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Bestenliste: Top-10 der Smartphones bis 200 Euro

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Selbst günstige Smartphones ersetzen heute Navi, Kamera, Musikplayer und vieles mehr. Wir zeigen die zehn besten Smartphones bis 200 Euro.

Highend-Smartphones kosten heute gut und gerne mehr als 1000 Euro. Sie haben tolle Kameras, erstklassige Displays und unglaublich viele Funktionen, doch für die meisten Aufgaben – Social Media, Spotify, Netflix, Webbrowser, Navigation und Apps – reicht auch ein deutlich günstigeres Modell. Vorbei sind die Zeiten, in denen billige Handys grundsätzlich nichts getaugt haben; Einsteigergeräte bringen eine enorme Ausstattung mit und schießen sich nicht mehr grundsätzlich mit No-Go-Merkmalen wie resistivem Touchscreen oder mieser Display-Auflösung ins Aus. Dennoch sollten ein paar Dinge berücksichtigt werden, wenn man sich ein günstiges Smartphone kaufen möchte.

Das Alter der Geräte spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle. Zwar sind ältere Modelle klar günstiger als noch zum Marktstart, doch selbst hochpreisige Smartphones erhalten normalerweise nach zwei, spätestens aber drei Jahren keine Updates mehr. Bei günstigeren Smartphones ist das noch eher der Fall, entsprechend gibt es dann weder neue Android-Versionen noch Patches für Sicherheitslücken. Eine Ausnahme bilden Smartphones mit Android One (Bestenliste: Top-5), die gewöhnlich eine Update-Garantie von zwei Jahren haben. Alle Smartphones in unserer Liste nutzen mindestens Android 9.

Nicht nur ältere Smartphones haben wenig Speicher, auch aktuelle Modelle bieten bisweilen sehr knapp bemessenen Platz. Gewisse Grenzen sollten aber nicht unterschritten werden. So sollte Arbeitsspeicher nicht kleiner als 2 GByte ausfallen, darunter ruckelt es schnell. Der interne Datenspeicher sollte in Zeiten, in denen selbst mobile Games schon mehr als 1 GByte haben können, 32 GByte nicht unterschreiten und sich per Micro-SD-Karte erweitern lassen. Alle aufgeführten Modelle sind hier über jeden Zweifel erhaben.

Die Display-Größe bleibt grundsätzlich dem eigenen Geschmack überlassen, allerdings sollte eine bestimmte Bildschärfe nicht unterschritten werden. Als Richtwert gilt: Unter 250 Pixel pro Zoll (PPI) wirken Inhalte schnell unscharf, es dürfen aber auch gern 300 PPI oder mehr sein. Mit HD-Auflösung kann das knapp werden, mit Full-HD (1920 × 1080 Pixel) ist man auf der sicheren Seite. OLED gibt es in den unteren Preisregionen kaum.

Bei günstigen Modellen sollte man generell nicht zu viel von den Kameras erwarten. Unter optimalen Lichtbedingungen machen sie zwar meist noch ansehnliche Bilder, bei schwindendem Licht sieht das aber schnell ganz anders aus. Wer auch am Abend noch qualitativ gute Bilder schießen will, der sollte einmal einen Blick auf unsere Aufzählung der besten Smartphones mit optischem Bildstabilisator bis 300 Euro werfen.

Sind NFC, WLAN ac, Fingerabdrucksensor und Co gewünscht? Dann Augen auf beim Smartphone-Kauf: In der Preisklasse bis 200 Euro ist das nicht zwingend immer alles dabei, oder nur in abgeschwächter Form. WLAN haben freilich alle Geräte, viele aber nur den inzwischen ordentlich angestaubten n-Standard. Auch hier zeigen sich unsere aufgeführten Modelle vorbildlich.

Anmerkung: Unsere Bestenliste ist eine Momentaufnahme, die unter anderem auch die Tagespreise zum Zeitpunkt der Erstellung berücksichtigt. Da die aber stark schwanken, sollte die Liste und die Reihenfolge der Smartphones nur als Anhalt verstanden werden.

Das Realme 5 Pro verfügt über ein 6,3 Zoll großes Display mit – wie alle Smartphones in unserer Auflistung – erweiterter Full-HD-Auflösung. Als Antrieb dient ein Snapdragon 712 mit 8 Kernen, der wahlweise von 4 oder sogar 8 GByte RAM unterstützt wird. Im 5 Pro von Oppo-Tochter Realme kommt nahezu die gleiche Kamerakonfiguration wie im Honor 9X zum Einsatz, zusätzlich eine Makrokamera mit 2 Megapixel. Auch hier stehen 128 GByte interner Speicher zur Verfügung, die um bis zu 256 GByte erweitert werden dürfen. Der Akku leistet 4035 mAh und lässt sich mit 20 Watt schnellladen. Der Preis für das runde Technikpaket beginnt bei etwa 198 Euro.

Bereits ab 155 Euro bekommen Interessenten zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels das Xiaomi Redmi Note 8T (Testbericht), zumindest in der kleinsten Speicherkonfiguration. Die beginnt bei 3 GByte RAM und 32 GByte internem Speicher und geht bis zu 4 GByte RAM und 128 GByte internem Speicher. Wir empfehlen die größere Version, zumal sie mit 194 Euro auch noch in diese Top-10 passt. Per Micro-SD gibt es noch einmal bis zu 256 GByte mehr Platz. Der Rest der Ausstattung ist gleich: Qualcomm Snapdragon 665 mit acht Kernen, 6,3 Zoll großes Display, Quad-Cam mit 48, 8, 2 und zusätzlich 2 Megapixel für Makroaufnahmen und ein 4000-mAh-Akku mit 18-Watt-Schnellladetechnik runden das Paket ab.

Zuletzt stand das Honor 9X (Testbericht) noch ganz oben auf unserer Liste für die besten Smartphones bis 200 Euro, inzwischen gibt es aber bessere Preis-Leistungs-Geräte. Dennoch ist es ein echtes Powerhouse für nach wie vor relativ wenig Geld. Käufer erhalten ein großes 6,6 Zoll messendes Display mit einer Auflösung von 2340 × 1080 Pixel, eine Triple-Cam mit 48, 8 und 2 Megapixel (Haupt-, Weitwinkel- und Tiefenkamera) sowie einen Kirin 710F mit acht Kernen. Der wird von 4 GByte RAM unterstützt, für Daten gibt es 128 GByte internen Speicher, der um bis zu 512 GByte erweitert werden darf. Strom kommt vom 4000-mAh-Akku. Das schicke Gehäuse ziert je nach Blickwinkel in der blauen Version auf der Rückseite das namensgebende X. Das runde Gesamtpaket kostet derzeit 189 Euro, da kann man kaum etwas falsch machen.

Umidigi ist vielleicht noch nicht allen Menschen in Deutschland ein Begriff, ein Blick auf den chinesischen Hersteller lohnt aber durchaus. Das Umidigi F1 Play setzt auf ein 6,3 Zoll großes Display für die Ausgabe, dessen Pixel von einem Mediatek Helio P60 mit acht Kernen durch die Gegend gescheucht werden. Die einzige Konfiguration des F1 Play bietet zwar nur 64 GByte internen und um bis zu 256 GByte erweiterbaren Speicher, dafür aber auch 6 GByte RAM. Auch bei den Kameras geht der Hersteller etwas konservativere Wege und bietet nur eine Hauptkamera mit 48- und eine Teleoptik mit 8 Megapixel an. Die Frontkamera nimmt mit 20 Megapixel auf. Dafür punktet das Smartphone wieder beim Akku, der stolze 5150 mAh leistet. Das F1 Play war zwischenzeitlich schon für 160 Euro zu haben, kostet aktuell aber rund 173 Euro.

Das ursprünglich auf Platz vier stehende Xiaomi Mi A3 haben wir jetzt aus unserer Bestenliste genommen. Es ist zwar nach wie vor ein ordentliches Smartphone mit OLED-Display, hat aber mittlerweile ein zu hohes Alter erreicht, um als Empfehlung gelten zu dürfen. Dadurch ist das Samsung Galaxy A40 aufgerückt. Highlight ist nach wie vor das 5,9 Zoll große OLED-Display mit 2340 × 1080 Pixel, die restliche Ausstattung entspricht dem Stand der anderen Geräte in dieser Aufstellung oder liegt nur unwesentlich darunter: 4 GByte RAM, 64 GByte interner Speicher, Frontkamera mit 25, Dual-Hauptkamera mit 16 und 5 Megapixel, außerdem NFC WLAN ac und USB C. Als Antrieb dient hier ein starker Exynos 7904 mit acht Kernen. OLED in der Mittelklasse gibt es inzwischen für rund 176 Euro.


Das Nokia 6.2 liegt aktuell bei 169 Euro. Als Antrieb für das 6,3 Zoll große Display kommt ein Snapdragon 636 mit acht Kernen zum Einsatz, der von 4 GByte RAM flankiert wird. Der 64 GByte große interne Speicher darf um bis zu 512 GByte erweitert werden und die Kameras mit 16-, 8- und 5 Megapixel knipsten Fotos auch im Weitwinkelformat. Der Akku leistet im Nokia-Modell nur 3500 mAh, Fans von Android One dürfen sich aber freuen: Das 6.2 kommt mit der standardisierten Nutzeroberfläche und entsprechendem Update-Versprechen seitens Googles.

Auch das Moto G7 Plus (Testbericht) ist aktuell wieder knapp unter der 200-Euro-Grenze. Die Bildausgabe erfolgt über ein 6,2 Zoll großes IPS-LCD, das von einem Snapdragon 636 und 4 GByte RAM befeuert wird. Die 64 GByte interner Speicher dürfen um bis zu 512 GByte erweitert werden. Die Hauptkamera mit 16 Megapixel wird von einem optischen Bildstabilisator beruhigt, zudem gibt es einen Tiefenerkennungssensor mit 5 Megapixel. Der Akku mit 3000 mAh lässt sich mit 27 Watt schnellladen. Hier (und bei vielen anderen Geräten) lohnt es sich, einen Preisalarm zu setzen.

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Bei der letzten Aktualisierung unserer Bestenliste haben wir hier noch das Wiko View 3 Pro empfohlen, das damals knapp unter der 200-Euro-Marke lag. Inzwischen kostet es aber wieder rund 240 Euro und muss daher leider weichen. Stattdessen haben wir uns für das Huawei P40 Lite E entschieden, das zwar technisch schwächer aufgestellt ist, mit 189 Euro aber auch deutlich günstiger und wesentlich aktueller ist. Größtes Manko ist die 720p-Auflösung des 6,4 Zoll großen Displays, der Rest der Technik ist bis 200 Euro ordentlich. Dazu gehören eine Triple-Cam mit 48, 8 und 2 Megapixel, ein Kirin 710F mit 4 GByte RAM, 64 GByte interner Speicher plus Erweiterungsmöglichkeit und ein Akku mit 4000 mAh.

Auch das Huawei P Smart (2019) (Testbericht) hatten wir bereits in unserer letzten Version der Kaufempfehlung für Android-Smartphones bis 200 Euro. Kirin 710, 6,2 Zoll großes Full-HD+-Display mit Tropfen-Notch und 64 GByte interner Speicher sind ordentlich. Leichte Abstriche muss man beim Arbeitsspeicher machen, der ist beim P Smart (2019) nur 3 GByte groß und auch die Kameras bieten mit 13 und 2 Megapixel etwas wenig Auflösung. Dafür ist die restliche Feature-Liste ähnlich lang wie bei den teureren Konkurrenten. Größter Nachteil: Micro-USB statt USB-C, dafür liegt der Preis aber mit knapp 133 Euro auch mit Abstand am niedrigsten - ein guter Grund, dennoch in diese Liste zu gehören!

Sharp ist wieder Sharp, erstmals seit Jahren steckt tatsächlich der japanische Hersteller hinter seinem Namen und keine Billig-Lizenznehmer. Das macht sich positiv bemerkbar, im Test überzeugte das Sharp Aquos V (Testbericht) weitestgehend mit ordentlicher Ausstattung und niedrigem Preis. Der liegt mit knapp 200 Euro erstmals innerhalb der Parameter dieser Bestenliste, entsprechend tauscht es jetzt hier auf. Überraschend ist vor allem die Wahl des Prozessors. Der Snapdragon 835 ist zwar ein Spitzen-Chipsatz, allerdings auch schon ein mehrere Jahre alter. Leistungstechnisch reicht das für die untere Mittelklasse immer noch locker und auch die restliche Ausstattung ist bis auf fehlendes NFC in Ordnung. Dazu gehören ein 5,9 Zoll großer LTPS-Touchscreen mit FHD+-Auflösung, 4 GByte RAM, 64 GByte interner Speicher und ein Akku mit 3160 mAh.

Es hat sich einiges getan in der unteren Mittelklasse bis 200 Euro, die Hardware wird immer stärker. Für unter 200 Euro bekommen Interessenten längst Chipsätze der oberen Mittelklasse, meist 4 oder gar 6 oder 8 GByte RAM und richtig viel Speicherplatz. Das ist teilweise nicht viel weniger als vor gar nicht allzu langer Zeit in Spitzenmodellen steckte. Hauptunterschied bleibt in den meisten Fällen die Kamera, auch wenn man natürlich von der bloßen Megapixel-Zahl nicht auf die Qualität schließen kann. Einige der Modelle in unseren Tests zeigten überraschend gute Leistung, zumindest bei ordentlichem Licht. Kurz: Es gibt immer mehr für immer weniger – den Nutzer freuts zu Recht. Ein Tipp am Rande: Die Preise der Smartphones schwanken teils um etliche Dutzend Euro innerhalb weniger Tage. Da lohnt es sich, einen Preisalarm zu setzen.

Wer außerdem etwas mehr Ausgeben will, sollte einen Blick in unseren Ratgeber: Die besten Smartphones bis 400 Euro oder unsere Kaufberatung: Smartphones mit OLED bis 300 Euro zu werfen. Auch unsere Top-10: Die besten Smartphones mit Android One aktualisieren wir regelmäßig.

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