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ZeroTech Dobby: Hosentaschen-Drohne mit 4K-Cam im Test

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Ziemlich coole Sache: Die Drohne Dobby lässt sich zusammenklappen und passt dann locker in die Gesäßtasche. Trotzdem soll das Gadget dank 4K-Kamera gute Bilder und Videos machen und was das Fliegen angeht einige Tricks draufhaben. Der anscheinend einzige größere Haken indes ist mittlerweile nicht mehr so groß wie zum Zeitpunkt des Erscheinens des Fluggerätes. Klingt spannend? Ob das vom Hersteller Zerotech als Selfie-Drohne vermarktete Gerät hält, was es verspricht, erfahrt Ihr in unserem Test.

Das Besondere an der Drohne Dobby des Herstellers Zerotech ist ihre Kompaktheit: Die Propeller und ihre Ausleger lassen sich komplett einklappen und so kommt das Gadget auf die Abmessungen 135 × 67 × 36,8 Millimeter und ist hosentaschentauglich. In flugbereitem Zustand misst Dobby 153 × 67 × 36,8 Millimeter, ihr Gewicht beträgt knapp 200 Gramm. Das Gehäuse besteht aus Plastik und wirkt nicht gerade robust, allerdings muss sich der Pilot normalerweise auch keine Sorgen machen, dass die Drohne abstürzt – sie fliegt größtenteils automatisch und berechnet und hält ihre Position per GPS, Ultraschall und Optical Flow. Letzteres steht in diesem Fall für Sichtnavigation, die durch eine Kamera auf der Unterseite der Dobby realisiert wird. Daneben befindet sich auch der Ultraschallsensor – beides kommt beim Fliegen des Gerätes innerhalb Räumen zum Einsatz. Die prinzipielle Verarbeitung der Drohne ist gut.

Bild: Techstage Zusammengefaltet passt Dobby problemlos in die Gesäßtasche.

Im Inneren der Dobby verrichtet ein auf 2,3 GHz getakteter Quad-Core-Prozessor von Qualcomm seinen Dienst. Neben 2 GByte Arbeitsspeicher gibt es 16 GByte internen Speicher von dem circa 9 GByte für die Bild- und Video-Aufnahmen zur Verfügung stehen. Die aufgezeichneten Medien können über die zur Drohne gehörenden App für Android oder iOS aufs Handy, oder aber per micro-USB-Anschluss auf den Computer übertragen werden. Zur Hardware gehören außerdem eine Adreno-330-GPU und ein digitaler Signalprozessor. Und in Sachen Specs wären da dann noch Dual-Band-Wifi und ein 970-mAh-Akku, der laut Hersteller für eine Flugzeit von bis zu 9 Minuten sorgt. Das konnten wir im Test auch bestätigen.

Die eben schon erwähnte App dient in erster Linie zur Steuerung, einen speziellen Controller hat die Pocket-Drohne nicht. Die Verbindung erfolgt über WLAN, innerhalb der Applikation wird das Smartphone einfach mit Dobby verbunden. Das Do.Fun getaufte Programm präsentiert sich übersichtlich und bietet schnellen Zugriff auf die verschiedenen Steuerungsoptionen und Features des Fluggerätes, das der Hersteller selbst als Selfie-Drohne bezeichnet. Dementsprechend gibt es unter anderem eine Gesichtsverfolgung, aber auch gewünschten Objekten folgt das Gadget auf Knopfdruck. Außerdem kann Dobby automatisierte Kamerafahrten machen, die maximale Länge dieser Short-Clips beträgt 10 Sekunden. All das funktionierte gut in unserem Test.

Bild: Techstage In Sachen Flugverhalten gefällt uns Dobby gut.

Gestartet und gelandet wird ebenfalls per Knopfdruck, nach dem Abheben bleibt die Drohne in circa einem Meter höhe stehen und wartet auf weitere Befehle. Praktisch ist auch die „Back to home“-Funktion, die dafür sorgt, dass das Fluggerät dorthin zurückkehrt, wo es gestartet ist. Das funktioniert gut, wenn die Drohne auch trotz GPS nicht immer punktgenau landet und schon mal zwei Meter entfernt wieder die Erde berührt.

Bild: Techstage Dobby wird per Smartphone-App gesteuert.

Die Steuerung erfolgt über zwei virtuelle Sticks und geht gut und präzise von der Hand. Es gibt zwar auch die Möglichkeit die Drohne mit einer Mischung aus „übers Display Wischen“ und dem Neigen des Smartphones zu navigieren. Das funktioniert zwar gar nicht so schlecht, erschien uns jedoch nicht so präzise wie das Lenken mit den beiden Steuerknüppeln.

Die Kamera lässt sich manuell schwenken – von der Nullposition aus eine Stufe nach oben auf 22,5 Grad und nach unten in mehreren Stufen auf -22,5, -45, -67,5 und -90 Grad. Um die elektronische Bildstabilisation zu nutzen, muss die entsprechende Einstellung auch in der App ausgewählt werden. Bei den automatischen Kamerafahrten bewegt sich Dobby entsprechend der eingestellten Neigung.

Bild: Techstage Die Kamera der Selfie-Drohne konnte uns nicht überzeugen.

Die 13-Megapixel-Kamera hat eine f/2.2-Linse und kann Bilder mit bis zu 4208 × 3120 Pixel aufnehmen. Videoaufnahmen werden in Full-HD mit 30 frames per second oder bei Nutzung der Bildstabilisation in 4K mit 30 frames per second aufgezeichnet. Die Bildqualität zeigt sich leider durchwachsen, so richtige Begeisterung wollte beim Betrachten der mit der Drohne gemachten Videos und Bilder nicht aufkommen. Bei einem Preis von um die 500 Euro UVP haben wir da doch mehr erwartet.

Die Dobby ist ein cooles Stück Technik, allerdings mit zwei größeren Haken: der nur mäßigen Bildqualität und dem recht hohen Preis. Der liegt zwar mittlerweile unter 400 Euro, aktuell bekommt man das Gerät bei Gearbest sogar für knapp 330 Euro, das ist aber immer noch recht viel Kohle. Und soviel Geld für eine Drohne auszugeben, die sich in Sachen Flugverhalten zwar sehen lassen kann, in Bezug auf die Bildqualität aber schwächelt, erscheint uns etwas unverhältnismäßig.

ZeroTech Dobby (heise Preisvergleich)

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