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Top 10: Die zehn besten Smartphones 2020 bis 200 Euro

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Selbst günstige Smartphones ersetzen Navi, Kamera, Musikplayer und vieles mehr. Wir zeigen die zehn besten Smartphones bis 200 Euro.

Update vom 2. November 2020

High-End-Smartphones kosten heute gut und gerne mehr als 1000 Euro. Sie haben tolle Kameras, erstklassige Bildschirme und unglaublich viele Funktionen. Doch für die meisten Aufgaben – Social Media, Spotify, Netflix, Webbrowser, Navigation und viele Apps – reicht auch ein deutlich günstigeres Modell. Vorbei sind die Zeiten, in denen billige Handys grundsätzlich nichts getaugt haben; Einsteigergeräte bringen eine enorme Ausstattung mit und schießen sich schon lange nicht mehr grundsätzlich mit No-Go-Merkmalen wie resistivem Touchscreen oder mieser Display-Auflösung ins Aus. Dennoch sollten ein paar Dinge berücksichtigt werden, wenn man sich ein günstiges Smartphone kaufen möchte.

Das Alter der Geräte spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle. Zwar sind ältere Modelle klar günstiger als noch zum Marktstart, doch selbst hochpreisige Smartphones erhalten normalerweise nach zwei, spätestens aber drei Jahren keine Updates mehr. Bei günstigeren Smartphones ist das noch viel eher der Fall, entsprechend gibt es dann weder neue Android-Versionen noch Patches für Sicherheitslücken.

Eine Ausnahme bilden Smartphones mit Android One (Bestenliste: Top-5), die gewöhnlich eine Update-Garantie von zwei Jahren haben. Alle Smartphones in unserer Liste nutzen mindestens Android 9, überwiegend aber Android 10. Android 11 findet man derzeit noch nicht bei Smartphones unter 200 Euro. Wegen der Update-Problematik haben wir ausschließlich Smartphones aus 2020 in unsere Bestenliste aufgenommen.

Nicht nur ältere Smartphones haben wenig Speicher, auch aktuelle Modelle bieten bisweilen sehr knapp bemessenen Platz. Gewisse Grenzen sollten aber nicht unterschritten werden. So sollte Arbeitsspeicher nicht kleiner als 4 GByte ausfallen, darunter ruckelt es schnell. Der interne Datenspeicher sollte in Zeiten, in denen selbst mobile Games schon mehr als 1 GByte haben können, 64 GByte nicht unterschreiten und sich per Micro-SD-Karte erweitern lassen. Alle aufgeführten Modelle sind hier über jeden Zweifel erhaben, 4 GByte RAM und 64 GByte interner, normalerweise erweiterbarer Speicher sind bis 200 Euro problemlos zu bekommen, sogar 6/256 GByte sind drin – warum sollte man sich dann mit weniger zufriedengeben?

Die Display-Größe bleibt grundsätzlich dem eigenen Geschmack überlassen, allerdings sollte eine bestimmte Bildschärfe nicht unterschritten werden. Als Richtwert gilt: Unter 275 Pixel pro Zoll (PPI) wirken Inhalte schnell unscharf, es dürfen aber gern 300 PPI oder 400 PPI und mehr sein. Mit HD-Auflösung kann das knapp werden, mit Full-HD (1920 × 1080 Pixel) ist man auf der sicheren Seite. Entsprechend verfügen alle unsere aufgeführten Modelle über FHD+-Auflösung. OLED gibt es in den unteren Preisregionen kaum, vor allem nicht bei jungen Modellen. Aber es gibt Ausnahmen, zukünftig dürften es sogar mehr werden. Mehr zu den Auflösungen und Display-Techniken erklären wir im Ratgeber Smartphone-Displays: Panels, Auflösungen und Bildraten erklärt.

Bei günstigen Modellen sollte man generell nicht zu viel von den Kameras erwarten. Unter optimalen Lichtbedingungen machen sie zwar meist noch ansehnliche Bilder, bei schwindendem Licht sieht das aber schnell ganz anders aus. Wer auch am Abend noch qualitativ gute Bilder schießen will, der sollte einmal einen Blick auf unsere Aufzählung der besten Smartphones mit optischem Bildstabilisator bis 300 Euro werfen oder generell in einer (deutlich) höheren Preisklasse schauen. Bis 200 Euro gibt es zwar Hauptkameras bis 48 Megapixel, hinzu kommt meist eine Weitwinkellinse. Weitere Zugaben wie Tiefensensor und Makrokamera machen sich nur auf dem Papier gut, sinnvolle Extras wie Teleobjektive gibt es in dieser niedrigen Preisklasse aktuell noch nicht.

Sind NFC, WLAN ac, Fingerabdrucksensor und Co gewünscht? Dann Augen auf beim Smartphone-Kauf: In der Preisklasse bis 200 Euro ist das nicht zwingend immer alles dabei, oder nur in abgeschwächter Form. WLAN haben freilich alle Geräte, viele aber nur den inzwischen ordentlich angestaubten n-Standard. Auch hier zeigen sich unsere aufgeführten Modelle vorbildlich, alle bieten aktuelle Technik. Nur Luxus-Features wie kabelloses Laden finden man hier noch nicht und auch 5G-Funk fehlt (noch).

Anmerkung: Unsere Bestenliste ist eine Momentaufnahme, die unter anderem auch die Tagespreise zum Zeitpunkt der Erstellung berücksichtigt. Da die aber stark schwanken, sollte die Liste und die Reihenfolge der Smartphones als Anhalt verstanden werden.

Den ersten Platz in unserem derzeitigen Ranking bis 200 Euro belegt das Honor 9X Pro. Als Tochterunternehmen von Huawei, das unter den US-Bann fällt und somit nicht mehr mit Google-Diensten zum Kunden kommt, mag diese Platzierung auf den ersten Blick verwundern. Allerdings bringt der Nachteil einen großen Vorteil mit sich, zudem könnte er schon bald obsolet sein. Denn einerseits bringen Honor- und Huawei-Smartphones aktuell enorm viel Hardware fürs Geld mit, außerdem erlaubt ein Tool der renommierten XDA-Developers, Google-Dienste mit wenigen Klicks auf solche Geräte zu bringen.

Dann stehen Vorteile wie ein gutes 6,6 Zoll großes IPS-LCD, eine Hauptkamera mit 48 Megapixel plus Weitwinkel, eine ausfahrbare Frontkamera, Kirin 810 mit 6 GByte RAM und 256 GByte interner und erweiterbarer Speicher keinem echten Nachteil mehr entgegen. Den fabriziert Honor mit fehlendem NFC höchstens selbst – Interessenten sollten das beim Kauf im Hinterkopf haben. Der Akku mit 4000 mAh ist hingegen kein Problem, da schon eher das vergleichsweise langsame Laden mit nur 10 Watt. Android 10 gibt es als Update.

Auch für das P40 Lite gibt es Android 10 – und das XDA-Tool. Ansonsten bietet das Huawei-Modell eine Quad-Cam mit bis 48 Megapixel, NFC, Kirin 810 und satten 6 GByte RAM sowie immerhin 128 GByte internem Speicher. Der 4200-mAh-Akku mit 40-Watt-Schnellladetechnologie ist eine echte Empfehlung, der Screen mit 6,4 Zoll liefert ebenfalls ordentliche Leistung.


Das Xiaomi Redmi Note 9S ist inzwischen auch in großer Speicherausstattung zu haben, das hievt das Gerät weiter nach oben in unserer Top 10. Das Smartphone bietet eine Quad-Cam mit bis zu 48 Megapixel, außerdem einen IR-Blaster und als Antrieb einen starken Snapdragon 720G mit 6 GByte RAM. Programme finden im 128 GByte großen Speicher Platz, der sich natürlich erweitern lässt. Der Akku leistet 5020 mAh und ist schnellladefähig - wenn auch nur mit 18 Watt. Größter Nachteil auch hier: NFC sucht man vergeblich.

Mittlerweile ist das Realme 6 (Testbericht) auch in größeren Speicherkonfigurationen unter die 200-Euro-Grenze gerutscht. Als Resultat schafft es das Gerät in erste Hälfte unserer Top 10 der empfehlenswerten Smartphones bis 200 Euro. Denn das Gerät hat alles, was auch deutlich teureren Modellen gut zu Gesicht steht: Einen 6,5 Zoll großen Touchscreen mit Full-HD+-Auflösung und 90 Hertz Bildwiederholungsfrequenz, eine Quad-Cam mit (als einzigem Gerät in der Auflistung) 64 Megapixel, WLAN ac, Bluetooth 5.0, NFC, LTE und USB-C.

Alle Bilder zum Realme 6 (12 Bilder)

Als Antrieb dient ein starker Mediatek Helio P90T mit acht Kernen, der in diesem Fall von 4 GByte RAM flankiert wird. 128 GByte interner, erweiterbarer Speicher, ein schickes Design und ein 4300-mAh-Akku mit 30-Watt-Schnellladetechnik runden das hervorragende Gesamtbild ab. Android 10 ist letztendlich nur noch das Sahnehäubchen - das bieten aber inzwischen viele Mitbewerber selbst unter 200 Euro.

Mit den “New Editions” brachte Huawei Neuauflagen von Vorjahresmodellen auf den Markt, die wegen eher dezenter Neuerungen (meist in erster Linie verdoppelter Speicher) noch Google-Dienste haben dürfen. So ist das auch beim P30 Lite in der New Edition, das mit 6 GByte RAM und satten 256 GByte internem Speicher protzt. Als Antrieb dient ein immer noch ausreichender Kirin 710, er befeuert ein LCD mit 6,15 Zoll. Der eingebaute Akku ist mit seinen 3340 mAh etwas mager, immerhin lässt er sich mit 18 Watt halbwegs schnell aufladen. Android 10 bekam das Gerät bislang nicht. Das "normale" Huawei P30 Lite haben wir hier getestet.

Realme mausert sich weiter. Das neue Realme 7 bietet als eines der wenigen Geräte in dieser Preisklasse ein 6,5 Zoll großes IPS-LCD mit 90 Hertz Bildwiederholungsrate und kommt mit einem Helio G95 und 6 GByte RAM zum Kunden. Etwas mager ist im Vergleich zu den meisten anderen Modellen unserer Top 10 der nur 64 GByte große interne Speicher. Der 5000 mAh starke Akku verspricht ordentliche Ausdauer und lässt sich darüber hinaus mit 30 Watt schnell laden.

Wie Realme ist auch Oppo hierzulande nicht so bekannt, dabei haben Smartphones des Herstellers einiges zu bieten. Das Oppo A72 etwa hat ein 6,5 Zoll großes IPS-LCD, eine Qaud-Cam mit bis zu 48 Megapixel und liefert mit seinem Snapdragon 665 im Verbund mit 4 GByte RAM ordentliche Alltagsleistung ab. 128 GByte interner Speicher sind eine Ansage, das gilt auch für den Akku mit 5000 mAh. Mit 18 Watt lädt der aber nicht ganz so schnell wie mancher Konkurrent.

Apropos nicht so bekannt in Deutschland: Das gilt auch für den chinesischen Hersteller TCL. Nach dem offiziellen Marktstart vor zwei Jahren ist es inzwischen recht ruhig um den Europa-Neuling geworden, bei uns schafft er es mit dem 10L in unsere Top 10. Größter Nachteil ist der interne Speicher mit nur 64 GByte, der sich aber erweitern lässt.

Ein Snapdragon 665 berechnet im Verbund mit 6 GByte RAM die 2340 × 1080 Pixel des 6,5 Zoll großen IPS-LCD, die Quad-Kamera bietet bis zu 48 Megapixel. Bei den Verbindungsstandards ist alles dabei, was in dieser Preisklasse möglich ist, das schließt NFC, WLAN ac, Bluetooth 5.0 und sogar einen 3,5-Millimeter-Anschluss mit ein. Der Akku leistet immerhin 4000 mAh.

Auf dem neunten Platz sehen wir derzeit das Xiaomi Redmi Note 9. Das 6,5 Zoll große Display wird von Gorilla Glas 5 geschützt, die Quad-Cam bietet maximal 48 Megapixel. Bei der restlichen Ausstattung bietet das Xiaomi-Modell unter anderem einen IR-Blaster, der das Smartphone zur Universalfernbedienung zum Steuern von TV und Co. macht.

Alle Bilder zum Xiaomi Redmi Note 9 Pro (12 Bilder)


Der Antrieb ist mit einem Helio G85 nominell minimal langsamer als die bisherigen Kontrahenten, der Arbeitsspeicher misst 4 GByte und der interne Speicher ist 128 GByte groß. Android 10 ist auch hier mit dabei, der Akku leistet stramme 5020 mAh und lässt sich mit 18 Watt schnellladen. Die Unterschiede zum besser platzierten Xiaomi Redmi Note 9S haben wir in diesem Artikel erläutert.

Samsung in den Top 10 bei Smartphones bis 200 Euro? Tatsächlich, das Galaxy A31 ist bei Artikelerstellung für rund 193 Euro zu haben. Zwar ist der Helio P65, den Samsung für das A31 ausgewählt hat, der langsamste Chipsatz in dieser Top 10 und auch die Speicherkonfiguration ist mit 4/64 GByte vergleichsweise mager. Den Platz in der Top 10 sichert sich das Smartphone aber allein schon durch ein Feature: Das 6,4 Zoll große OLED-Display, das wie die restlichen Wettbewerber Full-HD+-Auflösung bietet. Der Rest ist in etwa wie bei der Konkurrenz, der Akku leistet allerdings ordentliche 5000 mAh und lässt sich immerhin mit 15 Watt schnellladen. Android 10 gibt’s natürlich auch schon.

Es hat sich einiges getan in der unteren Mittelklasse bis 200 Euro, die Hardware wird immer stärker. Für unter 200 Euro bekommen Interessenten längst Chipsätze der oberen Mittelklasse, meist 4 oder gar 6 GByte RAM und richtig viel Speicherplatz. Das ist teilweise nicht viel weniger als vor gar nicht allzu langer Zeit in Spitzenmodellen steckte. Hauptunterschied bleibt in den meisten Fällen die Kamera, auch wenn man natürlich von der bloßen Megapixel-Zahl nicht auf die Qualität schließen kann. Einige der Modelle in unseren Tests zeigten überraschend gute Leistung, zumindest bei ordentlichem Licht. Kurz: Es gibt immer mehr für immer weniger – den Nutzer freut es zu Recht.

Ein Tipp am Rande: Die Preise der Smartphones schwanken teils um etliche Dutzend Euro innerhalb weniger Tage. Da lohnt es sich, einen Preisalarm zu setzen. Wie das geht, zeigt unsere Bildergalerie:

Kein Schnäppchen verpassen: So richten Sie den Preisalarm ein (7 Bilder)

Der TechStage-Preisvergleich ist einfach aufgebaut: Oben ist das Bild des Produkts samt der technischen Daten, darunter sind die Preise der verschiedenen Anbieter, sortiert nach Preis exklusive Versand. Für das Beispiel nutzen wir eine 1 TByte SSD, die Schritte sind aber für alle Produkte im Preisvergleich identisch.

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Wer außerdem etwas mehr Ausgeben will, sollte einen Blick in unseren Ratgeber: Die besten Smartphones bis 400 Euro oder unsere Kaufberatung: Smartphones mit OLED bis 300 Euro zu werfen. Auch unsere Top-10: Die besten Smartphones mit Android One aktualisieren wir regelmäßig.

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