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Top-5: Die besten Smartphones mit Android One

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von und Kamal  //   //  Stand:

Update-Garantie und übersichtliche Oberfläche sollen Käufer von Android-One-Smartphones anlocken. Wir zeigen die fünf besten Smartphones mit Android One.

Das Android One ist eine modifizierte Version des Universalbetriebssystems Android. Geräte, die mit Android One ausgestattet sind, durchlaufen eine Zertifizierung von Google. Erst danach dürfen sie auf den Markt und bekommen mindestens zwei der jährlichen Upgrades auf neue Android-Versionen sowie drei Jahre lang Sicherheits-Updates. Das ist der Grund, warum alle Android-One-Geräte Android 9 Pie haben - Modelle mit Android One in Version 10 gibt es noch nicht.

Darüber hinaus ist es das Ziel, die Oberfläche des Telefons getreu dem Motto „weniger ist mehr“ sauber und schlank zu halten. Konkret bedeutet das, dass Hersteller auf Bloatware und umfangreiche Anpassungen des User-Interface verzichten. Auch doppelte Applikationen für ein und denselben Einsatzzweck, wie sie beispielsweise Samsung und Huawei für Bildergalerie oder Browser installieren, sind nicht vorhanden. Stattdessen gibt es die Lösungen von Google wie Fotos oder den Chrome-Browser. Dadurch ist die Oberfläche der Android-One-Smartphones geradlinig, übersichtlich und einfach zu verstehen – wer ein Android-One-Smartphone kennt, kennt sie Software-seitig alle.

Was in der Theorie praktisch klingt, könnten einige als langweilig ansehen – vielleicht ist das einer der Gründe, warum es im Jahr 2019 hierzulande nicht einmal ein volles Dutzend neuer Geräte mit dem übersichtlichen Betriebssystem gegeben hat. Ein Novum gibt's immerhin: Mit dem Nokia 9 Pureview gibt es jetzt ein echtes Topmodell mit Android One. Alle Modelle, die in diesem Jahr zur Auswahl standen, lassen sich im Preisvergleich von TechStage in allen Farb- und Ausstattungsvariationen finden. Außerdem haben wir hier noch einmal die Top-Varianten direkt gegenübergestellt.

Platz 1 der besten Smartphones mit Android One in 2019 geht an das Nokia 9 Pureview (Testbericht). Highlight des extrem eleganten und hochwertigen Gerätes ist die Penta-Kamera auf der Rückseite. Diese fabriziert zum Testzeitpunkt zwar bisweilen richtig gute Bilder, kommt aber an die Kameraelite der Konkurrenz insgesamt nicht ganz heran. Welche Smartphones wir damit meinen, haben wir hier zusammengefasst: Die besten 10 Kamera-Smartphones. Neben dem edlen Glasgewand des Nokia 9 überzeugt auch die restliche Technik.

Nokia 9 Pureview

Als Antrieb dient der Snapdragon 845, der im vergangenen Jahr noch die Speerspitze der Qualcomm-Chipsätze darstellte. Ihm stehen 6 GByte RAM zur Seite, Apps und sonstige Dateien können Nutzer im 128 GByte großen internen, leider nicht erweiterbaren Speicher ablegen. Alle Standards wie WLAN ac, GPS, NFC und LTE mit schnellem Cat.16 sind mit an Bord, außerdem ein Fingerabdrucksensor im 6 Zoll großen OLED-Display, das mit 2880 × 1440 Pixel das Schärfste unter allen Android-One-Geräten ist und ganz ohne Notch auskommt. Der 3320-mAh-Akku lässt sich sowohl kabellos, als auch kabelgebunden mit 18 Watt schnellladen. Das Spitzenpaket hat seinen Preis: Das Nokia 9 Pureview kostete zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Top 5 immer noch 459 Euro.


Das Nokia 7.2 (Testbericht) überzeugt uns als solides Android-One-Paket mit 6,3 Zoll großem IPS-LCD mit ordentlicher Auflösung von 2280 × 1080 Pixel und schnellem Snapdragon-660-Achtkerner. Auch die Speicherausstattung ist mit 6 GByte RAM und 128 GByte internem, erweiterbarem Speicher ordentlich. Die Kamera, die der Hersteller zusammen mit dem 3500-mAh-Akku als Highlight anpreist, bekommt im Test bei uns gute, aber keine sehr guten Bewertungen, insgesamt bietet das Modell ein feines Gesamtpaket ohne Überraschungen – im positiven, wie im negativen Sinn.

Der Vorsprung zum Motorola-Modell auf Platz drei ist knapp und setzt sich in erster Linie durch den zusätzlichen Weitwinkel der Kamera, den etwas größeren Arbeitsspeicher und das HDR-fähige Display zusammen. Dafür kostete das Nokia 7.2 bei Erstellung dieser Top 5 auch 320 Euro in der Topversion und damit stolze 60 Euro mehr als das One Vision.

Nokia 7.2
Nokia 7.2 Dual-SIM  64GB cyan green

Nokia 7.2 64GB

Nokia 7.2 Dual-SIM 128GB charcoal

Nokia 7.2 128GB

Nokia 7.2 Dual-SIM  64GB ice

Nokia 7.2 64GB

Nokia 7.2 Dual-SIM 128GB ice

Nokia 7.2 128GB

Nokia 7.2 Dual-SIM 128GB cyan green

Nokia 7.2 128GB

Nokia 7.2 Dual-SIM  64GB charcoal

Nokia 7.2 64GB

Das Motorola One Vision (Testbericht) kommt als einziges Modell unserer Top 5 der besten Android-One-Smartphones 2019 mit Punchhole-Notch, durch das eine Frontkamera mit 25 Megapixel lugt. Der Rest setzt entweder auf die einfachere Tropfen-Notch oder verzichtet wie das Nokia 9 Pureview gleich ganz auf eine Notch. Außerdem bietet das One Vision ein langgezogenes 21:9-Kinoformat für sein überzeugendes Display, das 6,3 Zoll groß und dank 2520 × 1080 Pixel angenehm scharf ist. Highlight ist die Dual-Kamera mit 48 Megapixel und guter Bildqualität dank optischem Bildstabilisator. Einen OIS (Optical Image Stabilizer) sind in der Mittelklasse noch immer selten, die besten Modelle haben wir in unserer Bestenliste "Smartphones mit optischem Bildstabilisator bis 300 Euro" zusammengefasst.

Als Antrieb dient dem One Vision ein potenter Exynos 9609 mit acht Kernen, der von bis zu 4 GByte RAM flankiert wird. Der interne Speicher mit bis zu 128 GByte setzt auf schnellen UFS-Standard und darf erweitert werden. Ansonsten sind alle Standards, die bei einem Smartphone für ursprünglich rund 300 Euro erwartet werden dürfen, mit an Bord. Die 3500 mAh des Akkus lassen sich dank 15-Watt-Schnellladetechnik in vergleichsweise kurzer Zeit wieder mit Strom befüllen. Das Motorola One Vision kostete in der größten Version bei Erstellung der Top 5 mit 260 Euro deutlich weniger, als das minimal besser ausgestattete Nokia 7.2.

Motorola One Vision mit OIS
Motorola One Vision Dual-SIM sapphire gradient

Motorola One Vision

Motorola One Vision Dual-SIM bronze gradient

Motorola One Vision

Mit dem Xiaomi Mi A3 beweist der chinesische Hersteller wie schon bei Vorgänger Mi A2 (Testbericht) erneut, dass er aktuell der König des Preis-Leistungs-Verhältnisses ist. Für knapp 190 Euro bekommen Käufer Technik, die entweder besser oder genauso gut wie bei der bis zu 100 Euro teureren Konkurrenz ist. Einziger Nachteil ist dabei die Auflösung des 6,1 Zoll großen Displays, die nur bei 1560 × 720 Pixel liegt. Dafür bekommen Kunden ein OLED-Display, das zudem den Fingerabdrucksensor beinhaltet.

Xiaomi Mi A3

Die Kamera erlaubt Aufnahmen mit bis zu 48 Megapixel, hinzu kommt ein Weitwinkel und eine Frontkamera mit 32 Megapixel. Xiaomi setzt auf einen potenten Snapdragon 665 und 4 GByte RAM, die größte Konfiguration bietet 128 GByte internen UFS-Speicher, der per Micro-SD-Karte erweitert werden darf. Zu den typischen Standards kommt beim Chinaphone noch ein IR-Blaster. Den 4030 mAh starken Akku können Nutzer mit 18 Watt schnellladen.

Xiaomi Mi A3  64GB not just blue

Xiaomi Mi A3 64GB

Xiaomi Mi A3 128GB kind of grey

Xiaomi Mi A3 128GB

Xiaomi Mi A3  64GB more than white

Xiaomi Mi A3 64GB

Xiaomi Mi A3 128GB not just blue

Xiaomi Mi A3 128GB

Xiaomi Mi A3  64GB kind of grey

Xiaomi Mi A3 64GB

Als letztes schafft es das knapp 200 Euro teure Nokia 6.2 in unsere Bestenliste. Im Gegensatz zum Xiaomi-Modell bietet es bei 6,3 Zoll Diagonale mit 2280 × 1080 Pixel die bessere Auflösung, kommt aber davon abgesehen in vielen Bereichen nicht an das Mi A3 heran. So setzt Hersteller HMD Global, der die Nokia-Lizenz hält, nur auf eine herkömmliche Kamera mit 16 Megapixel und einen zusätzlichen Weitwinkel, die Frontkamera bietet nur 8 Megapixel. Ein Snapdragon 636 mit acht Kernen befeuert das Nokia 6.2, 4 GByte RAM und 64 GByte interner, erweiterbarer Speicher stehen dem Nutzer zur Verfügung. Der Akku leistet 3500 mAh.

Nokia 6.2
Nokia 6.2 Dual-SIM 64GB ice

Nokia 6.2 64GB

Nokia 6.2 Dual-SIM 64GB ceramic black

Inzwischen gibt es hierzulande dutzende Smartphones mit Android One auf dem Markt, hinzugekommen sind in diesem Jahr aber lediglich neun Modelle. Zwei Drittel davon stammen von Nokia, kein Wunder also, dass der finnische Hersteller gleich mehrfach in unserer Bestenliste vertreten ist. Während wir das unter 100 Euro kostende Nokia 2.2 (nicht in unserer Liste enthalten) nur in Ausnahmefällen empfehlen würden, gilt diese Einschränkung für die aufgeführten Modelle nicht. Hier heißt es lediglich abzuwägen, ob etwa das bestplatzierte Gerät, das Nokia 9 Pureview, wirklich nötig ist – auch wenn es rein objektiv das am besten ausgestattete Modell unserer Top 5 ist.

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