Top 10: Die besten Smartphones 2020 bis 300 Euro | TechStage
TechStage
Logo Qwant

Ein Angebot von

Top 10: Die besten Smartphones 2020 bis 300 Euro

von  // 

Mehr als ein Einsteiger-Smartphone soll das neue Handy schon können, aber nicht viel kosten? Wir zeigen die besten Smartphones bis 300 Euro.

Selbst manch 100-Euro Smartphone hat inzwischen überraschend viel Technik zu bieten, wie unser Ratgeber: Wie viel Smartphone gibt es bis 100 Euro eindrucksvoll zeigt. Dennoch können moderne Mittelklasse-Mobiltelefone noch einmal einiges mehr, für einen spürbaren Technologiesprung müssen Käufer dann aber schon ein paar Euro mehr in die Hand nehmen. Das macht sich in so gut wie jedem Bereich der Ausstattung bemerkbar. Aber Obacht: Wie immer sind ältere Modelle preislich verlockend, wir empfehlen aber, Smartphones, die älter als aus 2019 sind, nur in Ausnahmefällen zu kaufen. Wir haben für diese Top 10 sogar nur auf Geräte aus 2020 zurückgegriffen - nur so ist eine lange Update-Versorgung gewährleistet.

Im Preisbereich bis 300 Euro sollten Interessenten Smartphones ausklammern, die weniger als Full-HD+ als Auflösung bieten. Außerdem gibt es in diesem Preisbereich die ersten OLED-Bildschirme, die mit besonders gutem Schwarzwert, hohen Kontrasten, intensiver Sättigung sowie hervorragender Blickwinkelstabilität punkten. Außerdem kommen inzwischen immer mehr Modelle mit höherer Bildwiederholungsrate von 90 oder sogar 120 Hertz auf den Markt. Inhalte lassen sich damit noch flüssiger wiedergeben. Aktuell sind unter 300 Euro aber in erster Linie LCDs mit höherer Hertz-Zahl zu finden, OLEDs haben hier weiterhin 60 Hertz. In unserem Display-Kompendium geben wir einen genauen Überblick zu Bildschirm-Techniken und -Auflösungen.

Beim Arbeitsspeicher sollten 6 GByte die unterste Grenze sein, beim internen Speicher 128 GByte - warum weniger akzeptieren, wenn es so viel problemlos unter 300 Euro gibt? Einige wenige Modelle bieten sogar 8 GByte RAM und/oder 256 GByte erweiterbaren Datenspeicher.

Gerade in der Mittelklasse tummeln sich viele Smartphones mit Mediatek-Chips, inzwischen bieten aber immer mehr Modelle Chipsätze von Marktführer Qualcomm. Die Mediatek-Chips sind leistungstechnisch meist durchaus konkurrenzfähig, bieten aber Nachteile bei der Update-Versorgung und bisweilen beim Stromverbrauch. Echte Gründe, entsprechende Modelle zu meiden, gibt es aber aus unserer Sicht nicht. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann natürlich nach Smartphones mit Qualcomm- oder Huawei-Chips Ausschau halten. Die „Billighersteller“ wie Spreadtrum findet man in dieser Preisklasse nicht mehr, gleiches gilt für Chipsätze mit weniger als 8 CPU-Kernen. Beispiele für vernünftige Chips sind Mediatek Helio P70 oder G90T, Qualcomm Snapdragon 730 oder 765 oder der Huawei Kirin 810.

Der Großteil der Smartphones bis 300 Euro kommt mit Quad-Cam zum Kunden, doch hier müssen Interessenten aufmerksam sein. Denn während Topmodelle jenseits der 600 Euro mittlerweile mit Haupt-, Weitwinkel- und Teleobjektiv sowie Tiefensensor ein universell einsetzbares Paket liefern, setzten in der hier behandelten Preisklasse immer noch viele Hersteller gern auf Makro- statt Telelinse. Die sind dann zu allem Überfluss gern mit sehr niedriger Megapixelzahl gekoppelt. Diese niedrig auflösenden Makro-Kameras sind normalerweise im Alltag kaum zu gebrauchen, sodass von den vier angepriesenen Kameras nicht drei, sondern sogar nur zwei wirklich sinnvoll Verwendung finden können. Dieses Thema haben wir in unserem Ratgeber Budget-Phone mit Triple-Cam: Mehr als ein Marketing-Gag? ausführlich beleuchtet.

Der neue Datenstandard 5G ist bis 300 Euro meist nicht in Smartphones vertreten, das dürfte aber früher oder später stärker kommen. Noch ist das aber gar nicht nötig, da zumindest in Deutschland die Netzabdeckung mit 5G derzeit äußerst lückenhaft ist. Ansonsten bieten Mittelklasse-Smartphones heute fast alles, was die Oberklasse hat. Das geht von Fingerabdrucksensoren im Bildschirm über NFC, Bluetooth, WLAN und GPS bis hin zu USB-C und Schnellladefunktionen. Die Einschränkungen liegen oft im Detail. So hat bislang Wifi-6 noch kaum Einzug in die Mittelklasse bis 300 Euro gehalten, stattdessen müssen Nutzer mit Wifi-5 (802.11ac) Vorlieb nehmen. Wasserdichtigkeit und kabelloses Laden sind ebenfalls höchst selten.

Den ersten Platz in unserem Ranking belegt das Realme X50 5G (Testbericht). Es ist nicht nur das einzige Modell in unserer Top 10, das trotz des Preises von inzwischen knapp unter 300 Euro den neuen Funkstandard 5G beherrscht, sondern es schlägt sich auch sonst in allen Belangen sehr gut. So gibt das 6,57 Zoll große IPS-Display 120 Bilder pro Sekunde wieder, das Modell verfügt über eine Quad-Cam mit bis zu 64Megapixel sowie Weitwinkel- und Teleobjektiv und es wird vom starken Snapdragon 765G angetrieben. 6GByte RAM, 128 GByte interner (erweiterbarer) Speicher sowie ein 4200 mAh starker Akku mit 30-Watt-Schnellladen runden das tolle Gesamtpaket ab. Android 10 ist wie bei fast allen Mitbewerbern in dieser Auflistung ebenfalls schon ab Werk dabei.

Ebenfalls gerade so unter die 300-Euro-Marke gefallen ist das Realme 6 Pro (Vergleichstest). Beim Screen gibt es nur wenige Unterschiede zum erstplatzierten Geschwistermodell, allerdings schafft das Panel beim 6 Pro nur 90 Hertz. Beim Kameraaufbau herrscht ebenfalls weitestgehend Übereinstimmung, erneut setzt der Hersteller auf eine Quad-Cam mit bis zu 64 Megapixel, Weitwinkel- und Teleobjektiv. Im Gegensatz zum X50 kommt das Realme 6 Pro mit 3,5-Millimeter-Anschluss und entgegen dem Realme 6 (Testbericht) wird es von einem Snapdragon 720G angetrieben. Hinzu kommen stattliche 8 GByte RAM und 128 GByte erweiterbarer interner Speicher. Der Akku ist mit 4300 mAh minimal größer als beim X50, lädt aber genauso schnell.

Xiaomi, das in den letzten Monaten in unseren Bestenlisten oft ganz oben mitspielte, kommt bei diesem Update “nur” auf den dritten Platz. Das Xiaomi Mi 10 Lite (Testbericht) bietet erstmals in unserer Top 10 ein OLED-Display mit HDR10+-Unterstützung, je nach persönlichem Geschmack kann das mehr Wert sein, als IPS mit 90 oder 120 Hz. Dafür liegt das Modell bei der Kamera klar hinten. Zwar steht im Datenblatt ebenfalls eine Quad-Cam, die besteht aber aus 48-Megapixel-Hauptkamera und Weitwinkel, der Rest besteht nur aus erfahrungsgemäß überflüssiger Makro- und Tiefenschärfelinse. Neben 3,5-Millimeter-Linse gibt es den bei Xiaomi-Modellen obligatorischen Infrarot-Sender. Als Antrieb dient der starke Snapdragon 765G, der auch im erstplatzierten Realme-Modell steckt. 6 GByte RAM und 128 GByte erweiterbarer Speicher gehören ansonsten zum Standard in dieser Preisklasse. Die 4160 mAh werden nur mit 20 Watt befüllt, das dauert länger als bei der Konkurrenz.

Und noch ein Realme-Modell: Das brandneue Realme 7 Pro glänzt ebenfalls mit OLED-Display und setzt auf Quad-Cam mit bis zu 64 Megapixel. Dieses Mal gibt es allerdings nur einen Weitwinkel, hinzu kommen Makro- und Tiefenschärfesensor. Ein Teleobjektiv fehlt leider – das ist in der Preisklasse bis 300 Euro allerdings immer noch überwiegend normal. Als Antrieb arbeitet im Realme 7 Pro ein Snapdragon 720G, der von 8 GByte RAM flankiert wird. Die 128 GByte interner Speicher sind wie fast immer bei Android-Modellen erweiterbar. Ein Highlight am neuen Modell ist der Akku mit 4500 mAh, der mit 65 Watt schnellgeladen werden kann.

Mit der Poco-Reihe mischt Xiaomi den Markt richtig auf. Das Poco X3 NFC (Testbericht) kostet deutlich unter 300 Euro und ist das günstigste Modell in unserer derzeitigen Top 10 – und dennoch ist es nicht auf dem letzten Platz. Stattdessen in der Mitte: Kein Wunder bei fast 6,7 Zoll großem IPS-Display mit 120-Hz-Wiedergabe und 64-Megapixel-Quad-Cam – auch wenn die leider auch aus Makro- und Tiefenschärfesensor besteht. Beim Antrieb mischt das Smartphone hingegen wieder weit oben mit: Der Snapdragon 732G kann zwar nicht mit Spitzenmodellen mithalten, sorgt aber im Alltag für sehr gute Performance. Unterstützt wird der Chip von 6 GByte RAM, in der hier beschrieben Version wird das alles mit 128 GByte internem Speicher kombiniert. 5160 mAh sorgen für gutes Durchhaltevermögen und dank 33-Watt-Schnellladen ist der Akku wieder fix gefüllt.

Mit dem Motorola One Fusion+ ist dem Hersteller ein guter Wurf gelungen. Der 6,5 Zoll große Bildschirm stellt HDR10-Inhalte dar, die Quad-Cam knipst Bilder mit bis zu 64 Megapixel. Brauchbar ist außerdem der Weitwinkel – im Gegensatz zu Makro- und Tiefenschärfesensor. Ein Snapdragon 730 sorgt für ordentlich Power, mit 6 GByte RAM und 128 GByte internem Speicher sind Käufer auf der sicheren Seite. Der Akku ist mit 5000 mAh ziemlich ausdauernd, Nachladen klappt mit 15 Watt aber nur bedingt schnell.

6,44 Zoll OLED – das klingt gut. So ein Screen steckt im Vivo Y70, hinzu kommt eine Hauptkamera mit 48 Megapixel. Leider wird die Triple-Cam von Makro- und Tiefensensor flankiert, brauchbare Linsen wie Weitwinkel oder gar Teleoptik fehlen leider. Der Snapdragon 665 im Smartphone gehört nicht mehr zu den aktuellsten Chips, leistet aber dennoch sehr gute Arbeit und kommt mit gleich 8 GByte RAM zum Kunden. Für Daten stehen 128 GByte interner Speicher zur Verfügung - natürlich erweiterbar. Mit 33 Watt ist der 4100 mAh starke Akku wieder recht flott geladen.

Vor dem Update war das Huawei P30 Lite New Edition (Vergleichstest) wegen seines großen Speichers auf dem ersten Platz. Inzwischen hat sich aber richtig viel getan, entsprechend ist das Gerät auf Rang 8 abgerutscht. Es bietet mit vergleichsweise kleinem IPS-Display (6,15 Zoll), Triple-Cam und 6 GByte RAM inzwischen eher Standardkost. Highlight ist aber der 256 GByte große interne Speicher, der zusätzlich erweitert werden darf. Wegen des kleinen Displays reicht auch ein vergleichsweise kleiner Akku mit nur 3340 mAh, der immerhin mit 18 Watt geladen wird. Größtes Manko: Es gibt nach wie vor kein Android 10 für das Modell!

Umidigi kennen hierzulande nicht viele Menschen, dabei stellt das Unternehmen interessante Smartphones her. Eines davon ist das S5 Pro, das mit 6,39 Zoll großem OLED-Screen, Quad-Cam mit bis zu 48 Megapixel und Weitwinkel und starkem Mediatek Helio G90T punktet. Hinzu kommen 6 GByte RAM und stolze 256 GByte interner Speicher (erweiterbar). Der Akku mit seinen 4680 mAh ist ziemlich ausdauernd, er lässt sich mit 18 Watt laden.

Last but not least hat es das ZTE Axon 11 in unsere Top 10 geschafft. Auch ZTE kennen in Deutschland längst nicht alle Menschen, obwohl der Hersteller schon seit Jahren hier offiziell Smartphones verkauft. Das Axon 11 bietet ein 6,47 Zoll großes OLED-Display, eine Quad-Cam mit 48 Megapixel und Weitwinkel sowie einen Helio P70, der von 6 GByte RAM flankiert wird. 128 GByte interner Speicher schluckt Daten, die können auf Wunsch auch auf eine Micro-SD ausgelagert werden. Der Akku leistet 4000 mAh und wird mit bis zu 18 Watt geladen.

Der Unterschied von Modellen um 100 bis 150 Euro zu Smartphones von 250 bis 300 Euro ist teils gravierend. Bei den in dieser Bestenliste aufgeführten Geräten muss sich niemand Gedanken machen, ob er damit im nächsten oder übernächsten Jahr noch arbeiten kann – das wird funktionieren, sofern kein Hardware-Defekt dazwischenkommt. Denn die verwendeten Chipsätze bieten ausreichende Reserven, gleiches gilt für internen Speicher, RAM und restliche Ausstattung.

Hinzu kommen bei größerer Ausgabe vor allem Luxus-Features wie Wasserdichtigkeit, 120-Hz-Displays und kabelloses Laden. Einen guten Sprung machen noch teurere Modelle außerdem bei der Kameraqualität, vor allem bei Aufnahmen bei wenig Licht. Wer darauf besonderen Wert legt, sollte einen Blick in unsere Top 10 der Kamera-Smartphones werfen. Alternativ zeigen wir in unserer Top 10 der Smartphones bis 200 Euro günstigere und in unserem Ratgeber: Die besten Smartphones bis 400 Euro kostspieligere Modelle. All unsere Bestenlisten und Ratgeber werden mehrfach im Jahr aktualisiert, der letzte Stand ist oben über dem Artikel zu sehen.

Einloggen, um Kommentare zu schreiben