten weniger ins Gewicht. Was bleibt, ist daher ein erstaunlich günstiges Gerät, das dank Absaugstation recht wenig menschliche Fürsorge braucht.

Der Yeedi 2 Hybrid (Testbericht) gehört zu den wenigen Saugrobotern, die im Jahr 2021 noch auf Kamera- statt Lasernavigation setzen. Denn die Kamera hat einige Nachteile: Entsprechende Modelle erkennen ohne weitere Sensoren keine vor ihnen liegende Hindernisse und bei schlechtem Licht singt die Navigationsleistung und kann bei manchen Modellen sogar dazu führen, dass der Reinigungsvorgang ganz abgebrochen wird. Außerdem fühlen sich manche Nutzer von der Kamera beobachtet und die Darstellung des Reinigungsfortschritts in der App ist normalerweise klar schlechter. Vorteil ist die niedrigere Bauhöhe, da auf den Laserturm oben auf dem Gerät verzichtet werden kann.

Von den erwähnten Nachteilen ist kaum etwas beim Yeedi 2 Hybrid zu spüren, die Zusammenarbeit des chinesischen Erstellers mit Ecovacs scheint sich hier auszuzahlen. Die Navigation ist überwiegend gut und nicht zu weit von Laser-navigierten Modellen entfernt, mit Ultraschallsensoren vorn wäre sie vermutlich fast ebenbürtig. Gleiches gilt für die App und die Darstellung darin, die für Kameranavigation recht detailliert ist. Vermisst haben wir eine selbstständige Teppicherkennung, außerdem lassen sich keine Sprachassistenten einbinden. Für rund 250 Euro bietet der Bot ein gutes Gesamtpaket.

Der Proscenic 850T (Testbericht) bietet weder Kamera- noch Lasernavigation. Trotzdem macht er seine Sache dank Gyrosteuerung erstaunlich gut und fährt geordnete Bahnen. Auch das Reinigungsergebnis ist gut. Allerdings müssen Käufer mit deutlich weniger Komfortfunktionen leben, so können nicht einfach Nogo-Areas in der App eingegeben werden, sondern es muss wie bei älteren Modellen ein Magnetband als Sperre ausgelegt werden. Bei letztendlich immer noch 200 Euro oder über Geekmaxi mit dem Code 8LJQXyIi für 185 Euro aus europäischem Versandlager eignet sich der 850T in erster Linie für Käufer, die möglichst wenig Geld ausgeben und lieber eine Fernbedienung als eine Smartphone-App zur Hilfe nehmen wollen.

Auf einem der unteren Plätze, in diesem Fall Platz 8, steht der Hobot Legee 7 (Testbericht). Das liegt weniger an der Leistung des Gerätes, sondern an dessen Auslegung. Denn im Gegensatz zu den restlichen Vertretern dieser Top 10 ist der Hobot nicht in erster Linie Saug-, sondern Wischroboter. Entsprechend saugt er eher „nebenher“, was zwangsläufig zu einer schlechteren Platzierung in dieser Bestenliste für Saugroboter führt. Größtes Handicap: Auf Teppich kommt das Gerät bauartbedingt gar nicht zurecht, auch wenn er sich bisweilen auf sehr niedrige Auslegeware verirren kann. Das sollte nach der ersten Kartenerstellung per virtueller Grenzen verhindert werden. Die Wischfunktion ist im Gegenzug sogar klar besser als beim Roborock S7. Leider hat das seinen Preis: Rund 470 Euro sind kein Pappenstiel.

Nach dem Lenovo T1 Pro ist der Proscenic M8 Pro (Testbericht) das zweite Modell mit automatischer Absaugstation in dieser Bestenliste. Leider überzeugte uns das Gerät im Test nicht, zu viele leicht vermeidbare Fehler machte Proscenic dabei in unseren Augen, die in ähnlicher Form auch schon beim Vorgänger auftraten. So ist die Saugleistung eher durchschnittlich, die Navigation hingegen gut und die Lautstärke angenehm niedrig.

Allerdings lief im Test der Wassertank des Gerätes nach vollbrachter Reinigung langsam aus, die App hatte ständige Verbindungsprobleme und die mangelhafte Übersetzung aus dem Chinesischen macht die App nicht übersichtlicher. Eine Kaufempfehlung konnten wir im Test daher nicht geben – auch wenn der M8 Pro mit seinen 340 Euro gemessen an der theoretischen Leistungsfähigkeit günstig ist.

Noch schlechter machte es der Xiaomi Mijia 1S (Testbericht) bei uns - und das ist für ein Xiaomi-Produkt eine echte Überraschung. Er fuhr sich schon auf mittelflorigem Teppich fest und erlaubt Kommunikation zur App nur über den Umweg über China – das kann schon mal dauern, bis Befehle erteilt werden dürfen.

Selbst dann fehlt eine automatische Teppicherkennung und ebenfalls eine Pin-to-Clean-Funktion – da lohnt auch eine vergleichsweise niedrige Ausgabe von aktuell rund 205 Euro bei Geekmaxi mit dem Code Mijia1SDE kaum, da es einfach bessere Alternativen in dieser Bestenliste gibt. Dass der Sauger eigentlich nicht für Deutschland gedacht ist, ändert nichts daran, dass er hierzulande nur sehr eingeschränkt nutzbar ist.

Zugegeben: Unsere bisherigen Tests in 2021 geben keinen umfassenden Überblick über den Markt - dafür müssten es wahrscheinlich locker 100 mehr sein. Aber diese Bestenliste zeigt einen schönen Querschnitt aus allen möglichen Bereichen: Mit Laser-, Kamera- oder Gyro-Navigation, mit und ohne Wischfunktion, mit und ohne Absaugstation und einiges mehr. Wer hier bis Platz 8 zugreift, macht nichts falsch.

Soll es doch lieber ein selbst bedienter Akkusauger sein? Dann empfiehlt sich ein Blick in unseren Vergleich Teuer gegen Billig: Drei Akku-Staubsauger ab 75 Euro oder Akkusauger ab 185 Euro im Vergleich: Xiaomi Jimmy H8, H8 Pro und H9 Pro. Einen ausgemachten Wischroboter hatten wir mit dem iRobot Braava Jet M6 im Test. Auf Fensterputzen mit einem Fensterputzroboter gehen wir in unserem Ratgeber Mit Roboter und Sauger: So geht Fensterputzen ganz einfach ein.

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