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musegear finder 2: Bluetooth-Keyfinder im Test

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Der Schlüsselfinder finder 2 von musegear wird mit 50 Metern Reichweite beworben – mehr als die gesammelte Konkurrenz. Wir haben überprüft, wie er sich in der Praxis schlägt.

Der Tracker von musegear hat ein Gehäuse aus dunkelblauem, geruchsfreiem Kunststoff. Auf der Oberseite findet sich ein beleuchteter Taster und eine Öffnung zum Befestigen am Schlüsselbund. Die Außenmaße von 35 × 35 × 6 Millimeter und das geringe Gewicht von 7,5 Gramm machen ihn zu einem unauffälligen Begleiter. Die geringe Bauhöhe im Vergleich zum Gigaset Keeper hat allerdings ihren Preis: Der finder 2 wirkt erstmal nicht besonders stabil. Das spritzwassergeschützte Gehäuse knarzt leicht, sobald man fester zudrückt.

Auch im Garten verlorene Schlüssel sind mit dem Finder 2 leicht zu finden.

Im Lieferumfang finden wir noch ein kleines Kunstoff-Werkzeug und eine Nylonschlaufe zur Befestigung.

musegear bewirbt die sehr hohe Reichweite des Bluetooth-4.0-Keyfinders: Bis zu 50 Meter sollen möglich sein. Solange die Verbindung besteht, kann man mit dem Smartphone und der Android oder iOS App einen Alarm am Tracker auslösen. Umgekehrt klappt das auch: Man kann per Knopfdruck sein Handy läuten lassen. Das funktioniert auch, wenn das Telefon auf lautlos gestellt ist. Eine gemeinsame GPS-Suche mit anderen musegear-Nutzern mit Hilfe einer Crowd-Suche, wie beim TrackR Bravo, ist ebenfalls möglich.

Zusätzlich speichert das Handy die GPS-Position des Keyfinders, sobald eine Bluetooth-Verbindung besteht. So lässt sich der ungefähre Aufenthaltsort des gesuchten Gegenstandes mit Hilfe der App sehr bequem auf der Karte überprüfen. Man kann außerdem einen Alarm einschalten, der meldet, wenn die Verbindung zwischen Smartphone und Tracker abreisst. Damit dieser im Haus oder Büro nicht dauernd aktiviert wird, lassen sich anhand eines WLAN-Netzwerkes sichere Umgebungen definieren, in denen der Alarm stumm bleibt.

Der finder 2 verfügt als einer der wenigen Tracker im Testfeld über eine Fernauslöse-Funktion für die Smartphone-Kamera.

Die Knopfzelle hält rund sechs Monate und kann wird dann einfach ausgetauscht.

Die Batterielaufzeit gibt musegear mit bis zu einem halben Jahr an. Danach kann man die 3-Volt-Knopfzelle (CR2032) schnell und unproblematisch selbst auswechseln. Das Gehäuse ist mit Hilfe des beigefügten Werkzeugs einfach zu öffnen.

Die Grundfunktion eines Schlüsselfinders beherrscht der finder 2 gut: Der Alarmton ist verhältnismäßig laut und der Druckknopf beginnt zusätzlich blau zu blinken. So ist der Tracker in der Dunkelheit noch einfacher zu finden. Die App ist funktional und leicht verständlich.

Die Foto-Auslöse-Funktion für das Smartphone klappt unkompliziert: In der iTrack Easy App den Button für Selfie aktivieren, und die Kamera-Anwendung startet. Für das Auslösen eines Fotos muss man jetzt nur noch den Taster des Trackers drücken.

Die Alarmfunktion für Verbindungsabrisse funktioniert zuverlässig; genau wie deren automatische Deaktivierung in den sogenannten sicheren Umgebungen. Der angezeigte GPS Standort stimmt nicht exakt, reicht aber auf jeden Fall aus, um wieder in die Nähe des Trackers zu kommen. Die weitere Suche ist dank lautem Gepiepse dann nicht mehr schwierig.

Das Design ist einfach – die Funktionen überzeugen.

Die angegebenen 50 Meter Maximaldistanz sind sehr selbstbewusst. Bis auf den Tracker von Terratec, der 40 Meter angibt, werben alle anderen Schlüsselfinder mit einer maximalen Entfernung von nur 30 Metern. Die meisten Testkandidaten schafften bei direkter Sicht etwas mehr als angegeben – bis auf den Terratec: Der erreichte die angegebene Entfernung nicht ganz. Wie weit kommt also der Finder 2? Wir waren überrascht. Der Test im Freien ergab eine tatsächliche, maximale Reichweite von etwas über 50 Metern. Im Innenraum und bei signal-dämpfenden Hindernissen wie Stahlbetonwänden ist es natürlich weniger; im Vergleich zu den anderen Schlüsselfindern hat der musegear mit Abstand die beste Reichweite.

Der musegear finder 2 ist in Weiß und Blau zu haben.

  • Weiß
    Musegear Finder Rev. 2 weiß
  • Blau
    Musegear Finder Rev. 2 blau

Der finder 2 gehört zu den besten Schlüsselfindern, die wir bisher getestet haben. Die Reichweite ist wirklich erstaunlich gut. Sowohl die Schlüsselfinder- als auch die Fernauslöse-Funktion profitieren davon. Die Alarm-Melodien sind für unseren Geschmack verhältnismäßig angenehm und der Piepser ist ausreichend laut. Auch der Formfaktor gefällt uns: Der Tracker fällt in der Hosentasche nicht auf und in der Praxis hat sich das Gehäuse dann doch als ziemlich stabil herausgestellt.

Auch die sogennante Crowd-Suche ist wie beim TrackR Bravo vorhanden – obwohl sie nicht extra beworben wird. Der tatsächliche Mehrwert der gemeinsamen Suche ist aufgrund der fehlenden Flächen-Abdeckung mit aktiven Nutzern aktuell aber eher gering.

Lediglich der nicht im Gehäuse versenkte Knopf ist uns manchmal unangenehm aufgefallen. In der Hosentasche führten manche Bewegungen zu dem einen oder anderen Fehlalarm am Smartphone.

Wer einen zuverlässigen Bluetooth-Tracker mit Fernauslösefunktion und einer guten Reichweite sucht, macht mit dem Finder 2 alles richtig.

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