Top 10: Die besten Outdoor-Smartphones – Monster-Akku, IR-Kamera & Co.

AGM Glory G1S

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Outdoor-Handys sind robust und wasserdicht. Neben starken Akkus bieten sie oft Barometer oder Wärmebildkameras. TechStage zeigt die besten stabilen Smartphones.

Wer viel in der Natur unterwegs ist oder bereits häufiger ungeschickt sein Smartphone beschädigt hat, sollte über ein Outdoor-Handy nachdenken. Zwar sind immer mehr „normale“ Smartphones spritzwassergeschützt oder wasserdicht, allerdings versprechen nur Outdoor-Smartphones eine hohe Widerstandsfähigkeit bei Sport oder Wandern und bei einem Sturz.

Im gewerblichen Bereich können für Outdoor-Aktivitäten optimierte Smartphones ebenfalls sehr nützlich sein, zum Beispiel auf der Baustelle, in Fabriken, bei Hilfs- und Rettungskräften, der Forstwirtschaft oder Gartenarbeit. Ein robustes Gehäuse ist nicht das einzige wichtige Kriterium für Outdoor-Smartphones. So gibt es Geräte mit Nachtsicht- und Wärmebildkamera sowie mit gigantischem Akku, mit denen das Smartphone fast eine Woche ohne Ladegerät auskommt.

Wir stellen in dieser Bestenliste die unserer Meinung nach zehn besten Outdoor-Smartphones (Themenwelt) vor und erklären, worauf man beim Kauf achten sollte. Wer nur nach einem wasserfesten Handy sucht, dem empfehlen wir unsere Top 10: Wasserdichte Smartphones mit IP-Zertifizierung. Preiswerte Alternativen zeigen wir zudem in der Top 10: Die meisten günstigen und wasserdichten Smartphones sind von Motorola.

Outdoor-Smartphones sind robust, was sich häufig an der martialischen Optik zeigt. Stabilität bei Stürzen und Schutz vor Wasser stehen hier im Vordergrund. Als Material kommt weicher, gummierter Kunststoff sowie Metall zum Einsatz. Ein Outdoor-Smartphone sollte in jedem Fall über eine Zertifizierung nach IP68 oder besser verfügen. IP steht für „Ingress Protection“ (Englisch für Schutz gegen Eindringen). Hersteller von Smartphones können ihre Geräte für eine entsprechende IP-Schutzklasse zertifizieren lassen.

Die erste Stelle der IP-Schutzklasse bezieht sich auf Staub und Fremdkörper, die zweite Zahl auf Wasser. Eine 6 an erster Stelle der IP-Kennnummer bedeutet, dass das Gerät staubdicht ist. Die 8 zeigt, dass das Smartphone gegen dauerhaftes Untertauchen in Wasser bis zu einer Tiefe von 1,5 Meter geschützt ist, außer der Hersteller macht andere Angaben. Allerdings bezieht sich das immer nur auf Süßwasser, nicht auf Salzwasser oder Badewasser mit Zusätzen. Wir raten deshalb davon ab, das Outdoor-Smartphone zum Schwimmen mitzunehmen und im Meer oder gechlorten Swimmingpool zu nutzen.

Der Begriff „dauerhaft“ ist recht schwammig. Das bedeutet nicht, dass man ein Handy stundenlang in ein Aquarium legen sollte. Meistens geben die Hersteller einen empfohlenen Zeitraum an, der häufig bei 30 bis 60 Minuten liegt. Mit der Zeit lässt zudem der Schutz durch Abnutzung des Geräts nach. Viele Hersteller geben außerdem keine Garantie auf Wasserschäden - selbst dann, wenn das Gerät als wasserdicht eingestuft ist. Eine Ausnahme ist Cat.

Einige Modelle bieten sogar IP69K, die höchste Schutzart. Geräte mit dieser Zertifizierung eignen sich zum Einsatz in der Industrie und überstehen Kontakt mit Wasser auch bei Hochdruck. Die 9 steht für „Schutz gegen Eindringen von Wasser bei Hochdruck-/Dampfstrahlreinigung“. Das K bedeutet „Schutz vor hohen Temperaturen (Heißwasser)“.

Viele Outdoor-Smartphones verfügen über eine Zertifizierung für MIL-STD-810G- oder MIL-STD-810H. Die aktuelle Norm ist MIL-STD-810H und beinhaltet 21 Tests zur Ermittlung der Widerstandsfähigkeit der Geräte bei extremen Temperaturen, hohem Luftdruck, starken Beschleunigungskräften, Sonneneinstrahlung, Feuchtigkeit, Chemikalien, Stürzen oder heftigen Vibrationen. Allerdings müssen nicht alle Tests absolviert werden, um sich mit der Zertifizierung schmücken zu dürfen.

Für die Nutzer eines Outdoor-Handys ist die Widerstandsfähigkeit bei Stürzen, Vibrationen oder direktem Sonnenlicht sowie Hitze interessant. Viele Hersteller geben allerdings nicht immer an, welche Tests der jeweiligen Militärnorm durchgeführt wurden und nutzen die Angabe vor allem für Marketing-Zwecke. Die meisten der hier getesteten Mobilgeräte überstehen den Sturz aus etwa 1,5 Meter Höhe auf harten Untergrund.

Der Bildschirm eines Smartphones stellt eine besondere Schwachstelle dar. Die meisten Outdoor-Smartphones verfügen über einen dicken Rahmen fürs Display. Das erhöht die Bruchsicherheit, da große Teile der beim Aufprall entstehenden Energie nicht vom Displayglas, sondern dem Rahmen absolviert werden. Zusätzlich schützt Gorilla Glas der Firma Corning die Touchscreens von Smartphones vor äußeren Einflüssen. Die stabilste Variante ist aktuell Gorilla Glass Victus, das einen Sturz aus 2 Metern überstehen soll. Wie immer im Leben gilt sicherheitshalber: Den Schutz zu haben ist gut, darauf anlegen sollte man es aber nicht, indem man das Gerät ständig durch die Gegend pfeffert. Auch ein Outdoor-Smartphone ist nicht unzerstörbar, sondern ein nur etwas tafferes Stück Technik.

Viele Outdoor-Handys verfügen inzwischen über berührungsempfindliche Touchscreens, die Bedienung auch mit Handschuhen oder bei Nässe ermöglichen. Bei einem Outdoor-Gerät wäre zudem ein helles Display wichtig, damit man es bei direkter Sonneneinstrahlung noch gut ablesen kann. Standard bei der Bildwiederholrate sind 60 Hertz, nur sehr wenige Modelle beherrschen bereits 120 Hertz.

Sonderlich hell sind die meisten Bildschirme der hier gezeigten Mobilgeräte leider nicht. Das wäre eine wichtige Eigenschaft, um das Smartphone gut im Freien ablesen zu können. Die Hersteller sparen häufig beim Bildschirm, weshalb einige Geräte außerdem nur HD-Auflösungen (720p) anbieten. Empfehlenswert ist hier wie bei "normalen" Modellen ein Full-HD-Display. Standard ist LCD, OLED findet sich bisher kaum bei Outdoor-Smartphones, auch nicht in dieser Bestenliste.

Hier wird bedauerlicherweise ebenfalls oft gespart und meistens eine einfache Kamera mitgeliefert. Das ist schade, denn gerade bei einer Wanderung bietet es sich an, schöne Landschaftsaufnahmen zu machen. Lediglich Samsung Galaxy Xcover 6 Pro (Testbericht), Gigaset GX6 (Testbericht) und Nokia XR20 (Testbericht) fallen hier positiv auf. Die Qualität der Bilder liegt dennoch nicht auf Top-Niveau.

Erwähnenswert sind die Modelle Cat S62 Pro (Testbericht) und AGM Glory G1S (Testbericht), die eine Wärmebildkamera bieten. Damit kann man etwa prüfen, wo zu Hause mangels Isolation Wärme verloren geht. Zudem erkennt man damit auch, welche Wasserleitung für Warmwasser zuständig ist und ob es ein Leck gibt.

Spannend sind zudem Nachtsichtkameras, die mit einem Infrarot-Sensor das Restlicht verstärken. Das erlaubt Fotos und Videos in Schwarzweiß bei Dunkelheit. So wird aus einem Mobiltelefon ein Nachtsichtgerät. Ein Beispiel dafür ist das AGM H5 Pro (Testbericht) sowie ebenfalls das AGM Glory G1S.

Outdoor-Smartphones sind nicht gerade für schnelle Prozessoren bekannt. Meistens kommen nur günstigere Octa-Core-CPUs zum Einsatz, um die hohen Kosten für das stabile Gehäuse auszugleichen. Diese bieten nur eine Leistung auf unterem Mittelklasse-Niveau. Mehr als 8 GByte RAM sind selten zu finden. Samsung Galaxy Xcover 6 Pro (Testbericht) und Gigaset GX6 (Testbericht) zeigen jedoch, dass Outdoor-Geräte mittlerweile auch wirklich schnelle und gute Smartphones sein können. Praktisch ist die Möglichkeit, den Speicher per Micro-SD-Karte zu erweitern, was auf die meisten Geräte dieser Bestenliste zutrifft.

Für Outdoor-Geräte besonders interessant sind zusätzliche Funktionen für Wanderungen oder Touren mit dem Mountain Bike. Dazu gehören unter anderem ein Barometer für die Luftdruckmessung, die auch eine Höhenmessung ermöglicht sowie ein Zweifrequenz-Empfänger (Dual-GPS) für die präzisere Ortung mittels GNSS-Satellitensysteme (NAVSTAR GPS, GLONASS, Galileo, Beidou). 5G gehört noch nicht bei allen Outdoor-Modellen zum Standard, oft ist LTE das Maximum. Die meisten Geräte unterstützen aber zwei SIM-Karten (Dual-SIM).

Beim Betriebssystem Android ist bei den Mobilgeräten auf eine möglichst aktuelle Version zu achten. Einige der Geräte bieten nur Android 10 oder Android 11 und viele Hersteller liefern Updates unregelmäßig. Eine erfreuliche Ausnahme sind Samsung und Nokia, die ihre Geräte je nach Modell drei bis fünf Jahre mit Updates versorgen.

Ein weiteres praktisches Feature von Android ist die Notruffunktion. Hierzu hinterlegt man in den Einstellungen einen Notfallkontakt sowie optional medizinische Informationen. Drückt man nun den Power-Button für längere Zeit, erscheint ein Menü mit den Optionen: Neustart, Ausschalten und Notfall. Letzteres dient dann als SOS-Taste. Bei einigen anderen Android-Geräten ist es nötig, zeitgleich mit dem Ein/Ausschalter eine der Lautstärketasten zu betätigen.

Bei einem Outdoor-Smartphone würde man eine lange Akkulaufzeit voraussetzen. Die Unterschiede bei den hier verglichenen Geräten sind allerdings recht groß. Spitzenreiter ist hier das Blackview BV7100 (Testbericht) mit brutalen 13.000 mAh. Damit hält das Smartphone bei nicht übermäßig intensiver Nutzung rund eine Woche durch.

Andere Hersteller wie Samsung und Gigaset bieten Wechsel-Akkus. Diese haben meistens weniger Akku-Kapazität, lassen sich aber schnell ohne Werkzeug tauschen. Schnellladefunktionen haben Outdoor-Smartphones kaum. Die hier gezeigten Geräte unterstützen Netzteile zwischen 10 und höchstens 33 Watt. Kabelloses Laden mit Qi beherrschen Outdoor-Modelle von Nokia, Samsung und Gigaset.

Wer das Smartphone zum Navigieren beim Wandern nutzt, muss damit rechnen, dass der Akku bei umfangreicher GPS-Nutzung schneller erschöpft ist. Für längere Wander-Touren empfiehlt sich daher ein Smartphone mit großer Akku-Kapazität oder ein Wechsel-Akku bei den Modellen von Samsung und Gigaset. Eine Powerbank (Ratgeber) als Zubehör ist ebenfalls ratsam.

Auf dem ersten Platz landet das Samsung Galaxy Xcover 6 Pro (Testbericht). Für ein robustes Gerät bietet es eine mehr als solide technische Ausstattung, die es zu einem richtig guten Smartphone der gehobenen Mittelklasse macht. Zudem ist das Handy für ein Outdoor-Gerät verhältnismäßig leicht und nicht zu klobig.

Mit einem Qualcomm Snapdragon 778G gehört es zu den leistungsfähigsten Outdoor-Smartphones, das wir getestet haben. Das System läuft damit geschmeidig, selbst für viele Spiele reicht die Power. Zudem arbeitet das LC-Display mit 120 Hertz bei Full-HD+. Die maximale Helligkeit von 530 cd/m² könnte allerdings höher ausfallen. Eine Besonderheit: Der Akku mit 4050 mAh ist austauschbar. Die Akku-Kapazität ist zwar für ein Outdoor-Handy recht bescheiden und reicht laut Battery Test von PCmark für knapp zehn Stunden im Dauerbetrieb. Hier bietet es sich an, gleich einen zusätzlichen, geladenen Austausch-Akku mitzuführen.

Die Speicherausstattung mit 6/128 GByte kann sich sehen lassen. Die Erweiterung mittels Micro-SD-Karte ist möglich. An Bord ist zudem USB-C-3.2, Wi-Fi 6E, 5G, Bluetooth 5.2, NFC und ein Klinkenstecker. Zur Ortung greift das Xcover 6 Pro auf GPS, GLONASS, Beidou, Galileo und QZSS zurück. Gut ist auch die Kamera: Die Hauptlinse bietet 50 Megapixel und macht tolle Fotos. Zusätzlich gibt es eine Ultraweitwinkellinse mit 8 Megapixel und eine Frontkamera mit 13 Megapixel. Der filigrane Eindruck täuscht: Das Mobilgerät ist dank Gorilla Glass Victus und einem gummierten Gehäuse sehr stabil und nach IP68 wasserdicht. Ab 449 Euro geht es preislich los.

Ähnlich vielversprechend ist die Ausstattung beim Gigaset GX6 (Testbericht). Das in Deutschland zusammengebaute Outdoor-Smartphone überzeugt mit hoher Alltagstauglichkeit und guter Leistung. Das Gehäuse ist widerstandsfähig nach MIL-STD-810H und staub- und wasserdicht nach IP68. Zum Navigieren nutzt es GPS, GLONASS, Beidou, Galileo und QZSS. Die Hauptkamera bietet 50 Megapixel, ergänzt durch eine weitgehend überflüssige Makrolinse mit 2 Megapixeln. Der Akku hat eine Kapazität von 5000 mAh und lädt mit bis zu 30 Watt.

Leistungsstark ist zudem der Octa-Core-Prozessor Mediatek Dimensity 900 5G mit bis zu 2,4 GHz. Das SoC liegt auf Augenhöhe mit dem Snapdragon 778G. Der Arbeitsspeicher beträgt 6 GByte, intern speichert das Modell 128 GByte. Das 6,6-Zoll-Display löst mit Full-HD+ auf und arbeitet mit 120 Hertz. Eine Bedienung ist auch mit nassen Händen sowie Handschuhen möglich. 5G, Wi-Fi 6, NFC und Bluetooth 5.2 gehören zur Ausstattung. Ein Barometer ist ebenfalls an Bord. Der Betrieb als Dual-SIM-Handy ist zudem möglich. Bei Amazon kostet das Nokia-Modell 579 Euro.

Groß und schwer und damit sehr robust ist das AGM Glory G1S (Testbericht). Die Ausstattung kann sich sehen lassen mit 8/128 GByte, 5G, einem ausreichend schnellem Snapdragon 480 sowie einem Display mit Full-HD+, das aber gerne etwas heller hätte sein dürfen.

Das Smartphone bringt einige spannende Extras mit sich: Wärmebildkamera, Nachtsichtkamera sowie ein Laserpointer gehören zur Ausstattung. Die Hauptkamera liefert ebenfalls ordentliche Bilder. Es gibt ferner einen programmierbaren Hardware-Button. Eine Schwachstelle ist die Software: Es läuft nur Android 11. Mit einem Preis von 730 Euro ist es das teuerste Gerät in dieser Bestenliste.

Das Blackview BV7100 (Testbericht) ist der Ausdauerkönig dieser Bestenliste. Mit einer Kapazität von 13.000 mAh übertrumpft das Outdoor-Handy sogar manche Tablets. Beim „Battery Test“ von PCmark erreichte es mehr als 28 Stunden, das ist Rekord. Bei nicht übermäßiger Nutzung muss das BV7100 nur einmal in der Woche an die Steckdose. So viel Akku hat aber einen Haken: Das Mobilgerät ist fast 2 Zentimeter dick und wiegt mehr als ein iPad. Der Begriff „Handy“ erscheint uns da fast schon euphemistisch.

Eher gemächlich ist der Chipsatz Helio G85, der aber für den Alltag noch ausreichend ist. Gut gefallen hat uns das LCD mit Full-HD+. Das Gehäuse ist zudem extrem stabil und sogar nach IP69K zertifiziert. So schnell sollte das Gerät also nicht zu Bruch gehen. Ein Barometer gehört zur Ausstattung, die Kamera macht akzeptable Schnappschüsse. Zur Navigation nutzt es GPS, GLONASS, Beidou und Galileo. Als Software läuft Android 12. Regulär kostet es 279 Euro, derzeit bekommt man es bei Amazon schon für 238 Euro.

Auf dem fünften Platz landet das Nokia XR20 (Testbericht). Das Outdoor-Handy bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und hohe Alltagstauglichkeit. Die Ausstattung befindet sich etwa auf Mittelklasse-Niveau. Optisch wirkt das XR20 zudem nicht so klobig wie andere Geräte dieser Art. Es ist kaum größer als ein Smartphone in einer robusten Schutzhülle. Die Optik täuscht: Das Nokia XR20 mit Gorilla Glass Victus ist hart im Nehmen und bietet IP68.

Das LC-Display bietet eine Auflösung von 2400 × 1080 Pixeln bei 395 ppi und ist mit 600 cd/m² zudem hell genug, um im Freien noch ausreichend gut ablesbar zu sein. Der Octa-Core-Prozessor Snapdragon 480 sorgt für adäquate Leistung auf Mittelklasse-Niveau und beherrscht 5G. Die Hauptkamera löst mit 48 Megapixel auf, die zweite Linse mit 13 Megapixel knipst Ultraweitwinkelaufnahmen. Zusätzlich verfügt das XR20 über ein Barometer und unterstützt die nahezu lückenlose Ortung mittels GPS, GLONASS, Beidou, Galileo sowie NavIC und QZSS. Kabelloses Laden über Qi ist ebenfalls möglich.

Ab Werk läuft als Betriebssystem Android 11, ein Upgrade auf Android 12 ist verfügbar. Für weitere Updates ist gesorgt, denn Hersteller HMD Global garantiert drei große Android-Updates in den nächsten drei Jahren sowie Sicherheits-Patches für vier Jahre. Mit Preisen um die 347 Euro ist das Nokia XR20 mit 4/64 GByte Speicher relativ preiswert. Die Variante mit 6/128 GByte liegt bei knapp 488 Euro.

Das AGM H5 Pro (Testbericht) bietet eine Besonderheit: Auf der Rückseite befindet sich ein großer Lautsprecher, um das Handy als Speaker zu nutzen. Blöd nur: Er ist laut, klingt aber mies. Wie schon beim AGM Glory G1S gibt es eine Linse für Nachtaufnahmen. Sonderlich flott ist der eingebaute Prozessor nicht, für alltägliche Aufgaben reicht er aber noch aus. Die Akkukapazität fällt mit 7000 mAh ziemlich hoch aus. Das Gehäuse ist wasserdicht nach IP69K und äußerst stabil. Ein Sturz aus 1,5 Meter Höhe sollte dem Handy nichts anhaben. Mit einem Preis von 399 Euro ist es zudem bezahlbar.

Das Cat S62 Pro (Testbericht) gehört zu den besonders robusten Outdoor-Smartphones. Es übersteht laut Herstellerangaben den Sturz auf harten Untergrund aus 1,8 Meter Höhe. Sogar ein längerer Aufenthalt in der Tiefkühltruhe kann dem Cat S62 Pro nichts anhaben. Caterpillar zeigt sich zudem sehr kulant bei der Garantie. Die 24 Monate Gewährleistung beinhaltet auch versehentliche Beschädigungen, Wasserschäden oder Displaybrüche. Einen Barometer gibt es aber nicht. Die Navigation erfolgt über GPS, GLONASS, Beidou und Galileo.

Das Highlight beim Cat S62 Pro ist die Wärmebildkamera mit einem Sensor von Flir. Die Hauptkamera selbst ist mit 12 Megapixel nur etwas für gelegentliche Schnappschüsse. Erfreulich: Das 5,7-Zoll-LCD bietet eine Auflösung von 2160 × 1080 Pixel (Full HD+), ist aber sonst etwas zu dunkel für ein Outdoor-Gerät. Die Leistung des Snapdragon 660 liegt nur im unteren Drittel der Geräte aus unseren Tests. Der Akku hat lediglich eine Kapazität von 4000 mAh, was dennoch zu einer Laufzeit von etwa 11 Stunden im Battery Test von PCmark führt. Vorinstalliert ist nur Android 10, ein Update auf Android 11 hat der Hersteller versprochen. Mit einem Preis von knapp 575 Euro ist es nicht gerade preiswert.

Das Motorola Defy (Testbericht) ist wie das Nokia XR20 ebenfalls recht zurückhaltend beim Design und sieht aus wie ein Smartphone mit Schutzhülle. Lediglich das Gewicht entspricht mit 230 Gramm eher einem Outdoor-Handy. Die hohe Widerstandsfähigkeit des Defy mit Gorilla Glas Victus zeigen die Zertifizierungen für IP68 und MIL-STD-810H. Laut Hersteller übersteht es ausdrücklich sogar Kontakt mit Seife, Desinfektionsmittel, Alkohol und Bleiche. Eine barometrische Höhenmessung ist mit dem Defy aber nicht möglich. Die Ortung erfolgt über GPS, GLONASS und Galileo.

Als Antrieb dient ein Snapdragon 662 – dieser ist fast drei Jahre alt und bietet nur eine mäßige Leistung unterhalb des Niveaus eines moderneren Snapdragon 480. Für Alltagsaufgaben reicht das aber noch aus. Der RAM beträgt 4 GByte. Das Defy surft maximal mit LTE und Wi-Fi 5. Die Auflösung des 6,5-Zoll-LCD lässt mit 1600 × 720 Pixel zu wünschen übrig. Immerhin lädt es kabelgebunden mit 20 Watt. Als Betriebssystem läuft ab Werk Android 10, ein Update auf Android 11 wurde im Frühjahr ausgerollt. Mit einem Preis von 176 Euro gehört es zu den günstigsten robusten Mobilgeräten.

Beim Gigaset GX290 Plus (Testbericht) handelt es sich um eine verbesserte Variante des Gigaset GX290 (Testbericht). Den Outdoor-Charakter sieht man dem Gerät sofort an. Für genügend Schutz vor Wasser und Staub sorgt eine Zertifizierung nach IP68. Gigaset gibt an, dass das GX290 Plus in bis zu 1,2 Meter Tiefe in Wasser eine halbe Stunde übersteht. Stürze bis 1,2 Meter hält es ebenfalls unbeschadet aus. Die Navigation ist aber nur über GPS und GLONASS möglich. Ein Barometer gibt es nicht.

Verglichen mit dem Vorgänger bietet es jetzt mit 4 GByte mehr Arbeitsspeicher. Eher schwach ist die CPU-Ausstattung mit dem Mediatek Helio P23. Das Smartphone findet sich weit hinten im letzten Drittel unserer Tests. Die Bildschärfe fällt mit einer Auflösung von 1560 × 720 Pixel bei rund 280 ppi eher bescheiden aus. Für mehr als gelegentliche Schnappschüsse taugt zudem die 13-Megapixel-Kamera nicht. Angemessen für ein Outdoor-Gerät ist die Akkulaufzeit von fast 17 Stunden. Zudem unterstützt das GX290 Plus Qi und ist mit einem Preis von 185 Euro günstig. Ab Werk läuft nur Android 10, ein Update ist wohl nicht geplant.

Das Samsung Galaxy Xcover 5 (Testbericht) ist endlich wieder ein Smartphone im 5-Zoll-Format. Der kleine Bruder des Galaxy Xcover Pro erinnert an vergangene Zeiten, ist kompakt und leicht – aber trotzdem widerstandsfähig und wasserdicht. Dafür fehlen Outdoor-Funktionen wie ein Barometer. Für die Navigation greift das Xcover 5 auf GPS, GLONASS, Beidou und Galileo zurück.

Allerdings wirkt die Hardware ebenfalls wie aus der Vergangenheit: Der Exynos-850-Prozessor arbeitet sehr gemächlich, das LC-Display ist nicht sonderlich hell und löst nur mit 720p auf und der austauschbare Akku fasst nur 3000 mAh, was für eine bescheidene Laufzeit von weniger als neun Stunden im Akku-Benchmark sorgt. Immerhin verspricht Samsung für die Enterprise Edition fünf Jahre Sicherheits-Patches und Android-Updates. Android 12 ist mittlerweile verfügbar. Mit einem Preis ab 222 Euro ist das Galaxy Xcover 5 zudem erschwinglich.

Es gibt einige weitere Outdoor-Smartphones von zum Teil weniger bekannten Herstellern, die sich aber auf robuste Mobilgeräte spezialisiert haben. Dazu gehören etwa Ulefone Armor, Doogee, Blackview, Oukitel oder Unihertz. Ein gutes Preis-Leistung-Verhältnis bietet etwa das Blackview BV8800 mit starkem Akku (8380 mAh) sowie einer Kamera mit Ultraweitwinkel und Nachtsicht.

Das sind die derzeit beliebtesten Outdoor-Geräte aus unserem Preisvergleich:

Ein Outdoor-Smartphone muss robust und wasserfest sein. Diese Kriterien erfüllen alle Geräte in dieser Bestenliste – auch wenn das eine oder andere Handy über eine noch stabilere Verglasung verfügen sollte. Noch nicht alle Outdoor-Handys bieten ein Full-HD-Display, die Tendenz geht hier aber klar zu höher aufgelösten LCDs. Ein Barometer ist noch nicht überall Standard und nicht alle Handys decken alle gängigen GNSS-Satelliten ab.

Was die Ausstattung angeht, bieten Outdoor-Smartphones Mittelklasse-Niveau oder weniger. Die leistungsstärksten Geräte mit großer Alltagstauglichkeit sind Samsung Galaxy Xcover 6 Pro (Testbericht) und Gigaset GX6 (Testbericht). Unser Preis-Leistung-Sieger ist das Nokia XR20 (Testbericht). Einige Outdoor-Handys wie das AGM Glory G1S (Testbericht) bieten spannende Features wie eine Wärmebild- und Nachtsichtkamera. User Preis-Tipp ist das Motorola Defy (Testbericht). Eine sehr lange Akkulaufzeit bietet das schwere Blackview BV7100 (Testbericht).

Wenn es kein Outdoor-Smartphone sein muss, das Gerät aber wasserdicht sein soll, empfehlen wir die Top 10: Wasserdichte Smartphones mit IP-Zertifizierung. Günstige Varianten finden sich in der Top 10: Die meisten günstigen und wasserdichten Smartphones sind von Motorola. Welches Equipment etwa beim Wandern nützlich ist, zeigen wir im Ratgeber Hightech beim Wandern: Navigation mit Smartphone, Sportuhr und GPS-Gerät.

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