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Test: Lenovo Yoga Tab 3 Pro – das Tablet für Video-Fans

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Lenovo hat ein neues Tablet – das Yoga Tab 3 Pro. Das Gerät wurde auf der IFA 2015 in Berlin gezeigt und ist seit geraumer Zeit bei uns in Benutzung. Das Besondere daran ist das Besondere darin: Es hat einen Beamer im Gehäuse. Ob das nur Spielkram ist, erfahrt Ihr in diesem Test.

Der Name. Er ist lang. Er besteht aus vier Wörtern und einer Zahl: Lenovo Yoga Tab 3 Pro. Daraus wird ersichtlich, dass es sich hierbei um die dritte Generation handelt. Bisher hatte ich jedes Modell, und Lenovo hat sich von Jahr zu Jahr verbessert. Software, Hardware und Verarbeitungsqualität werden immer hochwertiger.

Auf der Rückseite hat das neue Tablet eine matte und wohlgestaltete Applikation aus Kunstleder. Dazu gibt es ein gelungenes Metall-Design, das zumindest uns gefallen hat. Allgemein ist die Beschaffenheit hochwertig: präzise geschliffene Kanten, fest sitzende Tasten und eine solide Konstruktion. Der Nachteil an der Sache: Mit 667 Gramm ist das Tablet nicht gerade ein Leichtgewicht. Es bringt zwar weniger auf die Waage als sein Vorgänger, aber vergleichbare Geräte sind fast 30 Prozent leichter.

Noch einmal zurück zum Namen: Wir haben nun geklärt, wofür die „3“ steht. Aber warum heißt das Teil eigentlich Yoga? Das ist recht simpel, und vielleicht fangen wir mit einem idiomatischen Begriff an: Multimode, ins Deutsche übersetzt „Mehrmodusbetrieb“. Heißt im Grunde:

  1. Ihr könnt das Tablet halten wie eine Zeitschrift
  2. Für Filme und Musikvideos gibt es einen Standfuß
  3. Das Tablet lässt sich hinlegen – etwa zum Tippen von E-Mails oder Dokumenten
  4. Man kann das Gerät aufhängen, beispielsweise in der Küche.

Lasst uns über die Besonderheit sprechen: Der eingebaute Picobeamer von Texas Instruments Tochter DLP. Die Projektionsfläche reicht bis zu 70 Zoll – das hängt von Euch ab, wie nah oder weit Ihr von der Wand oder einer Leinwand seid. Das Tablet hat eine automatische Trapezkorrektur, es sorgt für ein möglichst horizontales und rechteckiges Bild. Was Ihr in vielen Fällen noch justieren müsst, ist die Schärfe. Das geht über einen elektrischen Motor per Software. Das Bild ist ehrlich gesagt überraschend gut. Aber – und jetzt kommt's – es funktioniert nur bei absoluter Dunkelheit. Tageslicht oder elektrisches Licht dürfen nicht vorhanden sein. Sicherlich verwandelt das Yoga Tab 3 Pro Euer Wohnzimmer nicht in ein Kino, aber für den einen oder anderen Abend, für einen Spielfilm oder eine Serie ist es mehr als ausreichend. Zusammengefasst: Ja, das Bild ist klasse – die Helligkeit mit 50 Candela pro Quadratmeter jedoch unzureichend.

Im Vergleich zu seinem Vorgänger, dem Yoga Tab 2 Pro, ist die neueste Iteration kleiner geworden. Lenovo wollte es kompakter haben, und so gibt es statt 13,3 nun 10,1 Zoll. Die Flüssigkristallanzeige hat eine hohe Auflösung, höher als beim Vorjahresmodell. Das bringt eine gute Schärfe für Videos und Bilder. Auch die Kontraste sind prima, und was uns besonders gefallen hat, sind die exakten Farben. Die maximale Helligkeit lässt jedoch zu Wünschen übrig – gerade in der Sonne fällt das auf.

Das Tablet verfügt über zwei Akkus. Sie haben eine Kapazität von 10.200 mAh und befinden sich im Zylinder. Laut dem Hersteller ermöglichen sie eine Laufzeit von 18 Stunden. Wir haben diesen Wert nicht erreicht, stattdessen kamen wir bei intensiver Nutzung auf 13 Stunden. Schaltet man den Beamer durchgehend ein, so schafft das Yoga Tab 3 Pro rund fünf Stunden – also gut zwei Spielfilme.

Kommen wir zum Ton: Der Vorgänger hatte einen Subwoofer im Gehäuse. Das ist bei diesem Modell nicht der Fall. Und ehrlich gesagt ist es auch ganz gut so, denn wirklich gut waren die Bässe nicht. Und wie denn auch bitteschön? Bei so wenig Platz kann man auch keinen Tieftöner unterbringen. Im Yoga Tab 3 Pro gibt es stattdessen vier Lautsprecher von JBL. Sie haben einen klaren und voluminösen Klang.

Das Lenovo Yoga Tab 3 Pro ist ein einzigartiges Gerät. Es hat viele Anwendungsmöglichkeiten und zeigt seine Stärke in den Bereichen Video und Audio. Dazu kommt ein großer Akku, der für eine lange Laufzeit sorgt. Gefallen haben uns auch die Verarbeitung und das Design. Schnelles WLAN und ein übersichtliches Betriebssystem runden das Paket ab. Allerdings ist auch das Gewicht sehr hoch. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt derzeit 499 Euro – wer mobil ins Internet gehen möchte, dem steht die LTE-Variante für 599 Euro zur Verfügung. Die Preise finden wir fair. Wer viel Wert auf Multimedia legt, sollte sich das Gerät definitiv näher ansehen.

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