Bestenliste: Die Top 10 der Tablets bis 500 Euro

Samsung Galaxy Tab S7 FE und Xiaomi Pad 5

Teile diesen Beitrag

Beliebt auf TechStage

Tuya Smart Home im Test: Über 400.000 Geräte mit einer App verwalten

Tuya Smart Home im Test: Über 400.000 Geräte mit einer App verwalten

Schwimmen, Springen, Rasen: Total verrückte Stunt-Cars und RC-Spielzeug ab 20 Euro

Schwimmen, Springen, Rasen: Total verrückte Stunt-Cars und RC-Spielzeug ab 20 Euro

Kühlen und Bewässern im Garten: Sprühnebler  von Gardena & Co. im Test

Kühlen und Bewässern im Garten: Sprühnebler  von Gardena & Co. im Test

Elektroautos: Günstigste Wallbox gewinnt Vergleichstest

Elektroautos: Günstigste Wallbox gewinnt Vergleichstest

Unter den besten Tablets bis 500 Euro finden sich Geräte mit Android von Xiaomi, Lenovo und Samsung sowie das Apple iPad. Wie gut diese wirklich sind, zeigt die Top 10.

In den letzten Jahren hat der Markt der Tablets wieder Fahrt aufgenommen, was sich schon allein an einigen neuen Geräten von Lenovo, Xiaomi, Nokia, Realme sowie den Platzhirschen Samsung und Apple zeigt. Wer ein einfaches Gerät fürs Surfen und gelegentliche Streaming von Serien oder Filmen sucht, findet bereits Tablets mit Full HD bis 200 Euro. Allerdings ist die Hardware hier einfach gehalten und bietet nur langsame CPUs, wenig RAM sowie Speicher oder veraltete Android-Versionen. Als erste Orientierung eignet sich zudem die Kaufberatung: Was darf ein gutes Tablet kosten?

Wir stellen die zehn besten Tablets bis maximal 500 Euro vor. Hier finden Käufer eigentlich alles, was ein Tablet braucht – außer vielleicht einem gleichwertigen Ersatz für ein Laptop. Diesen findet man erst bei den High-End-Tablets (Bestenliste).

Anders als bei Smartphones fristet OLED als Display-Technologie im Bereich der Tablets bis 500 Euro noch ein Nischendasein. Lediglich zwei Geräte von Samsung und Lenovo nutzen ein OLED. Was die Helligkeit angeht, erreichen die besten Modelle bis zu 500 cd/m². Alle Geräte bieten eine Auflösung von mindestens Full HD oder darüber. Was die Pixeldichte angeht, halten Tablets nicht mit Smartphones mit. Das wiegt allerdings nicht so schwer, da man ein solches Gerät meistens weiter weg vom Gesicht hält. Spitzenreiter ist hier Samsung mit 288 ppi verglichen mit 264 ppi beim iPad.

Bei Android-Tablets dominiert ein Breitbildformat von 16:9, das in erster Linie Vorteile beim Ansehen von Filmen oder Serien bietet. Das iPad setzt hingegen auf 4:3. Damit kann man das iPad besser hochkant nutzen als es bei Android-Geräten der Fall ist, etwa als E-Book-Reader zum Lesen. Beim Abspielen von Serien und Filmen hingegen verkleinert sich die Bildfläche dadurch, was sich an kleinen schwarzen Balken oben und unten verdeutlicht.

Bei Android ist ein vorhandenes Zertifikat für Widevine Level 1 wichtig. Erst damit klappt die Wiedergabe von Inhalten über Netflix, Amazon Prime Video oder Disney Plus auch in Full HD. Alle Modelle in dieser Bestenliste erfüllen das. Bei günstigeren Geräten ist das zum Teil nicht immer der Fall. Mehr Details dazu finden sich in unserem Ratgeber Netflix & Co.: Die besten Tablets und Chromebooks fürs Streaming. Während Smartphones der Mittelklasse längst Bildwiederholraten von 90, 120 oder sogar 144 Hertz nutzen, sind 60 Hertz bei Tablet-PCs noch immer der Standard, abgesehen von wenigen Ausnahmen.

Einen Quad-Core findet man in dieser Preiskategorie nicht mehr. Hier kommen ausschließlich Prozessoren mit Octa-Core zum Einsatz. Spitzenprozessoren wie der Qualcomm Snapdragon 888 oder 8 Gen 1 finden sich bei Android-Tablets im Bereich bis 500 Euro derzeit noch nicht. Die stärksten CPUs sind hier der Snapdragon 865 und 860. Daneben finden sich einige Geräte mit Snapdragon-Chips der 7er- und teilweise sogar der 6er-Reihe. Der stärkste Apple-Chip in dieser Preisklasse ist der Bionic A13 im iPad 9. Dieser liegt auf Augenhöhe mit dem Snapdragon 860/865.

Beim Arbeitsspeicher kommt das iPad mit mageren 3 GByte aus. Hier sorgt das optimale Zusammenspiel aus Soft- und Hardware dafür, dass das Gerät dennoch stabil läuft. Bei Android finden sich in dieser Preisklasse 4 bis 6 GByte RAM. Varianten mit 8 GByte Arbeitsspeicher sprengen den Preisrahmen von 500 Euro.

Tatsächlich bieten nicht alle Tablets bis 500 Euro Wifi-6, nicht einmal das iPad. Varianten mit LTE-Modul für eine SIM-Karte sprengen zudem in der Regel die Preisgrenze. Ein Fingerabdrucksensor ist bei Android-Geräten noch selten anzutreffen. Fast alle hier vorgestellten Modelle bieten Support für einen Stylus (Apple Pencil, S-Pen bei Samsung), der nicht immer zum Lieferumfang gehört. Bei vielen Geräten gibt es auch kleine Tastaturen als Zubehör, die dann auch als Schutzhülle dienen. Bis auf das exotische Samsung Galaxy Tab Active 3 (Testbericht) bietet kein Tablet Schutz vor Feuchtigkeit.

Als Standard hat sich der USB-C-Anschluss durchgesetzt, außer beim Apple iPad. Einen HDMI-Anschluss gibt es bei keinem Gerät. Der interne Speicher reicht von 64 GByte bis 128 GByte. Modelle mit 256 GByte sind unter 500 Euro nicht zu finden. Eine Erweiterung über eine Micro-SD-Karte ist bei vielen Modellen möglich. Der Kamera messen wir keine so große Bedeutung bei einem Tablet zu. Eine Ausnahme ist die vordere Linse für Videochats. Die meisten Hauptkameras bieten eine schwache Auflösung, wie man sie eher bei Smartphones bis 150 Euro (Bestenliste) findet. Eine Ausnahme sind das Apple iPad 9 sowie das Xiaomi Pad 5 (Testbericht).

Mit einem starken Ausstattungspaket zum fairen Preis ab 350 Euro hat sich das Xiaomi Pad 5 (Testbericht) die Krone der besten Tablets der Mittelklasse verdient. Das messerscharfe IPS-Display mit 11 Zoll und einer Pixeldichte von 274 ppi bietet eine Bildwiederholfrequenz von 120 Hertz. Das sorgt für eine flüssige Bilddarstellung beim Scrollen oder bei Videos oder Spielen. Nur das Huawei Matepad 11 (Testbericht) schafft in dieser Bestenliste ebenfalls 120 Hertz. Dank einer Helligkeit von bis zu 500 cd/m² ist die Anzeige auch im Freien noch ausreichend ablesbar. Die Lautsprecher sorgen zudem für einen ausgezeichneten Sound. Das Gewicht liegt bei 511 Gramm.

Für eine starke Performance sorgt der Qualcomm Snapdragon 860. Damit ist es laut PCmark Work 3.0 das derzeit schnellste Tablet mit Android in der Preisklasse bis 500 Euro. Neben Surfen und Streaming eignet sich das Gerät damit auch gut zum Spielen. Die Akkulaufzeit liegt bei über 10 Stunden. Der Arbeitsspeicher beträgt 6 GByte RAM, der interne Speicher bietet je nach Version 128 oder 256 GByte. Einer Erweiterung per Micro-SD-Karte ist nicht möglich. Einziger Wermutstropfen bleibt die Geschwindigkeit im WLAN, hier ist nur maximal Wifi-5, nicht aber Wifi-6 möglich. Einen Fingerabdrucksensor gibt es ebenfalls nicht. Die Bedingung mit einem Eingabestift ist möglich, dieser ist aber nur als teures Zubehör erhältlich. Die Verbreitung ist tadellos.

Die Frage nach Android oder Apple iPad bleibt letzten Endes eine Geschmacksache. Die Vorteile der Produkte von Apple sind eine perfekt auf die Hardware abgestimmte Software mit einer langjährigen Update-Garantie.

Das 10,2-Zoll-Display mit IPS-Panel des iPad 9 bietet eine hohe Pixeldichte von 264 ppi und eine für ein Tablet ebenfalls auffallend hohe Helligkeit von bis zu 500 cd/m². Anders als die meisten Android-Tablets setzt Apple nicht auf ein Breitbildformat von 16:9, sondern auf 4:3. Die Bildwiederholfrequenz beträgt nur 60 Hertz. Mit einem Gewicht von 490 Gramm ist es etwas leichter als das Pad 5 von Xiaomi.

Verglichen mit dem Pad 5 fällt der Arbeitsspeicher mit 3 GByte zwar kleiner aus, da Apple iPadOS perfekt auf das Gerät abstimmt, ist dieser Nachteil zu vernachlässigen. Die CPU Apple A13 Bionic stammt zwar noch aus dem iPhone 11, sorgt aber dennoch für eine starke Leistung auf Augenhöhe mit dem Snapdragon 860. Die Akkulaufzeit liegt bei rund 10 Stunden. Ein Fingerabdrucksensor gehört ebenfalls zur Ausstattung. Wifi-6 gibt es allerdings nicht. Die Version mit 64 GByte Speicher ist mit einem Preis von 378 Euro kaum teurer als das Xiaomi Pad 5. Eine Variante mit 128 GByte gibt es nicht, die nächstgrößere Speicheroption beträgt 256 GByte und sprengt preislich bereits die 500-Euro-Grenze. Die LTE-Version startet ebenfalls darüber.

Auf dem dritten Platz folgt das Samsung Galaxy Tab S7 FE (Testbericht) auf das Siegerpodest. Mit einer Diagonale von 12,4 Zoll ist es deutlich größer als seine Mitbewerber. Standardmäßig verfügt die Fan-Edition des Galaxy Tab S7 über einen Stylus. Das helle LC-Display mit IPS-Panel schafft über 500 cd/m² und bietet eine Pixeldichte von 243 ppi bei einer Auflösung von 2560 x 1600 Pixel. Die Bildqualität ist ausgezeichnet. Die Verarbeitung des Aluminium-Gehäuses bietet das von Samsung gewohnte hohe Niveau. Allerdings ist das große Tablet unhandlich und gut 100 Gramm schwerer als die Konkurrenz auf den ersten beiden Plätzen.

Als Antrieb dient der Qualcomm Snapdragon 778G, diese kann mit dem 860er des Pad 5 oder dem A13 im iPad nicht mithalten. Für den täglichen Gebrauch ist die Leistung jedoch mehr als ausreichend und liegt auf dem Niveau eines Smartphones bis 400 Euro (Bestenliste). Bei der günstigsten Variante für 458 Euro sind Speicher und RAM mit 64/4 GByte etwas knapp bemessen. Mit 128/6 GByte sprengt das Tablet bereits die Grenze von 500 Euro. Per Micro-SD-Karte ist eine Erweiterung auf bis zu 1 TByte möglich. Dank des großen Akkus hält das Gerät über 11 Stunden bei Dauernutzung durch. Bei der kabellosen Konnektivität ist alles auf dem neuesten Stand mit Bluetooth 5.2 und Wifi-6. Es gibt zudem eine Version mit 5G und LTE. Diese liegt preislich jedoch jenseits der 500er-Marke. Ein Fingerabdrucksensor fehlt allerdings.

Das Lenovo Tab P11 Pro (Testbericht) ist das erste Gerät in dieser Bestenliste mit AMOLED-Display. Der Bildschirm bietet eine hervorragende Bildqualität, sehr ausgeprägte Kontraste und ausgezeichnete Schwarzwerte. Die Helligkeit fällt mit 375 cd/m² nicht ganz so hoch aus wie beim Trio an der Spitze. Mit einer Diagonale von 11,5 Zoll liegt das Tab P11 Pro größentechnisch zwischen dem Xiaomi Pad 5 und dem Samsung Galaxy Tab S7 FE. Trotz der größeren Ausmaße wiegt es nicht mehr als das Apple iPad 9.

Abstriche müssen Käufer bei der Leistung machen. Hier kommt als CPU ein Qualcomm Snapdragon 730G zum Einsatz. Bei der Leistung liegt da Tab P11 Pro damit hinter dem Galaxy Tab S7 FE. Für die meisten Tätigkeiten ist der Prozessor aber dennoch stark genug, außer für Hardcore-Gamer. Die Akkulaufzeit liegt bei 10 Stunden. Der Arbeitsspeicher ist mit 6 GByte gut ausgestattet. Der interne Speicher beträgt standardmäßig 128 GByte. Eine Erweiterung über eine Micro-SD-Karte ist möglich.

Der Sound der JBL-Lautsprecher hat uns absolut überzeugt. Ein Fingerabdrucksensor ist zudem an Bord. Leider unterstützt das Tablet ebenfalls kein Wifi-6, sondern maximal Wifi-5. Die günstigste Ausführung des Tab P11 Pro liegt bei 439 Euro, für die Version mit LTE sind mindestens 469 Euro fällig. Ausgeliefert wird das Tablet mit Android 10, ein Update auf Android 11 soll mittlerweile verfügbar sein.

Preis-Leistungs-Sieger in dieser Bestenliste ist das Lenovo Tab P11 Plus (Testbericht). Mit einem Preis ab 250 Euro bietet das 11-Zoll-Tablet eine Menge Features zu einem günstigen Preis. Optisch macht das Tablet einen edlen Eindruck durch eine Rückseite aus Metall sowie gummierter Oberseite. Es wiegt nicht mehr als ein Apple iPad. Nicht ganz so hoch ist die Auflösung von 2000 x 1200 Pixel, das sorgt für eine Pixeldichte von 212 ppi. Das LCD-Display mit IPS-Panel sorgt für eine zu kühle Farbwiedergabe mit leichtem Blaustich. Bei der Bildqualität kann das Tab P11 Plus nicht mit den teuren Modellen mithalten.

Beim Plus-Modell kommt ein Mediatek Helio G90T zum Einsatz. Dieser sorgt für mehr Leistung als beim Tab P11, fürs Gaming ist das Tab P11 Plus aber weniger geeignet. Für sämtliche andere Aufgaben reicht die Performance aber aus. Die Ausstattung bei RAM und Speicher geht mit 5/128 GByte für den Preis absolut in Ordnung. Der Akku mit 7500 mAh sorgt für eine gute Akkulaufzeit von über 10 Stunden im Dauerbetrieb bei mittlerer Helligkeit. Rund 10 Stunden hält der Akku beim Dauereinsatz durch.

Positiv aufgefallen sind uns die vier Lautsprecher. Diese bieten einen satten und räumlichen Klang dank Unterstützung für Dolby Atmos. Das Surfen in heimischen Netzwerken ist nur mit maximal Wifi-5 möglich. Einen Fingerabdrucksensor gibt es nicht. Immerhin bietet Lenovo eine Tastatur zum Anstecken und einen Stylus als Zubehör an. Nochmals günstiger ist der Vorgänger Lenovo Tab P11 (Testbericht) mit schwächerer CPU.

Technisch entspricht das Lenovo Yoga Tab 11 (Testbericht) weitgehend dem Tab P11 Plus. Der größte Unterschied liegt beim Gehäuse. Das Yoga Tab 11 ist in erster Linie für den Medienkonsum gedacht. Hierzu bietet das Gehäuse einen integrierten Ständer zum Ausklappen auf der Rückseite. Das macht eine separaten Aufsteller fürs Tablet (Ratgeber) überflüssig. Am unteren Ende befindet sich ein größerer, rundlicher Griff mit integrierten Lautsprecher mit Dolby Atmos. Diese Ausstattung ist sehr praktisch, wegen des höheren Preises ab 300 Euro landet das Yoga Tab 11 aber hinter dem Tab P11 Plus.

Die übrige Hardware ist gleich wie beim Plus-Modell des Tab 11: LCD-Display mit 11 Zoll, Mediatek Helio G90T und Akku mit 7500 mAh, der für den Eisnatz von 10 Stunden gut ist. Je nach Version reicht der Arbeitsspeicher von 4 bis 8 GByte RAM. Als Speicher gibt es 128 oder 256 GByte. Es gibt zudem eine High-End-Version mit LTE. Das Gerät ist kompatibel zum Lenovo Precision Pen 2.

Oldie, but Goldie? Das Samsung Galaxy Tab S5e (Testbericht) ist mittlerweile fast 3 Jahre alt. Dennoch gehört es unserer Ansicht nach weiterhin zu den „Geheimtipps“ unter den Android-Tablets. Das liegt daran, dass es in einigen Punkten seiner Zeit bereits voraus war: Es ist nicht nur mit einer Dicke von 6 Millimeter eines der dünnsten Tablet im 10-Zoll-Format, sondern mit einem Gewicht von 400 Gramm ausgesprochen leicht. Ferner nutzt das schicke Gerät aus Aluminium bereits ein AMOLED-Display. Die Anzeige mit einer Diagonale von 10,5 Zoll bietet eine hervorragende Bildqualität mit tollen Kontrasten und Schwarzwerten. Es bietet zudem eine der schärfsten Anzeigen mit einer Pixeldichte von 288 ppi.

Das Alter sieht man dem Tablet spätestens beim Prozessor an. Der Qualcomm Snapdragon 670 bietet eine Leistung, die etwa einem Smartphone bis 200 Euro (Bestenliste) entspricht. Zum Surfen und Filme schauen reicht das zwar aus, an Gaming ist aber weniger zu denken. Die Variante mit 128 GByte ist derzeit vergriffen, weshalb sich Käufer mit maximal 64 GByte begnügen müssen. Der Arbeitsspeicher beträgt 4 GByte. Bei der Akkulaufzeit läuft das Galaxy Tab S5e der Konkurrenz mit Testwerten von knapp 7 Stunden hinterher. Es ist zudem nicht kompatibel zum S-Pen. Ein Update auf Android 11 ist mittlerweile vorhanden, ob auch Version 12 folgt, ist eher unwahrscheinlich.

Beim Samsung Galaxy Tab S6 Lite (Testbericht) handelt es sich um eine abgespeckte Version des hochpreisigen Galaxy Tab S6 (Testbericht). Optisch ähnelt die Lite-Version dem Premium-Modell, ist aber etwas dicker sowie schwerer und setzt auf einfachere Hardware. Es ist etwa 30 Gramm leichter als das iPad 9. Das 10,4-Zoll-LCD bedient sich einem herkömmlichen IPS-Panel, die Full-HD-Auflösung führt zu einer Pixeldichte von 224 ppi. Mit dem OLED-Display aus dem Galaxy Tab S5e oder Tab S6 kann es aber nicht mithalten. Der Akku hält etwa 9 Stunden durch.

Die Performance fällt dafür etwa mäßig aus. Dafür ist die CPU Samsung Exynos 9611 aus dem Jahr 2019 einfach nicht stark genug. Damit gehört das Tab S6 Lite zu den schwächsten Geräten in dieser Übersicht. Der Arbeitsspeicher geht mit 4 GByte noch in Ordnung, der interne Speicher beläuft sich je nach Variante auf 64 oder 128 GByte. Eine LTE-Version gibt es ebenfalls. Positiv hervorzuheben: Der Stylus S-Pen gehört zum Lieferumfang. Mit einem Preis ab 300 Euro ist das Tablet für die Ausstattung dennoch alles andere als preiswert.

Eigentlich hätte das Huawei Matepad 11 (Testbericht) einen Platz unter den ersten drei Modellen in dieser Bestenliste laut dem Tablet-Test verdient, wäre da nicht der US-Bann gegen Huawei. Das hat zur Folge, dass sämtliche Google-Dienste und Apps nicht zur Verfügung stehen. Das App-Angebot der Appgallery von Huawei weist Lücken auf, so fehlen zahlreiche US-Anbieter wie Netflix, Disney+ oder Facebook. Das schränkt die Brauchbarkeit des Tablets enorm ein. Nutzer können apk-Dateien aus anderen Quellen über die Suchmaschine Petal ausfindig machen und installieren. Das ist aber alles andere als sicher oder komfortabel.

Schade, denn wirft man einen Blick auf die Hardware, zeigt sich die Qualität des Matepad 11. Dieses könnte es sogar mit dem Xiaomi Pad 5 locker aufnehmen. Das scharfe 11-Zoll-LCD mit IPS bietet 120 Hertz. Der Prozessor Qualcomm Snapdragon 865 ist ebenfalls leistungsstark. Sogar Wifi-6 unterstützt das Gerät, die androidbasierte Software Harmony OS hinterlässt ebenfalls einen guten Eindruck. Der Akku hält zudem 11 Stunden durch. Eigentlich ist es ein hervorragendes Paket für 399 Euro – wären da nicht die massiven Einschränkungen, unter denen alle Geräte von Huawei leiden.

Eine Sonderrolle nimmt das Samsung Galaxy Tab Active 3 (Testbericht) ein. Es ist eines der wenigen echten Outdoor-Tablets auf dem Markt. Mit einem Display von 8 Zoll ist es deutlich kleiner als die anderen Modelle in dieser Bestenliste, wenn auch wegen des stabilen Gehäuses nicht wirklich leichter. Dafür ist es nach IP68 wasserdicht und gegen Staub geschützt. Zudem übersteht auch den einen der anderen Sturz. Der Akku ist sogar austauschbar, ein Stylus gehört ebenfalls zur Ausstattung.

Das Display löst mit 1080p auf und bietet mit 500 cd/m² eine gute Helligkeit, was die Ablesbarkeit im Freien verbessert – ein wichtiges Kriterium für Outdoor-Geräte. Der Exynos-9810-Prozessor stammt noch aus dem Jahr 2018 und ist ähnlich schwach, wie der Chip im Galaxy Tab S6 Lite. Immerhin bietet es 4 GByte RAM sowie 64 GByte internen Speicher. Es unterstützt ferner Wifi-6 und Bluetooth 5.0, es gibt obendrein eine LTE-Version. Zudem bietet das Tablet Support für GPS, GLONASS, Beidou und Galileo – was für ein Outdoor-Gerät unverzichtbar wäre. Sogar ein Update auf Android 12 (Ratgeber) ist in Arbeit. Mit einem Preis ab 420 Euro ist das Outdoor-Tablet allerdings recht teuer, vergleichbare Konkurrenz gibt es aber kaum.

Im Bereich bis 500 Euro bieten Tablets nahezu alles, was man für Entertainment oder Surfen braucht. Verglichen mit günstigen Tablets bis 200 Euro (Ratgeber) bieten die Displays eine Auflösung von mindestens 1080p oder mehr. 120 Hertz sind hingegen nur selten zu finden. High-End-Leistung bei den Prozessoren findet sich keine. Die stärksten Modelle können es maximal mit einem Smartphone der gehobenen Mittelklasse aufnehmen. Wer deutlich mehr Leistung sucht und einen potenziellen Laptopersatz, muss zu einem High-End-Tablet (Bestenliste) greifen.

Wegen des starken Gesamtpakets aus 120-Hertz-Display, starkem Prozessor und einem Preis von unter 400 Euro ist das Xiaomi Pad 5 (Testbericht) in unseren Augen derzeit das beste Tablet in dieser Preisklasse. Nahezu auf Augenhöhe ist das iPad 9. Wer ohnehin eher zu Apple-Geräten neigt, macht mit dem Modell nichts falsch. Mehr Power als das iPad9, ein besseres Display und leichteres Gehäuse bietet das Apple iPad Air 4 (Testbericht), das aber erst ab 550 Euro zu haben ist.

Eine Preis-Leistungs-Tipp für Sparfüchse ist das Lenovo Tab P11 Plus (Testbericht). Es bietet eine solide Ausstattung, hohe Verarbeitungsqualität und ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis. Ein Geheimtipp für jeden, der ein OLED-Display sucht, ist das Samsung Galaxy Tab S5e (Testbericht).

Tags:

Affiliate-Information

- Bei den mit gekennzeichneten Links handelt es sich um Provisions-Links (Affiliate-Links). Erfolgt über einen solchen Link eine Bestellung, erhält TechStage eine Provision. Für den Käufer entstehen dadurch keine Mehrkosten.