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Top-10: Die besten Smartphones mit Android One

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von und Kamal  //   //  Erstveröffentlichung:

Update-Garantie und übersichtliche Oberfläche sollen Käufer von Android-One-Smartphones anlocken. Wir zeigen die zehn besten Smartphones mit Android One.

Das Android One ist eine modifizierte Version des Universalbetriebssystems Android. Geräte, die mit Android One ausgestattet sind, durchlaufen eine besondere Zertifizierung von Google. Erst danach dürfen sie auf den Markt und bekommen mindestens zwei der jährlichen Upgrades auf neue Android-Versionen sowie drei Jahre lang Sicherheits-Updates.

Darüber hinaus ist es das Ziel, die Oberfläche des Telefons getreu dem Motto „weniger ist mehr“ sauber und schlank zu halten. Konkret bedeutet das, dass Hersteller auf Bloatware und umfangreiche Anpassungen des User-Interface verzichten. Doppelte Applikationen für ein und denselben Einsatzzweck, wie sie beispielsweise Samsung und Huawei für Bildergalerie oder Browser installieren, sind nicht vorhanden. Stattdessen gibt es die Lösungen von Google wie Fotos oder den Chrome-Browser. Dadurch ist die Oberfläche der Android-One-Smartphones geradlinig, übersichtlich und einfach zu verstehen – wer ein Android-One-Smartphone kennt, kennt sie Software-seitig alle.

Was in der Theorie praktisch klingt, könnten einige als langweilig ansehen – vielleicht ist das einer der Gründe, warum es im Jahr 2019 hierzulande nicht einmal ein volles Dutzend neuer Geräte mit dem übersichtlichen Betriebssystem gegeben hat und im ersten Quartal 2020 nur ein Gerät dazugekommen ist: das Nokia 5.3. An der Spitze unserer Top-10 steht nach wie vor das Nokia 9 Pureview, bei dem es sich als einzigem Smartphone um ein echtes Highend-Modell handelt. Inzwischen hat das Gerät Android 10 per Update erhalten. Alle Modelle, die in diesem und im vergangenen Jahr zur Auswahl standen, lassen sich im Preisvergleich in allen Farb- und Ausstattungsvariationen finden. Außerdem haben wir hier noch einmal die Top-Varianten direkt gegenübergestellt.

Platz 1 der besten Smartphones mit Android One in 2020 geht erneut an das Nokia 9 Pureview (Testbericht). Höhepunkt des extrem eleganten und hochwertigen Gerätes ist die Penta-Kamera auf der Rückseite. Diese fabriziert zum Testzeitpunkt zwar bisweilen richtig gute Bilder, kommt aber an die Kameraelite der Konkurrenz insgesamt nicht ganz heran. Welche Smartphones wir damit meinen, haben wir hier zusammengefasst: Die besten 10 Kamera-Smartphones. Neben dem edlen Glasgewand des Nokia 9 überzeugt die restliche Technik.

Nokia 9 Pureview

Als Antrieb dient der Snapdragon 845, der im vergangenen Jahr noch die Speerspitze der Qualcomm-Chipsätze darstellte. Ihm stehen 6 GByte RAM zur Seite, Apps und sonstige Dateien können Nutzer im 128 GByte großen internen, leider nicht erweiterbaren Speicher ablegen. Alle Standards wie WLAN ac, GPS, NFC und LTE mit schnellem Cat.16 sind mit an Bord, außerdem ein Fingerabdrucksensor im 6 Zoll großen OLED-Display, das mit 2880 × 1440 Pixel das Schärfste unter allen Android-One-Geräten ist und ganz ohne Notch auskommt. Der 3320-mAh-Akku lässt sich sowohl kabellos als auch kabelgebunden mit 18 Watt schnellladen. Das Spitzenpaket hat seinen Preis: Das Nokia 9 Pureview kostete zum Zeitpunkt der Aktualisierung dieser Top-10 wieder 489 Euro nach 459 Euro Ende 2019. Inzwischen gab es ein Update auf Android 10.

Das Nokia 7.2 (Testbericht) überzeugt uns als solides Android-One-Paket mit 6,3 Zoll großem IPS-LCD mit ordentlicher Auflösung von 2280 × 1080 Pixel und schnellem Snapdragon-660-Achtkerner. Die Speicherausstattung ist mit 6 GByte RAM und 128 GByte internem, erweiterbarem Speicher ordentlich. Die Kamera, die der Hersteller zusammen mit dem 3500-mAh-Akku als Highlight anpreist, bekommt im Test bei uns gute, aber keine sehr guten Bewertungen. Insgesamt bietet das Modell ein feines Gesamtpaket ohne Überraschungen – im positiven wie im negativen Sinn.

Der Vorsprung zum Motorola-Modell auf Platz drei ist knapp und setzt sich in erster Linie durch den zusätzlichen Weitwinkel der Kamera, den etwas größeren Arbeitsspeicher und das HDR-fähige Display zusammen. Dafür kostete das Nokia 7.2 bei Aktualisierung dieser Top-10 rund 290 Euro in der Topversion und damit stolze 50 Euro mehr als das One Vision. Derzeit gibt es nur Android 9 für das Nokia-Modell.

Nokia 7.2

Das Motorola One Vision (Testbericht) kommt als einziges Modell unserer Top-10 der besten Android-One-Smartphones 2020 mit Punchhole-Notch, durch das eine Frontkamera mit 25 Megapixel lugt. Der Rest setzt entweder auf die einfachere Tropfen-Notch oder verzichtet wie das Nokia 9 Pureview gleich ganz auf eine Aussparung im Bildschirm. Außerdem bietet das One Vision ein langgezogenes 21:9-Kinoformat für sein überzeugendes Display, das 6,3 Zoll groß und dank 2520 × 1080 Pixel angenehm scharf ist. Höhepunkt ist die Dual-Kamera mit 48 Megapixel und guter Bildqualität dank optischem Bildstabilisator. Einen OIS (Optical Image Stabilizer) sind in der Mittelklasse noch immer selten, die besten Modelle haben wir in unserer Bestenliste "Smartphones mit optischem Bildstabilisator bis 300 Euro" zusammengefasst.

Als Antrieb dient dem One Vision ein potenter Exynos 9609 mit acht Kernen, der von bis zu 4 GByte RAM flankiert wird. Der interne Speicher mit bis zu 128 GByte setzt auf schnellen UFS-Standard und darf erweitert werden. Ansonsten sind alle Standards, die bei einem Smartphone für ursprünglich rund 300 Euro erwartet werden dürfen, mit an Bord. Die 3500 mAh des Akkus lassen sich dank 15-Watt-Schnellladetechnik in vergleichsweise kurzer Zeit wieder mit Strom befüllen. Das Motorola One Vision kostete in der größten Version bei Aktualisierung der Top-10 mit 240 Euro deutlich weniger, als das minimal besser ausgestattete Nokia 7.2 und es hat schon Android 10.

Motorola One Vision mit OIS

Mit dem Xiaomi Mi A3 beweist der chinesische Hersteller wie schon bei Vorgänger Mi A2 (Testbericht) erneut, dass er aktuell der König des Preis-Leistungs-Verhältnisses ist. Für knapp 230 Euro bekommen Käufer Technik, die teilweise entweder besser oder genauso gut wie bei der bis zu 100 Euro teureren Konkurrenz ist. Einziger Nachteil ist dabei die Auflösung des 6,1 Zoll großen Displays, die nur bei 1560 × 720 Pixel liegt. Dafür bekommen Kunden ein OLED-Display, das zudem den Fingerabdrucksensor beinhaltet.

Xiaomi Mi A3

Die Kamera erlaubt Aufnahmen mit bis zu 48 Megapixel, hinzu kommt ein Weitwinkel und eine Frontkamera mit 32 Megapixel. Xiaomi setzt auf einen potenten Snapdragon 665 und 4 GByte RAM, die größte Konfiguration bietet 128 GByte internen UFS-Speicher, der per Micro-SD-Karte erweitert werden darf. Zu den typischen Standards kommt beim Chinaphone noch ein IR-Blaster. Den 4030 mAh starken Akku können Nutzer mit 18 Watt schnellladen. Das Mi A3 hat bereits ein Update auf Android 10 bekommen.

Als Nächstes schafft es das rund 212 Euro teure Nokia 6.2 in unsere Bestenliste. Im Gegensatz zum Xiaomi-Modell bietet es bei 6,3 Zoll Diagonale mit 2280 × 1080 Pixel die bessere Auflösung, kommt aber davon abgesehen in vielen Bereichen nicht an das Mi A3 heran. So setzt Hersteller HMD Global, der die Nokia-Lizenz hält, nur auf eine herkömmliche Kamera mit 16 Megapixel und einen zusätzlichen Weitwinkel, die Frontkamera bietet nur 8 Megapixel. Ein Snapdragon 636 mit acht Kernen befeuert das Nokia 6.2, 4 GByte RAM und 64 GByte interner, erweiterbarer Speicher stehen dem Nutzer zur Verfügung. Der Akku leistet 3500 mAh.

Nokia 6.2

Als herausragende Besonderheit nennt Hersteller Motorola beim One Action (Testbericht) die Möglichkeit, Querformatvideos hochkant zu drehen – das soll bequemer sein. Dafür greifen Nutzer auf eine Triplecam mit 12, 16 und 5 Megapixel zurück, die aus Normal- und Weitwinkel sowie Tiefensensor besteht. Neben der Kamera ist auch die restliche Ausstattung solide.

Das 6,3 Zoll große Display im 21:9-Format bietet erweiterte 1080p-Auflösung mit Punchhole-Notch, als Antrieb dient ein Exynos-Octa-Core mit bis zu 2,2 GHz und 4 GByte RAM. Intern bietet das One Action 128 GByte, die auf Wunsch erweitert werden können. Der Akku mit 3500 mAh stellte sich im Test als ausreichend ausdauernd heraus. Dank Update ist bereits Android 10 verfügbar. Aktuell kostet das Gerät um 179 Euro.0

Motorola One Action mit hochkant-aufgenommenen Querformat-Videos

Mit dem Nokia 5.3 kommt das erste 720p-Gerät in unsere Top-10. Die Bildpunkte verteilen sich auf einer Bildschirmdiagonalen von 6,55 Zoll, die Notch ist Tropfen-förmig. Die Kamera hat ebenfalls drei Objektive, die mit 13, 5 und 2 Megapixel allerdings etwas niedrigere Auflösung bieten.

Der Antrieb stammt von Qualcomm, der Snapdragon 665 ist zusammen mit 4 GByte RAM für den aufgerufenen Preis von aktuell rund 209 erstaunlich leistungsstark. Einsparungen macht der Hersteller beim internen Speicher, der im Vergleich zum günstigeren Motorola One Action nur 64 GByte groß ist. Dafür ist der Akku auf dem Papier mit 4000 mAh nominell stärker. Android 10 gibt es bereits.

Das ist beim Motorola One Macro noch anders, hier sollte demnächst ein Update auf Android 10 erfolgen. Hardware-technisch bekommen Käufer hier ein 6,2 Zoll großes HD+-Display und eine Triplecam mit 13, 2 und noch einmal 2 Megapixel. Die beiden 2-Megapixler sind für Nahaufnahmen und künstliches Bokeh gedacht.

Als Antrieb dient im One Macro ein Mediatek Helio P70, der von 4 GByte RAM Unterstützung erhält. Daten finden im erweiterbaren, 64 GByte großen internen Speicher Platz. Auch hier gibt es einen Akku mit 4000 mAh zum Preis von aktuell rund 153 Euro. Achtung: NFC ist nicht an Bord.

Das Nokia 4.2 (Testbericht) muss derzeit noch mit Android 9 auskommen. Technisch tut sich zum Gerät auf Platz 10 nicht viel, allerdings ist das Nokia-Smartphone mit derzeit rund 109 Euro wesentlich günstiger und jünger ist es obendrein. Mit 5,7 Zoll und HD+-Auflösung ist das Modell das kleinste Gerät im Vergleich.

Die Kamera hat zwei Objektive mit 13 und 2 Megapixel, angetrieben wird das Nokia 4.2 von einem Snapdragon 439 mit 3 GByte RAM. 32 GByte erweiterbarer interner Speicher sind für den aufgerufenen Preis mehr als in Ordnung, der Akku leistet 3000 mAh.

Nokia 4.2

Das Motorola One (Testbericht) hat noch kein Update auf Android 10 erhalten, aufgrund des höheren Alters (Marktstart war Ende 2018) kam als letztes ein Update auf Android 9. Zwar ist der Prozessor stärker als im neunt-platzierten Nokia-Modell, allerdings kostet das Motorola-Modell bei ansonsten ähnlicher Technik deutlich mehr. Im One kommt ein Snapdragon 625 mit 3 GByte RAM zum Einsatz, der interne Speicher ist erweiterbar und fasst 32 GByte. Die Dual-Kamera hat Objektive mit 13 und 2 Megapixel, der Akku leistet 3000 mAh. Preislich liegt das Motorola One aktuell bei etwa 190 Euro.


Inzwischen gibt es hierzulande dutzende Smartphones mit Android One auf dem Markt, hinzugekommen sind in 2019 und dem ersten Quartal 2020 aber lediglich zehn Modelle. Zwei Drittel davon stammen von Nokia, kein Wunder also, dass der finnische Hersteller gleich mehrfach in unserer Bestenliste vertreten ist. Während wir das unter 100 Euro kostende Nokia 2.2 (nicht in unserer Liste enthalten) nur in Ausnahmefällen empfehlen würden, gilt diese Einschränkung für die aufgeführten Modelle nicht. Hier heißt es lediglich abzuwägen, ob etwa das bestplatzierte Gerät, das Nokia 9 Pureview, wirklich nötig ist – auch wenn es rein objektiv das am besten ausgestattete Modell unserer Top-10 ist.

Wer nicht auf Android One festgelegt ist, sollte sich unsere Bestenliste: Top-10 der Smartphones bis 200 Euro und unsere Kaufberatung: Smartphones mit OLED bis 300 Euro anschauen.

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