Top 10: Das beste Outdoor-Handy von Samsung, Gigaset, Nokia & Co.

AGM Glory G1S

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Wer Outdoor-Aktivitäten liebt, benötigt ein stabiles und wasserdichtes Handy. Wir zeigen die besten Outdoor-Smartphones für jedes Wetter mit spannenden Features.

Outdoor-Handys bestechen durch ein robustes und wasserdichtes Gehäuse. Wer viel in der Natur unterwegs ist oder bereits häufig auf ungeschickte Art und Weise ein Smartphone beschädigt hat, sollte zu einer robusten Variante greifen. Zwar sind immer mehr „normale“ Smartphones gegen Spritzwasser oder das Eintauchen in Wasser geschützt, allerdings versprechen Outdoor-Modelle eine größere Widerstandsfähigkeit bei Aktivitäten im Freien und bei einem Sturz.

Im gewerblichen Bereich können für den Outdoor-Einsatz optimierte Handys ebenfalls sehr nützlich sein, zum Beispiel auf der Baustelle, im Gartenwesen, in Fabriken oder bei Hilfs- und Rettungskräften. Wir stellen in dieser Bestenliste die unserer Meinung nach derzeit zehn besten Outdoor-Smartphones (Themenwelt) vor und erklären, worauf man beim Kauf achten sollte. Wer nur nach einem wasserfesten Handy sucht, dem empfehlen wir unsere Top 10: Wasserdichte Smartphones mit IP-Zertifizierung. Preiswerte Alternativen zeigen wir zudem in der Top 10: Die meisten günstigen und wasserdichten Smartphones sind von Motorola.

Outdoor-Smartphones sind robust, was sich häufig an der martialischen Optik widerspiegelt. Das folgt in erster Linie einem Ziel: ausreichende Stabilität bei Stürzen und Schutz vor Wasser. Als Materialien kommen vorwiegend weicher und gummierter Kunststoff sowie Metall zum Einsatz.

Ein Outdoor-Smartphone sollte in jedem Fall mindestens über eine Zertifizierung nach IP68 verfügen. Damit ist gewährleistet, dass es staubdicht ist und auch den Kontakt mit Wasser für längere Zeit übersteht. IP steht für „Ingress Protection“ (Englisch für Schutz gegen Eindringen). Hersteller von Smartphones können ihre Geräte für eine entsprechende IP-Schutzklasse zertifizieren lassen.

Die erste Stelle der IP-Schutzklasse bezieht sich auf Staub und Fremdkörper, die zweite Zahl auf Wasser. Eine 6 an erster Stelle der IP-Kennnummer bedeutet, dass das Gerät staubdicht ist, die 8 steht dafür, dass das Smartphone gegen dauerhaftes Untertauchen in Wasser bis zu einer Tiefe von 1,5 Meter geschützt ist, außer der Hersteller macht andere Angaben. Allerdings bezieht sich das immer nur auf Süßwasser, nicht auf Salzwasser oder Badewasser mit Zusätzen. Wir raten deshalb davon ab, das Outdoor-Smartphone zum Schwimmen mitzunehmen oder im Meer oder in einem gechlorten Swimming Pool zu nutzen.

Der Begriff „dauerhaft“ ist recht schwammig. Das bedeutet nicht, dass man ein Handy stundenlang in ein Aquarium legen sollte. Meistens geben die Hersteller einen empfohlenen Zeitraum an, der häufig bei 30 bis 60 Minuten liegt. Zudem muss man bedenken, dass mit der Zeit durch Abnutzung des Geräts auch der Schutz vor Wasser oder Staub nachlässt.

Zu beachten ist zudem, dass viele Hersteller keine Garantie auf Wasserschäden geben. Eine Ausnahme ist Cat, das sich sehr kulant in Bezug auf Schäden durch Wasser zeigt. Alle hier vorgestellten Smartphones erfüllen mindestens eine Zertifizierung nach IP68. Einige Modelle erfüllen sogar IP69. Der höchste Standard gegen Schmutz und Feuchtigkeit ist IP69k. Die 9 steht für „Schutz gegen Eindringen von Wasser bei Hochdruck-/Dampfstrahlreinigung“. Das K bedeutet „Schutz vor hohen Temperaturen (Heißwasser)“.

Viele Outdoor-Smartphones bringen zusätzlich eine MIL-STD-810H- oder MIL-STD-810G-Zertifizierung mit. Die aktuelle Norm ist MIL-STD-810H und beinhaltet 21 Tests zur Ermittlung der Widerstandsfähigkeit der Geräte bei extremen Temperaturen, hohem Luftdruck, starken Beschleunigungskräften, Sonneneinstrahlung, Feuchtigkeit, Chemikalien, Stürzen oder heftigen Vibrationen. Für die Nutzer eines Outdoor-Handys sind vollem die Widerstandsfähigkeit bei Stürzen, Vibrationen oder direktem Sonnenlicht und Hitze interessant. Viele Hersteller geben allerdings nicht immer explizit an, welche Tests der jeweiligen Militärnorm durchgeführt wurden und nutzen das Ganze eher zu Marketing-Zwecken. Die meisten der hier getesteten Mobilgeräte überstehen in der Regel den Sturz aus etwa 1,5 Meter Höhe auf harten Untergrund.

Der Bildschirm eines Smartphones stellt eine besondere Schwachstelle dar. Die meisten Outdoor-Smartphones verfügen über einen dicken Rahmen fürs Display. Das erhöht die Bruchsicherheit. Zusätzlich schützt Gorilla Glass der Firma Corning die Touchscreens von Smartphones vor äußeren Einflüssen. Die stabilste Variante ist Gorilla Glass Victus. Dieses verspricht Schutz vor Stürzen aus 2 Metern.

Viele Outdoor-Handys verfügen zudem über berührungsempfindliche Touchscreens, die die Bedienung auch mit Handschuhen oder bei Nässe ermöglichen. Bei einem Outdoor-Gerät wäre zudem ein helles Display wichtig, damit man es bei direkter Sonneneinstrahlung noch gut ablesen kann. Sonderlich helle Bildschirme haben viele der hier gezeigten Mobilgeräte leider nicht. Die Hersteller sparen häufig beim Bildschirm, weshalb viele Geräte nur niedrige HD-Auflösungen (720p) anbieten.

Hier wird bedauerlicherweise ebenfalls oft gespart und meistens eine einfache Kamera mitgeliefert. Das ist schade, denn gerade bei einer Wanderung bietet es sich an, schöne Landschaftsaufnahmen zu machen. Lediglich das Samsung Galaxy Xcover 6 Pro (Testbericht) und Nokia XR20 (Testbericht) stechen positiv hervor. Die Qualität der Bilder liegt aber nicht auf Top-Niveau.

Erwähnenswert sind die Modelle Cat S62 Pro (Testbericht) und AGM Glory G1S (Testbericht), die eine Wärmebildkamera bieten. Damit kann man etwa prüfen, wo in den eignen vier Wänden Wärme mangels Isolation verloren geht. Zudem erkennt man damit auch, welche Wasserleitung für Warmwasser zuständig ist und ob es ein Leck gibt.

Spannend sind zudem Nachtsichtkameras, die mit Hilfe eines Infrarot-Sensors das Restlicht verstärken. Das erlaubt Fotos und Videos in Schwarzweiß bei Dunkelheit. So wird aus einem Mobiltelefon dann ein Nachtsichtgerät. Ein Beispiel dafür ist das AGM H5 Pro (Testbericht) sowie ebenfalls das Glory G1S.

Outdoor-Smartphones sind nicht gerade bekannt dafür, besonders schnell zu arbeiten. Das liegt daran, dass häufig günstigere Octa-Core-CPUs zum Einsatz kommen, um die hohen Kosten für das aufwändige Gehäuse auszugleichen. Diese bieten eine eher mäßige Leistungsfähigkeit auf dem Niveau der unteren Mittelklasse. High-End-Prozessoren sind hier nicht zu erwarten. Mehr als 8 GByte RAM sind selten zu finden. Das neue Samsung Galaxy Xcover 6 Pro (Testbericht) und Gigaset GX6 zeigen jedoch, dass Outdoor-Geräte mittlerweile auch wirklich gute Smartphones sein können.

Für Outdoor-Geräte besonders interessant sind zusätzliche Funktionen für Wanderungen oder Touren mit dem Mountain Bike. Dazu gehören unter anderem ein Barometer für die Luftdruckmessung, die auch eine Höhenmessung ermöglicht sowie ein Zweifrequenz-Empfänger (Dual-GPS) für die präzisere Ortung mittels GNSS-Satellitensysteme (NAVSTAR GPS, GLONASS, Galileo, Beidou). 5G gehört noch nicht bei allen Outdoor-Modellen zum Standard, oft ist LTE das Maximum. Die meisten Geräte unterstützen aber zwei SIM-Karten (Dual-SIM).

Beim Betriebssystem Android ist bei den Mobilgeräten auf eine möglichst aktuelle Version zu achten. Einige der Geräte bieten nur Android 10 oder höchstens Android 11. Viele Hersteller liefern Updates darüber hinaus unregelmäßig aus. Eine erfreuliche Ausnahme sind Samsung und Nokia, die ihren Geräten je nach Modell 3 bis 5 Jahre an Updates spendieren.

Eine weitere praktische Funktion bei Android ist die Notruffunktion. Hierzu hinterlegt man in den Einstellungen einen Notfallkontakt sowie optional medizinische Informationen. Drückt man nun den Power-Button für längere Zeit, erscheint ein Menü mit den Optionen: Neustart, Ausschalten und Notfall. Letzteres dient dann als SOS-Taste. Bei einigen anderen Android-Geräten ist es je nach Modell nötig, zeitgleich zum Ein/Ausschalter eine der Lautstärketasten zu betätigen.

Bei einem Outdoor-Smartphone würde man eigentlich eine lange Akkulaufzeit und Standby-Zeit voraussetzen. Die Unterschiede bei den hier verglichenen Geräten sind allerdings recht groß. So ist bei einigen Modellen ein großer Akku mit einer Kapazität von 7000 mAh oder mehr im Einsatz. Andere Hersteller bieten dafür Wechsel-Akkus an. Diese haben meistens weniger Akku-Kapazität, lassen sich aber bei Bedarf schnell tauschen und machen das Handy nachhaltiger.

Schnellladefunktionen bieten Outdoor-Smartphones seltener. Die hier gezeigten Geräte unterstützen Netzteile zwischen 10 und höchstens 33 Watt. Kabelloses Laden mittels Qi erlauben einige Outdoor-Modelle von Nokia, Samsung und Gigaset.

Auf dem ersten Platz landet das neue Samsung Galaxy Xcover 6 Pro (Testbericht). Das liegt daran, dass es für ein robustes Gerät auch über eine mehr als solide technische Ausstattung verfügt, die es zu einem richtig guten Smartphone der gehobenen Mittelklasse macht. Zudem ist das Handy für ein Outdoor-Gerät verhältnismäßig leicht und nicht zu klobig.

Mit einem Qualcomm Snapdragon 778G ist es das bisher leistungsfähigste Outdoor-Smartphone, das wir getestet haben. Das System läuft damit stets geschmeidig, selbst für viele Spiele reicht die Power aus. Zudem arbeitet das LC-Display mit 120 Hertz bei Full-HD+. Die maximale Helligkeit von 530 cd/m² könnte allerdings gerne höher ausfallen. Eine Besonderheit: Der Akku mit 4050 mAh ist austauschbar. Die Akku-Kapazität ist zwar für ein Outdoor-Handy recht klein und reicht laut Test lediglich für knapp 10 Stunden. Allerdings ist es möglich, einen Austausch-Akku mit sich zu führen, wenn man für längere Zeit ohne Steckdose auskommen muss.

Die Speicherausstattung mit 6/128 GByte kann sich ebenfalls sehen lassen. An Bord ist zudem USB-C-3.2, Wi-Fi 6E, 5G, Bluetooth 5.2, NFC und ein Klinkenstecker. Zur Ortung greift das Xcover 6 Pro auf GPS, GLONASS, Beidou, Galileo und QZSS zurück. Gut ist auch die Kamera: Die Hauptlinse bietet 50 Megapixel und macht tolle Fotos. Zusätzlich gibt es eine Ultraweitwinkellinse mit 8 Megapixel und eine Frontkamera mit 13 Megapixel. Der filigrane Eindruck täuscht: Das Mobilgerät ist dank Gorilla Glass Victus und einem gummierten Gehäuse sehr stabil und nach IP68 wasserdicht. Ab 509 Euro geht es preislich los.

Ähnlich vielversprechend bei der Ausstattung ist das neue Gigaset GX6. Das Testgerät ist bereist auf dem Weg in die Redaktion, ein Testbericht folgt demnächst. Das Gehäuse ist widerstandsfähig nach MIL-STD und zudem nach IP68 staub- und wasserdicht. Zum Orten nutzt es A-GPS, GLONASS, Beidou, Galileo und QZSS

Leistungsstark ist zudem der Octa-Core-Prozessor Mediatek Dimensity 900 5G mit 2,4 GHz. Der Arbeitsspeicher beträgt 6 GByte, der interne Speicher fasst 128 GByte. Das 6,6-Zoll-Display löst mit Full-HD+ auf und arbeitet mit 120 Hertz. Eine Bedienung ist auch mit nassen Händen sowie Handschuhen möglich. 5G, Wi-Fi 6, NFC und Bluetooth 5.2 beherrscht das Gigaset GX6. Der Einsatz als Dual-SIM-Handy bietet sich ebenfalls an. Die Hauptkamera bietet 50 Megapixel, ergänzt durch eine Mikrolinse mit 2 Megapixel. Der Akku hat eine Kapazität von 5000 mAh und lädt mit bis zu 30 Watt. Bei Amazon kostet es 579 Euro.

Groß und schwer und damit sehr robust ist das AGM Glory G1S (Testbericht). Die Ausstattung kann sich sehen lassen mit 8/128 GByte, 5G, einem ausreichend schnellem Snapdragon 480 sowie einem Display mit Full-HD+, das aber gerne etwas heller hätte sein dürfen.

Das Smartphone bringt einige spannende Extras mit sich: Eine Wärmebildkamera, eine Nachtsichtkamera sowie ein Laserpointer gehören zur Ausstattung. Die Hauptkamera liefert ebenfalls ordentliche Bilder. Es gibt ferner einen programmierbaren Hardware-Button. Eine Schwachstelle ist die Software: Es läuft nur Android 11. Mit einem Preis von 730 Euro ist es das teuerste Gerät in dieser Bestenliste.

Eine starke Hardware bietet auch das Doogee S98 Pro mit Android 12. Der Speicher fällt mit 8/256 GByte sehr üppig aus. Für ordentliche Leistung sorgt zudem der Mediatek Helio G96. Das 6,3-Zoll-Display bietet eine Auflösung von 2340 × 1080 Pixel (Full-HD+). Die Hauptkamera löst mit 48 Megapixel auf, zusätzlich gibt es eine Achtsichtkamera mit 20 Megapixel von Sony. Der Akku ist zudem üppig dimensioniert mit 6000 mAh und lädt flott mit 33 Watt. Der Preis liegt bei 549 Euro.

Auf dem fünften Platz landet das Nokia XR20 (Testbericht). Das Outdoor-Handy bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und hohe Alltagstauglichkeit. Die Ausstattung befindet sich etwa auf Mittelklasse-Niveau. Optisch wirkt das XR20 zudem nicht so klobig wie andere Geräte dieser Art. Es ist kaum größer als ein Smartphone in einer robusten Schutzhülle. Die Optik täuscht: Das Nokia XR20 mit Gorilla Glass Victus ist hart im Nehmen und bietet IP68.

Das LC-Display bietet eine Auflösung von 2400 × 1080 Pixeln bei 395 ppi und ist mit 600 cd/m² zudem hell genug, um im Freien noch ausreichend ablesbar zu sein. Der Octa-Core-Prozessor Snapdragon 480 sorgt für ausreichende Leistung auf Mittelklasse-Niveau und beherrscht 5G. Die Hauptkamera löst mit 48 Megapixel auf, die zweite Linse mit 13 Megapixel dient für Ultraweitwinkelaufnahmen. Zusätzlich verfügt das XR20 über ein Barometer und unterstützt die nahezu lückenlose Ortung mittels A-GPS, GLONASS, Beidou, Galileo sowie zusätzlich NavIC und QZSS. Kabelloses Laden über Qi ist ebenfalls möglich.

Ab Werk läuft als Betriebssystem Android 11, ein Upgrade auf Android 12 ist möglich. Für weitere Updates ist gesorgt, denn Hersteller HMD Global garantiert drei große Android-Updates in den nächsten drei Jahren sowie Sicherheits-Patches für vier Jahre. Mit Preisen um die 300 Euro ist das Nokia XR20 mit 4/64 GByte Speicher relativ günstig. Die Variante mit 6/128 GByte liegt bei knapp 512 Euro.

Das AGM H5 Pro (Testbericht) bietet eine Besonderheit: Auf der Rückseite befindet sich ein großer Lautsprecher, um das Handy als Speaker zu nutzen. Wie schon beim AGM Glory G1S gibt es zudem eine Linse für Nachtaufnahmen. Sonderlich flott ist der Prozessor nicht, für alltägliche Aufgaben reicht er aber aus. Die Akkukapazität fällt mit 7000 mAh ziemlich hoch aus. Das Gehäuse ist wasserdicht nach IP69K und äußerst stabil. Ein Sturz aus 1,5 Meter Höhe sollte dem Handy nichts anhaben. Mit einem Preis von 399 Euro ist es zudem bezahlbar.

Das Cat S62 Pro (Testbericht) gehört zu den besonders robusten Outdoor-Smartphones. Es übersteht laut Herstellerangaben den Sturz auf harten Untergrund aus 1,8 Meter Höhe. Sogar ein längerer Aufenthalt in der Tiefkühltruhe kann dem Cat S62 Pro nichts anhaben. Caterpillar zeigt sich zudem sehr kulant bei der Garantie. Die 24 Monate Gewährleistung beinhaltet auch versehentliche Beschädigungen, Wasserschäden oder Displaybrüche. Einen Barometer gibt es aber nicht. Die Navigation erfolgt über A-GPS, GLONASS, Beidou und Galileo.

Das Highlight beim Cat S62 Pro ist die Wärmebildkamera mit einem Sensor von Flir. Die Hauptkamera selbst ist mit 12 Megapixel nur was für gelegentliche Schnappschüsse. Erfreulich: Das 5,7-Zoll-LCD bietet eine hohe Auflösung von 2160 × 1080 Pixel (Full HD+), ist aber sonst etwas zu dunkel für ein Outdoor-Gerät. Die Leistung des Snapdragon 660 liegt nur im unteren Drittel der Geräte aus unseren Tests. Der Akku bietet lediglich eine Kapazität von 4000 mAh, was zu einer Laufzeit von etwa 11 Stunden führt. Vorinstalliert ist lediglich Android 10, ein Update auf Android 11 hat der Hersteller versprochen. Mit einem Preis von knapp 570 Euro ist es aber nicht billig.

Das Motorola Defy (Testbericht) ist wie das Nokia XR20 ebenfalls recht zurückhaltend beim Design und sieht aus wie ein Smartphone mit Schutzhülle. Lediglich das Gewicht entspricht mit 230 Gramm eher einem Outdoor-Handy. Die hohe Widerstandsfähigkeit des Defy mit Gorilla Glas Victus zeigen die Zertifizierungen nach IP68 und MIL-STD-810H. Laut Hersteller übersteht es sogar Kontakt mit Seife, Desinfektionsmittel, Alkohol und Bleiche. Eine barometrische Höhenmessung ist mit dem Defy aber nicht möglich. Die Ortung erfolgt über A-GPS, GLONASS und Galileo.

Als Antrieb dient ein Snapdragon 662 – dieser ist fast drei Jahre alt und bietet untere Mittelklasse-Leistung leicht unterhalb des Niveaus eines Snapdragon 480. Für Alltagsaufgaben reicht das aber aus. Der RAM beträgt 4 GByte. Das Defy surft maximal mit LTE und Wi-Fi 5. Die Auflösung des 6,5-Zoll-LCD lässt mit 1600 × 720 Pixel zu wünschen übrig. Immerhin lädt es kabelgebunden mit 20 Watt recht flott. Als Betriebssystem läuft ab Werk Android 10, ein Update auf Android 11 wurde im Frühjahr ausgerollt. Mit einem Preis von 188 Euro gehört es zu den günstigsten robusten Mobilgeräten.

Beim Gigaset GX290 Plus (Testbericht) handelt es sich um eine verbesserte Variante des Gigaset GX290 (Testbericht). Den Outdoor-Charakter sieht man dem Gerät sofort an. Für genügend Schutz vor Wasser und Staub sorgt eine Zertifizierung nach IP68. Gigaset gibt an, dass das GX290 Plus in bis zu 1,2 Meter Tiefe in Wasser eine halbe Stunde übersteht. Stürze bis 1,2 Meter hält es ebenfalls aus. Navigation geht nur über A-GPS und GLONASS. Einen Barometer gibt es nicht.

Verglichen mit dem Vorgänger bietet es jetzt mit 4 GByte mehr Arbeitsspeicher. Eher schwach ist die CPU-Ausstattung mit dem Mediatek Helio P23. Das Smartphone findet sich weit hinten im letzten Drittel unserer Tests. Die Bildschärfe fällt mit einer Auflösung von 1560 × 720 Pixel bei rund 280 ppi eher bescheiden aus. Für mehr als gelegentliche Schnappschüsse taugt die 13-Megapixel-Kamera ebenfalls nicht. Angemessen für ein Outdoor-Gerät ist die Akkulaufzeit von fast 17 Stunden. Zudem unterstützt das GX290 Plus Qi und ist mit einem Preis von 213 Euro erschwinglich. Ab Werk läuft nur Android 10, ein Update ist nicht geplant.

Das Samsung Galaxy Xcover 5 (Testbericht) ist endlich wieder ein Smartphone im 5-Zoll-Format. Der kleine Bruder des Galaxy Xcover Pro erinnert an vergangene Zeiten, ist schön kompakt und leicht – aber trotzdem widerstandsfähig und wasserdicht. Dafür fehlen Outdoor-Funktionen wie ein Barometer. Für die Navigation greift das Xcover 5 auf A-GPS, GLONASS, Beidou und Galileo zurück.

Allerdings wirkt die Hardware ebenfalls wie aus der Vergangenheit: Der Exynos-850-Prozessor arbeitet sehr gemächlich, das LC-Display ist nicht sonderlich hell und löst nur mit 720p auf, der austauschbare Akku fasst nur 3000 mAh, was für eine bescheidene Laufzeit von unter 9 Stunden sorgt. Immerhin verspricht Samsung für 5 Jahre Sicherheits-Patches und Android-Updates für die Enterprise Edition. Android 12 ist mittlerweile verfügbar. Mit einem Preis ab 224 Euro ist das Galaxy Xcover 5 zudem erschwinglich.

Es gibt einige weitere Outdoor-Smartphones von zum Teil weniger bekannten Herstellern, die sich aber auf robuste Mobilgeräte spezialisiert haben. Dazu gehören etwa Ulefone Armor, Doogee, Blackview, Oukitel oder Unihertz. Einige Testgeräte sind bereits in der Redaktion eingetroffen oder unterwegs. Weitere Outdoor-Smartphones-Tests werden also bald folgen.

Ein gutes Preis-Leistung-Verhältnis bietet unter anderem das Blackview BV8800 mit riesigem Akku mit 8380 mAh sowie einer Kamera mit Ultraweitwinkel und Nachtsicht. Das sind die derzeit gefragtesten Outdoor-Geräte aus unserem Preisvergleich:

Ein Outdoor-Smartphone muss robust und wasserfest sein. Diese Kriterien erfüllen alle Geräte in dieser Bestenliste – auch wenn das eine oder andere Handy über eine noch stabilere Verglasung bieten sollte. Full HD gehört noch nicht bei allen Geräten zum Standard. Nicht alle Geräte nutzen zudem ein Barometer oder decken alle gängigen GNSS-Satelliten ab.

Was die Ausstattung angeht, bieten die Mobilgeräte Technik auf Mittelklasse-Niveau oder darunter. Eine erfreuliche Ausnahme ist dank guter Ausstattung etwa das Samsung Galaxy Xcover 6 Pro (Testbericht). Unser Preis-Leistung-Sieger ist das Nokia XR20 (Testbericht). Einige Outdoor-Handys bieten zudem spannende Features wie das AGM Glory G1S (Testbericht) mit Wärmebild- und Nachtsichtkamera. Ein Tipp für besonders Sparsame ist das Motorola Defy (Testbericht).

Wenn es kein Outdoor-Smartphone sein muss, das Gerät aber wasserdicht sein soll, empfehlen wir die Top 10: Wasserdichte Smartphones mit IP-Zertifizierung. Günstige Varianten finden sich in der Top 10: Die meisten günstigen und wasserdichten Smartphones sind von Motorola. Welches Equipment etwa beim Wandern nützlich ist, zeigen wir im Ratgeber Hightech beim Wandern: Navigation mit Smartphone, Sportuhr und GPS-Gerät.

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