Huawei MediaPad T5

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Welche Tablets sind am besten für Streaming-Dienste wie Netflix, Prime Video, Disney Plus und Co. geeignet? Wir zeigen die Top-10 der Media-Geräte ab 100 Euro.

Ob auf der Couch oder unterwegs in der Bahn: Tablets eignen sich hervorragend zum Schauen der Lieblingsserie oder für YouTube-Videos und sind sogar eine Alternative zum Smart-TV. Dank des großen Bildschirms macht das deutlich mehr Freude als auf der Netflix-App mit dem Smartphone. Die Auswahl ist vielfältig, von knapp 100 Euro bis weit über 1000 Euro gibt es Modelle für jeden Geschmack. Wie viel man ausgeben sollte, erklären wir in unserer Kaufberatung: Was darf ein gutes Tablet kosten?

Es gilt einige Punkte zu beachten: Ist der Bildschirm gut genug, unterstützt mein Gerät auch die Video-Wiedergabe in Full-HD-Auflösung? Wir stellen in diesem Ratgeber die besten Modelle fürs Schauen von Serien und Filmen mit der Netflix-App und weiterer Dienste sowie passendes Zubehör vor.

Dieser Artikel wurde am 31.07.2021 aktualisiert.

Das Android-Gerät verfügt über einen Bildschirm mit Full-HD-Auflösung, aber die Wiedergabe über die Netflix-App funktioniert nur mit 720p? Dann fehlt vermutlich die Zertifizierung für Widevine Level 1. Diese ist Voraussetzung, damit Netflix Inhalte in 1080p wiedergibt. Insgesamt gibt es drei Stufen: Bei Widevine Level 1 muss die Inhaltsverarbeitung, Kontrolle und Kryptografie im Trusted Execution Environment (TEE) des Prozessors ausgeführt werden. Bei Level 2 reicht das für die Kryptografie über TEE, bei Level 3 passiert nichts dergleichen.

Aus rein technischer Sicht ist die Zulassung für Widevine Level 1 kein großes technisches Hindernis, erfordert aber eine Zertifizierung. Viele Hersteller scheuen die Kosten und den Aufwand dafür. Über welche Widevine-Zertifizierung das Android-Gerät verfügt, zeigt die App DRM Info aus dem Google Play Store. Netflix bietet zudem eine Liste mit Android-Geräten, bei denen die Wiedergabe mit 1080p gelingt.

Besitzer eines iPad oder iPhone müssen sich hingegen keine Sorge machen: Sämtliche Geräte erfüllen Widevine Level 1. Die Wiedergabe von Filmen und Serien in HD ist auf Netflix und Amazon Prime Video damit kein Problem. Das Gleiche gilt für die Fire-HD-Modelle von Amazon.

Ein Media-Tablet sollte einen Bildschirm von mindestens 10 Zoll. Zwar sind Tablets mit einem Bildschirm von 8 Zoll populär, aber bei einem so kleinen Bildschirm kommt nur wenig Freude beim Filmgenuss auf – außer man hält es die ganze Zeit nah vor das eigene Gesicht. Eine Größe von 10 Zoll erscheint uns noch ausreichend, um einen Film oder eine Serie anzusehen.

Die Auflösung spielt ebenfalls eine große Rolle – hier sollten es schon mindestens Full HD/1080p sein. Das entspricht einer Auflösung von 1920 × 1080 Pixeln bei einem Seitenverhältnis von 16:9. Ob die Wiedergabe von Inhalten mit der Netflix-App oder Amazon Prime Video möglich ist, hängt vom Widevine Level 1 ab. Bei der Wiedergabe eines Online-Videos über YouTube mit Full-HD-Auflösung braucht es kein entsprechendes Zertifikat. Diese Android-Tablets sind zertifiziert für Widevine Level 1:

Für einen flüssigen Betrieb sollte das Tablet mindestens über 3 GByte RAM verfügen. Besser wären gleich 4 GByte RAM. Bei 2 GByte RAM kann es bereits zu Rucklern kommen. 1 GByte RAM können wir generell nicht empfehlen. Features wie GPS oder ein Beschleunigungssensor spielen keine Rolle für den Medienkonsum. Wichtiger ist der WLAN-Empfang, hier sollte die Unterstützung von Wi-Fi 5 Standard sein.

Bluetooth-Support für mindestens Version 4.2 sowie Anschlüsse für Kopfhörer gehören einfach dazu. Ferner spielt die Soundqualität eine gewichtige Rolle, wenn Medien ohne Kopfhörer konsumiert. Hier sind Modelle mit Stereosound vorzuziehen. Idealerweise befinden sich die Lautsprecher jeweils auf der gegenüberliegenden Seite. Gute Modelle verfügen über vier Lautsprecher mit Dolby Atmos Surround Sound und Equalizer-Funktionen. Nützlich ist zudem der Support von aptX. Der Audio-Codec sorgt bei einer Bluetooth-A2DP-Verbindung für eine verzögerungsfreie Soundübertragung. Android unterstützt aptX seit Version 8, iOS-Geräte hingegen nicht.

Da die meisten Inhalte ohnehin gestreamt werden, ist interner Speicher nicht so wichtig. Dennoch sind mindestens 32 GByte empfehlenswert, damit genügen Platz für Apps und gepufferte Inhalte bleibt. Zudem erlauben gängige Dienste den Download von Inhalten für unterwegs. Damit schont man sein Datenvolumen oder nutzt die Downloads für Gegenden mit schwacher Internetabdeckung. Ein Spielfilm von über 2 Stunden Länge braucht bei guter Qualität etwa 1 GByte internen Speicherplatz.

Wer viel unterwegs ist, kann auf LTE statt WLAN setzen. Dafür benötigt man eine SIM-Karte und einen entsprechenden Tarif mit ausreichend Datenvolumen. Schon für knapp 9 Euro im Monat kann man mit einem Volumen von 8 GByte mit LTE-Geschwindigkeit mobil surfen. Mehr Optionen zeigen wir in Die besten monatlich kündbaren Tarife im Juli 2021.

Das Streamen von Filmen fordert den Akku. Eine Akkukapazität von 5000 mAh sollten es mindestens sein. Damit der Akku länger durchhält, kann man etwa die Helligkeit der Anzeige herunterschrauben oder Ortungsfunktionen sowie Bluetooth deaktivieren.

Das Samsung Galaxy Tab S6 (Testberichte) überzeugte uns im Test als „fast perfektes Android-Tablet“. Für das Galaxy Tab S6 spricht das hervorragende OLED-Display mit einer Auflösung von 2560 × 1600 Pixeln und die großartige Verarbeitung. Mit einer Bautiefe von 6 Millimeter ist es so dünn wie das Apple iPad Air 4. Widevine Level 1 ist vorhanden, sodass die Wiedergabe eines Videos über die Netflix-App in hoher Auflösung kein Problem ist. Mit einem Preis von über 600 Euro ist es aber teuer.

Beim Samsung Galaxy Tab S7+ 5G (Testbericht) dürfte es sich um das beste Android-Tablet überhaupt handeln. Warum es nicht an erster Stelle in dieser Übersicht zu finden ist, liegt am sehr hohen Preis und der weniger handlichen Größe mit einer Diagonale von 12 Zoll. Knapp unter 800 Euro sind für das Galaxy Tab S7+ fällig. Günstiger ist die Variante Galaxy Tab S7. Der riesige OLED-Bildschirm sorgt für ein brillantes Bild, die Ausstattung sowie Performance sind hervorragend. Es ist zudem mit 5,7 Millimeter ultraflach.

Das Samsung Galaxy S5e (Testbericht) lässt nur wenig Wünsche offen: Ein OLED-Bildschirm mit QHD-Auflösung, eine Snapdragon-670-CPU und 4 GByte RAM sowie 64 GByte interner Speicher. Vier Lautsprecher von AKG bieten einen satten Sound und unterstützen Dolby Atmos. Mit einer Bautiefe von 5,5 Millimeter ist es das dünnste Tablet, das wir getestet haben. Dafür sind fast 350 Euro fällig. Für das Samsung Galaxy Tab S5e gibt es zudem ein Dock als Zubehör.

Aufgrund der dünnen Bauweise ist das iPad Air 4 (Testbericht) prädestiniert für die Couch. Das 10,9-Zoll-Display ist zudem mit einer Pixeldichte von 264 ppi sehr scharf. Ein weiterer großer Vorteil von iPadOS: Widevine Level 1 ist auf allen Geräten gewährleistet. Damit steht der Wiedergabe von Inhalten in Full HD auf Netflix nichts im Wege. Allerdings ist die Anzeige mit einem Seitenverhältnis von 4:3 nicht so gut für Filme geeignet wie die 16:9-Formate der Android-Tablets. Der Apple A14 Bionic sorgt für mehr als genügend Leistung. Ab 550 Euro geht es beim iPad Air 4 los.

Deutlich günstiger ist das iPad 10.2 mit Preisen ab 330 Euro für die Basisversion mit 32 GByte Speicher und 3 GByte RAM. Dafür müssen Käufer ein etwas dickeres Gehäuse und einen nicht ganz so flotten Prozessor in Kauf nehmen. Das 10,2-Zoll-Display sorgt ebenfalls für eine scharfe Auflösung und ist zudem strahlend hell mit 500 cd/m². Der Akku bietet eine starke Laufzeit von knapp 10 Stunden.

Das Lenovo Tab P11 (Testbericht) bietet ein 11-Zoll-Bildschirm mit 1080p. Es zeichnet sich vor allem durch eine lange Akkulaufzeit und vier Lautsprecher aus, die sogar Dolby Atmos unterstützen. Der integrierter Kindermodus macht es zudem familientauglich und es verfügt über eine Zertifizierung für Widevine Level 1. Der Preis fängt beim Tab P11 bei 240 Euro an. Je nach Version gibt es 4 bis 6 GByte RAM und 64 bis 128 GByte Speicher. Einen Kopfhörerausgang mit 3,5-Millimeter-Klinke gibt es leider nicht. Für Kopfhörer dient Bluetooth oder den USB-C-Anschluss.

Das Samsung Galaxy Tab S6 Lite (Testbericht) verfügt über 4 GByte RAM, 64 GByte Speicher, ein Full-HD-Display mit 10,4 Zoll, Dolby Atmos sowie einen mächtigen Akku mit über 7000 mAh. Das führt zu einer Laufzeit von gut 12 Stunden. Abgerundet wird die Ausstattung mit einem Eingabestift. Das Galaxy Tab S6 Lite ist mit 250 Euro deutlich erschwinglicher als die größeren Brüder von Samsung.

Das Samsung Galaxy Tab A7 ist eine gute Wahl für Android und der Preis-Leistungs-Sieger in dieser Übersicht. Der Nachfolger des Samsung Galaxy Tab A 10.1 ist bereits ab 160 Euro zu haben. Abstriche gibt es bei der Ausstattung mit 3 GByte RAM, 32 GByte Speicher. Das geht zum Streamen von Filmen dank 1080p-Bildschirm mit 10,4 Zoll in Ordnung. Etwas mehr Arbeitsspeicher wäre aber schön gewesen. Dank Widevine Level 1 ist auf Netflix die Wiedergabe in Full HD (1080p) problemlos möglich. Die vier Lautsprecher des Tablets unterstützen darüber hinaus Dolby Atmos Surround Sound.

Eine ebenfalls günstige Wahl als Device ist das Amazon Fire HD. Das neue Modell Amazon Fire HD 10 Plus (Testbericht) ist verglichen mit dem sehr spartanischen Vorgänger deutlich stabiler. Dafür lasern weiterhin die Leistungsfähigkeit und die Anzeige beim Fire HD 10 von Amazon zu wünschen übrig. Widevine Level 1 und Full HD sind mit an Bord. Die Plus-Version bietet sogar 4 GByte RAM und wandelt sich im Verbund mit einer kabellosen Ladestation zum Smart-Display mit Alexa.

Die günstigste Ausführung des Amazon Fire HD 10 mit 3 GByte RAM und 32 GByte Speicher sowie integrierter Werbung liegt bei über 100 Euro. Das Plus-Modell kostet mindestens 180 Euro. Zwar fehlt ab Werk der Play Store von Google, aber über den Appstore von Amazon bekommt man Apps für Dienste wie Netflix, Sky Ticket und Disney+. Amazon Prime Video ist natürlich vorinstalliert.

Das Huawei Mediapad T5 10 ist mit Android 8 und einem Alter von 3 Jahren nicht mehr zeitgemäß. Eine Erwähnung in dieser Übersicht hat es sich trotzdem gesichert, es verfügt tatsächlich über ein Zertifikat für Widevine Level 1 und erlaubt so in Verbindung mit dem ordentlichen und hellen Bildschirm die Wiedergabe von Full HD über die Netflix-App oder Amazon Prime. Mit einem Preis von 150 Euro ist es preiswert. Trotz des Alters kann sich die Ausstattung mit 3 GByte RAM und 32 GByte Speicher noch sehen lassen.

Aufsteller für Tablets

Wer das Tablet nicht die ganze Zeit in der Hand halten möchte, kann zu einem Aufsteller greifen. Viele Schutzhüllen kann man zudem zusammengefaltet ebenfalls als Stütze oder Ständer verwenden. Eine gute Auswahl zeigen wir im Ratgeber Tablet-Halterungen für Küche, Bad, Wohn- und Schlafzimmer.

Kopfhörer

Ein guter Kopfhörer erhöht den Filmgenuss. Man stört dann niemanden in seiner Umgebung. Wer noch unschlüssig bei der Wahl eines Kopfhörers ist, kann einen Blick auf unseren Ratgeber Testsieger: Diese Kopfhörer sind die Besten ihrer Klasse werfen. Denkbar ist auch der Einsatz eines Headsets zum Filme schauen, mehr darüber erklären wir in Die beliebtesten Headsets für Teams, Skype, Zoom und Co. ab 20 Euro.

Brauchbare Bluetooth-Kopfhörer müssen außerdem nicht teuer sein. Wir zeigen in Elf Bluetooth-Kopfhörer für unter 30 Euro im Vergleichstest günstige Alternativen. Für eine Audio-Wiedergabe ohne Verzögerung bieten sich Bluetooth-Kopfhörer mit aptX bis 60 Euro an. Wer lieber den Akku etwas schonen möchte, greift stattdessen zu einem Kopfhörer mit Kabel.

Externe Lautsprecher

Wer mit den eingebauten Lautsprechern nicht zufrieden ist und mehr Wumms beim Streaming braucht, sollte einen Blick auf Bluetooth-Lautsprecher werfen. Wir stellen einige Alternativen im Ratgeber Die besten Bluetooth-Speaker bis 100 Euro vor.

Powerbank

Wer viel unterwegs ist, sollte eine Powerbank mitnehmen, falls keine Steckdose zur Hand ist. Dass diese handlich sein können, zeigen wir in unserem Ratgeber Vier kompakte Powerbanks im Vergleichstest.

Die ersten Plätze in dieser Bestenliste gehören Highend-Modellen von Samsung. Diese können weitaus mehr als nur Streamen. Dank der dünnen und leichten Bauweise und hervorragender Bildschirme sind sie dennoch eine Empfehlung wert – vorausgesetzt, man ist bereit den hohen Preis zu zahlen. Etwas günstiger ist das Galaxy Tab S6 Lite – das aber Abstriche bei der Hardware macht. Wer es etwas größer mag, kann zum Lenovo P11 greifen – ein solides Familien-Gerät der Mittelklasse.

Wer bequem von der Couch aus streamen will, muss nicht unbedingt viel Geld ausgeben. Den günstigsten Einstieg ermöglichen das Samsung Galaxy Tab A7 und das Fire HD 10, die bereits Full HD und Widevine Level 1 bieten. Apple-Fans machen mit dem iPad Air 4 (Testbericht) und iPad 10.2 ohnehin nichts falsch. Weitere Alternativen zeigen wir in der Top 5: Die besten Tablets bis 250 Euro sowie unserer Kaufberatung: Was darf ein gutes Tablet kosten?

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