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Test: Sony Xperia Z2

von Bestboyz Signet  //  Facebook Twitter Google+

Das Xperia Z2 wurde im Februar dieses Jahres vorgestellt und nach mehrfacher Verspätung ist es endlich im Handel verfügbar. Vieles gibt es über das Telefon nicht zu sagen: Sony hat den Vorgänger auf der IFA 2013 präsentiert und jetzt, sechs Monate später ist das Xperia Z2 hier. Diese Strategie wird auch für den Nachfolger des Xperia Z2 gelten, denn Sony ist der Meinung, dass ein High-End-Smartphone die aktuellste Technik besitzen muss. Und das klappt am besten mit kürzeren Produktzyklen. In diesem Test erfahrt Ihr alles Wichtige über das aktuellste Hero device von Sony.

Das Xperia Z2 sieht auf den ersten Blick genauso aus, wie jedes andere Xperia-Smartphone auch: Wir haben das Gerät einigen nicht technisch affinen Freunden von uns gezeigt und in die Hände gegeben. Die Reaktion: Man hat keinen Unterschied zu dem Xperia Z aus dem Jahr 2013 festgestellt. Schaut man aber genauer hin, so merkt man, dass Sony sein OmniBalance-Design über die vergangenen Generationen doch optimiert und ergänzt hat. Klar, es ist nach wie vor ein kantiges und ziemlich eckiges Design, aber nun sind die Ränder etwas abgerundet. Trotzdem es bleibt dabei: Die Bauform liegt nicht wirklich gut und komfortabel in der Hand. Im Alltag stellt man sehr oft fest, dass das Gehäuse eher sperrig als bequem ist. Und bei einer Höhe von 146mm und einer Masse von 163g kommt das Gefühl sehr oft.

Display des Sony Xperia Z2
Display des Sony Xperia Z2

Eins sei aber gesagt: Unabhängig davon, wie es in der Hand liegt – das Xperia Z2 hat eine Premium-Verarbeitung. Vorne und hinten besitzt es ein gehärtetes Glas, in der Mitte sitzt ein Rahmen aus einem einzigen Metallblock, der das Gehäuse stabil hält und dem Konstrukt ein Qualitätsgefühl verleiht. Wie wir es von Sony nicht anders kennen: Auch das Xperia Z2 ist ein nach IP55 und IP58 zertifiziertes Smartphone. Es ist staub- und wasserdicht und kann bei einer Tiefe von bis zu 1,5 Meter 30 Minuten lang unter Wasser gehalten werden. Diese Eigenschaft ist – wie erwähnt – mittlerweile ein Standard von Sony-Smartphones.

Alles in allem sehen wir hier ein bekanntes Design mit einer außerordentlich guten Verarbeitung. Aus der makroskopischen Perspektive hat sich kaum etwas verändert, trotzdem hebt es sich stark von allen anderen Smartphones-Designs ab. Eine Bedienung mit einer mittelgroßen Hand ist schwer möglich, spätestens beim Tippen auf der QWERTZ-Tastatur braucht man zwei Hände. Und obwohl die Standby-Taste auf der rechten Seite sehr gut platziert ist, beherrscht das Xperia Z2 im Vergleich zu seinem Vorgänger die sogenannte Double-Tap-Geste. Das heißt: Man tippt im Bereitschaftsmodus zweimal auf die Anzeige und schon wird das Display aufgeweckt. Das Telefon wird hierdurch nicht komplett entsperrt, man sieht aber die Uhrzeit, das Datum und eventuell eingegangene Meldungen. Leider klappt diese Geste nicht Rückwärts: Man kann also das Telefon nicht mit einem Doppelklick sperren.

Auf der unteren Seite gibt es drei Löcher, die das Mikrofon-Design repräsentieren. Links kann man eine Schnalle durchziehen, um das Xperia Z2 irgendwo zu befestigen.

Was die Hersteller mittlerweile immer weniger einsetzen, ist die zweistufige Kamerataste – bei dem Xperia Z2 ist sie auf der unteren rechten Seite vorhanden. Man kann mit ihr nicht nur den Fokus bestimmen und das Bild auslösen, nein, man kann auch die Kamera aus dem Bereitschaftsmodus starten. Hierzu muss man die Taste 2 Sekunden lang gedrückt halten und schon kann man das Bild auslösen.

SONY_XPERIA_Z2_PHOTOS_2
SONY_XPERIA_Z2_PHOTOS_2

Etwas weiter oben befindet sich die Lautstärkenwippe, gefolgt von der Power-Taste und dem Steckplatz für eine microSDXC-Karte für bis zu 128GB. Intern sind es 16GB, wovon dem Nutzer lediglich 11GB zur Verfügung stehen. Wer also mehr braucht, kann sich mehr besorgen.

Weiter geht es auf der oberen Seite: Hier wurde das zweite Mikrofon für aktive Geräuschunterdrückung untergebracht. Apropos Geräuschunterdrückung: Das Sony Xperia Z2 ist das erste Smartphone auf der Welt, das eine integrierte, digitale und aktive Lärmkompensation besitzt. Wow, hört sich ziemlich High-Tech an – was ist es? Der Nutzen dieser Technologie ist, dass man mit einem kompatiblen Zubehör einen Antischall erzeugt. Im Klartext heißt das: Ihr hört Musik und nur die Musik. Umgebungsgeräusche werden über komplexe Methode so relativiert, das man sie nicht wahrnimmt. Das hierfür benötige Headset (Sony MDR-NC31EM) wird in den meisten Fällen mitgeliefert oder kann einzeln für 59,99€ erworben werden.

Unter der Metallklappe auf der linken Seite kommt eine microSIM-Karte rein. Daneben sitzt der microUSB-Anschluss, der für Daten als auch für den sehr großen 3.200mAh Akku zuständig ist. Dieser muss bei einer moderaten Nutzung alle 2 Tage aufgeladen werden. Das ist sehr positiv. Wer die Klappe nicht auf und zu machen möchte, weil er das muss, denn nur so ist das Telefon wasser- und staubdicht, der kann zusätzlich eine Dockingstation kaufen und das Telefon über die offen stehenden Kontakte verbinden. Übrigens, das vollständige Aufladen des Akkus über den microUSB-Anschluss dauerte in unserem Test 3 Stunden und 18 Minuten.

Sony Mobile hat bei dem Xperia Z2 Stereolautsprecher eingebaut, die frontal zu dem Benutzer gerichtet sind. Prinzipiell ist es das gleiche Verfahren, wie man es von den HTC-Geräten mit der BoomSound-Technologie kennt. Betrachtet und vergleicht man aber die Telefone mit einander, so stellt man fest, dass dem Xperia Z2 ein ausgeglichenes Volumen fehlt. Stattdessen ist das Klangbild dumpf und leicht verstopft.

Signatur eines Xperia-Smartphones: Power-Taste
Signatur eines Xperia-Smartphones: Power-Taste

Die Kamera auf der vorderen Seite nimmt Fotos in 2-Megapixel auf und Videos in 1080p. Die Qualität ist zufriedenstellend. Etwas hochauflösender ist die Kamera auf der Rückseite: Der Sensor kann insgesamt 20,7-Megapixel aufzeichnen. Fragt sich jetzt nur, wer so eine hohe Auflösung braucht, denn nicht jeder will Poster machen. Und die, die es wollen, werden sicherlich eine richtige Kamera nehmen und kein Smartphone. Nein, das ist soweit auch richtig: Es geht nicht um die hohe Auflösung, sondern um den Crop-Faktor und den damit zusammenhängenden Zoom. Möchte man demnach ein Bild machen, so kann man währenddessen das in das Bild reingehen, ohne, dass die Qualität darunter leidet. Am Ende kommt dann ein 8-Megapixel Bild heraus.

Die Bildqualität ist bei viel Licht exzellent. Auch andere Punkte wie Dynamik, Farberfassung und Schärfe sind großartig. Schwierig wird es, wenn wenig oder gar kein Licht vorhanden ist. Das Motiv ist zwar gut zu erkennen, es ist aber deutlich viel Rauschen und Unschärfe zu zu finden. In solchen Fällen ist auch die LED auf der Rückseite nicht hilfreich, da sind klein und nicht stark ist.

Ein weiterer Unterschied gegenüber der vorherigen Generation: Das Xperia Z2 kann Videos in 4K UHD aufzeichnen. Die Videoaufnahme ist aktuell auf 7 Minuten beschränkt, danach wird das Telefon sehr heiß und die Kamera schaltet sich ab. Damit Ihr eine Vorstellung von der Qualität bekommt, haben wir einen 1-minütigen Kurzfilm gedreht. Das Video ist auch auf YouTube in original 4K-Auflösung verfügbar. Film ab...

Was Sony mit diesem Modell verbessert hat, ist das Display-Oberflächen-Verhältnis. Das Gehäuse ist unverändert geblieben, aber das Display ist von 5-Zoll auf 5,2-Zoll gewachsen. Die Auflösung bleibt bei Full High Definition. Es ist ein helles und im Außen gut ablesbares IPS-LCDisplay mit einer scharfen Darstellung. Die Farben sind satt, realitätsnah und kräftig.

Aluminiumrahmen um das Xperia Z2
Aluminiumrahmen um das Xperia Z2

Das Xperia Z2 ist ein hervorstechendes Smartphone. Die Stärken liegen im Bereich Display, Kamera, Akku, Performance und Verarbeitung. Die Stereo-Lautsprecher auf der vorderen Seite sind ein guter Schritt in die richtige Richtung. Hier gibt es aber noch Potential finden wir. Was uns etwas gestört hat, war die etwas schlechtere Gesprächsqualität. Der Teilnehmer auf der anderen Seite konnte uns klar und deutlich verstehen, das Problem hatten wir. Im Vergleich zu seinem Vorgänger haben sich einige kleine Sachen getan. Ein Upgrade von Xperia Z1 auf Xperia Z2 empfehlen wir nicht unbedingt, wem aber die Größe und die Stärken zusagen, der sollte sich das neueste Smartphone von Sony Mobile Communications einmal persönlich anschauen.

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