Bestenliste: Top-7 E-Mountainbikes von 800 bis 1600 Euro

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Auch günstig ist gut: Wir haben uns E-Mountainbikes von 800 bis 1600 Euro angeschaut und verraten in unserer Top-7, welches das beste E-MTB aus unseren Tests ist.

Robust, schnell, günstig: E-Mountainbikes machen im Gegensatz zu normalen E-Bikes nicht nur im Gelände eine gute Figur. Auch im Stadtverkehr zahlt sich die robuste Verarbeitung aus. So braucht man bei einem E-MTB meist keine Bedenken zu haben, dass beim flotten Bordsteinfahren etwas kaputtgeht. Das Problem: Sie sind normalerweise im Vergleich zu Citybikes teurer und aktuell häufig ausverkauft.

In diesem Vergleichstest zeigen wir sieben geländegängige E-Bikes, die sich allesamt in einem bezahlbaren Rahmen zwischen 800 und 1600 Euro bewegen. Drei Modelle lassen sich gar für einen Transport oder eine platzsparende Lagerung zusammenklappen. Für einen Überblick aller von uns bisher getesteten elektrischen Fahrräder empfehlen wir einen Blick in unsere Themenwelt E-Bikes.

Damit man bedenkenlos auf deutschen Straßen mit einem E-Bike fahren kann, sollte es die Voraussetzungen eines Pedelecs erfüllen. Dazu gehört unter anderem, dass der Motor nicht stärker als 250 Watt sein darf. Auch muss sich der Motor beim Erreichen einer Geschwindigkeit von 25 Kilometer pro Stunde abschalten. Ein bei vielen chinesischen E-Bikes üblicher Gasgriff ist genauso wenig erlaubt wie eine elektrische Hupe.

Die CE-Kennzeichnung, die einigen chinesischen E-Bikes fehlt, ist übrigens nicht verpflichtend. Allerdings handelt es sich beim Fehlen der CE-Kennzeichnung um eine Ordnungswidrigkeit. Hier kann es zu Bußgeldern gegenüber Hersteller und Händler kommen, nicht aber gegenüber dem Käufer oder Verwender.

Wer sein E-Mountainbike online bestellt, muss es nach der Lieferung zusammenschrauben. Das ist meist nicht wirklich schwierig, die jeweiligen Werkzeuge liegen bei. Häufig muss der Käufer den Lenker und das Frontlicht festschrauben sowie das Vorderrad einsetzen. Auch der Ständer und die Pedale sind üblicherweise nicht vormontiert. Vor der ersten Fahrt sollten dann noch alle Schrauben nachgezogen und die Reifen aufgepumpt werden.

Uns ist aufgefallen, dass die Preise der eigentlich sehr günstigen E-Bikes aus China in den letzten Monaten deutlich angezogen haben. Teilweise kosten die Fahrräder bis zu 30 Prozent mehr. Wir schieben das auf eine hohe Nachfrage, Lieferengpässe wegen der No-Covid-Strategie Chinas, Rohstoffmängel, dem Ukraine-Krieg, Inflation und der allgemein angespannte weltwirtschaftlichen Situation. Trotz der gestiegenen Preise sind die Fahrräder aus China dennoch in den meisten Fällen nach wie vor günstiger als europäische Varianten.

Bei E-Mountainbikes der unteren Preiskategorie kommen quasi immer Heckmotoren zum Einsatz. Diese sind für den Hersteller günstiger als die überlegenen Mittelmotoren. In den meisten Fällen springen diese Heckmotoren mit einer gewissen Verzögerung an. Will heißen, dass der Fahrer erst einmal eine halbe Umdrehung in die Pedale steigen muss, bevor der Motor mitzieht. Genauso lange laufen sie in der Regel dann auch nach. Wer diesen Effekt vermindern will, sollte darauf achten, dass das E-Mountainbike der Wahl einen Trittfrequenzsensor hat.

Wer sich tiefer in die Thematik einlesen will, dem empfehlen wir unseren Ratgeber E-Mountainbikes unter 1500 Euro: Darauf gilt es bei billigen E-MTBs zu achten. Im folgenden Preisvergleich zeigen wir die günstigsten verfügbaren E-Mountainbikes der Preisvergleichsseite Geizhals.

Das Decathlon E-ST 100 bietet für seinen Kaufpreis von 1100 Euro im Decathlon-Store (Kauflink) ein rundes Gesamtpaket mit einem 250-Watt-, 42-Newtonmeter-Heckantrieb. Besonders hat uns das gute Fahrgefühl überzeugt. Das ergibt sich zum einen dadurch, dass die günstigen Komponenten gut zusammenarbeiten. So greifen die Bremsen zuverlässig und die Gangschaltung bietet eine vernünftige Übersetzung. Auch der Rahmen fühlt sich sportlich an und die Reifen zeigen ein deutliches Profil, welches im Gelände zuverlässig greift.

Zum anderen baut Decathlon in sein E-ST 100 einen Trittfrequenzsensor ein, der dafür sorgt, dass der ausreichend starke Heckmotor beim Pedalieren schnell anspringt und genauso schnell wieder aufhört anzuschieben.

Der Akku ist mit einer Kapazität von 380 Wattstunden nicht der Größte. Dennoch reicht die Kapazität aus, uns in der höchsten Unterstützungsstufe 50 Kilometer weit zu befördern, bevor er wieder ans Netz muss. Das ist jedoch nur als Anhaltspunkt zu verstehen, da viele Faktoren diesen Wert beeinflussen. Zum Laden kann der Käufer den Akku entnehmen. Was dem Decathlon E-ST 100 komplett fehlt, sind Beleuchtung, Ständer und Schutzblech.

Das Ado D30C ist mit etwa 1600 Euro zwar kein Schnäppchen, wie das 900-Euro-E-Bike Eleglide M1 Plus (Testbericht). Dafür bietet es aber auch die deutlich besseren Komponenten wie sehr gute Bremsen und eine vernünftige Federgabel. Zudem sieht das D30C vor allem dank des schmalen, geschwungenen Oberrohrs schick aus.

Auch die Elektronik, das Licht und Gangschaltung gefallen uns, obwohl der niedrigste Gang noch immer eine zu hohe Übersetzung bietet. Gespart hat Ado an der Sattelstütze, die für Personen ab 180 Zentimeter zu kurz ist und ersetzt gehört. Auch der Verpackungswahnsinn führt bei uns zu Kopfschütteln. Dafür rechnen wir es Ado hoch an, dass sie darauf geachtet haben, dass das Ado D30C scheinbar die Voraussetzungen erfüllt, als Pedelec legal auf deutschen Straßen fahren zu dürfen.

Das Laotie FT100 ist ein fantastisches E-Klapprad mit Fatbike-Reifen. Banggood (Kauflink) verkauft es in Rot und Gelb für je 1330 Euro. Das Laotie FT100 hat eine richtig gute Federung, selbst die Härte der Frontgabel kann eingestellt werden. Noch dazu ist der Motor stark und schnell. Der entnehmbare Akku ist richtig groß. Die hydraulischen Bremsen sind mit die besten, die wir bisher in unseren Tests gesehen haben. Optisch setzt es ein klares Statement. Gut finden wir, dass Laotie Schutzbleche und ein einfaches Kabelschloss beilegt.

Als Schwachstelle haben wir die Pedale ausgemacht. Diese sind zwar klappbar, aber leider aus Kunststoff. Sie machen den Eindruck, bei größerer Belastung brechen zu können. Auch die Sattelstange ist für größere Personen etwas zu kurz. Außerdem sollte man das Laotie FT100 in Deutschland nur im Gelände und auf privaten Wegen fahren. Erlaubt ist weder der Gasgriff noch die maximale Geschwindigkeit oder der zu starke Motor.

Das Laotie FT100 ist für alle, die gerne abseits der befestigten Straße fahren. Dort macht es nicht nur wegen seiner Fahreigenschaften eine tolle Figur. Dort ist es auf Straßen, auf denen nicht die deutsche Straßenverkehrsordnung gilt, in vielen Fällen auch legal unterwegs. Wer also einen Tagesausflug unternehmen möchte, klappt das Laotie FT100 zusammen, hievt es in seinen Kofferraum und fährt in entsprechende Gebiete.

Das Eleglide M1 Plus Gen 2 (Geekmaxi Kauflink) ist mit 800 Euro richtig günstig. Es hat eine 21-Gang-Schaltung, einen kräftigen 250-Watt-Motor und seit 2022 auch ein richtiges Display. Außerdem bietet es einen mit 450 Wattstunden sehr großen Akku. Wer mit einem etwas kleineren Akku leben kann, findet mit dem Eleglide M1 bei Geekmaxi (Kauflink) gar ein ähnliches E-Bike für nur 800 Euro.

Gut ist mit der zweiten Generation auch endlich die Federgabel, die war beim Vorgänger kaum zu gebrauchen. So macht das E-MTB auch abseits befestigter Straßen Spaß. Das liegt auch an der ordentlichen Gangschaltung und der direkten Motorunterstützung in fünf Stufen. Ein Vorteil gegenüber vielen anderen sehr günstigen E-Bikes aus China: Das Eleglide M1 Plus erfüllt ab Werk die Vorgaben, um legal als Pedelec auf deutschen Straßen fahren zu können.

Das Fiido M1 Pro ist ein echter Spaßgarant. Dabei ist es nicht einmal wirklich teuer. Es kostet bei Banggood (Kauflink) etwa 1420 Euro und bei Geekmaxi (Kauflink) etwa 1240 Euro. Beide verschicken aus einem europäischen Lager.

Beim Fiido M1 Pro handelt es sich um ein vollgefedertes E-Klapprad mit Fatbike-Reifen und starkem 500-Watt-Motor. Das ist einer der kräftigsten Motoren dieser Bestenliste. Neben der Power weiß auch die Optik zu überzeugen – das Fiido M1 Pro zieht regelmäßig neugierige Blicke von Passanten auf sich. Das Fahrgefühl ist fantastisch. Das liegt zum großen Teil an den fetten Reifen, die viele Unebenheiten einfach wegsaugen. In Kombination mit der Federung, dem starken Motor, den guten Bremsen und dem Gashebel kommt hier fast schon Mofa-Flair auf.

Erlaubt ist das Fiido M1 Pro in Deutschland nicht. Der Motor ist zu stark, es hat eine elektrische Hupe und einen Gashebel. Zudem lässt es sich sehr einfach auf 35 Kilometer pro Stunde freischalten. Wer auf privaten Wegen oder Grundstücken fährt, den wird das kaum stören.

Das Eskute Voyager kostete 1100 Euro, wurde mittlerweile jedoch durchs den Nachfolger Eskute Netuno (Amazon Kauflink) für 1300 Euro ersetzt. Die neue Variante hat einen größeren Akku und dadurch mehr Reichweite. Außerdem ist unter anderem der Fahrradcomputer neu und die Federgabel wurde verbessert.

Doch auch der Vorgänger gefiel uns schon gut. Der Rahmen versteckt den entnehmbaren und mit 480 Wattstunden großen Akku komplett. Auch die Kabel versteckt das Eskute Voyager geschickt. Der 250-Watt-Motor ist ausreichend stark.

Wer will, kann den beiliegenden Gasring an den Lenker montieren. Erlaubt ist das in Deutschland jedoch nicht. Ebenfalls nicht erlaubt ist die elektronische Hupe. Wir empfehlen, sie zu entfernen. In den Einstellungen der Steuereinheit gibt es eine Möglichkeit, die maximale Geschwindigkeitsbegrenzung von 25 Kilometer pro Stunde zu erhöhen. Auch dies sollte man in Deutschland nicht machen.

Die Federgabel verrichtet ihre Aufgabe zuverlässig. Dabei kann sie von Fahrer angepasst werden und verfügt auch über eine Dämpfung. Die Reifen sehen nicht nur topp aus, sie greifen auch zuverlässig in den Waldboden. Gestört hat uns die etwas kurze Sattelstange, die von Fahrern über eine Körpergröße von 175 Zentimetern getauscht werden sollte.

Das Ado A26 kostet bei Geekmaxi (Kauflink) 1150 Euro, verschickt wird aus Europa. Optisch gefällt es uns dank überwiegend schwarzer Elemente sehr gut. Doch der große 450-Wattstunden-Akku wirkt irgendwie aufgesetzt. Am hinteren Teil des Rahmens sitzt ein weiterer schwarzer Kasten, der wohl die Steuerung enthält. Ähnliches haben wir bisher noch bei keinem weiteren von uns getesteten E-Bike gesehen.

Der Motor schaltet sich erst nach dem Erreichen einer Geschwindigkeit von sieben Kilometern pro Stunde dazu. Warum das so ist, konnte uns nicht mal Ado so richtig erklären. Auch der Rest der elektronischen Steuerung wirkt wenig durchdacht. Immerhin ist der Motor stark. In den Einstellungen kann man gar das maximale Unterstützungslimit auf 40 Kilometer pro Stunde setzen. Erlaubt ist das freilich nicht.

Negativ ist uns aufgefallen, dass der Abstand zwischen den Pedalen und dem Boden zu gering ist. Fährt man in einem Trail Kurven, kann eine Pedale schnell mal schleifen. Schlecht ist auch die Gangschaltung, deren niedrigste Übersetzung einfach nicht weit genug nach unten reicht. Beim Anfahren (wie immer ohne Motorunterstützung) ist so häufig voller Körpereinsatz gefragt.

Ja, es gibt brauchbare E-Mountainbikes um die 1000 Euro. An der Spitze der von uns getesteten E-MTBs steht das Decathlon E-ST 100 (Testbericht). Hier bekommen Käufer für 1100 Euro ein insgesamt sehr rundes Gesamtpaket, bei dem vor allem das Fahrgefühl überzeugt.

Auch das Eleglide M1 Plus (Testbericht) ist gut und richtig günstig. Mit gut 1300 Euro teurer ist das vollgefederte, klappbare Laotie FT100 (Testbericht). Dafür ist es ein echter Spaßgarant, besonders abseits befestigter Wege. Legal ist es jedoch nicht.

Wer sich eingehender mit günstigen E-Mountainbikes beschäftigen möchte, dem empfehlen wir unseren Ratgeber E-Mountainbikes unter 1500 Euro: Darauf gilt es bei billigen Offroad-E-Bikes zu achten.

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