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Top 10: Das sind die besten Smartphones bis 500 Euro

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1000 Euro sind definitiv zu viel für ein Smartphone? Kein Problem, es gibt für 500 Euro fast genauso gute Geräte. Wir sagen, worauf man beim Kauf achten muss.

Die Topmodelle der namenhaften Hersteller stehen natürlich im Rampenlicht. Samsung Galaxy S20 Ultra (Testbericht), Xiaomi Mi 10 Pro und Huawei P40 Pro (Testbericht) wecken Begierde, weil sie technisch das Beste des Besten in sich vereinen. Ein Blick auf den Preis macht dann aber auch schnell klar, dass sich die Unternehmen dafür fürstlich bezahlen lassen, so kommt schnell die Ernüchterung. Über 1000 Euro für einen Gebrauchsgegenstand wie ein Smartphone können oder wollen längst nicht alle ausgeben und das ist auch nicht unbedingt nötig. Denn tatsächlich bekommen Interessenten mit ein wenig Mühe bei der Suche (Preisvergleich mit Filter) Modelle, die kaum weniger können, dafür aber weit weniger kosten. Wer sich diese Mühe nicht machen möchte, sollte einfach weiterlesen.

In der Preisklasse von 400 bis 500 Euro sind Auflösungen unterhalb FHD+ nicht mehr zu finden – darüber aber auch noch nicht. Bei durchschnittlichen Diagonalen von um 6,4 Zoll ergibt das etwas mehr als 400 Pixel pro Zoll (PPI) und sorgt auch ohne 2K- oder gar 4K-Auflösung für scharfe Darstellung. Als Technologie steht OLED ganz oben auf der Anforderungsliste – nicht, weil nicht auch IPS-LCDs gut sein könnten, OLED gibt aber das extra-Quäntchen Schwarzwert und Farbintensität. LCD ist in diesen Preisregionen daher die Ausnahme.

6 GByte RAM sind Pflicht, 8 GByte zwischen 400 und 500 Euro möglich. Als Antrieb sollte normalerweise ein Spitzenchipsatz des laufenden oder des vergangenen Jahres dienen, etwa Qualcomms Snapdragon 855 (Plus) oder Samsungs Exynos 9810/9820. Das Pendant von Huawei ist der Kirin 980, Mediatek oder andere Anbieter günstiger Chips sind in dieser gehobenen Preisregion nicht mehr anzutreffen. Ausnahmen sind generell aber immer möglich. So setzen einige der Smartphones in unserer Auflistung etwa auf einen Prozessor, der sich leistungstechnisch irgendwo zwischen oberer Mittel- und unterer Oberklasse bewegt, nämlich auf den Snapdragon 730. Im Alltag macht das kaum einen Unterschied, bei entsprechender restlicher Hardware muss also auch das kein Ausschlusskriterium sein.

128 GByte sind in der genannten Preisregion Pflicht, selbst 256 GByte sind drin. Erweiterbarkeit per Micro-SD oder Ähnlichem ist da nicht mehr zwingend nötig, die meisten Modell bieten das aber nach wie vor. Technisch ist ansonsten alles an Bord, was in Smartphones verfügbar ist – abgesehen von 5G. Entsprechende Modelle kosten überraschend entweder weniger als 400 oder mehr als 500 Euro. Alle aktuellen 5G-Smartphones haben wir in unserem Ratgeber 5G schon jetzt nutzen: Diese 5G-Smartphones gibt es bereits aufgeführt.

Ein wichtiges Kriterium beim Kauf sollte wie immer der Akku sein. Hier sind neben der reinen Leistung in mAh auch Dinge wie Schnellladefähigkeit und die Möglichkeit, kabellos zu laden, wichtig. Bei der Aktualität der Android-Version sieht es derzeit noch eher mau aus. Wer auf Android 10 festgelegt ist, findet nur eine sehr eingeschränkte Liste an möglichen Geräten. Wir haben daher auch Modelle mit Android 9 mit in unsere Liste aufgenommen. Da aber alle Smartphones maximal aus 2019 stammen, sollten auch die noch ein Update auf Android 10 erhalten.

Ein 90-Hz-Display wie beim Pro-Modell (Testbericht) gibt es beim Oneplus 7 nicht, gut ist der 6,4 Zoll große OLED-Screen mit FHD+-Auflösung (2340 × 1080 Pixel) aber trotzdem. Er wird von einem Snapdragon 855 in Kombination mit 8 GByte RAM befeuert, das sorgt für überragende Performance. Eine Erweiterungsmöglichkeit des internen UFS-3.0-Speichers gibt es nicht, allerdings bekommt man für knapp 500 Euro 256 GByte intern, das sollte in den meisten Fällen locker reichen.

Bei der Kamera hält sich der Hersteller mit zwei Modulen mit 48 und 5 Megapixel für Normal- und Teleoptik etwas zurück, dank optischem Bildstabilisator (OIS) geht die Qualität in Ordnung. WLAN ac, USB C 3.1, Bluetooth 5.0, NFC, GPS mit Unterstützung für Glonass, Beidou und Galileo sowie LTE mit Cat. 16 – viel besser geht es kaum. Lediglich der Akku könnte mit seinen 3700 mAh etwas kräftiger sein, immerhin erlaubt er Schnellladen mit 20 Watt.

Schneller lädt das Realme X2 Pro, satte 50 Watt kommen hier zum Einsatz, außerdem ist der Akku mit 4000 mAh etwas stärker. Beim Chipsatz liegt das X2 Pro minimal vorn, denn es verwendet den Snapdragon 855 Pro mit höherer Taktung und kombiniert das ebenfalls mit 8 GByte RAM. Dafür ist schon bei 128 GByte internem, ebenfalls nicht erweiterbarem Speicher Schluss.

Wieder zumindest auf dem Papier die Nase vorn hat das Realme-Modell bei der Kamera, gleich vier Module kommen hier zum Einsatz. Sie bieten 64, 13, 8 und 2 Megapixel (Normal, Tele- und Weitwinkel), wobei man den kleinen Tiefensensor vernachlässigen kann. Ein OIS fehlt. Das Panel ist mit 6,5 Zoll minimal größer als bei Oneplus, bietet dezent höhere Auflösung (2400 × 1080 Pixel) und ebenfalls OLED als Technologie.

Highlight: Bei Realme gibt es 90 Hertz Bildwiederholrate, außerdem stellt der Screen HDR10+-Inhalte dar. Dafür bietet der USB-C-Port nur 2.0-Geschwindigkeit, der Rest ist hingegen weitgehend wie beim Oneplus 7 – inklusive Fingerabdrucksensor im Display. Der Preis ist mit etwa 460 Euro deutlich niedriger. Android 10 gibt es leider noch nicht.

Wieder bei knapp 500 Euro liegt das Xiaomi Mi Note 10 Pro auf unserem dritten Platz. Höhepunkt ist hier die Kamera mit dem neu entwickelten 108-Megapixel-Sensor mit sehr guter f/1.69-Blende, OIS und Quad-LED-Blitz. Er wird von einem Weitwinkelobjektiv mit 20 Megapixel und einer Teleoptik mit 12 Megapixel flankiert, die wiederum durch eine weitere Teleoptik mit 5 Megapixel Unterstützung findet. Das fünfte Kameramodul auf der Rückseite knipst Makroaufnahmen mit 5 Megapixel – das ist insgesamt beeindruckend.

Auf den Chipsatz im Smartphone trifft das in dieser Klasse leider nicht ganz zu. Der verwendete Snapdragon 730 ist zwar in Kombination mit 8 GByte RAM ein im Alltag sehr schneller Prozessor, er ist aber nicht im Spitzensegment angesiedelt. Dafür geizt der Hersteller auch beim internen Speicher nicht: 256 GByte gibt es, der wie bei den beiden erstplatzierten Modellen allerdings nicht erweiterbar ist.

An restlicher Technik muss sich das Note 10 Pro auch nicht verstecken, sogar eine IR-Blaster gibt es on Top. Das 6,5 Zoll große OLED-Display wird zudem von einem kräftigen Akku mit 5260 mAh mit Strom versorgt, der sich mit 30 Watt schnellladen lässt. Die Auflösung ist FHD+ mit 2340 × 1080 Pixeln. Leider hat der Hersteller noch kein Update auf Android 10 veröffentlicht.

Das Huawei P30 gehört zu den kleineren Modellen in unserer Bestenliste, sein Bildschirm misst „nur“ 6,1 Zoll, die Auflösung liegt bei 2340 × 1080 Pixel. Bei der Kamera geht das Unternehmen bekannte Pfade und setzt auf 40, 16 und 8 Megapixel für Normal-, Weitwinkel und Teleobjektiv – eine eher traditionelle, aber längst keine schlechte Konfiguration.

Leistungstechnisch spielt das P30 in dieser Auflistung ganz oben mit, als Antrieb kommt der Kirin 980 von Huawei zum Einsatz, der von 6 GByte RAM unterstützt wird. Zum internen Speicher von 128 GByte dürfen Nutzer Micro-SD-Karten mit weiteren 256 GByte stecken, das sollte jeden zufriedenstellen.

Ansonsten gibt es Technik wie bei der Konkurrenz, allerdings ist der Akku mit 3650 mAh nicht übermäßig kräftig ausgelegt. Dafür darf er mit 22,5 Watt schnellgeladen werden und ein Update auf Android 10 hat Huawei bereits veröffentlicht. Das tolle Gesamtpaket gibt es je nach Tagespreis bereits ab knapp unter 400 Euro, das P30 ist daher das Schnäppchen in unserer Top-10.

Platz 5 in unserer Bestenliste belegt ein Lite-Modell – trotzdem weiterlesen! Denn das Samsung Galaxy Note 10 Lite ist alles andere als schwachbrüstig unterwegs und bietet als einziges Modell im Vergleich einen ins Smartphone integrierbaren Stylus.

Auch bei der restlichen Technik muss ein Käufer keine Kompromisse eingehen: OLED-Screen mit 6,7 Zoll (2400 × 1080 Pixel), drei Kameras mit je 12 Megapixel für Normal, Tele und Weitwinkel, schneller Exynos 9810 mit 6 GByte RAM und 128 GByte erweiterbarer interner Speicher – das ist ordentlich.

Die restliche Technik ist weitestgehend wie bei der Konkurrenz, der Akku leistet 4500 mAh und lässt sich mit 25 Watt schnellladen. Android 10 gibt es auch schon, der Preis liegt aktuell bei rund 475 Euro.

Xiaomis Topmodell aus 2019 ist auch heute noch eine Empfehlung. Das Mi 9T Pro (Testbericht) bietet ein 6,4 Zoll großes OLED-Display mit einer Auflösung von 2340 × 1080 Pixeln, eine Triple-Cam mit 48, 13 und 8 Megapixel (Normal, Weit und Tele) und als besonderes Gimmick eine ausfahrbare Frontkamera mit 20 Megapixel. Damit entfällt eine Notch im Display.

Auch die restliche Technik ist klasse: Snapdragon 855, 6 GByte RAM und 128 GByte, leider nicht erweiterbarer, Speicher. Der Akku ist mit 4000 mAh ebenfalls ordentlich und lässt sich mit 27 Watt schnellladen. Mit rund 460 Euro liegt das Mi 9T Pro inzwischen deutlich unter der 500-Euro-Grenze.

Technisch ist das Xiaomi Mi 9 (Testbericht) weitestgehend mit dem Mi 9T Pro identisch, im Wesentlichen ist die Kamera noch einen Hauch besser, dafür entfällt die ausfahrbare Frontkamera, die stattdessen in einer Notch im Display steckt und der Akku ist mit 3300 mAh deutlich schwächer ausgelegt. Die Auflösung liegt bei 2340 × 1080 Pixeln.

Dafür darf er auch kabellos geladen werden. Den Klinkenstecker des Pro gibt es nicht. Die genauen Unterschiede zwischen den beiden Modellen haben wir in unserer Kaufberatung: Xiaomi M9 vs Mi 9T vs Mi 9T Pro vs Mi 9 SE herausgestellt. Mit 486 Euro ist das ursprüngliche Mi 9 teurer als das Mi 9T Pro.

Auch andere ehemalige Topmodelle gibt es inzwischen für knapp 500 Euro, etwa das Samsung Galaxy S10e (Testbericht). Zwar handelt es sich dabei um das ursprüngliche Einstiegsmodell der S10-Reihe, dennoch macht das Modell heute noch eine gute Figur – vor allem, wenn man ein vergleichsweise handliches Smartphone sucht. Denn unter anderem wegen des nur 5,8 Zoll großen OLED-Screens (2280 × 1080 Pixel) ist das S10e das kleinste und leichteste Modell in unserer Liste.

Die beiden Kameras bieten Normal- und Weitwinkeloptik mit je 12 Megapixel, trotz der moderaten Auflösung und fehlendem Teleobjektiv überzeugte die Kamera im Test. Im Vergleich zum Note 10 Lite kommt mit dem Exynos 9820 der modernere Chipsatz zum Einsatz, hier arbeiten 6 GByte RAM und 128 GByte erweiterbarer Speicher im Inneren.

Im Gegensatz zu den anderen Produkten der Top-10 sitzt der Fingerabdrucksensor im seitlichen Powerbutton. Der Akku liefert zwar nur 3100 mAh, lässt sich aber schnell- und kabellos laden.

Asus hält an seinen seltsamen Namenskürzeln fest, ohne die aber bisweilen keine eindeutige Zuordnung möglich ist. Das Zenfone 6 ZS630KL (Testbericht) bietet als Highlight ebenfalls eine ausfahr- bzw. motorisch ausschwenkbare Hauptkamera mit 48 und 13 Megapixel (kein Tele), die dann auch als Frontkamera dient.

Davon abgesehen setzt der Hersteller zwar auf einen Snapdragon 855 mit 6 GByte RAM und 128 GByte internen erweiterbaren Speicher, andere Dinge fallen hingegen etwas aus dem Rahmen. So setzt Asus bei seinem Modell auf ein LCD mit 2340 × 1080 Pixeln Auflösung und der Fingerabdrucksensor liegt auf der Rückseite. Davon abgesehen passt die Technik, die von einem Akku mit stolzen 5000 mAh befeuert wird.

Beim Galaxy A71 handelt es sich nach Samsungs eigener Definition eigentlich um ein Mittelklassegerät. Allerdings hält sich der Hersteller schon seit geraumer Zeit nicht mehr an seine eigene Nomenklatur, wie unser Artikel Samsung Smartphones: Die Galexy-Serie von A bis Z zeigt.

Entsprechend ist das Einzige, was auf Mittelklasse hindeutet, der Snapdragon 730, der schon im Xiaomi Mi Note 10 Pro auf dem dritten Platz zu finden ist. Wie dort stimmt aber ansonsten die restliche Technik, auch wenn sie beim Samsung-Modell etwas konservativer daherkommt.

So gibt es ein 6,7 Zoll großes OLED-Display (2400 × 1080 Pixel), vier Kameras mit 64, 12, 5 und noch mal 5 Megapixel (Normal, Weitwinkel, Tiefenschärfe und Makro), 6 GByte RAM und 128 GByte internen Speicher, der erweitert werden darf. Der Akku leistet 4500 mAh und ist schnellladefähig.

Beachtlich, was man für unter 500 Euro an Technik bekommt. Groß ist der Unterschied zur absoluten Spitze teilweise nicht, zumindest nicht, wenn man den Preis in Relation zum Mehrwert setzt. Ansonsten sind die neuesten Spitzenmodelle etablierter Hersteller natürlich doch noch einmal besser – alles andere wäre seltsam.

Wer auch keine 500 Euro ausgeben will, sollte einen Blick auf unseren Ratgeber: Die besten Smartphones bis 400 Euro, Kaufberatung: Smartphones mit OLED bis 300 Euro und unsere Bestenliste: Top-10 der Smartphones bis 200 Euro werfen. Selbst in der letzten Kategorie sind erstaunlich starke Geräte dabei.

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