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Apple iPad Air 4

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Günstige Tablets gibt es ab knapp 60 Euro, doch die Einschränkungen sind so groß, dass Poweruser und professionelle Anwender mit Anspruch schnell an Grenzen kommen. In dieser Kaufberatung zeigen wir die besten Tablets, die es gibt.

Viele nutzen ein Tablet vor allem als Entertainment-Gerät für die Couch. Für gelegentliches Surfen oder Streamen auf der Couch reicht ein günstiges Einsteigermodell. Die von uns getesteten Modelle haben wir in der Bestenliste: Tablets bis 250 Euro zusammengefasst.

Wer nahezu täglich intensiv ein Tablet nutzt oder damit auch arbeitet, braucht bessere Hardware. Einschränkungen gibt es nicht nur bei Prozessor und Speicher, sondern auch bei der Auflösung von Video-Streams (Die besten Tablets für Netflix & Co. ab 100 Euro), bei der Auswahl von Zubehör wie Stiften oder Tastaturen und bei App-Auswahl und Store-Anbindung. Einen guten Gesamtüberblick vermittelt die Kaufberatung: Was darf ein gutes Tablet kosten?

Wir zeigen in dieser Übersicht unsere Favoriten oberhalb der Einsteiger-Modelle; der Fairness halber sortiert nach Mittel- und Oberklasse – denn natürlich hat ein iPad Pro für weit über 1000 Euro ein tolles Display. Aber wer mit einem 100-Euro-Tablet nicht zurecht kommt, erreicht seine Ziele vielleicht schon mit einem Invest von 250 Euro und muss nicht ganz oben ins Regal greifen.

Die vielleicht wichtigste Komponente eines Tablets ist das Display. Preiswerte Modelle unter 250 Euro bieten selten mehr als eine Full-HD-Auflösung und setzen ausschließlich auf LC-Displays. In der gehobenen Mittelklasse um die 500 Euro finden sich schon Auflösungen von 2160 x 1620 Pixeln, konkret bei iPad 10.2 und Apple iPad Air 4 (Testbericht) sowie 2560 x 1600 Pixel bei Android-Geräten wie dem Galaxy Tab S6.

Während bei günstigen Modellen die Bildschirme teilweise an niedriger Helligkeit, schwammigen Kontrasten und blassen Farben kränkeln – von Blickwinkeln ganz zu schweigen –, bieten höherpreisiger Modelle eine deutlich bessere Bildqualität. Hier finden sich bereits ein OLED-Display wie beim Samsung Galaxy Tab S5e (Testbericht) oder beim Lenovo Tab P11 Pro (Testbericht). Mit steigender Helligkeit der Anzeigen machen die Tablets auch im Freien unter der Sonne mehr Spaß.

Die Hersteller sorgen im gehobenen Preissegment zudem für das wichtige Zertifikat für Widevine Level 1 – erst damit klappt die Wiedergabe von Inhalten über Netflix, Amazon Prime Video oder Disney Plus auch in Full-HD. Bei günstigeren Geräten ist das zum Teil nicht der Fall. Mehr Details dazu finden sich in unserem Ratgeber Streaming: Die besten Tablets für Netflix und Co. ab 100 Euro.

Und zuletzt: Mit dem Preis wachsen auch die Displays. Neben klassischen 10-Zoll-Format finden sich zudem Bildschirme mit 11 und 12 Zoll.

Die Leistungsfähigkeit nimmt bei Geräten jenseits der 250 Euro deutlich zu. Ab 500 Euro erleben viele Tablets nochmals einen Sprung nach vorne. Von Quad-Core bis Octa-Core dominieren bei Android-Tablets CPUs der Mittelklasse. Viel Power findet sich bei Apple-Geräten: Zwar nutzt das iPad 10.2 etwa nicht den neuesten Chip von Apple, hat aber noch ausreichend Performance. Deutlich mehr Leistung bietet das iPad Air 4 (Testbericht). Das neue Apple iPad Pro 12.9 (2021) (Testbericht) setzt sogar den M1-Chip ein, der auch im aktuellen Macbook Air zum Einsatz kommt.

Bei Android ist die Bandbreite etwas größer – ältere Modelle wie das Samsung Galaxy Tab S5e (Testbericht) verfügen nicht über die schnellsten CPUs. Der Snapdragon 888 – der schnellste Chip von Qualcomm – findet sich derzeit nicht bei den Top-Modellen von Samsung. Hier ist der Snapdragon 865+ der schnellste Prozessor derzeit. Dieser ist etwa 20 Prozent langsamer als das 888er-Modell.

Dank mehr Arbeitsspeicher laufen Tablets flüssiger und stabiler. Los geht es bei Android-Modellen mit 4 GByte RAM – Spitzenreiter sind hier Samsung Galaxy Tab S6 (Testbericht) und Galaxy Tab S7+ 5G (Testbericht) mit bis zu 8 GByte RAM. Apple begnügt sich bei den iPads mit 4 GByte, was dank des guten Zusammenspiels aus Hardware und Betriebssystem absolut ausreichend ist. Das iPad-Pro-Modell bietet jedoch bis zu 16 GByte RAM.

Die meisten Tablets der Mittelklasse bieten mindestens 64 GByte internen Speicher – nur das iPad 8 gibt es als Einstiegsmodell noch mit 32 GByte. Bei den Modellen der Oberklasse geht es fast immer bei 128 GByte los. Bis auf wenige Ausnahmen unterstützen fast alle Geräte einen Stylus – bei den hochpreisigen Modellen von Samsung liegt in der Regel einer bei. Ausnahme Apple: Hier werden für den – zugegebenermaßen vorbildlichen – Stylus fast schon freche 100 Euro fällig.

Der USB-C-Anschluss ist mittlerweile zum Standard geworden, sogar bei den Apple-Tablets. Dafür bietet außer dem iPad 8 kein Tablet mehr einen 3,5-Millimeter-Klinkenstecker an. Ein Fingerabdrucksensor gehört abgesehen von wenigen Ausnahmen ebenfalls zur Normalausstattung. Einen HDMI-Anschluss findet man gar nicht mehr. Hier braucht es einen Adapter für den USB-C-Anschluss.

Die Frage nach der Software kommt einer Entscheidung für oder gegen Apple oder Android gleich. iPadOS bringt die Vorteile mit, dass Soft- und Hardware aus einer Hand kommen. Hier sind Software-Updates über Jahre selbstverständlich; die Usability ist gefällig – und auch die Reaktionsgeschwindigkeit bei der Bedienung. Bei Android gestaltet sich noch immer die Frage nach Sicherheits- oder System-Updates je nach Hersteller sehr unterschiedlich, auch wenn Unternehmen wie Samsung Besserung geloben bei der Auslieferung der aktuellen Android-Version.

Eine Sonderrolle nimmt hier Harmony OS ein. Huawei musste notgedrungen ein eigenes „Betriebssystem“ auf Basis von Android entwickelt, da wegen des US-Banns gegen das chinesische Unternehmen keine Geschäftsbeziehungen mit US-Unternehmen mehr möglich sind. Das spiegelt sich auch im lückenhaften App-Angebot in der Huawei Appgallery wider.

Auf Tablets mit Windows 10 wie dem Microsoft Surface Pro 7+ (Testbericht) haben wir hier bewusst verzichtet. Zum einen bietet Windows eine Nutzererfahrung, die nur schwer mit iOS oder Android zu vergleichen ist. Wir sehen die Surface-Geräte zudem eher als Detachable oder Convertible-PC (Ratgeber).

Als Mittelklasse definieren wir Tablets jenseits der 250 Euro Grenze, die in erster Linie fürs Surfen und für Unterhaltung wie Casual Gaming oder Video-Streams gedacht sind. Bereits unter 400 Euro bekommt man mit dem iPad 10.2 oder dem Samsung Galaxy Tab S5e (Testbericht) Geräte, die in Sachen Bildauflösung, Performance und Ausstattung sowie Handling wenig Wünsche beim Entertainment auf der Couch offenlassen. Bei 400 Euro beginnt bereits die gehobene Mittelklasse mit stärkeren Prozessoren, besseren Displays und umfänglicher Ausstattung.

Das Apple iPad Air 4 (Testbericht) kann ohne Zweifel schon als Gerät der gehobenen Mittelklasse angesehen werden. Es eignet sich optimal für den Freizeit- und Couch-Einsatz. Derzeit ist es das gefragteste Tablet in unserem Preisvergleich.

Das Display weiß mit einer für Tablet-PCs hohen Pixeldichte von 264 ppi (Pixel pro Zoll) bei einer Auflösung von 2360 x 1640 Pixeln zu überzeugen. Mit einer Helligkeit von bis zu 500 cd/m² erkennt man das Bild auch im Freien bei gutem Wetter noch ausreichend gut. Allerdings arbeitet das Display noch mit einer Bildwiederholfrequenz von 60 Hz. Es nutzt ein Seitenverhältnis von 4,3:3. Das bietet Stärken beim Arbeiten oder Surfen, hat aber Nachteile beim Schauen von Filmen oder Serien in 16:9. Hier schränkt ein schwarzer Rand das Bildformat ein.

Für das iPad Air 4 spricht im Tablet-Test in erster Linie die starke Performance des Bonic-A14-Chip von Apple, der seinen Dienst auch im iPhone 12 sowie dem größeren iPhone 12 Pro (Testbericht) verrichtet. Das macht das Tablet Gaming-tauglich: Beim Benchmark-Test „Wildlife“ von 3Dmark erreicht es starke 8900 Punkte; das ist fast doppelt so schnell wie das Galaxy Tab S6. Der Arbeitsspeicher ist 4 GByte groß.

Mit einer Abmessung von 247,6 x 178,5 x 6,1 Millimeter und einem Gewicht von knapp 460 Gramm gehört es zu den kompakteren Geräten. Die Ausstattung ist umfangreich und beinhaltet Fingerabdrucksensor, Wi-Fi 6, eine gute Kamera sowie einen für Apple ungewöhnlichen USB-C-Anschluss. Einen Klinkenstecker für Kopfhörer gibt es aber nicht. Der Akku dürfte im Schnitt bis zu 10 Stunden halten. Als Zubehör eignet sich der Apple Pencil als Stylus. Günstigster Preis für das iPad Air 4 ist derzeit 555 Euro mit 64 GByte internem Speicher. Die Variante mit LTE-Modul kostet je nach Farbe des Gehäuses einen Aufpreis von etwa 65 bis 100 Euro.

Das Samsung Galaxy Tab S5e (Testbericht) ist zwar mittlerweile zwei Jahre alt, gehört aber nach wie vor zu den besten Mittelklasse-Tablets mit Android. Zu den Stärken des Geräts gehört das hervorragende AMOLED-Display mit einer Diagonalen von 10,5 Zoll bei einer Auflösung von 2560 x 1600 Pixel. Damit übertrumpft das Galaxy Tab S5e mit einer Pixeldichte von 288 ppi sogar das iPad Air.

Bei der Performance erkennt man allerdings das Alter des Modells. Der Snapdragon 670 von Qualcomm ist nur im Mittelfeld der CPU-Reihe anzusiedeln. Für Spieler ist es damit weniger geeignet – abgesehen von Casual Games wie Angry Birds. Der Arbeitsspeicher ist 4 GByte groß; das ist knapp bemessen für Android.

Mit einer Größe von 245 x 160 x 5,5 Millimeter bei einem Gewicht von nur 400 Gramm ist es derzeit eines der dünnsten und leichtesten Tablets mit 10-Zoll-Display überhaupt. Ein Fingerabdrucksensor ist auch an Bord, das WLAN arbeitet maximal mit Wi-Fi 5. Den S-Pen von Samsung unterstützt das Galaxy Tab S5e aber nicht, zudem fehlt eine 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse für Standardkopfhörer. Weniger überzeugend ist die Akkulaufzeit von etwa 7 Stunden. Die günstigste Variante mit 64 GByte internem Speicher kostet 355 Euro, LTE hat einen Aufpreis von 80 Euro.

Seit der Corona-Krise boomt der Markt für Tablets, zu den gefragtesten Anbietern gehört Apple. Einer der Gründe für den Erfolg ist das klassische iPad. Das derzeit aktuelle Modell ist das iPad 8 – auch iPad 10.2 genannt. Mit dem iPad 9 steht eine Neuauflage bereits in den Startlöchern – mehr dazu bei den Kollegen von Heise Online.

Das Retina-Display mit 10,2 Zoll bietet eine Auflösung von 2160 x 1620 Pixel bei 265 ppi und einer maximalen Helligkeit von 500 cd/m². Das Bildformat von 4:3 erleichtert die Nutzung des Tablets im Hochkant-Format und als E-Book-Reader, hat aber Nachteile beim Ansehen von Videoclips, die meistens in 16:9 oder sogar 21:9 gehalten sind. Mit einem Gewicht von 490 Gramm und Maßen von 251 x 174 x 7,5 Millimeter ist das iPad der achten Generation weder dünn noch leicht. Die Verarbeitung ist aber gewohnt hervorragend. Es ist zudem das einzige Tablet in dieser Übersicht mit einem klassischen Kopfhörerausgang für Klinke.

Abstriche machen Käufer neben dem wuchtigen Gehäuse bei der Leistung. Hier kommt der Bionic-A12 aus dem iPhone X zum Einsatz, dazu gibt es ebenfalls etwas knapp bemessene, aber bei iOS noch ausreichende 3 GByte RAM. High-End-Apps und Spiele bringen das iPad an seine Grenzen, die meisten Aufgaben des Tages meistert das iPad aber problemlos. Ein Fingerabdrucksensor ist vorhanden. Mit einem Preis von 338 Euro für die günstigste Variante mit 32 GByte internem Speicher ist das iPad erschwinglich geworden. Damit ist es sogar der Preis-Leistungs-Sieger in dieser Bestenliste – und kein Wunder, dass es auch im (Home-) Schooling-Einsatz extrem beliebt ist.

Das Lenovo Tab P11 Pro (Testbericht) ist die verbesserte Ausführung des Lenovo Tab P11 (Testbericht), das uns bei den Tests der preiswerten Tablets bis 250 Euro (Bestenliste) überzeugt hat. Zwar ähnelt es optisch stark dem Tab P11, fällt aber mit 264 x 171 x 6 Millimeter deutlich größer aus. Es bleibt dennoch vergleichsweise dünn. Das wuchtigere Format macht sich beim Gewicht von 485 Gramm bemerkbar.

Das OLED-Display hat eine Größe von 11,5 Zoll und sorgt für ein kontrastreiches und helles Bild. Die maximale Helligkeit ist mit 375 cd/m² gut für OLED, das starke Spiegeln erschwert jedoch die Nutzung bei direkter Sonneneinstrahlung. Das Display hat eine Auflösung von 2560 x 1600 Pixeln, was zu einer guten Pixeldichte von 265 ppi führt.

Für eine adäquate Leistung sorgt der gehobene Mittelklasse-Prozessor Qualcomm Snapdragon 730G. Die Ausstattung beim Arbeitsspeicher ist mit 6 GByte sehr ordentlich. Was die Performance angeht, ist das Tab P11 Pro stärker als das Galaxy Tab S5e. Das iPad Air 4 dürfte hier aber insgesamt die Nase vorne haben.

Der Akku des Lenovo Tab P11 Pro hält im Schnitt gut 10 Stunden durch. Einen Kopfhörerausgang für Klinke gibt es leider nicht. In Verbindung mit einer ansteckbaren Tastatur als Zubehör preist Lenovo das Tab P11 Pro auch als kompaktes Arbeitsgerät an. Die günstigste Ausführung des Lenovo Tab P11 Pro mit 128 GByte internem Speicher kostet knapp unter 500 Euro.

Das Huawei Matepad 11 (Testbericht) ist eines der ersten Geräte mit dem neuen Betriebssystem Harmony OS, das auf Android basiert. Das Tablet hätte das Potenzial zum Preis-Leistungs-Tipp – wäre da nicht der Bann der US-Regierung gegen Huawei. In der Folge finden sich beim Matepad 11 keine Google-Dienste, und damit vor allem kein Play Store. Der eigene App-Store namens Huawei App Gallery soll Abhilfe schaffen, sorgt aber leider für Einschränkungen.

Die Hardware ist sonst hervorragend. Zwar ist das Gerät mit einer Größe von 253 x 165 x 7,3 Millimetern und einem Gewicht von 485 Gramm kein Leichtgewicht. Dafür überzeugt es mit einem farbenfrohen LC-Display mit 11 Zoll bei einer Bildwiederholfrequenz von 120 Hz. Die Auflösung beträgt 2560 x 1600 Pixel bei einer Pixeldichte von 276 ppi. Zudem fällt die Screen-to-Body-Ratio verhältnismäßig hoch aus mit 86 Prozent. Das iPad Air kommt hier auf 82 Prozent.

Stärken zeigt das Matepad 11 bei der Performance. Der Snapdragon 865 sorgt für eine deutlich stärkere Performance als der 730G beim Lenovo Tab P11 Pro. Für genug Arbeitsspeicher ist mit 6 GByte RAM gesorgt. Trotz der starken Leistung hält der Akku mit über 11 Stunden vergleichsweiser lange durch. Kabelloses Laden ist aber nicht möglich.

Einen Kopfhöreranschluss über Klinke sucht man auch hier vergebens, immerhin liegt ein kostenloser Adapter für den USB-C-Anschluss bei. Genügend Zubehör gibt es ebenfalls, etwa den M-Pencil als Stylus sowie das Smart Magnetic Keyboard als Schutzhülle mit Tastatur. Ein Fingerabdrucksensor fehlt allerdings. Mit einem Preis von 400 Euro ist das Matepad 11 dafür sehr preiswert bei der gebotenen Leistung.

Der Bereich der High-End-Tablets starte jenseits der 600 Euro und ist nach oben hin quasi offen. Diese Geräte zeichnen sich durch deutlich stärkere Prozessoren aus, die auch zumindest theoretisch den professionellen Einsatz erlauben. Dafür sind die Modelle meist größer und schwerer.

Unter den High-End-Tablets gehört die Krone dem Apple iPad Pro 12.9 (2021) (Testbericht). Es ist Apples erstes Mobile Device, das den neuen M1-Prozessor einsetzt, der bereits bei den aktuellen MacBooks die Intel-CPUs verdrängt.

Bei der Größe nähert sich die Pro-Version des iPad stark dem Macbook Air an: Mit 280,6 x 214,9 x 6,4 Millimetern ist es schon einer der größten Vertreter der Tablets mit iPadOS oder Android. Das führt zu einem für Tablet-PCs üppigem Gewicht von 682 Gramm. Das Gehäuse soll zu 100 Prozent aus recyceltem Aluminium bestehen. Die Verarbeitung ist gewohnt tadellos.

Verglichen mit dem iPad Air macht das iPad Pro der 2021er-Generation noch mal einen Sprung nach vorne. Zwar kommt hier nach wie vor keine OLED-Technologie zum Einsatz. Dafür setzt Apple auf 10.000 Mini-LEDs im Display. Die Auflösung liegt bei 2732 x 2048 Pixeln, was bei den 12,9 Zoll zu der gewohnten Pixeldichte von 265 ppi führt. Die Helligkeit von bis zu 600 cd/m² ist enorm für ein mobiles Gerät.

Der M1-Prozessor mit seinen vier Performance- und vier Effizienz-Kernen zeigt sowohl bei professionellen Anwendungen als auch bei Spielen wie Asphalt 9 seine Stärken. Sehr spannend ist, dass Apple mit dem M1 auf eine einheitliche Plattform beim Macbook wie beim iPad Pro setzt – das dürfte iPadOS noch enger an Mac OS bringen. Als Arbeitsspeicher gibt es 8 GByte und 16 GByte. Mit einem Preis ab 1100 Euro bei 128 GByte internem Speicher hat das Gerät aber seinen (hohen) Preis. Es gibt sogar eine Variante mit 2 TByte internem Speicher – für stolze 2340 Euro.

Das Samsung Galaxy Tab S7+ 5G (Testbericht) gehört mit 12,4 Zoll ebenfalls zu den großen Vertretern der professionellen Tablets. Das macht sich bei der Größe von 285 x 185 x 5,7 Millimetern bemerkbar. Das Gerät ist jedoch sehr dünn, das Gewicht fällt mit 575 Gramm deutlich leichter aus als beim iPad Pro.

Eine der größten Stärken ist das OLED-Display mit 120 Hz und einer Auflösung von 2800 × 1752 Pixeln – das führt zur nahezu identischen Pixeldichte von 266 ppi wie beim iPad Pro. Sehr gelungen ist die Blickwinkelstabilität, die sehr hohen Schwarzwerte und starken Kontraste sowie die lebendige Farbgebung. Einziges Manko ist die Helligkeit von maximal 450 cd/m² – das schränkt die Nutzbarkeit im Freien leider ein.

Für die beste Performance unter den Android-Tablets sorgt der Snapdragon 865+. Damit nähert sich das Tablet dem Niveau von schnellen Top-Smartphones (Ratgeber) mit Snapdragon 888 an. Der Arbeitsspeicher ist mit 8 GByte ebenfalls großzügig ausgestattet. So viel Power geht dann zulasten der Akkulaufzeit. Trotz eines Akkus von 10090 mAh hält das Gerät in unserem Test nur etwa 7,5 Stunden durch. Die Ausstattung lässt wenig Wünsche offen, sogar der Stylus S-Pen gehört zum Lieferumfang. Als Zubehör empfiehlt sich eine Tastatur. Mit einem Preis ab 820 Euro für die Variante mit 8 GByte RAM und 256 GByte Speicher ist das Tablet deutlich günstiger als das iPad Pro.

Das 2021er-Modell des iPad Pro 11 entspricht weitgehend dem großen Bruder. Das Display fällt mit 11 Zoll kleiner aus, bietet sonst die gleichen Features bei Pixeldichte und Helligkeit. Das Gewicht ist mit 466 Gramm bei einer Größe von 248 x 179 x 6 Millimetern aber deutlich niedriger. Der neue Apple M1 ist ebenfalls an Bord. Die Preise beginnen bei 780 Euro für die Version mit 128 GByte internem Speicher.

Das Samsung Galaxy Tab S7 T970 ist analog zum iPad Pro 11 der kleine Bruder des Galaxy Tab S7+. Das Display bietet 11 Zoll und liefert ähnliche Eigenschaften bei der Pixeldichte und Helligkeit wie das Plus-Modell. Für eine starke Performance sorgt ebenfalls der Snapdragon 865+. Vorsicht, das Gerät ist nicht zu verwechseln mit dem Samsung Galaxy Tab S7 FE (Fan Edition). Dieses ist preiswerter, nutzt aber den schwächeren Snapdragon 750G und nur 4 GByte RAM.

Eine Sonderrolle nimmt hier das Samsung Galaxy Tab S6 (Testbericht) ein. Mit einem Display von 10,5 Zoll gehört es eigentlich zu den Media-Tablets der gehobenen Mittelklasse. Der hohe Preis, die starke CPU-Leistung und das gute Display katapultieren es aber als kompakte Alternative in die Oberklasse.

Mit einer Abmessung von 160 × 45 × 5,7 Millimeter bei einem Gewicht von 420 Gramm fällt es fast so filigran aus wie das Galaxy Tab S5e – und deutlich kompakter als die anderen Oberklasse-Tablets. Das erleichtert den Transport; der Einsatzzweck dürfte sich damit aber vor allem auf Unterhaltung und Freizeit beschränken. Die Auflösung des OLED-Bildschirms von 2560 × 1600 Pixeln sorgt für eine hohe Pixeldichte von 288 ppi.

Für eine starke Performance sorgt der Snapdragon 855. Der Arbeitsspeicher erstreckt sich je nach Version von 6 bis 8 GByte. Der S-Pen liegt dem Tablet bei. Alles in allem ist es das beste Media-Tablet mit Android, mit einem Preis ab 660 Euro aber auch kostspielig.

Die Geräte der Mittelklasse bieten deutlich stärkere Displays und Leistung im Vergleich zu den günstigen Tablets. Überraschenderweise liegt das iPad 8 preislich eher im mittleren Bereich mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Das obere Segment der Tablets ist fest in der Hand von Apple und Samsung.

Wer sein Tablet eher als Media-Gerät nutzt, muss nicht zur Oberklasse greifen. Für die meisten Einsatzzwecke reichen ein iPad 8 oder Samsung Galaxy Tab S5e aus. Wer mehr Performance und eine moderne Hardware braucht, greift entweder zum iPad Air oder Samsung Galaxy Tab S6.

Größere Tablets der Oberklasse konkurrieren zwar entfernt mit leichten Laptops (Ratgeber) – eine echte Alternative sind sie aber noch nicht. Am ehesten trifft das auf das iPad Pro zu, das dank M1-Prozessor die gleiche CPU-Plattform nutzt wie das neue Macbook Air. Eine gute Gesamtübersicht bietet unsere Kaufberatung: Was darf ein gutes Tablet kosten? Mehr über Media-Tablets erklären wir zudem im Ratgeber Streaming: Die besten Tablets für Netflix und Co. ab 100 Euro.

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