Top-10-Bestenliste: E-Scooter mit Straßenzulassung | TechStage
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Top-10-Bestenliste: E-Scooter mit Straßenzulassung

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Die besten E-Scooter sind teuer. Aber auch für wenig Geld gibt es gute Modelle. Die Bestenliste zeigt die Top-10 der elektrischen Scooter mit Straßenzulassung.

Das Angebot an E-Scooter mit Straßenzulassung für den privaten Gebrauch ist riesig. Doch unsere Tests haben gezeigt, dass längst nicht alle gut sind. Dabei geht es hier um die eigene Sicherheit im Straßenverkehr, hier sollte man nicht an der falschen Stelle sparen. Worauf man alles achten muss, zeigt unser Vergleichstest: E-Scooter mit Straßenzulassung. Wer in einer größeren deutschen Stadt wohnt und vor dem Kauf erst einmal prüfen möchte, ob E-Scooter überhaupt etwas für ihn sind, sollte sich unseren Beitrag Lime, Tier, Bird, Circ, Jump & Voi: E-Scooter-Verleih im Vergleich durchlesen.

Bisher haben wir elf E-Scooter einzeln getestet. Von günstig bis teuer ist hier alles dabei, um einen guten Querschnitt des Marktes zu zeigen. Mit dem Trekstor EG6078 (Testbericht) ist jedoch ein Modell dabei, welches wir nicht empfehlen können und deshalb nichts in einer Bestenliste verloren hat.

Trotz der elf getesteten E-Scooter fehlen für eine umfassende Bestenliste noch einige Modelle. Wir bleiben an dem Thema dran und erweitern die Testreihe nach und nach mit weiteren Modellen. Die Ergebnisse fließen dann in den Vergleichstest mit ein und auch diese Bestenliste wird stets mit Updates versorgt. Alle Einzeltests und noch viel mehr sammeln wir auf unserer Themenseite E-Scooter. Wer sich noch nicht sicher ist, welche Geräteklasse für ihn die richtige ist, dem empfehlen wir unseren Vergleich: E-Klapprad oder E-Scooter? Und der Sieger ist…

Der The Urban #HMBRG (Testbericht) ist der beste von uns getestete E-Scooter. Er ist mit knapp 900 Euro zwar recht teuer, bietet dafür aber jede Menge Premium-Features, die man sonst nur bekommt, wenn man noch mehr Geld in die Hand nimmt. Dazu gehört die tolle Verarbeitung und der durchdachte sowie hochwertige Klappmechanismus, der so viel Stabilität bietet, dass sich der Fahrer in jeder Situation stets in Kontrolle fühlt. Aber auch die sehr guten Reifen, die sehr guten Bremsen, die sehr gute Reichweite und der gute Motor gehören dazu.

Ein paar Kleinigkeiten stören dann doch. So dürfte der Lenker gerne etwas höher sein. Auch wirkt das LED-Display veraltet und er startet stets auf der kleinsten Stufe. Doch das sind (außer für sehr große Menschen) im Grunde Kleinigkeiten. Der The Urban #HMBRG führt das Feld der besten E-Scooter an.

Der Iconbit Kick Tracer City IK-1969K (Testbericht) schiebt sich trotz, oder gerade wegen seines günstigen Preises auf den zweiten Platz unserer Top-10 der besten E-Scooter. Dabei zeigt er dennoch kaum Schwächen. Deswegen sit er unsere Preis-Leistungs-Empfehlung. Er beschleunigt und bremst gut und bringt eine zusätzliche Hinterradfederung mit. Die ist wegen der Vollgummireifen für eine sanftere Fahrt auch nötig. Die Verarbeitung des Iconbit IK-1969k geht in Ordnung, lediglich der Klappmechanismus hakt zu Beginn etwas und muss geschmiert werden. Seine Reichweite ist mit 18 Kilometern nicht berauschend, geht aber für den günstigen Preis in Ordnung.

Der Egret Ten V4 (Testbericht) ist ein Oberklasse-E-Scooter. Er beschleunigt dank 500-Watt-Motor sehr stark, rollt dabei leise und dank 10-Zoll-Luftreifen auch erschütterungsarm mit tollem Fahrgefühl durch die Straßen. Sein Akku ist riesig und der Rollwiderstand gering. Dadurch kommt er deutlich weiter als seine Konkurrenten bis der Akku wieder ans Netz muss. Das Bremssystem mit je einer Scheibenbremse pro Rad funktioniert sehr gut. Hervorragend ist der Klappmechanismus. Er macht eine wertigen und durchdachten Eindruck. Als einer der ganz wenigen E-Scooter kann man hier auch die Griffe umklappen. Einzig sein Lenker könnte für sehr große Personen zu niedrig sein. Der zweite Haken: Er ist teuer, richtig teuer.

Der Metz Moover (Testbericht) gehörte 2019 zu den ersten E-Scootern mit Straßenzulassung. Trotzdem wirkt er noch immer bis ins Detail durchdacht. Besonders die hohe Verarbeitungsqualität und die konsequente Verwendung hochwertiger Bauteile merkt man dem Moover einfach an. Im Punkt Fahrgefühl macht ihm keiner etwas vor. Das liegt vor allem an den großen 12-Zoll-Luftreifen, welche die allermeisten Unebenheiten abfangen und fantastisch in der Kurve liegen. Die Scheibenbremsen vorne und hinten sind die besten im Testfeld.

Der Motor ist ausreichend stark, surrt aber deutlich hörbar vor sich hin. Zusammengeklappt passt er in Kofferräume ab Golfklasse. Sein Akku ist zwar klein, dank seines geringen Rollwiderstands liegt seine Reichweite dennoch im oberen Mittelfeld. Nicht gefallen hat uns die geringe Zuladung von lediglich 94 Kilogramm, die fehlende Spritzwasserzertifizierung und der recht hoher Preis.

Der Doc Green Explorer ESA 1919 (Testbericht) kostet regulär um die 370 Euro. Aber Achtung: Der E-Scooter ist häufig bei ATU, Lidl und weiteren Händlern für um die 300 Euro im Angebot. Klar müssen Käufer gerade im Vergleich zu teureren Modellen Abstriche in Kauf nehmen. So beschleunigt er zu gemächlich, was ihn für schwere Personen disqualifiziert. Auch fehlt in Kombination mit den Honeycomb-Reifen eine Federung, um das Fahrgefühl weicher zu gestalten und die Bauteile zu entlasten. Richtig nervig und im schlimmsten Fall sogar gefährlich können die Bremsen sein, die stets zu abrupt einsetzen. Dafür hat er aber auch den kürzesten Bremsweg aller von uns getesteten E-Scooter.

Gut ist seine Verarbeitung, das sichere Fahrgefühl, die Integration des Lichts und der Klappmechanismus. Selbst die Reichweite, die mit gut 15 km eher moderat ausfällt, ist in Anbetracht des günstigen Kaufpreises absolut in Ordnung.

Der Trekstor EG3178 (Testbericht) kostet nur gut 540 Euro und ist trotzdem richtig gut. Vor allem hat er keine, wie sonst in dem Preissegment üblich, großen Schwächen. Der Motor ist ausreichend stark und die Bremskombination bestehend aus einer Scheibenbremse am Rückrad und der Motorbremse am Vorderrad verrichtet ihre Zweck zufriedenstellend. Insgesamt fühlt man sich auf den E-Scooter beim Fahren sicher. Seine 8,5-Zoll-Reifen bestehen aus Hartgummi mit Honigwabenmuster. Um grobe Stöße abzufangen, baut Trekstor eine Federung ein. Aufpassen muss man beim Klappmechanismus. Hier kann es nötig sein, zunächst eine Stellschraube zu justieren. Mehr Details im Einzeltest.

Der Trekstor EG4061 (Testbericht) ist richtig gut und der einzige E-Scooter in unserer Top-10 mit einem Wechselakku. Wir mögen neben der Möglichkeit, den Akku zu wechseln, besonders das sehr angenehme und sichere Fahrgefühl. Aber auch das Bremssystem funktioniert zuverlässig und der Motor ist ausreichend stark. Die Optik gefällt dank des schlichten Designs mit den orangefarbenen Elementen, die Verarbeitung macht einen vernünftigen Eindruck.

In einigen Details gibt es Verbesserungsbedarf. So kann man die Akkuklappe nicht abschließen. Lässt man den Trekstor EG4160 also (möglichst mit einem Handschellenschloss angebunden) stehen, sollte man den zum Glück recht leichten Akku mitnehmen. Ein Ersatzakku ist 229 Euro teuer. Auch ist die maximale Reichweite geringer als bei vielen anderen E-Scootern unserer Bestenliste.

Die Tier-Scooter rollen seit Mitte 2019 als Leihroller durch die meisten deutschen Großstädte. Das heißt, sie sind darauf ausgelegt, möglichst robust und fehlerresistent zu sein. Nun tauscht Tier seine gesamte Flotte gegen Modelle mit wechselbarem Akku aus. Die alte Flotte wird generalüberholt und unter dem Namen Mytier (Testbericht) verkauft. Dabei bekommen Käufer für 700 Euro einen fast unzerstörbaren Elektroroller. Einfach alles an ihm wirkt wie aus einem Guss, selbst die Klingel umschließt unkaputtbar den Lenker. Die Bremsen sind topp, der Motor nicht sehr stark aber ausreichend. Insgesamt fährt er sich trotz Hartgummireifen angenehm, was auch an der doppelten hydropneumatischen Federung des Vorderrads liegt.

Einen Klappmechanismus hat er nicht. Das macht ihn zwar nochmal ein wenig robuster, allerdings auch deutlich weniger flexibel. In normale Autos passt er so kaum. Und auch das Tragen des Mytier ist eine echte Herausforderung. Auch verfügt er über keinen einzigen physischen Knopf und kann nur per App ein- und ausgeschaltet werden, was ziemlich nervt. Ansonsten bekommen Kunden hier für 700 Euro richtig viel geboten.

Der Mytier ist in weiten Teilen baugleich zum hier im Preisvergleich verlinkten SXT Max.

Das Beste am Soflow S06 (Testbericht) ist sein sehr günstiger Preis. Denn zusammen mit einem 1und1-Vertrag bekommt man ihn für lediglich 120 oder 240 Euro. Zum Beispiel kostet die 1&1 All-Net-Flat LTE M mit 10 GByte Datenvolumen monatlich 25 Euro. Wer hier 240 Euro drauflegt, bekommt den Solfow S06 gleich dazu. Bedenkt man die angebliche UVP von 799 Euro, ist das ein echtes Schnäppchen. Auf dem freien Markt gibt es den Soflow S06 nicht.

Dabei ist der Soflow S06 ein solider E-Scooter. Im Test gefällt uns besonders seine gefällige Optik und seine ordentliche Verarbeitung. Der Motor ist nicht der stärkste und der Klappmechanismus macht nicht den Eindruck, als würde er viele Jahre mitmachen. Richtig genervt sind wir von der elektronischen Vorderbremse, die immer dann zugreift, wenn der Fahrer nicht beschleunigt. Trotzdem ist er gut. Denn das Gesamtpaket ist unter dem Strich stimmig, gerade wenn man den sehr günstigen Preis bedenkt.

Soflow S06 (19 Bilder)

Im Grunde ist der IO Hawk Sparrow Legal ein guter E-Scooter. Er fährt sich bequem und ruhig, ist ausreichend motorisiert und kommt mit starkem Akku. Das Display ist perfekt integriert und gut lesbar, die Bremse ausreichend.

Doch mit der Legal-Variante kommen die Probleme. Denn ursprünglich hatte der Sparrow schön integrierte Front- und Rückleuchten, die für die Straßenzulassung mit neuen ersetzt wurden. Diese wirken aufgesetzt und der Fahrer muss sie manuell ein- und ausschalten. Die Lenkstange rastet zum Tragen nicht mehr am Schutzblech ein, der mitgelieferte Trageriemen ist kein adäquater Ersatz. Die Vorschrift einer zweiten, unabhängigen Bremse erfüllt IO Hawk mit der Rücktrittbremse, die allerdings für den Fahrer zur ohnehin vorhandenen Scheibenbremse am Hinterrad keine Mehrwert bietet. Hier wäre eine zusätzliche Bremse für das Vorderad deutlich sinnvoller gewesen.

IO Hawk Sparrow Legal (18 Bilder)

Aktuell gilt für E-Scooter mit Straßenzulassung: Wer viel investiert bekommt auch viel geboten. Gerade bezüglich ihrer Laufleistung und des Fahrgefühls machen dem The Urban #HMBRG (Testbericht), dem Egret Ten V4 (Testbericht) und dem Metz Moover (Testbericht) so schnell niemand etwas vor. Doch es gibt mit dem Iconbit Kick Tracer City IK-1969K (Testbericht) und dem Doc Green Explorer ESA 1919 (Testbericht) aber auch für 300 bis 400 Euro ordentliche Alternativen.

Der E-Scooter-Markt ist momentan deutlich in Bewegung. Wir empfehlen unsere Themenseite E-Scooter im Blick zu behalten. Dort sammeln wir weiterhin alle Einzeltests, Kaufberatungen und Ratgeber. 2020 hat sich bisher als das Jahr der E-Klappräder gezeigt. Warum die sich zum Pendeln besser eignen als E-Sooter, zeigen wir im Vergleich: E-Klapprad oder E-Scooter? Und der Sieger ist…

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