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Ratgeber: Die besten Smartphones bis 400 Euro

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Muss es wirklich immer ein vierstelliger Betrag für gute Smartphones sein? Wir zeigen die besten Smartphones von 300 bis bis 400 Euro.

Update vom 07. Dezember 2020

Klar stehen die Flaggschiffmodelle der Smartphone-Hersteller gern im Fokus von Berichterstattung und Begierde von Kaufinteressenten. Aber müssen Käufer wirklich immer 800, 1000 oder noch mehr Euro für ein gutes Smartphone ausgeben? Früher ja, heute längst nicht mehr. Denn auch für unter 400 Euro sind inzwischen richtig gute Smartphones zu haben, die den Topmodellen nur in wenig nachstehen.

Der wichtigste Punkt, auf den Käufer bei einem Smartphone zwischen 300 und 400 Euro bei der Software achten sollten, ist Aktualität. Weniger als Android 10 sollte Ende 2020 niemand mehr akzeptieren, inzwischen gibt es auch schon etliche Geräte mit Android 10 und sogar erste Modelle mit Android 11.

Bei der Hardware ist das schon schwieriger, hier kommt es auf das eigene Nutzungsverhalten an. Beim Chipsatz sollte es wenigstens ein Prozessor der oberen Mittelklasse sein, bei Qualcomm ist das etwa ein Chip der 600er oder besser noch der 700er-Reihe. Auch (ehemalige) Spitzenchipsätze sind in dieser Preisregion schon zu haben, etwa Snapdragon 855(+) oder Kirin 980. Sogar Snapdragon 865 und Kirin 990 haben es dieses Mal in unsere Liste geschafft.

Beim Speicher gilt: 4 GByte RAM sollte keinesfalls unterschritten werden, 6 GByte sind normal, bisweilen gibt es sogar 8 GByte und mehr. Der interne Speicher sollte keinesfalls kleiner als 64 GByte sein, vor allem, wenn er nicht erweiterbar ist. Um 400 Euro sind aber 128 GByte inzwischen fast normal und hin und wieder sind sogar 256 GByte zu bekommen.

Das Display sollte im genannten Preissegment dank Notch und Diagonalen jenseits der 6 Zoll eine Menge Platz bieten, von Auflösungen unter Full-HD-Plus sollten Interessenten die Finger lassen. In unserer Aufzählung sind ausschließlich Panels mit FHD+ enthalten, alle Modelle verfügen zudem über (P)OLEDs oder IPS-LCDs mit erhöhter Bildwiederholungsrate.

Weniger als zwei Kameralinsen auf der Rückseite dürfte kein Mittelklasse-Smartphone heute mehr haben (Ausnahme: Google), zusätzlich zur Hauptlinse gibt es längst auch unter 400 Euro zusätzlichen Weitwinkel und immer wieder sogar optische Vergrößerung. Wie wichtig weitere Faktoren wie Akkuleistung, KI oder spezielle Gaming-Features sind, hängt wieder stark vom Nutzungsverhalten jedes Käufers ab.

Das Display des Realme X3 Super Zoom (Testbericht) bietet zwar “nur” 120 Hz Wiederholungsrate und als Chipsatz kommt der Topchip des vergangenen Jahres zum Einsatz, nämlich der Snapdragon 855, dafür bietet das X3 dem Namen entsprechend eine Quad-Cam mit Haupt-, Weit- und Telelinse – zumindest letzteres findet man in dieser Preisklasse selten. Die Makrolinse ist dafür mit den 2 Megapixeln nahezu unbrauchbar.

Weiterhin punktet das Realme-Modell mit satten 12 GByte RAM und 256 GByte internem Speicher – das ist in unserer Top 10 beides einzigartig. 5G fehlt dem Modell, das ist in Deutschland mangels flächendeckendem 5G-Netz aktuell aber noch gut zu verkraften. Der 4200-mAh-Akku lässt sich mit 30 Watt schnellladen.

Für knapp 400 Euro bietet das Xiaomi Mi 10T nicht nur ein Display, das eine Bildwiederholungsrate von 144 Hz bietet, sondern auch einen der aktuell schnellsten Chipsätze: den Snapdragon 865. Das hat in dieser Preisklasse kein anderes aktuelles Smartphone, daher landet das Gerät aktuell auf unserem wohlverdienten zweiten Platz der Bestenliste an Smartphones bis 400 Euro.

Der Rest ist für diese Top 10 eher normal als herausragend – aber durchaus nicht schlecht. Dazu zählen 6 GByte RAM, 128 GByte interner Speicher, eine Triple-Cam mit bis zu 64 Megapixel (und Makro – immerhin mit 5 Megapixel) sowie 5G. Mit Strom versorgt wird all das von einem Akku mit 5000 mAh, der mit 33 Watt schnellgeladen werden darf – insgesamt ein tolles Paket.

Auf unseren dritten Platz schafft es das Oneplus Nord (Testbericht). Der vergleichsweise junge Hersteller hat sich nach Jahren der Fokussierung auf Spitzen-Smartphones in 2020 erstmals wieder an ein Modell mit hervorragendem Preis-Leistungs-Verhältnis gewagt und konnte damit in unserem Test viele Punkte sammeln.

So bietet das Gerät ein hervorragendes OLED-Display mit 90-Hz-Wiedergabe und 180-Hz-Abtastrate, eine ordentliche Triple-Cam mit Haupt- und Weitwinkel, Dual-Selfie-Cam mit zusätzlichem Weitwinkel und einen Fingerabdrucksensor im Display – ganz wie die Oberklassemodelle. Als Antrieb dient ein potenter Snapdragon 765G mit 8 GByte RAM, Apps landen im 128 GByte großen internen Speicher. 5G fehlt zwar, dafür gibt es schnelles LTE-A Pro und einen Akku mit 4115 mAh und 30-Watt Schnellladen.

Huawei-Modelle lassen sich aktuell wegen der nach wie vor fehlenden Google-Dienste der breiten Masse zwar nur schwer empfehlen, für alle anderen bietet das Huawei P40 (Testbericht) allerdings eine tolle Hardware-Plattform. Abgesehen von einem OLED-Display bietet das Huawei-Modell wie zuvor schon unsre Nummer Eins Haupt-, Weitwinkel- und Telelinse mit bis zu 50 Megapixel, die uns im Test sehr gut gefielen. Auch hier gibt es einen Fingerabdrucksensor im Display.

Der eingebaute Kirin 990 leistet als ehemaliger Spitzenchipsatz richtig viel, im Zusammenspiel mit 8 GByte RAM und 128 GByte internem Speicher darf man getrost von starker Hardware sprechen. 5G ist genauso mit an Bord, wie ein 3800 mAh starker Akku, der mit 22,5 Watt schnellgeladen werden kann.

Zwar setzt das Realme X50 5G (Testbericht) auf IPS statt OLED, punktet dafür aber mit der Bildwiederholungsfrequenz: 120 Hertz stehen im Datenblatt und lassen bewegte Inhalte schön flüssig erscheinen. Auch das zweite Realem-Modell in dieser Top 10 bietet ein Teleobjektiv – vorbildlich. Die Hauptkamera nimmt Bilder mit bis zu 64 Megapixel auf, die Frontkamera bietet Weitwinkel. Der Fingerabdrucksensor ist seitlich im Powerbutton untergebracht, Highlight bei der Hardware ist 5G. Mit Snapdragon 765G und 6/128 GByte Speicher ist das X50 aber auch ansonsten gut aufgestellt. Der mit 30 Watt ladbare Akku mit 4200 mAh ist vollkommen ausreichend.

LGs neuer Ansatz, hochwertige Smartphones mit nicht zwingend aktuellster High-End-Technik zu bauen, resultierte zuerst im LG Velvet (Testbericht). Das schicke und hochwertige Smartphone bietet zwar ein OLED-Display mit integriertem Fingerabdrucksensor, verzichtet aber auf höhere Bildwiederholungsraten als 60 Hz. Die Triple-Cam beschränkt sich auf Haupt- Weitwinkel- und Tiefensensor, lieferte im Test aber ordentliche Ergebnisse.

Im Detail überzeugt das Gerät: USB 3.1 statt 2.0, Klinkenanschluss, Bluetooth 5.1 und NFC sind gute Ausstattungspunkte. Beim Antrieb sieht das nur bedingt so aus, denn LG setzt auf den Spitzenchipsatz des Vor-Vorjahres, den Snapdragon 845 im Verbund mit 6/128 GByte Speicher – das sorgt für ausreichende Performance, ohne mit der Spitze mithalten zu können. 5G gibt es nicht, mit nur 15 Watt lädt der 4300 mAh starke Akku nicht übermäßig schnell.

Der OLED-Screen des Samsung Galaxy A71 (Testbericht) ist mit 6,7 Zoll recht groß, ansonsten aber technisch nicht außergewöhnlich. Ähnliches gilt für die Quad-Cam, die der Hersteller leider neben der 64-Megapixel-Hauptkamera und dem Weitwinkel mit Makro- (immerhin 5 Megapixel) und Tiefensensor schönt. Als Antrieb dient ein Snapdragon 730 mit 6/128 GByte Speicher, der 4500-mAh-Akku lädt mit bis zu 25 Watt.


Direkt auf den großen Bruder A71 folgt das Samsung Galaxy A51 (Testbericht). Die Unterschiede sind gering: Das OLED-Display ist minimal kleiner, die Hauptkamera hat eine niedrigere Auflösung und statt eines Qualcomm-Prozessors kommt ein Exynos 980 von Samsung zum Einsatz. Der liefert zwar durchaus ausreichende Power für den Alltag, ist aber etwas energiehungriger. Dadurch fällt die Ausdauer etwas schlechter als beim A71 aus, obwohl der Akku gleich groß ist. Im Vergleich zum A71 lädt er aber nur mit 15 Watt.


Für ein Note-Modell ist der OLED-Screen des Xiaomi Mi Note 10 Lite (Testbericht) mit seinen knapp 6,5 Zoll beinahe klein, die restliche Technik ist aber auf der Höhe. Dazu gehört eine Quad-Cam mit bis zu 64 Megapixel, der Xiaomi-typische Infrarot-Port, ein Fingerabdrucksensor im Display und ein Snapdragon 730G. Der liefert im Verbund mit 8/128 GByte Speicher gute Leistung für den Alltag und sorgt zudem dafür, dass das Note-Modell zusammen mit einem 5260 mAh starken Akku ein rechter Langläufer ist.

Als einziges Smartphone in dieser Top 10 hat das Pixel 4a (Testbericht) bereits ein Update auf Android 11 erhalten – kein Wunder, schließlich ist der Hersteller Android-Anbieter Google selbst. Das Pixel 4a gehört mit seinem 5,8 Zoll “kleinen” OLED-Panel zu den handlichsten Smartphones in unserer Auflistung, die Kamera sieht mit einer einzelnen 12-Megapixel-Linse wenig beeindruckend aus.

Im Test zeigte sie sich dennoch qualitativ erstaunlich gut. Der Snapdragon 730G sorgt zusammen mit 6/128 GByte für ordentliche Alltagsleistung, der auf dem Papier nur 3140 mAh kleine Akku schlug sich im Test immerhin durchschnittlich.

Auch in der Mittelklasse finden Interessenten inzwischen Highend-Performance, zumindest ist der Abstand zu absoluten Topmodellen teilweise erschreckend gering. Selbst 5G bekommt man um 400 Euro schon. Nur für Sonderwünsche müssen Käufer dann doch noch tiefer in die Tasche greifen.

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