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Test: TrackR bravo – der smarte Ortungschip

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Aktualisierung 1 am Donnerstag, den 24. November 2016 um 11:53 Uhr durch Kamal Vaid: Seit der Regalverfügbarkeit des TrackR bravo häufen sich die Zahl der unzufriedenen Käufern respektive Kunden. Uns liegen schriftlich eingereichte Fälle vor, aus denen hervorgeht, dass der Hersteller seinen Verpflichtungen nicht nachkommt. Zum Beispiel wurden drei Kunden nicht mit einer Ware beliefert, obwohl sie vorab bezahlt wurde. Teilweise gibt es auch Lieferzeiten von bis zu acht Wochen und mehr. Auch ist die Kommunikation gegenüber den Käufern mangelhaft und nicht an ihren Interessen orientiert. Wir haben versucht mit TrackR bravo Kontakt aufzubauen und über diese Situationen zu sprechen, eine Antwort liegt uns bis jetzt nicht vor. Wir möchten daher allen Interessierten von dem Kauf dieses Produktes abraten – zumindest beim Direkterwerb über die Hersteller-eigene Webseite.

Klingt an und für sich nicht wirklich spannend, oder? Aber dieser Tracker hier nutzt ein Menschenmengennetz für die Lokalisierung. Wie das Ganze funktioniert, erzählen wir Euch jetzt.

Das bravo von TrackR ist ein münzengroßes Gerät zur Erfassung einer Position. Mit 3,5 Millimeter Tiefe und einer Diagonale von 31 mm ist es dünn und kann nahezu überall platziert werden: In das Portemonnaie, an einem Fahrzeug, Schlüssel oder auch an Haustieren.

Die Energie kommt von einer CR1616-Knopfzellenbatterie. Sie soll rund 1 Jahr halten, verspricht der kalifornische Hersteller. Die Verbindung zu dem Android-Smartphone oder iPhone wird mittels Bluetooth Smart aufgebaut und aufrecht erhalten. Für die Steuerung steht eine kostenlose Applikation im Google Play Store oder Apple App Store bereit, in der auch weitere bravos verwaltet werden können. Außerdem zeigt die Distanz zum bravo an.

Neben den klassischen Dingen wie: Wo liegt mein Gegenstand, lässt sich auch am Telefon ein Ton abspielen, sodass dieses gefunden werden kann, sofern es in Reichweite ist, 10 Meter sind's für gewöhnlich.

Um das Smartphone klingeln zu lassen, muss am Tracker die Taste auf der vorderen Seite länger gedrückt werden. Wichtig: Die App darf nicht aus dem Hintergrundspeicher entfernt werden, sie hat zwar keinen großen Energieverbrauch, muss aber technisch immer aktiv sein.

Doch wie am Anfang gesagt, ist der bravo kein gewöhnlicher Tracker, sondern er nutzt eine sogenannte Crowd-GPS-Funktion. Sollte man etwas verlieren, kann es auch von anderen bravo-Besitzern gefunden werden, wenn sie mal vorbei laufen. Im Grunde wird der eigene Tracker im Netzwerk des Herstellers als vermisst gemeldet. Wirklich nützlich ist das nur dann, wenn die kritische Masse vorhanden und somit die Netzwerkexternalität ausgeprägt ist. In den USA weist das Netz eine hohe Dichte auf – hier in Hamburg sieht die Karte wie folgt aus:

Die interaktive Karte von TrackR zeigt die anonyme Aktivierungsentwicklung von anderen bravo-Nutzern an. Jeder potentielle Käufer kann vorab auf der Webseite, thetrackr.com, prüfen, wie gut seine Umgebung abgedeckt ist.

In unserem 5 tägigen Test konnte der TrackR bravo von keinem anderen bravo-Nutzer entdeckt werden, wir hatten unseren in den Innenstadt versteckt. Damit konnte es seine Highlight-Funktion nicht beweisen, auch wenn wir dem Hersteller Glauben schenken. Eine vergleichbare Funktion gibt es übrigens bei den Trackern von Tile – dem Tile Mate (Testbericht) für den Schlüselbund und dem Tile Slim (Testbericht) für's Portemonnaie.

Den TrackR Bravo gibt es aktuell in drei Ausführungen. Technisch unterscheiden sie sich nicht – nur die Farbe ist unterschiedlich.

  • Silber
    TrackR Bravo silber
  • Schwarz
    TrackR Bravo schwarz
  • Rosé
    TrackR Bravo rosegold

Für rund 29€ ist es allerdings kein allzu teurer Tracker. Wer etwas Qualitatives, Kleines und Einfaches haben möchte, dem wird der TrackR bravo sicherlich gefallen.

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