TechStage | Tests, Ratgeber und Kaufberatungen zu Smartphones, Smart Home, Computer und Technik, die Spaß macht

e-scooter-bestenliste-aufmacher

Teile diesen Beitrag

Beliebt auf TechStage

Tarife für Schüler und Studenten: von 15 GByte bis unlimitiertes Datenvolumen

Tauchen und Schnorcheln: Filmen und Fotografieren unter Wasser

Ratgeber günstige Mähroboter: Das bekommt man bis 500 Euro

Diebstahlschutz: Schlösser und GPS-Tracker für E-Scooter, E-Bikes und Fahrräder

Der beste E-Scooter hat viel Akku und Reichweite, einen starken Motor und eine gute Verarbeitung. Die Bestenliste zeigt die Top-10 der Elektro-Scooter mit Straßenzulassung aus unseren Tests.

Das Angebot an Elektro-Scootern mit Straßenzulassung ist 2021 fast schon unübersichtlich groß. Dabei haben unsere Elektroroller-Tests gezeigt, dass längst nicht alle gut sind. Da es hier um die eigene Sicherheit im Straßenverkehr geht, sollte man nicht an der falschen Stelle sparen. Diese Bestenliste beantwortet die Frage "Welcher ist der besten Elektro-Scooter?". Außerdem zeigen wir weiter unten übersichtlich in einer Tabelle, in welchen Kategorien welcher Roller die Nase vorne hat und geben allgemeine Tipps zum Kauf des besten E-Scooters.

Wir haben in den letzten Monaten und Jahren fast 20 E-Scooter von 300 Euro bis 1500 Euro ausführlich getestet und decken so einen guten Querschnitt des Marktes ab. Alle Einzeltests, Ratgeber und Kaufberatungen sammeln wir auf unserer Themenseite E-Scooter. Nicht alle Elektro-Scooter haben es in diese Bestenliste mit den zehn wirklich besten E-Rollern geschafft.

Wir bleiben an dem Thema Elektro-Scooter dran und erweitern die Testreihe nach und nach mit weiteren Modellen. Jeder neue Test fließt dann in diese Bestenliste mit ein. Sie wird stets mit Updates auf dem aktuellen Stand gehalten. Wer sich noch nicht sicher ist, welche Geräteklasse für ihn die richtige ist, dem empfehlen wir unseren Vergleich: E-Klapprad oder E-Scooter? Und der Sieger ist…

Auch E-Bikes, E-Klappräder und E-Skateboards helfen bei der letzten Meile. Alle Tests und Ratgeber sammeln wir auf unserer Themenseite E-Mobility.

Platz 1: Xiaomi Mi Scooter Pro 2

Xiaomi ist ein Elektro-Scooter-Pionier. Lange, bevor E-Scooter in Deutschland legal über die öffentlichen Straßen rollten, verkaufte das Unternehmen weltweit bereits unzählige Xiaomi M365. Der Xiaomi-Elektroscooter hat sich über die Jahre als günstiges und sehr zuverlässiges Modell bewährt. Nach einer gefühlten Ewigkeit brachte Xiaomi Mitte 2020 endlich den Nachfolger Xiaomi Mi Scooter Pro 2 (Testbericht) auf den Markt, der dank allgemeiner Betriebserlaubnis ganz legal in Deutschland fahren darf und dabei noch zu den günstigsten und besten E-Scootern gehört.

Dank seiner nahen Verwandtschaft zum unzerstörbaren M365 erhoffen wir uns eine ähnlich hohe Langlebigkeit. Passende Ersatzteile, um selbst Hand anzulegen, gibt es im Netz zuhauf. Der Klappmechanismus ist einfach und funktional. Alle Elemente wie Display und LED-Scheinwerfer sind perfekt integriert, lediglich die Kabel hätte man noch besser verstecken können. Das Trittbrett ist groß und das Fahrgefühl des Elektro-Tretrollers auch dank der Luftreifen sehr gut. Schade, dass der Motor nicht unmittelbar reagiert, gleiches gilt für die Motorbremse. Auch ihretwegen befindet sich der Xiaomi Mi Scooter Pro 2 bezogen auf seine Bremsleistung nur im Mittelfeld.

Richtig gut ist der sehr große Akku, der den Fahrer deutlich weiter bringt als die Akkus in den meisten anderen Elektro-Scootern dieser Preisklasse. Insgesamt schnürt Xiaomi mit dem Mi Scooter Pro 2 ein sehr gutes und vor allem bezahlbares Paket, welches sich auf Platz 1 unserer Bestenliste Elektro-Scooter setzt und unser Testsieger ist. Häufig findet man dieses Modell auch bei einem E-Scooter-Verleih.

Platz 2: Segway Ninebot Max G30D und Max GD30D II

Der Segway Ninebot MAX G30D rollt seit Mitte 2020 dank Straßenzulassung legal über deutsche Straßen. Seit Mitte 2021 gibt es den G30D II, der den G30D ablöst. Neu ist ein besser integriertes Frontlicht, ein optimiertes Klappscharnier, ein zwei Zentimeter höherer Lenker und eine lautere Klingel. Außerdem verzichtet der neue Elektro-Scooter nun auf einen Bremsring am Lenker für die elektromagnetische Bremse am Vorderrad. Diese schaltet sich automatisch hinzu, wenn der E-Scooter-Fahrer den Bremsgriff für die mechanische Scheibenbremse am Hinterrad betätigt. Schade, das empfinden wir eher als Downgrade.

Der Segway-Ninebot integriert als einer der ganz wenigen Elektro-Scooter das Netzteil im Roller. E-Scooter-Fahrer müssen zum Laden also nur ein leichtes Stromkabel mit sich herumtragen und eine Steckdose finden. Allerdings ist er mit einem Gewicht von etwa 19,5 Kilogramm auch vergleichsweise schwer. Das liegt auch am sehr großen 551-Wattstunden-Akku, der den Fahrer je nach Wetter, Umgebung, Gewicht und Fahrweise etwa 40 Kilometer weit bringt. Das ist so weit wie kaum ein anderer Elektro-Scooter.

Er fährt sich wegen seines hohen Radstands und der großen 10-Zoll-Luftreifen sensationell gut. Auch das Trittbrett ist angenehm groß. Sein Motor hat eine Leistung von 350 Watt. Das reicht aus, um auch schwere Fahrer, der Elektroroller ist für Personen bis 100 Kilogramm zugelassen, auf die maximale Geschwindigkeit von 20 Kilometer pro Stunde zu beschleunigen. Schade, dass der E-Roller nicht die erlaubte Geschwindigkeit von 22 Kilometer pro Stunde voll ausreizt. Der Elektroroller Segway Ninebot MAX G30D schrammt nur knapp am Testsieger vorbei.

Platz 3: Epowerfun EPF-1 / Epowerfun EPF-1 Pro

Es gibt am Markt richtig viele gute Elektroroller mit Straßenzulassung. Doch kaum einer macht alles richtig. Der elektrische Tretroller Epowerfun EPF-1 (Testbericht) ist jedoch nah dran, er bietet für seine günstige Preisklasse so viele Features wie kaum ein anderer. Der Mitte 2021 veröffentlichte Elektro-Scooter Epowerfun EPF-1 Pro (Testbericht) bietet einen größeren Lithium-Ionen-Akku und damit eine höhere Reichweite. Außerdem ist sein Motor stärker, das LED-Licht heller und seine Reifen sind größer. Dafür verlangt Epowerfun für das neue Modell etwa 100 Euro mehr.

Aber auch bereits beim kleineren Modell EPF-1 sind die Fahreigenschaften hervorragend. So beschleunigt er flott auf eine Geschwindigkeit von fast 22 Kilometer pro Stunde, bremst akkurat und bietet einen großen Akku mit über 23 Kilometer echter Reichweite bei winterlichen 5 Grad Celsius. Der EPF-1 Pro kommt auf 35 Kilometer Reichweite im Test, allerdings in wärmerer Umgebungstemperatur. Die Verarbeitung ist bei beiden hochwertig, die elektrischen Scooter erlauben eine maximale Zuladung von 120 Kilogramm, das Display ist gut, die App sinnvoll und der Klappmechanismus durchdacht. Die Optik finden wir in "Der Syltan"-Variante herausragend, aber das ist bekanntlich Geschmackssache. Wer es dezenter will, findet auch dafür Varianten wie etwa "Stealth" oder "City".

Zum Meckern gibt es wenig. So ist etwa das Frontlicht des EPF-1 etwas zu dunkel, beim EPF-1 Pro hat Epowerfun nachgebessert. Auch würden sich Personen ab einer Körpergröße von 1,90 Metern über einen höhenverstellbaren Lenker freuen. Wer darüber hinwegsehen kann, bekommt mit den Epowerfun EPF-1 und EPF-1 Pro sehr gute E-Scooter und ernst zu nehmende Konkurrenten zum Xiaomi Mi Scooter Pro 2 und zum Segway Ninebot G30D.

Platz 4: The Urban XC1

Der The Urban XC1 (Testbericht) ist optisch einer der ansprechendsten E-Scooter unserer Bestenliste. Seine Trittfläche ziert schön konturiert der Schriftzug des Herstellers. Er ist überwiegend schwarz mit einem langen gelben Streifen an seiner unteren Seite, einem Schriftzug mit gelben Highlights an der vorderen, massiv wirkenden Lenkstange und gelber Öse auf dem hinteren Schutzblech. Diese auffällige Farbkombination sieht hervorragend aus.

Der The Urban XC1 bietet für seinen vergleichsweise geringen Preis von etwa 500 Euro ein rundum stimmiges Gesamtpaket. Besonders der starke 300-Watt-Motor, das stylische Äußere, die hohe Verarbeitungsqualität und der komfortable Klappmechanismus hat uns beeindruckt. Allerdings hat der Lenker etwas Spiel und der Akku ist etwas zu klein dimensioniert. Weniger schlimm finden wir, dass der The Urban vorne keine Scheibenbremse, sondern lediglich eine Motorbremse hat. Der The Urban XC1 ist ein richtig guter Elektroroller für alle, die auf Qualität setzen und keine allzu weiten Wege zurücklegen müssen.

Platz 5: The Urban #HMBRG

Der The Urban #HMBRG (Testbericht) ist einer der besten Elektro-Scooter am Markt. Das Modell ist mit knapp 900 Euro zwar recht teuer, bietet dafür aber jede Menge Premium-Features, die man sonst nur bekommt, wenn man noch mehr Geld in die Hand nimmt. Dazu gehört die tolle Verarbeitung und der durchdachte sowie hochwertige Klappmechanismus, der so viel Stabilität bietet, dass der Fahrer in jeder Situation stets die Kontrolle hat. Die sehr guten Reifen, die sehr guten Bremsen, die sehr gute Reichweite und der gute Motor passen zum Spitzen-E-Scooter.

Ein paar Kleinigkeiten stören dann doch. So dürfte der Lenker gerne etwas höher sein. Auch wirkt das LED-Display veraltet und er startet stets auf der langsamsten Stufe. Doch das sind (außer für sehr große Menschen) im Grunde Kleinigkeiten.

Platz 6: Elmoto Kick

Dem Elmoto Kick (Testbericht) macht bezüglich seiner Verarbeitung kaum einer etwas vor. Auch der Motor des E-Scooters ist stark, die Reifen sehr gut und die Bremsen hervorragend. Toll finden wir die Alarmanlage.

Die Idee, Einhell-Akkus für den Betrieb zu nutzen, ist für alle genial, die ohnehin bereits Einhell-Geräte nutzen. Aber auch E-Scooter-Neulinge haben mit dem Kauf des Elmoto Kick gleich zwei große Einhell-Akkus zu Hause, und könnten sich beim Kauf von Einhell-Geräten die Akkus sparen. Insgesamt geht die Reichweite von knapp 20 Kilometern in Ordnung. Wer mehr will, kauft sich Ersatzakkus. Weniger schön finden wir, dass Nutzer die Akkus zum Laden immer aus dem Elmoto Kick nehmen müssen.

Platz 7: Egret Ten V4

Der Egret Ten V4 (Testbericht) ist ein Elektroroller der Oberklasse. Er beschleunigt dank 500-Watt-E-Antrieb sehr stark, rollt dabei leise und dank 10-Zoll-Luftreifen auch erschütterungsarm mit tollem Fahrgefühl durch die Straßen. Sein Akku setzt auf Lithium-Ionen, ist riesig und der Rollwiderstand gering. Dadurch kommt er deutlich weiter als viele seine Konkurrenten, bis der Elektro-Scooter wieder ans Netz muss. Das Bremssystem mit je einer Scheibenbremse pro Rad funktioniert sehr gut. Hervorragend ist der Klappmechanismus. Er macht einen wertigen und durchdachten Eindruck. Als einer der ganz wenigen Elektro-Scooter kann man hier auch die Griffe umklappen. Deswegen bietet er sich ganz besonders für kleine Kofferräume, sowie zum Transport in U-Bahn, S-Bahn und Straßenbahn an.

Einzig sein Lenker könnte für sehr große Personen zu niedrig sein. Der zweite Haken: Er ist teuer, richtig teuer. Für das Geld bekommen Käufer bereits ein E-Bike.

Platz 8: Iconbit IK-1969K

Der Iconbit Kick Tracer City IK-1969K (Testbericht) schiebt sich trotz, oder gerade wegen seines günstigen Preises in unserer Top-10 der besten E-Scooter. Dabei zeigt er wenig Schwächen. Deswegen ist er unsere Preis-Leistungs-Empfehlung. Er beschleunigt und bremst gut und bringt eine zusätzliche Hinterradfederung mit. Die ist wegen der Vollgummireifen für eine sanftere Fahrt auch nötig. Die Verarbeitung des Iconbit IK-1969k ist angemessen, lediglich der Klappmechanismus hakt zu Beginn etwas und muss geschmiert werden. Seine Reichweite ist mit 18 Kilometern nicht berauschend, geht aber für den günstigen Preis in Ordnung.

Platz 9: Doc Green Explorer ESA 1919

Der Doc Green Explorer ESA 1919 (Testbericht) kostet regulär um die 370 Euro. Aber Achtung: Der Elektroroller ist häufig bei ATU, Lidl und weiteren Händlern für um die 300 Euro im Angebot. Klar müssen Käufer gerade im Vergleich zu teureren Modellen Abstriche in Kauf nehmen. So beschleunigt er zu gemächlich, was ihn für schwere Personen disqualifiziert. Auch fehlt in Kombination mit den Honeycomb-Reifen eine Federung, um das Fahrgefühl weicher zu gestalten und die Bauteile zu entlasten. Richtig nervig und im schlimmsten Fall sogar gefährlich können die Bremsen sein, die stets zu abrupt einsetzen. Dafür hat er aber auch den kürzesten Bremsweg aller von uns getesteten E-Scooter.

Gut ist seine Verarbeitung, das sichere Fahrgefühl, die Integration des Lichts und der Klappmechanismus. Selbst die Reichweite, die mit gut 15 km eher moderat ausfällt, ist in Anbetracht des günstigen Kaufpreises absolut in Ordnung.

Platz 10: Trekstor EG40610

Der Trekstor EG4061 (Testbericht) ist richtig gut und einer der wenigen Elektroroller mit einem Wechselakku. Wir mögen neben der Möglichkeit, den Akku zu wechseln, besonders das sehr angenehme und sichere Fahrgefühl. Aber auch das Bremssystem funktioniert zuverlässig und der Motor ist ausreichend stark. Die Optik gefällt dank des schlichten Designs mit den orangefarbenen Elementen, die Verarbeitung macht einen vernünftigen Eindruck.

In einigen Details gibt es Verbesserungsbedarf. So kann man die Akkuklappe nicht abschließen. Lässt man den Trekstor EG4160 also (möglichst mit einem Handschellenschloss angebunden) stehen, sollte man den zum Glück recht leichten Akku mitnehmen. Ein Ersatzakku ist teuer. Auch ist die maximale Reichweite geringer als bei vielen anderen E-Scootern unserer Bestenliste.

Alternativen

Die folgenden E-Mobility-Lösungen haben es nicht in unsere Top-10 der besten Elektroroller geschafft.

Mytier

Die Tier-Scooter rollen seit Mitte 2019 als Leihroller durch die meisten deutschen Großstädte. Das heißt, sie sind darauf ausgelegt, möglichst robust und resistent gegen Fehler zu sein. 2020 tauschte Tier seine gesamte Flotte gegen Modelle mit wechselbarem Akku aus. Die alte Flotte wird generalüberholt und unter dem Namen Mytier (Testbericht) verkauft. Dabei bekommen Käufer für 700 Euro einen fast unzerstörbaren Elektroroller. Einfach alles an ihm wirkt wie aus einem Guss, selbst die Klingel umschließt unkaputtbar den Lenker. Die Bremsen sind topp, der Motor ist jedoch nicht sehr stark aber ausreichend. Insgesamt fährt er sich trotz Hartgummireifen angenehm, was auch an der doppelten hydropneumatischen Federung des Vorderrads liegt.

Einen Klappmechanismus hat er nicht. Das macht ihn zwar ein wenig robuster, allerdings auch deutlich weniger flexibel. In normale Autos passt er so kaum. Und auch das Tragen des Mytier ist eine echte Herausforderung. Auch verfügt er über keinen einzigen physischen Knopf und kann nur per App ein- und ausgeschaltet werden, was ziemlich nervt. Ansonsten bekommen Kunden hier für 700 Euro richtig viel geboten.

Der Elektroroller Mytier ist in weiten Teilen baugleich zum hier im Preisvergleich verlinkten Elektroscooter SXT Max.

SXT Light Plus V

Der SXT Light Plus V ist ein guter E-Scooter, der mit wenigen Kniffen auch ein sehr guter E-Scooter hätte sein können. So nervt uns der fehlende Seitenständer. Die Vorderbremse ist für ungeübte Fahrer zu stark. Die Reifen sind etwas klein und bieten keine Luftfüllung. Das LCD ist klein und bei Sonne schwer lesbar. Der Gashebel ist etwas zu straff. Alles Dinge, die man bei einem 800-Euro-Elektroroller besser erwartet.

Dafür glänzt er in andere Kategorien. Beeindruckend sind etwa seine schmalen Klappmaße, die anlegbaren Lenkgriffe, die höhenverstellbare Lenkstange, die hohe Reichweite und Endgeschwindigkeit, der starke Motor und die guten Bremsen.

Soflow S06

Das Beste am Soflow S06 (Testbericht) ist sein sehr günstiger Preis. Denn zusammen mit einem 1und1-Vertrag bekommt man ihn für lediglich 120 oder 240 Euro. Zum Beispiel kostet die 1&1 All-Net-Flat LTE M mit 10 GByte Datenvolumen monatlich 25 Euro. Wer hier 240 Euro drauflegt, bekommt den Solfow S06 gleich dazu. Bedenkt man die angebliche UVP von 799 Euro, ist das ein echtes Schnäppchen. Auf dem freien Markt gibt es den Soflow S06 nicht.

Dabei ist der Soflow S06 ein solider Elektroroller. Im Test gefällt uns besonders seine gefällige Optik und seine ordentliche Verarbeitung. Der Motor ist nicht der stärkste und der Klappmechanismus macht nicht den Eindruck, als würde er viele Jahre mitmachen. Richtig genervt sind wir von der elektronischen Vorderbremse, die immer dann zugreift, wenn der Fahrer nicht beschleunigt. Trotzdem ist er gut. Denn das Gesamtpaket ist unter dem Strich stimmig, gerade, wenn man den Preis bedenkt.

Metz Moover

Der Metz Moover (Testbericht) gehörte 2019 zu den ersten E-Scootern mit Straßenzulassung. Trotzdem wirkt er noch immer bis ins Detail durchdacht. Besonders die hohe Verarbeitungsqualität und die konsequente Verwendung hochwertiger Bauteile merkt man dem Moover einfach an. Im Punkt Fahrgefühl macht ihm keiner etwas vor. Das liegt vor allem an den großen 12-Zoll-Luftreifen, welche die allermeisten Unebenheiten abfangen und fantastisch in der Kurve liegen. Die Scheibenbremsen vorne und hinten sind die besten im Testfeld.

Der E-Antrieb im Elektroroller ist ausreichend stark, surrt aber deutlich hörbar vor sich hin. Zusammengeklappt passt der Scooter in Kofferräume ab Golfklasse. Sein Akku ist zwar klein, dank seines geringen Rollwiderstands liegt seine Reichweite dennoch im oberen Mittelfeld. Nicht gefallen hat uns die geringe Zuladung von lediglich 94 Kilogramm, die fehlende Spritzwasserzertifizierung und der recht hohe Preis.

Leider ist das Mutterunternehmen Metz Mecatech insolvent, die E-Mobilitätssparte wird aber vom Hersteller Metz Mobility GmbH fortgesetzt. Die Produktpalette wurde mit dem Metz Moover Plus erweitert. Der neue Elektroroller bietet nun eine Traglast bis 130 Kilogramm und soll einen leiseren Motor haben. Der elektrische Tretroller Moover der ersten Generation befindet sich im Abverkauf und ist im Angebot teilweise günstig zu haben.

Trekstor EG3178

Der elektrische Roller Trekstor EG3178 (Testbericht) kostet unter 400 Euro und ist trotzdem gut. Vor allem hat er, wie sonst in dem Preissegment üblich, keine großen Schwächen. Der Motor im Roller ist ausreichend stark und die Bremskombination, bestehend aus einer Scheibenbremse am Rückrad und der Motorbremse am Vorderrad, verrichtet ihren Zweck zufriedenstellend. Insgesamt fühlt man sich auf den E-Scooter beim Fahren sicher. Seine 8,5-Zoll-Reifen bestehen aus Hartgummi mit Honigwabenmuster. Um grobe Stöße abzufangen, baut der Hersteller Trekstor in den E-Roller eine Federung ein. Aufpassen muss man beim Klappmechanismus. Hier kann es nötig sein, zunächst eine Stellschraube zu justieren. Mehr Details im E-Scooter Test.

Eflux Vision X2 Hub

Der Eflux Vision X2 Hub (Testbericht) ist streng genommen kein Elektroroller, er fällt in die Kategorie Moped. Er fährt bis zu 45 Kilometer pro Stunde, darf erst ab 16 Jahren (in einigen Bundesländern ab 15 Jahren) und mit Führerschein Klasse AM geführt werden, hat eine Helmpflicht und Fahrradwege sind innerorts tabu. Trotzdem hat der Eflux Vision X2 vor allem dank seines Klappmechanismus und der minimalistischen Optik mehr mit einem E-Scooter gemein, als ein Elektroroller bis 45 Kilometer pro Stunde in klassischer Bauform.

Dank toller Straßenlage, gut abgestimmter Federung, einer starken Beschleunigung und zuverlässigen Bremsen macht das Fahren mit dem Eflux Vision X2 Hub extrem viel Spaß. Beim Fahren mit seiner maximalen Geschwindigkeit von etwa 45 Kilometern pro Stunde wird uns so richtig klar, wie langsam auf freier Strecke doch eigentlich ein normaler E-Scooter mit 20 Kilometern pro Stunde ist. Trotzdem wäre eine maximale Geschwindigkeit von 55 Kilometern pro Stunde wünschenswert gewesen, um besser im Verkehr „mitschwimmen“ zu können.

Weniger gut gefällt uns, dass man den Akku zum Laden nicht aus dem Roller nehmen kann. Auch ist die Trittfläche bei Feuchtigkeit etwas zu rutschig, die Rückleuchte dürfte heller sein und ein Blinker wäre genauso hilfreich wie ein kleines, absperrbares Fach.

Darauf kommt es bei E-Scooter-Kauf an

Auch wenn sich die meisten E-Scooter im Grunde ähneln, unterscheiden sie sich im Detail doch deutlich. Wir gehen auf die wichtigsten Features ein. Hier in der Tabelle zeigen wir alle wichtigen Funktionen der von uns bisher getesteten Elektro-Scooter im übersichtlichen Vergleich.

Xiaomi Mi Scooter Pro 2Segway Ninebot Max G30DEpowerfun EPF-1Epowerfun EPF-1 ProThe Urban XC1The Urban #HMBRGElmoto KickEgret Ten V4Iconbit IK-1969KExplorer / Doc Green ESA 1919Trekstor EG40610Metz MooverStreetbooster OneTrekstor EG3178MytierSoflow S06IO Hawk Sparrow LegalTrekstor EG6078SXT Light Plus V
Note1111111111212222333
Preis in Euro (08/20)50075050062030086080011503653405301300700520710Per 1&1-Vertrag700540830
Verarbeitung++ ++++ ++ ++ ++ +++++ ++ +++ ++0+
Klappmechanismus0000++0+ +000+00nein00+
Faltmaße (l x b x h) in cm115x43x48120x47x49116x43x49120x43x50112x44x42110x18x39118x59x53107x18x40111x47x49109x45x50110x43x46100x26x64110x48x43113x43x49-121x53x58120x49x55114x37x4594,5x13,5x30
Gewicht in kg1419,514,616,814,51719171713141613,514,52315131411,2
Beschleunigung++ +++++++ ++++ ++00++
Bremsen+++ ++ +++ +++ +0++ ++++ +
Radgröße in Zoll8,5108,5108,51010108,58,510128,58,59,510888
ReifenartLuftreifenLuftreifenHartgummiHartgummiLuftreifenLuftreifenLuftreifenLuftreifenHartgummiHartgummiLuftreifenLuftreifenLuftreifenHartgummiHartgummiLuftreifenLuftreifenHartgummiHartgummi
Länge Trittbrett in cm49494646494650474543454047494849554141
Maximale Zuladung in kg10010012012012010015010010010012094120120100120100150125
Für sehr große Personen geeignet?
Fahrgefühl++ +++++ +++ ++0++ ++0+++0
Display+++++-+-0000+0-0+ ++ +
Gashebel++++++ +++ +0000+000++
Akkuleistung in Wh474551360480280374187557270259230216270270461281270281378
Reichweite++ +++ +0+0+ +00-+00+000+
Licht++0++0+0++++ ++0+ ++– –+
BermerkungIntegriertes NetzteilLenkgriffe anklappbarEinhell-WechselakkuÖse zum Ansperren; Lenkgriffe anklappbarMotorbremse mit VerzögerungHäufig bei Lidl und Co. für 300 Euro im Angebot; Bremsen gewöhnungsbedürftigWechselakkuLauter Motor50-Euro-HelmgutscheinAn/Aus nur per App; GeneralüberholtBremst selbsständig, wenn kein Gas gegeben wirdTragegurt liegt bei, Klappmechanismus hakt nicht einWechselakku, 50-Euro-HelmgutscheinLenker anklappbar

Verarbeitung & Design

Welcher E-Scooter hat die beste Verarbeitung? Bezüglich der Verarbeitung macht dem Mytier (Testbericht) niemand so schnell etwas vor. Kein Wunder, war der generalüberholte Tier ursprünglich darauf ausgelegt, als Sharing-Fahrzeug wildfremde und sicher wenig zimperliche Gäste möglichst zuverlässig durch den Großstadtdschungel zu transportieren. Alles am Mytier wirkt wie aus einem Guss.

Ansonsten fällt auf, dass die meisten E-Scooter im Grunde auf dem gleichen Basismodell des Xiaomi Mi Scooter Pro 2 (Testbericht) basieren. Das ist erst einmal nichts Schlechtes, schließlich hat sich die Konstruktion des Xiaomi-Elektrorollers bewährt. Einige Hersteller gehen dann trotzdem einen eigenen Weg. Hier fallen besonders die E-Roller Elmoto Kick (Testbericht), The Urban XC1 (Testbericht) und Streetbooster One (Testbericht) positiv auf.

Klappmechanismus

Alle klappen, außer Mytier. Das ergibt Sinn, schließlich ist der Klappmechanismus im Sharing-Alltag eher schlecht, denn er könnte kaputtgehen. Den vielleicht besten Klappmechanismus bieten der Egret Ten V4 (Testbericht) und der The Urban XC1 (Testbericht). Nicht nur die Sicherungen zwischen Trittbrett und Lenkstange sitzten fest und lassen sich dennoch mit dem Fuß bedienen. Auch die Griffe am Lenker lassen sich anlegen, was das Klappmaß zusätzlich deutlich verringert. Hochwertig ist auch die Mechanik am Metz Moover (Testbericht) und am The Urban #HMBRG (Testbericht).

Die allermeisten Roller klappen im unteren Bereich der Lenkstange, der Lenker selbst hakt dann am hinteren Schutzblech ein. Dies hat sich bewährt und macht insgesamt einen stabilen Eindruck. Wer jedoch Wert darauf legt, zusammengeklappt besonders kleine Faltmaße zu erreichen, sollte auf alternative Mechanismen wie sie die oben genannten bieten zugreifen.

Licht

Eigentlich eine Kleinigkeit, mag man denken. Dem ist aber nicht unbedingt so. Dabei geht es uns in erster Linie nicht um die tatsächliche Lichtleistung, die ist meist ausreichend. Es geht darum, dass viele E-Scooter nicht beide gesetzlich vorgeschriebenen Lichter an den Stromkreislauf anschließen. Das heißt, sie müssen stets manuell an- und wieder ausgeschaltet werden. Das ist nicht schlimm, aber nervt. Sogar bei den recht teuren The Urban #HMBRG und Egret Ten V4 hängt das Vorderlicht nur in einer Schiene und kann mit einem Handgriff abmontiert werden. Immerhin scheint das bei Modellen ab 2021 besser gelöst.

Auch fällt auf, dass einige Hersteller das Licht schick und praktisch in die Lenkstange integrieren, während bei anderen eine klobige Frontlampe unschön an die Lenkstange geschraubt wurde. Diese könnte auch etwa bei Stürzen schneller beschädigt werden.

Beschleunigung

Bezüglich der Beschleunigung macht dem Egret Ten V4 (Testbericht) niemand so schnell etwas vor. Kein Wunder, kommt er doch als einziger im Testfeld mit einem Motor mit 500 Watt Nennleistung. Das ist übrigens auch die erlaubte Obergrenze. Doch die reine Wattzahl des E-Antriebs ist nicht unbedingt aussagekräftig. Erstaunlicherweise beschleunigt der Metz Moover nicht viel schlechter, hat aber nur einen 250-Watt-Motor. Dies zeigt, dass neben der reinen Watt-Zahl noch weitere Faktoren wie zum Beispiel der allgemeine Rollwiderstand mit einspielen. Gut beschleunigen unter anderem auch der Streetbooster One (Testbericht), der Ninebot G30D, der Epowerfun EPF-1 Pro (Testbericht) und der Xiaomi Mi Scooter Pro 2 (Testbericht).

Geschwindigkeit

Wie schnell darf ein E-Scooter fahren? Elektro-Scooter dürfen maximal 20 Kilometer pro Stunde fahren. Allerdings erlaubt der deutsche Gesetzgeber für eine Straßenzulassung eine Toleranz von +/- 10 Prozent, was am Ende einer erlaubten maximalen Geschwindigkeit von etwa 22 Kilometer pro Stunde entspricht.

Elektro-Scooter aus dem Jahr 2020 und früher fahren meist "nur" 20 Kilometer pro Stunde. Allerdings können wir beobachten, dass immer mehr Hersteller ihre Roller bis 22 Kilometer pro Stunde fahren lassen, bevor der Motor abriegelt. Zu den schnellen E-Rollern gehören der Streetbooster One (Testbericht) und der Epowerfun EPF-1 Pro (Testbericht).

Einige Roller wie der The Urban #HMBRG, Egret Ten V4 und der IO Hawk Sparrow Legal kommen mit unterschiedlichen Geschwindigkeitsbegrenzungen bis maximal 20 km/h. Das ist unnötig, die allermeisten werden überwiegend mit der 20-km/h-Begrenzung fahren und selbst das häufig als zu langsam empfinden. Richtig ungeschickt ist bei den beiden jedoch, dass sie bei jedem Start des E-Scooters in der niedrigsten Stufe starten, die auf 7 km/h begrenzt ist. Der Fahrer muss also jedes Mal Knöpfchen drücken, bis der E-Tretroller auf der höchsten Stufe ist. Das löst der Metz Moover schlauer. Auch ihn kann man drosseln, allerdings merkt er sich die Einstellung und ruft sie beim nächsten Start wieder ab.

Reifen

Man merkt beim Fahren sofort, ob der E-Scooter über Luftreifen oder über Vollgummi- respektive Honeycomb-Reifen verfügt. Denn während Luftreifen die meisten kleineren Unebenheiten abfangen, geben Vollgummireifen alle Schläge direkt an den E-Scooter weiter. Das ist auch der Grund, warum die meisten elektrischen Tretroller ohne Luftreifen über eine Federung verfügen. Trotz dieser Maßnahmen fahren sich E-Scooter mit Hartgummireifen ruppiger als welche mit Luftreifen. Vorteil von Hartgummi: Sie sind pannensicher und auch das Nachpumpen entfällt. Ein zweiter wichtiger Faktor ist die Größe der Räder. So fahren sich 8-Zoll-Luftreifen härter als 10-Zoll-Luftreifen.

Akku

Den Größten haben die E-Scooter Egret Ten V4 mit 557 Wattstunden und Segway Ninebot Max G30D mit 551 Wattstunden, gefolgt von Epowerfun EPF-1 Pro mit 480 Wattstunden, Xiaomi Mi Scooter Pro 2 mit 472 Wattstunden und Mytier mit 461 Wattstunden.

Trotzdem kann man die Akkuleistung nicht direkt auf die maximale Reichweite übertragen. Hier spielen selbst bei identischen Routen, Wetterbedingungen und Zuladungsgewicht noch weitere Faktoren wie zum Beispiel der Rollwiderstand mit ein. So lässt es sich erklären, dass die E-Scooter mit den größten Akkus zwar auch am weitesten fahren, aber der Metz Moover trotz kleinstem Akku aller getesteten E-Scooter trotzdem noch im Reichweitenmittelfeld landet.

Im Grunde sollte E-Scooter-Käufer dennoch immer ein Auge auf die Akkukapazität werfen. Dieser ist häufig auch maßgeblich mitentscheidend am Preis des Scooters. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bezogen auf dem Akku bietet wohl der 500-Euro-Elektro-Scooter Xiaomi Mi Scooter Pro 2.

Fazit

Bis zum Jahr 2021 galt, dass Käufer für mehr Geld auch mehr geboten bekommen. Gerade bezüglich der Laufleistung und des Fahrgefühls machen dem Elektroroller The Urban #HMBRG (Testbericht) und dem Elektroroller Egret Ten V4 (Testbericht) so schnell niemand etwas vor. Doch die Premium-Features halten zunehmend auch im Mittelkassenbereich Einzug. So bekommt man für etwa 500 Euro mit dem E-Roller Xiami Mi Scooter Pro 2 (Testbericht), dem E-Roller Segway Ninebot MAX G30D und dem E-Roller Epowerfun EPF-1 (Testbericht) mittlerweile E-Scooter, die den deutlich teureren Modellen in kaum einem Punkt nachstehen.

Einen Sonderweg geht der sehr gute und ebenfalls recht teure Elektro-Roller Elmoto Kick (Testbericht), nutzt er doch für den Antrieb Einhell-Akkus, die auch in den Werkzeugen des Herstellers zum Einsatz kommen. Doch es gibt mit dem Elektro-Scooter Iconbit Kick Tracer City IK-1969K (Testbericht) und dem Elektro-Scooter Doc Green Explorer ESA 1919 (Testbericht) aber auch für 300 bis 400 Euro ordentliche Alternativen.

Der E-Scooter-Markt ist momentan deutlich in Bewegung. Wir empfehlen unsere Themenseite E-Scooter im Blick zu behalten. Dort sammeln wir weiterhin alle Einzeltests, Kaufberatungen und Ratgeber.

Tags:

Affiliate-Information

- Bei den mit gekennzeichneten Links handelt es sich um Provisions-Links (Affiliate-Links). Erfolgt über einen solchen Link eine Bestellung, erhält TechStage eine Provision. Für den Käufer entstehen dadurch keine Mehrkosten.