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Test: programmierbarer DIY-Roboter Jimu MeeBot

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Warum der programmierbare Do-it-yourself-Roboter MeeBot eine sehr coole Sache ist, verraten wir Euch in unserem Test über den Bausatz. Der ist übrigens nicht nur für Kinder geeignet – auch ein 42-jähriger Tech-Redakteur hatte einen Riesenspaß mit dem Roboter, den man auf verschiedene Arten per App programmieren und steuern kann.

Das Unternehmen Ubtech hat unter dem Namen Jimu Robot verschiedene Roboter-Bausätze im Angebot. Das Spannende an der Sache ist zum einen, dass sich mit jedem Bausatz mehrere Modelle realisieren lassen und zum anderen, dass sich diese Modelle bezüglich ihrer Bewegungs- und Handlungsabläufe programmieren lassen. Wir konnten das MeeBot-Kit testen, das uns sehr gut gefallen hat. Warum, das erfahrt Ihr hier.

Schon beim Öffnen der Verpackung spürt man die Liebe zum Detail, die dem Hersteller der Roboter-Reihe anscheinend am Herzen liegt. Auf einen Blick gibt es die wichtigsten Infos zum Gadget und zu den Bauteilen, das aber leider nur in englischer Sprache. Was für viele kein Problem darstellt, könnte zumindest bei kleineren Kindern (die Herstellerempfehlung beträgt 8 Jahre und aufwärts) eine Hürde sein. Eventuell wird sich dies noch ändern: Ubtech ist mit seinen Jimu-Robotern erst seit Kurzem auf dem deutschen Markt vertreten und vielleicht sind zukünftige Verkaufsverpackungen dann ja auch mit deutscher Sprache. Im beiliegenden Quick-Start-Guide finden sich die ersten Schritte und ein Kurzüberblick über die Komponenten-Kategorien dann allerdings auch schon in Deutsch beschrieben.

Bild: Techstage Mithilfe der interaktiven Anleitung in der App ist der MeeBot recht schnell zusammengebaut.

Zur Steuerung und Programmierung des MeeBot gibt es eine App für iOS- und Android-Geräte, die auch eine interaktive Aufbauanleitung bietet. Schritt für Schritt wird am dreh- und zoombaren 3D-Modell der Zusammenbau erklärt. Auch hier zeigt sich die Liebe zum Detail: Alles wird animiert dargestellt und kann bei Bedarf zurückgespult werden oder aber – wie schon erwähnt – durch Drehen und Zoomen bis ins Kleinste nachempfunden werden.

Innerhalb der Jimu-App finden sich abgesehen vom MeeBot noch weitere Modelle, von denen einige auch mit dem MeeBot Kit zusammengebaut werden können. Leider lässt sich nicht ohne Weiteres erkennen, welche das sind. Hier muss man jeweils die Bauanleitung des gewünschten Modells öffnen und die dort angezeigten Bauteile mit denen des MeeBot Kits vergleichen. Eine weitere Möglichkeit ist allerdings seiner Kreativität freien Lauf zu lassen und eigene Kreationen zu erschaffen.

Ist der MeeBot fertig zusammengebaut und die Main-Control-Box – der quasi Kopf des Roboters – aufgeladen, kann das Gadget in Betrieb genommen werden. Die Verbindung zur App erfolgt über Bluetooth. Der MeeBot beherrscht einige voreigestellte Handlungen, die teils schon ganz gut was hermachen. Beispielsweise kann man den Kleinen tanzen lassen, sich verdrehen lassen oder einfach glücklich sein lassen.

Hat man alle vorgegebenen Handlungen durchprobiert, kann man eigene Bewegungsabläufe erstellen. Das geht ganz einfach per Drag´n´Drop, indem die einzelnen Servomotoren in einer Timeline abgelegt und die Länge der Aktion und die Drehrichtung festgelegt werden. Das geht auch, ohne dass MeeBot mit der App gekoppelt ist: Eine 3D-Animation zeigt den selbst erstellten Bewegungsablauf an, der dann abgespeichert werden kann, um ihn vom MeeBot zu einem späteren Zeitpunkt ausführen zu lassen. Natürlich lässt sich der MeeBot auch ganz simpel nach vorn, hinten, links und rechts bewegen.

Bild: Techstage Die App hilft nicht nur beim Zusammenbauen - mit ihr kann der MeeBot auch programmiert werden, außerdem bietet die Applikation Informationen zu allen Bereichen den Roboter betreffend.

Auch spannend, neben der Möglichkeit Bewegungsabläufe erstellen zu können, ist die Option Kodierung in der App: Hier lassen sich komplexere Abläufe programmieren. Drei simple Beispiele verdeutlichen das Vorgehen, das sich aber auch spielerisch schnell durchblicken lässt. Auch hier läuft alles per Drag´n´Drop – aus den Optionen links lässt sich beispielsweise mit „If this then that“-Befehl ein Programm erstellen, in dem der Roboter wie ein Bär brüllt, wenn das Tablet nach links gedreht wird. MeeBot hat allerdings keinen Lautsprecher, das Gebrüll tönt aus dem Tablet-Speaker. Als Teil der Programmierung können auch die vorhandenen und selbst erstellten Bewegungsabläufe genutzt werden.

Wer tiefer in die Materie vordringen und einen genauen Überblick über alle möglichen Optionen erhalten will, der findet innerhalb der App unter „Lernprogramme“ weitere Infos. Dort wird bis ins kleinste Detail jede Möglichkeit beschrieben, allerdings auch hier wieder nur in englischer Sprache. Außer zum Thema Programmierung gibt es bei den Lernprogrammen auch Informationen zu allen weiteren Bereichen den MeeBot betreffend – und das sehr ausführlich.

Der programmierbare MeeBot ist mehr als „nur“ ein ziemlich cooles Spielzeug für Jung und Alt. Wer sich intensiv mit den gebotenen Möglichkeiten und den ausführlichen Informationen innerhalb der App beschäftigt, der kann eine Menge über die Themen Kreativität, Motorik und Programmierung lernen. Man kann aber natürlich auch einfach nur eine Menge Spaß damit haben, wilde Bewegungsabläufe und abgefahrene Kreaturen mit dem MeeBot Kit zu kreieren.

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