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Test: Oppo R7s – edles Mittelklasse-Smartphone für 349€

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Das R7s ist eine Mischung aus dem bereits auf den Markt erhältlichen R7 und R7 Plus – nicht zu groß, nicht zu klein. Die Optik ähnelt den beiden Smartphones. Das Paket kombiniert teilweise einige Features. Für den europäischen Markt gibt es das Telefon aktuell nur in der goldenen Farbe – das könnte ein K.O.Kriterium für manche sein. Nicht jeder steht auf Gold, auch wenn es in diesem Fall nicht glänzt, sondern matt reflektiert.

Rückseite aus Gold…

Das 6,95 mm dünne und 155 Gramm schwere R7s besteht überwiegend aus Metall. Auf der Rückseite sieht man oben und unten noch jeweils eine Kunststofffläche – darunter wurden die Antennen für die Kommunikation platziert. Ansonsten sind die Ränder glänzend geschliffen und das gehärtete Display an den Seiten abgerundet. Das sieht gut aus und fühlt sich gut an.

Auf der linken Seite gibt es zwei separate Tasten für die Lautstärkenreglung. Unten links ist der Monolautsprecher, dazwischen der microUSB-Anschluss und rechts folgt das erste Mikrofon für die Sprachaufnahme. Auf der rechten wurde ein ideal positionierter und gut tastbarer Knopf mit einem angenehmen Druckpunkt platziert. Darüber gibt es einen Schlitten für die SIM-Karten. Das Oppo R7s ist Dual-SIM fähig und speist entweder eine microSIM und nanoSIM oder eine microSIM und eine microSDXC-Speicherkarte, Ihr könnt es Euch aussuchen. Der interne Speicher ist 32 GByte groß, davon stehen dem Nutzer aber 22,68 GByte zur Verfügung – für die meisten sollte das ausreichen. Wenn nicht, dann könnt Ihr aktuell mit bis zu 200 GByte erweitern.

Ränder geschliffen

Wo wir gerade bei dem Speicher sind: das R7s hat als einer der wenigen Smartphones auf den Markt 4 GByte als RAM. Der Nutzen: Ihr könnt simultan viele Ressourcen-hungrige Apps aktiv haben. Mit Spielen, Videos, Musik, Browser kommt das Gerät gut klar. Für die nötige Performance sorgt ein QSD615 Achtkernprozessor mit 1,5 GHz. Dazu gibt es einen Akku mit 3070 Milliamperestunden, bei moderater Nutzung kommt man auf einen Tag.

6 Linsen und ein Bildsensor mit isolierten Pixeln (Samsung ISOCELL) sorgen für Schärfe und exakte Farben.

Bei der Hauptkamera setzt Oppo auf einen 13-Megapixel-Bildsensor mit Isocell-Technology von Samsung Electronics. Darüber sitzen sechs Linsen mit einer konstant offenen Blende von f/2.2. Vorne sind es acht Megapixel. Des Weiteren können Videos in Full-HD bei 30 Bildern pro Sekunde aufgezeichnet werden. Wem eine höhere Bildwechselrate wichtig ist, der kann auf 120 fps umstellen, jedoch sinkt dann die Auflösung auf HD mit 720p runter.

Die Kamera-App ist anfangs übersichtlich gehalten, ähnlich wie das iOS-eigene Applikation auf dem iPhone. Jedoch kann bei Bedarf vieles aktiviert werden: 50 Megapixel per Stichting-Verfahren, Verschönern, HDR, Filter, GIF, langzeit Belichtung, Makromodus, Expertenmodus und vieles mehr.

Uns haben die Bilder gefallen. Die Kamera ist klasse und macht bei viel Licht richtig gute und kräftige Bilder. Bei Dämmerung kommt sie etwas an ihre Grenzen. Für Situationen wie diese steht eine Langzeitbelichtung zur Verfügung, aber ohne einen OIS. Wer mehr braucht, kann die einfache LED auf der Rückseite aktivieren. Jedoch ist sie auch gerade mal noch so verwendbar und reicht bis zu einem Raum von 1 Meter.

Organisches Display des R7s

Beim R7s verwendet Oppo ein 5,5 Zoll großes AMOLED-Display. Die Auflösung beträgt Full-HD – das sind 1920 × 1080 Pixeln. Bei zwei Millionen Bildpunkten beträgt die Pixeldichte 401 ppi – das ist ein guter Wert für eine Diagonale von fast 14 Zentimetern. Die Anzeige ist hell, Texte und Grafiken werden scharf dargestellt. Auch die Wiedergabe der Farben entspricht der Realität und sind nicht übersättigt, wie es für organische Bildschirm gewöhnlich ist. Mir ist aufgefallen, dass die Anzeige einen leichten Grünstich hat, wenn man schräg von der Seite guckt. Wirklich schlimm ist es aber nicht.

Auf dem R7s läuft Oppos eigene Software: ColorOS 2.1. Das zugrundeliegende Betriebssystem ist Android 5.1 Lollipop. Ob und wann ein Upgrade auf OS 6.0 Marshmallow folgt, ist aktuell nicht bekannt. Die Software ist einfach und übersichtlich gehalten: es gibt kein Hauptmenü; alle Apps liegen auf der Startseite. Die Performance des Telefons ist souverän. Aufgaben, Prozesse, Animationen und Befehle werden schnell ausgeführt beziehungsweise angezeigt. Für die großen 3D-Spiele reicht es gerade so einmal, flüssig laufen sie nicht.

Das R7s ist ein gut gemachtes Smartphone für wenig Geld, erhältlich im hauseigenen Onlineshop OppoStyle. Es überzeugt mit seinem großen Akku, der mit dem mitgelieferten Schnellladegerät in weniger als 50 Minuten vollaufgeladen werden kann. Darüber hinaus ist die Kamera mehr als okay und für die alltägliche Nutzung ausreichend. Eine Dual-LED für dunkle Szenarien wäre besser gewesen.

Auch die Verarbeitung stimmt und andere Grundfunktionen wie Telefonie, LTE, Empfang und Klang haben uns zugesagt. Wer auf der Suche nach einem günstigen Android-Telefon ist, auf NFC verzichten kann und mit der Farbe Gold kein Problem hat, der wird mit dem Oppo R7s zufrieden sein.

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