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Großer Akku = hohe Reichweite? Ja und Nein. Wir verraten, welche Faktoren bei Elektro-Scootern sonst noch wichtig sind und zeigen die 5 E-Scooter aus unseren Tests, die mit einer Akkuladung am weitesten fahren.

Für viele ist ein großer Akku und die damit verbundene hohe Reichweite eines der wichtigsten Kaufkriterien für einen E-Scooter. Wir zeigen, welche E-Scooter mit einer Akkuladung am weitesten fahren. Für eine große und allgemeine Bestenliste empfehlen wir unsere umfassende Top 10: Die besten E-Scooter 2021 ab 300 Euro im Test.

Fast schon grundsätzlich gilt, dass E-Scooter mit großen Akkus eher im hochpreisigen Segment zu finden sind. Das ist ­wenig verwunderlich, gehört doch der Akku zu den teuersten Bauteilen an einem elektrischen Scooter. Trotzdem muss man keine 1000 Euro ausgeben, um überdurchschnittlich weit zu kommen. Auch für 500 Euro gibt es schon E-Scooter, welche die meisten anderen elektrischen Roller bezüglich ihrer Reichweite weit hinter sich lassen.

Aber Kapazität ist nicht alles. Viele weitere Faktoren beeinflussen maßgeblich, ab wie vielen Kilometern der Akku wieder ans Netz muss. Dazu gehört etwa, wie leichtgängig der E-Scooter rollt. Hier ist es stets von Vorteil, möglichst große Räder zu haben, um den Rollwiderstand zu verringern. Das beweist etwa der Metz Moover (Testbericht) eindrucksvoll. Der mittlerweile etwa zwei Jahre alte E-Scooter hat einen Akku mit einer unterdurchschnittlichen Kapazität von 219 Wattstunden und bietet dennoch eine beachtliche Reichweite. Grund dafür ist seine ausgeklügelte Bauweise, die sich der Hersteller jedoch mit noch immer mit meist über 1000 Euro stattlich bezahlen lässt.

Wichtig ist auch das Gewicht des Fahrers. Je mehr Masse der E-Scooter bewegen muss, desto schneller gibt der Akku auf. Ebenfalls relevant ist der Untergrund. Asphalt ist wohl der energiesparendste Untergrund, während Waldwege einen deutlich höhere Rollwiderstand erzeugen.

Muss der Fahrer Höhenmeter überwinden, kann man dem Akku fast beim Kapazitätsverlust zuschauen. Dieser wird auch durch die darauffolgende Abfahrt nicht wieder gut gemacht. Der Fahrstil ist ebenfalls relevant. Dazu gehört, ob etwa wegen vielen Ampeln häufiger gestoppt und entsprechend wieder angefahren werden muss. Aber auch die Durchschnittsgeschwindigkeit ist wichtig. So setzt ein Elektro-Scooter pro Kilometer deutlich mehr Energie um, wenn er 20 statt 15 Kilometer pro Stunde fährt.

Ein oft unterschätzter Faktor ist die Außentemperatur. Optimal sind höhere Temperaturen um die 25 Grad und wärmer. Fällt die Temperatur auf unter 5 Grad, lassen die maximal erreichbaren Kilometer deutlich nach. Ebenfalls beachten sollte man, dass ein Akku erst nach einigen Ladezyklen seine volle Kapazität entfaltet.

Aufgrund dieser vielen Faktoren verzichten wir hier auf eine genaue Angabe, wie weiter der E-Scooter tatsächlich fährt.

Den Reichweitenangaben der Hersteller kann man nicht immer trauen. Häufig messen sie unter Idealbedingungen. Hier wiegt der Fahrer dann 75 Kilogramm und dreht auf ebenem Asphalt bei 26 Grad Temperatur ohne zu bremsen seine Runden. Es lohnt sich, auf den Webseiten der Hersteller ganz genau hinzuschauen.

Einige wenige E-Scooter bieten einen Wechselakku. Hier hat der Fahrer dann die Möglichkeit, zusätzliche Energiespeicher zu kaufen und diesen während einer Tour zu wechseln. Für den Zweitakku fallen teilweise beachtliche Mehrkosten an. Zu den E-Scootern mit Wechselakku gehören unter anderem der Elmoto-Kick (Testbericht), der Trekstor EG40610 (Testbericht) oder der Streetbooster Two, das ist die aufgebohrte Variante des Streetbooster One (Testbericht).

Neben dem Akku gibt es viele weitere Punkte, die einen guten E-Scooter ausmachen. Dazu gehören insbesondere Luftreifen. Wir empfehlen dringend, beim Kauf darauf zu achten. Denn diese bringen einige Vorteile mit sich. Zum einen dämpfen sie ganz natürlich und ohne eine zusätzliche Federung des E-Scooters Unebenheiten und geben Stöße so weder an den Fahrer noch an die teilweise empfindlichen Komponenten des E-Scooters weiter. Zum anderen bieten sie bei nasser Straße einen besseren Halt und sorgen ganz allgemein für einen kürzeren Bremsweg. Ihr Nachteil: Sie sind im Gegensatz zu Vollgummireifen nicht pannensicher.

Auch die Bremsen sind wichtig, hier hat sich bei den neueren Modellen einiges getan. So kommt es bei älteren Modellen wie dem Doc Green Explorer ESA 1919 (Testbericht) vor, dass sich die elektrische Motorbremse nicht dosieren lässt und nur die Zustände ein und aus kennt. Das gibt es zum Glück immer weniger, die Motorbremse, die meist über einen Hebel am Lenker aktiviert wird, bremst je nach Wunsch nur ganz leicht oder mit voller Kraft. Dabei ist der Einsatz dieser Bremse empfehlenswert, arbeitet sie doch verschleißfrei.

Das Fahren eines E-Scooters ist nicht ungefährlich. So sollten E-Scooter-Fahrer einen Abbiegevorgang per Handzeichen ankündigen. Allerdings kann es riskant sein, die Hand vom Lenkgriff zu nehmen. Hier gibt es seit 2021 mit dem Soflow S04 Gen 2 (Testbericht) einen E-Scooter, der einen fest integrierten Blinker bietet. Auch wenn der Blinker nicht perfekt ist, begrüßen wir derartige Sicherheitsfunktionen.

Es zeigt sich zudem, dass die Elektro-Scooter zunehmend besser verarbeitet sind. Es klappert weniger und das Fahrgefühl verbessert sich. Mittlerweile gehört ein am Stromkreislauf hängendes Rücklicht schon fast zum Standard. Das war nicht immer so.

Auch scheinen die meisten Hersteller von E-Scootern verstanden zu haben, dass die maximal erlaubte Geschwindigkeit von 20 Kilometer pro Stunde eine Toleranz von 10 Prozent bietet. So gibt es seit 2021 einige Modelle, die legal 22 Kilometer pro Stunde fahren. Das begrüßen wir sehr. Doch leider gibt es nach wie vor einige wenige Hersteller, dazu gehört auch Xiaomi, die ihre E-Scooter „vorsichtshalber“ auf 19 Kilometer pro Stunde drosseln. Schade.

Der Segway Ninebot G30D Max (Testbericht) ist genauso wie sein Nachfolger Segway Ninebot G30D II Max (Testbericht) ein außergewöhnlich guter E-Scooter. Herausragend ist ihr großer 551-Wattstunden-Akku. Außerdem fahren beide wie ein Schiff, bieten eine hervorragende Verarbeitung und kosten nicht die Welt. Der Nachfolger Segway Ninebot G30D II unterscheidet sich vom Verkaufsschlager nur im Detail. Er bietet ein besser integriertes Frontlicht, ein Klappscharnier, welches langlebiger sein soll, eine etwas kürzere Lenkstange und eine hübsch integrierte Klingel. Außerdem verzichtet er auf einen eigenen Bremsgriff für die Motorbremse, diese schaltet sich automatisch mit dem Betätigen des Bremshebels für die Scheibenbremse hinzu. Der Rest ist fast gleichgeblieben. Wirklich übel nehmen können wir es dem E-Scooter jedoch nicht. Denn bereits sein Vorgänger ist einfach ein fantastisch guter E-Scooter.

Der Egret Ten V4 (Testbericht) ist ein Elektroroller der Oberklasse. Er beschleunigt dank 500-Watt-Antrieb sehr stark, rollt dabei leise und dank 10-Zoll-Luftreifen auch erschütterungsarm mit tollem Fahrgefühl durch die Straßen. Sein 557-Wattstunden-Akku, ist riesig und der Rollwiderstand gering. Dadurch kommt er deutlich weiter als viele seine Konkurrenten, bis der Elektro-Scooter wieder ans Netz muss. Das Bremssystem mit je einer Scheibenbremse pro Rad funktioniert sehr gut. Hervorragend ist der Klappmechanismus. Er macht einen wertigen und durchdachten Eindruck. Als einer der ganz wenigen Elektro-Scooter kann man hier auch die Griffe umklappen. Deswegen bietet er sich ganz besonders für kleine Kofferräume, sowie zum Transport in U-Bahn, S-Bahn und Straßenbahn an.

Einzig sein Lenker könnte für sehr große Personen zu niedrig sein. Der zweite Haken: Er ist teuer, richtig teuer. Für das Geld bekommen Käufer bereits ein E-Mountainbike (Bestenliste).

Der Xiaomi Mi Scooter Pro 2 (Testbericht) ist eine konsequente Weiterentwicklung des weltweiten E-Scooter-Verkaufsschlagers Xiaomi M365, in dem das chinesische Unternehmen seine Erfahrung im E-Scooter-Bau voll ausspielt. Das zeigt sich vor allen an der konsequent hochwertigen Verarbeitung. Auch Ersatzteil gib es im Internet zuhauf. Er bietet Luftreifen, einen starken Motor und eine tolle Bremse mit einer Besonderheit. Denn die vordere Motorbremse kommt mit einer Art ABS, welches Blockieren verhindert. So rutscht das Vorderrad auch bei nassen Verhältnissen nicht weg.

Für seine gebotene Leistung ist er mit gerade einmal gut 500 Euro richtig günstig. Ganz besonders, wenn man bedenkt, dass Xiaomi seinem E-Scooter einen starken und im Einkauf teuren 474-Wattstunden-Akku spendiert. Wer auf etwas Akkukapazität verzichten kann, bekommt mit dem Xiaomi Mi Scooter 1S eine günstigere Variante.

Wer einen richtig guten E-Scooter mit massiven 480-Wattstunden-Akku eines deutschen Unternehmens will, der kann bedenkenlos zum Epowerfun EPF-1 (Testbericht) greifen. Für seinen recht günstigen Kaufpreis von etwa 550 Euro bietet er so ziemlich alles, was man von einem sehr guten Elektro-Scooter erwartet. Auch sein großer Bruder, der Epowerfun EPF-1 Pro (Testbericht), fährt sich hervorragend. Er kostet etwa 100 Euro mehr, bietet dafür einen etwas stärkeren Motor und größere Reifen.

Doch auch die kleinere Variante beschleunigt für die meisten Personen bereits ausreichend flott und fährt sich auch mit 8,5-Zoll-Reifen hervorragend. Toll: Beide E-Scooter reizen das maximal erlaubte Geschwindigkeitslimit voll aus und fahren per GPS nachgemessen 22 Kilometer pro Stunde, bevor der Motor abregelt. Auch an den weiteren wichtigen Funktionen und Features gibt es nichts zu meckern. So wirkt der Klappmechanismus hochwertig, die maximale Zuladung beträgt 120 Kilogramm, die Trittfläche ist groß genug, das Display hell, die App sinnvoll und die möglichen Varianten auf Wunsch außergewöhnlich farbenfroh.

Der SXT Light Plus V (Testbericht) ist ein guter E-Scooter, der mit wenigen Kniffen auch ein sehr guter E-Scooter hätte sein können. So fehlt uns ein Seitenständer. Die Vorderbremse ist für ungeübte Fahrer zu stark. Die Reifen sind etwas klein und bieten keine Luftfüllung. Das LCD ist bei Sonne schwer lesbar. Der Gashebel ist etwas zu straff. Alles Dinge, die man bei einem 800-Euro-Elektroroller besser erwartet.

Dafür glänzt er in andere Kategorien. Beeindruckend ist sein großer 378-Wattstunden-Akku und die damit verbundene hohe Reichweite. Außerdem gefallen uns seine schmalen Klappmaße, die anlegbaren Lenkgriffe, die höhenverstellbare Lenkstange, die hohe Endgeschwindigkeit, der starke Motor und die guten Bremsen.

Die Reichweite eines E-Scooters ist nicht alles, aber für viele dennoch vielleicht das wichtigste Kaufkriterium. Hier glänzt der Segway Ninebot G30D II Max und sein Vorgänger. Dabei punktet der E-Scooter auch in den meisten anderen Bereichen, weswegen er sich nicht nur hier, sondern auch in unserer großen Bestenliste Top 10: Die besten E-Scooter 2021 ab 300 Euro im Test auf dem ersten Platz wiederfindet.

Aber auch zum Egret Ten V4 kann man bedenkenlos greifen – wenn man denn das nötige Kleingeld hat. Das vielleicht beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet der Xiaomi Mi Scooter Pro 2 für 500 Euro. Allerdings steht dem der Epowerfun EPF 1 (Pro) ebenfalls in kaum etwas nach.

Wem nicht die Reichweite, sondern vor allem der Preis wichtig ist, der sollte einen Blick in unsere Top 5: Die besten E-Scooter unter 500 Euro werfen. E-Scooter können in einigen Fällen auch für unsere Kleinsten bereits interessant sein, wie unser Beitrag E-Scooter für Kinder ab 100 Euro im Test: großer Spaß mit harter Einschränkung zeigt.

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