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Top-6-Bestenliste: E-Klappräder von 500 bis 3000 Euro

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Das beste E-Klapprad ist gleichzeitig das teuerste. Aber es gibt günstige Modelle, die punkten. Die Bestenliste zeigt die Top-6 der elektrischen Klappräder mit und ohne Straßenzulassung.

E-Klappräder sind vor allem wegen ihrer Möglichkeit, sie zu falten, sehr praktisch und beliebt. So gelten sie in der Bahn als kostenfreies Gepäckstück, nehmen in der Stadtwohnung wenig Platz weg und passen für Pendler in jeden Kofferraum. Wie es sich gegen einen E-Scooter schlägt, erläutern wir im Vergleich: E-Klapprad oder E-Scooter? Und der Sieger ist…

Neben vielen etablierten Marken drängen besonders 2020 viele chinesische Unternehmen über Importhändler auf den deutschen Markt. Ihre elektrischen Falträder sehen schick aus, machen einen stabilen Eindruck, fahren sich gut und kosten häufig nur einen Bruchteil dessen, was Käufer für Markenräder ausgeben. Doch sie haben einen riesigen Haken: Ihnen fehlt die Zulassung für deutsche Straßen. Worauf man bezüglich der Gesetzgebung beim Kauf achten sollte, erläutern wir im Ratgeber Legal oder illegal? Alles zu E-Bikes und Pedelecs.

Aus allen von uns bisher getesteten E-Klapprädern küren wir die sechs besten in dieser Top-6-Bestenliste. Hier geht’s zum ausführlichen Vergleichstest E-Klappräder von 500 bis 3000 Euro.

Brompton genießt unter den Anhängern von Klapprädern Kultstatus. Nicht zu Unrecht. Gerade der Faltmechanismus ist geradezu genial. Es klappt zweimal und erreicht so Faltmaße, von denen die Konkurrenz nur träumt. Auch beim Rest merkt man dem Brompton Electric (Testbericht) die große Erfahrung von Brompton an, jedes Detail wirkt durchdacht und an die Bedürfnisse der Fahrer angepasst.

Brompton Electric (29 Bilder)

Doch das Brompton Electric ist nicht ohne Makel. Am Abschreckendsten dürfte für viele der hohe Preis sein – unter 3000 Euro geht hier gar nichts. Auch muss man sich zunächst an den Vorderradantrieb gewöhnen, auf Schotter etwa kann ein durchdrehendes Vorderrad gefährlich sein. Daran, dass es keinen Bildschirm gibt, gewöhnt man sich dagegen schnell. Wer das nötige Geld für das Brompton Electric hat, dürfte mit ihm glücklich werden.

Wie bei allen von uns getesteten E-Klapprädern aus China gilt auch für das Fiido D4S (Testbericht): Schade, dass es hauptsächlich wegen des Gashebels auf öffentlichen deutschen Straßen nicht erlaubt ist. Denn abgesehen davon können wir es voll empfehlen. Sein Alleinstellungsmerkmal ist ohne Frage der Preis von deutlich unter 600 Euro. Dafür ist es richtig gut verarbeitet, bietet ein tolles Fahrgefühl, kommt mit einer Akkuladung sehr weit, klappt kompakt, bietet gute Bremsen und eine gute Gangschaltung. Es eignet sich auch für richtig große Fahrer. Dafür wirken die zu langen Kabel an der Lenkstange optisch unschön und die Tretunterstützung reagiert nur verzögert.

Das Fiido D4S kostet ab 600 Euro mit Gutscheincode BGD4S009 (Kauflink Banggood).

Fiido D4S (28 Bilder)

Das Blaupunkt Fiene 500 (Testbericht) ist ein sehr gutes E-Klapprad. Preislich liegt es zwar deutlich über den chinesischen Alternativen. Aber es bietet quasi in allen Teildisziplinen die hochwertigeren Komponenten. Herausragendstes Merkmal ist vielleicht der extravagante Magnesium-Rahmen, der sehr schick aussieht. Trotzdem wiegt das Fiene 500 gut 21 Kilogramm.

Das Fahrgefühl ist für ein Klapprad sehr gut. Das liegt zum einen an den recht großen 20-Zoll-Reifen und zum anderen an der hohen Steifigkeit des Falt-E-Bikes. Allerdings ist die Sattelstange für große Fahrer zu kurz.

Blaupunkt Fiene 500 (32 Bilder)

Die mechanischen Scheibenbremsen von Tekro sind sehr gut. Der Akku ist ausreichend ausdauernd und lässt sich komfortabel entnehmen. Die Tretunterstützung ist gut und deutlich besser als bei der sehr günstigen China-E-Klapprädern.

Die Faltmaße des Fiene 500 sind schmal, zumindest nachdem man den Abklappwinkel der Lenkstange wie im Testbericht beschrieben selbst etwas nachjustiert. Sehr schön hat Blaupunkt das Zusammenhalten des Fahrrads über einen Magneten gelöst. Nur hätte man diesen gerne noch festkleben können.

Das Mate X (Testbericht) ist ein Biest! Es sieht nicht nur fett aus, es fährt sich auch so - in absolut positivem Sinn. Durch die Bank nutzt Mate-Bike hochwertigere Komponenten als das optisch sehr ähnliche aber nur halb so teure Fiido M1. Das merkt man unter anderem am besseren Fahrgefühl und der genaueren Elektronik.

Toll finden wir, dass es eine Version mit Straßenzulassung gibt, zu der wir in Deutschland raten. Denn das Mate X fällt auf. Nicht nur Passanten, auch der Polizei. Die legale Variante kommt dann ohne Gasgriff mit auf 25 Kilometer pro Stunde gedrosselten 250-Watt-Motor. Wem das egal ist, kann sogar eine Variante mit 750 Watt bestellen. In unseren Augen ist das aber gar nicht nötig, da das Mate X auch mit 250 Watt schon so stark beschleunigt wie kaum ein anderes E-Faltrad.

Mate X (30 Bilder)

Das Fiido M1 (Testbericht) ist eine dreiste Kopie des Mate X, die mit deutlich unter 1000 Euro nur etwa halb so viel kostet wie das Original.

Es hat zwar durch die Bank weg günstige Bauteile, aber insgesamt eine tolle Verarbeitung, einen praktischen Klappmechanismus und ein dank der Federung und der breiten Reifen richtig gutes sowie sicheres Fahrgefühl. Noch dazu ist das Fiido M1 ein echter Hingucker. Aktuell kann man die Fiido-Bikes in Deutschland nur auf privatem Gelände empfehlen. Schade, das schränkt ihren Nutzungsraum massiv ein. Abschließend lässt nur sagen: Geil, aber illegal.

Das Fiido M1 kostet ab 900 Euro (Kauflink Banggood, Kauflink Geekmaxi).

Fiido M1 (38 Bilder)

Das Fiido D11 (Testbericht) ist ein richtig gutes E-Klapprad. Das Design ist abgesehen von den massiven Schweißnähten und dem dicken Kabelbaum am Lenker fantastisch. Sein Gewicht ist angenehm gering, die Reichweite hoch. Den Akku in der entnehmbaren Sattelstange zu integrieren ist clever. Der Motor ist stark genug, die Bremsen gehen in Ordnung und die Gangschaltung ist außergewöhnlich gut.

Als dicken Negativpunkt sehen wir die fixe und zu niedrige Höhe des Lenkers. Damit ist es ergonomisch für Fahrer mit einer Körpergröße jenseits der 180 Zentimeter eher nicht geeignet. Auch ist es deutlich teurer als das Fiido D4S, welches in vielen Punkte gleichwertig ist.

Das Fiido D11 kostet ab 850 Euro mit Gutscheincode NhwHZpL8 (Kauflink Geekmaxi).

Für E-Klappräder gilt: Wer eine in Deutschland zugelassene Variante will, zahlt im Gegensatz zu den sehr günstigen chinesischen Alternativen von Fiido und Co. drauf. Dabei ist das Brompton Electric (Testbericht) das teuerste, aber auch eindeutig das beste von uns getestete E-Klapprad. Wer das E-Klapprad nur auf privaten Wegen fährt, kann dank eines unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnisses auch bedenkenlos zum Fiido D4S (Testbericht) greifen. Es bietet so gut wie alles, was man von einem guten elektrischen Faltrad erwartet und kostet dabei unter 600 Euro.

Die E-Klappräder Fiido D2S (Testbericht), Xiaomi Himo Z16 (Testbericht) und DYU D3F (Testbericht) haben es nicht in unsere Top-6-Bestenliste E-Klappräder geschafft. In den jeweiligen Testberichten wird deutlich, warum das so ist.

Woran man genau ein legales E-Bike erkennt, erläutern wir ausführlich im Ratgeber Legal oder illegal? Alles zu E-Bikes und Pedelecs. Alle von uns getesteten faltbaren E-Bikes stellen wir Punkt für Punkt im Vergleichstest E-Klappräder gegenüber.

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