Die 10 besten Outdoor-Smartphones: Robust und wasserdicht

Nokia XR20

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Stabile und widerstandsfähige Handys müssen nicht immer klobig sein. Wir zeigen die besten 10 Outdoor-Smartphones für jedes Wetter, egal ob bei Schnee oder Regen.

Outdoor-Smartphones bestechen durch ein robustes und wasserdichtes Gehäuse. Damit sind sie ideale Begleiter bei der nächsten Wander- und Radtour sowie bei der Gartenarbeit oder auf der Baustelle. Zwar sind immer mehr „normale“ Smartphones gegen Spritzwasser oder das Eintauchen unter Wasser geschützt, allerdings versprechen Outdoor-Smartphones eine große Widerstandsfähigkeit bei Outdoor-Aktivitäten, etwa bei einem Sturz.

Wer viel draußen unterwegs ist oder bereits häufiger durch Ungeschicktheit ein Smartphone beschädigt hat, braucht ein robustes Handy. Im gewerblichen Bereich können für den Outdoor-Einsatz optimierte Handys ebenfalls sehr nützlich sein, zum Beispiel im Baugewerbe, Gartenwesen, in Fabriken oder bei Hilfs- und Rettungskräften.

Outdoor-Smartphones sind robust, was sich häufig an der martialischen Optik widerspiegelt. Das folgt in erster Linie einem Ziel: ausreichende Stabilität bei Stürzen und Schutz vor Wasser. Als Materialien kommen vorwiegend weicher und gummierter Kunststoff sowie Metall zum Einsatz.

Ein Outdoor-Smartphone sollte in jedem Fall über eine IP68-Zertifizierung verfügen. Damit ist gewährleistet, dass es staubdicht ist und auch den Kontakt mit Wasser sicher übersteht. IP steht für „Ingress Protection“ (Englisch für Schutz gegen Eindringen). Hersteller von Smartphones können ihre Geräte für eine entsprechende IP-Schutzklasse zertifizieren lassen.

Die erste Stelle der IP-Schutzklasse bezieht sich auf den Schutzgrad gegen Staub und Fremdkörper, die zweite Zahl auf den Schutz vor Wasser. Die 6 bedeutet, dass das Gerät staubdicht ist, die 8 steht dafür, dass das Smartphone gegen dauerhaftes Untertauchen in Wasser bis zu einer Tiefe von einem Meter geschützt ist, außer der Hersteller macht andere Angaben. Allerdings bezieht sich das immer nur auf Süßwasser, nicht auf Salzwasser oder Badewasser mit Zusätzen. Wir raten deshalb davon ab, das Outdoor-Smartphone zum Schwimmen mitzunehmen, schon gar nicht ins Meer oder in einen gechlorten Swimming Pool. Eine Auflistung aller IP-Zertifizierungen zeigt unsere Top 10: Wasserdichte Smartphones bis 400 Euro.

Der Begriff „dauerhaft“ ist recht schwammig. Das bedeutet nicht, dass man ein Handy stundenlang in ein Aquarium legen sollte. Meistens geben die Hersteller einen empfohlenen Zeitraum an, der häufig bei 30 bis 60 Minuten liegt. Zudem muss man bedenken, dass mit der Zeit durch Abnutzung des Geräts auch der Schutz vor Wasser oder Staub nachlässt.

Zu beachten ist, dass viele Hersteller keine Garantie auf Wasserschäden geben. Eine Ausnahme ist Cat, das sich sehr kulant in Bezug auf Schäden durch Wasser zeigt. Alle hier vorgestellten Smartphones erfüllen mindestens die IP68-Zertifizierung. Einige Modelle erfüllen sogar IP69. Der höchste Standard gegen Schmutz und Feuchtigkeit ist IP69k. Die 9 steht für „Schutz gegen Eindringen von Wasser bei Hochdruck-/Dampfstrahlreinigung“. Das K bietet „Schutz vor hohen Temperaturen (Heißwasser)“.

Viele Outdoor-Smartphones bringen zusätzlich eine Zertifizierung für den Militärstandard MIL-810G oder MIL-810H mit. Die Norm beinhaltet 21 Tests zur Ermittlung der Widerstandsfähigkeit der Geräte bei extremen Temperaturen, hohem Luftdruck, starken Beschleunigungskräften, Sonneneinstrahlung, Feuchtigkeit, Chemikalien, Stürzen oder heftigen Vibrationen. Dieser Standard sagt häufig nichts darüber aus, welche Prüfungen für die Norm tatsächlich durchgeführt wurden. Diese Angaben muss der Hersteller einzeln machen. Viele Hersteller nutzen den Militärstandard oft nur zu Marketingzwecken.

Der Bildschirm eines Smartphones stellt eine besondere Schwachstelle bei Stürzen dar. Die meisten Outdoor-Smartphones verfügen über einen dicken Rahmen für Displays. Das fördert die Bruchsicherheit. Zusätzlich schützt Gorilla Glass der Firma Corning die Touchscreens von Smartphones vor äußeren Einflüssen. Die stabilste Variante ist Gorilla Glass Victus, das etwa im Nokia XR20 zum Einsatz kommt. Dieses verspricht Schutz vor Stürzen aus über 2 Metern.

Viele Outdoor-Handys verfügen zudem über berührungsempfindliche Touchscreens, die die Bedienung auch mit Handschuhen oder bei Nässe ermöglichen. Bei einem Outdoor-Gerät wäre zudem ein helles Display wichtig, damit man es bei direkter Sonneneinstrahlung noch gut ablesen kann. Besonders helle Bildschirme haben viele der hier gezeigten Mobilgeräte leider nicht. Hersteller von Outdoor-Smartphones sparen beim Bildschirm, weshalb viele Geräte noch immer nur 720p-Auflösungen bieten.

Hier wird ebenfalls oft gespart und nur eine Standard-Kamera mitgeliefert. Das ist schade, denn gerade bei einer Wanderung bietet es sich an, schöne Landschaftsaufnahmen zu machen. Lediglich das Samsung Galaxy Xcover Pro (Testbericht) und Nokia XR20 (Testbericht) fallen positiv auf. Die Qualität der Bilder liegt aber dennoch nicht auf Top-Niveau.

Erwähnenswert sind das Cat S62 Pro (Testbericht) und Blackview BV9800 Pro. Diese verfügen über eine Wärmebildkamera. Damit kann man beispielsweise prüfen, wo in den eignen vier Wänden insbesondere Wärme mangels Isolation verloren geht. Zudem erkennt man damit auch, welche Wasserleitung für Warmwasser zuständig ist und ob es ein Leck gibt.

Outdoor-Smartphones sind nicht gerade bekannt dafür, besonders schnell zu arbeiten. Das liegt daran, dass häufig günstigere Octa-Core-CPUs zum Einsatz kommen, um die Kosten für das aufwendige Gehäuse auszugleichen. Diese bieten eine eher mäßige Leistungsfähigkeit maximal auf dem Niveau der unteren Mittelklasse. High-End-Prozessoren sind hier nicht zu erwarten. Mehr wie 6 GByte RAM sind selten zu finden.

Für Outdoor-Geräte besonders interessant sind zusätzliche Funktionen für Wanderungen oder Touren mit dem Mountain Bike. Dazu gehören unter anderem ein Barometer für die Luftdruckmessung, die auch eine Höhenmessung ermöglicht sowie Zweifrequenz-Empfänger (Dual-GPS) für eine präzisere Ortung mittels GNSS-Satellitensysteme (NAVSTAR GPS, GLONASS, Galileo, Beidou).

Beim Betriebssystem Android ist bei den Mobilgeräten auf eine möglichst aktuelle Version zu achten. Wir empfehlen nur Geräte zu kaufen, die mindestens Android 10 nutzen. Viele Hersteller liefern Updates gar nicht oder nur unregelmäßig aus.

Bei einem Outdoor-Smartphone würde man eigentlich eine lange Akkulaufzeit voraussetzen. Die Unterschiede bei den hier verglichenen Geräten sind allerdings recht groß. Bei einigen besonders klobigen Handys kommen entsprechend starke Akkus mit Kapazitäten von 6000 mAh und mehr zum Einsatz.

Schnellladefunktionen bieten Outdoor-Smartphones seltener. Die hier gezeigten Geräte unterstützen Netzteile zwischen 10 und 18 Watt. Kabelloses Laden mittels Qi erlauben Outdoor-Handys von Nokia, Gigaset, Blackview und Doogee. Eine Besonderheit gibt es bei den Xcover-Geräten von Samsung: Der Akku ist austauschbar.

Auf dem ersten Platz landet das neue Nokia XR20 (Testbericht). Den Platz an der Sonne verdient sich das Outdoor-Handy durch seine hohe Alltagstauglichkeit, die eine Ausstattung und Leistung eines Smartphones auf Mittelklasse-Niveau bietet. Optisch wirkt es zudem nicht so martialisch, wie andere Geräte. Man könnte vielmehr meinen, ein Smartphone mit Schutzhülle vor sich zu haben. Die Optik täuscht aber: Das Nokia XR20 mit Gorilla Glass Victus ist wirklich hart im Nehmen und bietet IP68.

Das LC-Display bietet eine messerscharfe Auflösung von 2400 x 1080 Pixel bei 395 ppi und ist mit 600 cd/m² hell genug, um im Freien noch gut ablesbar zu sein. Der Octa-Core-Prozessor Snapdragon 480 sorgt für ausreichende Leistung auf Mittelklasse-Niveau und erlaubt sogar die Nutzung von 5G-Netzen. Die Dual-Kamera bietet 48 Megapixel sowie 13 Megapixel für Weitwinkelaufnahmen. Zusätzlich verfügt das XR20 über ein Barometer und unterstützt die nahezu lückenlose Ortung mittels A-GPS, GLONASS, Beidou, Galileo sowie zusätzlich noch NavIC und QZSS. Kabelloses Laden über Qi ist ebenfalls möglich.

Als Betriebssystem läuft Android 11. Für Updates ist gesorgt, denn Nokia garantiert beim XR20 drei große Android-Upgrades in den nächsten drei Jahren sowie Sicherheitsupdates für vier Jahre. Mit Preisen ab 420 Euro ist das Nokia XR20 mit 64 GByte Speicher erschwinglich.

Ein brutaler Koloss ist das Ulefone Power Armor 13. Es wiegt mit fast 500 Gramm so viel wie ein iPad und ist 2 Zentimeter dick und über 18,4 Zentimeter lang. Das robuste Gehäuse ist nach IP68/IP69K und MIL-STD-810G zertifiziert. Zu den besonderen Features gehört zudem ein Entfernungsmesser. Wirklich gigantisch ist der Akku mit einer sagenhaften Kapazität von 13200 mAh. Das erklärt auch das hohe Gewicht. Damit ist die Kapazität doppelt so hoch wie bei anderen Modellen aus der Produktlinie Ulefone Armor. Es verfügt zudem über ein Barometer und erlaubt die Ortung über A-GPS, GLONASS, Beidou und Galileo.

Das Ulefone Power Armor 13 bietet mit dem Mediatek Helio G95 zudem einen der stärksten CPUs in dieser Bestenliste. Das große 6,81-Zoll-Display sorgt für eine gestochen scharfe Auflösung von 2400 x 1080 Pixel. Die Quad-Kamera nutzt eine 48-Megapixel-Linse als Hauptkamera sowie ein Weitwinkelobjektiv und eine Linse für Tiefenschärfe sowie Makroaufnahmen. Als Betriebssystem läuft Android 11.

Auf dem vierten Platz folgt das Blackview BV9800 Pro. Das robuste Gehäuse verspricht Schutz vor Staub und Wasser mit den Zertifizierungen nach IP68, IP69K und MIL-STD-810G. Es sieht aus, wie man sich ein Outdoor-Smartphone vorstellen würde, ist 1,5 Zentimeter dick und wiegt stolze 320 Gramm. Neben einem Barometer bietet das BV9800 Pro zudem als Ergänzung einen Altimeter für die Höhenmessung. Für die Navigation nutzt das Handy A-GPS, GLONASS und Beidou.

Für ausreichend Leistung sorgt der SoC Mediatek Helio P70 mit acht Kernen, der auch im Gigaset GS4 (Testbericht) seinen Dienst verrichtet und sich auf Augenhöhe mit dem Snapdragon 480 des Nokia XR20 befindet. Das 6,3-Zoll-Display mit IPS-Panel schafft Full-HD+ mit einer Auflösung von 2340 x 1080 Pixel. Der Arbeitsspeicher liegt bei üppigen 6 GByte. Die Kamera bietet eine Hauptlinse mit 48 Megapixel sowie ein Objektiv für Tiefenschärfe mit 5 Megapixel und eine Wärmebildkamera. Das vorinstallierte Betriebssystem ist mit Android 9 allerdings absolut veraltet. Es besteht immerhin Hoffnung auf ein Update auf Android 10 – mehr aber nicht.

Das Cat S62 Pro (Testbericht) gehört zu den besonders robusten Outdoor-Smartphones. Es erfüllt die Zertifizierung nach und übersteht laut Herstellerangaben den Sturz auf harten Untergrund aus 1,8 Meter Höhe. Sogar ein längerer Aufenthalt in der Tiefkühltruhe kann dem Cat S62 Pro nichts anhaben. Caterpillar zeigt sich zudem sehr kulant bei der Garantie. Die 24 Monate Gewährleistung beinhalten auch versehentliche Beschädigungen, Wasserschäden oder Displaybrüche. Einen Barometer gibt es aber nicht. Die Navigation erfolgt über A-GPS, GLONASS und Beidou, Galileo.

Das Highlight beim Cat S62 Pro ist die Wärmebildkamera mit einem Sensor von Flir. Die Hauptkamera selbst ist mit 12 Megapixel nur was für gelegentliche Schnappschüsse. Erfreulich: Das 5,7-Zoll-LCD bietet Full HD+ mit 2160 x 1080 Pixel, ist aber sonst etwas dunkel für ein Outdoor-Gerät. Die Leistung des Snapdragon 660 geht noch halbwegs in Ordnung, ist aber eher im unteren Drittel der Geräte aus unseren Tests angesiedelt. Der Akku bietet nur eine Kapazität von 4000 mAh, was zu einer eher durchschnittlichen Laufzeit von 11 Stunden führt. Vorinstalliert ist Android 10, ein Update auf Android 11 soll demnächst folgen. Mit einem Preis von 530 Euro ist es aber teuer.

Das Gehäuse des Doogee S96 Pro wirkt martialisch und sorgt für genügend Robustheit. Das Outdoor-Handy ist zertifiziert nach IP68/IP69K sowie MIL-STD-810G. Für genügend Reserven sorgt der große Akku mit einer Kapazität von 6350 mAh, der auch induktives Laden über Qi unterstützt. Ein Barometer ist ebenfalls an Bord. Die Ortung erfolgt über A-GPS, GLONASS, Beidou und Galileo.

Für mehr als ausreichend Leistung sorgt der Mediatek Helio G90T. Dieser verrichtet etwa beim Realme 8 (Testbericht) seinen Dienst und findet sich bei der Leistung im Mittelfeld unserer Tests. Weniger toll ist das 6,2-Zoll-Display mit einer niedrigen 720p-Auflösung. Umfassend ist dafür die Kameraausstattung mit einer Hauptlinse von 48 Megapixel, einer Infrarot-Linse für die Nachtsicht mit 20 Megapixel sowie einem Weitwinkelobjektiv mit 8 Megapixel und einer Makrolinse mit 2 Megapixel. Als Betriebssystem läuft Android 10. Mit einem Preis von 280 Euro gehört es zu den günstigeren Geräten dieser Art.

Samsung versucht mit dem Samsung Galaxy Xcover Pro (Testbericht) möglichst viel Mittelklasse in ein Outdoor-Handy zu packen. Es ist weniger klobig als andere Outdoor-Geräte und trotzdem sehr stabil. Laut IP68-Zertifizierung ist es wasserdicht und hat laut Samsung alle 21 Tests aus dem MIL-STD 810G erfolgreich bestanden. Stürze aus 1,5 Metern soll es problemlos überstehen. Der Akku ist darüber hinaus austauschbar.

Für die Ortung nutzt es A-GPS, GLONASS, Beidou und Galileo. Ein Barometer fehlt allerdings. Nicht mehr auf dem allerneusten Stand ist die Hardware, da das Gerät noch aus dem Jahr 2020 stammt. Der SoC Exynos 9611 sorgt nur für eine mittelmäßige Performance und leistet unter anderem seinen Dienst im Samsung Galaxy Tab S6 Lite (Testbericht). Bei der Akkulaufzeit sticht das Gerät zudem nicht sonderlich hervor.

Ungewöhnlich ist das Display mit OLED-Panel. Alle anderen Geräte in dieser Bestenliste nutzen ausschließlich LCD. Dieses bietet eine hohe Auflösung von 2340 x 1080 Pixel. Die Hauptkamera mit 25-Megapixel-sowie die Weitwinkellinse mit 8-Megapixel-Modul sorgen nur für durchschnittliche Aufnahmen. Ein Update auf Android 11 ist verfügbar. Der Preis ist mit 430 Euro jedoch für die gebotenen Features zu hoch.

Das Motorola Defy (Testbericht) ist wie das Nokia XR20 ebenfalls recht zurückhaltend beim Design und sieht aus wie ein Handy mit Schutzhülle. Lediglich das Gewicht entspricht mit 230 Gramm eher einem Outdoor-Handy. Die hohe Widerstandsfähigkeit des Defy mit Gorilla Glas Victus zeigen die Zertifizierungen nach IP68 und MIL-STD 810H. Laut Hersteller übersteht es sogar Kontakt mit Seife, Desinfektionsmittel, Alkohol und Bleiche. Eine barometrische Höhenmessung ist mit dem Defy aber nicht möglich. Die Ortung erfolgt über A-GPS, GLONASS und Galileo.

Als Antrieb dient ein Snapdragon 662 – dieser ist fast drei Jahre alt und bietet untere Mittelklasse-Leistung leicht unterhalb des Niveaus eines Snapdragon 480. Für Alltagsaufgaben reicht das aber aus. Der RAM beträgt 4 GByte. Das Defy surft maximal mit LTE und Wifi-5. Die Auflösung des 6,5-Zoll-LCD lässt mit 1600 x 720 Pixel zu wünschen übrig. Immerhin lädt es kabelgebunden mit 20 Watt recht flott. Als Betriebssystem läuft nur Android 10.

Beim Gigaset GX290 Plus (Testbericht) handelt es sich um eine verbesserte Variante des Gigaset GX290 (Testbericht). Den Outdoor-Charakter sieht man dem Gerät sofort an. Für genügend Schutz vor Wasser und Staub sorgt eine Zertifizierung nach IP68. Gigaset gibt an, dass das GX290 Plus in bis zu 1,2 Meter Tiefe in Wasser eine halbe Stunde übersteht. Stürze bis 1,2 Meter hält es ebenfalls aus. Navigation geht nur über A-GPS und GLONASS. Einen Barometer gibt es nicht.

Verglichen mit dem Vorgänger bietet es jetzt mit 4 GByte mehr Arbeitsspeicher. Eher schwach ist die CPU-Ausstattung mit dem Mediatek Helio P23. Das Smartphone findet sich weit unten im letzten Drittel unserer Tests. Die Bildschärfe fällt mit einer Auflösung von 1560 x 720 Pixel bei rund 280 ppi eher bescheiden aus. Für mehr als gelegentliche Schnappschüsse taugt die 13-Megapixel-Kamera ebenfalls nicht. Angemessen für ein Outdoor-Gerät ist die Akkulaufzeit von über 16 Stunden. Zudem unterstützt das GX290 Plus Qi und ist mit einem Preis von 280 Euro erschwinglich.

Das Samsung Galaxy Xcover 5 (Testbericht) ist endlich wieder ein Smartphone im 5-Zoll-Format. Der kleine Bruder des Galaxy Xcover Pro erinnert an vergangene Zeiten, ist schön kompakt und leicht – aber trotzdem widerstandsfähig und wasserdicht. Dafür fehlen Outdoor-Funktionen wie ein Barometer. Für die Navigation greift das Xcover 5 auf A-GPS, GLONASS, Beidou und Galileo zurück.

Allerdings wirkt die Hardware ebenfalls wie aus der Vergangenheit: Der Exynos-850-Prozessor werkelt sehr gemächlich, das LC-Display ist nicht sonderlich hell und löst nur mit 720p auf, der austauschbare Akku fasst nur 3000 mAh, was für eine bescheidene Laufzeit von unter 9 Stunden sorgt. Immerhin verspricht Samsung Sicherheitsupdates für 5 Jahre. Mit einem Preis von 250 Euro ist das Galaxy Xcover 5 zudem erschwinglich.

Das Cat S52 (Testbericht) ist in etwa so, wie man sich ein Outdoor-Smartphone vorstellt. Das klotzige Gehäuse ist nicht schön, aber robust und nach IP68 gegen Wasser geschützt. Es übersteht Stürze aus 1,5 Meter Höhe auf Beton und erfüllt Thermoschock-, Vibrations- und Feuchtigkeitsbeständigkeit gemäß Militärstandard MIL-810G. Ein Barometer fehlt, die Ortung erfolgt mittels A-GPS, GLONASS und Galileo.

Der Rest der Hardware ist aber nicht mehr zeitgemäß. Der Prozessor ist ziemlich langsam, das Betriebssystem mit Android 9 ist veraltet, das Display klein und mit einer 720p-Auflösung nicht gerade scharf. Enttäuschend ist auch der Akku mit 3000 mAh, der für keine besonders lange Laufzeit sorgt. Immerhin ist es mit 200 Gramm nicht so schwer und mit 300 Euro noch bezahlbar.

Ein Outdoor-Smartphone muss robust und wasserfest sein. Diese Kriterien erfüllen alle Geräte in dieser Bestenliste – auch wenn das eine oder andere Handy über eine stabilere Verglasung verfügen sollte. Was Geschwindigkeit und Ausstattung angeht, kann man nicht mehr als Mittelklasse-Niveau erwarten, die Akkulaufzeit enttäuscht zudem bei einigen Handys. Full HD gehört noch nicht bei allen Geräten zum Standard. Nicht alle Geräte nutzen zudem ein Barometer oder decken alle gängigen GNSS-Satelliten ab.

Das beste und modernste Gerät inklusive Barometer, ordentlichem Prozessor und Full-HD-Display in dieser Bestenliste ist das Nokia XR20 (Testbericht), das auf den ersten Blick gar nicht wie ein typisches Outdoor-Smartphone aussieht. Das Cat S62 Pro (Testbericht) ist extrem robust und bietet mit einer Wärmebildkamera ein besonderes Feature, schwächelt dafür bei der übrigen Hardware. Unser Preis-Leistungs-Tipp ist das Gigaset GX290 Plus (Testbericht).

Wenn es kein Outdoor-Smartphone sein muss, das Gerät aber wasserdicht sein soll, empfehlen wir Interessierten unsere Top 10: Wasserdichte Smartphones bis 400 Euro. Mehr über Outdoor-Smartphones zeigen wir zudem in unserem Ratgeber Handys für draußen. Welches Equipment noch beim Wandern nützlich ist, zeigen wir im Ratgeber Hightech beim Wandern: Navigation mit Smartphone, Sportuhr und GPS-Gerät.

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